Wegsehen kann auch richtig sein…vor allem bei solchen Klickstrecken

16. Juni 2010 | Von Ulrike Langer | Kategorie: Journalismus, Neu

“Wegsehen kann auch richtig sein” schreibt Julia Hohenadel vom “Kölner Stadt-Anzeiger” in einem Kommentar zu einem schweren Busunglück mit einem Toten und mehreren Verletzten in Lohmar:

Was sich in Lohmar abspielte, war zutiefst beschämend: Die Zuschauer drängten sich am Rande der Tragödie wie bei einem Volksfest. Mal ganz im Ernst: Wer Rettungsfahrzeuge sehen will, der soll zum nächsten Feuerwehrfest gehen. Dort zeigen die Helfer bereitwillig ihr Können und ihre Ausrüstung. Ohne Blut.

Und nochmal zum Thema Courage: Wenn schon hunderte Einsatzkräfte vor Ort sind, dann bedeutet dieses Wort ausnahmsweise das Gegenteil: Wegsehen!

Ein Grundsatz, der die Onlineredaktion des “KStA” natürlich nicht daran hinderte, die Beulen, das Blech und den Rettungsfuhrpark aus allen Perspektiven  in einer 17-teiligen Gaffergalerie zu präsentieren:


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  • http://twitter.com/Lichtmalerin Heike Rost

    Bilder von Katastrophen, Unfällen und Verbrechen sind Teil von Berichterstattung und Journalismus. So schwer erträglich Fotos von z.B. 9/11 bis zur Amokfahrt von Apeldoorn sind: Sie dokumentieren das Geschehen, sind Nachricht und zum Teil Zeitgeschichte. Erst die Aneinanderreihung zur Klickstrecke von zig Bildern, von denen maximal ein bis zwei tatsächlich relevant sind, macht diese Form von Berichterstattung zum “Voyeurtum”, das jenseits aller moralischen Grenzen agiert und für mich ethisch nicht mehr vertretbar ist.

  • http://www.peterwafzig.com Peter

    Aber das ist doch hochwertigster Qualitätsjournalismus, den der Stadtanzeiger da produziert, das ist doch dann was gsnz anderes. Die würden doch niemals dem Voyeurismus fröhnen.

  • Jeeves

    Berichterstattung? Journalismus? Nicht doch eher Sensationsgeilheit auf beiden Seiten = Schreiber/Fotograf und Leser?

  • Pingback: Anonymous

  • http://www.twitter.com/fiete_stegers Fiete Stegers

    Die Kollegen der Mitteldeutschen Zeitung bieten in solchen Fällen auch gleich noch an, die Unglücksbilder als E-Card zu versenden ( http://bit.ly/9Ga0ng). Segen und Fluch von Standard-Funktionen im CMS …

  • Ulrike Langer

    @Fiete Stegers
    Das setzt dem Ganzen ja noch die Krone auf. Und zeigt, wie Online-Seiten ohne Sinn und Verstand rausgehauen werden. Das einzige Positive daran: In dem grauenhaft kleinteiligen Layout von MZ-Online werden wohl eine Menge Nutzer die E-Card-Funktion übersehen…

  • JayJayJay

    Hm…. finde diese Kritik etwas….. unverständlich.

    Wenn sich 100 Leute diese Fotos anschauen….. die Hälfte davon sich etwas mehr Gedanken darüber machen, und nur ein einziger in Zukunft im Straßenverkehr vorausschauender/vorsichtiger/besser fährt – dann haben diese Fotos eine absolute Berechtigung.

    Auf den Photos sieht man keine Opfer, weder Tote noch Verletzte, “nicht mal” Blutspuren o.ä. .
    Das Schreckliche, was man möglicherweise fühlt, ist die Vorstellung, was dort passiert ist, bzw wie und wie es danach aussah.
    Die Photos scheinen auch relativ spät, nach Einsatzbeginn, gemacht worden zu sein, denn alle Rettungshubschrauber sind dort, die Rettungsdiensteinheiten sind auch zahlreich vertreten (das schließt normalerweise auf eine vorangeschrittene Zeit).

