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	<title>Medial Digital &#187; Flattr</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Vertrauenswürdige Datenknoten</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 16:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Media Companies Must Become Trusted Data Hubs Mirko Lorenz (deutscher Informationsarchitekt), Nicolas Kayser-Bril (Datenchef des französischen Journalismusportals OWNI, hier mein Interview mit ihm) und Geoff McGhee, Amerikaner und Produzent des Videoprojekts Journalism in the Age of Data) haben gemeinsam einen Beitrag für OWNI (s. Überschriftenlink und für Nieman Journalism Lab) veröffentlicht. In ihrem Manifest [...]]]></description>
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Datenwolken.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4706" title="Datenwolken" src="http://medialdigital.de/wp-content/Datenwolken.png" alt="" width="365" height="306" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://owni.eu/2011/02/28/media-companies-must-become-trusted-data-hubs-catering-to-the-trust-market/">Media Companies Must Become Trusted Data Hubs</a></h4>
<p><a href="http://www.mirkolorenz.com/"><strong>Mirko Lorenz</strong></a> (deutscher Informationsarchitekt), <strong>Nicolas Kayser-Bril</strong> (Datenchef des französischen Journalismusportals OWNI, hier mein <a href="http://medialdigital.de/2010/05/27/labor-fur-innovativen-journalismus-interview-mit-owni-datenchef-nicolas-kayser-bril/"><strong>Interview </strong></a>mit ihm) und <a href="http://twitter.com/#!/mcgeoff"><strong>Geoff McGhee</strong></a>, Amerikaner und Produzent des Videoprojekts <a href="http://datajournalism.stanford.edu/"><strong>Journalism in the Age of Data</strong></a>) haben gemeinsam einen Beitrag für OWNI (s. Überschriftenlink<strong> <a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/voices-news-organizations-must-become-hubs-of-trusted-data-in-an-market-seeking-and-valuing-trust/">und für <em>Nieman Journalism Lab</em></a></strong>) veröffentlicht. <strong>In ihrem Manifest plädieren sie dafür, dass Verlage sich nicht länger hauptsächlich als Produzenten linearer Nachrichtentexte definieren sollten, sondern als Knotenpunkte für vertrauenswürdige Daten im Netz.</strong> Noch gehen erst wenige Verlage wie der <em>Guardian</em>, die <em>New York Times</em> und neuerdings auch <em>Die Zeit</em> diesen Weg. Doch die Autoren sind optimistisch: &#8220;There is hope. What we are seeing at The Guardian, The New York Times  and some other news organizations are the early signs of a  transformation. Right now, there are only a few stories based on deep  data analysis in the stream of more traditional reporting. But some  journalists already see that exploring data provides an important  opportunity, and the practice is growing.&#8221;</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/guttenberg-ruecktritt-und-das-internet-in-den-faengen-der-digitalen-buerger-1659438.html">In den Fängen der digitalen Bürger</a></h4>
<p>Florian Güßgen beschreibt anlässlich der Causa Guttenberg auf <em>stern.de</em> <strong>das Netz als &#8220;mächtiges Bürgermedium&#8221;</strong> und fragt sich, ob hier eine fünfte Gewalt entsteht (in Großbritannien wird zu dieser Frage schon seit dreieinhalb Jahren <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/research/projects/?id=57"><strong>geforscht</strong></a>). Ein differenzierter und gut lesbarer Beitrag nicht nur für Netizens.</p>
<h4><a href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2011/02/kachingle-and-the-limits-of-tip-jar-journalism/71703">Kachingle and the Limits of Tip-Jar Journalism</a></h4>
<p>Ein Beitrag von John Hendel in <em>The Atlantic</em> untersucht, warum das Crowdfunding StartUp <a href="http://www.kachingle.com"><strong>Kachingle</strong></a> auch zwei Jahre nach seiner Gründung kaum genutzt wird. Sein Fazit: &#8221; &#8230;<strong>ultimately, Kachingle falls prey to the &#8216;Wouldn&#8217;t it be nice?&#8217;  school of thought. On paper, it sounds terrific; the reality doesn&#8217;t  lend much confidence.</strong>&#8221; Kachingle ist das US-Pendant zu <a href="http://flattr.com"><strong>Flattr</strong></a>, dem <span style="text-decoration: line-through;">norwegischen</span> schwedischen Spendenmodell für Blogs und Websites, bei dem von Akzeptanz bei der Masse der Internetnutzer auch noch keine Rede sein kann.</p>
<h4><a href="http://www.poynter.org/latest-news/top-stories/121281/texas-tribune-databases-drive-majority-of-sites-traffic-help-citizens-make-sense-of-government-data/">Texas Tribune databases drive majority of site’s traffic, help citizens make sense of government data</a></h4>
<p><strong>Die US-Tageszeitung <em>Texas Tribune </em>experimentiert erfolgreich mit Datenjournalismus und zieht damit enormen Traffic auf ihre Webseite.</strong> Mehr als 50 zumeist zeitlose Projekte, viele davon angereichert mit einem Blog oder Videos zum Thema, befassen sich mit öffentlich zugänglichen Daten texanischer Behörden. Die Webseite ist zur ersten Anlaufstelle für Bürger geworden, die zum Beispiel wissen wollen, ob sich ihre Schule im Verhältnis zur Qualität des Unterrichts einen Verwaltungs-Wasserkopf leistet. Die Datenbanken stehen unter Creative Commons Lizenzen, immer mehr Datenbanken können auf anderen Webseiten eingebettet werden. Mehr Details bei <em>Poynter</em>.</p>
<h4><a href="http://frei.djv-online.de/neuer-marktplatz-fur-beitrage-und-auftrage-diesmal-von-der-post/">Neuer Marktplatz für Beiträge und Aufträge – diesmal von der Post</a></h4>
<p>Das <em>freienblog</em> des Deutschen Journalisten Verbands (DJV) analysiert das <strong>Potenzial des neuen Marktplatz für journalistische Texte, das die Deutsche Post unter dem Namen <a href="http://www.dieredaktion.de">dieredaktion.de</a> gestartet hat</strong>. &#8220;Was neu am Projekt der Post ist, ist einerseits der Ausführende,  andererseits die Konsequenz, mit der das Projekt angegangen wird. Für  die Deutsche Post als Teil eines der größten weltweiten  Logistikdienstleister, DHL, ist das Vorhaben ein wichtiger Schritt in  das digitale Geschäft, das man sichtlich nicht Garagenbastlern aus  Seattle und San Francisco überlassen möchte. Zu groß ist das Risiko,  dass die Digitalisierung der Gesellschaft das Denken in Paketen und  Papierbriefen gnadenlos abschafft – und kein wesentlicher  Geschäftsbetrieb bleibt&#8221;, so Michael Hirschler, Freienbeauftrager des DJV.</p>
<h4><a title="5 predictions for journalism in 25 years" rel="bookmark" href="http://onlinejournalismblog.com/2011/03/05/5-predictions-for-journalism-in-25-years/">5 predictions for journalism in 25 years</a></h4>
<p><em>Online Journalism Blog </em>wagt zur Zukunft des Journalismus einen Blick in die Kristallkugel. Eine der Vorhersagen: <strong>Es wird immer noch Vorhersagen zum baldigen Tod der Tageszeitungen geben. </strong></p>
<h4><a href="http://istlokal.de/2011/02/22/masterarbeit-hyperlokale-plattformen-in-deutschland/"><strong>Masterarbeit Hyperlokale  Plattformen in Deutschland</strong></a></h4>
<p>Imke Emmerich hat ihre mit 1,0 benotete Arbeit “Hyperlokale  Plattformen in Deutschland” zum Abschluss des Master-Studiengangs Journalistik und  Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg dankenswerterweise zum Download bereitgestellt. <strong>Die Studie kann auf der Plattform <em>istlokal.de</em> (Überschriftenlink) als pdf-Dokument heruntergeladen werden</strong>.</p>
<h4><a href="http://eq.org.nz/">Christchurch Recovery Map</a></h4>
<p>Ein interessantes <strong>Crowdsourcing-Projekt aus Neuseeland</strong>: Freiwilige Helfer, organisiert in der Gruppe <a href="http://wiki.crisiscommons.org/wiki/CrisisCampNZ"><strong>CrisisCampNZ</strong></a>, tragen Informationen aus Medien, Datenbanken und Hinweisen von Nutzern auf einer Google-Karte von Christchurch ein. So entsteht eine interaktive Karte mit Ressourcen und gemeldeten Störungen nach dem verheerenden Erdbeben vom 22. Februar 2011. Das Projekt beruht auf der Open Source Software von <a href="http://www.ushahidi.com/"><strong>Ushahidi</strong></a>.</p>
<p><em>Illustration:</em><em><a href="http://twitter.com/mboucharlat">Marion Boucharlat</a>, CC-Lizenz.</em></p>
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		<title>Steuern bei Flattr und Co? &#8211; Expertenbeitrag von Rüdiger Schaar</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 09:27:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Steuerberater Rüdiger Schaar beantwortet in diesem Gastbeitrag die Frage, ob man als Blogger Einnahmen aus Social Payments wie Flattr, aus Werbebannern,  Google AdSense oder Affiliate-Netzwerken dem Finanzamt melden muss. Soviel vorab: Ja, man muss. Von Rüdiger Schaar Bei den Social-Payment-Services wie Flattr oder Kachingle handelt es sich um eine neue Form des Internetzahlungsverkehrs. Nutzer haben [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/c3dc6dff81594ba9bce8f750636e8d4b" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Steuer-Kolumne.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3899" title="Steuer-Kolumne" src="http://medialdigital.de/wp-content/Steuer-Kolumne-300x255.png" alt="" width="300" height="255" /></a></h4>
<h4>Steuerberater Rüdiger Schaar beantwortet in diesem Gastbeitrag die Frage, ob man als Blogger Einnahmen aus Social Payments wie Flattr, aus Werbebannern,  Google AdSense oder Affiliate-Netzwerken dem Finanzamt melden muss. Soviel vorab: Ja, man muss.</h4>
<p><strong>Von Rüdiger Schaar</strong></p>
<p>Bei den Social-Payment-Services wie Flattr oder Kachingle handelt es sich um eine neue Form des Internetzahlungsverkehrs. Nutzer haben so die Möglichkeit, Autoren für ihre Arbeit zu bezahlen – entweder in monatlich vorgeschriebener Höhe (Kachingle 5 Euro) oder frei wählbar (Flattr). Die Autoren binden den Button des Anbieters auf ihrer Seite ein, der Nutzer klickt ihn an, wenn ihm ein Beitrag gefällt. Am Ende des Monats bekommt der Autor das aus der Summe der Klicks resultierende Geld über Paypal ausgezahlt.</p>
<p>Die Einnahmen durch das „social payment“ werden jedoch häufig missverstanden, als Spenden etwa oder eine Art von Trinkgeld, die Einnahmen müssten deshalb nicht versteuert werden. Das Finanzamt teilt diese Ansicht leider nicht.</p>
<p>Aus steuerlicher Sicht handelt es sich um eine nachhaltige Tätigkeit, die mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Und die ist steuerpflichtig! Der Journalist hat die Einnahmen deshalb als Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit zu versteuern. Dies bedeutet, dass ein freiberuflicher Journalist die Zahlungen als Betriebseinnahmen, zusätzlich zu seinen Texthonoraren, zu erfassen hat. Ein angestellter Journalist, der als Blogger nebenher tätig ist und Zahlungen erhält, ist gezwungen, die selbständige Tätigkeit beim Finanzamt anzuzeigen und den Gewinn zu erklären. Zu einer Versteuerung kommt es allerdings nur dann, wenn sein Gewinn über 410 Euro vorliegt. Darunter greift der sogenannte Härteausgleich, eine „Steuervergünstigung“ für Arbeitnehmer, die lediglich geringe Nebeneinkünfte erzielen.</p>
<p>Da die Einnahmen zu versteuern sind, können natürlich auch angefallene Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Erfahrungsgemäß sind diese allerdings bereits in den sonstigen Betriebsausgaben der Journalisten erfasst (Abschreibung Computer, Internetgebühren etc.). Lediglich die Gebühren der Social-Payment-Anbieter sind insoweit zusätzlich anfallende Kosten.</p>
<p>Auch im Bereich der Umsatzsteuer unterliegen die Einnahmen der Besteuerung. Und dies auch, obwohl die „social payment“-Anbieter ihren Sitz meist im Ausland haben. Da der Nutzer mit seinem Klick die journalistische Tätigkeit honoriert, sollte nach unserer Meinung vor dem Finanzamt der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent vertreten werden. Entsprechende Entscheidungen von Finanzgerichten zum anzuwendenden Umsatzsteuersatz liegen noch nicht vor. Angestellte Journalisten, die erwartungsgemäß mit ihren Einnahmen aus den Social-Payment-Services unter 17.500 Euro liegen, können sich als Kleinunternehmer beim Finanzamt anmelden und haben keine Umsatzsteuer abzuführen.</p>
<p>Vorsicht ist bei Affiliate-Programmen und Werbebannern geboten. Denn hierbei handelt es sich nicht um Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit, sondern gewerblicher Art. Soweit also jemand Werbebanner auf seiner Seite schaltet, sind ein Gewerbe anzumelden und die Einnahmen hieraus gesondert beim Finanzamt zu melden. Das kann weitreichende Folgen haben. Wenn die Schaltung über 4.800 Euro Gewinn im Jahr abwirft, entfällt der 50%-ige Zuschuss der Künstlersozialkasse zur Krankenversicherung. Ein Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt allerdings erhalten. Zu einer Festsetzung von Gewerbesteuer wird es bei den meisten allerdings nicht kommen. Die fällt erst ab einem Gewinn von 24.500 Euro an.</p>
