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	<title>Medial Digital &#187; Jeff Jarvis</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Sauna-Talk und HuffPo-Turbine</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 07:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: vielen Tipps zum Online-Journalismus, Ein-Jahres-Paywall-Bilanz der New York Times, einem gesprächigen Saunagast Jeff Jarvis und einem tödlichen Unfall mit einem Content-Aggegator. Zeit für Experimente Steffen Leidel beantwortet im lab Ausbildungsblog der Deutschen Welle (wird reformiert: mehr Online, weniger Radio) &#8220;fünf Statements, die in dem Reformprozess immer wieder zu hören sind und wahrscheinlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Seattle-Skyline-Header.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5410" title="Seattle Skyline Header" src="http://medialdigital.de/wp-content/Seattle-Skyline-Header.png" alt="" width="600" height="134" /></a></h4>
<h4>Diesmal mit: vielen Tipps zum Online-Journalismus, Ein-Jahres-Paywall-Bilanz der New York Times, einem gesprächigen Saunagast Jeff Jarvis und einem tödlichen Unfall mit einem Content-Aggegator.</h4>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2555">Zeit für Experimente</a></h4>
<p><strong>Steffen Leidel </strong>beantwortet im <strong>lab Ausbildungsblog der Deutschen Welle</strong> (wird reformiert: mehr Online, weniger Radio) &#8220;fünf  Statements, die in dem Reformprozess immer wieder zu hören  sind und wahrscheinlich nicht allein DW-spezifisch sind&#8221;. In der Tat dürften die Fragen und Antworten Mitarbeiter und Stratagen auch weiterer Medienhäuser interessieren (und freie Mitarbeiter auch). Ein &#8220;Best of&#8221; mit vielen Links, da Leidel und sein Kollege <strong>Marcus Bösch</strong> zu fast jedem der angesprochen Aspekte schon etwas geschrieben haben.</p>
<h4><a title="Moving away from ‘the story’: 5 roles of an online investigations team" href="http://onlinejournalismblog.com/2012/02/02/moving-away-from-the-story-5-roles-of-an-online-investigations-team/">Moving away from ‘the story’: 5 roles of an online investigations team</a></h4>
<p>Der britische Journalismus-Professor <strong>Paul Bradshaw</strong>, der seit zehn Jahren Online-Journalismus unterrichtet, will in einem Experiment herausfinden, ob zwei  Extreme im Online-Journalismus vermeidbar sind. Die Probleme: Online-Journalisten neigen entweder dazu, an ihren linearen Geschichten zu feilen, bis si sie wirklich gut sind, verlieren dabei aber online-spezifische Dimensionen wie Feedback und Verlinkungen aus dem Blick. Oder sie produzieren  kurzatmigen Häppchenjournalismus (&#8220;Churnalism&#8221;). Bradshaws Lösungsansatz: Teams zusammenstellen mit festen Rollen wie Community-Manager, Datenjournalist etc.</p>
<h4><a href="http://newsonomics.com/at-almost-400000-digital-subscribers-inside-the-new-york-times-pay-strategy-year-2/"><strong>At Almost 400,000 Subscribers, Inside the News York Times Pay Strategy, Year 2</strong></a></h4>
<p>Medienanalyst <strong>Ken Doctor</strong> hat sich die offiziellen Zahlen der <strong>New York Times</strong> nach einem Jahr Paywall angeschaut und mit Hintergrundinformationen angereichert. Eine der Erkenntnisse: Die NYT konnte gegen den Markttrend ihre für den Anzeigenumsatz wichtige gedruckte Sonntagsauflage im vergangenen Jahr steigern. Allerdings ist das Digitalabo um 60 Dollar pro Jahr günstiger, wenn man die Sonntagszeitung dazubucht, als ohne Sonntagsabo. Das ist aber nur auf den ersten Blick paradox. Dazu Doctor: &#8220;Keep the Sunday paper strong for at least several more years — and quite  likely longer — and the Times gains a fighting chance to find a <strong><a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/the-newsonomics-of-sunday-papertablet-subscriptions/">print/digital hybrid model</a> </strong>to sustain its journalism.&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.wiwo.de/ungedruckt/2012/02/05/besser-twittern-eine-studie-zeigt-welche-tweets-wirklich-ankommen/">Besser twittern: Eine Studie zeigt, welche Tweets wirklich ankommen</a></h4>
<p><strong>Sebastian Matthes </strong>gibt in seinem Blog in der Wirtschaftswoche Tipps für den Erfolg bei Twitter. Er beruft sich dabei nicht auf sein Bauchgefühl oder eigene Erfahrungen, sondern auf eine empirische Studie: Was wollen Follower wirklich lesen? Nutzwert und Humor. Killer sind Gejammer über verpasste Straßenbahnen und &#8220;Check-Ins&#8221; bei Foursquare.</p>
<h4><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1546980#/beitrag/video/1546980/Hitziger-Sauna-Talk-mit-Jeff-Jarvis"><strong>Hitziger Sauna-Talk mit Jeff Jarvis</strong></a></h4>
<p><strong>&#8220;Bauerfeind&#8221;</strong> hat sich zum Interview mit <strong>Jeff Jarvis</strong> in der Sauna getroffen. Es ist <a href="http://jakuuub.de/2010/04/14/wie-ich-mit-jeff-jarvis-in-der-sauna-sass/"><strong>nicht das erste Mal</strong></a>, dass Jarvis in der Sauna über seine Thesen plaudert, aber das erste Mal, dass eine Kamera mitlief. Die Video-Aufzeichnung ist in der ZDF-Mediathek abrufbar. Wer Jarvis&#8217; neues Buch &#8220;Public Parts&#8221; nicht kennt, erfährt von ihm eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Heiß<strong> </strong>war es allerdings <a href="https://twitter.com/#!/jeffjarvis/status/165749763931779073"><strong>nicht</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://fraupoe.wordpress.com/2012/02/03/engel-links-teufel-rechts-oder-so/">engel links, teufel rechts … oder so</a></h4>
<p>PR-Beraterin <strong>Maria Pöttering</strong>, alias &#8220;Frau Pö&#8221;, denkt nach über Facebooks Timeline/Chronik, über Googles neue Datenschutzbestimmungen und den vieldiskutierten angeblich baldigen Untergang der Netzkultur. Klare Worte.</p>
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<h4><a href="http://www.theonion.com/articles/huffington-post-employee-sucked-into-aggregation-t,27244/">&#8216;Huffington Post&#8217; Employee Sucked Into Aggregation Turbine</a></h4>
<p>Verfechter eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage werden vielleicht schadenfreudig vernehmen, dass zum ersten Mal ein Mitarbeiter der Content-saugenden <strong>Huffington Post</strong> Opfer des riesigen konzerneigenen Aggregators geworden ist. Mit Todesfolge. Nachzulesen auf dem Satireportal <strong>Onion News</strong>.</p>
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		<title>&#8220;We ain&#8217;t seen nothin&#8217; yet&#8221; &#8211; Jeff Jarvis&#8217; neues Buch &#8220;Public Parts&#8221;</title>
		<link>http://medialdigital.de/2011/09/29/we-aint-seen-nothin-yet-jeff-jarvis-neues-buch-public-parts/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 06:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als der New Yorker Medienprofessor Jeff Jarvis im vergangenen Jahr ankündigte, in seinem neuen Buch werde es um das Spannungsfeld &#8220;privat&#8221; versus &#8220;öffentlich&#8221; gehen, habe  ich mit einer angereicherten Anekdotensammlung gerechnet. Immerhin stammt von Jarvis die etwas schiefe Analogie, die Deutschen hätten zwar keine Scheu, sich in der gemischten Sauna nackt zu zeigen, möchten aber [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/25fa0930906844a6a13cfd4fc55a2045" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Als der New Yorker Medienprofessor Jeff Jarvis im vergangenen Jahr ankündigte, in seinem neuen Buch werde es um das Spannungsfeld &#8220;privat&#8221; versus &#8220;öffentlich&#8221; gehen, habe  ich mit einer angereicherten Anekdotensammlung gerechnet. Immerhin stammt von Jarvis die <strong><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/02/11/the-german-privacy-paradox/">etwas schiefe Analogie</a></strong>, die Deutschen hätten zwar keine Scheu, sich in der gemischten Sauna nackt zu zeigen, möchten aber ihre Häuser bei Google Streetview nicht unverpixelt zeigen.</p>
