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	<title>Medial Digital &#187; Ulrike Langer</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Sauna-Talk und HuffPo-Turbine</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 07:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: vielen Tipps zum Online-Journalismus, Ein-Jahres-Paywall-Bilanz der New York Times, einem gesprächigen Saunagast Jeff Jarvis und einem tödlichen Unfall mit einem Content-Aggegator. Zeit für Experimente Steffen Leidel beantwortet im lab Ausbildungsblog der Deutschen Welle (wird reformiert: mehr Online, weniger Radio) &#8220;fünf Statements, die in dem Reformprozess immer wieder zu hören sind und wahrscheinlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Seattle-Skyline-Header.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5410" title="Seattle Skyline Header" src="http://medialdigital.de/wp-content/Seattle-Skyline-Header.png" alt="" width="600" height="134" /></a></h4>
<h4>Diesmal mit: vielen Tipps zum Online-Journalismus, Ein-Jahres-Paywall-Bilanz der New York Times, einem gesprächigen Saunagast Jeff Jarvis und einem tödlichen Unfall mit einem Content-Aggegator.</h4>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2555">Zeit für Experimente</a></h4>
<p><strong>Steffen Leidel </strong>beantwortet im <strong>lab Ausbildungsblog der Deutschen Welle</strong> (wird reformiert: mehr Online, weniger Radio) &#8220;fünf  Statements, die in dem Reformprozess immer wieder zu hören  sind und wahrscheinlich nicht allein DW-spezifisch sind&#8221;. In der Tat dürften die Fragen und Antworten Mitarbeiter und Stratagen auch weiterer Medienhäuser interessieren (und freie Mitarbeiter auch). Ein &#8220;Best of&#8221; mit vielen Links, da Leidel und sein Kollege <strong>Marcus Bösch</strong> zu fast jedem der angesprochen Aspekte schon etwas geschrieben haben.</p>
<h4><a title="Moving away from ‘the story’: 5 roles of an online investigations team" href="http://onlinejournalismblog.com/2012/02/02/moving-away-from-the-story-5-roles-of-an-online-investigations-team/">Moving away from ‘the story’: 5 roles of an online investigations team</a></h4>
<p>Der britische Journalismus-Professor <strong>Paul Bradshaw</strong>, der seit zehn Jahren Online-Journalismus unterrichtet, will in einem Experiment herausfinden, ob zwei  Extreme im Online-Journalismus vermeidbar sind. Die Probleme: Online-Journalisten neigen entweder dazu, an ihren linearen Geschichten zu feilen, bis si sie wirklich gut sind, verlieren dabei aber online-spezifische Dimensionen wie Feedback und Verlinkungen aus dem Blick. Oder sie produzieren  kurzatmigen Häppchenjournalismus (&#8220;Churnalism&#8221;). Bradshaws Lösungsansatz: Teams zusammenstellen mit festen Rollen wie Community-Manager, Datenjournalist etc.</p>
<h4><a href="http://newsonomics.com/at-almost-400000-digital-subscribers-inside-the-new-york-times-pay-strategy-year-2/"><strong>At Almost 400,000 Subscribers, Inside the News York Times Pay Strategy, Year 2</strong></a></h4>
<p>Medienanalyst <strong>Ken Doctor</strong> hat sich die offiziellen Zahlen der <strong>New York Times</strong> nach einem Jahr Paywall angeschaut und mit Hintergrundinformationen angereichert. Eine der Erkenntnisse: Die NYT konnte gegen den Markttrend ihre für den Anzeigenumsatz wichtige gedruckte Sonntagsauflage im vergangenen Jahr steigern. Allerdings ist das Digitalabo um 60 Dollar pro Jahr günstiger, wenn man die Sonntagszeitung dazubucht, als ohne Sonntagsabo. Das ist aber nur auf den ersten Blick paradox. Dazu Doctor: &#8220;Keep the Sunday paper strong for at least several more years — and quite  likely longer — and the Times gains a fighting chance to find a <strong><a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/the-newsonomics-of-sunday-papertablet-subscriptions/">print/digital hybrid model</a> </strong>to sustain its journalism.&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.wiwo.de/ungedruckt/2012/02/05/besser-twittern-eine-studie-zeigt-welche-tweets-wirklich-ankommen/">Besser twittern: Eine Studie zeigt, welche Tweets wirklich ankommen</a></h4>
<p><strong>Sebastian Matthes </strong>gibt in seinem Blog in der Wirtschaftswoche Tipps für den Erfolg bei Twitter. Er beruft sich dabei nicht auf sein Bauchgefühl oder eigene Erfahrungen, sondern auf eine empirische Studie: Was wollen Follower wirklich lesen? Nutzwert und Humor. Killer sind Gejammer über verpasste Straßenbahnen und &#8220;Check-Ins&#8221; bei Foursquare.</p>
<h4><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1546980#/beitrag/video/1546980/Hitziger-Sauna-Talk-mit-Jeff-Jarvis"><strong>Hitziger Sauna-Talk mit Jeff Jarvis</strong></a></h4>
<p><strong>&#8220;Bauerfeind&#8221;</strong> hat sich zum Interview mit <strong>Jeff Jarvis</strong> in der Sauna getroffen. Es ist <a href="http://jakuuub.de/2010/04/14/wie-ich-mit-jeff-jarvis-in-der-sauna-sass/"><strong>nicht das erste Mal</strong></a>, dass Jarvis in der Sauna über seine Thesen plaudert, aber das erste Mal, dass eine Kamera mitlief. Die Video-Aufzeichnung ist in der ZDF-Mediathek abrufbar. Wer Jarvis&#8217; neues Buch &#8220;Public Parts&#8221; nicht kennt, erfährt von ihm eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Heiß<strong> </strong>war es allerdings <a href="https://twitter.com/#!/jeffjarvis/status/165749763931779073"><strong>nicht</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://fraupoe.wordpress.com/2012/02/03/engel-links-teufel-rechts-oder-so/">engel links, teufel rechts … oder so</a></h4>
<p>PR-Beraterin <strong>Maria Pöttering</strong>, alias &#8220;Frau Pö&#8221;, denkt nach über Facebooks Timeline/Chronik, über Googles neue Datenschutzbestimmungen und den vieldiskutierten angeblich baldigen Untergang der Netzkultur. Klare Worte.</p>
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<h4><a href="http://www.theonion.com/articles/huffington-post-employee-sucked-into-aggregation-t,27244/">&#8216;Huffington Post&#8217; Employee Sucked Into Aggregation Turbine</a></h4>
<p>Verfechter eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage werden vielleicht schadenfreudig vernehmen, dass zum ersten Mal ein Mitarbeiter der Content-saugenden <strong>Huffington Post</strong> Opfer des riesigen konzerneigenen Aggregators geworden ist. Mit Todesfolge. Nachzulesen auf dem Satireportal <strong>Onion News</strong>.</p>