<p><em><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Rüdiger-Schaar.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3900" title="Rüdiger-Schaar" src="http://medialdigital.de/wp-content/Rüdiger-Schaar-64x75.png" alt="" width="64" height="75" /></a>Rüdiger Schaar</strong> ist Steuerberater, betreut das Informationsportal  <a href="http://www.medienvorsorge.de/">www.medienvorsorge.de</a> und betreibt für <a href="http://www.freischreiber.de/">Freischreiber</a>,  den Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, eine Hotline  zu allen Fragen der Steuer und der Künstlersozialkasse. Bei  medialdigital.de veröffentlicht er in unregelmäßiger Folge  Steuer- und Sozialversicherungstipps für Journalisten.</em></p>
<p><em> </em></p>
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		<title>Jenseits von Werbebannern: 5 Crowdfunding-Modelle für Blogs und kleine Webseiten</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/09/28/jenseits-von-werbebannern-5-crowdfunding-modelle-fur-blogs-und-kleine-webseiten/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 14:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele engagierte Blogger und Betreiber hyperlokale Projekte haben ein Problem: Ihren hohen Aufwand, um Qualität zu produzieren, können sie ohne eine Refinanzierung, die zumindest einen Teil der Kosten und Arbeitszeit abdeckt, auf Dauer nicht betreiben. Auf eigene Faust Werbekunden akquirieren ist mühselig, und bei Werbeprogrammen wie Google AdSense oder Mokono springen für viele Seitenbetreiber nur [...]]]></description>
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		</div>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/068a7b4fd8e44781a3869a87ad7cd7cd" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/deposit-coins-here.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2642" title="deposit-coins-here" src="http://medialdigital.de/wp-content/deposit-coins-here.png" alt="" width="408" height="257" /></a></p>
<p><strong>Viele engagierte Blogger und Betreiber hyperlokale Projekte haben ein Problem: Ihren hohen Aufwand, um Qualität zu produzieren, können sie ohne eine Refinanzierung, die zumindest einen Teil der Kosten und Arbeitszeit abdeckt, auf Dauer nicht betreiben. Auf eigene Faust Werbekunden akquirieren ist mühselig, und bei Werbeprogrammen wie Google AdSense oder Mokono springen für viele Seitenbetreiber nur lächerlich niedrige Beträge heraus. Doch es gibt auch jenseits von Werbung Finanzierungsmodelle, die man einfach mal ausprobieren sollte. </strong></p>
<p>Gadgetblogs, bei denen es vor allem um neue elektronische Produkte geht, haben es verhältnismäßig einfach, passende Werbekunden zu finden. Das Vorzeigebeispiel Netbooknews von Sascha Pallenberg macht einen sechsstelligen Jahresumsatz mit Werbung und nicht umsonst hat sich der Verlag Burda mit seinem Netzwerk Glam, zu welchem über 1700 Blogs und Webseiten gehören, auf den gut vermarktbaren Modebereich konzentiert. Doch was ist mit dem Großteil der Blogs und Webseiten, die nicht auf  monatlich über eine Million Seitenabrufe kommen und damit unterhalb der Rentabilitätschwelle für klassische Werbekunden liegen?  Selbst auf renommierten Blogs wie Stefanniggemeier.de, Carta oder Netzpolitik sind Werbebanner dünn gesät. Das liegt allerdings auch an der inhaltlichen Ausrichtung. Wer sich mit abstrakten netz- oder medienpolitischen Themen beschäftigt, bleibt nun mal für die meisten Werbekunden viel uninteressanter als Webseiten, die schon in Kauflaune angesurft werden oder mit ihren Berichten Kauflaune wecken (und das muss nicht unbedingt Schleichwerbung sein).</p>
<p>Doch gerade Webseiten, die vor allem eigenen Inhalte recherchieren und produzieren und hinter denen ein erkennbarer Aufwand steckt, haben Chancen, ihre Nutzergemeinde dazu zu bewegen, sich freiwillig an den Kosten zu beteiligen. Die folgenden Dienstleister organisieren und erleichtern das sogenannte &#8220;Crowdfunding&#8221;.</p>
<h4><a href="http://flattr.com">Flattr</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Flattrlogo.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3747" title="Flattrlogo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Flattrlogo-225x65.png" alt="" width="225" height="65" /></a>Der Micropayment-Dienst Flattr ist in der deutschen Blogszene schon relativ bekannt. (Wer Flattr noch nicht kennt, kann Grundlegendes dazu in meinem <a href="http://www.selbstaendig-im-netz.de/2010/07/27/geld-verdienen/flattr-und-kachingle-eine-realistische-einnahmequelle-fuer-blogger-und-webmaster/"><strong>Gastbeitrag für Selbstständig im Netz </strong></a> nachlesen.) Carta veröffentlicht <a href="http://carta.info/33192/die-deutschen-flattr-charts-im-august/"><strong>monatliche Flattr-Rankings,</strong></a>. In diesen Rankings sieht man, dass nur wenige Beiträge über 100 Mal geflattert werden. Bisher genieren auch nur wenige Webseitenbetreiber einen dreistelligen Eurobetrag mit Flattr. <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/flattr-einnahmen-fur-august/"><strong>Netzpolitik verkündete für den August Brutto-Einnahmen von 738,90 € </strong></a>(wovon 19 Prozent Umsatzsteuer noch abzuziehen sind). Das Webportal der &#8220;taz&#8221; kam im August auf 1.302 € – und damit auf knapp neun Prozent weniger als im Juli. Insgesamt klickten die Nutzer 5.791 Mal klickten auf den Button – vier Prozent häufiger als im Juli.</p>
<p>Bei Flattr zeichnen sich mittlerweile zwei Trends ab:</p>
<ol>
<li>Die Tendenz, dass die einzelnen Flattr-Klicks weniger wert sind als anfangs, weil es für viele Flattr-Kontenbesitzer inzwischen zur Gewohnheit geworden ist, sich auf diese Weise für gute Beiträge zu bedanken. Wenn sie aber nicht gleichzeitig ihren monatlich zu verteilenden Betrag erhöhen, sinkt natürlich der Wert jedes Klicks. Wieviel die Klicks insgesamt wert waren, sehen Seitenbetreiber ohnehin erst jeweils nach Ablauf eines Monats.</li>
<li>Es gibt eine Art &#8220;rückwirkende Dankbarkeit&#8221; bei Flattr. Blogger wie Stefan Niggemeier, die schon seit Jahren konstant hohe Qualität liefern und Debatten anregen, werden von ihren Stammnutzern offenbar auch sozusagen für ihr &#8220;Lebenswerk&#8221; belohnt. Anders ist es kaum zu erklären, dass Niggemeier-Leser zwischendurch auch mal das schnelle Verlinken eines skurrilen <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flausch-am-sonntag-27/"><strong>Videos über auf dem Hintern rutschende Hunde</strong></a> mit zwei Flattr-Klicks (und 26 Kommentaren) belohnen.</li>
</ol>
<h4><a href="http://www.kachingle.com">Kachingle</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/kachinglelogo.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3748" title="kachinglelogo" src="http://medialdigital.de/wp-content/kachinglelogo-225x62.png" alt="" width="225" height="62" /></a>Auf Kachingle habe ich anfangs große Hoffnungen gesetzt, größere eigentlich als auf Flattr, weil Spender sich hier im Gegensatz zu Flattr &#8220;outen&#8221; können. (Wer Kachingle nicht kennt: s. auch dazu mein <a href="http://www.selbstaendig-im-netz.de/2010/07/27/geld-verdienen/flattr-und-kachingle-eine-realistische-einnahmequelle-fuer-blogger-und-webmaster/"><strong>Beitrag bei SiN</strong></a> und mein <a href="http://medialdigital.de/2010/05/11/eine-neue-soziale-bewegung-interview-mit-kachingle-grunder-cynthia-typaldos/"><strong>Interview mit der Gründerin Cynthia Typaldos</strong></a>.) Auch Kachingle ist in Deutschland besonders beliebt. Doch sowohl die Zahl der angemeldeten Webseitenbetreiber (aktuell 312) als auch die Zahl der freiwilligen Spender legt seit einigen Monaten kaum noch zu. Kachingle hat eindeutig ein Bekanntheitsproblem bei Webnutzern. Auch sorgt die Festlegung auf 5 Dollar Spendenbeitrag pro Monat dafür, dass bei Webseitenbetreibern finanziell kaum etwas dabei herumkommt. Medialdigital liegt mit 44 Kachinglern (auch diese Zahl stagniert seit zwei Monaten) deutschlandweit auf Platz 2 (hinter Carta mit stagnierenden 88 Kachinglern) und weltweit auf Platz 6. Eingebracht hat mir dieser sagenhafte Status seit dem 31. März 2010 insgesamt 54,63 Dollar (wovon 11 Prozent Provision für Kachingle und Paypal sowie mein Umsatzsteuersatz von 7 Prozent noch abzuziehen sind.). Dennoch werde ich Kachingle noch nicht abschreiben, vielleicht braucht dieser Dienst einfach länger um eine kritische Masse zu erreichen.</p>
<h4><a href="https://www.paypal-deutschland.de/haendler/unsere-loesungen/loesungsueberblick/spenden.html"><strong>Paypal-Spendenbutton</strong></a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Paypalspende.png"><img class="alignleft size-full wp-image-3750" title="Paypalspende" src="http://medialdigital.de/wp-content/Paypalspende.png" alt="" width="132" height="47" /></a>Flattr und Kachingle setzen auf der Spender- und Empfängerseite ein Paypal-Konto voraus. Aber natürlich kann man auch ohne diese beiden Dienstleiter seine Nutzer direkt um Spenden bitten. Ich probiere das seit Neuestem aus, taz.de war bei einer <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2010/04/30/tazde-leser_spenden_184283_euro_fuer_unabhaengigen_journalismus/"><strong>Online-Spendenaktion</strong></a> im Frühjahr dieses Jahres überraschend erfolgreich, aber auch der Blogger <a href="http://gutjahr.biz/blog/"><strong>Richard Gutjahr</strong></a> konnte per Direkt-Spendenbutton schon Einnahmen erzielen.<strong> </strong></p>
<h4><a href="http://www.spreadshirt.net"><strong>Merchandising</strong></a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Bildblogtasse.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3751" title="Bildblogtasse" src="http://medialdigital.de/wp-content/Bildblogtasse-225x191.png" alt="" width="225" height="191" /></a>Spreadshirt macht&#8217;s möglich: Wer treuen Fans Tassen oder T-Shirts zum Kauf anbieten will, muss kein teures Warenlager füllen und auch keine Mindestabnahmemengen garantieren. <a href="http://www.bildblog.de/eine-bildblog-geschenkidee-eigenanzeige-2/"><strong>Eine Bildblogtasse und ein Bildblog-T-Shirt gab es bereits im Advent 2006</strong></a>. Warum nicht demnächst unter dem Weihnachtsbaum auch ein Geschirrset passend zum <a href="http://www.heddesheimblog.de"><strong>Heddesheimblog</strong></a>?<strong> </strong>Natürlich &#8220;braucht&#8221; niemand<strong> </strong>wirklich bedruckte Tassen und T-Shirts. Haben wir nicht alle die Schränke voll davon&#8230;? Aber erstens kann man natürlich auch originellere Produkte bedrucken lassen (Spreadshirt bietet auch Stringtangas, Kochschürzen oder Regenschirme an). Und außerdem ähnelt der Kauf eines solchen Produktes im Grunde auch weniger einem Kauf als einer freiwilligen Zahlung und Fanbekundung (vorausgesetzt, man trägt das T-Shirt und stellt die Tasse ins Großraumbüro). Nur dass man als Spender im Gegenzug etwas Handfestes bekommt, anstelle der immateriellen Hoffnung, das Blog oder die Webseite möge aufgrund einer Spende noch lange bestehen.<strong> </strong>Auch einem Obdachlosen geben manche Leute viel lieber 2 Euro für eine Obdachlosenzeitung als fürs Betteln, selbst wenn die Zeitung ungelesen im Papierkorb landet. <strong><br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.paywithatweet.com/"><strong>Pay with a Tweet</strong></a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Pay-with-a-tweet.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3752" title="Pay-with-a-tweet" src="http://medialdigital.de/wp-content/Pay-with-a-tweet-225x87.png" alt="" width="225" height="87" /></a>Bei diesem Modell wird nicht mit Geld, sondern mit dem sozialen Netzwerk bezahlt. Man kann zum Beispiel eine bestimmte Artikelserie, ein E-Book oder die Folien aus einem Vortrag für alle Nutzer kostenlos bereitstellen, die darüber twittern oder eine Facebook-Statusmeldung verfassen. Hier geht es darum, erst einmal Reichweite und hohe Aufmerksamkeit für sein Angebot zu generieren. Nach der kostenlosen Aufmerksamkeitsphase kann man das Angebot anschließend, wenn man will, immer noch gegen Bezahlung anbieten. <a href="http://www.ohmygodwhathappened.com/"><strong>Dieses Ebook</strong></a> beispielsweise gibt es kostenlos für einen Tweet oder ein Facebook-Update.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: On the internet no one knows you&#8217;re a newspaper!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 17:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: No, I&#8217;m not &#8216;against&#8217; people paying for online news Paywall 1: Steve Outing sieht sich von einer Kommentatorin seines Blogposts über die Times-Paywall gründlich missverstanden und nutzt die Gelegenheit, seine Ausführungen zu präzisieren. Hier ist eins seiner Argumente: &#8220;On the Internet, no one knows you’re a newspaper! (Historical reference: that old New Yorker cartoon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/hyperlocal-Hamburg.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3238" title="hyperlocal-Hamburg" src="http://medialdigital.de/wp-content/hyperlocal-Hamburg-300x213.png" alt="" width="300" height="213" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://steveouting.com/2010/07/05/no-im-not-against-people-paying-for-online-news/">No, I&#8217;m not &#8216;against&#8217; people paying for online news</a></h4>
