Transparenz vs. Anonymit

Ein schöne  zu können. Bei Enthüllungsplattformen wie Wikileaks oder Faktensammlungswikis wie Guttenplag mitmachen zu können, die es ohne den Schutz der Anonymität gar nicht geben könnte. Oder um einer Identität treu zu bleiben, unter der man in bestimmten Kreisen vielleicht bekannter ist als unter dem Namen, der im Personalausweis steht (s. dazu auch: Wen interessieren schon echte Namen?, Zeit Online). Weitere Pro- und Contra-Argumente für beide Positionen und eine Aufstellung, wer von welcher Position profitiert, stehen in der Grafik(zum Vergrößern reinklicken). Trolle als Profiteure der Anonymität fehlen allerdings darin:

via graphjam/memebase, Matthias Schwenk

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe mich entschieden meine Meinung unter meinem richtigen Namen zu publizieren. Mit dem eigenen Namen für etwas geradestehen hat mit Verantwortung übernehmen zu tun. Wer Verantwortung für das, was er tut übernimmt, schafft Vertrauen. Das heisst aber nicht, dass ich meine Meinung zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder ändern kann. Ich bilde mich weiter, ich entwickle mich weiter und folglich kann es vorkommen, dass sich meine Meinung zu einem späteren Zeitpunkt ändert. Natürlich muss man aufpassen, dass man nicht wankelmütig je nach Lust und Laune zu oft seine Meinung ändert. man sollte schon eine klare Linie haben. Doch Meinungen sind nicht in Stein gemeisselt. Wer seinen Namen aus Furcht vor Konsequenzen nicht preisgibt, der unterstützt meiner Meinung nach damit totalitäre Tendenzen. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist die Grundlage einer funktionierenden Demokratie. Leider fürchten sich einige Unternehmer, Angestellte und Wissenchaftler vor Verlust von Aufträgen, Jobverlust und Verlust der Reputation. Das ist schade, denn es gibt zuwenig tapfere Leute, die zu wichtigen Themen Stellung nehmen und mit ihrem Namen dafür gerade stehen.

  2. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass es in 20 Jahren noch eine Demokratie in Deutschland gibt. Bisher gibt es wenige Kämpfer für Meinungsfreiheit und Grundwerte, aber viele Vorkämpfer für Technikfreiheit und Konsum. Das letztere ist ja auch in China möglich. Deshalb sollten wir uns genau anschauen, was im Iran und an anderen Stellen passiert und deshalb ist Anonymität sinnvoll: http://www.tagesschau.de/ausland/iran638.html

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  5. @Michaela Mahlke

    Das sehe ich auch so ! Wer in Jobs mit Verantwortung oder einfach nur in guter Bezahlung steht, der kann nicht einfach mal so irgendwas sagen. Sonst droht in dem Fall das vorzeitige Aus bzw. wird ins “Abseits” gestellt. Anonymität ist wichtig, wenn auch der Gesetzgeber es gerne anders hätte, wegen der Haftung.