Michael Praetorius über Audio in der Aufmerksamkeitsökonomie

30. März 2010 | Von Ulrike Langer | Kategorie: Audio im Web, Interviews mit Innovatoren, Neu, Social Web

Mit dem Münchener Medienberater und -experten Michael Praetorius habe ich vergangene Woche beim Social Media Forum in Hamburg ein kurzes Video-Interview geführt. Praetorius’ Unternehmen NOEO entwickelt Online‐Strategien, Webanwendungen für Online‐Inhalte sowie Social Media Konzepte. Er berät Kunden wie den privaten Hörfunksender Antenne Bayern, den Videospielehersteller Nintendo oder die TV-Sender des MGM Networks. Zudem arbeitet Praetorius seit vielen Jahren als Journalist für Hörfunk, TV‐ und Online‐Medien. Bei Antenne Bayern ist er seit 1998  Redakteur (zuletzt Leiter Online). Privat ist er ebenfalls ein aktiver Webproduzent: solo als Blogger und im Team des Münchner Medientalks  „Isarrunde“. Seine Live-Tauglichkeit unter erschwerten Bedingungen (eine idealtypische Eigenschaft von Radioleuten) stellte er beim Social Media Forum unter Beweis. Da der Moderator des Tracks Radio 2.0 kurzfristig ausgefallen war, sprang er spontan ein und wechselte den ganzen Vormittag souverän zwischen seinen Rollen als Referent und Moderator.

[caption id="attachment_2499" align="aligncenter" width="344" caption="Dies ist der "Social Community Eisberg" aus einer Präsentation von Michael Praetorius"]Eisberg[/caption]

Außerdem habe ich mich natürlich über die Gelegenheit für dieses ebenso spontane Interview gefreut. Michael Praetorius spricht mit mir darüber…

  • warum es um Podcasts nach dem Hype vor drei, vier Jahren so still geworden ist.
  • warum zwischen dem Downloaden und dem tatsächlichen Anhören (und Kommentieren und Weiterverbreiten) in einer Aufmerksamkeitsökonomie ein himmelweiter Unterschied besteht (passend dazu siehe auch diese Gegenüberstellung von Skeptic Geek)
  • warum man in einer Aufmerksamkeitsökonomie nicht alles abonnieren muss, was einen interessiert
  • wie Antenne Bayern Podcasts nutzt
  • warum Medienunternehmen den “Eisberg” soziale Netzwerke umdrehen und vorrangig die fremden Plattformen bespielen sollten
  • warum er bezweifelt, ob Radiosender überhaupt noch eine eigene Homepage als Portal brauchen
  • wie “Radio-Personalities” auch ohne Live-Effekt bei YouTube wirken können
  • warum Antenne Bayern auch im globalen Netz lokal und regional agiert, für hyperlokale Inhalte aber lieber auf seine Hörer-Community setzt.

Michael Prätorius über Audio in der Aufmerksamkeitsökonomie from Ulrike Langer on Vimeo.

Nachtrag: Am 31. März teilte mir Michael Prätorius mit, dass er ab 1. April in Vollzeit als Geschäftsführer für NOEO arbeitet und nur noch als freier Berater für Antenne Bayern arbeitet. Das wusste ich also noch nicht, als ich dieses Interview führte.


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4 Kommentare
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  1. Vermischt da jemand Journalismus und PR, dass es nur so kracht?

  2. Wen meinst Du – Praetorius oder mich? Und kannst Du das auch begründen?

Trackbacks

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Ulrike Langer und Michael Praetorius, Michael Praetorius erwähnt. Michael Praetorius sagte: Warum ich als Podcaster iTunes zugunsten von Youtube den Rücken zukehre: http://bit.ly/dgIdYy #azfmerksamkeitsökonomie #smf [...]

  2. [...] es -  ganz ähnlich wie Michael Praetorius glaubt – für Radio gar nicht so wichtig ist, eine eigene Community zu haben, sondern viel [...]

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