In 18 Stunden von der Idee zur App


Journalism++

Die Datenjournalismus-Szene in Deutschland hat ein weiteres lokales Einsatzteam: Mirko Lorenz, Cosmin Cabulea und Gregor Aisch haben einen Journalism++ Ableger in Köln gestartet. Das Netzwerk wurde Ende 2011 von den ehemaligen OWNI-Datenspezialisten Nicolas Kayser-Bril und Pierre Romera in Paris und Berlin gegründet. Was will Journalism++ erreichen? Warum ist das Tool Datawrapper so erfolgreich? Und warum sind kleine externe Datenjournalismus-Teams in Deutschland offenbar innovativer als große Redaktionen? Ein Gespräch mit Mirko Lorenz. Weiterlesen →

Linktipps vom Pazifik: Nonkonformistische Medienmanager gesucht

non-conformism
 Wolfgang Blau/The Guardian on Media Transformation

Das Alphabet des notwendigen Nonkonformismus für künftige Medienmanager deklinierte Guardian Digitalchef Wolfgang Blau vergangene Woche für die ersten Absolventen des International Media Innovation Management (IMIM) Master-Studiengangs des fjum Wien in Kooperation mit weiteren Hochschulen. Es gebe einen “dramatischen Mangel and informierten Führungkräften in journalistischen Institutionen”, so Blau. Eine unaufgeregte und pointierte 30-Minuten-Rede. Weiterlesen →

Das Digitale Quartett #48: Die Non-Profit-Gesellschaft

Little Free libraryIn meiner Stadt Seattle gibt es in letzter Zeit immer mehr bunt bemalte Starenkästen mit Büchern drin. Das Prinzip dahinter: Wer ein Buch lesen möchte, nimmt sich daraus eins. Wer eins ausgelesen hat und möchte, dass auch andere es lesen, legt eins hinein. Niemand verdient daran. Das Prinzip nennt sich Little Free Library und es wird immer beliebter. Die Bewegung schätzt, dass es weltweit schon über 15.000 solcher Umsonst-Bibliotheken in 55 Ländern gibt. Weiterlesen →

Die meistbesuchten Webseiten der Welt pro Land

Most VisitedWebsitePerCountry

Google und Facebook dominieren weit Teile der westlichen Welt als meist besuchte Webseiten, wobei Facebook vor allem in den mitteilungsfreudigen spanisch sprachigen Ländern vor Google liegt, sowie in Teilen der arabischen Welt. Dort ist Facebook die Kommunikationsplattform der Wahl, um nicht nur private Neuigkeiten, sondern auch gesellschaftlich relevantes Informationen und Nachrichten zu verbreiten, da die meisten Menschen den regierungstreuen Medien nicht vertrauen.

In China wiederum liegt die Suchmaschine Baidu vorne, die sich mittlerweile auch in Korea ausbreitet. Und bei Yahoo dürfte man sich wünschen, dass mehr Webnutzer so tickten wie die japanischen, denn nur dort ist Yahoo beliebter als Google. Und die sehr webaffinen Palästinenser haben eine ganz eigene arabisch sprachige Präferenz namens Al Watan Voice. Die verzerrten Größen der Länder stellen die unterschiedlich starke Webnutzung dar. Eine Wabe entspricht einer Million Internetnutzer.

Weitere Erläuterungen zu dieser Karte (und weiteren interessanten Kartenumsetzungen) gibt es auf der Seite Internet Geographies at the Oxford Internet Institute.

Karte: Mark Graham und Stefano de Sabbata, Lizenz: CC BY-NC 3.0via The Atlantic

 

 

Live aus Little Bayern in Berlin: Wahlnachlese des Digitalen Quartett

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Bild: Wikimedia Commons, lizenziert unter CreativeCommons-Lizenz by-sa-2.0-de

Das digitale Quartett probiert heute zum zweiten Mal nach der re:publica ein Sonderformat aus: Wir senden auf Einladung der Bayerischen Landesvertretung live aus Berlin. Das Thema ist einen Tag nach der Bundestagswahl natürlich die Bundestagswahl (offizieller Titel: „Als hätte es das Netz nicht gegeben – Warum? Eine digitale Wahlnachlese“). Wir schauen uns an, welche Rolle das Netz im Wahlkampf gespielt hat – und ob es überhaupt eine gespielt hat. Weiterlesen →

Linktipps vom Pazifik: The Road to the Future

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Wie wir nach vorne denken sollten – acht Thesen zur Zukunft

“Wollen wir Journalisten künftig bloß Infotainer sein – oder kundige Vermittler in einer immer komplexeren Welt? Stichwort Sicherheit, Verlässlichkeit, Unaufgeregtheit: Wenn wir doch ahnen, was Leser eigentlich von unseren Marken erwarten, wieso jagen wir dann billigen Klickimpulsen nach und befördern einen digitalen Analphabetismus?” Stefan Plöchinger, Online-Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung entwickelt in einem ausgeruhten, nicht auf schnelle Klicks optimierten Essay, Gedanken zur Zukunft des Journalismus. Den Beitrag hat er ursprünglich für das Jahrbuch des Bundesverbandes der Zeitungsverleger (BDZV) verfasst. Weiterlesen →

