Werden Sie bloß nicht schwach!
2. Dezember 2009 | Von Ulrike Langer | Kategorie: Neu, Social WebSollten Sie je auch nur einen Moment erwägen, eventuell der Einladung eines Twitter-Kontaktes zu folgen und Mitglied seiner “Mafia family” zu werden oder aus purer Neugier auch mal ausprobieren wollen, was denn Ihre Facebook-Freunde an diesem “Farmville” so toll finden – Vorsicht! Was von außen wie idiotischer Kinderkram aussieht, hat einen raffinierten eingebauten Suchtfaktor, der in diesem Jahr dem Facebook-Games-Produzenten Zynga 90 Prozent seines 250 Millionen Dollar Umsatzes allein mit solchen virtuellen Social Games verschaffen wird.
Wie der Suchtfaktor funktioniert, hat dankenswerterweise Nicholas Carlson vom Silicon Alley Insider am eigenen Leib und unter Einsatz von echten Dollars ausprobiert. Mit seinem Beitrag verlinkt ist eine 41-seitige Präsentation, in der er alle Fortschritte und Rückschläge seiner Existenz als virtueller Fischzüchter und -händler bei Facebooks “Fishville” dokumentiert. Klicken Sie bitte unbedingt durch die gesamte Präsentation. Es ist zwar nicht schön anzusehen, wenn virtuelle Fische verhungern müssen, nur weil ein Tech-Autor meint, er könne sich auch mal länger als 45 Minuten von Facebook fernhalten. Aber wenn Sie durchhalten, erlangen Sie quasi parasitäre Einsicht in die inneren Wirkmechanismen eines virtuellen Social Games. Außerdem sparen Sie Geld und noch viel mehr Lebenszeit, weil Sie garantiert widerstehen werden, wenn sie wieder mal eine “Farmville”, “Fishville” oder “Mafia Wars”-Einladung bekommen.





