Moderieren, Debattieren und Kuratieren sind elementare journalistische Aufgaben

Thomas Mrazek hat mich für die neue Werkstatt von Netzwerk Recherche zum Stand und zur Zukunft des Journalismus im Netz interviewt. Er hat mir freundlicherweise – ebenso wie Dirk von Gehlen und Lorenz Lorenz-Meyer – erlaubt, das Interview auf meinem Blog vorab zu veröffentlichen. Gedruckt wird es Ende November unter der Überschrift „Nutzerbeteiligung ist das A und O für den Qualitätsjournalismus“ zu finden sein. Einige Links habe ich hier in der Onlineversion noch nachträglich eingefügt.

Beschreiben Sie doch mal den aktuellen Zustand des Online-Journalismus in Deutschland aus Ihrer Warte: Wie hat sich dieses Genre entwickelt, wohin könnte es gehen; welche vielleicht eklatanten Fehlentwicklungen sind Ihnen aufgefallen?

Wenn ich „Guardian“ und die „New York Times“ als modellhafte Beispiel dessen, was Online-Journalismus leisten kann, betrachte, dann spielen die Deutschen nicht in der gleichen Liga. Sehr gut beobachten ließ sich das Qualitätsgefälle im Juli 2010 anhand der Warlogs-Dokumente, die diese Zeitungen und der „Spiegel“ vorab bekamen. Vor allem der „Guardian“ hat die Dokumente zusätzlich zu herkömmlicher redaktioneller Berichterstattung gekonnt multimedial aufbereitet und es seinen Nutzern selbst überlassen, nach ihren eigenen Interessen punktuell tiefer in die Materie einzusteigen. Hier zeigt sich die Kompetenz, die sich der „Guardian“ bei der Aufbereitung von Daten aufgebaut hat. Spiegel Online dagegen hat offenbar nur wenige kreative Energie in die Aufbereitung des Themas stecken können, und das sieht man dem Ergebnis auch an.

Ein generelles Hauptärgernis bei Internet-Portalen von deutschen Medienhäusern ist die mangelnde Bereitschaft, nach nach außen zu verlinken. Online-Journalismus bietet durch das simple Mittel der Verlinkung auf andere Seiten – viel einfacher als Print, Radio oder TV – die Chance, weitere Perspektiven und Meinungspluralität zuzulassen und Transparenz zu erzeugen. Aber diese Chance wird leider noch immer vertan. Mehr als 15 Jahre nach Start des World Wide Web will man immer noch nicht verstehen, das „Netz“ mit „vernetzen“ zu tun hat. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist Online noch immer nur ein Kanal zum Hineinkippen von linearen Texten, die für Print geschrieben wurden. Neuerdings immer häufiger gepaart mit der Unsitte, zwar einzelne Begriffe mit Links zu versehen, die aber nicht zu den Originalquellen führen, sondern zu mehr oder weniger passenden eigenen Seiten. Das soll die Sichtbarkeit für Suchmaschinen erhöhen, ist aber eine Geringschätzung der eigenen Nutzer. Aber deren Kommentare, Anregungen und Kritikpunkte werden ohnehin kaum geschätzt. Dafür spricht das Wegsperren der Kommentare in eigene Ghettos, in die sich kein Redakteur verirrt. So schafft man natürlich keine konstruktive und anregende Debattenkultur sondern Sandkästen für Trolle. Eine der wenigen positiven Ausnahmen ist Zeit Online, das beim Verlinken aber leider auch keinen Deut besser ist. (Anmerkung: das hat sich erfreulicherweise geändert.)

Im US-amerikanischen Online-Markt herrscht momentan eine „Aufbruchstimmung“ heisst es zum Beispiel in der Publikation „Digitale Metropolis“: „In unabhängigen Redaktionsbüros, Medienhochschulen und Start-ups sprudelt es von kreativer Energie.“ Gibt es auch in Deutschland Online-Projekte, die Ihnen besonders positiv aufgefallen sind?

