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	<title>Medial Digital &#187; Social Media Marketing</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>DAX 30 Unternehmen: Social Media ohne Vorstände</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 05:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine interessante Studie hat die Agentur Deutsche Markenarbeit soeben präsentiert. Die Kernaussage: &#8220;Die DAX Unternehmen sind in der Social Media Welt angekommen. Ihre Vorstände nicht.&#8221; Demnach sind alle DAX 30 Unternehmen auf einer oder mehreren Social Media Plattformen präsent und sie planen, ihre Budgets dafür weiter auszubauen. Allerdings ist das soziale Netz in den Großunternehmen [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/10f92cc6bc0c4fa1ad9a3fdb67dfdbc9" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Personal-Media.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5116" title="Personal-Media" src="http://medialdigital.de/wp-content/Personal-Media.png" alt="" width="495" height="308" /></a></p>
<p>Eine interessante Studie hat die Agentur <a href="http://www.deutschemarkenarbeit.de/"><strong>Deutsche Markenarbeit</strong></a> soeben präsentiert. Die Kernaussage: &#8220;Die DAX Unternehmen sind in der Social Media Welt angekommen. Ihre Vorstände nicht.&#8221; Demnach sind alle DAX 30 Unternehmen auf einer oder mehreren Social Media Plattformen präsent und sie planen, ihre Budgets dafür weiter auszubauen. Allerdings ist das soziale Netz in den Großunternehmen keineswegs Chefsache. Von den Vorständen beschäftigt sich selbst kaum einer aktiv mit Twitter, Facebook und Co.</p>
<p>Von den 20 Vorständen, die im Untersuchungszeitraum 1. März bis 15. April Auskunft gaben, pflegen immerhin fünf eine dreistellige Zahl von Kontakten beim Business Netzwerk LinkedIn. Beim Fotoportal Flickr unterhält nur ein Manager (Edward R. Kozel von der Telekom) ein Konto, er hat aber keine Bilder hochgeladen. Bei Twitter ist nur Vishal Sikka von SAP wirklich aktiv mit 1824 Followern. Norbert Reithofer (BMW) und Dieter Zetsche (Daimler) haben zwar ein Profil, bringen es gemeinsam aber nur 40 Follower. Reithofer hat als einziger auch eine Facebookseite &#8211; mit ganzen 14 Fans. Bei YouTube herrscht totale Abstinenz.</p>
<p>Laut Studie sind die am häufigsten genannten Gründe für die Zurückhaltung: fehlendes Verständnis, fehlende persönliche Relevanz, mangelnde Zeit, rechtliche Haftungsrisiken, fehlende Unternehmenskultur und fehlende Erfolgscases. Allerdings übersehen die Manager bei dieser Betrachtungsweise, dass sie mit dem Einsatz von Social Media als Personal Media ihre Reputation und ihre Gestaltungskraft als Manager steigern können. Wie das gehen kann? Das könnten sich deutsche DAX-Manager  zum Beispiel bei <a href="https://twitter.com/#!/MichaelDell"><strong>Michael Dell</strong></a> anschauen. Der Dell-Firmenchef kommuniziert fast täglich mit seinen mehr als 20.000 Followern bei Twitter. Ein kleines Mosaikstein in der Markenstrategie, sicherlich. Aber eines, das dazu beiträgt, dass Dell inzwischen nicht mehr sofort mit <strong><a href="http://blogcampaigning.com/2007/10/dells-hell-looking-back-with-jeff-jarvis/">&#8220;Dell Hell&#8221;</a></strong> assoziiert wird.</p>
<p>Ebenfalls über die Studie schreibt die <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/nur-24-von-182-dax-vorstaende-in-sozialen-netzwerken-aktiv-477128"><strong>Wirtschaftswoche</strong></a>.</p>
<p>Die Personal Media Studie mit allen Ergebnissen und Grafiken kann auf der <a href="http://www.facebook.com/braininjection"><strong>Facebookseite der Beratungsfirma Brain Injection</strong></a> heruntergeladen werden. Mit Dank an André Paetzel von Deutsche Markenarbeit.</p>
<p>Ebenfalls interessant: Eine <a href="http://www.burson-marsteller.com/Innovation_and_insights/blogs_and_podcasts/BM_Blog/Lists/Posts/Post.aspx?ID=254"><strong>Studie von Burson Marsteller über das Social Media Verhalten der Fortune Global 100 Unternehmen</strong></a>.</p>
