Kuratieren statt Klickstrecken bauen: Meine Keynote beim Deutschen Fachjournalisten-Kongress (2)

30. Oktober 2010 | Von Ulrike Langer | Kategorie: Uncategorized

Dies ist Teil 2 meiner Keynote (hier geht’s zu Teil 1)

4. Legen Sie Ihre Quellen offen, lassen Sie die Nutzer an die Rohdaten heran!

Offenheit und Transparenz sind Grundprinzipien des Datenjournalismus. Und abgesehen davon, dass Datenjournalismus digital ist, sind Offenheit und Transparenz das, was Datenjournalismus von Infografiken unterscheidet. Klar haben Journalisten immer schon  Informationen grafisch aufbereitet. Aber Journalisten haben in der Regel außer den aufbreiteten Daten ihren Nutzern keine weiteren Daten zur Verfügung gestellt. Alles was nicht redaktionell verendet wurde, landete im Papierkorb oder im nicht öffentlich zugänglichen Archiv.

Hier gibt es allmählich ein Umdenken, dass ein “One size fits all” Modell nicht mehr passt. Und dass die Welt voller Daten ist, die für jemand einen Nutzwert haben können, wenn man sie durchsuchbar macht und zur Verfügung stellt. Wir haben eben schon beim Thema Irak-Protokolle gesehen, dass Onlinejournalisten zunehmend versuchen, den Nutzern möglichst unterschiedliche Zugänge zu ermöglichen, je nach deren Interessen.

Das französische Datenjournalismus-Portal OWNI veröffentlichte vor den französischen Regionalwahlen eine crowdgesourcte (nutzergenerierte) Facebook-Applikation und während des Rentenreform-Streiks eine ebenfalls nutzergenerierte Karte.

Offener Haushalt ist ist ein Projekt, das den Bundeshaushalt kommentiert und Ausgabenposten transparent macht. Die Darstellungsebenen haben URLs und sind einzeln verlinkbar – so können Berichte damit ergänzt werden.

Auch beim Guardian, mittlerweile ein Musterbeispiel an Transparenz, konnte man sich früher nicht vorstellen, dass nicht nicht bloß Webprogrammierer, sondern auch ganz normale Menschen ein Interesse daran haben könnten, sich mit mit Daten zu beschäftigen. Also mit den Rohstoffen, von denen Journalisten doch traditionell geglaubt haben, erst durch ihre Arbeit werde daraus ein veredeltes Endprodukt. Doch Daten erzählen Geschichten. Die Menschen interessieren sich, wenn es zum Beispiel um Budgetkürzungen an Schulen geht, nicht unbedingt für die drei Beispiele, die ein Redakteur aus dem Datenwust als beispielhaft herausgepickt hat. Sie wollen wissen, was das ganz konkret für die Schule bedeutet, die ihre Kinder besuchen.

Wie bereitet man Journalismus auf, damit dieses Bedürfnis jedes einzelnen, nach völlig unterschiedlichen Details befriedigt werden kann? Man macht eine Datenbank möglichst intuitiv und vielseitig zugänglich.

Das kann auch eine Fotodatenbank sein:

Nahraum.de ist eine Fotodatenbank von Ruhrnachrichten.de aus dem Medienhaus Lensing, die nach Ort, Zeit, Thema etc. durchsuchbar ist. Sie enthält zur Zeit rund 60.000 teilweise seltene historische Aufnahmen. Sie wird von der Redaktion und von den Nutzern gemeinsam befüllt. Und das bringt mich zu meiner nächsten Forderung:

5. Begreifen Sie Journalismus nicht als fertiges Endprodukt, sondern als Prozess, den Sie gemeinsam mit Ihren Nutzern gestalten.

Jeder ist ein Experte für irgendein Thema. Ob für Briefmarken, historische Eisenbahnen, HMTL 5 oder die Geschichte des Ortsteils, in dem er schon sein Leben lang lebt. Die meisten Menschen sind stolz darauf ihr Wissen mitzuteilen. Wenn das nicht so wäre, gäbe es weder eine Wikipedia, noch irgendeines der zahlreichen Hilfeforen oder Online-Tutorials, aus denen ich meinen gesamtes Mac-Anwenderwissen und meine rudimentären Programmierkenntnisse beziehe, weil es für freie Journalisten kaum bezahlbare Weiterbildungskurse auf spezialisierten Gebieten gibt.

