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	<title>Kommentare zu: Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen?</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 12:12:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Medial Digital&#187; Interviews mit Innovatoren Journalismus Neu &#187; Der Digitalspezialist &#8211; Multimediajournalist Mark Luckie</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-4501</link>
		<dc:creator>Medial Digital&#187; Interviews mit Innovatoren Journalismus Neu &#187; Der Digitalspezialist &#8211; Multimediajournalist Mark Luckie</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 17:32:37 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Investigativer Journalismus beruhe in hohem Maße auf Daten und Dokumenten. Aber im Internet gehe es vor allem um Transparenz, glaubt Luckie. &#8220;Die Leute wollen die Originaldokumente lesen.&#8221; Die Aufgabe von Journalisten sei es deshalb , den Nutzern einen Zugang zu diesen Informationen in organisierter Form zu verschaffen, zum Beispiel über Datenbanken. &#8220;Wenn Journalisten das schaffen, erbringen sie einen besseren Dienst für ihre Leser&#8221;, so der Datenjournalist. (Konsequentes Offenlegen von Quellen ist natürlich auch für deutsche Verlage noch etwas Ungewöhnliches: Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen?) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Investigativer Journalismus beruhe in hohem Maße auf Daten und Dokumenten. Aber im Internet gehe es vor allem um Transparenz, glaubt Luckie. &#8220;Die Leute wollen die Originaldokumente lesen.&#8221; Die Aufgabe von Journalisten sei es deshalb , den Nutzern einen Zugang zu diesen Informationen in organisierter Form zu verschaffen, zum Beispiel über Datenbanken. &#8220;Wenn Journalisten das schaffen, erbringen sie einen besseren Dienst für ihre Leser&#8221;, so der Datenjournalist. (Konsequentes Offenlegen von Quellen ist natürlich auch für deutsche Verlage noch etwas Ungewöhnliches: Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen?) [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Medial Digital&#187; Neu Paid Content Zeitungszukunft digitale Märkte &#187; Inhalteproduzenten brauchen neue Wertschöpfungsketten &#8211; meine Keynote beim Cologne web content forum</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3721</link>
		<dc:creator>Medial Digital&#187; Neu Paid Content Zeitungszukunft digitale Märkte &#187; Inhalteproduzenten brauchen neue Wertschöpfungsketten &#8211; meine Keynote beim Cologne web content forum</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 12:29:30 +0000</pubDate>
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		<description>[...] setzt. Von Twitter und vor allem aus den intensiven Kontakten bei Werkenntwen.de kommen regelmäßig gute Anregungen für Themen, die von der &#8220;Rhein-Zeitung&#8221; dann online oder i... Diese Themen bekommen ein eigenes Logo &#8220;Ihr Thema aus WKW&#8221;, damit die Nutzer sich [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] setzt. Von Twitter und vor allem aus den intensiven Kontakten bei Werkenntwen.de kommen regelmäßig gute Anregungen für Themen, die von der &#8220;Rhein-Zeitung&#8221; dann online oder i&#8230; Diese Themen bekommen ein eigenes Logo &#8220;Ihr Thema aus WKW&#8221;, damit die Nutzer sich [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tweets die Medial Digital» Neu Twitter Zeitungszukunft » Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen? erwähnt -- Topsy.com</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3297</link>
		<dc:creator>Tweets die Medial Digital» Neu Twitter Zeitungszukunft » Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen? erwähnt -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:40:38 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Christian Hennerfehr und NGC6544, AuGuSTheater erwähnt. AuGuSTheater sagte: http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/?utm_content=backtype-tweetcount [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Christian Hennerfehr und NGC6544, AuGuSTheater erwähnt. AuGuSTheater sagte: <a href="http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/?utm_content=backtype-tweetcount" rel="nofollow">http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/?utm_content=backtype-tweetcount</a> [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulrike Langer</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3278</link>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 20:49:55 +0000</pubDate>
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		<description>@Hardy
Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich glaube, dass wir uns, was den Zustand des durchschnittlichen deutschen Lokaljournalismus betrifft, ziemlich einig sind: vieles ist grauenhaft zusammengestümperter PR-Brei und Vereinsmeierei und genau das, was Du mit Deiner genialen Wortschöpfung Bratwurstjournalismus treffend beschrieben hast. Mit am unteren Ende der Skala angesiedelt ist offenbar der Mannheimer Morgen, sonst gäbe es das Heddesheimblog vielleicht gar nicht. Du bist in Deiner Region mit den journalistischen Tugenden &quot;Recherche&quot;, &quot;Ausdauer&quot; und &quot;Hartnäckigkeit&quot; offenbar in eine Marktlücke gestoßen. Mir ging es hier aber darum, einige positive Beispiele herauszustellen. Es gibt sicher noch weitere, aber die obigen sind Beispiele, mit denen ich mich schon näher befasst habe. 