Die interessantesten deutschen Entwicklungen sehe ich momentan außerhalb der großen Medienhäuser. Vor allem bei freien Journalisten, die mit Leidenschaft ihren Interessen nachgehen und ihre Projekte durchziehen, auch wenn sich kein klassischer Auftraggeber dafür findet. Zum Beispiel Jens Weinreich, der sich auf eigene Kosten um rechercheintensive und wenig glamouröse Themen im Sportjournalismus kümmert, Missstände aufdeckt und sich auch als einzelner Blogger nicht einschüchtern lässt. Gleiches gilt für den Journalisten und Lokalblogger Stefan Aigner in Regensburg. Das Heddesheimblog von Hardy Prothmann könnte ein journalistisches Modell für Regionen sein, in denen die jahrelange Monopolstellung einer Zeitung den Journalismus bräsig gemacht und Verfilzungen geschaffen hat. Das Heddesheimblog funktioniert immerhin so gut, dass Hardy Prothmann jetzt schon das vierte Lokalblog unter der Dachmarke Heddesheimblog hochzieht. Es gibt auch neue journalistische Formen, die hierzulande wesentlich von freien Journalisten entwickelt werden wie die Audioslideshows von Matthias Eberl (der produziert sie seit fünf Jahren auf eigene Faust) oder von Christian Frey und Kai Schächtele (die beiden sind auf eigenes unternehmerisches Risiko zur Produktion einer Audioslideshow-Serie zur WM nach Südafrika gereist). Das finde ich alles wesentlich spannender als die Frage ob die Ipad App von Verlag x auch Videos enthält oder die von Verlag y auf das Spaltenlayout verzichtet.

Wie könnte sich Online-Journalismus in Zukunft finanzieren lassen — sowohl bei „größeren“ (etwa Focus Online) als auch bei „kleineren“ (lokaler Einmann-Blogger) Medien?

Ich glaube nicht, dass es einen Königsweg gibt. Und ebenso wenig haben Online-Medien vor Jahren verpasst dorthin abzubiegen und stattdessen den „Geburtsfehler Gratiskultur im Internet“ etabliert. Medien haben dort gar nichts entwickelt, Internet-Inhalte waren schon vorher gratis. Wenn Online-Medien stärker vom Nutzerinteresse her denken würden, sich als kompetenter Dienstleister und Wegweiser zeigen würden, dann wären Bezahlinhalte wohl weniger ein Problem. Es ist natürlich ein Problem für Paid Content- Modelle, dass das Wesen der Nachricht flüchtig ist. Anders als Songs, die ich mir bei Blip.fm oder Last.fm oder in den 30-Sekunden-Takes bei Itunes vor dem Kauf erst einmal anhöre, weil ich sie dann nach dem Download beliebig oft hören möchte, nutzt man Nachrichtenbeiträge in der Regel nur einmal. Also müssten Medienhäuser Angebote entwickeln, sich Einzigartiges, weniger schnell Vergängliches und ausgesprochen Nutzwertiges bezahlen zu lassen, nicht aber die Nachricht, die ich ein paar Mausklicks weiter auch gratis bekomme.

Das greift wiederum ineinander mit der Notwendigkeit der Verlinkung. Deutsche Verlage sind sich schnell einig, wenn es darum geht, den angeblichen Contentklau von Google oder die Art der Internetauftritte von ARD und ZDF zu verdammen oder ein eigenes Leistungsschutzrecht zu fordern. Warum können sie sich nicht ebenso darauf einigen, nicht mehr voneinander (und von Bloggern!) abzuschreiben und stattdessen gegenseitig auf „Best of“-Angebote zu verlinken. Und natürlich auch auf das Beste im Netz, das außerhalb von Verlagen produziert wird. Sie würden Ihren Nutzern einen großen Dienst erweisen, und jedes einzelne Angebot wäre hochwertiger, weil es wie ein Wegweiser zu den Perlen des Journalismus im Netz funktionieren würde. Aufgrund der ganzen eingehenden Links würden die Verlagsangebote auch bei Google bessere Platzierungen in den Suchergebnissen erreichen. Die ganzen mühseligen und teuren Suchmaschinenoptimierungs-Tricksereien könnten Verlage sich und ihren Nutzern dann wohl ersparen. In einem solchen kuratierten Angebot sehe ich auch ein Paid-Content-Geschäftsmodell. Kleinere Portale und freie Journalisten sollten außerdem mutiger mit Mikropaymentsystemen wie Flattr und Kachingle experimentieren. Eine kommerzielle Seite, auf der es vor Flash-animierten Bannern oder gar Pop-Up-Banner nur so wimmelt, hat sicherlich weniger Chancen, auch noch freiwillige Zahlungen zu bekommen, aber Blogger wie Stefan Niggemeier, Jens Weinreich oder Podcaster wie Tim Pritlove werden für ihren Aufwand durchaus von dankbaren Nutzern auch freiwillig entlohnt.