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		<title>Steinzeitansichten über Zukunfts-Journalismus</title>
		<link>http://medialdigital.de/2012/01/30/steinzeitansichten-uber-zukunfts-journalismus/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 05:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es nicht so ärgerlich wäre, dass viele  Journalisten dieses ahnungslose, schludrige und an einigen Stellen auch böswillige Machwerk wohl tatsächlich für das aktuelle Standardwerk  zum Thema Journalismus halten werden, wäre es fast komisch. Ist es aber nicht.  &#8220;Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus&#8221; wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) empfohlen [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/29b2d45aef3f4f7c8ffbeeba9b3c6f10" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/versteinerte_Zeitung.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5369" title="versteinerte_Zeitung" src="http://medialdigital.de/wp-content/versteinerte_Zeitung.png" alt="" width="592" height="437" /></a></p>
<p>Wenn es nicht so ärgerlich wäre, dass viele  Journalisten dieses ahnungslose, schludrige und an einigen Stellen auch böswillige Machwerk wohl tatsächlich für das aktuelle Standardwerk  zum Thema Journalismus halten werden, wäre es fast komisch. Ist es aber nicht.  &#8220;Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus&#8221; wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) empfohlen und für eine &#8220;Bereitstellungspauschale&#8221; von nur 4,50 Euro verschickt. Es wird schon allein wegen des günstigen Preises sicher gerne bestellt werden. Dazu kommt der Nimbus &#8220;Standardwerk&#8221;, den die bpb auch dieser Neuauflage verleiht. (Hat dort eigentlich jemand die neuen Abschnitte  zum Online-Journalismus gelesen?)</p>
<p>Zumindest die das Netz betreffenden Passagen in diesem Buch sind nicht viel mehr als eine zusammengequirlte Melange aus abgedroschenen Sprüchen und Vorurteilen: Im Internet herrscht &#8220;Krieg&#8221; zwischen Journalisten und Bloggern. Die Fülle der vielen unwichtigen Informationen im Netz verwirrt und überfordert die Menschen. Debatten mit Nutzern im Netz sind sinnlos, weil größtenteils &#8220;Schwachsinn und Dampfplauderei&#8221; abgesondert wird. Konzentriertes Lesen ermöglichen nur Texte in der Zeitung, nicht solche im Netz. Wer als journalistischer Einsteiger bei einer Zeitung keinen Erfolg mit seinen Beiträgen hat, sollte es einfach bei einer Online-Redaktion probieren &#8211; dort kommt es auf Qualität nicht so sehr an. Und so weiter, und so fort.</p>
<p>Zu vielen haarsträubenden Thesen in diesem Lehrbuch (und zu seinem seltsamen Titel) haben  <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2012/01/29/schneiderraue-wenn-blinde-uber-farbe-schreiben/"><strong>Christian Jakubetz </strong></a>und <a href="http://www.peter-schumacher.net/blog/2012/01/27/die-bescheidwisser/"><strong>Peter Schumacher</strong></a> (Nachtrag: auch <a href="http://www.marcus-boesch.de/post/16414853110/zwischen-journalisten-und-bloggern-herrscht"><strong>Marcus Bösch</strong></a> und <a href="http://hschellk.tumblr.com/"><strong>Holger Schellkopf</strong></a>, stellv. Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung) das Meiste bereits treffend gesagt. Ihre Kritiken sollte jeder (angehende) Journalist, der erwägt, das Schneider/Raue Buch zu bestellen, erst einmal lesen.</p>
<p>Darüber  hinaus  sind mir noch ein paar weitere unsinnige Aussagen in diesem Buch aufgefallen.</p>
<blockquote><p>Wer in den ersten Sätzen zum Lesen verführt, wird seinen Weg im Journalismus gehen, gleich welche Technik uns nach iPad und Web4.0 noch übarraschen wird. Er ist für alle Zeiten und alle Techniken gewappnet.</p></blockquote>
<p>Ein journalistisches Lehrbuch schreiben, kann ja so einfach sein. Während der Rest der Branche mehr oder weniger intensiv darüber nachdenkt, wie sich der Journalismus verändern wird und muss, um den digitalen Wandel zu überstehen und vielleicht sogar gestärkt daraus hervorzugehen, während an Universitäten und Journalistenschulen begonnen wird, Ausbildungsgänge zu modernisieren, damit das Gelernte auch in vier oder fünf Jahren noch anwendbar ist, haben Schneider und Raue die Geheimformel längst entdeckt: Der Einstieg muss stimmen, der kleine Rest ergibt sich von ganz alleine.</p>
<blockquote><p>Doch nebenbei ist Fernsehen im Internet nicht zu machen.  Notwendig sind eine teure Kamera nebst Mikrofon und Kopfhörer, ein  Laptop mit großem Speicherplatz, ein gutes Programm zum Schneiden des  Rohmaterials, Routine und viel Zeit.</p></blockquote>
<p>Eine teure Kamera soll also notwendig sein? Da sich Schneider bekennendermaßen <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-05/wolf-schneider-blogs"><strong>Blogs nur ausdrucken lässt</strong></a>, kennt er wahrscheinlich weder <strong>Markus Hündgen</strong> noch <strong>Marcus Bösch</strong> noch <strong>Richard Gutjahr</strong> mit ihren ebenso <a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2497"><strong>kenntisreichen</strong></a> wie <a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/04/iphone-video/"><strong>nutzwertigen</strong></a> <strong><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2484">Beiträgen</a></strong> zum Thema <a href="http://videopunks.de/pages/videopunk-manifest"><strong>Videojournalismus</strong></a>.</p>
<p>Im viel zu knappen Kapitel über <strong>Podcast</strong> ist nur die Rede davon, ob gesprochene Sätze kürzer sein müssen als geschriebene. Erläuterungen zur Technik, zu Plattformen, zur Abonnierbarkeit? Fehlanzeige. Ist ja auch unnötig, wenn Podcast laut Schneider/Raue das gleiche ist wie Radio, nur dass es im Internet anders heißt.</p>
<p>Systematisch ziehen sich grammatisch falsche Verwendungen von Worten wie Twitter, Blog oder Internet-Forum durch die Online-Passagen dieses Buches. Sie wirken wie eingestreute Begriffe aus einer Fremdsprache, derer die Autoren nicht mächtig sind.</p>
<p>Rückblickend: Warum sich so viele Fehler, sprachliche Schludrigkeiten und Vorurteile in den Abschnitt über Online-Journalismus häufen, wird eigentlich schon in der Einleitung klar:</p>
<blockquote><p>Den Online-Journalismus dagegen behandeln wir als bloße Spielart des klassischen Handwerks &#8211; nur dadurch unterschieden, dass auf dem Bildschirm noch ungeduldiger gelesen wird als in der Zeitung; die letzte Zeile eines Textes erreichen die wenigsten.</p></blockquote>