<p>Paywall 1: Steve Outing <a href="http://steveouting.com/2010/07/02/the-times-vs-guardian-strategies-uber-dumb-smart/#comments"><strong>sieht sich von einer Kommentatorin seines Blogposts über die <em>Times</em>-Paywall gründlich missverstanden</strong></a> und nutzt die Gelegenheit, seine Ausführungen zu präzisieren. Hier ist eins seiner Argumente: &#8220;<strong>On the Internet, no one knows you’re a newspaper!</strong> (Historical reference: that old New Yorker cartoon with two dogs at a computer, “On the Internet, no one knows you’re a dog!”) By that I mean, with a news website, there’s often not much difference between a broadcaster’s news site (say, BBC.co.uk) and a newspaper site (like TheTimes.co.uk). All the major news providers now trade in text, audio, multimedia, and video. <strong>I don’t for a second believe that the TV news folks, steeped in models that don’t charge subscription fees, will follow Murdoch into paywall-land, even if the UK newspapers do (again, unlikely). A Murdochian walling off of all newspaper content online would just boost broadcast news entities while sinking the newspapers.</strong>&#8221; Analog kann man auch für deutsche Verlags-Paywalls versus frei zugängliche ARD/ZDF-Websites argumentieren.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2010/jul/05/clay-shirky-internet-television-newspapers">Clay Shirky: &#8216;Paywall will underperform – the numbers don&#8217;t add up&#8217;</a></h4>
<p>Paywall 2: Decca Aitkenhead lässt <strong>Clay Shirky in einem Portrait</strong> im <em>Guardian</em> begründen, warum die <em>Times</em>-Paywall seiner Ansicht nach scheitern wird (nicht weil sie existiert, sondern sie die <em>Times</em> im Netz vollkommen isoliert). <strong>Guter Einblick in die Gedankenwelt des Webvisionärs Shirky.</strong></p>
<h4><a href="http://paidcontent.org/article/419-publishers-need-popcorn-not-paywalls/">Publishers Need Popcorn, Not Paywalls</a></h4>
<p>Paywall 3: Marktanalyst Nick Thomas von Forrester Research betont in einem Gastbeitrag für <em>Paid Content</em>: &#8220;Are paywalls the answer? They may be <em>an</em> answer — but to the wrong question. Instead of asking how much more money they can get for the content, companies should be focusing on how that content can help create new revenue streams. [...] <strong>Focusing on the sale of content is missing a trick: Media companies are not actually in the content business; they are in the audience business. </strong>Thomas<strong> </strong>vergleicht Zeitungs- und Zeitschriftenverlage mit Kinos, die heute den traditionellen Verkauf von Eintrittskarten mit 3D-Versionen, Dolby Surround und nicht zuletzt Popcorn ergänzen. Analog rät er Verlagen zu <strong>Produkterweitungen &#8211; zum Beispiel mit Bucheditionen.<br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.intern.de/news/neue--meldungen/--201007067742.html">Paywall schützt Urheberrecht gleich doppelt?</a></h4>
<p>Paywall 4: Der Informationsdienst <em>intern.de</em> wirft die Frage auf, ob Paywalls nicht nur die eigenen Inhalte von Zeitungen vor der &#8220;Kostenloskultur&#8221; schützen, sondern auch unautorisierte Übernahmen aus fremden Webseiten (vulgo: &#8220;Contentklau&#8221;) vor der Entdeckung bewahren: &#8220;Womit sich die Frage stellt, ob denn die Paywall für die Zeitungen vielleicht noch einen weiteren Vorteil bietet: <strong>Da aufgrund  der Zugangsbeschränkung auch die Gefahr abnimmt, dass automatisierte &#8216;Copyright Guards&#8217; Zugriff erhalten, fällt das ungenehmigte &#8220;Entleihen&#8221;  wesentlich leichter.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/07/04/hyperlokaler-journalismus-in-hamburg">Hyperlokaler Journalismus in Hamburg</a></h4>
<p>Der Journalist Mark Heywinkel wundert sich bei <em>mediatopia</em>, <strong>warum die etablierten Hamburger Medien Blogs und hyperlokale Webportale nicht als Verlängerung ihres eigenen Angebots und deren Aggregation nicht als Service für ihre Leser begreifen</strong>: &#8220;In Hamburg gibt es [...] ein großes Potential für den erfolgreichen Aufbau eines hyperlokalen – oder in Deutschland auch: sublokalen – Journalismus. Die Zeitungen aber nutzen dieses Potential bislang nicht. Das Hamburger Abendblatt gibt nicht einmal Auskunft darüber, welche Blogs aus und für Hamburg berichten – deshalb macht es die Website <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','outbound-article','www.hamburg-web.de']);" href="http://www.hamburg-web.de/" target="_blank">Hamburg-Web.de</a> der Internetagentur KCS.&#8221; <strong>An dieser Stelle möchte ich auch generell <em>mediatopia</em> als interessantes neues Blog &#8220;für die Medienwelt von morgen&#8221; (Eigenbeschreibung) empfehlen.</strong></p>
<h4><a href="http://blog.kooptech.de/2010/07/11-ideen-fuer-mobile-apps-von-tageszeitungen/">11+ Ideen für mobile Apps von Tageszeitungen</a></h4>
<p>Thomas Wanhoff hat sich für <em>Kooptech </em>angeschaut, welche Ideen Tageszeitungen in puncto mobile Apps entwickeln, welche sie entwickeln sollten und welche Dienstleister wie AFP oer iSites dabei helfen (wobei er dpa-infocom nicht erwähnt). Er stellt außerdem diese Frage und beantwortet sie gleich selbst:<strong> &#8220;Müssen Regionalzeitungen denn jeden digitalen Mist mitmachen?</strong></p>
<p><strong>Ja. Weil es Teil des Marktes ist. Wie weit sie mitmachen ist eine andere Frage. </strong>Man muss keine iPhone-Redaktion aufbauen, aber man muss sich Gedanken darüber machen, wie man seine Inhalte profitabel distribuiert. Und mobile Geräte sind ein großer Markt. [...] Wichtig ist, bevor man sich mit Kosten und Ideen beschäftigt, wie oben erwähnt, eine Strategie zu entwickeln oder zu schauen, inwieweit das Bestehende in diese Strategie passt.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/07/how-immersive-journalism-games-can-increase-engagement188.html">How Immersive Journalism, Games Can Increase Engagement</a></h4>
<p>&#8220;As a journalist, I&#8217;m not satisfied when people just scan my headline and then move on&#8221;, klagt Roland LeGrand in einem Gastbeitrag für <em>Mediashift</em>. Er entwickelt Thesen, benennt Herausforderungen und und bringt Beispiele, <strong>wie Journalisten Anleihen bei Computerspieleentwicklern nehmen können, um Nutzer stärker  in journalistische Inhalte hineinzuziehen.</strong> Solche Konzepte werden neuerdings unter dem Stichwort  &#8220;Newsgames&#8221; oder &#8220;Immersive Journalism&#8221; disktutiert, entwickelt und mit Preisgeldern gefördert, siehe z.B.  <a href="http://www.niemanlab.org/2010/06/knight-news-challenge-the-cartoonist-wants-to-make-a-digital-game-of-visual-commentary/"><strong>The Cartoonist</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/07/online-gebuhren-ii-uber-den-wert-von-qualitatsjournalismus/">Online-Gebühren (II): über den Wert von Qualitätsjournalismus</a></h4>
<p>Jens Weinreich macht sich umfassend und wegweisend <strong>Gedanken über Unternehmerjournalismus, Journalismusfinanzierung und Mikrospenden</strong>.</p>
<h4><strong><a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/mein-hut-der-hat-drei-cents/">Mein Hut, der hat drei Cents</a></strong></h4>
<p>Ronnie Grob findet freiwillige Mikrospendensysteme wie Flattr und Kachingle gut<strong>, </strong>hat aber einen wichtigen Einwand: <strong><br />
</strong></p>
<p><strong>&#8220;Wer einen Beitrag flattrt, also konkret einen kleineren oder grösseren Betrag überweist, sollte das nicht leichtfertig tun.</strong> Wie nun aber die Realität zeigt, geschieht das.</p>
<p><strong>So erhalten Beiträge Zuwendungen …</strong></p>
<ul>
<li>die fremde Inhalte eingebunden haben und dazu selbst kaum etwas hinzugefügt haben</li>
<li>die sich relativ substanzlos für oder gegen etwas einsetzen</li>
<li>die kaum mehr als einen Link beinhalten</li>
<li>die sich gegen gemeinhin verhasste Personen oder Organisationen wenden</li>
<li>die die Zukunft von Mikrozahlungen behandeln</li>
</ul>
<p>Das ist aber ein Problem der Flattr-Nutzer, nicht von Flattr.&#8221;</p>
<p><em>Illustration: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/07/04/hyperlokaler-journalismus-in-hamburg/">mediatopia</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Südafrika ohne Disneylandtouch</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 21:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die WM – ein Wintermärchen? Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit einem Monat als Unternehmerjournalisten auf eigene Faust (ohne Auftraggeber) Südafrika. Sie schreiben, fotografieren und filmen [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/wintermärchen.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3211" title="wintermärchen" src="http://medialdigital.de/wp-content/wintermärchen-300x207.png" alt="" width="300" height="207" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.wintermaerchen2010.com/">Die WM – ein Wintermärchen?</a></h4>
<p>Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses <strong>tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele </strong>zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit einem Monat als Unternehmerjournalisten auf eigene Faust (ohne Auftraggeber) Südafrika. Sie schreiben, fotografieren und filmen und <strong>vermitteln ein anderes, farbenfroheres und weniger disneyfiziertes Bild von Südafrika.</strong> Meistens von außerhalb der Stadien. Unbedingt anschauen, bevor die WM vorbei ist.</p>
<h4><a href="http://www.gulli.com/news/usa-fotos-von-lverschmierten-v-geln-sind-verboten-2010-07-04">USA: Fotos von ölverschmierten Vögeln sind verboten!</a></h4>
<p>40.000 US-Dollar Strafe droht jetzt Journalisten und Fotografen, die unmittelbar von der Ölkatastrophe im und am Golf von Mexiko berichten wollen. Wer näher als rund 20 Meter ans Geschehen will, braucht nun eine ausdrückliche Erlaubnis. Mehr bei <em>Gulli</em>.</p>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/07/04/independence-day-for-newspapers/">Independence day for newspapers</a></h4>
<p>Jeff Jarvis gratuliert in seiner Buzzmachine den Machern der Zeitungskette <em>Journal Register</em> (18 Tageszeitungen) zu ihrem &#8211; wohl aus finanzieller Not geborenen  Schritt, sich von traditionellen Recherche-, Schreib-, und Produktionsmethoden zu trennen und stattdessen Prozessjournalismus zu wagen. Jarvis zitiert den &#8220;Vice President Content&#8221; (stellvertretenden Chefredakteur?) wie folgt: &#8220;<strong>The people who are usually last in line were moved to the front of the process. </strong>Rather than just being able to read the finished product, the audience – through town hall meetings, social networking sites, direct requests via email and in person and more – was asked to help determine what the editorial staffs should cover.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to The Times vs. Guardian strategies: uber-dumb &amp; smart" rel="bookmark" href="http://steveouting.com/2010/07/02/the-times-vs-guardian-strategies-uber-dumb-smart/">The Times vs. Guardian strategies: uber-dumb &amp; smart</a></h4>
<p>Times-Paywall 1: Steve Outing fällt ein vernichtendes Urteil über die neue Paywall bei Rupert Murdochs &#8220;Times&#8221; (London). Sie kenne nur schwarz, anstatt den Nutzern in Grauschattierungen die Wahl zu lassen: &#8220;<strong>What times.co.uk has done is ensure that virtually no one will link to its content, and no one can sample its content </strong>without at least buying a day pass ($2 or £1) or paying that same amount for a one-month trial subscription (with the price rising after the trial). Since The Times has plenty of strong competitors offering free-model websites, <strong>I don’t see this having a snowball’s chance in hell of working.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/law/baby-barista-blog/2010/jul/02/babybarista-guardian-paywalls">Announcement: partnering with The Guardian</a></h4>
<p>Times-Paywall 2: Mit Tim Kevan (<em>Baby Barista</em>) hat <strong>der erste Blogger, der nicht hinter Rupert Murdoch <em>Times</em>-Paywall versteckt werden wollte, Asyl beim <em>Guardian </em>gefunden</strong>: &#8220;Well, there I was. One minute I was writing for <em>The Times</em>. Then along came a massive great paywall and having <a href="http://www.babybarista.com/2010/05/28/welcome-to-the-re-launch-of-babybarista/"><strong>managed to escape in the nick of time</strong>, </a> I then found myself headhunted by those kindly souls at <strong><a href="http://www.guardian.co.uk/law">Guardian Law</a></strong>. I mean, what luck!&#8221;</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/07/03/nachrichtensites-verlinken-tut-weh/">Verlinken tut weh</a></h4>
<p>Martin Weigert fragt sich bei <em>netzwertig</em>, warum sich immer noch soviele Medien schwer damit tun, Links zu setzen, oder &#8211; schlimmer noch &#8211; teilweise sogar <strong>vorhandene Links aus Agenturtexten (ohnehin eine Seltenheit) wieder entfernen</strong>. Mit interessanten Kommentaren.</p>
<h4><a href="http://www.wasmitmedien.de/wordpress/?p=260">Was mit Medien &#8211; Folge 218</a></h4>
<p>Daniel Fiene hat mich auf dem Medienforum NRW abgefangen und für <em>Was mit Medien</em> zu den wahrscheinlichen <strong>Auswirkungen des geplanten Leistungsschutzrechts für Journalisten </strong>befragt. Da ich es in der vorigen Woche nicht geschafft habe, selbst einen Beitrag dazu zu schreiben, empfehle ich natürlich wärmstens WMM 218. Weitere Themen: Stimmen von Fernsehmachern auf dem Medienforum, die Zukunft der Tageszeitung, und DuMont Schauberg-Verleger <strong>Konstantin Neven DuMont über Paid Content im Lokalen</strong>.</p>
<h4><a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2010/07/01/flattr_bringt_uns_99850_euro_im_jun/">Flattr bringt uns 988,50 Euro im Juni</a></h4>
