Linktipps zum Wochenstart: iPad-Strategien für iDioten

Top-Tipp:

iDiots’ Guide To Publishing On The iPad

Selten wurden iPad-Illusionen treffender zerschmettert als in diesen wenigen Absätzen von David Koretz bei MediaPost. “‘Saving print’ is the wrong goal, and chasing it will almost certainly kill publishers. Survival in the face of new technology often requires us to abandon our old ideas. We don’t need a print experience on the iPad — we need a better content consumption experience for the iPad”, betont Koresh: The reason the iPad succeeded where other tablets failed is simple: user experience. If you start your discussions with the idea that you should be able to own and sell user data, instead of how you create an incredible user experience, you are destined to fail.

weitere Tipps:

„Dieser schreckliche Stotterjournalismus!“ – mein Interview mit dem Netzwerk Recherche

Dieses Interview mit Medienberater Marian Semm in der Reihe Werkstatt “Online-Journalismus” (Interviewer ist Thomas Mrazek vom netzwerk recherche) gefällt mir in seiner Schonungslosigkeit bisher am besten. Ein kleiner Auszug:

“Es wird sich zeigen, was funktioniert – langfristig am stärksten in ihrer Existenz bedroht sehe ich nicht die Orts-Blogger sondern die Regionalzeitungen, weil viele in ihren Strukturen verharren. Ich kenne Journalisten, denen es sonnenklar ist, dass die Bedingungen, wie wir sie in der zweiten Häfte des 20. Jahrhundert erlebt haben, Geschichte sind und die sich mit vielen Aspekten der neuen Welt auseinander setzen. So weit so gut. Aber ich erlebe auch Journalisten, die so tun als wäre die Welt noch wie vorgestern. Die empfinden Nutzerbeteiligung über Leserbriefe hinaus vor allem als störend, lehnen neue Wege der Arbeitsorganisation ab, das Internet ist voller überflüssigem Gequatsche und Facebook und Twitter sind vorübergehende Erscheinungen. Das meinen die echt ernst.

(Bisher in dieser Reihe vorab veröffentlicht sind Interviews mit Dirk von Gehlen, Lorenz Lorenz-Meyer und Ulrike Langer.)

Journalisten an der Crowdsourcing-Front

Miriam Meckel beschreibt im Vorfeld von Burda Digitalkonferenz DLD eloquent, wie sich der Journalismus verändert. Drei ihrer Thesen:

  • Es gibt kein Publikum mehr, sondern mehr oder minder aktive Communities.
  • Medienmarken werden durch individuelle Brands journalistischer Persönlichkeiten ergänzt oder ersetzt.
  • Es gibt keine fertigen „Stücke“ mehr. Journalistische Produkte werden zu „permanent content beta“.

The Newsonomics of 2011 news metrics to watch

Medienanalyst Ken Doctor beschreibt in seiner Newsonomics Kolumne bei Nieman Journalism Lab elf Parameter für den wirtschaftlichen Erfolg digitalen Publizierens, auf die Verlage achten sollten, darunter: “Wieviel Traffic bekommen Ihre Webangebote über Twitter und Facebook?” und “Wieviel investieren Sie in Erfolgskontrolle Ihrer digitalen Aktivitäten?”

The News Frontier Database

Columbia Journalism Review hat eine Datenbank gestartet: The News Frontier Database nach digitalen und experimentellen Formen von (US-)Journalismus. Bisher sind über 50 Journalismus-Projekte und Plattformen in der Datenbank vertreten, sie wird fortlaufend ergänzt.

Die Zukunft der Wissenssammlung

Zeit Online stellt Frage-Antwortplattform Quora vor: “Ein bisschen Wikipedia, ein bisschen Facebook und ein bisschen Twitter: Wie Quora funktioniert und warum es mehr kann als bisherige Frage-Antwort-Seiten im Netz“. Auch t3n beschäftigt sich mit Quora und lässt drei Redakteure mit ihrer Einschätzung zu Wort kommen. Fazit von Andreas Lenz: “Quora geht steil und jeder Blogger, Journalist und Socia Media Manager sollte sich wenigstens mal eine Stunde Zeit nehmen, um das System zu testen.” Eine weitere Analyse gibt es bei Newspaper Death Watch. Mashable geht das Thema praktisch an: 9 ways to get more out of Quora.

3 Big Ways the People Search Industry Has Changed

Darren Mihajlovski nennt bei Mediashift drei Gründe, wie sich die Personensuche im Internet gewandelt hat und warum der Griff zum Telefonbuch nicht mehr erste Wahl ist, um jemanden zu kontaktieren (zwei Gründe sind auch hierzulande relevant): 1. Facebook ist das neue Telefonbuch. 2. Die meisten Personensuchdienste im Netz sind nur solange kostenfrei, bis sie zur Sache kommen. 3. Neue Opt-Out-Verfahren (US-spezifisch).

Ten Impressive, Weird And Amazing Facts About Wikipedia

Wussten Sie, dass Wikipedia ein offizielles Lied hat (“Hotel Wikipedia”)? Oder ein Geburtstagskommittee? Und dass Cheyenne die am wenigsten genutzte Sprachversion ist (Deutsch übrigens die zweithäufigste)? Diese und weitere Fakten hat Wired anlässlich 10 Jahre Wikipedia zusammengetragen. Das Pew Research Center blickt ernsthaft auf das erste Jahrzehnt der Mitmach-Enzyklopädie zurück: Wikipedia, past and present. Carta ebenfalls.

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