Sree Sreenivasan in Seattle: Beste Social Media Show ever

Sree Sreenivasan's Social Media Workshop der etwas anderen Art an der University of Washington in Seattle

Sree Sreenivasan’s Social Media Workshop der etwas anderen Art an der University of Washington in Seattle

Wer jemals die Chance hat, einen Vortrag oder Workshop von Sree Sreenivasan zu besuchen, sollte sie nutzen. Es ist ein Erlebnis. Weder klassischer Vortrag, noch Workshop, sondern eher eine multimediale und interaktive Show. Man lernt ein Menge neuer Strategien, Plattformen und neuer Leute kennen und die Zeit vergeht wie im Flug. Unterhaltsam und auf hohem Niveau vermittelt Sree, wie dass trotz der hohen Ernsthaftigkeit, mit der man Social Media angehen sollte, auch viel Spaß dabei haben kann. Man schreibt wie verrückt mit, twittert, diskutiert und macht sich mentale Notizen, noch am gleichen Abend möglichst viel davon umzusetzen, damit die guten Vorsätze nicht gleich wieder vergessen werden. Und das vielleicht Wichtigste: Sree zeigt, dass man als Journalist Social Media effektiv nutzen kann und sich als Persönlichkeit dabei nicht selbst verbiegen muss.

Sree Sreenivasan (hier seine Aussprachehilfe für den Namen) ist eigentlich Chief Digital Officer an der Columbia University in New York und dort vor allem mit Verwaltungsaufgaben beauftragt. Aber außerhalb seiner Uni ist er viel bekannter als @sree, der Social Media Maven und People Connector. In Seattle sprach Sree auf Einladung von Communication Leadership, ein Journalismus-Masterprogramm mit den Schwerpunkten Digitale Medien, Communities und soziale Netzwerke an der University of Washington (Washington State, nicht zu verwechseln mit der Hauptstadt Washington D.C.).

Nicht zuletzt mit seinen Aufforderungen an die circa 200 Anwesenden im Saal, während seines Vortrags bekannte Netzgrößen per “Name Check” anzutwittern wie den New York Times Reporter  @brianstelter, den Social Media Chef der Weltbank hatte sich zwei kompetente und eloquente Side-Kicks auf die Bühne bestellt: Hanson Hosein und die Tech-Kolumnistin Monica Guzman.

Vor der Veranstaltung habe ich mit Sree ein kurzes Video-Interview zum Thema geführt:

Srees Folien zum Workshop sind als Google Doc frei verfügbar. Dies sind einige der Tipps von Sree (sie sind teilweise nicht in den Folien enthalten):

  • Rapportive ist ein nützliches Ergänzungsprogramm für Gmail. Es sammelt Informationen über den Absender einer Email und zeigt diese gleich im Eingangsordner an.
  • Wenn man @YumiWilson oder @kristacanfield von LinkedIn auf einen Online-Workshop für Journalisten anspricht und ihn bis zum Ende mitmacht, bekommt man als Journalist ein Jahr lang einen kostenlosen Premiumzugang für LinkedIn. (Ob das funktioniert, weiß ich nicht, ich habe die beiden gerade erst angetwittert). Nachtrag: Der nächste Workshop findet am Donnerstag, 21.3.2013 um 19 Uhr deutscher Zeit statt. Hier kann man sich dafür anmelden.
  • Muck Rack ist eine ungemein nützliche Plattform für Journalisten, um ihr Portfolio darzustellen und Kontakte mit Quellen zu knüpfen.
  • Unter muckrack.com/whosharedmylink lässt sich die Social Media Reichweite von Beiträgen im Netz verfolgen.
  • Nutshellmail fasst die Anfragen, die einen über mehrere Plattformen erreichen, in einer einzigen Email pro Tag zusammen. Könnte vor allem im Urlaub nützlich sein.
  • Blisscontrol hilft dabei, den Überblick über die Benachrichtigungs- und Privatsphäre-Einstellungen in diversen Netzwerken zu behalten und informiert über aktuelle Änderungen.
  • OneQube organisiert die eigenen Twitter-Follower nach Städten, Berufen, nach der Verfügbarkeit von Email-Adressen in der 140-zeichen-Biografie etc. und Sree DMerlaubt, DMs an bis zu 200 Personen gleichzeitig zu schicken. Diese Twitter-DM, über die ich überhaupt erst vom Social Media Vortrag in der Universität erfahren habe, erreichte mich nicht etwa über Srees Twittersuche nach Stadt “Seattle” und Beruf “Journalist”, wie zunächst dachte, sondern per OneCube. Sree benachrichtigte mit dieser Botschaft 153 Journalisten mit dem Stichwort Seattle in ihrer Bio auf einmal. OneCube ist noch im Betastadium, um die Teilnahme kann man sich bewerben. Das Tool macht erst ab mehreren tausend Followern Sinn, aber dann kann es wirklich nützlich sein.

Und hier habe ich in einem Storify noch mehr Tipps, Meinungen und Stimmungen gesammelt (mit Dank an Sree und an alle, die mitgetwittert haben!):



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