<p>Sebastian Heiser analysiert im <em>taz-</em>Blog, wieviele Leser wofür bei <em>taz.de</em> im letzten Monat per Flattr gespendet haben und erklärt, &#8220;dass Leser nicht etwa die aufwändigsten Recherchen am stärksten honorieren, nicht die besten Reportagen und auch nicht die Artikel mit den besten Hintergrundinformationen unserer Fachredakteure. <strong>Am stärksten honoriert werden die Texte, in denen es gegen die Lieblingsfeinde unserer Leser geht: Neonazis, der Hochadel, die Bild-Zeitung, die schwarz-gelbe Bundesregierung.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/06/collaboration-instead-of-the-crowd-gabriella-coleman-karim-lakhani-on-how-people-work-together-online/">Collaboration instead of the crowd</a></h4>
<p>Nieman Journalism Lab mit einem <strong>Video zum Thema Crowdsourcing und Kollaboration von der Future of News and Civic Media Conference am MIT</strong>. Mit  <strong><a href="http://steinhardt.nyu.edu/faculty_bios/view/Gabriella_Coleman">Gabriella Coleman</a></strong>, NYU Professorin, die sich mit Kollaboration in der Linux Comunity beschäftigt, <strong><a href="http://drfd.hbs.edu/fit/public/facultyInfo.do?facInfo=bio&amp;facEmId=klakhani">Karim Lakhani</a></strong>, Harvard Business School Professor, der Innovationssysteme erforscht, und Moderator <strong><a href="http://edgyproduct.org/pm/pmwiki.php?n=Main.Index">Chris Csikszentmihályi</a></strong>, Director des MIT <strong><a href="http://civic.mit.edu/">Center for Future Civic Media</a>.</strong> <strong>&#8220;They know the “crowd” can do amazing things, but they also know it’s really, really hard to optimize systems to ensure amazement happens. Give them a listen.&#8221;</strong></p>
<h4><a href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=185861"><strong>Digital Journalist Survival Guide: A Glossary of Tech Terms You Should Know</strong></a></h4>
<p>Poynter Online mit einem tollen <strong>Glossar der wichtigsten Begriffe im Daten- und Multimediajournalismus</strong> von API bis Yahoo! Pipes. Ausdrucken und an die Wand hängen passt hier thematisch gar nicht, deshalb: Bei delicious ablegen, im Wiki verbreiten und vor allem: Lesen.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Preistabelle für Journalismus</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/05/24/linktipps-zum-wochenstart-preistabelle-fur-journalismus/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 20:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Putting a Price on Words Eine Analyse der Geschäftsmodelle  von journalistischen StartUps wie True/Slant bis zu großen Contentfarmen wie Examiner.com. Sie alle eint der wirtschaftliche Grundsatz: Wie klein müssen unsere Kostenstrukturen sein, damit die Einnahmen, die wir generieren können, unser Modell profitabel machen? Etablierte Verlage denken umgekehrt: Wie können wir neue Erträge generieren, um [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Sonneborn-heute-show.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-2925" title="Sonneborn-heute-show" src="http://medialdigital.de/wp-content/Sonneborn-heute-show-300x166.png" alt="" width="300" height="166" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.nytimes.com/2010/05/16/magazine/16Journalism-t.html?ref=magazine">Putting a Price on Words</a></h4>
<p><strong>Eine Analyse der Geschäftsmodelle  von journalistischen StartUps wie <em>True/Slant</em> bis zu großen Contentfarmen wie <em>Examiner.com</em>.</strong> Sie alle eint der wirtschaftliche Grundsatz: Wie klein müssen unsere Kostenstrukturen sein, damit die Einnahmen, die wir generieren können, unser Modell profitabel machen? Etablierte Verlage denken umgekehrt: Wie können wir neue Erträge generieren, um die sinkenden Erlöse aus traditionellen Geschäftsfeldern zu kompensieren und unsere bisherigen Strukturen zu erhalten?  Der Beitrag in der <em>New York Times</em> befasst sich auch mit dem Für und Wider von Suchmaschinen-optimierten Texten und beleuchtet vor allem die Chancen neuer Journalismusmodelle: &#8220;This isn’t a lament about declining standards of quality or the rude incursions of amateur bloggers. In fact, thanks to the Internet, people probably read more good journalism than ever. That’s precisely the problem: the sheer volume of words has overwhelmed a business model that was once based on scarcity and limited choice. [...] History suggests that few of these ventures will ultimately survive: <strong>Web start-ups have a failure rate between 70 and 90 percent. But it’s quite possible that the experiments they’re staging are already producing the kind of innovations that make for new, sustainable business models.</strong></p>
<h4><strong>weitere Tipps:<br />
</strong></h4>
<h4><a href="http://www.cjr.org/feature/the_new_investigators.php?page=1">The New Investigators</a></h4>
<p>Ein langer und lesenswerter Überblick über die <strong>Chancen von spenden- und stiftungsfinanzierten investigativen Journalismusprojekten</strong> im <em>Columbia Journalism Review.</em></p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/05/mediagazer-from-zero-to-big-traffic-driver-in-just-two-short-months/">Mediagazer: From zero to big traffic driver in just two short months</a></h4>
<p><em>Nieman Journalism Lab</em> beschreibt den kometenhaften Aufstieg vom <strong><em>Mediagazer</em></strong>, einem <strong>medienorientierten Ableger des Aggregators Techmeme</strong>. Mediagazer ähnelt der Unterseite Medien von Rivva, verlinkt aber auf viel mehr mit Medien befasste Inhalte &#8211; durchschnittlich 40 pro Tag.</p>
<h4><a href="http://www.wasmitmedien.de/episoden/wmm212.mp3"><strong>Was mit Medien Podcast 212</strong></a></h4>
<p>Der Podcast von Daniel Fiene und (diesmal Dennis Horn in Vertretung von Herrn Pähler) beschäftigt sich mit einer <strong>Rückschau von Sascha Lobo als &#8220;Chefredakteur für einen Tag&#8221;</strong> bei der <em>Rhein-Zeitung</em> und interviewt dazu Lobo und Christian Lindner, einen der beiden Chefredakteure der Rhein-Zeitung. Lindners Erfahrungen aus der Aktion: Schwerpunkte setzen, Erklärstücke bieten, subjektiv sein, das goutieren die Leser: &#8220;Es gab nur zwei Beschwerden, aber sehr viele positive Reaktionen.&#8221; Lobos Learnings sind vor allem, dass Zeitung machen sehr anstrengend ist und dass &#8220;gut geführte Regionalzeitungen sehr tief in die Köpfe der Menschen eindringen können&#8221;. (Auch wenn diese Menschen nicht mehr unbedingt Abonnenten sind). Außerdem gibt es ein Interview, das Daniel Fiene in New Yorkmit  <strong>PBS-Blogger Mark Glaser (<em>Mediashift</em>) über neue neue journalistische Geschäftsmodelle</strong> geführt hat, und eines mit der <em>taz.de </em>Leiter Matthias Urbach (die <em>taz</em> integrierte kürzlich als erste deutsche Tageszeitung den flattr-Spendenbutton) über <strong>Mikro- und sonstige Spenden bei der <em>taz</em></strong>. <a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2010/05/22/fiene-warum-taz-de-flattrt-ein-interview-mit-matthias-urbach/"><strong>Das Transkript dieses Interviews steht auch in </strong><strong>Daniel Fienes Weblog. </strong></a></p>
<h4 id="ArticleHeadline"><a href="http://www.focus.de/digital/internet/digitale-mediapolis/tid-18316/adam-penenberg-journalismus-als-organisierende-technologie_aid_509508.html">„Journalismus als organisierende Technologie“</a></h4>
<p>Leif Kramp und Stephan Weichert interviewten u.a. den investigativen Journalisten <strong>Adam L. Penenberg </strong>für ihr neues Buch &#8220;Digitale Mediapolis&#8221;. Das Interview ist bei Focus Online als Vorabdruck zu lesen. Eine der vielen interessanten Passagen ist diese Aussage von Penenberg: &#8220;Ich bin mir sicher, dass Online-Medien in Zukunft auch nicht mehr so aussehen werden wie heute. <strong>Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass Online-Medien etwas mit ihren Printvorläufern zu tun haben. Was die Medien zum Beispiel brauchen könnten, sind neuartige Suchmaschinen.</strong> Verbunden mit dem Prinzip des „Crowd-Sourcing“, also der Einbindung einer Vielzahl von Nutzern in den Produktionsprozess journalistischer Inhalte, lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: die Bewältigung von Informationen und das Vertrauen in die eigene Leistung zu optimieren. Vielleicht liegt darin das Geheimnis der Heilung einer siechen Branche.&#8221; Penenberg wurde wurde vor allem 1998 durch die Enthüllung des Medienskandals um den jungen Reporter Stephan Glass bekannt, der Mitte 90er Jahre reihenweise Beiträge u.a. im Magazin <em>The New Republic</em> fälschte.</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/05/networks-aim-to-solve-local-ad-puzzle-for-hyper-local-sites137.html">Networks Aim to Solve Local Ad Puzzle for Hyper-Local Sites</a></h4>
<p><em>Mediashift</em> stellt eine Fülle von neuen <strong>Diensten</strong> vor, die <strong>hyperlokalen Blogs </strong>und Webportalen dabei helfen, zu ihnen passende <strong>Werbekunden</strong> zu finden und umgekehrt. Zu den neuen Vermarktungs-Dienstleister zählen auch einige Regionalzeitungen wie <em>Sacramento Bee </em>und <em>Miami Herald.</em></p>
<h4 id="heading-alone"><a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2010/may/20/guardian-open-platform">Guardian announces commercial launch of Open Platform</a></h4>
<p>Der <em>Guardian</em> startete vor wenigen Tagen seinen kommerziellen Dienst <strong>Open Platform </strong>im regulären Betrieb. Über eine offene Schnittstelle (API) können Webseitenbetreiber Inhalte des <em>Guardian</em> auf ihren Seiten einbetten. Überschriften sind ohne Registrierung und kostenfrei zu haben, bei ganzen Beiträgen mit angereicherten Zusatzinformationen müssen Werbeeinnahmen auf den entsprechenden Seiten mit dem <em>Guardian</em> geteilt werden.</p>
<h4><a href="http://joese.de/blog/2010/05/23/pressestelle-oder-journalismus/">Öffentlich rechtliche Pressestelle oder Journalismus?</a></h4>
<p>Der <em>Tastendrescher</em> Julian Jöris macht sich Gedanken darüber, ob der Pharma-Lobbyist aus dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yW405x_18_0&amp;feature=player_embedded#!"><strong>grandiosen Interview von Martin Sonneborn für die ZDF-Satiresendung &#8220;heute-show&#8221;</strong></a> vielleicht nur deshalb so arglos war, weil es inzwischen eventuell üblich sei, dass Gesprächspartner im öffentlichen Rundfunk ihre aufgezeichneten Interviews so lange wiederholen können, bis sie weichgespült sind. Ein nachträglich vom Deutschlandfunk gekürztes Interview mit Bundespräsident Horst Köhler bestärkt ihn in dieser Vermutung. <em>Spiegel Online</em> berichtet unterdessen darüber, dass ZDF-Programmchef Thomas Bellut Sonneborn und der &#8220;heute-show&#8221; untersagt hat, vorzugeben, im Auftrag der &#8220;heute&#8221; Nachrichtensendungen zu recherchieren. Schade eigentlich, dass das Interview nicht tatsächlich im &#8220;heute journal&#8221; lief. Einen so investigativen Beitrag über Lobbyismus in Deutschland gab es lange nicht mehr.</p>
<h4><a href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/05/17/100517fa_fact_ioffe">Roulette Russian</a></h4>
<p>The <em>New Yorker</em> mit einem lesenswerten <strong>Porträt</strong> über den 18jährigen Moskauer <strong>Chatroulette-Erfinder Andrej Ternowski</strong>, der seinen Dienst für Webchats mit Zufallspartnern aus dem Kinderzimmer in der Wohnung seiner Eltern betreibt.</p>
<h4><a href="http://poynterplayground.com/200moments/">200 Moments that Transformed Journalism, 2000-2009</a></h4>
<p>Interaktive Übersicht  &#8211; zum Klicken und Entdecken. Bei <em>Poynter</em>.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Goldene Zeiten für Journalismus</title>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 14:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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<p style="text-align: center;"><img class="size-large wp-image-2893 aligncenter" title="NYT_Lens" src="http://medialdigital.de/wp-content/NYT_Lens-300x215.png" alt="" width="300" height="215" /></p>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/887/511000/text/">Dem Journalismus geht es erstaunlich gut</a></h4>
<p>Wenn Sie nur einen einzigen Beitrag aus der <em>SZ Online</em>-Serie &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/545/501796/uebersicht/"><strong>Wozu noch Journalismus?</strong></a>&#8221; lesen, dann sollte es dieser <strong>bemerkenswerte Beitrag von <em>Zeit Online</em>-Chefredakteur Wolfgang Blau </strong>sein. Blau sieht &#8220;goldene Zeiten&#8221; für den Journalismus heranbrechen, weil er nicht den verbreiteten Fehler macht, Journalismus mit einer gut dotierten Festanstellung in einem Verlag oder einer Rundfunkanstalt oder mit dem Besitz eines Presseausweises zu verwechseln: &#8220;Journalismus ist keine exklusive Profession mehr. Journalismus ist zu einer Aktivität geworden, die nur noch von einer Minderheit professionell ausgeübt wird. <strong>Ob ein Journalist professionell ist, bemisst sich nicht mehr daran, ob er mit seiner Arbeit Geld verdient, sondern allein daran, ob er professionelle Standards einhält</strong>, etwa in der Sorgfalt und Fairness seiner Recherche und der Qualität seiner Sprache.&#8221; Über den Einfluss des neuen, sozialen Journalismus auf die Arbeitsweise seiner eigenen Redaktion schreibt Blau: &#8220;<strong>Sukzessive kommen wir zu einer Arbeitsweise, in der unsere Artikel nicht mehr der Endpunkt des journalistischen Prozesses sind, sondern dauernder Zwischenstand. </strong>Aus den Kommentaren unserer Leser unter dem Artikel, auf Facebook oder bei Twitter entsteht oft die Idee zum nächsten Text; gelegentlich auch die unbequeme, aber wichtige Einsicht, einen Gedanken nicht zu Ende gedacht zu haben. Voraussetzung dafür ist, dass wir bereit und personell in der Lage sind, zuzuhören und mit unseren Lesern zu reden.&#8221; Der Zeit Online Chef entwickelt allerdings en passant auch nicht ganz durchdachte Ideen zu einer neuen Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet (s. <a href="http://carta.info/27517/neuer-anfang-mit-den-oeffentlich-rechtlichen/"><strong>Replik von Robin Meyer-Lucht </strong></a>bei <em>Carta</em>.)</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2010/04/how-to-save-the-news/8095/1/">How to Save the News</a></h4>