Der berühmte 90-9-1-Regel des Dänen Jakob Nielsen steht dazu nicht im Widerspruch: 90 Prozent der Internetnutzer konsumieren nur passiv, lesen also beispielsweise nur bei Wikipedia oder schauen YouTube Videos, neun Prozent kommentieren auch mal ein Video oder ergänzen ein Detail bei einem bestehenden Wikipediaeintrag. Und nur ein Prozent der Nutzer schafft eigene Inhalte: Sie laden ein eigenes Video hoch, schreiben einen Blogbeitrag oder schreiben einen neuen enzyklopädischen Eintrag für Wikipedia.

Dieses eine Prozent sind bei 65 Millionen Internetnutzern in Deutschland immer noch 650.000 aktiv Inhalte schaffende Onliner.

Leider machen die Medien aus diesem Potenzial bisher viel zu wenig, obwohl die Redaktionen schrumpfen und die Anforderungen an Aktualität und hintergründiger Analyse steigen.

Kollaborativer Journalismus ist weit mehr, als ein Kommentarfeld zur Verfügung zu stellen und zu sagen: Nun diskutiert mal schön über unseren Artikel und treibt unsere Klickzahlen in die Höhe. Treibt es nicht zu doll, sonst müssen wir leider Eure Kommentare löschen oder gleich den ganz Kommentarstrang schließen.

Sinnvolle Nutzerbeiträge aus dem Wust von vielen belanglosen, wirren und oft auch diffamierenden Kommentaren herauszufiltern, macht natürlich Arbeit. Es spart auch keine Kosten. Aber wir Medienschaffende müssen umdenken: Unser Arbeit ist nicht damit getan, wenn ein Beitrag von uns veröffentlicht wird. Wir müssen auch anerkennen, dass viele journalistische Beiträge nicht perfekt sind, wenn sie erscheinen. Oft liefern die Nutzer Korrekturen, Ergänzungen und Anregungen, um Themen weiterzudrehen.

Bei Zeit Online hat die Redaktion die Erfahrung gemacht, dass die Qualität der Kommentare steigt, wenn die Redakteure und Autoren früh in die Diskussion mit einsteigen und sozusagen die Tonlage für die Debatte setzen. Es werden dort auch keine Kommentare kommentarlos gelöscht, sondern stets mit Begründung, da gibt es also eine erzieherische Wirkung.

Bei Blogbeiträgen ist manchmal die Diskussion in den Kommentaren spannender als der eigentliche Beitrag. Allerdings gehört es für Blogger ohnehin zur Etikette mitzudiskutieren.

Viele Journalisten müssen dazu erst einmal von ihrem hohem Ross herunter kommen und den Austausch mit ihren Nutzern als gleichwertigen Teil ihrer Arbeit anerkennen. Dialog auf Augenhöhe gibt es bisher eher selten. Die Gründe mögen zum Teil Berührungsängste sein, zum Teil Sorge vor ausufernder Mehrarbeit, aber oft scheint es mir auch Dünkel zu sein. Davon zeugen die schiefen Analogien, die immer noch kursieren. Es gebe schließlich auch keine Bürgerchirurgen oder Bürgerpiloten, warum also sollte man Bürgerjournalisten Zeit und Vertrauen schenken.

Viel treffender finde ich die Analogie von Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit Online, vor einiger Zeit in der Serie von Sueddeutsche.de “Wozu noch Journalismus”. Blau vergleicht Journalisten mit Profimusikern und Internetnutzer mit Hobbymusikern:

Während wir aber selten einen Profimusiker dabei ertappen werden, dass er die Mehrheit der Laienmusiker öffentlich verunglimpft und ihre Verdienste für die Musik abstreitet, begehen verunsicherte Journalisten und Medienmanager alter Schule diesen Fehler heute regelmäßig. Die öffentliche Beschimpfung des Internet wurde zur trotzigen Mutprobe einer ganzen Branche.

