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	<title>Medial Digital &#187; Audiointerviews</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Serie Multimedia-Tutorial RGMP (3): Audiorekorder benutzen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 09:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[RGMP Multimedia Tutorial]]></category>
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		<description><![CDATA[Dies ist Folge 3 meiner ins Deutsche übersetzten Tutorial-Serie “Reporter’s Guide to Multimedia Proficiency” der amerikanischen Journalismus-Dozentin und Bloggerin Mindy McAdams (bisher übersetzte Folgen stehen hier). Kaufen Sie sich einen Audiorekorder und lernen Sie, ihn zu bedienen Als Journalist oder Journalistenschüler haben Sie wahrscheinlich ein Aufnahmegerät. Und mit einiger Wahrscheinlichkeit ist dieses Gerät nicht geeignet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/a8fece94c94949cbbb4e83f0928db698" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://medialdigital.de/wp-content/journalism-wordle.png"><img class="alignleft size-large wp-image-1337" title="journalism-wordle" src="http://medialdigital.de/wp-content/journalism-wordle-300x201.png" alt="journalism-wordle" width="300" height="201" /></a>Dies ist Folge 3 meiner ins Deutsche übersetzten Tutorial-Serie <a href="http://mindymcadams.com/tojou/2009/rgmp-3-buy-an-audio-recorder-and-learn-to-use-it/"><strong>“Reporter’s Guide to Multimedia Proficiency”</strong></a> der amerikanischen Journalismus-Dozentin und Bloggerin Mindy McAdams (<a href="http://medialdigital.de/category/rgmp-multimedia-tutorial/">bisher übersetzte Folgen stehen hier)</a>.</p>
<h3><strong>Kaufen Sie sich einen Audiorekorder und lernen Sie, ihn zu bedienen</strong><a title="Permanent Link: RGMP 3: Buy an audio recorder and learn to use it" rel="bookmark" href="http://mindymcadams.com/tojou/2009/rgmp-3-buy-an-audio-recorder-and-learn-to-use-it/"><br />
</a></h3>
<p>Als Journalist oder Journalistenschüler haben Sie wahrscheinlich ein Aufnahmegerät. Und mit einiger Wahrscheinlichkeit ist dieses Gerät nicht geeignet, um damit sendefähige Aufnahmen für das Internet herzustellen.</p>
<p>Was Sie als Minimum brauchen, ist ein Rekorder, den Sie an Ihren PC anschließen können und der Dateien nicht in exotischen Formaten speichert, die man nicht in WAV umwandeln kann. Wenn Ihr Rekorder Dateien als WMA, MP3 oder WAV Formaten erstellt, ist das in Ordnung.</p>
<p>Wenn Sie Journalist sind, wissen Sie wahrscheinlich, dass Ihre MS Word Dateien im DOC (.doc) Format gespeichert werden. Vielleicht kennen Sie auch das Format TXT (.txt). Audiodateien haben ebenfalls ihre eigenen Formate. MP3 Dateien kennen Sie wahrscheinlich vom iPod, von Podcasts etc. MP3 ist ein komprimiertes Format. Das spart Platz auf dem Gerät (z.B. dem iPod), weil komprimierte Dateien kleiner sind. Wenn man zum Beispiel eine WAV Datei mit  6:30 min. Länge und einer Dateigröße von 65,3 MB ohne Editieren in eine MP3 Datei umwandelt, ist sie nur noch 4,4 MB groß.</p>
<p>Unkomprimierte Dateien sind also viel größer. Sie sollten immer eine unkomprimierte Datei bearbeiten, damit Sie alle Rohdaten in unveränderter Form haben. Wenn Sie mit dem Editieren fertig sind, exportieren Sie eine neue MP3 Datei.</p>
<h3><strong>Lernen Sie, Ihren Rekorder zu benutzen</strong></h3>
<p>Journalisten sind Machos (das gilt auch für viele Journalistinnen), und Machos lesen niemals die Bedienungsanleitung. Das ist allerdings idiotisch. Die Bedienungsanleitung für einen Audiorekorder ist kurz und simpel. Das Wichtigste ist der Teil, wo das Menü erklärt wird. Jeder Audiorekorder hat ein umständliches Bedienungsmenü. Aber Sie müssen die Einstellungen richtig vornehmen, und das ist 100 mal leichter, wenn Sie sich zu RTFM zwingen (Programmierer-Jargon für: Read The F***ing Manual).</p>
<p>Stellen Sie Ort und Zeit korrekt ein. Und die Aufnahmequalität auf die höchste Stufe. (Das ist extrem wichtig! Ihre Aufnahmen sollten so gut wie möglich klingen.) Wenn Sie die Wahl zwischen Stereo- und Mono-Aufnahmen haben, nehmen Sie Mono. Die Datei wird bei gleich guter Qualität kleiner sein.</p>
<p>Einige Rekorder, wie der Olympus VN-5200PC, habe mehrere Einstellungsoptionen für das eingebaute Mikrofon. Bei diesem Modell heißen die Optionen Dict (Lo) und Conf (Hi). Auf anderen Geräten heißen die Einstellungen anders. Lesen Sie den Abschnitt über die Mikrofon-Empfindlichkeits-Einstellungen für Ihren Rekorder und experimentieren Sie damit. Nehmen Sie ihn mit in die Küche, legen Sie ihn auf die Küchenplatte, gehen Sie umher und sagen Sie dabei &#8220;Test, 1,2,3&#8243; oder Ähnliches. Dann verändern Sie die Einstellung und wiederholen den Test.</p>