<p>Ein langes Essay von James Fallows in <em>The Atlantic</em>. Er setzt sich mit der These auseinander, dass Google dem Journalismus schade. In Wirklichkeit, so Fallows, unternehme Google weitaus größere Anstrengung zur möglichst schadlosen Transformation von Journalismus in das digitale Zeitalter als jedes andere vergleichsweise disruptive Webunternehmen (z.B. Craigslist): &#8220;I am convinced that there is a larger vision for news coming out of Google; that it is not simply a charity effort to buy off critics.&#8221; Der fundamentale Unterschied zwischen typischer Verlagsstrategie und Google-Strategie wird in diesem Zitat eines namenlosen Google-Mitarbeiters gegenüber Fallows deutlich: “Focus on the User. They [the publishers] just mean, ‘Get money out of the user&#8217;. Nowhere do they talk about how to create something people actually want to read and engage with and use.” <a href="http://www.mercedes-bunz.de/2010/05/how-google-plans-to-save-the-news/"><strong>Kurzfassung: Die wichtigsten Punkte aus dem Essay listet Mercedes Bunz in ihrem Blog auf englisch auf</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1493">Wie viel sind Blogs wert?</a></h4>
<p>Das fragt sich <em>Massenpublikum</em>-Blogger Sachar Kriwoj und beantwortet die Frage für sich selbst wie folgt: &#8220;<strong>Ich habe [...] entschieden, dass mir Blogs in ihrer Gesamtheit ebenso viel bedeuten wie der klassische Print-Journalismus.</strong> <strong>Also werde ich monatlich für 100 Euro flattrn und jeden Beitrag, der in meinen Augen gut geschrieben ist, mich inspiriert und bewegt würdigen und somit Autoren jenseits der Verlags-Branche unterstützen</strong>.&#8221; (Beitrag in der Überschrift verlinkt). Solche ein großzügiges freiwilliges Angebot wird sicherlich nur wenige Nachahmer finden, auch wenn neue Angebote wie <strong><a href="http://flattr.com">flattr</a></strong> oder <a href="http://www.kachingle.com"><strong>Kachingle</strong></a> Spenden für Webinhalte leicht machen. Doch grundsätzlich gibt es trotz der von Verlagen verteufelte &#8220;Kostenloskultur&#8221; im Internet sehr wohl eine Bewusstsein für die Notwendigkeit, Qualität und Aufwand in Blogs zu honorieren. Sie ist (zumindest nach ersten Absichtsbekundungen) sogar wesentlich höher als die in Umfragen geäußerte Bereitschaft, verpflichtende Beiträge für verlagsgebundene Online-Angebote zu zahlen. Das zeigt diese <a href="http://twtpoll.com/r/vgqhaa"><strong>Umfrage</strong></a> aus einem Beitrag von <em>netzwertig</em> (<a href="http://netzwertig.com/2010/05/16/sonntagsfrage-wie-viel-sind-euch-blogs-wert/"><strong>&#8220;Wieviel sind Euch Blogs wert&#8221;</strong></a>): <strong>Immerhin ein Drittel möchte freiwillig 5 bis 10 Euro monatlich bezahlen</strong> und nicht einmal jeder Fünfte sagt &#8220;gar nichts&#8221;. Mehr über das System Kachingle und über Mikrospenden als möglicherweise neue soziale Bewegung im Netz in meinem <a href="http://medialdigital.de/2010/05/11/eine-neue-soziale-bewegung-interview-mit-kachingle-grunder-cynthia-typaldos/"><strong>Interview mit Kachingle-Gründerin Cynthia Typaldos</strong>.</a></p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2010/05/crowdsourcing-goes-global-the-nyts-moment-in-time/">Crowdsourcing goes global: The NYT’s “Moment in Time”</a></h4>
<p>Crowdsourcing 1: Das wegen seiner herausragenden Fotos und deren opulenter Präsentation stets sehenswerte Fotoblog <a href="http://lens.blogs.nytimes.com/"><strong><em>Lens </em></strong></a>der <em>New York Times</em> wagte ein Crowdsourcing-Experiment und <a href="http://lens.blogs.nytimes.com/2010/04/30/readers-11/"><strong>bat seine Nutzer</strong></a>, am 2. Mai um 15 Uhr GMT für die Aktion &#8220;<a href="http://www.nytimes.com/interactive/2010/05/03/blogs/a-moment-in-time.html"><strong>A Moment in Time</strong></a>&#8221; ein Foto aufnehmen und hochzuladen. 13.000 Aufnahmen wurden auf einem Globus verortet (Titelfoto). Der Beitrag in <em>Nieman Journalismus Lab</em> (in der Überschrift verlinkt) fasst Intention, Vorgehensweise und Schlussfolgerungen aus dem Experiment zusammen.</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/05/always-collaborate-say-hello-to-openfile-the-local-news-site-putting-those-new-media-maxims-to-the-test/">&#8220;Always collaborate&#8221;</a></h4>
<p>Crowdsourcing 2: Das neue experimentelle Online-Journalismus-Projekt <a href="http://openfile.ca/"><strong><em>Open File</em></strong></a> in der kanadischen Stadt Toronto stellt &#8211; wie der Name &#8220;Offene Datei&#8221; schon besagt &#8211; die Nutzer, ihre Interessen und ihre Beteiligung in den Mittelpunkt der Plattforum: &#8220;We designed OpenFile to function as a community information utility that is both responsive to and directed by its users. If you’re a concerned citizen who wants to get more involved with your community, you should join us. If you belong to a local charity or community action group and want to share information about your issues and mission, you should join us, too. <strong>We want to engage our readers in an open discussion about what’s really happening around Toronto, not just tell them what we <em>think</em> they should know about.</strong>&#8221; Das Projekt wird aus Spenden finanziert. Mehr dazu bei <em>Nieman Journalism Lab </em>(in der Überschrift verlinkt).</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/05/location-location-etc-what-does-the-wsj’s-foursquare-check-in-say-about-the-future-of-location-in-news/">Location, location, etc. </a></h4>
<p>Und noch ein drittes Mal <em>Nieman Journalism Lab</em>: Hier mit beispielhaften <strong>Situationen, in denen das ortsbasierte soziale Netzwerk Foursquare den Journalismus bereichern kann</strong>. &#8220;&#8216;Times Square evacuated&#8217; is a legitimate news item, of course, in most any context; but it’s particularly legitimate to people who happen to be in Times Square at the moment the news breaks.[...] If you’re following the <em>Journal</em>, and you’re in New York, you’re going to see this at the top of your timeline on your Foursquare app. And if you’re not in New York, you’re not going to see it&#8221;, erläutert Zac Seward vom <em>Wall Street Journal</em>, das Foursquare bereits einsetzt. Dazu passend:<a href="http://mashable.com/2010/05/14/journalists-foursquare/"><strong> 7 Ways Journalists Can Use Foursquare</strong></a> und <a href="http://emediavitals.com/blog/16/5-ways-publishers-should-be-using-geolocation"><strong>5 ways publishers should be using geolocation</strong></a> (<em>e media vitals)</em>.</p>
<h4><a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/05/15/zwischen-luftgitarren-und-zauberberg-faz-ostfriese-reents-zerstuckelt-den-netzwerk-experten-professor-kuse-zerhackt/">Zwischen Luftgitarren und Zauberberg: FAZ-Ostfriese Reents zerstückelt den Netzwerk-Experten Professor Kruse</a></h4>
<p>Gunnar Sohn nimmt einen Beitrag aus der allmählich nur noch schwer erträglichen <em>FAZ</em>-Reihe &#8220;Polemiken gegen das Internet&#8221; Schritt für Schritt auseinander. Diesmal traf es den Netzwerkforscher Prof. Peter Kruse.</p>
<h4><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/05/11/retweets-statt-follower-wie-einfluss-auf-twitter-gemessen-wird.aspx">Retweets statt Follower &#8211; wie Einfluss auf Twitter gemessen wird</a></h4>
<p><em>Netzökonom </em>Holger Schmidt berichtet über die wichtigsten Ergebnisse einer <strong>Twitter-Studie</strong>: &#8220;Die Zahl der Follower allein sagt nur wenig über den Einfluss eines Nutzers aus. Oft folgen sich Menschen nur aus Höflichkeit und lesen die Tweets gar nicht. <strong>Entscheidend für den Einfluss sind aktive Follower, die Tweets weiterleiten oder den Namen des Nutzers erwähnen.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.kooptech.de/2010/05/auf-den-zweiten-blick/">Auf den zweiten Blick</a></h4>
<p>Der Überblicksbeitrag von Christiane Schulzki-Haddouti über Anwendungen von <strong>Augmented Reality im Journalismus </strong>aus der April-Ausgabe des <em>Journalist</em> steht jetzt auch bei <em>Kooptech</em>. Unter Augmented Reality versteht man die Anreicherung der Realität, die man in einem Kamerasuchfeld erblickt, mit zusätzlichen eingeblendeten Informationen, zum Beispiel über eine touristische Sehenswürdigkeit.</p>
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var flattr_dsc = 'Top-Tipp: Dem Journalismus geht es erstaunlich gut Wenn Sie nur einen einzigen Beitrag aus der SZ Online-Serie &#8220;Wozu noch Journalismus?&#8221; lesen, dann sollte es dieser bemerkenswerte Beitrag von Zeit Online-Chefredakteur Wolfgang Blau sein. Blau sieht &#8220;goldene Zeiten&#8221; für den Journalismus heranbrechen, weil er nicht den verbreiteten Fehler macht, Journalismus mit einer gut dotierten Festanstellung in [...]';
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		<title>&#8220;Almost a new world attitude&#8221; &#8211; Interview with Kachingle&#8217;s founder Cynthia Typaldos</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 17:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Cynthia Typaldos from Mountain View, California (renowned as world headquarters of Google), is the woman behind  Kachingle. That&#8217;s the name of one of several social micropayment systems, whose medaillons and buttons are popping up on more and more blogs and other websites. (another such system is flattr). Kachingle now has a network of almost 160 [...]]]></description>
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			</a>
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<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f64b5cd1bb3842d486d9efe37bfd52e3" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/3073b1f1d6084ea5a8c9f4f9b692047c" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2856" title="Cynthia+Bunny" src="http://medialdigital.de/wp-content/Cynthia+Bunny1.png" alt="Cynthia+Bunny" width="491" height="326" /></p>
<p style="text-align: left;">Cynthia Typaldos from Mountain View, California (renowned as world headquarters of Google), is the woman behind  <a href="http://www.kachingle.com/"><strong>Kachingle</strong></a>. That&#8217;s the name of one of several social micropayment systems, whose medaillons and buttons are popping up on more and more blogs and other websites. (another such system is <a href="http://flattr.com/"><strong>flattr</strong></a>). Kachingle now has a network of almost 160 websites with an astonishing share of approximately 30  percent sites from Germany. This blog, too, sports a Kachingle medaillon. You can click it and thus turn it on or &#8211; if you&#8217;re not a member yet -  become a member. Yon can then distribute a monthly amount of $5 to your favorite websites (which need to be Kachingle members). That&#8217;s really simple, isn&#8217;t it? I interviewed Cynthia via Skype (I&#8217;m based in Cologne, Germany). We talked about:</p>
<ul>
<li>why Kachingle favors giving contributors only a few choices (the paradox of choices)</li>
<li>if social micropayments (crowdfunding) can become part of new business model for the newspaper industry</li>
<li>why publicly supporting your favorite webcontent is part of your persona</li>
<li>if social micropayments can become a new social movement</li>
<li>and more.</li>
</ul>
<p>This is the original English interview. <a href="http://medialdigital.de/2010/05/11/eine-neue-soziale-bewegung-interview-mit-kachingle-grunder-cynthia-typaldos/"><strong>Click here to read the German translation</strong></a>.</p>
<p><strong> </strong><strong>What does the word Kachingle mean?</strong></p>
<p><strong>Cynthia Typaldos: </strong>I made it up. It&#8217;s a combination of the word &#8220;kaching&#8221; which is the sound of the old cash registers and &#8220;jingle&#8221;, the sound of coins. I don&#8217;t know how it sounds in German, but in English it sounds very cute.</p>
<p><strong> </strong><strong>What made you start Kachingle?</strong></p>