Das MyHeimat-Konzept gehört für mich unbedingt in diese Reihe. Ich glaube, dass es zukünftig immer weniger eine Rolle spielen wird, aus welchen Motiven jemand über lokale Themen schreibt - ob haupt- oder nebenberuflich für Geld, für die Anerkennung oder weil ihn ein bestimmtes Thema berührt. Die Rolle von Journalisten wird zunehmend sein, die Themen, Texte und Recherchen zu kuratieren, werbliche und von journalistischen Interessen zu trennen, Diskussionen zu moderieren etc. Diese Rolle haben die Kooperationspartner von myHeimat in unterschiedlichen Abstufungen angenommen - allen voran die Madsack Heimatzeitungen und die Gießener Zeitung. Andere Zeitungen, z.B. die Rhein-Zeitung, versuchen diesen Prozess über soziale Netzwerke in Gang zu bringen. 

&quot;Meine Prognose: Ich glaube nicht, dass myheimat funktioniert.&quot; - was Du glaubst, ist in diesem Fall nicht mehr sonderlich relevant, denn die Plattform gibt es seit 2005, sie ist profitabel, Media Lab (Madsack und WAZ) ist daran inzwischen beteiligt, weitere Verlage kooperieren. Allein in den letzten anderthalb Jahren haben über myHeimat 30.000 Bürgerreporter über 170.000 Beiträge verfasst. Ein solches Projekt hält man nicht so lange am Laufen, wenn die Inhaltelieferanten sich ausgebeutet fühlen. Aber das habe ich ja weiter oben schon gesagt: Es will ja gar nicht jeder für Geld schreiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hardy<br />
Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich glaube, dass wir uns, was den Zustand des durchschnittlichen deutschen Lokaljournalismus betrifft, ziemlich einig sind: vieles ist grauenhaft zusammengestümperter PR-Brei und Vereinsmeierei und genau das, was Du mit Deiner genialen Wortschöpfung Bratwurstjournalismus treffend beschrieben hast. Mit am unteren Ende der Skala angesiedelt ist offenbar der Mannheimer Morgen, sonst gäbe es das Heddesheimblog vielleicht gar nicht. Du bist in Deiner Region mit den journalistischen Tugenden &#8220;Recherche&#8221;, &#8220;Ausdauer&#8221; und &#8220;Hartnäckigkeit&#8221; offenbar in eine Marktlücke gestoßen. Mir ging es hier aber darum, einige positive Beispiele herauszustellen. Es gibt sicher noch weitere, aber die obigen sind Beispiele, mit denen ich mich schon näher befasst habe. </p>
<p>Das MyHeimat-Konzept gehört für mich unbedingt in diese Reihe. Ich glaube, dass es zukünftig immer weniger eine Rolle spielen wird, aus welchen Motiven jemand über lokale Themen schreibt &#8211; ob haupt- oder nebenberuflich für Geld, für die Anerkennung oder weil ihn ein bestimmtes Thema berührt. Die Rolle von Journalisten wird zunehmend sein, die Themen, Texte und Recherchen zu kuratieren, werbliche und von journalistischen Interessen zu trennen, Diskussionen zu moderieren etc. Diese Rolle haben die Kooperationspartner von myHeimat in unterschiedlichen Abstufungen angenommen &#8211; allen voran die Madsack Heimatzeitungen und die Gießener Zeitung. Andere Zeitungen, z.B. die Rhein-Zeitung, versuchen diesen Prozess über soziale Netzwerke in Gang zu bringen. </p>
<p>&#8220;Meine Prognose: Ich glaube nicht, dass myheimat funktioniert.&#8221; &#8211; was Du glaubst, ist in diesem Fall nicht mehr sonderlich relevant, denn die Plattform gibt es seit 2005, sie ist profitabel, Media Lab (Madsack und WAZ) ist daran inzwischen beteiligt, weitere Verlage kooperieren. Allein in den letzten anderthalb Jahren haben über myHeimat 30.000 Bürgerreporter über 170.000 Beiträge verfasst. Ein solches Projekt hält man nicht so lange am Laufen, wenn die Inhaltelieferanten sich ausgebeutet fühlen. Aber das habe ich ja weiter oben schon gesagt: Es will ja gar nicht jeder für Geld schreiben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: KoopTech &#187; Titelgeschichte &#187; Hyperlocal-Diskussionen</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3273</link>
		<dc:creator>KoopTech &#187; Titelgeschichte &#187; Hyperlocal-Diskussionen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 11:26:53 +0000</pubDate>
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		<description>[...]  Ulrike Langer erz&#228;hlt, wie gute die Rheinzeitung mit Social Media umgeht. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  Ulrike Langer erz&#228;hlt, wie gute die Rheinzeitung mit Social Media umgeht. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hardy Prothmann</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3262</link>
		<dc:creator>Hardy Prothmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 23:31:37 +0000</pubDate>
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		<description>Guten Tag!