<p>Doch Jarvis Buch  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1451636008/sr=1-1/qid=1317195659/ref=olp_product_details?ie=UTF8&amp;me=&amp;qid=1317195659&amp;sr=1-1&amp;seller="><strong>&#8220;Public Parts&#8221;</strong></a>, das soeben im englischsprachigen Original erschien, ist einerseits vor allem eine sehr lesenswerte Kulturgeschichte der Auffassung von privat versus öffentlich im Wandel der Zeiten. Andererseits versteht es Jarvis wie schon in seinem vorigen Buch die Grundmetapher &#8220;publicness&#8221; (Jarvis&#8217; eigene Wortschöpfung) auf so unterschiedliche moderne Bereiche wie die öffentliche Fluglinie (kann das funktionieren?) oder Autobau im Open-Beta-Verfahren (Beispiel Local Motors: funktioniert offenbar sehr gut) anzuwenden. Aber im Unterschied zu &#8220;What would Google do?&#8221;, das in der zweiten Hälfte der bemühten Googlefizierung aller möglichen Branchen den Leser etwas ermüdete, überstrapaziert Jarvis hier seine Grundmetapher nicht.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/public-parts.png"><img class="size-large wp-image-5187 alignleft" title="public parts" src="http://medialdigital.de/wp-content/public-parts-300x457.png" alt="" width="240" height="366" /></a>Sehr interessant finde ich &#8211; als Journalistin &#8211; das Kapitel &#8220;The Public Press&#8221; (das Original, auf dem die auf Geeks und Silicon Valley getrimmte Version für die deutsche &#8220;Wired&#8221;-Erstausgabe beruht).  Noch sähen die Versuche von Verlagen, ihre gedruckten Zeitungen (und die dahinter stehenden Geschäftsmodelle) möglichst nahtlos ins Netz zu transferieren, den Versuchen der frühen Buchdrucker, handkopierte Schriften mit beweglichen Lettern automatisiert zu erzeugen, verblüffend ähnlich. Dass der Buchdruck ein Instrument sein könnte, um auch (damals) völlig neue Werke und neue Informationen zu verbreiten, anstatt nur das Alte zu bewahren, kam ihnen erst zwei Generationen später in den Sinn. Damals gab es freiwillige Korrekturleser, um die vielen Fehler in den Erstausgaben in späteren Auflagen auszumerzen. Eine frühe Form von kollaborativer Intelligenz, die erst 500 Jahre später mit Wikis und Twitter wiederentdeckt wird.</p>
<p>Jarvis zitiert die amerikanische Historikerin Elizabeth Eisenstein: &#8220;for at least fifty years after the shift there is no striking evidence of cultural change; one must wait a full century after Gutenberg before the outlines of the new world pictures begin to emerge into view.&#8221; Die Mediengeschichte wiederholt sich und wir stehen erst ganz am Anfang der neuen Revolution. Oder um es mit Jarvis Worten zu sagen: &#8220;We ain&#8217;t seen nothin&#8217; yet.&#8221;</p>
<p>Hier sind einige interessante Gedanken von Jarvis aus &#8220;Public Parts&#8221;:</p>
<ul>
<li>Ein öffentliches Leben war in der Historie  ein Privileg weniger Begüterter. (Daher die britische Bezeichnung &#8220;public school&#8221; für Privatschule. Diese Schulen war den Privilegierten des öffentlichen Lebens vorbehalten.) Es geht inzwischen manchmal unter, dass das demokratische Privileg von jedem sich öffentlich zu äußern in der Geschichte erst erstritten werden musste &#8211; und noch längst nicht überall in der Welt verwirklicht ist.</li>
<li>Öffentlichkeit ist die Grundvoraussetzung von Fortschritt. Nur wenn  Ideen sich mischen können, anstatt im eigenen Saft zu schmoren, entsteht  etwas grundlegend Neues. Zum Beispiel die Teflonpfanne, die  endoskopische Kamera (Abfallprodukte der Raumforschung und der  Militärtechnik) oder die öffentlichen Antworten und Retweets bei Twitter  (die SMS-Plattform wird zur Informationsplattform). Oft sind es nicht die  Erfinder, sondern die Nutzer, die das eigentliche Potenzial einer  Erfindung erkennen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wir sollten aufhören ständig in der Kategorie &#8220;es könnte etwas Schlechtes passieen&#8221; zu denken, wenn wir uns in die Öffentlichkeit begeben. Es könnte auch etwas Gutes passieren. Aber das finden wir erst heraus, wenn wir unseren inneren Regler für  &#8220;öffentlich&#8221; versus &#8220;privat&#8221; nicht voreingestellt auf &#8220;privat&#8221; stehenlassen. Eine Nutzen-Risiko-Rechnung kann in manchen Situationen durchaus dazu führen, freiwillig mehr Daten von sich preiszugeben als unbedingt nörig. (Ich persönlich nehme es zum Beispiel in Kauf, dass Payback, Google, Amazon und diverse Adtracker Daten über mich sammeln, wenn ich dafür im Gegenzug Rabatte und passendere Angebote erhalte.)</li>
<li>Nicht immer ist der (vor allem deutsche) Reflex nach möglichst geringe Preisgabe von Daten und möglichst rigider Datenkontrolle zielführend. Ein drastisches Beispiel: Jarvis selbst bekam viel Unterstützung, weil er intime Details über seine Prostatakrebs-OP und die daraus resultierenden Folgen öffentlich machte. Die plakativen Schilderungen hätten dazu beigetragen, dass mehr Männer ihre Scheu vor dem Thema ablegen und rechtzeitig Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, glaubt Jarvis.</li>
<li>Ein öffentliches Leben vieler im Netz führt zu neuen Interessensgruppierungen, Kollaboration und unerwarteten relevanten Entdeckungen (&#8220;serependity&#8221; im Englischen). Die wahre Wundertüte ist nicht die gedruckte Zeitung oder das Nachrichtenmagazin, das wenige Redakteure zusammengestellt haben, sondern die Fülle von sozialen Empfehlungen im Netz. Sie sind nur möglich, weil Nutzer über Plattformen wie Twitter, Facebook oder Google+ neue Öffentlichkeiten organisieren.</li>
<li>Ein Nichtwissen oder eine Überforderung einzugestehen, ist kein Zeichen der Schwäche mehr, sondern der Stärke. Ohne die aktive Mithilfe Tausender von Nutzern hätte der britische &#8220;Guardian&#8221; 2009 niemals eine halbe Million Dokumente zum Spesenhausskandal seiner Unterhaus-Abgeordneten aufbereiten können &#8211; Startschuss für eine fruchtbare Zusammenarbeit auf der Basis von Offenheit und Transparenz bei mittlerweile vielen Datenprojekten.</li>
<li>Jarvis sieht Offenheit als Basis für die meisten Lebensbereiche. Nur bei politischen Entscheidungsprozessen kann er sich &#8220;public&#8221; als Grundeinstellung nicht so recht vorstellen. Zu sehr seien es immer noch die Massenmedien, deren Mechanismen und Wirkungskraft sich Poliker unterwerfen. Allerdings war sein Buch schon im Druck als in Berlin die Piratenpartei fast neun Prozent der Stimmen holte &#8211; mit radikal offenen politischen Entscheidungswegen.</li>
</ul>
<p>Fazit: Lesenswert!</p>
<p>Zwei <a href="http://www.buzzmachine.com/2011/09/26/free-public-parts-excerpt/">Leseproben</a> aus dem Buch stehen auf Jarvis&#8217; Blog Buzzmachine und <a href="http://www.buzzmachine.com/publicparts/"><strong>hier</strong></a> gibt es Links zu weiteren Rezensionen und ergänzendem Material.</p>