<p>I actually got the core of the idea in 2003. My best friend Laura in Argentine became ill with brain cancer. Her English wasn&#8217;t good, so she asked me to research her disease on line. I gathered information from all over the web and put together a report for her. And when I was done I wanted to go back to those places where I found the information and reward them, take a hundred dollars and just give it to these various places. But I didn&#8217;t have any way to track where I had been. It didn&#8217;t matter to me whether it was a non-profit organisation or a blog or a discussion board. I just wanted to make sure that site was going to be there for the next person looking. In 2004 and 2005 I started working seriously on this, putting together the whole concept and meeting with various people. And then I put it aside, because I realized it was too early. I came back to it in 2007. (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=HXE4xjj9-1E"><strong>Cynthia tells more about the history of  Kachingle in this video</strong></a>).</p>
<p><strong> </strong><strong>What was missing back then?</strong></p>
<p>A lot has changed since. The main thing is social networks. The whole power of social networks and people wanting to share who they are and what they&#8217;re doing. Kachingle is not designed to be a destination site. We&#8217;re working on a Twitter application which will be coming out soon where you can tweet what you support and a Facebook interface, because that&#8217;s where people want to tell their friends what they&#8217;re doing and which sites they care about. That&#8217;s where they develop a persona about the content and services they use on line.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-2855" title="Bunny-w-Glasses" src="http://medialdigital.de/wp-content/Bunny-w-Glasses-225x213.png" alt="Bunny-w-Glasses" width="225" height="213" />Does that imply that people will be able to donate to Twitter or Facebook profiles?</strong></p>
<p>It&#8217;s possible. We&#8217;re looking at that. But we&#8217;re very user-centric. Any time we make a decision about a feature we look at it from the user&#8217;s point of view, not the producer&#8217;s point view. They want to develop a reputation and a persona aroung the things they support. That implies that what I support has to have a name. It can&#8217;t just be little pieces scattered all over the web. But we&#8217;re giving users the choice. You can share what you support or stay completely anonymous.</p>
<p><strong>How can contributors be sure their money goes to the right places?</strong><strong><br />
</strong></p>
<p>We&#8217;re being totally transparent to the user. We show the money flow. Because we&#8217;re a third party in the middle we need to prove where every penny of everyone&#8217;s money went. That&#8217;s what I call &#8220;crowd-sourced auditing&#8221;. The contributors can track their money and the sites can track the money that they&#8217;re bringing in and those things had better add up. So there&#8217;s no way Kachingle cannot distribute the money fairly. And that, we felt, was really important. We&#8217;re building trust, but you don&#8217;t have to trust us, you can see for yourself.</p>
<p><strong>A high proportion of German blogs are early adopters of Kachingle, although blogs don&#8217;t have the same relevance in Germany as they have in the United States or in France. Do you have an explanation for that?</strong><strong><br />
</strong></p>
<p>Actually, I was going to ask you this question.</p>
<p><strong>I don&#8217;t know the answer. I know many of the German bloggers who have joined Kachingle. They say they love the idea of a voluntary support system and want to promote the idea &#8211; just like I do. But that doesn&#8217;t explain why German much more than French bloggers take to Kachingle. </strong></p>
<p>We speculate about this, too. Our core team is team is six people. Two of them are Americans, three are German, one is French. I&#8217;m beginning to think that&#8217;s not a coincidence. There&#8217;s something about Kachingle that resonates with Germans and makes them want to be early adopters. There seems to be the idea of giving back and making sure we don&#8217;t run into a tragedy of digital commons that we have in the real world. The <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tragedy_of_the_commons"><strong>tragedy of the commons</strong></a>,  that if everybody just takes and nobody gives back, then a lot of good things will disappear.</p>
<p><strong>The German newspaper industry is arguing the &#8220;culture of free&#8221; was a birth mistake of the internet. There are big regrets among newspaper publishers that they didn&#8217;t put up paywalls straight away and now it might be too late.</strong> <strong> </strong></p>
<p>The newspapers are whining and crying, although I&#8217;m happy that <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/vorwaertsde-mit-kachingle-micropayment-tool"><strong>we have vorwaerts.de among our sites</strong></a>. It&#8217;s our biggest site and I really applaud them for taking the leadership in the newspaper industry. And besides the German bloggers we now have at least 3 or 4 travel sites and we just got a Swiss train-watching site. The bloggers are always going to be the early adopters, but these other sites are really important, too, because they can take the idea to the mass consumer who doesn&#8217;t necessarily read blogs.</p>
<p><strong>In order for Kachingle to really take off, wouldn&#8217;t you need the attention of influential American media blogs?</strong></p>
<p>Outside the narrow space of media blogs the ordinary consumer has to buy into it. We&#8217;re focussing very hard on increasing producers, because we think that&#8217;s what will attract users. Users really want to be able to see a set of sites they can kachingle. Right now, certainly the early adopters putting Kachingle on their sites are talking about it and encouraging friends and family and colleagues to also join. But it&#8217;s very typical for web services to start in a niche. Facebook started as a college network. We&#8217;re discovering our first niche is probably going to be the German market. We&#8217;re taking this very seriously. As of now <a href="http://blog.kachingle.com/2010/05/das-kachingle-medaillion-lernt-deutsch/"><strong>the Kachingle medaillon is available in German</strong></a> and we will be rolling out some more features specifically for the German market.</p>
<p><strong>Why doesn&#8217;t Kachingle enable sponsoring indivual posts (like flattr does), but only whole websites?</strong><strong></strong></p>
<p>The scope of the medaillon, the area which it defines, is simply based on where you put it. A large site or a site with several authors can have many unique medaillons. Vorwaerts.de is going to have many medaillons or a blog like Carta could conceivably give each author their own medaillon. Again: It&#8217;s designed from the user&#8217;s point of view. If a site has one voice then it makes sense to have one medaillon across the whole site. If there are many voices and the user sees them as distinct, then you can choose to have different unique medaillons.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-large wp-image-2657" title="Kachingle-mashup" src="http://medialdigital.de/wp-content/Kachingle-mashup1-300x187.png" alt="Kachingle-mashup" width="300" height="187" />So kachingling does work for individual posts, if the site enables that option?</strong></p>
<p>Technically, you could actually put a different medaillon on every post, but that&#8217;s not what we think is user-centric, because the user can&#8217;t build much of a reputation. Another thing is: I looked for a system that the typcial web user could get into and that implies that people really don&#8217;t have to do anything complicated. That&#8217;s why we make singing up as easy as possible and why you can only put up five dollars initially. That‘s the <a href="http://www.amazon.com/Paradox-Choice-Why-More-Less/dp/0060005688"><strong>„paradox of choice“ phenomenon</strong></a>. If you give people choices they start wondering how much they should be giving and might be overwhelmed.</p>
<p><strong>Many blog readers don&#8217;t click through to the websites but read the blogs feeds instead. Will there be a Kachingle for feeds?</strong></p>
<p>Absolutely. We&#8217;ve already been asked to do this by bloggers. With new features we&#8217;re letting the market guide us what should come next. The first thing we heard loud and clear is improvements for the German market. That relates to language and to Paypal.</p>
<p><strong>How are you going to address the Paypal issue?</strong></p>
<p>We&#8217;re talking to them. We believe Paypal is an absolutely great platform for the future of micropayments. But it&#8217;s not fully there yet. It doesn&#8217;t seem right that we have to pay both incoming and outgoing transactions fees. These add up to 11 percent which is too much, and Paypal agrees. Soon we will be able to lower that rate. We&#8217;re also helping Paypal figure out the German market and the fact that Germans really like the direct deposit mechanism. Germany is the second largest Paypal market and therefore it&#8217;s incredibly important to them and their owner Ebay. They are eager to work closely with us, because they see us as innovators in what we call &#8220;social cents for digital stuff&#8221;. Paypal thinks the market is going to be really big.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-large wp-image-2859" title="kachingle-system" src="http://medialdigital.de/wp-content/kachingle-system-300x172.png" alt="kachingle-system" width="300" height="172" />Can crowdfunding be a small part of a solution to dying newspapers?</strong></p>
<p>We hope we&#8217;re going to be a big part and we hope they won&#8217;t be dead by then. Some of these sites are very large and that of course is very attractive to us, because it only needs a few percent of their users to become Kachinglers in order make serious money, both for us and for the newspaper. The other great thing though is &#8211; it&#8217;s not just the money. Our system is social. Users are building a reputation, they are thinking about the way they define themselves. Is the fact that I read &#8220;Vorwärts&#8221; part of my persona? Is it important for who I am? Then I am going to turn the medaillon on. The other reason &#8211; and that&#8217;s the probably the reason why it&#8217;s taking off in the blogosphere &#8211; if you see a colleague kachingling your blog, you might think, maybe I should go and kachingle their blog, too.</p>
<p><strong>So kachingling needs to become a new social norm?</strong></p>
<p>We&#8217;re encouraging all sites to reach out to their passionate users and get those people to sign up. Many sites know who their passionate users are because they are the ones who make all the comments. When you see other people like you doing this that&#8217;s how you create a new social norm. The real difficulty for any system like this is creating a new social behaviour. At the core people know this is the right thing to do, but they need to see others doing it to follow their example. That&#8217;s why we have all these social signals on our site.</p>
<p><strong>The German media consultant Robin Meyer-Lucht, publisher of Carta, coined the term &#8220;promoting a culture of responsible payment&#8221;</strong> <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,607889,00.html"><strong>when he wrote about new financing models for media and about Kachingle</strong> </a><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,607889,00.html">in „Spiegel Online“</a>.</strong></p>
<p>I love that term. I read the article through Google Translate, but I didn&#8217;t get the nuances. I absolutely agree. It will take time and a number of key sites and maybe even celebrities to stand up and say, this is the way to go. But we&#8217;re in it for the long run. The early adopters are the ones that can make that case. It&#8217;s almost a new world attitude, like a new movement. It&#8217;s part of a democratic society to show which causes you support.</p>
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		<title>&#8220;Eine neue soziale Bewegung&#8221; &#8211; Interview mit Kachingle-Gründerin Cynthia Typaldos</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 15:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2856  aligncenter" title="Cynthia+Bunny" src="http://medialdigital.de/wp-content/Cynthia+Bunny1.png" alt="Cynthia+Bunny" width="450" height="299" /></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/3073b1f1d6084ea5a8c9f4f9b692047c" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Cynthia Typaldos aus Mountain View, Kalifornien (bekannt als Stammsitz von Google), ist die Frau hinter <a href="http://www.kachingle.com"><strong>Kachingle</strong></a>. So heißt eines von zwei freiwilligen Mikrobezahlsystemen, deren Embleme man in letzter Zeit immer häufiger auf Blogs und weiteren Webseiten sieht (das andere heißt <a href="http://flattr.com"><strong>flattr</strong></a>). Mittlerweile machen fast 160 Webseiten mit, davon rund ein Drittel aus Deutschland. Auch dieses Blog hat einen Kachingle-Button. Wer darauf klickt, kann dem Kachingle-Netzwerk beitreten und über ein Paypal-Konto künftig beliebig viele teilnehmende Webseitenbetreiber unterstützen. Dabei wird ein Fixbetrag von fünf Dollar monatlich auf die Webseiten verteilt, die man unterstützen möchte. Ganz simpel also. Warum Kachingle den Nutzern lieber ganz wenige als ganz viele Wahlmöglichkeiten bietet, ob freiwillige Micropayments (Crowdfunding) auch Teil einer neuen Finanzierungsstruktur von Verlagen sein können, was Kachingle tun wird um bekannter zu werden, warum Spenden Ausdruck der Persönlichkeit sind, und ob Mikropayments für favorisierte Webinhalte eine neue soziale Bewegung werden können &#8211; darüber habe ich mit Cynthia Typaldos ein Skype-Interview geführt. Dies ist die deutsche Abschrift. <a href="http://medialdigital.de/2010/05/11/almost-a-new-world-attitude-interview-with-kachingles-founder-cynthia-typaldos/"><strong>(Click here to read the English version)</strong>.</a></p>