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		<title>PR im Social Web &#8211; Leseempfehlung nicht nur für Kommunikationsprofis</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 15:55:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das frisch erschienene Handbuch &#8220;PR im Social Web&#8221; aus dem O&#8217;Reilly Verlag (360 Seiten, 29,90 €) habe ich mit Spannung erwartet. Denn das transparente Entstehen des Buches konnten Interessenten monatelang über Twitter und Facebook verfolgen &#8211; wenn auch nicht ganz so ausführlich wie bei unserem bald erscheinenden Buch &#8220;Universalcode&#8221; ;-) Die Facebook-Seite &#8220;PR im Social [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/f893bfffc84740d6a5eb8334db83b838" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/PR_im_Social_Web.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4914" title="PR_im_Social_Web" src="http://medialdigital.de/wp-content/PR_im_Social_Web.png" alt="" width="304" height="402" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das frisch erschienene Handbuch <a href="http://www.amazon.de/PR-Social-Web-Handbuch-Kommunikationsprofis/dp/3897215632/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1304670244&amp;sr=8-1"><strong>&#8220;PR im Social Web&#8221; </strong></a>aus dem O&#8217;Reilly Verlag (360 Seiten, 29,90 €) habe ich mit Spannung erwartet. Denn das transparente Entstehen des Buches konnten Interessenten monatelang über Twitter und Facebook verfolgen &#8211; wenn auch nicht ganz so <a href="http://www.blog-cj.de/blog/category/das-buchprojekt/"><strong>ausführlich</strong></a> wie bei unserem bald erscheinenden Buch &#8220;Universalcode&#8221; ;-) Die <a href="http://www.facebook.com/PRimSocialWeb"><strong>Facebook-Seite &#8220;PR im Social Web&#8221;</strong></a> ist auch weiterhin ein Diskussionsforum zum Buch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Worum geht es bei &#8220;PR im Social Web&#8221;?</strong> Der Umgang mit Medien hat sich für PR-Schaffende im sozialen Netz stark erweitert. Neben den Ansprechpartnern in klassischen Redaktionen unterhalten PR-Profis nun auch Blogger Relations, sie gestalten und befüllen Social Media Newsrooms, sie nutzen Monitoring-Tools, um jederzeit zu wissen, was im Netz über die Marken ihrer Kunden gesagt wird und um eventuellen &#8220;Shitstorms&#8221; schon beim ersten lauen Lüftchen mit geeigneten Strategien entgegentreten zu können. PR-Profis beraten beim Aufsetzen von Corporate Blogs und Podcasts, sie nutzen Livestreams für Veranstaltungen und sie wissen, wie man über jeweils passende Feedback-Kanäle mit verschiedenen Nutzergruppen kommuniziert. Nicht jede Strategie und jede Netzplattform ist für jeden Kunden und jedes Kommunikationsanliegen geeignet. Schindler und Liller helfen vor allem Neulingen im sozialen Netz, den Wirrwarr von Buzzwords zu durchschauen und die reichlich vorhandene Spreu vom Weizen zu trennen.</p>
<p style="text-align: left;">Auf mehreren Bahnreisen habe ich das Handbuch jetzt einmal komplett durchgelesen und möchte es nachdrücklich empfehlen. Warum?</p>
<ul>
<li>Die beiden Autoren <a href="http://www.mcschindler.com/ueber-mich/"><strong>Marie-Christine Schindler</strong></a> in Zürich und <a href="http://www.oseon.com/ueber-uns/tapio-liller/"><strong>Tapio Liller</strong></a>, Gründer und Inhaber von Oseon in Frankfurt, sind PR-Experten, Social Media Experten und Unternehmensberater in Sachen digitale Kommunikation. Sie verstehen es außerdem, ihr Wissen spannend und anschaulich zu vermitteln. Sie schaffen es &#8211; auch durch eine geschickte Gliederung der einzelnen Kapitel &#8211; Anfänger nicht zu überfordern und Fortgeschrittene nicht zu langweilen.</li>
<li>Die Autoren stellen konkrete Beispiele für Social Media Strategien stets in einen Bezugsrahmen aus anderen Sphären. Mal vergleichen sie die Ansprache von Kunden bei Facebook mit dem informellen Gesprächen bei Betriebsausflügen, mal das Gemeinschaftgefühl im Netz aufgrund gemeinsamer Interssen mit dem Wir-Gefühl einander wildfremder Fans im Fußballstadion, mal das Tagging (Auffindbar machen durch Stichworte) mit dem Beschriften alter Familienfotos aus einer Kiste auf dem Dachboden. Dieser lebendige Stil mit vielen Beispielen und Analogien aus dem prallen Leben macht das Buch sehr gut lesbar. Vor allem dann, wenn man zwar am Thema &#8220;PR im Social Web&#8221; interessiert ist, aber nicht in PR-Berufen arbeitet.</li>
<li>Die Autoren kennen und verstehen das sozialen Netz in seinen vielen Facetten. Sie sind  aber keine blinden Apologeten. Deshalb liest man in ihrem Buch auch mal warnende Sätze wie diesen: &#8220;Ihr Vertrauen verdienen jene Berater, die Ihnen gegebenenfalls sagen: &#8216;Hände weg von einer Facebook-Seite&#8217;, weil dieser Kanal für die anstehenden Aufgaben nicht geeignet ist oder weil die Rahmenbedingungen im Unternehmen eineerfolgreiche Kommunikation im Social Web noch nicht zulassen.&#8221; (S. 54).</li>