<p><em>Foto von Jeff Jarvis auf meiner Blog-Startseite: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jeff_Jarvis.jpg">Eirik Solheim / Wikimedia</a></em></p>
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		<title>Linktipps vom Pazifik* aus dem personalisierten Nachrichtenstrom**</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 20:20:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: The orthodoxy of the article, part II Jeff Jarvis hat seinen programmatischen Beitrag präzisiert, in welchem er ausführt, dass der lineare Beitrag künftig nicht mehr die Standardform journalistischer Veröffentlichungen sein werde. Der Artikel werde zum Luxus, er fasse den Kenntnisstand zusammen, werde magaziniger, analytischer und letztlich dadurch auch wertvoller. Doch diesen Luxus benötige man [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/mein-neues-Büro.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5040" title="mein neues Büro" src="http://medialdigital.de/wp-content/mein-neues-Büro.png" alt="" width="430" height="323" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2011/06/12/the-orthodoxy-of-the-article-part-ii/#comment-451600">The orthodoxy of the article, part II</a></h4>
<p><strong>Jeff Jarvis</strong> hat seinen programmatischen Beitrag präzisiert, in welchem er ausführt, dass <strong>der lineare Beitrag künftig nicht mehr die Standardform journalistischer Veröffentlichungen sein werde</strong>. Der Artikel werde zum Luxus, er fasse den Kenntnisstand zusammen, werde magaziniger, analytischer und letztlich dadurch auch wertvoller. Doch diesen Luxus benötige man nicht unbedingt jedesmal, um einen Sachverhalt zu vermitteln. Mit sehr interessanter Debatte in den Kommentaren. Hier ein weiterer lesenswerter Beitrag zu diesem Thema von <strong>Steve Buttry: <a href="http://stevebuttry.wordpress.com/2011/06/14/why-should-storytelling-stop-evolving-now/">Why should storytelling stop evolving now?</a></strong></p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4 id="heading-alone"><a href="http://www.guardian.co.uk/gnm-press-office/guardian-news-media-digital-first-organisation">Guardian News &amp; Media to be a digital-first organisation</a></h4>
<p>Der <strong>Guardian</strong> sieht die gedruckte <strong>Tageszeitung</strong> als zwar graduelles aber unweigerliches <strong>Auslaufmodell</strong>, künftig gilt ihr Focus den Digitalkanälen. &#8220;&#8221;By becoming a digital-first organisation we&#8217;re taking the next natural  step, one which we believe all newspapers will eventually have to take&#8221;, betont Chefredakteur <strong>Alan Rusbridger</strong>.</p>
<h4><a href="http://henningslog.posterous.com/facebook-was-tun-wir-hier">Facebook &#8211; Was tun wir hier?</a></h4>
<p><strong>Hennig Noske </strong>legt in einer schönen Glosse (oder ist eher ein Essay?) sein Seelenleben in puncto Bloggen und Facebooken bloß und entdeckt in sich eine neue Form von journalistischer Autonomie: &#8220;Wir haben viel Spaß, aber wir geben  auch viel Wertvolles &#8211; unsere Zeit und unser Privates. Wir öffnen uns &#8211;  mehr als Menschen sich vermutlich jemals in der Weltgeschichte geöffnet  und offenbart haben. In diesem Experiment liegt viel Vertrauen. Es ist  eine globale Obsession, die Regime stürzen kann, Dummköpfe und  Diktaturen verdorren lässt. <strong>Die Belastungsprobe der neuen Freiheit aber  steht noch aus. Nutzen wir sie, so lange es uns noch richtig Spaß macht.</strong> Publish &#8230;&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.datenjournalist.de/dilemma-schema-org-was-der-neue-semantische-web-standard-der-suchmaschinen-fur-onlinejournalismus-bedeutet/">Was der neue semantische Web-Standard der Suchmaschinen für Onlinejournalismus bedeutet</a></h4>
<p><strong>Lorenz Matzat </strong>glaubt, dass der neue semantische <strong>Suchmaschinenstandard schema.org</strong> für Nachrichtenanbieter im Netz vor allem viel Arbeit, aber wenig Gutes bedeutet. Künftig würden inhaltsleere Doubletten noch stärker  noch stärker auffallen: &#8220;Das bloße Reinpumpen von Content, das einfache Wiedergeben von Beiträgen  der Nachrichtenagenturen, mit dem das eigene Angebot aufgebläht werden  soll, wird nichts mehr bringen. [...] <strong>Das kommende Webseitensterben kann also zum Verschwinden der Dinosaurier  des Internets führen. </strong>Schlimm für manches Geschäftsmodell. Der User  aber kann dadurch gewinnen.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to Blogger leitet deutsche Ausgabe von “Wired”. Das ist toll, das wird gut, das ist – mutlos" rel="bookmark" href="http://www.basicthinking.de/blog/2011/06/16/blogger-leitet-deutsche-ausgabe-von-wired-das-ist-toll-das-wird-gut-das-ist-mutlos/">Blogger leitet deutsche Ausgabe von “Wired”. Das ist toll, das wird gut, das ist – mutlos</a></h4>
<p><strong>Jürgen Vielmeier</strong> zweifelt bei <em>Basic Thinking </em>zwar nicht daran, das <strong>Thomas Knüwer</strong> der richtige Mann für die Konzeption der deutschen <a href="http://www.wired.de"><strong>Wired</strong></a> Ausgabe ist, findet aber, es entbehre nicht einer gewissen Ironie, dass einer der schärfsten Verlags- und Printkritiker, nun selbst eine gedruckte Zeitschrift entwickelt: &#8220;Wäre es nicht besser, es <strong>endlich einmal richtig anzupacken mit einem großen deutschen Technikmagazin im Web</strong>?&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.journalism.co.uk/news/bbc-developing-new-iphone-app-for-field-reporters/s2/a544714/">BBC developing new iPhone app for field reporters</a></h4>
<p>Die  BBC entwickelt derzeit eine App, die es ihren Reportern ermöglichen soll, v<strong>om iphone oder iPad aus Beiträge direkt ins BBC Redaktionssystem einzuspeisen</strong>, berichtet <strong>journalism.co.uk</strong>. Ein weiterer Schritt in Richtung mobiler Journalismus mit minimal invasiver Technik für die Echtzeitberichterstattung.</p>
<h4><a href="http://pogue.blogs.nytimes.com/2011/06/16/excited-about-the-cloud-get-ready-for-capped-data-plans/?ref=personaltechemail&amp;nl=technology&amp;emc=cta1">Excited About the Cloud? Get Ready for Capped Data Plans</a></h4>
<p><strong>New York Times </strong>Kolumnist <strong>David Pogue </strong>macht darauf aufmerksam, was passieren wird, wenn wir alle unsere Daten in die Cloud hochladen und dann natürlich ständig mit der Datenwolke verbunden sind: &#8220;All of that uploading and downloading, all of that syncing, all of  that cloud computing assumes you have a fast, capacious pipe to the  Internet. <strong>But your cellphone company doesn’t want you to have a fast, capacious  pipe</strong>. There’s not a single cellphone carrier anymore that offers an  unlimited data plan at full speed.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.ikosom.de/2011/06/13/crowdfunding-studie-2011/">Crowdfunding-Studie 2011</a></h4>
<p>Das <strong>Institut für Kommunikation in sozialen Medien (Ikosom)</strong> hat eine <strong>Crowdfunding-Studie des deutschen Markts</strong> veröffentlicht. Einige der wichtigsten Ergebnisse der Vollerhebung:</p>
<ul>
<li>Insgesamt wurden bislang 208.000 € über Crowdfunding eingeworben,  wobei ca. 11.000 € entsprechend des Alles-oder-Nichts-Prinzip bei nicht  erfolgter Finanzierung zurückgezahlt wurden.</li>