<p>Auf diese Weise lernen wir mit unseren Werkzeugen umzugehen. Wir verbringen Zeit damit und probieren sie aus.</p>
<h3>Lernen, wie man Audio-Interviews führt</h3>
<p>Als Journalist(in) wissen Sie bereits, wie man Interviews führt. Allerdings müssen Sie ein paar Dinge beachten, um gute Audio-O-Töne zu bekommen, die Sie z.B. in eine Slideshow oder einen Podcast einbauen können.</p>
<ol>
<li>Die Art, wie Sie das Mikrofon oder den Rekorder halten, kann Geräusche erzeugen, die bei der Aufnahme zu hören sind. Finden Sie eine bequeme Haltung und bewegen Sie dann während der Aufnahme möglichst nicht Ihre Finger oder den Arm.</li>
<li>Das Mikrofon auf einem Tisch zu platzieren, kann ebenfalls störende Nebengeräusche verursachen &#8211; zum Beispiel, wenn Ihr Gesprächspartner seine Aussagen mit einem Schlag auf die Tischplatte bekräftigt.</li>
<li>Finden Sie den idealen Abstand zwischen dem Mikrofon und dem Mund des Interviewten. Diese Entfernung kann von der eingestellten Empfindlichkeit des Mikrofons abhängen (s.o.).</li>
<li>Woher wissen Sie, ob die Aufnahme klar und laut genug ist? INDEM SIE KOPFHÖRER TRAGEN. Das ist der einzige Weg, um während der Aufnahme zu überprüfen, was der Rekorder aufnimmt. Manchmal werden Sie durch die Kopfhörer ein Summen oder Brummen hören, das Sie mit nackten Ohren nicht wahrnehmen können. Aber raten Sie mal: Das Geräusch ist auch auf der Aufnahme zu hören. Kopfhörer sind der einzige Weg, um rechtzeitig sicherzustellen, dass Sie nicht mit unbrauchbarem Audiomaterial von einem Termin zurückkommen.</li>
<li>Sagen Sie nicht &#8220;Aha&#8221;. Reporter müssen schweigend zuhören. Lernen Sie zu nicken und lächeln, anstatt Ihre Aufnahem mit &#8220;Aha&#8221; und &#8220;Ja&#8221; zu ruinieren. Geben Sie dem Interviewten nonverbales Feedback.</li>
<li>Oft werden Sie beim Editieren Ihre Fragen herausschneiden. Lernen Sie, offene Fragen zu formulieren, auf die der Interviewte mit ganzen Sätzen antworten muss. Vermeiden Sie Fragen, auf die man mit einem bloßen &#8220;Ja&#8221; oder &#8220;Nein&#8221; antworten kann. Solche Antworten können Sie nicht gebrauchen.</li>
<li>Der Reporter hält immer das Mikrofon. Geben Sie NIEMALS dem Interviewten das Mikrofon. SIE haben die Kontrolle.</li>
<li>Halten Sie Augenkontakt mit dem Interviewten, damit sein Kopf nicht nach unten nickt. Dadurch vemeiden Sie Blasgeräusche. Wenn der Atem des Gesprächspartners auf das Mikrofon trifft, gibt es Plopp-Geräusche bei Verschlusslauten und Zischen bei S-Lauten. Nicht gut.</li>
</ol>
<p>Übung macht den Meister. Erwarten Sie also nicht, dass Ihre ersten Versuche schon fehlerfrei sein werden. Sie werden sich rapide verbessern. Gute Audioaufnahmen zu machen ist für Printjournalisten eine relativ leichte Übung.</p>
<p>Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre Audioaufnahmen selbst schneiden/editieren, sonst werden Sie Ihre Interviewtechnik nicht verbessern. Das wird das Thema der nächsten Folge sein.</p>
<h3><strong>Ein letzter Tipp für Interviews</strong></h3>
<p>Eine einfache Technik &#8220;Die Fragen danach&#8221; versetzt Sie in die Lage, auch längere Interviews zu führen, aufzunehmen und ohne großen Aufwand zu editieren.</p>
<p>Wenn Sie fertig sind, stoppen Sie die Aufnahme. Setzen Sie Ihre Kopfhörer auf. Beginnen Sie mit einer neuen Aufnahme und erklären Sie dem Interviewten, dass Sie einige Auszüge online stellen wollen und deshalb jetzt einige Fragen wiederholen. Bitten Sie die Person, genauso zu antworten wie beim ersten Mal (das muss natürlich keine wortwörtliche Wiederholung sein).</p>
<p>Wiederholen Sie nur die Fragen, welche die interessantesten oder relevantesten Antworten hervorgebracht haben. Diese Methode hat zwei Vorteile: 1. Oft sind die Antworten beim zweiten Mal kompakter und organisierter. 2. Ihr Job beim Edititieren wird einfacher, weil sie aus der zweiten Aufnahme kaum etwas herausschneiden müssen.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 13.11.09:</strong></p>
<p>Ein guter Vergleichstest für Audioaufnahmegeräte steht bei <a href="http://www.audiotranskription.de/vergleichstest-digitaler-rekorder.htm"><strong>audiotranskription.de </strong></a>.</p>
<p>(Mit Dank an <a href="https://www.xing.com/profile/Mirko_Lorenz">Mirko Lorenz</a> für den Hinweis.)</p>
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