<li>Ich habe es als sehr angenehm empfunden, Begriffe aus der anglo-amerikanischen Web- und Marketingwelt wie &#8220;Cluetrain Manifest&#8221; (die Bibel des digitalen Marketings), &#8220;Mass Mavens&#8221; (Experten mit Reichweite) oder &#8220;Mass Connectors&#8221; (Menschen mit hohem Vernetzungsgrad) nicht nur übersetzt zu bekommen (was die Begriffe bedeuten, wusste ich auch vorher schon), sondern außerdem solche Begriffe, wo immer möglich, in einem Kontext mit relevanten deutschsprachigen Beispielen und Zusammenhängen zu sehen.</li>
<li>Sehr praktisch: Randnotizen erläutern Begriffe und bieten Links mit Quellenangaben und zu weiterführenden Webseiten. Man muss nicht erst ans Ende eines Kapitels oder zum Glossar blättern (ein Glossar gibt es natürlich trotzdem).</li>
</ul>
<p><strong>Fazit:</strong> Das Buch gehört ab sofort zu meiner Handbibliothek mit ausgewählten fünf oder sechs Büchern, die jederzeit griffbereit zum Nachschlagen auf dem Schreibtisch liegen.</p>
<p><strong>Disclaimer:</strong> Ich habe zwar ein kostenfreies Rezensionsexemplar bekommen; verdiene aber nichts daran, wenn jemand über den obigen Amazon-Link das Buch bestellt. Es ist kein Affiliate-Link.</p>
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		<title>Kongress The World After Advertising mit US-Medienanalyst Ken Doctor</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/11/22/kongress-the-world-after-advertising-mit-us-medienanalyst-ken-doctor/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 19:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorhin habe ich die Zusage für ein Interview mit Ken Doctor bekommen &#8211; er ist ein brillanter Medienwirtschaftsexperte. Er hat in diesem Jahr das Buch &#8220;Newsonomics&#8221; veröffentlicht und schreibt in seiner gleichnamigen wöchentlichen Kolumne bei Nieman Journalism Lab über künftige Geschäftsmodelle im Journalismus und in den Medien. Ken Doctor ist so etwas wie das amerikanische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/World-after-Advertising.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4214" title="World after Advertising" src="http://medialdigital.de/wp-content/World-after-Advertising.png" alt="" width="328" height="201" /></a></p>
<p>Vorhin habe ich die Zusage für ein Interview mit Ken Doctor bekommen &#8211; er ist ein brillanter Medienwirtschaftsexperte. Er hat in diesem Jahr das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Newsonomics-Twelve-Trends-That-Shape/dp/0312598939/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1290453849&amp;sr=1-1"><strong>Newsonomics</strong></a>&#8221; veröffentlicht und schreibt in seiner gleichnamigen wöchentlichen <a href="http://www.niemanlab.org/2010/11/the-newsonomics-of-news-anywhere/"><strong>Kolumne bei Nieman Journalism Lab</strong> </a>über künftige Geschäftsmodelle im Journalismus und in den Medien. Ken Doctor ist so etwas wie das amerikanische Pendant zum <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/about.aspx"><strong>&#8220;Netzökonom&#8221; Holger Schmidt</strong></a>. Ich freue mich darauf, den Medienanalysten am Donnerstag beim Düsseldorfer Kongress <a href="http://www.world-after-advertising.com/"><strong>The World After Advertising</strong></a> persönlich kennen zu lernen.</p>
<p>Bei dem Kongress in der Düsseldorfer Rheinterrasse treffen sich Entscheider und Visionäre aus der Werbe- und Marketingbranche und debattieren über Entwicklungen und Umbrüche für die Werbeindustrie in der digitalen Welt. Referenten sind unter anderem</p>
<ul>
<li>Arndt Groth, Präsident des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)</li>
<li>Amir Kassaei, Chief Creative Officer der DDB Group Germany</li>
<li>Axel Schmiegelow, Geschäftsführer des Social Video Networks sevenload.com</li>
<li>Madlen Nicolaus, Social Media Manager EAMER von Kodak</li>
<li>Martin Meyer-Gossner, Strategic Marketing Services Director von IDG Global Solutions</li>
<li>Oscar Ugaz, Digital Business Manager von Real Madrid</li>
<li>Rob Gonda, Creative-Technology-Guru von SapientNitro</li>
</ul>
