Linktipps zum Wochenstart (46)

Wattig-vortrag

Top-Tipp:

Will Steve Jobs Böses?

Die Linktipps sind heute nochmal iPad-lastig: Ein glänzender Artikel von New York Times Tech-Redakteur John Markoff, dem die FAZ in der deutschen Übersetzung einen durch nichts im Text gerechtfertigten reißerischen Titel verpasst hat. Im Kern geht es Markoff darum, was Jobs erkannt hat: Wir befinden uns im Übergang ins Post-PC-Zeitalter. Markoff: “Als Kombination von Webbrowser, E-Reader, E-Mail-Programm, Video- und Musikwiedergabeprogramm und Videospielkonsole ist der iPad Apples Wette darauf, dass es zwischen Smartphones und Laptops Platz für einen dritten Bildschirm gibt.

Weitere Tipps:

Walt Mossberg, David Carr And Michael Arrington Talk iPad With Charlie Rose

iPad 2: Ein 23-Minuten-Videogespräch mit Tech-Kennern über das iPad und seine Implikationen. Wall Street Journal Blogger Walt Mossberg (All Things Digital) sieht die Marktrelevanz des iPad vor allem in Software und Services im Kombination mit iTunes. Auch New York Times Kolumnist David Carr plädiert dafür, sich in der Diskussion von der Betrachtung der Hardware zu lösen: “The gadget feeling disappears quickly. What you’re holding in your hand is pure software.

Was die Verleger und Verlage erwartet, wenn sie Steve Jobs – blind – vertrauen

iPad 3: Marek Hoffmann fragt sich im Basic Thinking Blog, warum die ersten Buchverlage freudig alle Beziehungen zu Amazon kappen, nur um sich freudig mit ihrem eBook-Geschäft und vor allem ihren Kundendaten an Apple auszuliefern: “Anstatt sich als Spielball von Großkonzernen benutzen zu lassen, sollten sie deren Kampf untereinander forcieren, um am Ende – im Kunde-ist-König-Stil – als Gewinner vom Platz zu gehen, der das bestmögliche Ergebnis für sich herausgeholt hat.”

iPad Changes Equation of Newspaper-Subsidized E-Readers

iPad 4: Bill Mitchell kalkuliert bei Poynter Online, dass es sich für (US)-Zeitungen rechnen würdee, statt jeden Tag Printausgaben in die Hauseinfahrten der Abonnenten werfen zu lassen, das iPad von 499$ auf die Hälfte herunter zu subventionieren – als Gegenleistung für den Abschluss eines eAbos für zwei Jahre. Mit dieser Einschränkung: “For a deal like this to entice enough users to matter, a paper would have to develop a stunning user experience, for advertising as well as news, on iPads and other e-readers. Even with the lure of a $250 discount on the $499 base model iPad, users would have no reason to pay for news via an iPad app if they could get the same experience by browsing the Web on their iPad or computer.”

Digitale Neanderthaler

Stephan Weichert und Leif Kramp bieten in einem Einleitungsbeitrag zur neuen SZ-Serie “Wozu noch Journalismus?” eine Überblick über die wichtigsten unternehmerischen und spendenfinananzierten Journalismusprojekte in den USA.

6+ Anwendungsmöglichkeiten für Augmented Reality für journalistische Zwecke

Drei davon: Verbindung von nutzergenerierten Inhalten mit Lokalitäten, Einbindung von Hintergrundinformationen, besser auf Zielgruppen ausgerichteten Werbung. Insgesamt sechs mögliche Anwendungen mit vielen verlinkten Beispielen benennt Christiane Schulzki-Haddouti bei Kooptech. Ein ähnlicher Ansatz auch beim Online Journalism Blog: Augmenting reality through journalism.

Think I Won’t Pay for Quality Web Content? Think Again

Louis Gray räumt (zumindest für seine persönliche Webnutzung) auf mit dem Mythos der Kostenloskultur im Internet – mit einer Aufzählung all dessen, wofür er im Netz bezahlt. Das Interessante daran: Gray zahlt vor allem für Dienstleistungen, die ihm die Organisation seiner Daten und Informationen erleichtern und weniger für Content.

Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser

Der Leipziger Buchverlagsberater Leander Wattig, Initiator der Vernetzungsaktion “Ich mach’ was mit Büchern, hat bei einem Marketingevent der Literaturplattform Lovelybooks in München einen Vortrag für den Wert des Social Web für Buchverlage gehalten, der sehr inspirierend gewesen sein muss. Jedenfalls den aufwändigen und dennoch klar gestalteten Folien nach zu urteilen (Herunterladen möglich).

Foto: aus den Folien von Leander Wattig

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