Ulrike Langer hat Recht.

Erstens gibt es engagierte Redakteure, die ambitionierten Lokaljournalismus machen und noch zufällig bei einer Zeitung oder zumindest einem Zeitungsverlag arbeiten.

Marcus Schwarze zum Beispiel von der HAZ. Der hat die Debatte über Bratwurstjournalismus erfrischend frei in seinem blog verarbeitet und zeigt mit seinem Kommentar hier im blog, dass er denkt, bevor er was tut. Ich kenne den Kollegen nur durch eine kurze email-Kommunikation, aber der erste Eindruck ist sehr positiv.

Und 2. gibt es auch den ein oder anderen Redaktionsleiter oder sogar Chefredakteur (ich kenne welche), die einen guten Job machen und einen mindestens ordentlichen Lokaljournalismus machen wollen, was Ihnen auch immer wieder gelingt.

Trotzdem ist die Lage des Lokaljournalismus insgesamt mehr als desolat - vor allem in der Fläche und auf dem Land.

In Stadtredaktionen und dort, wo noch Konkurrenz herrscht, gibt es (noch) immer wieder Glanzstücke im Lokaljournalismus.

Tendenziell ist die Lokalzeitung aber ein Patient unterm Sauerstoffzelt. Noch gibt es über 300 Lokalzeitungen - meine Prognose: Die Zahl wird in den kommenden Jahren rapide abnehmen.

Als Zeitungsverleger würde ich in erster Linie auch meine Druckmaschinen auslasten wollen. Die sind oder waren schweineteuer – das Geld muss wieder rein.

Aber das Produkt Zeitung wird zu teuer: Die Maschinen, der Produktionsapparat, das Material, die Zustellung.

Nahraum.de. kannte ich nicht und will ich auch nicht kennenlernen, wenn es kein Showcase gibt, ohne dass ich meine Daten preisgeben muss. Der Verleger Lensing hat sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als er seine Redaktion rausgeschmissen hat.

Auch die Rheinzeitung steht, was Honorare und den Umgang mit Mitarbeitern angeht, nicht gerade ganz vorne in der Schlange, wenn es um Schlagworte wie anständige Bezahlung usw. geht, was man so hört und liest.

Andererseits ist gerade die Rheinzeitung in Koblenz ein gutes Beispiel für eine Redaktionsleitung, die sich Mühe gibt, am Ball zu bleiben und schon sehr früh erfolgreich den Sprung ins Internet geschafft hat. Wenigstens etwas.

Aber, was solls, das ist EINE Zeitung. Dann fallen uns noch zwei, drei andere ein und dann beginnt das lange Schweigen und das Grübeln.

Vom myheimat-Chef habe ich Post bekommen, weil ich im Interview mit Marian Semm locker sagte: Ich halte das für „unanständig“. Das fand er nicht gut.