<p>Das schreiben also zwei Autoren, denen nicht nur das Thema fremd ist, sondern die sich auch offensichtlich nicht wirklich damit befassen mögen, ein paar Absätze zum Online-Journalismus mal eben mit in ein Buch , damit es in der Neuauflage auch irgendwie berücksichtigt ist. Das ist wirklich arm für ein Standardwerk.</p>
<p><strong>Offenlegungen:</strong></p>
<ol>
<li>Ich habe nicht das ganze Buch gelesen, sondern nur die Passagen, die man bei Amazon in der Digitalbuchausgabe von Rowohlt frei lesen kann. Das sind die ersten drei Kapitel (&#8220;Einleitung&#8221;, &#8220;Die journalisten&#8221; und &#8220;Online-Journalismus&#8221;). Den Rest des Buches kann ich nicht beurteilen. Die E-Book-Ausgabe mit anderem Cover kostet übrigens mit 14,99 € mehr als das Dreifache als bei der bpb.</li>
<li>Ich bin Co-Herausgeberin des Buches &#8220;Universalcode&#8221; und deshalb nicht unbefangen. Unser Buch ist ein Nonprofit-Projekt. Ich hätte allerdings auch ohne Beteiligung am &#8220;Universalcode&#8221; meinem Ärger über das Buch von Schneider/Raue Raum gegeben &#8211; das sehe ich genauso wie Christian Jakubetz.</li>
<li>Paul-Josef Raue kenne ich nicht persönlich, Wolf Schneider bin ich einmal begegnet. Das war im Januar 1993, beim traditionellen Kaminabend mit Wolf Schneider im Rahmen meines vierwöchigen Kompaktkurses für Volontäre an der Hamburger Akademie für Publizistik. Schneider hat der Abend damals mit Sicherheit ebenso wenig gefallen wie uns Volos. Wir fühlten uns von oben herab belehrt, er fand uns &#8220;aufsässig&#8221; (er benutzte tatsächlich dieses Wort), weil wir es wagten, ihm kritische Fragen zu stellen. Seitdem betrachte ich Publikationen von Wolf Schneider mit vorsorglicher Skepsis.</li>
</ol>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Was macht eigentlich Julian Assange?</title>
		<link>http://medialdigital.de/2012/01/20/linktipps-vom-pazifik-was-macht-eigentlich-julian-assange/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 05:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Julian Assange: The Rolling Stone Interview Beim Wort &#8220;Hausarrest&#8221; (juristisch) kommt einem dieser Tage wohl als erstes der unglückselige Kapitän der &#8220;Concordia&#8221; in den Sinn. Aber was ist mit dem anderen Zeitgenossen, dessen Hausarrest nun schon mehr als ein Jahr dauert und um den es ziemlich still geworden ist? Wer sich fragt, was Julian Assange [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Jon-Stewart-SOPA.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5357" title="Jon Stewart SOPA" src="http://medialdigital.de/wp-content/Jon-Stewart-SOPA.png" alt="" width="410" height="250" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.rollingstone.com/politics/news/julian-assange-the-rolling-stone-interview-20120118">Julian Assange: The Rolling Stone Interview</a></h4>
<p>Beim Wort &#8220;Hausarrest&#8221; (juristisch) kommt einem dieser Tage wohl als erstes der unglückselige Kapitän der &#8220;Concordia&#8221; in den Sinn. Aber was ist mit dem anderen Zeitgenossen, dessen Hausarrest nun schon mehr als ein Jahr dauert und um den es ziemlich still geworden ist? Wer sich fragt, was <strong>Julian Assange</strong> den ganzen Tag lang treibt und wie er heute zum Projekt Wikileaks steht, sollte dieses lange und bemerkenswerte Interview lesen, das Assange dem Magazin Rolling Stone gegeben hat.</p>
<h4><a href="http://pogue.blogs.nytimes.com/2012/01/19/put-down-the-pitchforks-on-sopa/?ref=personaltechemail&amp;nl=technology&amp;emc=cta1">Put Down the Pitchforks on SOPA</a></h4>
<p>New York Times-Kolumnist <strong>David Pogue</strong> mit einem ausgewogen-kritischen Beitrag zum Aufregerthema &#8220;Stop Online Piracy Act&#8221; (SOPA). Pogue gibt zu bedenken, dass im Proteststrom auch jene mitschwimmen, um deren Interessen es nicht gehen sollte: Die Verfechter eines vermeintlichen Rechts auf kostenlose Verbreitung urheberrechtlich geschützlicher Inhalte. Außerdem sehenswert: <a href="http://www.thedailyshow.com/watch/wed-january-18-2012/ko-computer"><strong>Jon Stewarts Meinung zu SOPA </strong></a>, ein <a href="http://www.fightforthefuture.org/pipa"><strong>Animationsfilm</strong></a> der Organisation Fight for the Future und vor allem der <a href="http://www.ted.com/talks/defend_our_freedom_to_share_or_why_sopa_is_a_bad_idea.html"><strong>Ad-hoc-TED-Vortrag von Clay Shirky</strong></a> (auf den ich aber schon <a href="http://medialdigital.de/2012/01/18/clay-shirkys-furioser-ted-vortrag-gegen-sopa/"><strong>hingewiesen</strong></a> habe).</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2012/01/the-newsonomics-of-signature-content/">The newsonomics of signature content</a></h4>
<p><strong>Ken Doctor </strong>fordert Medienunternehmer dazu auf, zu analysieren, was sie einzigartig macht, um funktionierende Geschäftsmodelle für das Netz zu entwickeln. Für viele Medien sind das laut Doctor weniger die Nachrichten (größtenteils austauschbar), sondern die Journalisten: &#8220;<strong>Newspapers have long believed that it wasn’t any one or a half-dozen  names that sold the paper. They’ve believed the news itself was the  star, and the daily information report was the brand. </strong>That may be still  be true of the Times, the Journal, the Financial Times, the Guardian,  and a handful of other national/global news organizations — all of which  have substantial, multi-hundred newsrooms that produce branded, unique  products. It’s less true of regional and local dailies, many of which  still present too much commoditized news in national, business,  entertainment, and sports coverage, and have bid goodbye to many faces  familiar to readers.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.shirky.com/weblog/2012/01/newspapers-paywalls-and-core-users/">Newspapers, Paywalls, and Core Users</a></h4>
<p><strong>Clay Shirky</strong> analysiert in diesem schon zwei Wochen alten, aber natürlich noch immer sehr lesenswerten Beitrag, <strong>warum die Einheits-Paywall für alle nicht funktionieren kann</strong>. Es geht nämlich nicht vorrangig darum, Inhalte an zahlende Kunden zu verkaufen, sondern die treuesten Leser für eine Dankbarkeitsprämie zu gewinnen: &#8220;the people who hit the threshold and then hand over money  are, almost by definition, people who regard the paper not just as an  occasional source of interesting articles, but as an essential  institution, one whose continued existence is vital no matter what  today’s offerings are.&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/01/die-arbeit-der-zukunft-ist-vernetzt/">Die Arbeit der Zukunft ist vernetzt</a></h4>