    Des Weiteren muss man unterscheiden, einmal Schaulustige, und dann Photographen, oder zB Einsatzkräfte, die der Einsatzdokumentation zugeteilt sind.
    Gibt es auch, Photographen der Feuerwehr (oder wie im letzten Bild der Photostrecke des DRKs), ist auch eine wichtige Aufgabe. Oftmals wird dieses Material auch den Medien, zB über Pressemitteilungen bereitgestellt.

    Natürlich ist es schrecklich was dort passierte, aber diese Photos zeigen vll 10 % davon, fragt doch mal (traumatisierte) Einsatzkräfte, dann habt ihr was Schreckliches. Aber sich über solch eine Fotoserie, die ja absolut normal im Photojournalismus (&der Einsatzdokumentation) ist, finde ich persönlich lächerlich.

  • HunterAdams

    “Aber sich über solch eine Fotoserie, die ja absolut normal im Photojournalismus (&der Einsatzdokumentation) ist, finde ich persönlich lächerlich.”

    Die Frage ist, weshalb so etwas “ja absolut normal” ist, und seit wann…

  • JayJayJay

    Also Fotoserien sind doch an sich ne total wichtige Sache in der Photographie…….. so muss man ja zB Fotoserien für Photographie Berufe/Studiengänge zusammenstellen.
    Eine Geschichte muss erzählt werden (so wie das einzelne Photo auch etwas erzählen sollte)…. dass das in der Klickstrecke nicht so gut ist, weil… naja… so berauschend sind se jetzt nicht…. liegt aber an der Umsetzung, nicht an der Idee.

    Die Idee einer solchen Dokumentation (dem Photo machen) ist ja, dem Betrachter einen Einblick/Eindruck des Ereignisses zu geben (auch allgemein gesprochen ist das ja ein Hauptziel der Photographie).

    Zum einen kann man ja sagen, nein, ich will nicht, dass irgendwer Ereignisse in dieser Welt festhält und andere Menschen die Ergebnisse sehen. Das finde ich traurig, das ist realitätsfern und eskapistisch.
    Ein Ziel der Photographie und Dokumentation ist es, die Realität, bzw Wirklichkeit festzuhalten und weiterzugeben, wer damit nicht klarkommt oder dies nicht akzeptiert, hat das Medium nicht verstanden und muss sich sowas auch nicht anschauen.

    Was soll man denn sonst auch von einer Foto-Klickstrecke eines Verkehrsunfalls erwarten? Macro Aufnahmen umgeknickter Blumen am Straßenrand?
    Es ist doch im von Vornherein klar, dass in einer Foto-Klickstrecke eines Verkehrsunfalls auch kaputte Autos zu sehen sind? und Einsatzkräfte und Feuerwehrautos……
    Bei jedem Feuerwehreinsatz sind Feuerwehrfahrzeuge und Einsatzkräfte zu sehen, genauso wie bei Rechtsdemos wohl Pol-Fahrzeuge und Hundertschaften zu sehen sind.

    Es ist wichtig, die Arbeit von Rettungskräften auch dem Normalbürger zu zeigen…..
    Schau mal was da Schlimmes passiert ist, sehe, verstehe und handel in Zukunft selbst besser, damit Dir sowas nicht passiert.

    Außerdem finde ich, dass MedialDigital hier das Thema verfehlt hat, denn wenn es die viele Gaffer nicht gegeben hätte, dann würde man sich hier nicht über diese Fotostrecke aufregen.
    Anstatt den/die Fotografen/Leute der Einsatzdokumentation schlecht zu machen, sollte das Augenmerk auf die Gaffer gerichtet werden….

  • olfinger

    ein schwerer unfall. das ist ein gesprächsthema, also gehört er auch dokumentiert. auch wenn es, wie in diesem falle geschehen, mit fotos begleitet wird. zum voyeurismus wird die sache erst dann, wenn die privatsphäre der verunglückten nicht geachtet wird, oder der fotograf voll ins blut hält. hier wurde ein offensichtlich hervorragend durchgeführter rettungseinsatz dokumentiert. ich lerne gerade aus der fotostrecke, dass schnell einsatzkräfte am ort des geschehens waren und sogar mehrere mobile krankenstationen aufgebaut haben. die fotografin bedient nicht die lust nach blut. sie zeigt kein opfer, kein gesicht eines verletzten. das internet bietet nun mal die möglichkeit, VIELE fotos auf einfachem wege anzubieten. mich wundert es immer wieder, dass die gleiche horde, die von zensur spricht, wennn es um netzsperren wegen kinderpornografie geht, sich moralisch empört, wenn eine fotografin bilder eines schweren unfalls veröffentlicht. und zwar ohne jemandem dabei weh zu tun oder ihn zu entwürdigen. eure moralkeulen kotzen mich echt an!
    ps.: nur damit hier keine missverständnisse aufkommen – ich bin nicht (!) für netzsperren. auch nicht für ethische von selbsternannten moralaposteln.