Ich habe mir myheimat nochmals angeschaut, weil ich nicht gerne dummes Zeug rede. Danach fand ich myheimat noch immer nicht gut und bleibe dabei: Wie hier auf kostenlose Content-Jagd gegangen wird, gefällt mir nicht. Das ist Bild-Bürgerreporter in anderer Verpackung, aber ganz ohne Geld.
Und letztlich solls wieder ein, wer hätte es gedacht, ein Printprodukt werden. Ob Vereinszeitschrift, Jubiläumsheft oder sonstwas.
Meine Prognose: Ich glaube nicht, dass myheimat funktioniert. Und wenn doch, wird der Erfolg ein Problem werden. Die Leute sind nicht doof und werden am Erfolg partizipieren wollen, was der Anfang vom Ende sein dürfte.

Ich komme von der Zeitung, habe jahrelang davon gelebt, bin aber mittlerweile überzeugt, dass die alten Konzepte nicht mehr greifen.

Meine blogs sind ganz kleine Lichter am großen Medienfirmament. Aber ich glaube, dass meine Idee und die vieler anderer, ob Fußball Passau, aber auch vielleicht die Rheinzeitung oder Ruhrbarone oder Carta oder Jens Weinreich Vorboten einer Revolution sind, von der die lokal-regionalen Zeitungsverlage noch überhaupt keine Ahnung haben, wie es sie wegreißen wird.

Was kommt, weiß ich nicht. Das was kommt, weiß ich sicher. Warum? Nennen wir es, journalistischen Instinkt.