Linktipps vom Pazifik: #scoop13 und #djv_bo

Scoopcamp Besser OnlineDie Linktipps vom Pazifik kommen diesmal nicht aus den USA, sondern aus Hamburg und Mainz. Ich bin nämlich derzeit wieder für knapp drei Wochen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Den Auftakt meines prallvollen Programms machten zwei hochkarätige Veranstaltungen, bei denen ich als Referentin eingeladen war: Das Scoopcamp in Hamburg und die Besser Online Tagung des DJV in Mainz. Zeit, um eigene Fazits zu verbloggen, habe ich leider nicht, deshalb hier meine Linksammlung zu interessanten Beobachtungen und Schlussfolgerungen von anderen Teilnehmern.  Weiterlesen →

Linktipps vom Pazifik: Offener Newsroom zur Faktenkontrolle

open
Storyful and the open newsroom: Journalism gets better when more people do it

Mathew Ingram analysiert, was es bedeutet, dass der Social-Media-Nachrichtendienst Storyful über Google+ einen Open Newsroom mit ausgewählten Nutzern zur Faktenverifizierung eingerichtet hat und vergleicht das Konzept mit Andy Carvin, der sich zur Verifzierung von Social Media Quellen auf sein eigenes Social Media Netzwerk stützt. “Das ist meine Redaktion”, wird Carvin zitiert. Medien, die ihre Nutzer nur als Lieferanten von Vor-Ort-Bildern und Videos ansehen, verschenken ein großes Potenzial, glaubt Ingram: “At least Storyful and a few others are showing what is possible when we stop thinking of a newsroom a specific place and start thinking of it as an open process.” Weiterlesen →

Linktipps vom Pazifik: Alle Macht den Serienfans

power wrench

Kevin Spacey urges TV channels to give control to viewers

Oscar-Preisträger Kevin Spacey, Hauptdarsteller der Netflix-Serie “House of Cards”, kritisiert die Film- und Fernsehindustrie dafür, die Sehgewohnheiten ihres Publikums sträflich zu vernachlässigen: “Gebt den Leuten was sie wollen, wann sie es wollen, in der Form, in der sie es wollen zu einem vernünftigen Preis. Und es ist wahrscheinlicher, dass sie sie es kaufen anstatt es zu stehlen. […] Und wenn sie sich alle Folgen einer Serie so wie bei ‘House of Cards’ hintereinander reinziehen wollen, dann lasst sie doch. Sie glauben nicht, wie oft ich schon auf der Straße angesprochen wurde: ‘Danke, Sie haben mir drei Tage meines Lebens gestohlen.'” Spacey hielt seine furiose Rede beim Edinburgh International Film Festival. Daniel Bröckerhoff leistet den Transfer: Was der Journalismus von Kevin Spacey lernen kann. Und hier ist die 5-minütige lohnenswerte Video-Zusammenfassung: Weiterlesen →

Drei essentielle Fragen, die bei #tag2020


Daily NewsDie erste Runde der Spiegel Online Debatte #tag2020 zur Zukunft oder Nicht-Zukunft der Tageszeitung ging am Montag mit einem Gastbeitrag von Daniel Bröckerhoff zu Ende. Während manche ja finden, dass über die Zukunft oder die Misere schon alles gesagt wurde, nur noch nicht von jedem, bin ich der Meinung, dass einiges gar nicht angesprochen wurde. Hier sind drei Aspekte, die mir – aus Nutzersicht – bisher in dieser Debatte zu kurz kamen. Weiterlesen →

Die bessere Kommentarkultur: St


Kommentare

 

Die Kommentarspalten auf Medienwebsites sind eine für alle Beteiligten oft frustrierende Angelegenheit: Für Journalisten (Autoren und Redakteure), die angesichts des abgesonderten Unrats zunehmend resignieren und die Kommentarfunktion auf ihren Seiten am liebsten abgeschafft sehen würden. Für Nutzer, die sich von prolligen Kommentaren abgestoßen führen. Und natürlich für alle an einer ernsthaften und niveauvollen Debatte interessierten Kommentatoren, die nicht einsehen mögen, dass sie wertvolle Zeit in einen intelligenten Kommentar investieren sollen, der zwischen vielen üblen, banalen oder langatmigen Äußerungen einfach untergeht.

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Bertha, die twitternde Tunnelbohrmaschine


In Seattle wird eine scheußliche Stelzenautobahn durch einen Tunnel ersetzt. Bis 2019 ist wegen der Großbaustelle mit Staus zu rechnen. Doch viele Seattleites freuen sich über die Ankunft von Bertha, der weltgrößten Tunnelbohrmaschine. Bertha ist aufregend. Und sie steht im Mittelpunkt einer geschickten Social-Media-Strategie.