  • Roger

    Ui, das ist hier ja ne flache Kritik…..

    Aber wen die Fotostrecke hier ankotzt, der sollte mal hier schauen:

    http://www.boston.com/bigpicture/

    http://www.sacbee.com/static/weblogs/photos/

    Photoblogs der größten US-amerikanischen Tageszeitungen, die sind noch schlimmer…. oder schauen Sie sich mal die Gewinner (-fotos) des –> Pulitzer Preises <– an…… dann werden Sie denken, dass Sie in einer anderen (ihrer eigenen kleinen) Welt leben…..

    verrückte Welt

  • Ulrike Langer

    @JayJayJay und @olfinger

    Zur Dokumentation des Unfalls hätte es völlig genügt, zwei oder drei Fotos online zu stellen, anstatt eine 17teilige(!) Klickstrecke daraus zu machen. Hier ging es dem “Kölner Stadt-Anzeiger” doch nicht darum, die Vielfalt moderner Rettungsfahrzeuge zu präsentieren, sondern die Nutzer dazu zu verleiten, möglichst viele Bilder anzuklicken, denn danach wird bei den Werbekunden abgerechnet. Und Gaffer, die live im Weg herumstehen, Rettungskräfte behindern und möglichst schaurige Details fotografieren, gucken natürlich mit wohlig-gruseliger Neugier, ob irgendwo in der Bildergalerie solche Motive zu finden sind und klicken die Galerie von vorn bis durch. Fragwürdige Bilder sind nicht drin – aber Julia Hohenagel erweckt für solche Voyeure mit ihrer Beschreibung (“überall liegen Trümmer, überall klebt Blut…”) durchaus die Hoffnung, dass es solche BIlder geben könnte.

    Dieser Kontrast zwischen moralisierendem Kommentar und schnödem Kommerz (Klickstrecke) macht den Anspruch des KStA entweder vollkommen verlogen oder – viel banaler – wahrscheinlich weiß einfach die eine Abteilung nicht, was die andere tut.

  • dot tilde dot

    ich finde, die mäßige qualität der fotos passt ganz gut zur unentschlossenen inhaltlichen linie der berichterstattung. man muss das auch mal personaltechnisch sehen: die mitarbeiterin hat doch einen guten job gemacht. fotos, bericht, kommentar, fehlt nur noch ein video und die betreuung der leserkommentare.

    das preis-leistungsverhältnis ist hervorragend. inhaltlich mag man da ja wirklich debattieren können, aber worum geht es eigentlich? wenn redakteure alle arbeit machen sollen, muss man abstriche machen.

    .~.

  • dot tilde dot

    zwei sachen habe ich vergessen: mein vorheriger kommentar entbehrt nicht ganz tragischer ironie, und das wort “bericht” ist verlinkt.

    .~.

  • PeterSchneider

    @Ulrike Langer

    “Zur Dokumentation des Unfalls hätte es völlig genügt, zwei oder drei Fotos online zu stellen, anstatt eine 17teilige(!) Klickstrecke daraus zu machen. ”

    Da liegt das Problem aber (wie bei den meisten Lokal Zeitungen) bei dem geringen Wissen über Photographie, die wenigsten Journalisten haben eine Ausbildung zum Fotografen, Fotografie studiert oder mehr wissen, als die Kamera einzuschalten und auf Auto-Modus zu stellen.
    Natürlich sind das zu viele Bilder, die zu wenig aussagen, aber wie gesagt, das liegt nicht an der Sache, sondern am Photographen.