<p>„The World after Advertising“ ist eine Veranstaltung der Mediencluster  NRW GmbH in Kooperation mit der ALM (Arbeitsgemeinschaft der  Landesmedienanstalten) und LfM NRW (Landesanstalt für Medien  Nordrhein-Westfalen), unterstützt durch die Partner sevenload, denkwerk  und mymuesli.</p>
<p style="text-align: center;">
<p>Wer sich noch anmelden möchte: Über Sevenload gibt es vergünstigte Tickets, <a href="http://www.sichelputzer.de/2010/11/18/the-world-after-advertising/"><strong>Details dazu auf dem Sichelputzer-Blog von Sevenload-Sprecher Mike Schnoor</strong></a>.</p>
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		<title>Ach, Herr Grupp</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 20:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erschütternd ist nicht, dass Trigema-Chef Wolfgang Grupp Twitter-Nutzer als Idioten beschimpft, sondern dass er Augen und Ohren vor den Möglichkeiten des Internets verschließt. Ein Shitstorm zieht seit gestern durch Twitter, denn Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der das Internet nicht mag und seine Emails von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, hat  dem Business-Blog innovativ.in ein Interview mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/eadce7ced86146e68858a221b42f50b9" alt="" width="1" height="1" /><br />
<img class="size-large wp-image-2791 alignnone" title="3-wise-monkeys" src="http://medialdigital.de/wp-content/3-wise-monkeys-300x194.jpg" alt="3-wise-monkeys" width="300" height="194" /></p>
<h4 style="text-align: left;">Erschütternd ist nicht, dass Trigema-Chef Wolfgang Grupp Twitter-Nutzer als Idioten beschimpft, sondern dass er Augen und Ohren vor den Möglichkeiten des Internets verschließt.</h4>
<p style="text-align: left;">Ein Shitstorm zieht seit gestern durch Twitter, denn Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der das Internet nicht mag und seine Emails von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, hat  <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/04/auf-den-punkt-trigema-chef-wolfgang-grupp-zum-web/"><strong>dem Business-Blog innovativ.in ein Interview</strong></a> mit einer etwas unbedachten Äußerung gegeben:</p>
<blockquote style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Twitter ist für mich einfach nur dumm und die Menschen, die das nutzen, sind für mich Idioten. Haben die Menschen eigentlich nichts Besseres zu tun, als über belanglosen Kram zu schreiben? Wen interessiert das?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Jetzt fühlen sich einige Twitter-Nutzer beleidigt. Das mag Herr Grupp bei seiner rüden Bemerkung sogar noch einkalkuliert haben. Womit er aber sicherlich nicht gerechnet hat, ist die Empörungswelle im sozialen Netz. Denn das kennt er gar nicht. Damit will er sich nicht befassen. Und deshalb konnte er auch nicht ahnen, welche Kreise seine dumme Bemerkung ganz schnell ziehen würde. Um 21 Uhr an Tag 1 nach dem Interview: 79 Blogkommentare, 279 Tweets, die auf das Interview verlinken, hunderte von weiteren Tweets ohne Link, zwei Reaktionen auf anderen Blogs, eine Facebook-Fanseite, die jetzt so aussieht:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2789" title="Trigema-Facebook" src="http://medialdigital.de/wp-content/Trigema-Facebook.png" alt="Trigema-Facebook" width="564" height="588" /></p>
<p style="text-align: center;">und eine Google-Suchergebnisseite (Option: letzte 24 Stunden), die jetzt so aussieht:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2790" title="Trigema-google" src="http://medialdigital.de/wp-content/Trigema-google.png" alt="Trigema-google" width="560" height="486" /></p>
<p style="text-align: left;">Unter die ernsthaft Beleidigten mischen sich Stimmen, die sich über den Internetausdrucker lustig machen. Außerdem Stimmen, welche die Werbung mit dem Affen immer schon doof und Trigema immer schon spießig fanden. Diejenigen, die sich immer freuen, wenn ein Shitstorm über einen Konzern losbricht und ihn nach Kräften anfachen. Und natürlich die Social-Media-Berater, die sich anbieten, um die Kuh vom Eis zu holen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich finde diesen Faux-Pas halb so schlimm. <a href="http://saschalobo.com/2010/04/22/how-to-survive-a-shitstorm/"><strong>Dieser Shitstorm wird schnell abflauen</strong></a>, denn:</p>