<p>Ein schöner  Filmbeitrag von <strong>Julius Endert</strong> für das ZDF-Hyperland-(Blog) darüber, wie Freiberufler und Wissensarbeiter oft schon heute arbeiten und künftig immer häufiger auch Angestellte in anderen Berufen arbeiten werden: vernetzt. In diesem Zusammenhang  immer erwähnenswert ist ein älterer Multimediabeitrag von 2470media  (detailliert, viele Beispiele): Der Klassiker <a href="http://www.2470media.eu/projekte.79.de.html?tfs[video]=6"><strong>Digitale Nomaden</strong></a>.</p>
<h4><a title="19 free ebooks on journalism (for your Xmas Kindle)" href="http://onlinejournalismblog.com/2012/01/09/19-free-ebooks-on-journalism-for-your-xmas-kindle/">19 free ebooks on journalism (for your Xmas Kindle)</a></h4>
<p>Jede Menge <strong>freie englischsprachige Ressourcen</strong> zum Thema digitaler Journalismus. Die meisten sind im pdf-Format und damit keineswegs nur für den Kindle geeignet.</p>
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var flattr_dsc = 'Julian Assange: The Rolling Stone Interview Beim Wort &#8220;Hausarrest&#8221; (juristisch) kommt einem dieser Tage wohl als erstes der unglückselige Kapitän der &#8220;Concordia&#8221; in den Sinn. Aber was ist mit dem anderen Zeitgenossen, dessen Hausarrest nun schon mehr als ein Jahr dauert und um den es ziemlich still geworden ist? Wer sich fragt, was Julian Assange [...]';
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		<title>Clay Shirkys furioser TED-Vortrag gegen SOPA</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 20:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der New Yorker Internetvordenker Clay Shirky hat in der Reihe TED Salon einen Vortrag gehalten, in welchem er ebenso anschaulich wie eindringlich erläutert, warum der in den USA derzeit heftig umstrittene Gesetzesentwurf SOPA (Stop Online Piracy Act) geeignet ist, das Internet, wie wir es kennen zu zerstören. Die wahrscheinlichen Auswirkungen von SOPA gehen weit über [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Der New Yorker Internetvordenker Clay Shirky hat in der Reihe TED Salon einen Vortrag gehalten, in welchem er ebenso anschaulich wie eindringlich erläutert, warum der in den USA derzeit heftig umstrittene Gesetzesentwurf SOPA (Stop Online Piracy Act) geeignet ist, das Internet, wie wir es kennen zu zerstören. Die wahrscheinlichen Auswirkungen von SOPA gehen weit über die Kollateralschäden hinaus, die Ursula von der Leyens Netzsperren verursacht hätten und wären zudem global spürbar. Es lohnt sich unbedingt, sich Shirkys knapp 14minütigen Vortrag anzuschauen:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="526" height="374" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2012S/Blank/ClayShirky_2012S-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ClayShirky_2012S-embed.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=1329&amp;lang=en&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=defend_our_freedom_to_share_or_why_sopa_is_a_bad_idea;year=2012;theme=master_storytellers;theme=media_that_matters;event=TEDSalon+NY2012;tag=Business;tag=Technology;tag=creativity;tag=media;tag=politics;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="526" height="374" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" flashvars="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2012S/Blank/ClayShirky_2012S-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ClayShirky_2012S-embed.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=1329&amp;lang=en&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=defend_our_freedom_to_share_or_why_sopa_is_a_bad_idea;year=2012;theme=master_storytellers;theme=media_that_matters;event=TEDSalon+NY2012;tag=Business;tag=Technology;tag=creativity;tag=media;tag=politics;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" bgcolor="#ffffff" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Außerdem lesenswert:</p>
<ul>
<li>Cory Doctorows Essay bei BoingBoing: <a href="http://boingboing.net/2012/01/10/lockdown.html"><strong>&#8220;Lockdown: The coming war on general-purpose computing&#8221;</strong></a> (Dieser Link wird allerdings erst wieder nach dem Ende des freiwilligen 24stündigen Prostest-Blackout gegen SOPA funktieren, dem sich BoingBoing angeschlossen hat.)</li>
<li>Jeff Jarvis&#8217; Zusammenstellung von Zitaten und Links per Storify: <a href="http://storify.com/jeffjarvis/murdoch-doesn-t-understand-links"><strong>&#8220;Murdoch doesn&#8217;t understand links&#8221;</strong></a>.</li>
</ul>
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		<title>Merry Christmas and a Happy New Year!</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 04:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir tun ja vieles, um uns den örtlichen Gebräuchen hier im äußersten Nordwesten der USA anzupassen (was nicht weiter schwer fällt). Aber mit den prachtvollen Weihnachtsdekorationen ringsherum können wir einfach nicht mithalten. Deshalb gibt es als weihnachtliche Impression diesmal einen kleinen Streifzug durch die festliche beleuchtete Nachbarschaft im wunderschönen historischen Admiral-Viertel von West Seattle. Enjoy! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Wir tun ja vieles, um uns den örtlichen Gebräuchen hier im äußersten Nordwesten der USA anzupassen (was nicht weiter schwer fällt). Aber mit den prachtvollen Weihnachtsdekorationen ringsherum können wir einfach nicht mithalten. Deshalb gibt es als weihnachtliche Impression diesmal einen kleinen Streifzug durch die festliche beleuchtete Nachbarschaft im wunderschönen historischen Admiral-Viertel von West Seattle. Enjoy! Frohe Weihnachten wünsche ich Euch / Ihnen allen und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5330" title="Xmas2" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas2.png" alt="" width="588" height="439" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas7.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5335" title="Xmas7" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas7.png" alt="" width="587" height="438" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas4.