Digitales Quartett #42: Was wird aus der Zeitung?

 

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Der Axel Springer Konzern verkauft ein ganzes Bündel Tageszeitungen, TV- und Frauenzeitschriften an die Funke-Gruppe. Der Internetpionier und Amazon-Gründer Jeff Bezos übernimmt für 250 Millionen Dollar die altehrwürdige “Washington Post”, die seit der Aufdeckung des Watergate-Skandals zum Symbol für investigativen Journalismus überhöht wurde. Außerdem in diesem Jahr: Die bis zur Unkenntlichkeit geschrumpfte “Frankfurter Rundschau” gehört nun dem Verlag der “FAZ”, die “Westfälische Allgemeine Rundschau” ist nur noch eine Mogelpackung ohne Redaktion, die “Financial Times Deutschland” wurde eingestellt. Der Boston Globe ging für den Spottpreis von 70 Millionen Dollar an den Eigentümer eines Baseballteams. Und Facebook-Mitgründer Chris Hughes kaufte sich das US-Intellektuellen-Magazin “The New Republic”.

Hat in diesem Jahr der Ausverkauf der Zeitungen begonnen? Sind gedruckte Nachrichten am Ende ihres Produktionszyklus angelangt? Oder kann defizitären Medienmarken gar nicht Besseres passieren, als in die Hände von milliardenschweren Visionären mit viel Geduld zu geraten?

Über solche Fragen wollen wir am heutigen Montag, 11 12. August, 21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, in der 42. Ausgabe des Digitalen Quartett diskutieren. Wir freuen uns auf unsere Gäste, die diesmal aus Detuschland, Österreich und der Schweiz zugeschaltet sind:

  • Cordt Schnibben ist Spiegel-Redakteur, mehrfach preisgekrönter Reporter und Mitgründer des Reporter-Forum. Bei der diesjähriger Jahrestagung des Netzwerk Recherche hielt er einen vielbeachteten Vortrag zur Zukunft des Journalismus  und sein Plädoyer Elf Vorschläge für bessere Zeitungen leitete die momentan laufende Debatte zur Zukunft der Tageszeitung (#tag2020) bei Spiegel Online ein.
  • Constantin Seibt ist Redakteur beim Schweizer “Tagesanzeiger” und betreibt dort das stets lesenswerte Deadline Blog.
  • Marcus Schwarze ist Digitalchef der Rhein-Zeitung in Koblenz. Er lebt und und atmet digital, fühlt sich aber auch in Print zuhause. Er twitterte am Sonntag:

Das Gejammer von der Zeitungskrise nervt. Publiziert doch im Internet, da wären viel mehr Geringstumsätze zu bejammern #tag2020
— Marcus Schwarze (@MarcusSchwarze) August 11, 2013

  • Bülend Ürük ist Chefredakteur des Medienbranchenportals Newsroom in Salzburg und in der deutschen Medienszene sehr gut verdrahtet.

Der Player mit dem Hangout (Live und anschließend zum Abrufen) ist hier eingebettet. Wie immer hoffen wir auf eine lebhafte Debatte per Twitter unter dem Hashtag #quartett. Bitte liken, retweeten, verlinken und weitersagen.
 

Nachtrag: Unser Co-Host Daniel Fiene (“Was mit Medien”) hat die heute überaus zahlreichen Twitterreaktionen in einem Storify zusammengefasst:

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Montag, 11. August? Welchen Jahres? Oder ist der 12. gemeint?

  2. Danke, hab’s korrigiert. Ich meinte natürlich den 12. August. Wegen der 9stündigen Zeitverschiebung liege ich mit meinem Blick auf den Kalender manchmal falsch.

  3. @PhilippOstrop Danke, ist ebenfalls korrigiert. War schon zu spät gestern nacht, als ich die Ankündigung geschrieben habe ;-)

  4. Pingback: “An uns lag es nicht” — Digitales #Quartett zur Frage: Was wird aus der Zeitung? [Storify] | Was mit Medien. Medienmagazin.

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