<li><strong>Jedes zweite Crowdfunding-Projekt wird erfolgreich finanziert </strong>(53%).  Von den bis zum 15. April 2010 durchgeführten 125 Projekte waren 67  erfolgreich.</li>
<li>Die Projekte haben sehr unterschiedliche Schwerpunkte – <strong>Filme,  Aktionen und Veranstaltungen sind die meistverwendeten Kategorien</strong>.</li>
<li>Die Zielsumme reicht von 1 € bis 25.000 €. Die tatsächlich erreichten Summen reichen von 0 bis 26.9991 €.</li>
</ul>
<p>Noch mehr Eckdaten bietet die Zusammenfassung bei Ikosom, die komplette Studie kann über einen Link auf der Webseite bezogen werden.</p>
<p><em>* Im Vorgriff der Tatsache, dass die Linktipps ab Ende Juli tatsächlich vom Pazifik kommen werden (<a href="http://medialdigital.de/wp-content/new-home-in-West-Seattle.png"><strong>hier der exakte Ort</strong></a>), werde ich sie ab sofort schon mal so nennen. Außerdem erscheinen die Linktipps jetzt nur noch noch hier, da sich <a href="http://carta.info/index.php?s=Medienlinks"><strong>Carta</strong></a> in die Sommerpause <a href="http://carta.info/40555/carta-macht-pause/"><strong>verabschiedet hat</strong></a>.</em></p>
<p><em>**Ein Experiment: Die ersten Linktipps, für die ich aus Zeitmangel nicht ein einziges Mal den RSS-Reader geöffnet habe (seit mehreren Wochen) und keine Newsletter ausgewertet habe. Alle Links stammen nur aus guten Hinweisen in meinem personalisierten Nachrichtenstrom (Twitter und Facebook Links). Geht auch, oder?<br />
</em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Wenn Daten aus bunten Kacheln sprechen</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/09/26/linktipps-zum-wochenstart-wenn-daten-aus-bunten-kacheln-sprechen/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 21:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Open Data bringt Bundeshaushalt in neue Relationen Datenjournalismus 1: Christiane Schulzki-Haddouti stellt bei Kooptech ein gelungenes deutsches Open Data Projekt vor: &#8220;Die Berliner Firma Tactical Tools hat mit dem “offenen Haushalt” nun ein deutsches Pendant zu der britischen Website “Where does my money go?” auf die Beine gestellt. Die grafische Umsetzung ist anders und einfacher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Offener-Haushalt.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3737" title="Offener-Haushalt" src="http://medialdigital.de/wp-content/Offener-Haushalt.png" alt="" width="605" height="292" /></a></h4>
<h4><a rel="bookmark" href="http://blog.kooptech.de/2010/09/open-data-bringt-bundeshaushalt-in-neue-relationen/">Open Data bringt Bundeshaushalt in neue Relationen</a></h4>
<p><strong>Datenjournalismus 1:</strong> Christiane Schulzki-Haddouti stellt bei <em>Kooptech</em> ein gelungenes <strong>deutsches</strong> <strong>Open Data Projekt</strong> vor: &#8220;Die Berliner Firma Tactical Tools hat mit dem <strong>“<a href="http://bund.offenerhaushalt.de/">offenen Haushalt</a>”</strong> nun ein deutsches Pendant zu der britischen Website <strong>“<a href="http://www.wheredoesmymoneygo.org/">Where does my money go?</a></strong>” auf die Beine gestellt. Die grafische Umsetzung ist anders und einfacher – ist jedoch wesentlich einprägsamer als beim britischen Vorbild. Allein etwa dass die Bundesregierung derartig hohe Summen in die soziale Befriedung der deutschen Gesellschaft investiert, wird erst im direkten Vergleich mit anderen Haushaltsposten deutlich.&#8221;</p>
<h4><a href="http://wissen.dradio.de/index.98.de.html?dram:article_id=5658&amp;sid=">Let the Data Flow</a></h4>
<p><strong>Datenjournalismus 2:</strong> Im <em>Zeit Online Talk</em> von DRadio Wissen sprechen der Journalist Matthias Spielkamp, der Managing Director von Uberblic Labs Georgi Kobilarov und der <em>Zeit</em>-Entwicklungsredakteur Sascha Venohr mit Moderator Markus Heidmeier darüber, w<strong>as sich genau hinter dem Begriff Datenjournalismus verbirgt</strong>, welche Ergebnisse Data Driven Journalism (DDJ) bis jetzt hervorgebracht hat und <strong>ob sich durch  (DDJ) der Journalismus verändert.</strong></p>
<h4><a href="http://www.nytimes.com/2010/09/20/business/media/20cuny.html">New Journalism Degree to Emphasize Start-Ups</a></h4>
<p>Die<em> New York Times</em> stellt den <strong>neuen Studiengang Unternehmerjournalismus an der City University of New York (CUNY)</strong> vor. Er wird mit 10 Millionen Dollar unter anderem von der Tow Foundation und der Knight Foundation finanziert und von Jeff Jarvis geleitet, der auch bisher schon an der CUNY Kurse zu unternehmerischem Journalismus gegeben hat. Die neuen Kurse haben begonnen, die ersten Absolventen werden in zwei Jahren erwartet. <strong><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/09/20/the-center-for-entrepreneurial-journalism/">Mehr dazu bei <em>Buzzmachine</em></a>.</strong> <strong>Und wann wird an deutschen Journalistenschulen gezielt darauf vorbereitet, wie man eigene journalistische Startups gründet und finanziert? </strong></p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/09/liquid-newsroom-project-developed-with-radical-openness267.html">&#8216;Liquid Newsroom&#8217; Project Developed with Radical Openness</a></h4>
<p><strong>Kuration 1:</strong> Roland Legrad stellt bei <em>Mediashift</em> ein Projekt des deutschen Web- und Marketingexperten  Steffen Konrath vor: <a href="http://www.nextlevelofnews.com/liquid-newsroom/"><strong>Liquid Newsroom</strong></a>. Auf seinem eigenem Blog <em>News 3.0</em> <a href="http://www.nextlevelofnews.com/2010/08/call-for-an-open-innovation-project-liquid-newsroom-join.html"><strong>beschreibt Konrath die kurative Idee hinter dem Liquid Newsroom</strong></a>: &#8220;the 1st place people will go to get a quick overview about the explosion of information after news break. It will provide with summarized information linking to the original sources and therefore giving credit to those who were first or those who added something substantial new to help people to gain a clearer picture of something of interest.&#8221; Im Interview mit Legrad (Überschriftenlink) ergänzt er: &#8220;Even though traditional media will not disappear overnight, they will no longer play such a big role anymore. There is a lot of information and expert opinions on individual media such as blogs. The liquid newsroom could help to gather all that dispersed information.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/newstrust-das-social-news-network-dem-die-leser-vertrauen/">NewsTrust: Das Social News Network, dem die Leser vertrauen</a></h4>
<p><strong>Kuration 2:</strong> Andre Vatter zu einem neuen soziales Nachrichtennetzwerk: &#8220;<strong>Bei NewsTrust handelt es sich um ein Social News Network, eine Bewertungsplattform, bei der private Nutzer und professionelle Journalisten ein ganz eigenes Ranking der Nachrichtenlage anstellen</strong>: News werden nach journalistischer Qualität bewertet – nicht nach Popularität. Die Fragen, die dabei im Vordergund stehen, sind unter anderem Fairness, Plausibilität, Kontext und vorhandene Thesenbeweise.&#8221; Das ist ein anderer Ansatz als bei Digg oder dem deutschen Pendant Yigg, die Beitraäge allein nach Popularität gewichten.</p>
<h4><a title="Permanent Link: Online vs. Print reloaded" rel="bookmark" href="http://www.onlinejournalismus.de/2010/09/24/online-vs-print-reloaded/">Online vs. Print reloaded</a></h4>