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5332" title="Xmas4" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas4.png" alt="" width="587" height="439" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/XMas1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5329" title="XMas1" src="http://medialdigital.de/wp-content/XMas1.png" alt="" width="588" height="440" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas5.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5333" title="Xmas5" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas5.png" alt="" width="584" height="438" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas6.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5334" title="Xmas6" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas6.png" alt="" width="586" height="438" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5331" title="Xmas3" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas3.png" alt="" width="587" height="439" /></a></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas9.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5339" title="Xmas9" src="http://medialdigital.de/wp-content/Xmas9.png" alt="" width="586" height="439" /></a></p>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Die FON-Bewegung wehrt sich</title>
		<link>http://medialdigital.de/2011/12/09/linktipps-vom-pazifik-die-fon-bewegung-wehrt-sich/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 06:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zukunft des Journalismus: Reformation statt Revolution Lorenz Matzat fasst bei Netzpolitik die verschiedenen Standpunkte einer leidenschaftlichen US-Debatte um die Zukunft des Journalismus zusammen. Was war passiert? Der Journalist Dean Starkman griff vor einigen Tagen in einem langen Beitrag für für Columbia Journalism Review die Vertreter der von ihm so getauften &#8220;Future of News&#8221;-Bewegung (FON) scharf. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://gigaom.com/2011/12/02/the-nyt-tries-to-get-its-readers-to-level-up/#"></a><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Future-of-Journalism.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-5316" title="Future of Journalism" src="http://medialdigital.de/wp-content/Future-of-Journalism-300x177.png" alt="" width="300" height="177" /></a></h4>
<h4><a href="http://netzpolitik.org/2011/zukunft-des-journalismus-reformation-statt-revolution/">Zukunft des Journalismus: Reformation statt Revolution</a></h4>
<p><strong>Lorenz Matzat </strong>fasst bei Netzpolitik die verschiedenen <strong>Standpunkte einer leidenschaftlichen US-Debatte um die Zukunft des Journalismus </strong>zusammen. Was war passiert? Der Journalist <strong>Dean Starkman</strong> griff vor einigen Tagen in einem <a href="http://www.cjr.org/essay/confidence_game.php?page=all"><strong>langen Beitrag</strong></a> für für Columbia Journalism Review die Vertreter der von ihm so getauften &#8220;Future of News&#8221;-Bewegung (FON) scharf. Die FON-Apologeten Clay, Shirky, Jeff Jarvis, Jay Rosen (und die weiteren üblichen Verdächtigen) würden lieber blind auf eine ungewisse publizistische Zukunft ohne traditionelle Institutionen setzen als auf den Erhalt ebenjener bewährter Institutionen. Von allen Repliken, auf die Lorenz Matzat verlinkt, ist die <a href="http://www.shirky.com/weblog/2011/12/institutions-confidence-and-the-news-crisis/"><strong>furiose Erwiderung von Clay Shirky</strong></a> am lesenswertesten. Man sollte sie unbedingt lesen (allerdings ist Shirkys Webseite vorübergehend nicht aufrufbar, evtl. später probieren).<br />
<a href="http://gigaom.com/2011/12/02/the-nyt-tries-to-get-its-readers-to-level-up/#"><br />
</a></p>
<h4><a href="http://gigaom.com/2011/12/02/the-nyt-tries-to-get-its-readers-to-level-up/">The NYT tries to get its readers to ‘level up’</a></h4>
<p><strong>Matthew Ingram</strong> von GigaOm berichtet über <strong>das neue Kommentarsystem der New York Times</strong>. Dabei werden Kommentare von Leser, deren bisherige Kommentare keinen Grund zur Beanstandung gaben, künftig ohne Umweg über die Moderationsschleife freigeschaltet. Kommentare können in Themensträngen dargestellt werden um Bezüge deutlich zu machen. Un der wichtigste Punkt: Man braucht ein FacebookProfil um kommentieren zu können. Letzeres erregte den Zorn vieler Nutzer. Es zeigt aber auch, wie Ingram einen Kommentator zitiert, <strong>wie sehr Facebook zu einem Standardwerkzeug der Internetnutzung geworden ist</strong>. Jedenfalls ist das NYT Modell einen Versuch wert. <strong>Auch hierzulande wird noch nach praktikablen Modellen zwischen zu restriktivem Moderieren einerseits und drohender Troll-Vermüllung andererseits gesucht. </strong>Die Öffnung der Kommentarspalten nur tagsüber an Wochentagen, wie es die Süddeutsche Zeitung im Netz praktiziert, kann jedenfalls nicht der Stein der Weisen sein.</p>
<h4><a href="http://www.ajr.org/Article.asp?id=5209">The Naked Retweet Dilemma</a></h4>
<p>In der amerikanischen Journalismusszene ist <strong>ein Disput darüber entbrannt, ob sich Journalisten mit einer Kurzmeldung bei Twitter gemein machen, wenn sie ihn kommentarlos wiederholen (retweeten)</strong>. Im US-Journalismus gilt strikte Neutralität seit jeher als hohes Gut (Berichte und Leitartikel, bzw. Kommentare erscheinen in den Zeitungen deshalb grundsätzlich auf verschiedenen Seiten. Äußerst rigide Statuten hat die Nachrichtenagentur AP ihren Redakteuren auferlegt. Doch jetzt sich auch der Oregonian aus Portland zu den Hardlinern gesellt. <strong>&#8220;Nackte&#8221; Retweets ohne redaktionelle Einordnung oder Distanzierung sind nicht mehr erlaubt.</strong> Zu den Kritikern der neuen Regeln gehört u.a. der Journalismusprofessor und Autor <strong>Dan Gillmor</strong> (&#8220;We the people&#8221;). Diskussionen über angemessenes Verhalten im sozialen Netz sind wichtig, sagt Gillmor, aber <strong>feste Regeln sollte es in einer Redaktion so wenige wie möglich geben. &#8220;Sie hemmen die Möglichkeiten für Journalisten mit den Nutzern zu kommunizieren.&#8221;</strong> Mehr dazu auf der Webseite des American Journalism Review (s. Überschriftenlink).</p>
<h4><a href="http://infosthetics.com/archives/2011/12/amanda_cox_talks_about_developing_infographics_at_the_new_york_times_graphics.html">Amanda Cox Talks about Developing Infographics at the New York Times</a></h4>