<ol style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;">Wolfgang Grupp wird als deutscher Vorzeigeunternehmer nicht deshalb durch alle Talkshows gereicht, weil er die Leute mit nichtssagendem Marketing-Neusprech einlullt, sondern weil er geradeaus sagt, was er denkt.</li>
<li style="text-align: left;">Wolfgang Grupp hat dieses Kurzinterview ganz offensichtlich nicht von seiner Pressestelle überarbeiten lassen. Das macht ihn wiederum authentisch.</li>
<li style="text-align: left;">Herr Grupp wird jetzt erfahren haben, dass sein Unternehmen nicht nur einen Affen in Fernsehnachrichten erzählen lässt, dass mit jedem Kauf eines Trigema-Trikots Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden, sondern dass Trigema in diesem so unnützen sozialen Netz, wo soviel dummes Zeug geredet wird, ebenfalls  <a href="http://www.facebook.com/TRIGEMA"><strong>facebookt</strong></a>, <a href="http://www.youtube.com/Trigematv"><strong>youTubet</strong></a> und <a href="http://twitter.com/TRIGEMA"><strong>twittert</strong></a>. Vielleicht liest er jetzt sogar mal, was die Leute über Trigema sagen. (Beileibe nicht nur dummes Zeug).</li>
<li style="text-align: left;">das Letzte, was Herrn Grupp in den Sinn kam, war wahrscheinlich treue Markenfans zu beleidigen. Vielleicht wird er sich für diese Dummheit morgen ohne Umschweife entschuldigen. Wenn er schlau ist.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;">Damit könnte es dann auch gut sein. Ist es aber nicht. Weil Herr Grupp nämlich im gleichen Interview noch etwas anderes sagte, das weniger Empörung entfachte, aber in seiner  Tragweite viel tragischer ist. Auf die Frage: &#8220;Aber Trigema hat doch einen<strong> <a href="http://www.trigema.de/shop/index.jsf?fromAdwords=Trigema_Allgemein&amp;cm_mmc_o=TBBTkwCjCH0zLfCjCzpcByplCjCfybTwFz">Online-Shop…&#8221;</a></strong> antwortete Grupp:</p>
<blockquote style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Ja, natürlich, aber die Online-Shops machen die Geschäfte kaputt. Die Kunden vergleichen im Internet die Preise und kaufen das billigste Angebot. Inzwischen werden Milliarden Umsätze über das Web gemacht, aber die kleinen Einzelhändler bleiben auf der Strecke. Die guten Geschäfte müssen schließen und unsere Innenstädte bluten aus und verkommen. Viele Einzelhändler und auch Karstadt sind durch das Internet pleite gegangen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Keine Rede davon, wievielen guten Geschäften, die auf Individualität statt Massengeschmack setzen, das Internet überhaupt erst die Grundlage für ihre Geschäftsmodelle ermöglicht. Ich bin keine E-Commerce-Expertin, aber Beispiele wie <strong><a href="http://www.mymuesli.com">MyMüsli</a>, <a href="http://www.spreadshirt.de">Spreadshirt</a>,</strong> <a href="http://tv.winelibrary.com/"><strong>Wine Library TV</strong></a>, <a href="http://www.etsy.com/"><strong>Etsy</strong></a> und <a href="http://de.dawanda.com"><strong>Dawanda</strong></a> fallen mir dabei sofort ein. Stattdessen das altbekannte Gejammer vom bösen Internet, in dem sich so viel neue Konkurrenz tummelt, dass die alten Geschäftsmodelle unrentabel werden, wenn man es verpasst, sich darum zu kümmern, welche Chancen im Wandel liegen.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei könnte aus einer bodenständigen, ein bisschen spießigen und dank Wolfgang Grupp auch irgendwie ein bisschen coolen Marke wie Trigema mit einem guten Marketingkonzept für das soziale Netz wahrscheinlich sogar eine richtige coole Marke werden. Deshalb Herr Grupp: Entschuldigen Sie sich. Und dann lesen Sie bitte diese <a href="http://www.amazon.de/Long-Tail-Nischenprodukte-Massenmarkt-Gesch%C3%A4ft/dp/3446409904"><strong>beiden</strong></a> <a href="http://www.amazon.de/Here-Comes-Everybody-Organizing-Organizations/dp/014188925X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1273089896&amp;sr=1-1"><strong>Bücher</strong></a>.</p>
<p style="text-align: left;">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/ektogamat/2687444500/"><em>Anderson Mancini / Flickr</em></a></p>
<p style="text-align: left;">Update: 7.5.10: Inzwischen hat Wolfgang Grupp seine Aussagen relativiert. Es bleibt allerdings offen, ob er die Aussagen in dem Interview ursprünglich wirklich so scharf oder abgeschwächter formuliert hatte. Mehr dazu im <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/06/statement-wolfgang-grupp/"><strong>Update von innovativ.in</strong></a>.</p>