    Ich denke nicht, dass die Autorin als einzigen Grund für das hinzufügen einer Bilderstrecke die Werbeeinnahmen gesehen hat. Sicher erhöht eine Bilderstrecke, ehm, gute Bilderstrecke, die Klicks signifikant, aber primär dient sie ja der Erweiterung des Nachrichtentextes.
    Und natürlich sind auch Photos der Vielfalt (von modernen) Einsatzfahrzeugen ein Aspekt, denn wenn an einem Unfall nur ein Rettungswagen beteiligt ist, oder 20 ist ein Unterschied. Vielfalt kommt dann auf, denn kein Rettungsdienst eines normalen Landkreises hat 20 gleiche Fahrzeuge, und modern sind die heutigen Rettungswagen an sich immer.

    Da haben wir’s doch, das Problem liegt nicht im Photojournalismus/Nachrichtenjournalismus der Berichterstattung durch die Presse, sondern im kranken Denken/Verhalten von Gaffern.
    “durchaus die Hoffnung, dass es solche BIlder geben könnte. ” Gut festgestellt, ist aber ja nicht der Fall.
    Vielleicht einfach nur ein Satz, der das Grauen festhält, aber von Ihnen falsch verstanden/ausgelegt wurde (was war nochmal einer der Gründe für den Rücktritt Köhlers… war da nicht was mit falsch Auslegen einer Aussage?).

    Ein Versandt der im Internet Kleidung für Kinder anbietet (mit Katalog, Bildern) ist ja auch nicht Ursache/Treibstoff für Pädophilie.

    “Dieser Kontrast zwischen moralisierendem Kommentar und schnödem Kommerz (Klickstrecke) ”

    Wie ich sehe benutzen Sie flattr…. auch kommerziell… irgendwie.

    Werbung gibt es hier auch genug (bei mir grade Werbebanner von blau.de und city-deal)… auch Kommerz….. hmmmm…. und mit der Begründung, die Sie liefern könnte ich behaupten, dass sie nur mit diesen Beiträgen Aufmerksamkeit erhaschen wollen, damit man die Werbebanner auf Ihrer Seite hier sieht und anklickt……somit unterscheiden Sie sich kaum von KstA

  • http://www.BOS-Fahrzeuge.info Chroffer

    Hallo,

    ich finde als Einsatzkraft an einer solchen Klickstrecke nichts verwerfliches. Kein Bild geht wirklich unter die Haut und zeigt Dinge die man besser keinem zeigen sollte. Es sind immer nur nüchterne Bilder von Einsatzfahrzeugen und Unfallwracks. Das einzig tragische daran ist das keines der Bilder mit einem erläuternden Untertext versehen ist. Das da bei einem Einsatz gleich drei Rettungshubschrauber (RTH) angeflattert kommen ist z.B. etwas nicht alltägliches. Auch der aufgebaute Behandlungsplatz (BHP) mit Schnelleinsatzzelten kommt öfters in Übungen, als in der Realität vor und ist ein seltener Anblick.
    Mit diesen Bildern kann man ganz gut zeigen was an einer Einsatzstelle abläuft und z.B. durch die Wracks symbolisch aufzeigen welch belastende Bilder die Einsatzkräfte teilweise Tag für Tag mit nach Hause nehmen.

    Eigentlich sollte ein ordentlicher Pressesprecher einer Hilfsorganisation eine “Einsatzstellenführung” für Journalisten bei einer solchen Großschadenslage “anbieten”. Nicht um Voyeurismus zu fördern, sondern um den Journalisten die Arbeit der Einsatzkräfte zu erklären und näher zu bringen. Wie der Journalist das weiter gibt ist etwas anderes, aber Bilder sind dabei auch durchaus in Ordnung. Optimal wäre es natürlich wenn eine Pressestelle einer Hilfsorganisation geziehlt auf “Fotomotive” hinweist. Kling makaber, ist aber besser als den Journalisten für “lau” Bilder anzubieten und professionellen Fotografen die Lebensgrundlage zu nehmen. Zudem ist auch so zu steuern was nachher in die Zeitung kommt. Der blutüberströmte Leichnahm eines PKW-Fahrers oder der startende RTH…

    Und wer moderne Rettungsfahrzeuge sehen will der braucht die nicht an der Einsatzstelle zu spotten:
    http://www.BOS-Fahrzeuge.info

  • Ulrike Langer

    @Peter Schneider

    Ihrem Kommentar widerspreche ich in allen Punkten.

    1. Nicht die Fotografin, sondern die Onlineredaktion hat die Klickstrecke angelegt. Deshalb ist es auch vollkommen unerheblich, ob sie die “Werbeeinnahmen gesehen” hat. Damit hat sie überhaupt nichts zu tun.