<p>Frank Miener fasst bei <em>Onlinejournalismus.de</em> den Stand der unsäglichen Debatte zusammen, ob Online Print in puncto journalistische Qualität ebenbürtig ist und jemals sein kann und resümmiert: &#8220;<strong>Was also bleibt, ist eine neue Debatte Online versus Print, Journalismus versus Vertriebswegsdenken und Lobbyarbeit der Verleger, damit sie Leistungsschutzrechte und ähnliche Forderungen durchsetzen können, um die verpassten Geschäftsmodelle im Medium Internet irgendwie aufzuholen.</strong>&#8221; (s. Überschriftenlink). Ergänzen möchte ich noch einen Hinweis auf den <a href="http://carta.info/34321/printmedien-sind-und-bleiben-fuer-die-demokratie-unverzichtbar/"><strong>Beitrag von Robin Meyer-Lucht bei <em>Carta</em></strong></a>, der die &#8220;Nationale Initiative Printmedien&#8221; für <strong>staatlich gefördertes Gattungsmarketing </strong>hält, und den großartigen Kommentar #84 eines gewissen Paul auf <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falsche-freunde/"><strong>Stefan Niggemeiers &#8220;Falsche Freunde&#8221; Blogpost</strong></a>: &#8220;Also Stefan, ich <strong>hab mir Deinen Beitrag auf 4 Seiten ausgedruckt und zwischen Seite 2 und 3 eine Mercedes-Werbung reingeklebt</strong>. Wenn ich mir den Text jetzt durchlese, finde ich ihn wesentlich besser recherchiert, lesbarer und allgemein plausibler. Vielleicht wäre das ein zukünftiges Tätigkeitsfeld für Praktikanten in Kultusministerien?&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.medien-mittweida.de/multimedia-einzelansicht/items/wikipedia-geht-es-gut.html">Wikipedia geht es gut</a></h4>
<p>Bernhard Schmidt hat für Medien Mittweida ein schönes <strong>Video-Interview mit Jimmy Wales</strong> geführt und dem Wikipedia-Gründer (der gerne alte Keynotes recycelt) tatsächlich noch Neues entlocken können. Auch die Machart ist interessant: Die vollständige deutsche Übersetzung des Interviews (oder das englische Original) läuft als Text mit, während der O-Ton in Englisch zu hören ist. Aber ist es überhaupt ein Video (das sagt der Trailer) ? Es ist eher eine <strong>angereicherte Audiovariante, um aus fremdsprachlichen Interviews das meiste herauszuholen</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.wallblog.co.uk/2010/09/23/has-the-times-paywall-killed-its-blogs/">Has the Times paywall killed its blogs?</a></h4>
<p>Gordon McMillan von <em>The Wall</em> beobachtet, dass der Murdoch-Zeitung <em>The Times</em><strong> seit dem Errichten der völlig undurchlässigen Bezahlmauer die Blogger abhanden kommen</strong>. Sie flüchten, weil ihre Reichweite rapide gesunken sei. Murdochs Strategie sei um so unverständlicher, als seine andere Zeitung von Rang, das <em>Wall Street Journal,</em> mit Bedacht die Paywall erst hinter den Blogs errichtet hat.</p>
<h4><a href="http://www.bhatt.id.au/blog/modern-journalists-technology-toolkit-to-cover-live-events/">Modern Journalists Technology Toolkit To Cover Live Events</a></h4>
<p>Der mobile Journalist Neerva Bhatt erläutert in seinem <em>Rambling Thoughts Blog</em>, <strong>was man wirklich braucht</strong>, um verlässlich und in ausreichender Qualität <strong>live von unterwegs zu berichten</strong>.</p>
<h4 id="post-1361"><a href="http://prsarahevans.com/2010/09/50-social-media-stats-from-commentz-part-2/">50 Social Media Stats from #Commentz (Part 2)</a></h4>
<p>Die wichtigsten <strong>Fakten und Statistiken</strong> rund  um Social Media mit Quellenangaben.</p>
<p><em>Grafik: <a href="http://bund.offenerhaushalt.de/">Offener Haushalt</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Netzlese zum Freischreiber-Kongress und mehr</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 20:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Toptipp: Erste Eindrücke vom Zukunftskongress, aktualisiert Der erste Zukunftskongress des Journalistenverbandes Freischreiber fand am Samstag in Hamburg statt. Mein Vor-Resümée in weniger als 140 Zeichen: Dieser Kongress hat ganz bestimmt etwas in Gang gesetzt. (Mehr dazu morgen, ich bin vorhin erst aus Hamburg zurückgekommen und muss ja jetzt die Linktipps schreiben&#8230;Nachtrag: hier ist mein Resümée.) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Freischreiber-Abschlusspodium.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3660" title="Freischreiber-Abschlusspodium" src="http://medialdigital.de/wp-content/Freischreiber-Abschlusspodium-300x198.png" alt="" width="300" height="198" /></a></p>
<h4>Toptipp:</h4>
<h4><a href="http://www.freischreiber.de/home/erste-eindr%C3%BCcke-vom-zukunftskongress-aktualisiert">Erste Eindrücke vom Zukunftskongress, aktualisiert</a></h4>
<p>Der erste <a href="http://www.freischreiber.de/zukunftskongress/"><strong>Zukunftskongress des Journalistenverbandes Freischreiber</strong></a> fand am Samstag in Hamburg statt. Mein Vor-Resümée in weniger als 140 Zeichen: <strong>Dieser Kongress hat ganz bestimmt etwas in Gang gesetzt.</strong> (Mehr dazu morgen, ich bin vorhin erst aus Hamburg zurückgekommen und muss ja jetzt die Linktipps schreiben&#8230;<a href="http://medialdigital.de/2010/09/20/stay-hungry-stay-foolish-nach-dem-freischreiber-kongress-und-vor-einem-buch"><strong>Nachtrag: hier ist mein Resümée</strong></a>.) Die Links zu den ersten anderen Rezensionen sind hier im Vor-Resümmé auf der Freischreiber-Seite verlinkt, dazu gibt es schon einige Fotos und viele Zitate der Teilnehmer (einfach auf die Überschrift klicken). Am Vortag gab bereits der Freischreiber-Vorsitzende Kai Schächtele <em><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/der-bitteren-wahrheit-ins-gesicht-gucken_100030400.html"><strong>meedia</strong></a></em> ein Interview.</p>
<p><strong>weitere Tipps: </strong></p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2010/09/how-a-nonprofit-consortium-of-investigative-journalists-collaborates-across-the-globe-on-important-stories/">How a nonprofit consortium of investigative journalists collaborates across the globe on important stories</a></h4>
<p><strong>Investigativer Journalismus</strong> verträgt keine Zusammenarbeit auf Wikis oder Google Docs? <em>Nieman Journalism Lab </em>stellt die <strong>Highlights aus einem Berichtsband</strong> seiner Schwesterplattform <em>Nieman Reports</em> vor. Mit Link zum Download des eBooks.</p>
<h4><a title="Permanent Link: Best Practice bei Zeit Online: Recherchefleiß meets Datenvisualisierung" rel="bookmark" href="http://www.onlinejournalismus.de/2010/09/16/best-practice-bei-zeit-online-recherchefleiss-meets-datenvisualisierung/">Best Practice bei Zeit Online: Recherchefleiß meets Datenvisualisierung</a></h4>
<p>Als Wikileaks die 90.000 Dokumente zu den Afghanistan Warlogs exklusiv der <em>New York Times</em>, dem <em>Guardian</em> und dem <em>Spiegel</em> zur Aufbereitung und Veröffentlichung zur Verfügung stellte, gab der Spiegel vor allem im Vergleich zum <em>Guardian </em>ein eher schwaches Bild ab. Für Bernd Oswald hat <em>Zeit Online</em> nun beim Datenjournalismus Maßstäbe gesetzt mit der eigenen <strong>Dokumentation und Veröffentlichung einer <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/todesopfer-rechter-gewalt">interaktiven Karte zu Todesopfern rechter Gewalt</a></strong>.</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/09/social-media-helps-drive-traffic-engagement-at-newshour257.html">Social Media Helps Drive Traffic, Engagement at NewsHour</a></h4>