Was halten Sie von der unter anderem von Jochen Wegner lancierten Feststellung, dass Journalisten zu Unternehmern werden müssten; wie könnte dies im Online-Bereich aussehen?

Diese Feststellung kann ich nur unterschreiben. In den USA gibt es unter der Leitung von Jeff Jarvis in New York sogar schon einen eigenen Journalismuslehrgang „entrepreneurial journalism“. Dort lernen die Studenten nicht nur das journalistische Handwerk, sondern es geht auch keiner mit einem Abschluss heraus, der nicht ein eigenes Geschäftsmodell für ein eigenes journalistisches Projekt entwickelt hat. Jay Rosen in New York zieht hyperlokale Blogs mit Studenten auf und an der University of Arizona gibt es das Knight Center for Digital Media Entrepreneurship. An deutschen Journalistenschulen wird Unternehmerjournalismus bisher nicht gelehrt. Dort und in den Journalistengewerkschaften ist das Idealbild immer noch die lebenslange Redakteursstelle mit Tarifvertrag.

Einige Unternehmerjournalisten habe ich eben schon erwähnt, mich selbst zähle ich auch dazu. Mein Bestreben ist es, wirtschaftlich unabhängiger von Verlagen zu werden. Ich arbeite mit einigen Fachzeitschriften auf regelmäßiger Basis sehr gut zusammen, das soll auch so bleiben. Aber ich mache mir nichts vor: In keinem anderen Mediensegment gibt es höhere Anzeigenrückgänge, nichts ist also für die nächsten fünf oder zehn Jahre sicher. Mit meinem eigenen Blog und meiner Präsenz im sozialen Netz (vor allem Twitter und Facebook) versuche ich deshalb selbst zur Medienmarke zu werden. Ich bin überrascht, wie gut das funktioniert. Zwar sind meine direkten Blogeinnahmen durch Flattr, Kachingle und das Werbenetzwerk Mokono noch vernachlässigenswert. Die Google AdSense Einnahmen (AdSense Anzeigen bekommen nur Besucher, die von Google kommen, zu sehen), sind geradezu lächerlich. Aber ich spreche inzwischen mit guten Ergebnissen auch potenzielle Blogsponsoren direkt an. Und über das Blog habe ich in den letzten zwölf Monaten sehr viele – teilweise gut bis sehr gut bezahlte – öffentliche Auftritte akquiriert: Seminare, Vorträge, Podikumsdiskussionen. Wobei ich sie noch nicht einmal aktiv akquiriert habe, sondern stets kontaktiert wurde. Dieses Vorgehen setzt allerdings eine hohe Themenspezialisierung voraus und die Bereitschaft sich mit hohem Arbeitseinsatz mit an die Spitze neuer Entwicklungen zu setzen.

Besteht nicht gerade im Online-Bereich mittlerweile die Gefahr, dass das Primat der Ökonomie den gut recherchierten Journalismus verdrängt?

Das ist inzwischen fast schon ein Dogma, aber ich glaube das nicht. Erstens ist der gut recherchierte Journalismus natürlich ein originäre Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sich bei jährlich acht Milliarden Euro Gebühreneinnahmen um das Primat der Ökonomie keine Sorgen machen muss. Außerdem habe ich bereits skizziert, dass auch kommerzielle Medien bei entsprechender Arbeitsteilung und gegenseitiger Verlinkung ihre jeweiligen Stärken sehr viel besser zur Geltung bringen könnten. Was ich mir zusätzlich wünschen würde, wären Stiftungen nach US-Modell, die auch kurzfristig Geld für gesellschaftlich wichtige aber unterfinanzierte journalistische Projekte zur Verfügung stellen können. In Deutschland muss es bei immer gleich um das große Ganze wie „Integration“ oder „politische Kultur“ gehen. Aber eine Anschubförderung für innovative journalistische Gründerprojekte fehlt.