Wie es besser geht, zeigt wieder einmal der Guardian. Er hat in einigen Bereichen sozusagen ein Orchester geschaffen, in dem Profis und Amateure gemeinsam musizieren.

Der Guardian stellte schon vor anderthalb Jahren in einem bis dato einmaligen Experiment eine halbe Million Dokumente zum Spesenskandal der britischen Unterhausabgeordneten ins Netz und fragte die Bürger um Mithilfe bei der Sichtung der Dokumente (hier das Ergebnis). Es war von vornherein klar, dass die Redakteure mit der Datenflut überfordert sein würden. Die überwältigende Reaktion auf diesen Aufruf war ein Durchbruch und machte die weitere Berichterstattung zu diesem Thema überhaupt erst möglich.

Mittlerweile gibt es beim Guardian das Datablog und einen Datastore. Dort kann sich jeder – gratis – Daten zu allen möglichen Themen besorgen um zum Beispiel Visualisierungen oder  interaktive Karten auf der eigenen Webseite zu integrieren. Die Nutzer sind aufgefordert nach dem Open Source Prinzip ihre Anwendungen anschließend auch anderen zugänglich zu machen.

So entsteht eine Community rund um Daten und ein Austausch auf Augenhöhe, der viel tiefer geht als ein schneller hingeschriebener Kommentar oder ein “Gefällt mir” Klick auf den Facebook-Button.

6. Bieten Sie Ihre Inhalte dort an, wo sie nachgefragt werden

Die New York Times geht diesen Weg schon seit rund zwei Jahren mit ihrer offenen Schnittstelle (API). Bisher stellt die Zeitung über offene Schnittstellen, sogenannte APIs unter anderem ihre Suchmaschine, ihr gesamtes Archiv mit rund drei Millionen Texten und ihre Bestsellerlisten zur Integration in fremde Webseiten bereit.

Auch der Guardian verteilt seine Inhalte auf diese Weise im Netz. Unter dem Oberbegriff Open Platform gibt es ein abgestuftes Modell für die Einbindung von Inhalten auf fremden Webseiten:

  1. Ausgewählte Inhalte kostenfrei und ohne Anmeldung auf beliebigen Seiten: Der Guardian vergrößert damit seine Werbereichweite, denn im gebrandeten Kasten mit den Guardian-Inhalten wird Werbung geschaltet.
  2. Nach vorheriger auf Seiten, die der Guardian dafür freigeschaltet hat, werden die Werbeeinnahmen geteilt.
  3. Exklusivere Inhalte können Dritte gegen Bezahlung einbinden.

Warum übernehmen Lokalzeitungen nicht dieses Modell? Sie könnten zum Beispiel die oft drögen Webseiten von lokalen Vereinen mit aktuellen Inhalten aufwerten.

Ebenso lässt sich das Widget-Modell der Einbettung von Inhalten für diverse Branchen durchdeklinieren, z.B.

  • aktueller und professioneller Medizinjournalismus auf Arztportalen
  • ausgewählte Wirtschafts- und Technikberichte auf den Seiten der Handwerks-, sowie Industrie- und Handelskammern
  • professionelle Reiseberichte auf Reisebuchungs- und Bewertungsportalen

Vielleicht verstummen dann ja auch die Klagen, die einen Teil der Begründung für das von Verlagen gefordert Leistungsschutzrecht ausmachen: Der angegeblich massenhafte Klau von Verlagsinhalten auf Arztportalen etc.

Zum “sich Anbieten im Netz”, zum überall dort sein, wo die Nutzer schon längst sind, gehören natürlich auch die Plattformen im sozialen Netz, allen voran Twitter und Facebook.

Große Webseiten in den USA wie die New York Times, AOL oder Yahoo bekommen längst mehr Traffic von Facebook als von Google News. Und zwar einerseits, weil die Portale eigene Seiten bei Facebook einrichten, dort Communities einrichten und Inhalte einstellen, die wieder auf ihre eigenen Webseiten zurückverweisen. Aber auch weil mehr als 500 Millionen Facebook Mitglieder weltweit ohne jegliches Zutun der Medien tagtäglich in ihren Statusmeldungen Medieninhalte verlinken und empfehlen. Ebenso wie weltweit 150 Millionen Twitter-Nutzer.