    2. Was der Rücktritt Köhlers mit der Bildergalerie im KStA und ein Onlineversandhandel mit Pädophilie zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    3. Wenn Ihnen dieses Blog nicht gefällt, sollten Sie es selbstverständlich nicht per flattr unterstützen. Das ist vollkommen freiwillig.

    4. Ausgerechnet diesem Blog ein vorrangig kommerzielles Interesse zu unterstellen, ist lächerlich. Beiträge wie den obigen, wo ich schnell mal etwas verlinke und kritisiere, bringe ich höchst selten. Nur dann, wenn ich mich über etwas wirklich aufrege. In den meisten Beiträgen hier steckt stundenlange oder auch tagelange Arbeit. Ich sag’s Ihnen, denn Sie scheinen das erste Mal als Zufallsbesucher via Bildblog hier zu sein.
    Ich stelle jeden Sonntag drei bis vier Stunden lang ausgewählte kommentierte Linktipps zum Wochenstart zusammen. Ich habe drei Monate lang jede Woche ein Kapitel aus einem Multimedia-Tutorial übersetzt aund zum Schluss als pdf zum Download angeboten (insg. ca. 60 DIN A4 Seiten). Ich stelle meine Vortragsfolien der Allgemeinheit zu Verfügung, u.v.m. Wenn Sie mit all dem Service, den ich hier gerne und unentgeltlich anbiete, nichts anfangen können, dann sind Sie hier fehl am Platz.

    Mit meinem “Kommerz” habe ich in den 18 Monaten, in denen ich blogge, übrigens insgesamt (!) circa 100 Euro verdient. Das ist weniger als mein Web-Admin für den letzten kleinen Relaunch als Honorar bekommen hat.

    Dass nicht die oben erwähnten Beiträge, sondern ausgerechnet dieser Beitrag heute wohl auf 3.000 oder 4.000 Aufrufe kommen wird, weil er von Bildblog verlinkt wurde, freut mich zwar wegen der vielen neuen Besucher. Aber wenn ich dann Kommentare wie Ihren lese, finde ich es irgendwie auch traurig.

  • PeterSchneider

    100 Euro, die kein anderer verdient hat. Wenn man anderen unterstellt, mit Sachen (Fotoserie, oder kritischer Bericht) Aufmerksamkeit zu erregen, und so Geld nebenbei verdient…… naja, dann sollte man selbst nicht 100 Euro in 18 Monaten dazuverdienen ;)

    Erkannt…. ich werde diesen Blog nicht durch flattr unterstützen, ich werde sogar vermeiden je wieder diesen Blog aufzusuchen……

    Es sind zwar noch nicht allzu viele Kommentare hier verfasst worden (dass man das als repräsentativ bezeichnen könnte), aber der Großteil scheint ja mit ihren Ansichten nicht übereinzustimmen – na, woran das liegen kann…..

  • http://recipient.posterous.com recipient

    @ PeterSchneider: „[...] der Großteil scheint ja mit ihren Ansichten nicht übereinzustimmen – na, woran das liegen kann…..“

    In meinem Fall daran, dass ich den Sachverhalt etwas differenzierter sehe und eher dem Problemfeld „Sinnlose Klickstrecken“ zuordne. Damit bin ich Frau Langer inhaltlich aber schon deutlich näher als Ihnen, der Sie das offenbar alles ganz normal finden. Das nur der Ausgewogenheit halber.

    Wer als Redakteur solche Klickstrecken anlegt, tut das nur aus einem Grund: Um – genau, Klicks zu erzeugen. Und Katastrophen- bzw. Unfallberichterstattung ist nun mal quotenträchtig. Da einen Zusammenhang herzustellen, ist also keineswegs abwegig, sondern sogar sehr naheliegend. Und wenn man diesen Zusammenhang herstellt, dann darf man den Vorgang auch kritisieren. Das finde ich nun wiederum ganz normal.

    Ihr Kommerzvorwurf an Frau Langer in diesem Zusammenhang ist lächerlich. Ich kenne nur wenige Journalisten mit einem so ausgeprägten Dienstleistungsverständnis. Davor habe ich großen Respekt, ohne deshalb in jeder Frage des Lebens mit ihr übereinstimmern zu müssen.

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