Welche Rolle spielt die Nutzerbeteiligung im Online-Journalismus jetzt und in Zukunft? Wie müssen sich Journalisten auf die Nutzerbeteiligung einstellen, wie müssen sie ihre Rolle umdefinieren? Wie kann der (Online-)Journalismus von der Nutzerbeteiligung profitieren?

Nutzerbeteiligung ist das A und O, wenn Qualitätsjournalismus auch in Zeiten ausgedünnter Redaktionen eine Chance haben soll. Das bedeutet nicht, dass alle Redaktionen nun nach der Vorbild der „Bild“ jeden, der auf einen Handykameraauslöser drücken kann, zum Leserreporter machen sollen. Nutzerbeteiligung soll nicht Voyeurismus, sondern Expertenwissen befördern. Jeder Mensch ist Experte auf irgendeinem Gebiet, und sei es für die Straße oder den Ortsteil, in dem er schon sein Leben lang wohnt. Der „Guardian“ hat im Sommer 2009 400.000 Dokumente zum Spesenskandal der britischen Unterhaussabgeordneten ins Netz gestellt und die Bürger vor Ort um Überprüfung der Plausibilität der Daten gebeten. Mit riesigem Zuspruch. Die „Ruhr Nachrichten“ in Dortmund haben vor einem Jahr mit Nahraum.de ein sehr interessantes Portal gestartet. Auf diesem Fotoportal können Bürger historische Fotos hochladen. Mit 30.000 Fotos ist die Redaktion in Vorleistung gegangen, inzwischen ist der Bestand dank vieler Bilder vom letzten Schützenfest, aber auch seltenen Amateuraufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg schon doppelt so hoch. Die Fotodatenbank ist nach vielen Kriterien durchsuchbar, und es sind darauf schon viele Themenanregungen für die Zeitung entstanden. Die Amateure bekommen kein Geld, der Verlag darf die Bilder kommerziell nutzen, und trotzdem machen viele Bürger gerne mit.

Umgekehrt müssen Journalisten von ihrem hohen Ross herunterkommen. Die Zeiten, wo im Sinne einer Einbahnstraßenkommunikation Artikel „abgeworfen“ werden, sind im Netz vorbei. Im Idealfall ist ein Artikel kein fertiges Endprodukt, sondern Ausgangspunkt einer konstruktiven Debatte mit Nutzerbeteiligung, die wieder in neue Beiträge mündet. Das funktioniert aber nur, wenn Journalisten Moderieren, Debattieren und Kuratieren nicht als lästige Zusatzaufgabe, sondern elementaren Bestandteil ihrer Arbeit begreifen. Natürlich wird es immer Trüffelschweine geben, die man besten investigativ recherchieren lässt und Edelfedern, die ihre Kolumnen nicht durchdiskutieren. Aber der Rest muss auch für die Nutzer zuständig sein. Dass eine große deutsche Online-Redaktion außerhalb normaler Geschäftszeiten – also gerade dann, wenn die Nutzer am meisten Zeit haben – die Kommentarfunktion abschaltet, das sollte es 2010 eigentlich nicht mehr geben.

Wird die Arbeit als Online-Journalist nicht immer schwieriger etwa durch Angebote wie Wikileaks, die sozialen Netzwerke, Google, die wachsende PR-Industrie?