Facebook und Twitter sind riesige Empfehlungsmaschinen.

“Wenn die Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich finden”

Diese Aussage eines Studenten, der damit im März 2008 in der “New York Times” zitiert wurde, ist längst zum Synonym für ein vollkommen verändertes Mediennutzungsverhalten geworden.

Der typische junge Mediennutzer, der mit dem Internet aufgewachsen ist, sucht, wenn überhaupt, nur sehr wenige Nachrichtenseiten aktiv über die Eingabe der URL im Browser oder über Lesezeichen auf. Der größte Teil des Nachrichtenstroms wird über persönliche Empfehlungen an ihn herangetragen. Wir Medienmacher können nicht mehr mit alten Loyalitäten rechnen. Zum Beispiel damit, dass ein Tageszeitungs- oder Zeitschriftenabo, das es schon im Elternhaus gab, aus Tradition fortgeführt wird.

Wir müssen uns die Loyalität der Nutzer neu erarbeiten. Wir müssen in ihren persönlichen Nachrichtenempfehlungsstrom hineingelangen. Das schaffen wir, indem wir die alten journalistischen Tugenden wie Glaubwürdigkeit, Ausgewogenheit, Recherche nicht vernachlässigen, aber neue Tugenden hinzunehmen:

  • dem Nutzer auf Augenhöhe begegnen
  • Expertenwissen kuratieren
  • nicht in geschlossenen Portalen denken, sondern uns überall dort nützlich machen, wo man uns haben will

Zum Schluss möchte ich noch auf die Chancen verweisen, die das Netz für freie Fachjournalisten bietet.

7. Denken Sie unternehmerisch: Der digitale Markt ist weit offen

Die schlechte Nachricht für uns freie Fachjournalisten ist:

  • der Konkurrenzkampf im digitalen Zeitalter wird immer härter
  • die Honorare stagnieren seit Jahren
  • wir konkurrieren zunehmend mit entlassenen Redakteuren,
  • ohne ein zusätzliches Standbein in der PR kommen viele von uns nicht mehr aus.

Die gute Nachricht ist: Wer wirklich gut ist, muss sich damit nicht abfinden. Im Zeitalter des sozialen Netzes braucht man weder eine Druckmaschine noch einen Sender, um auf eigenen Plattformen zu publizieren. Wenn Sie es nicht schon tun: Starten Sie ein Blog, vernetzen Sie sich mit ihren Kollegen, ihren Kontakten und ihre Zielgruppe bei Facebook und Twitter, treten Sie einer Fachgruppe bei Xing bei oder gründen Sie eine eigene. Laden Sie Ihre Videos bei YouTube und bei Vimeo hoch. Stellen Sie Ihre Vortragsfolien bei Slidehare ein.

Wenn Sie etwas drauf haben und eine Themennische besetzen, dann haben Sie gerade als Fachjournalisten die Chance, ihr eigenes journalistisches Profil zu schärfen auch ohne die Marketingmacht eines großes Medienhauses. Sie können eigenes loyales Publikum aufbauen.

Beispieler erfolgreicher unternehmerischer Fachjournalisten gibt es schon einige, z.B.:

  • Medienjournalist und Bildblog-Gründer Stefan Niggemeier
  • Sportjournalist und DFB-Präsidentenherausforderer Jens Weinreich
  • Journalist, Buchautor und Medienberater Markus Albers
  • Hörfunkjournalist und -experimentator Philipp Banse

Sie alle arbeiten auch für klassische Auftraggeber. Aber sie müssen es nicht unbedingt, weil ihr eigener Name genauso bekannt ist, wie die Namen ihrer Kunden.

Selbst in die leidige Sache mit dem Geldverdienen im Netz kommt allmählich Schwung. Von Werbeeinnahmen allein können zwar nur die wenigsten Blogger leben, aber es entwickleln sich immer Plattformen für Mikrobezahlsysteme, so dass loyale Nutzer  mit kleinen Beträgen von ihnen geschätzte Journalisten und Blogger auf freiwilliger Basis entlohnen.