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		<title>Interview mit Otto-Kommunikationschef Thomas Voigt</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 10:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im November habe ich für das mediummagazin ein Interview mit Thomas Voigt, dem Kommunikationschef des Otto-Konzerns, geführt. Darin geht es unter anderem darum, wie das soziale Netz die Unternehmenskommunikation und das Verhältnis zu Journalisten verändert, außerdem um den nicht immer einfachen Spagat von Unternehmenssprechern, im sozialen Netz professionelle Kommunikation und persönliche Ansichten miteinander in Einklang [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Im November habe ich für das <em>mediummagazin</em> ein Interview mit Thomas Voigt, dem Kommunikationschef des Otto-Konzerns, geführt. Darin geht es unter anderem darum, wie das soziale Netz die Unternehmenskommunikation und das Verhältnis zu Journalisten verändert, außerdem um den nicht immer einfachen Spagat von Unternehmenssprechern, im sozialen Netz professionelle Kommunikation und persönliche Ansichten miteinander in Einklang zu bringen, und darum, ob das Gros der  Journalisten den Herausforderungen von Kommunikation und PR 2.0 bereits gewachsen ist. Und natürlich darum, ob jetzt jeder Unternehmenssprecher twittern und bloggen sollte. <a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/fatale-fehler/"><strong>Das gesamte Interview steht jetzt frei online auf der Website des <em>mediummagazin</em></strong></a>.</p>
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		<title>Von Stars und Helden auf der next09</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 16:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer gilt als Star auf einem großen Kongress? Das ist meistens schon klar, sobald das Programm erscheint. Die großen Vordenker ihrer Zunft bekommen den größten Saal, die attraktivsten Zeiten, sie schmücken die Vorankündigungen und ihre Vorträge heißen ”Keynotes“. Doch die Stars der internationalen Webszene hielten beim Hamburger Webkongress next09  – zumindest in ihren Keynotes &#8211; [...]]]></description>
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<p><img class="aligncenter size-full wp-image-855" title="jarvis-oetting" src="http://medialdigital.de/wp-content/jarvis-oetting.jpg" alt="jarvis-oetting" width="500" height="335" /></p>
<p><strong>Wer gilt als Star auf einem großen Kongress?</strong> Das ist meistens schon klar, sobald das Programm erscheint. Die großen Vordenker ihrer Zunft bekommen den größten Saal, die attraktivsten Zeiten, sie schmücken die Vorankündigungen und ihre Vorträge heißen ”Keynotes“. Doch die Stars der internationalen Webszene hielten beim Hamburger Webkongress next09  – zumindest in ihren Keynotes &#8211; nicht das, was ich mir von ihnen versprochen hatte.</p>
<p>Journalistik-Professor, Blogger und Buchautor <strong>Jeff Jarvis zog zwar eine mitreißende Show ab</strong> und zog das Publikum mit seiner Energie und seinem Wortwitz in seinen Bann. Seine Thesen finde ich ohnehin sehr logisch und überzeugend. Inhaltlich hatte ich allerdings mehr erwartet als ein hundertprozentige Wiedergabe von Auszügen aus seinem neuen Buch ”What would Google do?“ Die letzten Kapitel daraus hatte ich just in der Bahnfahrt nach Hamburg noch zu Ende gelesen und deshalb kannte ich auch die <strong>scheinbar spontanen Anekdoten </strong>schon. Die stammen nämlich auch aus dem Buch. Ein großes Highlight war Jarvis für mich dennoch. Erstens, weil er im Interview mit mir die Thesen aus seinem Buch vertieft hat. Und zweitens wegen der gelungenen Diskussion am zweiten Tag mit Umair Haque vom Havas Media Lab. Mehr zu Jarvis demnächst im <a href="http://www.mediummagazin.de">mediummagazin</a> (Print) und auf diesem Blog.</p>
<p><strong>Umair Haque</strong> war allerdings mit seiner Keynote auch so ein Fall. Seine Thesen über die strukturelle Krise traditioneller Marktmodelle und den Mangel an Innovation und Kooperation mit Nutzern sind an sich so profund und radikal, dass daraus ebenfalls ein guter Vortrag hätte werden können. Wurde es aber nicht. Stattdessen klaffte eine gewaltige Schere zwischen Haques <strong>völlig überfrachteten webzwonulligen Mindmapping-Folien</strong> (Prezi), in denen er viel zu schnell herumklickte, und einer eher gleichförmig dahinplätschernden Rede.</p>
