Linktipps zum Wochenstart (17)

Topp-Tipp:

Chris Anderson: Newspapers need to find the ‘pet for their penguin’

Chris Anderson, Chefredakteur der Zeitschrift Wired und Autor des Buches Free (Warum ”Kostenlos” ein Geschäftsmodell sein kann) hat den Guardian besucht und Chefredakteur Alan Rusbridger und Geschäftsführerin Carolyn McCall das Geschäftsmodell ”Freemium” erläutert:  Zeitungen sollten den größten Teil ihrer Inhalte im Web frei zugänglich verbreiten und darüber hinaus lukrative Verwertungsmöglichkeiten für exklusive Inhalte und Anwendungen entwickeln. Deutschsprachige Zusammenfassung bei meedia. Jason Falls kritisiert beim Social Media Explorer Anderson’s Thesen: The Economy of Free Is Stupid.

Anderson erläutert das Prinzip Free in diesem Wired Video (3:20 min):

Weitere Tipps:

Wir sind entrückt und unflexibel. Fünf Thesen zur Zukunft des Zeitungswesens

Lutz Schumacher, Geschäftsführer des Nordkuriers, stellt bei Carta fünf selbstkritische Thesen zur Zukunft des Zeitungswesens auf. Schumacher: ”Wenn wir jetzt nicht beginnen den Tageszeitungsjournalismus zu ändern, werden wir am Ende den Untergang einer ganzen Mediengattung besiegeln.”

Spot.Us, pioneer of crowdfunded journalism, preps for expansion

David Cohn spricht in diesem Video-Interview (5:30 min) des Nieman Journalism Lab über seine Pläne, sein spendenfinanziertes Journalismus-Projekt Spot.Us nach dem ermutigenden Start in San Francisco bald auch in anderen Ballungsräume anzubieten. Seattle und Los Angeles sind im Gespräch.

“Wir wollen Qualitätsjournalismus aufspüren”

Anstelle von populistischem Google-Bashing: Spiegel Online spricht in diesem lesenswerten Interview mit dem Erfinder des Nachrichtenaggregators Google News über die Strukturierung von Nachrichten und darüber, wie Google News künftig Qualitätsjournalismus erkennen soll.

Let’s Screw Up the Entire Internet to Save Newspapers

Valleywag nimmt die Idee von Richard Posner, Richter am Obersten Berufungsgericht der USA, auseinander. Posner hatte ein 24-stündiges Linkverbot auf Zeitungsinhalte im Netz angeregt. Außerdem soll keine andere Website die Inhalte von Verlags-Websites in eigenen Worten zusammenfassen dürfen.

Pro Publica – die Rettung des investigativen Journalismus?

Ein lesenswertes Interview mit Richard Tofel, geschäftsführender Redakteur von Pro Publica, auf dem lab Blog der Deutschen Welle. Pro Publica ist eine nicht-kommerzielle Organisation mit Sitz in New York, die investigativen Journalismus betreibt.

Das lange Warten

Als Nummer 264 im ersten Monat hat Stephan Sperling  in einem Presseladen am Münchner Hauptbahnhof einen Zeitungsdrucker getestest. Nach einer halben Stunde musste er die losen Blätter schnell in eine Plastiktüte stopfen, um seinen ICE nicht zu verpassen. Am Ende seiner lesenswerten Chronologie des Wartens listet er auf, was sich ändern muss, damit dieses Konzept erfolgreich sein kann.

Die Linktipps haben jetzt erst einmal Urlaubspause. Nächste Ausgabe am 26. Juli.

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