Die Plattformen heißen Flattr, Kachingle, Kickstarter oder Startnext, auch Paypal hat sein Engagement bei den Mikropaymentlösungen bekanntgegeben. Von diesen Einnahmen ist bisher noch keiner reich geworden, aber sie können ein Mosaikstein in einer Monetarisierungsstrategie sein.

Weitere Möglichkeiten: Machen Sie Ihr Blog zum digitalen Ausweis ihres Schaffens und ihrer Interessensgebiete.  Wenn Sie fachlich gut sind, vernetzt und sichtbar, kann ihnen die Präsenz im Netz Aufträge für Seminare und Vorträge verschaffen. Schreiben Sie ein E-Book und bieten Sie es auf Ihrer Webseite zum kostenpflichtigen Download an. Bieten Sie individuelle Beratungsdienstleistungen an – zum Beispiel per Skype-Videokonferenz oder über gemeinsam genutzte Google Docs.

Die Möglichkeiten sind zahlreich. Seien Sie einfallsreich.

Und vielleicht dürfen innovative Journalisten demnächst sogar auf Geldsegen aus völlig unerwarteter Richtung hoffen. Zwar gibt es in Deutschland, anders als als in den USA  keine Stiftungen, die investigative Journalismus-Plattformen wie ProPublica unterstützen, es gibt auch kein Programm wie die Knight News Challenge, die jedes Jahr ein Dutzend kreative Journalismus-StartUps fördert.

Es gibt auch keinen Unikurs wie den von Jeff Jarvis in New York, wo man sein Diplom als journalistischer Startup-Gründer ablegt. Aber vor wenigen Tagen hat Google bekannt gegeben, im kommenden Jahr fünf Millionen Dollar in innovative digitale Journalismusprojekte zu stecken. Drei Millionen Euro sind für ausländische Projekte bestimmt. Wer weiß, macht ja bei der Google Preisverleihung das Innovationsprojekt eines deutschen Fachjournalisten von sich reden. Oder 2011 wird ein Unternehmerjournalist “Fachjournalist des Jahres”.

In diesem Sinne: Auf in die digitale Zukunft!

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  • http://www.fotomonat.de Michael Mahlke

    Wirklich gut, aber: Nun gibt es ja schon länger Web 2.0. Wie bei DM zu Euro wurde damit auch eine neue Währung eingeführt, die Backlinks. Diese Währung dient dazu, im Ranking bei google weiter nach vorne zu kommen, weil laut vieler Aussagen im Internet eine Seite um so weiter nach vorne rückt, desto mehr Backlinks sie hat. Das stimmt zwar nicht immer, aber mit dieser Aussage wollen viele so leben.

    Hinzu kommt die bisherige Währung, nämlich das Anklicken von Text- und Grafikanzeigen (Bannerwerbung) auf den Internetseiten.

    Viele gute Internetseiten leben davon, dass sie kostenlos Infos bereitstellen und dafür die Besucher auf die Banner klicken, um damit Einnahmen zu erzielen.

    Und seit Web 2.0 wollen viele Seiten auch, dass sie bei google besser gefunden werden. Dafür müssen die Besucher in den Kommentaren oder auf eigenen Seiten einfach Verlinkungen auf die besuchte Seite durchführen.

    Und was passiert. Sie machen es nicht, die Besucher. Sie nutzen zwar die kostenlosen Angebote, aber sie sind nicht einmal bereit, die dort platzierten Werbebanner anzuklicken oder bei Kommentaren auf diese Seiten zu verlinken.

    Das kann nur drei Gründe haben: Neid, Faulheit oder Dummheit.

    Insofern sind die Ausführungen zum Thema backlinks sehr interessant. Ich finde die Aufforderung, mehr zu verlinken sehr gut, ich habe dies selbst jahrelang getan und dann festgestellt, dass alle sich über meine backlinks zu ihnen freuten aber keine backlinks zurückkamen. Das ist wie mit der Solidarität. Man müßte mal ….