Das Digitale Quartett #48: Die Non-Profit-Gesellschaft

Little Free libraryIn meiner Stadt Seattle gibt es in letzter Zeit immer mehr bunt bemalte Starenkästen mit Büchern drin. Das Prinzip dahinter: Wer ein Buch lesen möchte, nimmt sich daraus eins. Wer eins ausgelesen hat und möchte, dass auch andere es lesen, legt eins hinein. Niemand verdient daran. Das Prinzip nennt sich Little Free Library und es wird immer beliebter. Die Bewegung schätzt, dass es weltweit schon über 15.000 solcher Umsonst-Bibliotheken in 55 Ländern gibt.

Sharing is caring: Das zeigt sich natürlich nicht nur bei Büchern, sondern auch bei Autos (Carsharing wächst rasant gerade in den USA!), beim Austausch von Werkzeugen (Tool Libraries gibt es auch auf nicht-kommerzieller Basis), beim Austausch von Wissen ins Non-Profit-Netzwerken von der Hacks/Hackers-Bewegung bis zu den Senior Experts, die im Pensionsalter als kostenfreie Berater zur Verfügung stehen. Und natürlich bei Nachhaltigkeitsbewegungen (die Umwelt mit nachfolgenden Generationen teilen).

Über das Thema “Non-Profit-Gesellschaft” sprechen wir heute um 21 Uhr beim Digitalen Quartett.

Mit dabei sind:

Daniel DrepperDaniel Drepper, (@danieldrepper), freier Journalist. Er absolviert derzeit einen Masterstudiengang Investigative Journalism an der Columbia School of Journalism in New York und plädiert dafür, dass es viel einfacher sein sollte, Journalismus gemeinnützig zu betreiben.

 

 

Annette SchwindtAnnette Schwindt, (@schwindtpr), Autorin des Bestsellers Das Facebook Buch. Rund um das Buch betreibt Annette seit vielen Jahren ein Netzwerk bei Facebook, auf dem sich Mitglieder mit Tipps und Expertise rund um Facebook austauschen.

 

 

Karsten wenzlaffKarsten Wenzlaff, (@kasi), Gründer und Geschäftsführer des Ikosom Instituts für Kommunikation in den sozialen Medien. Karsten schrieb zum Beispiel jüngst einen Beitrag, in dem die Frage aufwarf, ob beim Modell AirBnB (Wohnungs-Sharing) der gesellschaftliche Nutzern oder Schaden überwiegt.

Eventuell kommt noch für kurze Zeit Claudia Langer, Gründerin der Nachhaltigkeitsplattform Utopia.de, dazu.

Foto: Brian / West Seattle Blog

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Zu Gast beim Digitalen Quartett | Newsroom von schwindt-pr

  2. Das Prinzip der “Little Free Library” ist mir auch hier bei uns in Frankfurt am Main aufgefallen. Auch hier das Prinzip: Wer sich ein Buch durchlesen möchte, nimmt sich einfach das Buch aus dem Regal. Und wieder kann man ein eigenes, was man bereits gelesen hat reinstellen für andere Leser.

    Eine klasse Idee!

  3. Bei dem Thema sollte man auch beachten, dass Tauschprojekte oft auch egozentrische und gesellschaftsfeindliche Tendenzen haben.
    Kauf ein Friseur beim Bäcker und der Bäcker geht später zum Friseur und zahlt, fließen Steuern an die Gemeinschaft, von denen Lehrer und Polizisten bezahlt werden.

    Tauschen Friseur und Bäcker ihre Leistungen, geht die Gemeinschaft leer aus. Was als tolles nachbarschaftliches Konzept verkauft wird, ist dann letztendlich nicht anderes als ein Steuersparprojekt.