<p>Die Programmiererin <strong>Amanda Cox</strong>, die zum <strong>Infografikteam der New York Times</strong> gehört, ist weniger für brillante Reden als für ihre <a href="http://www.nytimes.com/interactive/business/buy-rent-calculator.html"><strong>brillanten</strong></a> <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2010/11/13/weekinreview/deficits-graphic.html"><strong>interaktiven</strong></a> <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2009/11/06/business/economy/unemployment-lines.html"><strong>Datenvisualisierungen</strong></a> bekannt. Jess 3 hat jetzt mehrere Videos mit öffentlichen Auftritten von Amanda Cox zusammengestellt. Teilweise schwer verständlich (nicht inhaltlich, sondern weil Amanda Cox vieles vernuschelt), aber lohnenswert. Wer sich die Mühe lieber nicht machen möchte &#8211; hier ist ein <a href="http://www.slideshare.net/openjournalism/amanda-cox-visualizing-data-at-the-new-york-times"><strong>Link </strong></a> zu einigen interessanten <strong>Vortragsfolien</strong> von Amanda Cox.</p>
<p><em>Illustration:<a href="http://josephine-poon.blogspot.com/2011/05/future-of-journalism.html"> Wordle / Josephine Poon</a></em></p>
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		<title>Wie junge Menschen Medien nutzen &#8211; Folien für die Jugendarbeit</title>
		<link>http://medialdigital.de/2011/11/25/wie-junge-menschen-medien-nutzen-folien-fur-die-jugendarbeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 23:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digitales Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendmedienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzungswandel]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Führungskräftetagung des Kreisjugendrings München habe ich am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Wandel des Mediennutzungsverhaltens / Wie Jugendliche Medien nutzen gehalten. Dies sind die Folien dazu. Wie immer: Ansehen und Durchblättern hier, Download (mit funktionierenden Links) direkt bei Slideshare. Kreisjugendring Workshop View more presentations from Ulrike Langer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Im Rahmen der Führungskräftetagung des Kreisjugendrings München habe ich am Donnerstag einen Vortrag zum Thema Wandel des Mediennutzungsverhaltens / Wie Jugendliche Medien nutzen gehalten. Dies sind die Folien dazu. Wie immer: Ansehen und Durchblättern hier, Download (mit funktionierenden Links) direkt bei <a href="http://http://www.slideshare.net/mauisurfer/kreisjugendring-workshop"><strong>Slideshare</strong></a>.</p>
<div id="__ss_10314477" style="width: 510px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Kreisjugendring Workshop" href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/kreisjugendring-workshop" target="_blank">Kreisjugendring Workshop</a></strong> <object id="__sse10314477" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="510" height="426" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=kreisjugendringworkshop-111124165913-phpapp02&amp;stripped_title=kreisjugendring-workshop&amp;userName=mauisurfer" /><param name="name" value="__sse10314477" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse10314477" type="application/x-shockwave-flash" width="510" height="426" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=kreisjugendringworkshop-111124165913-phpapp02&amp;stripped_title=kreisjugendring-workshop&amp;userName=mauisurfer" name="__sse10314477" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="padding: 5px 0 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/" target="_blank">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer" target="_blank">Ulrike Langer</a></div>
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		<title>Mit Daten Geschichten erzählen: Folien zum Workshop in Wien</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 11:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gemeinsam mit Sascha Venohr, Entwicklungsredakteur bei Zeit Online, habe ich am 18.11.2011 ein Übersichtsseminar mit praktischen Übungen zum Thema Datenjournalismus gegeben. Der Workshop wurde vom österreichischen Forum Journalismus und Medien gemeinsam mit der Schweizer Journalistenschule MAZ veranstaltet und fand bei der Nachrichtenagentur APA in Wien statt. Dies sind die Folien zum Workshop. Enjoy! (Download per [...]]]></description>
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<div id="__ss_10252166" style="width: 510px;">Gemeinsam mit Sascha Venohr, Entwicklungsredakteur bei Zeit Online, habe ich am 18.11.2011 ein Übersichtsseminar mit praktischen Übungen zum Thema Datenjournalismus gegeben. Der Workshop wurde vom österreichischen Forum Journalismus und Medien gemeinsam mit der Schweizer Journalistenschule MAZ veranstaltet und fand bei der Nachrichtenagentur APA in Wien statt. Dies sind die Folien zum Workshop. Enjoy! (Download per Klick auf die rote Überschrift über den Folien).</div>
<div style="width: 510px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Datenjournalismus Workshop am fjum" href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/datenjournalismus-workshop-am-fjum" target="_blank">Datenjournalismus Workshop am fjum</a></strong> <object id="__sse10252166" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="510" height="426" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=datenjournalismuswien-111121051332-phpapp02&amp;stripped_title=datenjournalismus-workshop-am-fjum&amp;userName=mauisurfer" /><param name="name" value="__sse10252166" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse10252166" type="application/x-shockwave-flash" width="510" height="426" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=datenjournalismuswien-111121051332-phpapp02&amp;stripped_title=datenjournalismus-workshop-am-fjum&amp;userName=mauisurfer" name="__sse10252166" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<div id="__ss_10252166" style="width: 510px;">
<div style="padding: 5px 0 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/" target="_blank">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer" target="_blank">Ulrike Langer</a></div>
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		<title>Colonista &#8211; Multimedia-Storytelling in Köln</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 07:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Colonista ist eine neue Multimedia-Webseite, die soeben gestartet ist. Entwickelt wurde das Angebot von zwei Kölner Journalisten: Mirko Lorenz und Jan Meier. Mirko arbeitet als freier Mitarbeiter bei der Deutschen Welle und als Medientrainer, Jan ist nach einem Volontariat an der RTL-Journalistenschule mittlerweile Sportkoordinator des RTL-Frühstückfernsehens. Colonista soll eine Plattform für die Präsentation und Weiterentwicklung [...]]]></description>