<p>Kate Gardiner beschreibt bei <em>Mediashift</em> wie Twitter, Facebook und Co. die Trafficzahlen und <strong>das Nutzerengagement bei den PBS Nachrichten &#8220;Newshour&#8221; fundamental verändert</strong> haben.<strong><br />
</strong></p>
<h4><a href="http://vtaktuell.wordpress.com/2010/09/17/unsere-zeitung-ist-so-mies-warum-nur/">Unsere Zeitung ist so mies – Warum nur?</a></h4>
<p>Tja, warum nur? Der Lokaljournalist Volker Thies benennt in seinem Blog dafür unter anderem diesen Grund: &#8220;Berichterstattung von Kirmesfesten, Jahreshauptversammlungen, aus Schrebergärten, Kindergärten und Grundschulen, flächendeckende Ankündigungen auch der kleinsten Vereinstermine: Noch vor 20 Jahren gab es so etwas schlicht nicht. [...] Eines hat diese Berichtsinflation aber bewirkt: Die Leute bestehen nun darauf und fordern immer mehr. <strong>Wenn der Kindergarten den Bäcker besucht, wenn der Verein einen Ausflug macht, wenn die Kürbisse im Garten besonders gut gelungen sind – immer soll die Lokalzeitung berichten.</strong> Tut sie es nicht, wird fröhlich mit der Abbestellung gedroht. Nebeneffekt dieser Entwicklung: <strong>Auch die intellektuell Anspruchsvollen sind genervt, weil dieser für sie irrelevante Kram die Zeitung verstopft.</strong>&#8221; Für Thies wäre eine <strong>Bürgerplattform</strong> statt redaktioneller Vereinsmeierei eine Lösung.</p>
<h4><a id="post-5089" title="Alles über Augmented Reality fürs digitale Publizieren" rel="bookmark" href="http://upload-magazin.de/blog/5089-augmented-reality/">Alles über Augmented Reality fürs digitale Publizieren</a></h4>
<p>Eine schöne Beispielsammlung von Jan Tißler im <em>Upload-Magazin</em> zu den <strong>publizistischen Möglichkeiten der angereicherten Realität</strong> auf (mobilen) digitalen Endgeräten. Mit einem Ausblick, wozu diverse Anwendungen noch taugen könnten.</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://gruen-digital.de/2010/09/der-kleine-unterschied-fehlerkultur-und-die-privatsphaere-in-deutschland-und-den-usa/">Der kleine Unterschied: „Fehlerkultur“ und die Privatsphäre in Deutschland und den USA</a></h4>
<p><em>Grün Digital</em> analysiert ebenso knapp wie klug, warum sich neulich <strong>Jeff Jarvis </strong>und <strong>Thilo Weichert</strong> bei der &#8220;<a href="http://carta.info/33586/jarvis-vs-weichert-podiumsdiskussion-zu-publicness-und-privacy-mit-stream/"><strong>Netzpolitischen Soirée</strong></a>&#8221; der Grünen Bundestagsfraktion mit wechselseitiger völliger Verständnislosigkeit begegnet sind: &#8220;<strong>Die Menschen in Deutschland wollen keine Fehler machen, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. </strong>[...] In der Auseinandersetzung um Datenschutz und Privatsphäre darf man diesen Unterschied meiner Meinung nach nicht unterschätzen. Denn solche kulturellen Differenzen sind im Netz weniger offensichtlich, aber auch nicht einfach aufzuheben. <strong>Die globalen Menschen sind nun mal doch durch „ihre“ Kultur und „ihren“ gesellschaftlichen Werterahmen geprägt</strong>, dies sollte man in der Debatte berücksichtigen.</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.blog-cj.de/blog/2010/09/19/ein-buch-eine-idee-und-ihre-hilfe/">Ein Buch, eine Idee – und Ihre Hilfe</a></h4>
<p>Christian Jakubetz ist &#8220;<strong>ganz furchtbar genervt, dass Lektüre für den journalistischen Nachwuchs immer noch weitgehend von älteren Herren im Tonfall des erhobenen Zeigefingers gemacht wird.</strong> Und ja, ganz ehrlich (Sie dürfen mich prügeln): Ich bin mir nicht sicher, ob die Herren Schneider und Raue und wie sie alle heißen die Richtigen sind, um das Monopol für Journalisten-Ausbildung im digitalen Zeitalter für sich zu beanspruchen.&#8221; Sein Buch über und zur Journalistenausbildung soll anders aussehen und anders entstehen. Und dafür braucht er Hilfe.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: FTC plant auch eine Art Leistungsschutzrecht</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/05/30/linktipps-zum-wochenstart-ftc-plant-auch-eine-art-leistungsschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 16:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: FTC protects journalism’s past Déjà-vu Erlebnis 1: Auch die US-Medienlandschaft  hat ihr Pendant zum deutschen Lobbyismus für ein Leistungsschutzrecht für Verlage: Jeff Jarvis kritisiert in seinem Blog Buzzmachine einen Plan der US-Kartellbehörde FTC zur Rettung des Journalismus als puren Protektionismus etablierter Verlage zum Schutz vor neuen digitalen journalistischen Modellen. &#8220;Essentially corrupt&#8221; urteilt Jarvis: &#8220;One [...]]]></description>
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/museum_of_london_iphone_app.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2960" title="museum_of_london_iphone_app" src="http://medialdigital.de/wp-content/museum_of_london_iphone_app.png" alt="" width="370" height="280" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/05/29/ftc-protects-journalisms-past/">FTC protects journalism’s past</a></h4>
<p>Déjà-vu Erlebnis 1: <strong>Auch die US-Medienlandschaft  hat ihr Pendant zum deutschen Lobbyismus für ein <a href="http://carta.info/27043/entwurf-fuer-das-leistungsschutzrecht-fuer-presseverleger-nie-da-gewesene-rechtsverwirrung/">Leistungsschutzrecht für Verlage</a></strong>: Jeff Jarvis kritisiert in seinem Blog <em>Buzzmachine</em> einen Plan der US-Kartellbehörde FTC zur Rettung des Journalismus als puren <strong>Protektionismus</strong> etablierter Verlage zum Schutz vor neuen digitalen journalistischen Modellen. &#8220;Essentially corrupt&#8221; urteilt Jarvis: &#8220;One old power structure circling its wagons around another. <strong>Change? That’s something to be resisted or thwarted, not embraced and enabled.</strong> The FTC’s mission in this administration of change — its justification for holding these hearings and doing this work — is to foster competition. Well, the internet is creating new competition in news for the first time since 1950 and the introduction of TV. But the commission focuses solely on newspapers, apologizing that it ignores broadcast — but not even apologizing for ignoring the new ecosystem of news that blogs and technology represent.&#8221; Jarvis ist durchaus befangen bei diesem Thema: Er leitet den Kurs &#8220;Entrepreneurial Journalism&#8221; an der City University of New York (CUNY) &#8211; mehr dazu in meinem <a href="http://medialdigital.de/2010/02/02/jeff-jarvis-die-zukunft-des-journalismus-ist-unternehmerisch/"><strong>Interview mit Jeff Jarvis: Die Zukunft des Journalismus ist unternehmerisch</strong></a>.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.wired.com/magazine/2010/05/ff_nicholas_carr/all/1">Author Nicholas Carr: The Web Shatters Focus, Rewires Brains</a></h4>