Einen schönen Tag wünscht
Hardy Prothmann</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag!</p>
<p>Ulrike Langer hat Recht.</p>
<p>Erstens gibt es engagierte Redakteure, die ambitionierten Lokaljournalismus machen und noch zufällig bei einer Zeitung oder zumindest einem Zeitungsverlag arbeiten.</p>
<p>Marcus Schwarze zum Beispiel von der HAZ. Der hat die Debatte über Bratwurstjournalismus erfrischend frei in seinem blog verarbeitet und zeigt mit seinem Kommentar hier im blog, dass er denkt, bevor er was tut. Ich kenne den Kollegen nur durch eine kurze email-Kommunikation, aber der erste Eindruck ist sehr positiv.</p>
<p>Und 2. gibt es auch den ein oder anderen Redaktionsleiter oder sogar Chefredakteur (ich kenne welche), die einen guten Job machen und einen mindestens ordentlichen Lokaljournalismus machen wollen, was Ihnen auch immer wieder gelingt.</p>
<p>Trotzdem ist die Lage des Lokaljournalismus insgesamt mehr als desolat &#8211; vor allem in der Fläche und auf dem Land.</p>
<p>In Stadtredaktionen und dort, wo noch Konkurrenz herrscht, gibt es (noch) immer wieder Glanzstücke im Lokaljournalismus.</p>
<p>Tendenziell ist die Lokalzeitung aber ein Patient unterm Sauerstoffzelt. Noch gibt es über 300 Lokalzeitungen &#8211; meine Prognose: Die Zahl wird in den kommenden Jahren rapide abnehmen.</p>
<p>Als Zeitungsverleger würde ich in erster Linie auch meine Druckmaschinen auslasten wollen. Die sind oder waren schweineteuer – das Geld muss wieder rein.</p>
<p>Aber das Produkt Zeitung wird zu teuer: Die Maschinen, der Produktionsapparat, das Material, die Zustellung.</p>
<p>Nahraum.de. kannte ich nicht und will ich auch nicht kennenlernen, wenn es kein Showcase gibt, ohne dass ich meine Daten preisgeben muss. Der Verleger Lensing hat sich ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als er seine Redaktion rausgeschmissen hat.</p>
<p>Auch die Rheinzeitung steht, was Honorare und den Umgang mit Mitarbeitern angeht, nicht gerade ganz vorne in der Schlange, wenn es um Schlagworte wie anständige Bezahlung usw. geht, was man so hört und liest.</p>
<p>Andererseits ist gerade die Rheinzeitung in Koblenz ein gutes Beispiel für eine Redaktionsleitung, die sich Mühe gibt, am Ball zu bleiben und schon sehr früh erfolgreich den Sprung ins Internet geschafft hat. Wenigstens etwas.</p>
<p>Aber, was solls, das ist EINE Zeitung. Dann fallen uns noch zwei, drei andere ein und dann beginnt das lange Schweigen und das Grübeln.</p>
<p>Vom myheimat-Chef habe ich Post bekommen, weil ich im Interview mit Marian Semm locker sagte: Ich halte das für „unanständig“. Das fand er nicht gut.</p>
<p>Ich habe mir myheimat nochmals angeschaut, weil ich nicht gerne dummes Zeug rede. Danach fand ich myheimat noch immer nicht gut und bleibe dabei: Wie hier auf kostenlose Content-Jagd gegangen wird, gefällt mir nicht. Das ist Bild-Bürgerreporter in anderer Verpackung, aber ganz ohne Geld.<br />
Und letztlich solls wieder ein, wer hätte es gedacht, ein Printprodukt werden. Ob Vereinszeitschrift, Jubiläumsheft oder sonstwas.<br />
Meine Prognose: Ich glaube nicht, dass myheimat funktioniert. Und wenn doch, wird der Erfolg ein Problem werden. Die Leute sind nicht doof und werden am Erfolg partizipieren wollen, was der Anfang vom Ende sein dürfte.</p>
<p>Ich komme von der Zeitung, habe jahrelang davon gelebt, bin aber mittlerweile überzeugt, dass die alten Konzepte nicht mehr greifen.</p>
<p>Meine blogs sind ganz kleine Lichter am großen Medienfirmament. Aber ich glaube, dass meine Idee und die vieler anderer, ob Fußball Passau, aber auch vielleicht die Rheinzeitung oder Ruhrbarone oder Carta oder Jens Weinreich Vorboten einer Revolution sind, von der die lokal-regionalen Zeitungsverlage noch überhaupt keine Ahnung haben, wie es sie wegreißen wird.</p>
<p>Was kommt, weiß ich nicht. Das was kommt, weiß ich sicher. Warum? Nennen wir es, journalistischen Instinkt.</p>
<p>Einen schönen Tag wünscht<br />
Hardy Prothmann</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lesetipps f&#252;r den Tage 25. Januar &#124; Blogpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3243</link>
		<dc:creator>Lesetipps f&#252;r den Tage 25. Januar &#124; Blogpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 08:15:34 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Medial Digital: Zukunft Lokaljournalismus -Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen?: Ulrike Langer über positive Beispiele, wie Lokalzeitungen sinnvoll das Netz nutzen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Medial Digital: Zukunft Lokaljournalismus -Sollen wir dieses geheime Gutachten ins Netz stellen?: Ulrike Langer über positive Beispiele, wie Lokalzeitungen sinnvoll das Netz nutzen [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: KoopTech &#187; KoopTech empfiehlt ... Medien &#187; Ulrike Langer über guten Lokaljournalismus</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3238</link>
		<dc:creator>KoopTech &#187; KoopTech empfiehlt ... Medien &#187; Ulrike Langer über guten Lokaljournalismus</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 22:09:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Medienjournalistin Ulrike Langer zeigt an einigen Beispielen, dass Lokaljournalismus gut sein kann &#8211; als Contrapunkt zu Hardy [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Medienjournalistin Ulrike Langer zeigt an einigen Beispielen, dass Lokaljournalismus gut sein kann &#8211; als Contrapunkt zu Hardy [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Musikmicha</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3236</link>
		<dc:creator>Musikmicha</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 16:11:04 +0000</pubDate>
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		<description>Wer sonst wäre in der Lage, solchen Verbrechern auf die Spur zu kommen und unfähigen, verlogenen Politikern das Handwerk zu legen, wenn nicht Journalisten, die solche Skandale an die Öffentlichkeit bringen - natürlich nach gewissenhafter Prüfung der Fakten.
Sorry für diese deutlchen Worte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sonst wäre in der Lage, solchen Verbrechern auf die Spur zu kommen und unfähigen, verlogenen Politikern das Handwerk zu legen, wenn nicht Journalisten, die solche Skandale an die Öffentlichkeit bringen &#8211; natürlich nach gewissenhafter Prüfung der Fakten.<br />
Sorry für diese deutlchen Worte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nicht alle Lokalzeitungen sind schlecht &#8212; CARTA</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/comment-page-1/#comment-3235</link>
		<dc:creator>Nicht alle Lokalzeitungen sind schlecht &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 12:45:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://medialdigital.de/?p=2078#comment-3235</guid>
		<description>[...] Ulrike Langer in ihrem Blog (Medial Digital) und belegt dies mit Beispielen. Damit bietet sie eine gute Replik [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ulrike Langer in ihrem Blog (Medial Digital) und belegt dies mit Beispielen. Damit bietet sie eine gute Replik [...]</p>
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	</item>
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