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			</a>
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<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/f916e1443e5c46aba5097ed2ca5d860b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Colonista1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5283" title="Colonista" src="http://medialdigital.de/wp-content/Colonista1.jpg" alt="" width="571" height="361" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.colonista.de"><strong>Colonista</strong></a> ist eine neue Multimedia-Webseite, die soeben gestartet ist. Entwickelt wurde das Angebot von zwei Kölner Journalisten: <strong>Mirko Lorenz</strong> und <strong>Jan Meier</strong>. Mirko arbeitet als freier Mitarbeiter bei der Deutschen Welle und als Medientrainer, Jan ist nach einem Volontariat an der  RTL-Journalistenschule mittlerweile Sportkoordinator des RTL-Frühstückfernsehens.</p>
<p>Colonista soll eine Plattform für die Präsentation und Weiterentwicklung journalistischer Formate bieten. Zum Start gibt es erst einmal vier Beiträge &#8211; drei über originelle Kölner Kleinunternehmen und einen über die lokale  Motorrollerszene, in den nächsten Monaten sollen weitere Filme folgen. Aber auch Foto- und Daten-Journalismus sollen bei Colonista künftig umgesetzt werden.</p>
<p>Anleihen beim mehrfach preisgekrönten Multimedia-Format <a href="http://www.nytimes.com/packages/html/nyregion/1-in-8-million/"><strong>One in 8 Million</strong></a> der &#8220;New York Times&#8221; sind unverkennbar, allerdings wirken die Beiträge bei Colonista wärmer und verspielter. Sie sind in Farbe aufgenommen, enthalteten teilweise auch kleinere Bewegtbildszenen und sie sind musikalisch untermalt.</p>
<p>Unmittelbar vor Start der Plattform hab ich Mirko einige Fragen zu Colonista gestellt:</p>
<p><strong>Habt Ihr Filmen gelernt oder seid Ihr Autodidakten?</strong></p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Mirko_Lorenz_Bild.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5281" title="Mirko_Lorenz_Bild" src="http://medialdigital.de/wp-content/Mirko_Lorenz_Bild-225x283.jpg" alt="" width="225" height="283" /></a>Teils, teils. Ich habe Filmen nicht gelernt, mir kommt aber die Technik entgegen: Was früher unglaublich teuer gewesen wäre, ist heute erschwinglich. Wichtiger ist, dass man sich mit der Wirkung von Formaten beschäftigt. Bei Jan Meier ist es anders, als RTL-Volontär kennt er sich deutlich besser aus mit Kamera und Schnitt. Im Feld &#8220;Storytelling&#8221;, um das es bei Colonista ja vor allem geht,  sind wir beide Autodidakten. Hochmotivierte Autodidakten sollte man dazu sagen. Denn die <a href=" http://thisismadebyhand.com/film/the_knife_maker "><strong>vereinzelten</strong></a> <a href="http://vimeo.com/18624866"><strong>Spitzenfilme</strong></a>, die man im Web ab und an findet und so nur im Web funktionieren, sind unserer Meinung nach Vorboten eines künftig weiter wachsenden, audiovisuell geprägten Multimedia-Web.</p>
<p><strong>Welche Technik benutzt ihr?</strong></p>
<p>Wir benutzen DSLR Kameras, nicht unbedingt die besonders teuren. Ich habe fast ein Jahr lang die einschlägigen Seiten durchforstet und natürlich kam dabei eine Super-Equipment-Liste im Wert von mehreren tausend Euro raus. Am Ende aber siegte die Vernunft und der Kontostand: Ich habe jetzt ein hochtransportables Prosumer-Equipment: Ordentliches Stativ und eine Panasonic GH2. Die filmt selbst im Wartesaal ohne Zusatzlicht in HD und passt in ein Herrentäschchen. Wichtig ist für uns vor allem guter Ton. Die Bilder dürfen zur Not auch mal schwach sein, aber da unsere Protagonisten ja erzählen sollen, frickeln wir im Moment am meisten an der Tonaufnahme. Insgesamt aber ist unsere Ausstattung wirklich erschwinglich. Für die Produktion kommt Soundslides zum Einsatz und bei den aktuellen Projekten auch zunehmend ein Videoschnittprogramm um künftig auch den HD-Look nutzen zu können. Jan arbeitet mit der Canon 550D und hat anfangs auf imovie geschnitten, ist aber mittlerweile auf Final Cut umgestiegen.</p>
<p><strong>Wie entstand die Idee zu Colonista?</strong></p>
<p>2008 habe ich per Zufall die <a href="http://www.mediastorm.com"><strong>Mediastorm-Seite</strong></a> gefunden und war begeistert. Ich bin es immer noch. Wir sind sogar nach New York gefahren, <strong><a href="www.youtube.com/watch?v=sjCHQy52tFU">um Brian Storm persönlich kennen zu lernen</a></strong> (alles in meinem Hauptjob in der Innovationsabteilung der Deutschen Welle). Seitdem glaube ich, dass &#8220;Multimedia Storytelling&#8221; viele, viele Möglichkeiten für Journalisten bietet. Seit zwei Jahren führe ich Seminare zu Crossmedia/Multimedia bei verschiedenen Institutionen wie der Akademie Berufliche Bildung der Deutschen Zeitungsverlage (ABZV), bei der DW Akademie und anderswo durch. Daher ist Colonista schlicht &#8220;practice what you preach&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Hairdresser_on_fire.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5279" title="Hairdresser_on_fire" src="http://medialdigital.de/wp-content/Hairdresser_on_fire.jpg" alt="" width="562" height="280" /></a></p>
<p>Jan und ich haben uns wiederum 2010  an der RTL Journalistenschule kennengelernt. Jan war genauso begeistert, hatte aber einen unbestreitbaren Einwand: Wo kann man solche Formate denn tatsächlich realisieren? In den großen Portalen gehen die leisen Töne unter, ein oder zwei Soundslides verschwinden da einfach. Die ganz großen Themen und Auslandsreportagen können wir hier vor Ort auch nicht machen. Daraus ist dann erst die Colonista-Idee entstanden: Multimedia-Storytelling eingebettet in ein für eine bestimmte Zielgruppe verständliches Format. Der lokale Bezug ist da fast zufällig &#8211; er lag einfach nahe. Dann hatten wir Glück, dass die Colonista.de Domain tatsächlich noch frei war.</p>
<p>Die Themen, die wir bei Colonista abdecken wollen, drehen sich am Ende um einen Aspekt, der auch andere Webfilme antreibt: Es gibt eine Nachfrage nach interessanten, tiefer gehenden Beiträgen, nach einer Ästhetik, die sich abhebt von allem, was man im klassischen Fernsehen sieht. Geschichten vom Leben, Geschichten auch vom Überleben. Draußen ist vieles so verwirrend, dass eine Geschichte über eine Friseurin aus Nippes interessant ist, wenn die etwas zu erzählen hat. &#8220;Hairdresser on Fire&#8221;, eine der ersten Stories bei Colonista, ist genau das.</p>