<p><strong>Andrew Keen</strong>, der große Skeptiker des Social Web, weiß wiederum, wie man eine eindringliche Rede hält. Rein rhetorisch. Doch er ist ein düsterer Mahner. In innovativen  Formen von Kommunikation und Geschäftsmodellen im Web sieht er bis zum Beweis des Gegenteils erst einmal das Schlechteste. Bei Jarvis verlässt man den Saal und sieht neue Chancen, bei Keen wird man <strong>schon während seines Vortrags depressiv</strong>.</p>
<p><strong>Kommen wir nun zu den Helden des Kongresses</strong>. Das waren für mich eindeutig Viral Marketing-Berater Martin Oetting von trnd, Sven Markschläger, Digital Marketing Chef bei Jägermeister und Moderator Sascha Lobo im völlig überfüllten Track3-Raum beim Panel „Viral online gegen viral offline“. Angestachelt von Lobo, möglichst knapp und dabei möglichst kontrovers, ungerecht und vereinfachend zu sein, zerlegte Oetting  in wenigen Minuten das typische Marketinggefasel dieser Zeit („Wir müssen jetzt mal was Virales machen“).</p>
<p><strong>Oetting </strong>warnt Marketer davor, den Webuser nur als Klickvieh zu betrachten, der lustige YouTube-Clips anklicken und verbreiten soll. Das tun die Nutzer zwar mitunter wie gewünscht, erinnern sich aber oft nicht daran, für was in den Filmchen eigentlich geworben wurde. Oettings Tipp für Marketer: Nutzer im Social Web nicht beschallen, sondern ihnen zuhören. Denn im Netz finden Gespräche statt, so wie offline im Tante-Emma-Laden. <strong>”Viral heißt, den Tante-Emma-Effekt skalieren“</strong>, sagt Oetting. Und: „Wer sich heutzutage in der knallharten Wettbewerbsituation traut, mit einem richtig schlechten Produkt in den Markt zu gehen und glaubt, Werbung könnte das Problem lösen, dem ist nicht zu helfen.“</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-856" title="kein-jagermeister" src="http://medialdigital.de/wp-content/kein-jagermeister.jpg" alt="kein-jagermeister" width="500" height="441" /></p>
<p><strong>Markschläger</strong> ist der strategische Kopf hinter der <strong>”Kein Jägermeister“-Kampagne</strong>, die bis vor einem Jahr als eine der besten viralen Kampagnen in Deutschland lief. Allein bei YouTube wurden die <strong><a href="http://www.youtube.com/user/KeinJaegermeister">sieben Clips der Kampagne</a></strong> mehr als 300.000 Mal abgerufen. Der eigentliche Erfolg bemisst sich allerdings nicht in Klicks, sondern daran, dass Fans hinterher Jägermeister beschworen, das fiktive Produkt nun auch tatsächlich anzubieten. Doch da musste Jägermeister passen, erzählte der Marketingmann. Als Familienunternehmen mit einer Monomarke bringt man nicht mal eben ein Witz-Produkt in den Markt, von dem man nicht weiß, wieviele Viral-Fans das gewollt auf langweilig getrimmte Zeug dann auch tatsächlich kaufen. Wie das alles rüberkam, war kurzweilig und überzeugend und alles andere als eine Marketing-Insider-Diskussion.</p>
<p>Zum Schluss noch ein <strong>Dank an die Veranstalter</strong>: Es hat Spaß gemacht, war interessant, hochprofessionell organisiert und ganz überwiegend kreisten die Diskussionen nicht selbstreferentiell um die Social-Web-Blase. Ein kurzes Fazit habe ich auch im Thomas Knüwers kleiner Abschluss-Umfrage gezogen. Das Video ist eingebettetet in sein <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2112"><strong>Fazit auf seinem Blog</strong></a> (dem ich vollkommen zustimme). Wenn das jetzt öfters geschieht mit den spontanen Videoumfragen, muss ich mal ein Kameratraining mitmachen :-)</p>
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		<title>5 Gründe, warum Turis Twitter-Werbung ein Irrweg ist</title>
		<link>http://medialdigital.de/2009/03/26/5-grunde-warum-turis-twitter-werbung-ein-irrweg-ist/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 13:38:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn sich der Medienbranchendienst turi2 mit seinen vorgestern gestarteten Werbe-Tweets für 250 Euro pro Update nur mal ins Gespräch bringen wollte, dann ist ihm das gelungen. Meedia kalkuliert, Don Dahlmann kritisiert, und massenpublikum zeigt Verständnis. Und dass Kritiker massenhaft auf ”unfollow&#8221; geklickt hätten, ist bisher nicht festzustellen. Im Gegenteil: Unmittelbar vor dem ersten Werbetweet hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Wenn sich der Medienbranchendienst turi2 mit seinen vorgestern gestarteten Werbe-Tweets für 250 Euro pro Update nur mal ins Gespräch bringen wollte, dann ist ihm das gelungen. Meedia <a href="http://meedia.de/nc/details/article/werbung-twittern--ein-erfolgsmodell_100018953.html?et_cid=4&amp;et_lid=5&amp;et_sub=">kalkuliert</a>, Don Dahlmann <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=170">kritisiert</a>, und massenpublikum <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=968">zeigt Verständnis</a>. Und dass Kritiker massenhaft auf ”unfollow&#8221; geklickt hätten, ist bisher nicht festzustellen. Im Gegenteil: Unmittelbar vor dem ersten Werbetweet hatte @turi2  2371 Follower, heute mittag waren es 2438.</p>
