Linktipps zum Wochenstart (42)

augmented-reality

Topp-Tipp:

Bringing Nothing to the Party

Paul Carr stellt seit Ende Dezember 2009 jede Woche ein neues Kapitel seines amüsant-lehrreichen Tagebuchs aus dem Jahr 2008 (Untertitel: “Confessions of a New Media Whore“) frei online. Zwei Kapitel stehen inzwischen im Netz.

Weitere Tipps:

Wer am Bezahl-Web mitverdient

Ein Beitrag zur Marktmacht im Web von Konrad Lischka bei Spiegel Online ohne das beliebte Google-Bashing: “Während Verlage und Medienhäuser über Google’s Dominanz und Kostenlos-Kultur schimpfen, haben zwei Firmen den Markt für digitalisierte Musik und Literatur aufgeteilt. Je mehr Menschen unterwegs am Bildschirm hängen, desto mächtiger werden Amazon und Apple.” 

How Social Media Has Changed Us

Positiv formulierte knappe Thesen, fokussiert auf Social Media, zu lesen bei Mike Laurie (Mashable).

How journalists can use augmented reality

Mercedes Bunz beschreibt im PDA Digital Content Blog des Guardian anhand von Beispielen journalistische Einsatzmöglichkeiten für Augmented Reality: Magazine lebendiger gestalten, Sportjournalismus oder Berichterstattung von Events. Dazu ergänzend ebenfalls von M. Bunz: Seven things you need to know about augmented reality

Video vs. Audio-Slideshow: Über ein Rennen, das gelaufen ist

Audio-Slideshows sind für Fotografen zur kreativen Sackgasse geworden; dazu kommen erhebliche, teilweise unterschätzte Hürden bei Produktion und Distribution. Video hingegen hat seine Kinderkrankheiten überwunden und ist als Leinwand für fotografisches Storytelling inzwischen konkurrenzlos. Mit Bewegtbild umgehen zu können, wird in den kommenden Jahren noch essenzieller sein als bisher“, postuliert Zeit Online Entwicklungsredakteur Fabian Mohr auf seinem Blog iso800. Fiete Stegers von onlinejournalismus.de ergänzt: “Aber die potenziellen technischen Möglichkeiten bedeuten ja nicht zwangsläufig, dass diese auch extensiv genutzt werden: Kurze Video-Schnipsel, aufwändige Audio-Slideshows und noch aufwändigere Kombinationen aus Video, Audio und Stills könnten auch weiterhin die Ausnahme bleiben, während eingleisige Formate – stumpfer Text, bloßes Video oder stumpfe Bilderstrecke – weiter dominieren.”

eBooks und digitale Lesegeräte werden es auch 2010 in Deutschland schwer haben

Verlagsberater Hugo E. Martin nennt als Interviewter die Faktoren, die dazu beitragen, dass der Markt für eReader und eBooks sich hierzulande recht langsam entwickelt (im Vergleich mit den USA).

Apple’s Tabula Rasa

Recovering journalist Mark Potts glaubt, dass die meisten bisherigen Analysen zum Marktpotenzial des künftigen Apple Tablet zu kurz greifen, weil der erwartete Tablet PC aus Cupertino sehr viele Medienzweige auf einmal revolutionieren kann: Zeitungen, Magazine, Bücher, Fernsehen, Kino, Kommunikation, Apps und Gaming.

Ten things every journalist should know in 2010

John Thompson (onlinejournalism.co.uk) erweitert seine Vorjahresliste der 10 Dinge, jeder Journalist wissen/können sollte, um zehn neue Entwicklungen. Die wichtigsten: “6. Journalism needs a business model. If you don’t understand business, especially the business you work for, then it’s time to wake up. The reality for most journalists is that they can no longer exist in a vacuum, as if what they do in their profession is somehow disconnected from the commercial enterprise that pays their wages” und “7. You are your own brand – brand yourself online! I’m not talking bylines here – you need to build yourself an online persona, one that earns you a reputation of trustworthiness and one that allows you to build fruitful relationships with your readers and contacts.” Ideale Lese-Ergänzung: Doing journalism in 2010 is an act of community organizing (Online Journalism Review).

Downunder droht die Zukunft

Thomas Knüwer ist zurück aus seinem Australien-Urlaub und hat für Indiskretion Ehrensache Impressionen vom Medienmarkt down under mitgebracht: “Endgame nennen es die Unternehmensberater und Analysten, wenn ein Markt überreif wird und die einzige Zukunftschance der Marktteilnehmer eine immer stärkere Konzentration ist. Die Medien in Deutschland beginnen vielleicht gerade mit einem solchen Endgame.