<p><strong>Du bist ja eigentlich Fachjournalist und Medienberater. Wie passt eine lokale Plattform in Dein Portfolio? Oder möchtest Du bewusst auch mal ganz etwas anderes machen?</strong></p>
<p>Ich habe wie viele andere Journalisten sehr früh mit diesem Beruf angefangen und mich über lokale, regionale Zeitungen allmählich rein gearbeitet. Als ich mich 1995 selbständig gemacht habe, war das schon von denselben Wünschen und Zielen getrieben wie heute auch: Ich will gute, wirkungsvolle Geschichten erzählen. Nicht mehr, nicht weniger. In den letzten vier Jahren, seit ich als Freier bei der Deutschen Welle bin, wurde eigentlich immer deutlicher das Qualität, gute Geschichten und eine Stärkung des einzelnen Journalisten in seinen Möglichkeiten der vielleicht beste Beitrag zur Zukunft des Journalismus ist. Das interessiert mich, da kenne ich mich aus und das ist das Feld, in dem ich bleiben und besser werden möchte. Durch Colonista haben wir uns jetzt ein eigenes Spielfeld geschaffen, um diesem Bemühen um Qualität einen Rahmen zu geben.</p>
<p>Und: Ich lebe mittlerweile länger in Köln als irgendwo sonst. Die Geschichten liegen vor der Haustür &#8211; die bisherige Erfahrung war mehr als positiv: Man geht als Macher ganz anders durch die eigene Stadt, wenn man ein solches Format im Rücken hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Scooterboys.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-5285" title="Scooterboys" src="http://medialdigital.de/wp-content/Scooterboys.jpg" alt="" width="562" height="280" /></a></strong></p>
<p><strong><strong>Plant Ihr Kooperationen?</strong></p>
<p></strong>Im Moment nicht. Erst einmal sollte unser Format wirklich professionelle Ansprüche erfüllen. Außerdem steht ja noch die Frage im Raum, ob das überhaupt irgendjemanden interessiert. Wir haben nichts gegen Kooperationen, wollten aber gerade zum Start maximale Kontrolle ausüben. Jetzt ist erst einmal ein Jahr üben, üben, üben angesagt. In einem großen, hektischen Portal würden unsere Filmchen einmal durch den Wolf gedreht, danach verschwinden. Das ist ja aktuell für alle in diesem Segment ein Problem: Bei YouTube oder Vimeo finden sich ja vereinzelt zum Niederknien schöne Beispiele, aber es fehlt an festen Anlaufpunkten. Im Moment ist es viel zu kompliziert und langwierig, die besseren Beiträge zu finden.</p>
<p><strong><strong>Habt Ihr Tipps für Multimedia-Aspiranten, die so etwas auch in anderen Städten starten wollen?</strong></p>
<p></strong>Das allerwichtigste ist eine gute Kenntnis und auch Erfahrung mit dem Storytelling-Prozess. Viele vertrauen zu sehr auf „Tools“ und vergessen darüber das Handwerk. Aus der Struktur ergibt sich alles andere, die Ästhetik, die Bilder und der Rhythmus. Themen gibt es genug. Man braucht Menschen, die etwas zu erzählen haben und einen Konflikt spürbar machen. Das gelingt nicht immer, ist aber in zwei Sätzen das ganze Prinzip. Wer sich daran hält, kann auch einen Film über den Nachbarn machen und damit den Punkt treffen. Und man braucht Geduld und darf nicht verzweifeln, wenn das Schnittprogramm nicht gleich so will, wie man selbst. Oder wenn die Bilder nicht gleich so aussehen wie beim „Sartorialist“.Am Anfang ist der Aufwand für jeden Beitrag enorm. Aber am Ende zählt im Web das Gleiche wie überall: Ist es eine gute Geschichte?</p>
<p><strong><strong>Soll Colonista ein Projekt von Euch beiden sein oder eine offene Plattform für Webfilme über Kölnthemen?</strong></p>
<p></strong>Das wissen wir noch nicht. Bisher haben wir alles selbst gemacht &#8211; Name, auch das Logo, Server, die Webseite, die auf einem Wordpress-Theme aufbaut, und so weiter. Das war für uns beide eine ziemliche Lernkurve und so manches Wochenende verschlungen, hat aber einen Wert an sich. Auf Dauer würden wir gern mit anderen zusammen arbeiten. Gerade jetzt sind wir aber einfach mal glücklich, dass Colonista am Start ist.</p>
<p><em>Bloglesern, welcher dieser Beitrag gefallen hat, interessierten sich auch für mein <a href="http://http://medialdigital.de/2011/08/11/daniel-nauck-mischformen-sind-unser-markenzeichen/">Interview mit Daniel Nauck</a> von <a href="http://www.2470media.eu/index.82.de.html">2470media</a>, einem Produktionsstudio für journalistische Multimedia-Reportagen.</em></p>
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		<title>Digitale Selbstvermarktung &#8211; Folien zum Convention Camp</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 15:38:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beim Convention Camp in Hannover hatte ich gestern die Ehre in der gleichen Zeitschiene wie Frank Schätzing mit einem Workshop antreten zu dürfen &#8230; Um so mehr habe ich mich gerfreut, dass sich doch genügend  Teilnehmer für das Thema Zukunft des Journalismus interessierten. Eines vorweg: Das Thema musste ich natürlich eingrenzen. In diesem Workshops ging [...]]]></description>
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<p>Beim <a href="http://www.conventioncamp.de/programm/sessions"><strong>Convention Camp</strong></a> in Hannover hatte ich gestern die Ehre in der gleichen Zeitschiene wie Frank Schätzing mit einem Workshop antreten zu dürfen &#8230; Um so mehr habe ich mich gerfreut, dass sich doch genügend  Teilnehmer für das Thema Zukunft des Journalismus interessierten. Eines vorweg: Das Thema musste ich natürlich eingrenzen. In diesem Workshops ging es vor allem darum, wie sich Journalisten (und andere Wissensarbeiter) im Netz künftig präsentieren und vermarkten sollten. Die Folien dazu sind hier eingebettet und sie können bei Slideshare auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.</p>
<div id="__ss_10076788" style="width: 425px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Zukunft des Journalismus - Convention Camp Hannover 2011" href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/zukunft-des-journalismus-convention-camp-hannover-2011" target="_blank">Zukunft des Journalismus &#8211; Convention Camp Hannover 2011</a></strong></p>
<div style="padding: 5px 0 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/" target="_blank">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer" target="_blank">Ulrike Langer</a></div>
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