Nein, sie wird dadurch einfacher. Noch nie zuvor hatten Journalisten solch umfassende Ressourcen zur Verfügung, ohne überhaupt vom Schreibtisch aufstehen zu müssen. Aber das kann natürlich nur den Einstieg und Überblick erleichtern. Viele Journalisten glauben mit Google und Wikipedia ist die Recherche fertig, aber da fängt sie erst an. Über die PR-Industrie kann ich als freie Journalistin wenig sagen. Ich habe mit Ausnahme einer Broschüre für die NRW-Landesregierung vor zwölf Jahren noch nie PR gemacht. Die wenigen PR-Aussendungen, die mich erreichen, sind oft so belanglos, dass ich sie wegklicke. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Verlockungen groß sind, in unterbesetzten Redaktionen mit chronisch niedrigen Honoraretats für freie Journalisten, zwischendurch auch mal fertige PR-Beiträge anzunehmen. Aber dazu sollte sich im Detail lieber jemand äußern, der in seiner täglichen Arbeit mit dieser Situation konfrontiert ist.

Welche Qualifikationen sollte ein Online-Journalist angesichts des rasanten Medienwandels mitbringen, muss er in allen möglichen sozialen Netzwerken aktiv sein, welche multimedialen Techniken sollte er beherrschen? Wie sollen die journalistische Aus- und Weiterbildung auf die Herausforderungen reagieren?

Ein Online-Journalist muss nicht alles können und muss auch nicht auf sämtlichen sozialen Plattformen präsent sein. Er sollte aber wissen, was es alles gibt und was man damit machen kann. Vieles Ausprobieren, experimentierfreudig sein, das Beste vertiefen und verfeinern. Und nie glauben, der Ist-Zustand sei ein Plateau, auf dem man sich einige Jahre ausruhen kann. Leider wird Journalismus als dauerhafter Innovationsprozess an deutschen Ausbildungsstätten nicht gelehrt: Datenjournalismus, Kuratieren von fremdem Content, Prozessjournalismus, soziale Plattformen einbeziehen, Bloggen – dass sind an den Hochschulen und Journalistenschulen alles fremde Welten. Deshalb, und weil wir mit Leidenschaft Online-Journalisten sind, werden Christian Jakubetz (Journalist und Medienberater) und Ralf Hohlfeld (Kommunikationswissenschaftler und Dozent) und ich im Frühjahr 2011 ein eigenes Buch über Online-Journalismus herausgeben. Wir wollen damit praktizieren, was wir predigen: Viele der besten deutschen Online-Journalisten werden daran mitschreiben, es wird auch eine Online-Plattform geben, wir geben es als unternehmerisches Projekt im Eigenverlag heraus und wir werden auch mit neuen Finanzierungswegen experimentieren.

Illustrationsnachweise: It’s the Social, Geek and Poke, CC-Lizenz / Check facts with Google, Geek and Poke, CC-Lizenz / I have no time, Geek and Poke, CC-Lizenz

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6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Link-Tipps der letzten Woche | Leander Wattig

  2. “Datenjournalismus, Kuratieren von fremdem Content, Prozessjournalismus, soziale Plattformen einbeziehen, Bloggen – dass sind an den Hochschulen und Journalistenschulen alles fremde Welten.”

    *räusper* :-)

  3. Eine gewollt zugespitzte Formulierung. Onlinejournalismus in Darmstadt ist sicherlich einer der wenigen Lichtblicke in der Finsternis ;-)

  4. Danke. ;-)

    Blogs, Twitter und die Nutzung sozialer Plattformen gehören bei uns schon seit langem zum kleinen Einmaleins. Und z.B. in den PR-Fundsachen üben die Studenten unter der Oberhoheit meines Kollegen Thomas Pleil kontinuierlich die Tätigkeit des Sammelns und Kuratierens relevanter Webinhalte.

    Tatsächlich ist es aber ausgesprochen schwierig, anspruchsvollere neue Formen wie Datenjournalismus oder Prozessjournalismus im Zuge einsemestriger Praxisprojekte in sechssemestrigen Bachelorstudiengängen auch praktisch zu erproben. Da bleibt es dann gelegentlich bei der theoretischen Vermittlung. Trotzdem versuchen wir, uns diesen Herausforderungen zu stellen. Nicht nur im Online-Journalismus, sondern auch in unserem Studiengang Wissenschaftsjournalismus. So wird es zum Beispiel auch im nächsten Semester ganz unerschrocken wieder zwei Projekte geben, die sich mit Datenjournalismus und Visualisierung beschäftigen.

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