<p><img src="http://medialdigital.de/wp-content/turi-bertelsmann2.jpg" alt="turi-bertelsmann2" title="turi-bertelsmann2" width="500" height="221" class="alignnone size-full wp-image-825" /></p>
<p>Und für die allerersten Kunden der turi-Werbetweets dürfte die 250 Euro ebenfalls gut angelegtes Mediageld sein. Denn jeder Twitterer aus der Medien, Web- und Mediabranche dürfte wohl zumindest mal rübergeklickt haben, was Turi da treibt. Insofern liegt der TKP (der Preis um 1000 Werbekontakte zu erreichen) zumindest für die ersten zwei, drei Werbetweets sicherlich nicht, wie meedia schreibt, bei 2,27 Euro pro Buchstabe oder 10 Cent pro Follower, sondern wohl erheblich darunter. Der genaue Preis der Medienkontakte lässt sich ohnehin nicht bestimmen, da es keinen Weg gibt, festzuzustellen, wieviele Menschen einen bestimmten Tweet tatsächlich gesehen haben.</p>
<p>Gut oder nachhaltig finde ich diesen Versuch, mit Twitter Geld zu verdienen, dennoch nicht, allerdings aus anderen Gründen, als den bei meedia und Dahlmann sowie in vielen Kommentaren genannten Punkten.</p>
<ol>
<li>Mit Werbetweets untergräbt turi2 seine Glaubwürdigkeit. Es ist ein Unterschied, ob klar gekennzeichnete Anzeigen auf einer Webseite oder einem Blog zu sehen sind, oder mitten im Twitter-Stream eine distanzlose Bertelsmann-Lobmeldung erscheint, die sich optisch in nichts außer dem kleinen Wort ”Anzeige&#8221; von redaktionellen turi2-Tweets unterscheidet.</li>
<li>”Irgendwie muss Twitter ja Geld verdienen&#8221;, heißt es in bemerkenswert vielen Blogkommentaren. Was für ein Trugschluss! Mit dieser Art von Werbung verdient nicht Twitter, sondern Turi. Es gibt gute Gründe dafür, dass Twitter seit Monaten über ein geeignetes Geschäftsmodell nachdenkt &#8211; und viele Twitter-User sich ebenfalls für Twitter die Köpfe darüber zerbrechen. Die plumpeste Art Geld zu verdienen &#8211; einfach Werbetweets verkaufen &#8211; hat Twitter dabei stets verworfen, weil das den Wert des Dienstes für die Gemeinschaft mindert. Dass Peter Turi &#8211; der ebenso wie alle anderen dank Twitter eines kostenfreien Kommunikationskanals bedienen darf -  diesen Kanal jetzt benutzt, um  Tweets zu verkaufen, ist nicht schlau, sondern höchstens bauernschlau.</li>
<li>Wenn diese Art von Werbe-Tweets Schule macht, wird Twitter darauf aufmerksam werden und Gegenmaßnahmen ergreifen &#8211; beispielsweise durch Einrichtung eines Buttons, mit dem man die betreffenden Accounts wie Spam-Accounts ausschließen kann.</li>
<li>Wenn diese Art von Werbe-Tweets Schule macht und Twitter nicht darauf reagiert, werden die Nutzer nicht nur per ”unfollow&#8221;, sondern auch per ”block&#8221; Gegenmaßnahmen ergreifen &#8211; jedenfalls die für Werbekunden besonders attraktiven Vielnutzer und Multiplikatoren.</li>
<li>Und am wichtigsten: Wofür bezahlen Unternehmen eigentlich ihren Social-Media-Beratern viel Geld für ausgefeilte Kommunikationskonzepte im Social Web (”Wir müssen die Nutzer engagieren&#8221;, ”Dialog auf Augenhöhe&#8221;, ”authentisch sein&#8221;, “bloß kein old-school Push-Marketing&#8221;), wenn ihnen dann doch nichts Besseres einfällt, als genau wie vor zehn Jahren langweilige und nichtssagende Werbebotschaften herauszublasen. Und wofür bezahlen sie dafür auch noch einen Vermittler, obwohl sie auch selbst einen kostenlosen Account einrichten könnten?</li>
</ol>
<p>Immerhin: die heutige turi2-Werbung greift das Spiel bereits ironisch auf:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-404" title="turi-textanzeige" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/03/turi-textanzeige.jpg" alt="turi-textanzeige" width="499" height="64" /></p>
<p>Ich halte das für ein Zeichen, das Turi seine Twitterwerbung mehr als Gag denn als Geschäftsmodell gemeint hat.</p>
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