<p><strong>Was bedeutet das Wort Kachingle?</strong></p>
<p><strong>Cynthia Typaldos: </strong>Das habe ich erfunden. Es ist eine Kombination des Wortes &#8220;kaching&#8221; &#8211; das Geräusch der alten Registrierkassen &#8211; und &#8220;jingle&#8221; &#8211; dem Klimpern von Münzen. Ich weiß nicht, wie das Wort auf deutsch klingt, aber auf englisch klingt es sehr niedlich.</p>
<p><strong>Warum haben Sie Kachingle gestartet?</strong></p>
<p>Die Grundidee hatte ich schon 2003. Meine beste Freundin Laura in Argentinien hatte einen Gehirntumor. Ihr Englisch war nicht besonders gut, deshalb bat sie mich im Internet Fakten und Therapien zu ihrer Krankheit zu recherchieren. Ich habe überall im Netz Informationen gesammelt und ein Dossier für sie zusammengestellt. Als ich damit fertig war, wollte ich die Webseiten nochmal aufsuchen und 100 Dollar zur Belohnung auf die diversen Seiten verteilen. Aber ich konnte nicht mehr feststellen, wo ich überall gewesen war. Es war mir egal, ob es nicht-kommerzielle Organisationen waren oder Blogs oder Foren. Ich wollte nur sicherstellen, dass es diese Webseiten auch noch für die nächsten Suchenden geben würde. 2004 und 2005 habe ich dann ernsthaft an dem Projekt eines freiwilligen Mikrobezahlsystems gearbeitet, ein Konzept entworfen und mich mit diversen Leuten getroffen. Und dann habe ich es erst einmal zurückgestellt, weil ich merkte, dass die Zeit noch nicht reif war. Erst ab 2007 habe ich das Projekt weiterentwickelt (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=HXE4xjj9-1E"><strong>mehr zur Geschichte von Kachingle erzählt C. T. in diesem Video</strong></a>).</p>
<p><strong>Was hat damals noch gefehlt?</strong></p>
<p>Eine Menge. Vor allem gibt es inzwischen soziale Netzwerke. Die Macht von Netzwerken mit Menschen, die sich darüber austauschen wollen, wer sie sind und was sie tun. Kachingle ist nicht als Portal gedacht, sondern soll sich mit sozialen Netzwerken verzahnen. Wir arbeiten an einer Twitter-Applikation, über die man Statusmeldungen absetzen kann, wen man unterstützt. Und wir planen eine Facebook Schnittstelle, weil die Nutzer dort ihren Freunden mitteilen wollen, welche Webseiten sie unterstützen. Dort bauen sie ihr Image auf mit allem, was sie im Internet mögen.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Bunny-w-Glasses.png"><img class="size-medium wp-image-2855 alignleft" title="Bunny-w-Glasses" src="http://medialdigital.de/wp-content/Bunny-w-Glasses-225x213.png" alt="Bunny-w-Glasses" width="225" height="213" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Bedeutet das, dass man bald auch Twitter oder Facebook Profile mit Kachingle unterstützen kann?</strong></p>
<p>Möglicherweise. Wir prüfen das. Aber wir sind vor allem nutzerzentriert. Jedes Mal, wenn wir uns für eine neue Kachingle-Option entscheiden, geschieht das aus der Nutzerperspektive, nicht aus der Anbieterperspektive. Die Nutzer sollen ihr individuelles Unterstützer-Profil entwickeln können. Das bedingt, dass die unterstützten Webseiten einen Namen haben. Es können nicht einfach nur überall im Netz verteilte Fragmente sein. Aber wir geben den Nutzern die Wahl: Sie können öffentliche Profile entwickeln oder völlig anonym bleiben.</p>
<p><strong>Wie können Unterstützer sicher sein, dass ihr Geld an den richtigen Stellen landet?</strong></p>
<p>Wir sind völlig transparent. Wir zeigen, wohin die Geldströme fließen. Weil wir Vermittler zwischen zwei Parteien sind, müssen wir den Verbleib von jedem einzelnen Cent nachweisen. Ich nenne das „crowdsourced auditing“, ein an den Schwarm ausgelagertes Controlling. Sowohl die Unterstützer als auch die Seitenanbieter können sehen, wieviel Geld fließt, und die Rechnungen von beiden Seiten müssen natürlich übereinstimmen. Es gibt überhaupt keine Möglichkeit, dass Kachingle die Gelder nicht fair verteilt. Das halten wir für sehr wichtig. Wir wollen zwar Vertrauen aufbauen, aber Sie müssen uns nicht vertrauen, Sie können die Zahlungsströme auch selbst nachprüfen.</p>
<p><strong>Überproportional viele Early Adopter bei Kachingle sind deutsche Blogger, obwohl Blogs hier gar nicht solch eine hohe Relevanz haben wie in der amerikanischen oder auch französischen Medienlandschaft. Haben Sie dafür eine Erklärung?</strong></p>
<p>Eigentlich wollte ich Sie das fragen.</p>
<p><strong>Ich weiß die Antwort auch nicht. Ich kenne aber viele der Blogger, die Kachingle bereits beigetreten sind. Sie sagen alle, dass sie die Idee eines freiwilligen Mikrobezahlsystems gut finden und die Idee unterstützen wollen. Das erklärt aber nicht, warum viel mehr deutsche als französische Blogger so denken.</strong></p>
<p>Darüber spekulieren wir ebenfalls. Unser Kernteam besteht aus sechs Leuten. Zwei sind Amerikaner, drei sind Deutsche, einer ist Franzose. Ich glaube allmählich, das ist kein Zufall. Kachingle hat irgendetwas, auf das Deutsche besonders ansprechen, so dass sie möglichst früh dabei sein wollen. Es scheint den Wunsch zu geben, etwas an die digitale Gemeinschaft zurück zu geben und eine digitale <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende "><strong>Tragik der Allmende </strong></a>vermeiden zu wollen. Wenn jeder bloß nimmt und keiner gibt, dann werden eine Menge guter Dinge verschwinden.</p>
<p><strong>Die deutschen Zeitungsverleger argumentieren, die „Kostenloskultur“ sei ein Geburtsfehler des Internet. Sie bereuen, dass sie nicht von vornherein verpflichtende Bezahlschranken errichtet haben, weil es nun bereits zu spät dafür sein könnte.</strong></p>
<p>Die Verlage jammern und klagen. Ich aber sehr froh, <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/vorwaertsde-mit-kachingle-micropayment-tool"><strong>dass wir vorwaerts.de gewonnen haben</strong></a>. Es ist unsere größte Webseite und ich freue mich, dass sie die Vorreiterrolle unter den Zeitungswebseiten übernommen haben. Und außer den deutschen Bloggern haben wir jetzt auch schon mindestens drei oder vier deutsche Reiseportale. Und wir haben gerade eine Schweizer Trainspotting-Seite dazu bekommen. Blogger werden immer die Early Adopter sein, aber die Portale sind ebenfalls sehr wichtig, weil sie die Idee freiwilliger Vergütung über Kleinbeträge in den Massenmarkt hineintragen können, wo man nicht unbedingt Blogs liest.</p>
<p><strong>Wäre es nicht auch wichtig, die Unterstützung einflussreicher amerikanischer Medienblogs zu bekommen, damit Kachingle richtig abheben kann?</strong></p>
<p>Außerhalb des engen Einflussbereichs von Medienblogs müssen vor allem die ganz normalen Konsumenten von der Idee überzeugt werden. Wir konzentrieren uns momentan sehr darauf, die Zahl der teilnehmenden Inhalteanbieter zu erhöhen, weil wir glauben, dass wir vor allem so mehr Nutzer anziehen. Nutzer wollen eine große Auswahl an Webseiten sehen, die sie kachingeln können. Momentan thematisieren die Early Adopter noch sehr stark Kachingle, sie berichten über uns und ermutigen ihre Freunde und Kontakte mitzumachen. Es ist aber sehr typisch für neue Webanbieter in einer Nische zu starten. Facebook hat als reines College-Netzwerk angefangen. Wir stellen fest, dass unsere erste Nische offenbar der deutsche Markt ist. Wir nehmen das sehr ernst. <a href="http://blog.kachingle.com/2010/05/das-kachingle-medaillion-lernt-deutsch/"><strong>Ab sofort gibt es das Kachingle Medailon auch auf deutsch</strong></a> und wir werden künftig noch weitere Optionen speziell für den deutschen Markt anbieten.</p>
<p><strong>Warum kann man bei Kachingle nicht so wie bei flattr einzelne Beiträge unterstützen?</strong></p>
<p>Das hängt alleine davon ab, wo man das Medaillon platziert. Große Webseiten oder Mehrautorenblogs können beliebig viele Medaillons haben. Vorwaerts.de wird viele Kachingle-Medaillons einbauen. Das Blog Carta könnte jedem Autor sein eigenes Medaillon zuweisen. Aber ich wiederhole: Kachingle ist aus der Nutzerperspektive konzipiert. Wenn eine Webseite mit einer Stimme spricht, dann macht es auch Sinn, dass man die Webseite insgesamt unterstützt. Wenn es dort viele Stimmen und Meinungen gibt und die Nutzer sie als verschieden wahrnehmen, kann man sinnvollerweise auch mehrere Medaillons einbauen.</p>
<p><img class="size-large wp-image-2657 alignleft" title="Kachingle-mashup" src="http://medialdigital.de/wp-content/Kachingle-mashup1-300x187.png" alt="Kachingle-mashup" width="300" height="187" /></p>
<p><strong>Also kann man theoretisch auch einzelne Beiträge kachingeln, wenn der Anbieter das möchte?</strong></p>
<p>Technisch würde das funktionieren, aber das ist nicht nutzerzentrisch gedacht. Die Nutzer können so keine richtige Unterstützer-Reputation aufbauen. Ein weiterer Aspekt: Ich habe absichtlich ein System entwickelt, dass für den ganz normalen Webnutzer verständlich ist und keine komplizierten Entscheidungen voraussetzt. Deshalb ist es so einfach sich einzutragen und deshalb kann man auch nur fünf Dollar monatlich und keine alternativen Beträge bereitstellen. Wenn man den Leuten die Wahl lässt, dann fangen sie an zu grübeln, wie viel sie denn spenden sollten und fühlen sich vielleicht überfordert. Das ist das bekannte <a href="http://www.amazon.com/Paradox-Choice-Why-More-Less/dp/0060005688"><strong>„Paradox of Choice“ Phänomen</strong></a>.</p>
<p><strong>Viele Blogleser klicken gar nicht auf die Webseiten, sondern lesen die Blogfeeds in ihrem Feedleser. Wird es auch Kachingle für Feeds geben?</strong></p>
<p>Absolut. Wir sind von Bloggern schon darum gebeten worden. Bei solchen Weiterentwicklungen lassen wir uns vom Markt leiten. Das erste, was wir laut und deutlich vernommen haben, sind die erwünschten Verbesserungen für den deutschen Markt. Das betrifft nicht nur die Sprachoption, sondern auch Paypal.</p>
<p><strong>Wie wollen Sie deutsche Bedenken gegen Paypal ausräumen?</strong></p>
<p>Wir reden mit Paypal. Wir glauben, dass diese Plattform großartig für die Zukunft von Mikrobezahldiensten ist. Aber sie ist noch nicht weit genug entwickelt. Es ist zum Beispiel nicht einsichtig, dass wir sowohl für eingehende als auch auch für ausgezahlte Beträge eine Gebühr an Paypal zahlen müssen. Insgesamt sind das 11 Prozent. Das ist zuviel und Paypal sieht das auch ein. Wir werden die Gebühr bald senken können. Wir helfen Paypal auch, den deutschen Markt zu verstehen, zum Beispiel, dass die meisten Deutschen online am liebsten per Überweisung bezahlen. Deutschland ist sein zweitgrößter Markt, deshalb ist das Land für den Dienst und seinen Eigentümer Ebay so wichtig. Paypal ist sehr daran interessiert mit uns zu kooperieren, weil sie uns als Vorreiter für sehen für eine Bewegung, die wir „soziale Cents für digitale Inhalte“ nennen. Sie glauben, dass dieser Markt richtig groß wird.</p>
<p><img class="size-large wp-image-2859 alignleft" title="kachingle-system" src="http://medialdigital.de/wp-content/kachingle-system-300x172.png" alt="kachingle-system" width="300" height="172" /></p>
<p><strong>Kann Crowdfunding &#8211; Mikrobezahlströme aus dem Schwarm &#8211; dazu beitragen, sterbende Zeitungen zu retten?</strong></p>
<p>Wir hoffen, dass Crowdfunding einen bedeutenden Teil dazu beiträgt. Manche Zeitungswebseiten sind sehr groß, und das ist für uns natürlich sehr attraktiv, weil es nur einen kleinen Teil der Nutzer braucht, um nennenswerte Beträge zu generieren, sowohl für uns als auch für die Zeitungen. Der andere Aspekt aber ist: Es geht nicht nur ums Geld. Unser System ist sozial angelegt. Wenn Nutzer eine Unterstützer-Reputation aufbauen, dann denken sie darüber nach, worüber sie sich definieren. Ist die Tatsache, dass ich „Vorwärts“ lese, ein wichtiger Teil meiner Identität? Dann werde ich das Kachingle-Medaillon anklicken und das auch öffentlich machen. Noch ein Effekt &#8211; und wahrscheinlich auch ein Grund, warum sich Kachingle vor allem in Blogosphäre verbreitet &#8211; wenn Sie sehen, dass ein Bloggerkollege Ihr Blog kachingelt, dann werden Sie wahrscheinlich überlegen, ob Sie nicht auch sein Blog kachingeln sollten.</p>
<p><strong>Dann soll also „kachingeln“ eine neue soziale Norm werden?</strong></p>
<p>Wir ermutigen alle teilnehmenden Webseiten, auf ihre engagierten Nutzer zuzugehen und sie zu fragen, ob sie sich nicht bei Kachingle eintragen wollen. Viele Webseitenanbieter wissen genau, wer ihre engagierten Nutzer sind, denn die schreiben ja die ganzen Kommentare. Wenn die Nutzer sehen, dass ihresgleichen diese Webseiten unterstützt, dann werden sie das auch tun. So startet man eine soziale Norm. Das Schwierige daran ist, Leute zu finden, die den Anfang machen und eine Bewegung mitziehen können. Im Kern wissen die meisten Menschen, dass dies der richtige Weg ist, aber sie brauchen Vorbilder, denen sie folgen können. Deshalb machen wir möglichst viel öffentlich und deshalb wollen wir soziale Mechanismen wie Twitter und Facebook nutzen.</p>