Bertha

 

Das ist Bertha. Sie ist 100 Meter lang, fünf Stockwerke hoch und wiegt 70 Tonnen. Sie mag Erde, Kies und perfekt geformte Betonringe. Sonnenlicht mag sie nicht. Sie ist etwas erschöpft von ihrer zweiwöchigen und 8000 Kilometer langen Reise aus Osaka in Japan. Und sie freut sich auf die Special Drinks, die eigens für ihre Willkommensfeier gemixt werden. Woher ich das alles über Bertha weiß? Weil ich ihr bei Twitter folge. Und deshalb weiß ich auch, dass sie ein bisschen eitel ist:

… und bereits im regen Austausch mit der Space Needle steht, dem etablierten Wahrzeichen von Seattle:

 

Über mangelnde Aufmerksamkeit braucht sich Bertha also nicht zu beklagen. Sie hat außer der Space Needle und mir noch rund 2000 weitere Twitter-Follower, ein offizielles Fotoalbum bei Flickr und ein fangeneriertes Album bei Google+.

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Social Media f

Nach neun Monaten Abwesenheit tat es richtig gut, mal wieder unter Kollegen und Freunden in Deutschland zu sein – wenn auch diesmal nur für neun kalte Februartage. Hier sind die Materialien dazu.

1. Ein Foliensatz, den ich bei einem zweitägigen Social Media Seminar an der Axel Springer Akademie in Berlin verwendet habe. Da mein letztes Seminar zu diesem Thema neun Monate zurücklag und sich die Social Media Welt so rasant schnell weiterentwickelt, sind fast alle Folien neu. Es geht diesmal z.B. auch um Storify und Vine und was man damit im Journalismus machen kann:

2. Ein weiterer Foliensatz zu meinem 15minütigen Vortrag bei der sehr interessanten Local Web Conference in Nürnberg. Ich habe darin fünf Strategien für lokale Medien vorgestellt, mit denen in den USA und Kanada erfolgreich experimentiert wird:

1. Local only!
2. Nutzerengagement und Community-Aufbau
3. Ortsbasierte Daten und Karten
4. Kooperationen
5. Geschäftsmodelle im Netzwerk

Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte sich dazu auch das folgende Video anschauen, denn mein Vortrag wurde mitgefilmt:

Zum Thema lokale Relevanz gebe ich am 16. Mai außerdem einen Workshop beim forum journalismus und medien wien (fjum). Informationen und Anmeldung hier.

Wie Journalisten mit B

Gastbeitrag von

Verlagssuche, Listungsgebühr, Druckkostenzuschuss: Solche Begriffe können Journalisten davon abschrecken, endlich das lang gehegte Buchprojekt anzugehen. Eine Alternative ist die Print-on-Demand-Plattform Blurb*. Dort haben Autoren keine Investitionskosten und können Verkaufspreis und Gewinnspanne selbst bestimmen. Geld verdienen mit Print-on-Demand: Ich habe es ausprobiert.

Ob es um eine Sammlung der besten Reportagen geht, einen Blick hinter die Kulissen des eigenen Fachgebiets, illustrierte Erklärbücher oder Fotobände – die meisten Journalisten haben wohl schon einmal mit dem Gedanken gespielt, ein Buch herauszugeben. Schön wäre es, wenn dabei am Ende auch noch ein paar Euro Verdienst herausspringen. Weiterlesen →

“Eine Crowd um sich versammeln” – Interview mit Sebastian Esser zum Start der Plattform Krautreporter

Seit über vier Jahren können amerikanische Journalisten bei Spot.us finanzielle Unterstützer für eigene Projekte suchen. In Deutschland sind erste journalistische Projekte wie berlinfolgen und Eine neue Version ist verfügbar über Startnext erfolgreich finanziert worden. Aber eine eigene Plattform für Journalismus-Crowdfunding gab es nicht. Bis jetzt. Gemeinsam mit Wendelin Hübner startet der Berliner Journalist Sebastian Esser am heutigen Dienstag die neue Plattform Krautreporter. Zur Intention von Krautreporter und wie man als Journalist Crowdfunding einsetzen kann, hat mir Sebastian ein Interview gegeben.* Weiterlesen →

Geld verdienen im Netz – Seminarfolien f

Das Leben für freie Journalisten wird immer härter. Allerdings auch vielfältiger, wenn man sich im sozialen Netz und auf neuen digitalen Plattformen zu vermarkten weiß. Zu diesen Themen habe ich Ende März 2012 in mehreren deutschen Städten Seminare gegeben:

  • Akademie für Publizistik, Hamburg, 26. und 27. März
  • Bayerischer Journalistenverband, München, 28. März
  • Journalistenverband NRW, Düsseldorf, 30. März

Der Foliensatz für den Zweitages-Workshop in Hamburg ist der umfangreichste. Er steht deshalb allen Teilnehmern auch der übrigen Seminare und natürlich auch meinen anderen Bloglesern zur Verfügung. Da ich ein halbes Jahr lang keinen Workshop mehr gegeben habe, ist diesmal circa die Hälfte aller Folien neu. Die Dateimenge ist gewaltig, deshalb habe ich den Foliensatz in vier Teile unterteilt. Sie können unter diesem Link angesehen und heruntergeladen werden.

Verbreiten der Folien, gerne – bitte Namensnennung und einen Link auf diesen Beitrag und/oder mein Slideshare-Konto nicht vergessen.