Gipfeltreffen: immer teurer, immer nutzloser – interaktive Grafik von OWNI

Ein gutes Beispiel dafür, wie Journalisten nackte Zahlen lebendig werden lassen können, ist diese Datenvisualisierung im Stil einer Schuldverschreibung der US-Notenbank, produziert von OWNI – ein französisches Startup, das innovative Ansätze im Datenjournalismus, beim Crowdsourcing und im investigativen Journalismus ausprobiert. Die Grafik setzt Kostenaufwand und Ergebnis der Gipfeltreffen der Industrieländer zueinander in Beziehung. Mit dem Cursor den Reiter auf der Strichellinie am oberen Rand der App ziehen, um weitere Gipfelrechnungen zu sehen und nachzuvollziehen, wie die Kosten-Nutzen-Rechnungen von 1975 (G6) bis 2009 (G20) immer ungünstiger wird:

Das Ziel dieser Visualisierung ist es, einen ironisch-informativen Gegenpunkt zu den offiziellen Erfolgsbekundungen der G20 PR-Maschinerie zu setzen – hier die  Original-Grafik bei OWNI . Einen ähnlichen Datenvisualisierungsansatz wählte OWNI kürzlich, um zu zeigen, in welche Regionen EU-Subventionen fließen und welche Regionen beinahe ihr gesamtes Wirtschaftsmodell auf diesen Subventionen aufbauen)

Mehr zur Arbeitsweise und den Zielen von OWNI erläutert Nicolas Kayser-Bril in diesem Interview mit mir: “Labor für innovativen Journalismus”