<p><strong>Der Medienberater Robin Meyer-Lucht, Herausgeber von Carta, hat den Begriff „Kultur der verantwortlichen Vergütung“ geprägt, als er vor einigen Monaten <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,607889,00.html">in „Spiegel Online“ über neue Medienfinanzierungsmodelle und Kachingle berichtete</a>.</strong></p>
<p>Ich liebe diesen Begriff. Ich habe den Artikel mit Hilfe von Google Translate gelesen, habe aber die Nuancen nicht verstanden. Ich stimme absolut zu. Es wird Zeit brauchen und es müssen sich mehr Webseiten beteiligen und vielleicht brauchen wir auch Prominente, die sagen: Hier geht‘s lang. Aber wir planen langfristig. Die Early Adopters sind jetzt erst mal diejenigen, auf die es ankommt. Crowdfunding kann eine neue Bewegung werden. Es gehört zum Wesen einer Demokratie zu zeigen, welche Anliegen man unterstützt.</p>
<p><strong>Außerdem lesenswert:</strong></p>
<p><strong><a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/26/kachingle-deutscheng-charts/">Die deutschen Kachingle-Charts oder: Quo vadis, Kachingle?</a> </strong>(Medienökonomie-Blog)<strong></strong></p>
<p><a href="http://carta.info/20487/paid-content-kachingle/"><strong>Die Zukunft von Paid Content: Hier wäre ein Ansatz.</strong></a> (Carta)</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Brain Drain in Verlagen</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 16:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Matthias Spielkamp über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221; Kress online hat Matthias Spielkamps aufrüttelnde Rede vom Publisher&#8217;s Forum mit Links zu weiterführenden Beiträgen versehen und online gestellt. Spielkamp konstatiert einen drohenden Abfluss von gut ausgebildeten und leidenschaftlichen Journalisten, die nicht in Festanstellungen stehen. Den Verlagen geht es um die Ausbeutung [...]]]></description>
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<h3><img class="aligncenter size-large wp-image-2768" title="braindrain" src="http://medialdigital.de/wp-content/braindrain-300x225.jpg" alt="braindrain" width="300" height="225" /></h3>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://kress.de/tweet/tagesdienst/detail/beitrag/103883-matthias-spielkamp-ueber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln.html">Matthias Spielkamp über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221;</a></h4>
<p>Kress online hat <strong><a href="http://immateriblog.de/about">Matthias Spielkamps</a></strong> aufrüttelnde Rede vom <a href="http://www.publishersforum.de/index.php"><strong>Publisher&#8217;s Forum</strong></a> mit Links zu weiterführenden Beiträgen versehen und online gestellt. <strong>Spielkamp konstatiert einen drohenden Abfluss von gut ausgebildeten und leidenschaftlichen Journalisten, die nicht in Festanstellungen stehen. </strong>Den Verlagen geht es um die Ausbeutung von Content und Arbeitskraft. &#8220;Wenn man die Verlage darauf anspricht, ob sie nicht ein Problem darin sehen, die Menschen, die eigentlich ihre Geschäftspartner sein sollten, nach Gutsherrenart zu behandeln (manchen würde eher ein Vergleich mit sizilianischem Landadel einfallen), dann antworten sie regelmäßig: <strong>wir befinden uns in einem Markt, der regelt das dann schon über Angebot und Nachfrage.</strong>&#8221; Das sei ein &#8220;interessantes Argument&#8221; findet Spielkamp. &#8220;Vor allem angesichts der <strong><a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/gottes-werk-und-googles-beitrag-zeitungsverlage-und-die-herausforderungen-der-link-okonomie/" target="_blank">Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht</a>.</strong> Da kann es mit einem Mal nicht mehr der Markt regeln, dass die Verlage ihre Oligopolstellung verlieren, dass sie sich einer Konkurrenz ausgesetzt sehen, die ihr Geschäftsmodell bedroht, und auf die sie bisher eher tölpelhaft als visionär reagiert haben. <strong>Da rufen sie dann nach dem Staat, der ihnen ein Leistungsschutzrecht verschaffen soll, damit ihre Investitionen geschützt bleiben.</strong>&#8221;</p>
<p><strong>weitere Tipps:</strong></p>
<h4><a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10978">Charlie Rose with Alan Rusbridger</a></h4>
<p><em>Guardian</em>-Chef Alan Rusbridger berichtet in diesem sehenswerten Video mit US-Talker Charlie Rose von den Vorteilen für seine Zeitung, einer Stiftung statt Privateigentümern zu gehören. Interessant: <strong>Von den monatlich 37 Millionen Unique Usern des <em>Guardian</em> im Netz kommt ein Drittel aus den USA. </strong>Die Attraktivität für US-Leser liegt  laut Rusbridger in der internationalen Ausrichtung des <em>Guardian</em>, US-Medien berichten immer weniger über internationale Belange und seltener aus anderer Perspektive als unmittelbarer Betroffenheit für die USA. Verlage sehen in Google fälschlicherweise einen Feind, glaubt der <em>Guardian</em>-Chef: &#8220;<strong>Medienhäuser müssen sich entscheiden, mit wem sie konkurrieren und mit wem sie kollaborieren wollen.</strong>&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to How to Save Local Newspapers" rel="bookmark" href="http://www.newspaperdeathwatch.com/how-to-save-local-newspapers.html">How to Save Local Newspapers</a></h4>
<p>Bobby Carlton, eine PR-Agentin in New England, bringt lokale StartUps und potenzielle Investoren zusammen. Ihre &#8220;Mass Innovation Nights&#8221; wurde mitten in der Rezession ein immenser Erfolg. Zeitungsveteran und <em>Newspaper Death Watch</em> Blogger Paul Gillin hält es für einen Fehler, dass lokale Verlage eine solche Geschäftsidee, die eigentlich in ihren Kompetenzbereich fällt, einfach links liegen lassen: &#8220;<strong>Her success demonstrates how news publishers can reinvent themselves and survive – maybe even thrive – but only if they have completely rethink what they do.</strong>&#8221; Das klingt nicht unähnlich den B2B &#8220;revenue opportunities&#8221;, die Jeff Jarvis und sein studentisches Team im Projekt <a href="http://newsinnovation.com/models/"><strong>&#8220;New Business Models for News&#8221;</strong></a> entwickeln.</p>
<h4 style="font-size: 14px;"><a href="http://www.technologyreview.com/blog/guest/"><strong><strong>Why Twitter Is the Future of News</strong></strong></a></h4>
<p>Twitter ist beim Verbreiten von Nachrichten höchst effektiv, berichtet die <em>Technology Review</em><strong><strong> </strong></strong>über eine neue Twitter-Studie. Mehr als 94 Prozent aller Twitternutzer weltweit sind demnach über weniger als fünf Knotenpunkte mit jedem beliebigen anderen Twitternutzer verbunden. Das heißt:  <strong>über höchstens fünf Retweets einer Nachricht können theoretisch fast alle der über 100 Millionen Twitternutzer erreicht werden</strong>. Als Datenbasis dienten sämtliche im Juli 2009 verfassten Tweets. Die Erkenntnis, dass jeder jeden über nur wenige Ecken kennt<strong><strong> &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Six_degrees_of_separation">&#8220;Six degrees of separation&#8221;</a></strong></strong> -  ist allerdings schon über 80 Jahre alt.</p>
<h4><a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/paid_content_studie_gratis_war_gestern">Paid-Content-Studie: Gratis war gestern</a></h4>
<p>Paid Content I: Die Medienberater Robin Meyer-Lucht und Katja Riefler haben für den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (<strong>BDZV</strong>) eine <strong>Paid-Content-Studie</strong> erstellt, die <em>W&amp;V </em>vorstellt. Demnach sind nur sieben Prozent der 124 befragten Verlage &#8220;Paid-Content-Verweigerer&#8221; ohne jegliche Pläne, die Nutzer für digitale Agebote zahlen zu lassen, 40 Prozent haben bereits oder planen kostenpflichtige iPhone-Apps. Die Zahlungsbereitsschaft in der Internet-Gemeinde werde &#8220;deutlich unterschätzt&#8221;, zitiert <em>W&amp;V</em> Meyer-Lucht: &#8220;<strong>Entscheidend sei, Bezahlangebote auf die jeweiligen Nutzergruppen abzustimmen</strong>, etwa auf den &#8220;Randnutzer&#8221;, der eine Zeitungs-Website bis zu drei Mal im Monat besucht, oder auf die rund 15 Prozent der Stammnutzer, die es im gleichen Zeitraum auf bis zu 100 Besuche bringen.&#8221; Mit Link zu einer Paid-Content-Umfrage.</p>
<h4><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,691413,00.html">Ebay-Erfinder gründet Online-Zeitung</a></h4>
<p>Paid Content II: Ebay-Gründer Pierre Omidyar geht mit seinem Paid-Content-Modell gleich in die vollen und verlangt für den Zugang zu seinem neuen diskussionbasierten Onlineportal <a href="http://www.civilbeat.com"><strong>civilbeat.com </strong></a> in Honolulu, Hawaii monatlich 20 Dollar. Die Qualität der Diskussionen soll durch ein Verbot anonymer Kommentare gesteigert werden. Chefredakteur ist <a href="http://www.johntemple.net"><strong>John Temple</strong></a>, zuvor in gleicher Funktion bei der eingestellten Zeitung <em>Rocky Mountain News</em>.</p>
<h4><a href="http://www.telemedicus.info/article/1727-Wissenschaftler-stellen-Urheberrechtsmodell-fuer-Europa-vor.html">Wissenschaftler stellen Urheberrechtsmodell für Europa vor</a></h4>
<p><em>Telemedicus</em> berichtet über einen „<strong>European Copyright Code</strong>”, den namhafte Rechtswissenschaflter aus ganz Europa vorgestellt haben: &#8220;Der Entwurf könnte als Modell für ein neues vollkommen einheitliches Urheberrecht dienen.&#8221; Offenbar wurde hier erstmals ein ernsthafter Versuch unternommen, <strong>das kontinentaleuropäische Urheberrecht und das anglo-amerikanische Copyright in der global-digitalen Welt miteinander in Einklang zu bringen</strong>. Mit Link zur Studie (pdf).</p>
<h4><a href="http://www.reportingonhealth.org/blogs/health-journalists-meet-your-competition-0">The Accidental Wonk: Health Policy for Journalists</a></h4>
<p>Content Farm I:<strong> Wer schreibt eigentlich für Content Farmen wie Demand Media und Answers.com</strong>, wenn es nicht vornehmlich Journalisten sind? Zum Beispiel Medizin-Laboranten. Adam Cloe produziert einen typischen 30-Dollar-Beitrag in einer halben Stunde, während er im Labor auf seine Eiweißketten achtet, und spart die Honorare für seine Hochzeit.</p>
<h4><a href="http://adage.com/mediaworks/article?article_id=143565">More Publishers Trying Outsourced Journalism</a></h4>
<p>Content Farm II: <strong>Die meisten Verlage schimpfen zwar über die Konkurrenz der nachfrage-basierten Content-Modelle.</strong> Deren Dauerpräsenz in den Suchergebnissen und damit verbundenen hohen Werbeumsätzen hätten sie aber dennoch gerne. <strong>Einige US-Medien probieren es jetzt mit Kooperation</strong>: Thomson Reuters, Cox Newspapers und Hachette Filipacchi veröffentlichen Beiträge von Associated Content &#8211; &#8220;one of several companies, such as Demand Media and AOL&#8217;s SEED, that mines reporting from masses of freelancers for as little as $5 a story&#8221;, berichtet Advertising Age. <em>USA Today</em> kooperiert schon länger mit Demand Media.</p>
<h4><a href="http://www.ojr.org/ojr/people/grasty/201004/1845/">Is the future of digital news collaborative?</a></h4>
<p>Kollaborativer Journalismus wird auf digitalen Plattformen immer wichtiger. In den USA hat jetzt die  Journalistenschule  <strong><a href="http://annenberg.usc.edu/News%20and%20Events/News/100416Stroome.aspx">USC Annenberg verkündet</a></strong> , dass sie als erste<strong> eine neue Plattform einsetzt, die kollaboratives Arbeiten mit semi-professionellen Mitarbeitern erleichtert</strong>. Tom Grasty, Co-Entwickler der Plattform <strong><a href="http://stroome.com/">Stroome</a></strong> stellt sie im Online Journalism Blog vor.</p>
<h4><a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/05/02/deutsches-flattr-ranking/">Eine Art deutsches Flattr-Ranking oder: die ersten Schritte eines Giganten?</a></h4>
<p>Stefan Mey hat ein <strong>Ranking der meistgeflattrten deutschsprachigen Blogbeiträge</strong> erstellt und analysiert die Mechanismen des freiwilligen Micropayment-Dienstes. &#8220;Es zeigen sich einige interessante Muster, die teilweise denen bei Kachingle ähneln&#8221;, schreibt Mey: &#8220;A) „Deutsche Blogs und Websites sind überproportional vertreten.“ [...] B) „Das System ist noch sehr selbstreferenziell.“ [...] C) Die deutschen Alist-Blogs beteiligen sich rege. [...] Anders als bei Kachingle finden sich bei Flattr von Anfang auch einige der großen Blogs aus den Deutschen Blogcharts: <em>Netzwertig</em>, <em>Carta</em>, <em>die Gefühlskonserve</em> und <em>Wirres</em> sind vertreten. <strong>Die zukünftigen Flattr-Rankings werden die Verlinkungsstrukturen der Blogosphäre sicher nicht eins-zu-eins abbilden, doch ist es wahrscheinlich, dass die &#8216;neuen&#8217; tendenziell die &#8216;alten&#8217; Stars sein werden.</strong>&#8221; Stefan Mey erstellte vorige Woche auch die &#8220;<a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/26/kachingle-deutscheng-charts/"><strong>Deutschen Kachingle-Charts</strong></a>&#8220;.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/spierzchala/317971777/">Flickr / spierzchala</a></p>
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