Katzencontent? Hundetweets!
18. Februar 2009 | Von Ulrike Langer | Kategorie: TwitterDie Vermenschlichung von Haustieren in sozialen Netzwerken macht dank Twitter große Fortschritte. Ein Kurznachrichtendienst, wo man spontan zwischendurch mal etwas reinbellen kann, liegt dem tierischen Instinkt ja auch viel näher als Netzwerke mit umständlich auszufüllenden Profilen. Vor allem Hunde beschnuppern sich wohl deshalb immer häufiger per Twitter.
Der Hund 2.0 hat kann bei Twitter mehreren Arten von Rudeln angehören. Beispiele:
1. Agentur-Hunde und TechDogs:
@ AgencyDog (24 Follower, Agentur-Hund von @freshinfo)

@LucyHund (8 Follower, Bonner Kampfschmuser)
@TopDogVienna (139 Follower, TechHound im Silicon Valley)
@LuzieHund (35 Follower, unklare Tätigkeit im Büro von @MissWayne)
@wachhund (74 Follower, Firmenhund der Agentur nugg.ad)
@FourLeggedMedia (1312 Follower, hier twittert Mackenzie vom texanischen Hunde-Microblogging-Netzwerk FourLeggedMedia
2. Park- und Outdoor-Hunde
@HundBarolo (65 Follower, Wiener Freitzeitkurier)
@ashility (285 Follower, fränkischer Landhund, Herrchen bloggt im Zeichen des Terriers)
3. Die nachlässige Tokio-Twitterszene:
@mokuamisan (81 Follower, lässt lieber Herrchen twittern)
@francesca13 (66 Follower, muss seine Kurz-Bio noch ausfüllen)

@taratara (6 Follower, irgendein Köter in Tokio ohne Kurz-Bio)
4. Selbsthilferudel
@zuckerhund (680 Follower, für Hunde mit Diabetes – kein Scherz!)
5. Hunde, die sich ausschließlich zu PR-Zwecken vor den Twitterkarren spannen lassen
@BookHound (1817 Follower, macht meistens PR für das Buchportal bookmeo.com)
@maxxamillion (447 Follower, tweetet automatisiert für gleichnamiges Tierheim in Chicago)
@PawLuxury (12670 Followers, Macht PR für gleichnamiges Bio-Hundefutter)
Die Liste könnte natürlich noch beinahe endlos ergänzt werden.
Zugang zu passenden Rudeln finden Hunde am leichtesten beim Beschnuppern von ”Following“ und ”Follower“-Profil-Thumbs. Denn wo Hunde tweeten, sind andere Hunde meistens nicht weit. Viel aufwändiger ist die Twittersuche mit den hashtags #Hund oder gar #dog , weil hinter den Tweets meist doch nur Menschen stecken (”mist, es regnet. muss noch mit dem #hund raus”).
Hilfreich bei der Selbstdarstellung ist natürlich auch ein artgerechter Hintergrund. Sehr gut gelöst z.B. von @mydog mit einem Wallpaper aus Tennisbällen und einer philosophisch passenden Kurzbio: ”On the Internet Nobody Knows I’m A Dog!!

Listen mit Hunden aus der anglo-amerikanischen Tweetdog-Szene sowie hilfreiche wie amüsante Tipps hat TwiTip vor einigen Tagen veröffentlicht: ”How to Be a Good Dog on Twitter in 8 Easy Steps“
Und hier noch ein aktueller Hinweis:
Heute nacht um 3 Uhr MEZ startet ”Twitter’s first Barkhunt”, (Gewinnspiel mit Hashtag #barkhunt, Teilnahme per DM). Zu gewinnen gibt es ”The Idiot’s Guide to Positive Dog Training“.
Schwanzwedelndes Lob oder knurrende Kritik aus der Hunde-Twitterszene in den Kommentaren sind ausdrücklich erwünscht!







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