<p>Déjà-vu Erlebnis 2: <em>Wired</em> bringt ein Kapitel aus <strong>Nicholas Carrs neuem Buch &#8220;The Shallows: What the Internet Is Doing to Our Brains&#8221;</strong> (erscheint im Juni) als Vorabdruck. Passagen wie &#8220;The Internet is an interruption system. It seizes our attention only to scramble it. There’s the problem of hypertext and the many different kinds of media coming at us simultaneously&#8221; und &#8220;Dazzled by the Net’s treasures, we are blind to the damage we may be doing to our intellectual lives and even our culture&#8221; lesen sich <a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1275232282&amp;sr=8-1"><strong>wie bei Frank Schirrmacher</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/05/26/journalismus-im-netz-warum-tageszeitungen-von-offenen-schnittstellen-profitieren/">Warum Tageszeitungen von offenen Schnittstellen profitieren</a></h4>
<p>Martin Weigert analysiert bei <em>netzwertig</em> die Bedeutung der <a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2010/may/20/guardian-open-platform"><strong>neuen offenen Schnittstelle des Guardian</strong></a>, die sogar die Einbettung vollständiger Beiträge erlaubt. &#8220;Mit einer offenen Plattform erlaubt die Tageszeitung Entwicklern und Nutzern rund um den Globus, vom reichen Fundus an Wissen, Daten und Know-how des Guardian zu profitieren, und <strong>erhöht gleichzeitig ihre Reichweite, Vermarktungsmöglichkeiten sowie die Zahl der Erlöse generierenden Partnerschaften</strong>&#8220;, glaubt Weigert (Beitrag in der Überschrift verlinkt). &#8220;Das von den deutschen Zeitungsverlegern propagierte Leistungsschutzrecht und der Umgang mit dem eigenen „content“ steht dieser Mentalität dagegen völlig entgegen&#8221;, <a href="http://www.gulli.com/news/link-konomie-vs-leistungsschutzrecht-2010-05-27"><strong>schreibt dazu <em>gulli.com</em></strong></a>: &#8220;Dabei mißverstehen sie (absichtlich?) die digitale Kultur: Nicht die „Kostenloskultur“ sondern die „Tauschkultur“ ist die prägende Leitkultur des horizontal angelegten Netzes.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.brandrepublic.com/News/1006144/90-consumers-not-pay-2-week-Times-Online/"><strong><strong>More than 90% of consumers would not pay £2 a week for Times Online</strong></strong></a></h4>
<p>Eine bei <em>Brand Republic </em>vorgestellte Umfrage zur Bereitschaft der Nutzer, die sich bald schließende Bezahlschranke für Rupert Murdochs Zeitungswebsites &#8220;The Times&#8221; und &#8220;The Sunday Times&#8221; kostenpflichtig zu öffnen, zeigt ernüchternde Werte. An einem Wochenzugang gegen Zahlung von zwei Pfund ist nur jeder Zwanzigste interessiert, an einem Tageszugang für ein Pfund immerhin jeder Zehnte. Rein theoretisch wurde auch die Zahlungsberereitschaft für weitere Verlagswebsites wie <em>The Guardian </em>abgefragt (der gar keine Paywall plant). Ergebnis: Auch für den <em>Guardian </em>würde kaum einer zahlen wollen.</p>
<h4><a href="http://www.onlinejournalismus.de/2010/05/26/sueddeutschede-linkt-sich-selber/">Sueddeutsche.de linkt sich selber</a></h4>
<p>Ein schön doppeldeutige Überschrift für einen Beitrag bei <em>onlinejournalismus.de</em>. Thomas Mrazek spießt die neue Unsitte von <em>Sueddeutsche.de</em> auf, mit Textlinks hinter ausgewählten Stichworten <strong>ausschließlich auf andere <em>Sueddeutsche.de</em>-Texte zu verlinken</strong> und mitunter auch zurück auf den Ausgangstext(!) Die Absurdität dieser offenbar automatisierten Praxis zeigt sich auch, wenn ein Link hinter Roland Koch auch zu Texten über Fernsehköchen führt (Beispiel bei Mrazek). <strong>Wer linkt da eigentlich wen? Sueddeutsche.de seine Leser oder dubiose Suchmaschinenoptimierungs-Berater die Onlineredaktion der <em>Süddeutsche Zeitung</em>?</strong></p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2010/05/engaging-with-journos-at-gigaom-theres-an-app-for-that/">Engaging with journos: At GigaOM, there’s an app for that</a></h4>
<p>iPhone App 1: Gute Idee: Das Techportal <em>GigaOM</em> hat <a href="http://gigaom.com/2010/05/19/announcing-the-gigaom-app-for-the-iphone-ipod-touch/"><strong>eine iPhone App entwickelt </strong></a>mit sämtlichen kostenfreien und gebührenpflichtigen Diensten des Portals, Live-Videochannel, Twitterfeed sowie Kontaktdaten und Feedback-Channel zu allen bei GigaOm beteiligten Autoren. “<strong>Customer service is a part of any business. And journalism is no different</strong>.” Communicating with users, both in taking direct feedback and giving it back, “is just good business practice&#8221;, so <em>GigaOM</em>-Betreiber Om Malik zu Megan Garber von <em>Nieman Journalism Lab</em> (in der Überschrift verlinkt). Wenn man vergleicht, wie schwierig es auf vielen  Verlags-Webportalen ist, direkten Kontakt zu den Autoren herzustellen&#8230;</p>
<h4><a href="http://creativereview.co.uk/cr-blog/2010/may/streetmuseum-app">StreetMuseum iPhone app</a></h4>
<p>iPhone App 2: Das <strong>Museum of London</strong> hat eine <a href="http://www.museumoflondon.org.uk/MuseumOfLondon/Resources/app/you-are-here-app/index.html"><strong>Augmented Reality App</strong></a> entwickelt, die es ermöglicht, im Kamerasuchfeld des iPhone den jeweiligen realen Ausschnitt als historische Szene zu betrachten. Dazu wird im Suchfeld die virtuelle Ebene über die reale gelegt, und schon geht es ab in die Vergangenheit. Viele Detailansichten bei <em>Creative Review </em>(in der Überschrift verlinkt). So etwas wünsche ich mir auch für Köln (Römerzeit, Mittelalter!), wie ich schon öfters bei Paid-Content-Diskussionen betont habe. Das dürfte auch für andere geschichtsträchtige Städte interessant sein &#8211; nur mal so als Geschäftsidee.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Leistungsschutzrecht bestätigt Kritiker</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/05/09/linktipps-zum-wochenstart-leistungsschutzrecht-bestatigt-kritiker/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 17:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger Das Urheberrechtsportal iRights.info veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in [...]]]></description>
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<h4><img class="aligncenter size-large wp-image-2815" title="evolution-of-privacy-on-facebook" src="http://medialdigital.de/wp-content/evolution-of-privacy-on-facebook-300x140.png" alt="evolution-of-privacy-on-facebook" width="300" height="140" /></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://irights.info/index.php?id=880">iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger</a></h4>
<p>Das Urheberrechtsportal <em>iRights.info</em> veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in einer Weise beeinträchtigen, die bislang nur in Ansätzen absehbar ist. <strong>Die Entwürfe machen mehr als deutlich, dass die vielfältigen Kollateralschäden mit gesetzlichen Formulierungen nicht vermieden werden können. Sie sind vielmehr eine Folge der Idee des Leistungsschutzrechts für Presseverleger selbst.</strong>&#8221; iRights ist befremdet, dass sich die Journalistengewerkschaften die Forderungen der Verleger offenbar größtenteils zu eigen machen und sieht schwere Beeinträchtigungen unter anderem für Blogger, freie Journalisten, Suchmaschinen und Aggregatoren.</p>
<p><strong>Lesenswerte Reaktionen auf diese Veröffentlichung: </strong></p>
<h4><strong><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/05/08/leistungsschutzrecht-marshallplan-fur-alte-traume/">Leistungsschutzrecht: Marshallplan für alte Träume</a></strong></h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>(Philipp Otto bei <em>iRights.info</em>)</p>
<p><!-- end header --></p>
<h4><a title="Wie sich die Verlage das mit dem Leistungsschutzrecht vorstellen" rel="bookmark" href="http://www.internet-law.de/2010/05/wie-sich-die-verlage-das-mit-dem-leistungsschutzrecht-vorstellen.html">Wie sich die Verlage das mit dem Leistungsschutzrecht vorstellen</a></h4>
<p>(IT-Fachanwalt Thomas Stadler)</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.presseschauer.de/?p=1144">Sind Blogger Presseverleger?</a></h4>
<p>(<em>der presseschauer</em>)</p>
<h4><a href="http://breitband.dradio.de/nie-da-gewesene-rechtsverwirrung/">&#8220;Nie da gewesene Rechtsverwirrung&#8221; </a></h4>
<p>(Interview mit Matthias Spielkamp in der Sendung &#8220;Breitband&#8221; des Deutschlandradio Kultur)</p>
<h4>Weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/05/08/confusing-a-public-with-the-public/">Confusing *a* public with *the* public</a></h4>
<p>Jeff Jarvis, Inbegriff der größtmöglichen Öffentlichkeit im Netz, macht sich dezidierte Gedanken über eine unsichtbare Grenze zwischen öffentlich und privat, die Facebook nun überschritten habe: &#8220;<strong>Facebook and Mark Zuckerberg seem to assume that once something is public, it’s public. They confused sharing with publishing.</strong> They conflate the <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Public_sphere">public sphere</a></strong> with the <strong><a href="http://makingpublics.mcgill.ca/">making of a public</a></strong>. That is, when I blog something, I am publishing it to the world for anyone and everyone to see: the more the better, is the assumption. But when I put something on Facebook my assumption had been that I was sharing it just with the public I created and control there. <em>That public is private.</em> Therein lies the confusion. Making that public public is what disturbs people. It robs them of their sense of control—and their actual control—of what they were sharing and with whom (no matter how many preferences we can set).&#8221; Der Blogpost sei eine <strong>erste Diskussionsgrundlage für sein geplantes neues Buch über digitale Öffentlichkeiten</strong>,<strong> <a href="http://twitter.com/jeffjarvis/status/13628770980">twitterte Jarvis</a></strong>. Dazu passend: <strong><a href="http://mattmckeon.com/facebook-privacy/">The Evolution of Privacy on Facebook</a> </strong>(Schaubild).<strong><br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp201005bma.htm">Abschied vom Besten</a></h4>
<p>Katrin Passig analysiert in ihrer Internetkolumne beim <em>Online-Merkur</em> die <strong>Stärken und Schwächen kollaborativer Filter- und Empfehlungssysteme</strong>. Interessanter Teilaspekt: &#8220;Auch zu gute Empfehlungs- und Filterungssysteme können theoretisch Nachteile mit sich bringen. Google erklärte im Dezember vorauseilend, man habe nicht vor, konservativen Nutzern nur noch konservative Ergebnisse zu zeigen, sondern bemühe sich um eine lediglich individuell zugeschnittene Vielfalt von Quellen und Meinungen.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.theeuropean.de/norbert-bolz/2993-interaktivitaet-im-web">“Das Internet ist kein Massenmedium”</a></h4>
<p>Kommunikationsforscher <strong>Norbert Bolz</strong> erläutert im Interview mit Alexander Görlach vom <em>European</em> seine Vision von Netzwerken und Information im Internet. In der fehlenden Interaktivität der klassischen Medien sieht Bolz ihre Stärke, die Charakteristika Interaktivität und hohe Reichweite schließen sich für ihn gegenseitig aus: ”Immer dann, wenn Angebote im Internet tatsächlich ähnlich aufmerksamkeitsstark sind, haben wir es dort eigentlich mit der <strong>paradoxen Dynamik</strong> zu tun, <strong>dass ein interaktives Medienangebot in ein Massenmedium umschlägt</strong>. Ein Blog beispielsweise, der, sagen wir mal, 50.000 Klicks bekommt, ist kein Blog mehr, sondern ein Massenmedium. Interaktivität wird dann fiktiv.&#8221;</p>
<h4><a href="http://derstandard.at/1271375944153/derStandardat-Interview-Partizipation-hat-den-Journalismus-nicht-weitergebracht">&#8220;Partizipation hat den Journalismus nicht weitergebracht&#8221;</a></h4>
<p>Online-Journalismus-Professor <strong>Lorenz Lorenz-Meyer</strong> erläutert im Interview mit dem Standard, <strong>warum Vernetzung und Transparenz den guten alten Objektivitätsanspruch der Qualitätsmedien ablösen sollte</strong>: &#8220;Mir ist wichtig, dass die qualifizierten Akteure der politischen Öffentlichkeit, also nicht nur Politiker, sondern auch Aktivisten, Journalisten, Pädagogen und Wissenschaftler ihren schon bestehenden Gesprächsraum über das Internet verbessern können &#8211; bzw. schon längst verbessern hätten können.&#8221;</p>
<h4><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/05/06/twitter-ist-mehr-nachrichtenmedium-als-soziales-netzwerk.aspx">Twitter ist ein Nachrichtenmedium &#8211; kein soziales Netzwerk</a></h4>
<p><em>Netzökonom</em> Holger Schmidt erläutert die Kernthesen einer koreanischen Studie, nach der über die Hälfte der Tweets aus klassischen Nachrichten bestehen, weil diese besonders häufig weiterverbreitet werden. Da sich nur 22 Prozent der Nutzer wechselseitig folgen, sei Twitter außerdem kein soziales Netzwerk. Das ist meiner Meinung nach zu einseitig betrachtet, da es von den Nutzer abhängt, was sie aus Twitter machen. Manche nutzen Twitter als ein (mitunter geschlossenes) soziales Netzwerk, manche nur als Nachrichtenfilter und -verbreiter, die meisten aber wohl in einer Kombination von beidem. Diese Zeilen sollte sich außerdem jeder Autofollower und jeder &#8220;Wie Sie 2000 Follower in 2 Tagen bekommen&#8221;-Marktschreier ausgedruckt auf den Bildschirm kleben: &#8220;<strong>Der Einfluss eines Twitter-Nutzers hat nach dieser Untersuchung nur wenig mit der Zahl seiner Follower zu tun</strong>. Wird als Kriterium des Einflusses eines Twitterers die Zahl der Retweets seiner 140-Zeichen-Botschaften herangezogen, dann liegen nicht mehr Prominente wie Ashton Kutcher oder Britney Spears vorne, sondern eher Nachrichtenmedien wie CNN und die New York Times oder bekannte Blogs wie Mashable oder Techcrunch.&#8221; Zur Überprüfung dieser These empfehle ich <a href="http://klout.com/"><strong>Klout</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://paidcontent.org/article/419-traditional-ways-of-judging-quality-in-published-content-are-now-useles/#comment-48302938">Traditional Ways Of Judging ‘Quality’ In Published Content Are Now Useless</a></h4>
<p>Webunternehmer Ben Elowitz hält im Zeitalter des sozialen Netzes eine <strong>Neudefinition des Begriffs &#8220;Qualitätsinhalt&#8221;</strong> für notwendig. Seine Kernthesen bei <em>Paid Content</em>:</p>
<ul>
<li>The audience doesn’t care where the content comes from as long as it meets their needs.</li>
<li>Too many editors care far more about being accurate than they do being useful; and they will find themselves out of business soon if they don’t start measuring themselves more by relevance than by accuracy.</li>
<li>Digital audiences are not relying on any one piece as the sole source.</li>
<li>Old media wants to win Pulitzer Prizes; new media wants to win audiences.</li>
</ul>
<p>Teilweise vehemente Kritik in den Kommentaren.</p>
<h4><a href="http://mashable.com/2010/05/03/content-curation-creation/">Why Content Curation Is Here to Stay</a></h4>
<p>Steve Rosenbaum, Chef der Videoplattform<em> </em><em><em><strong><a href="http://www.magnify.net/" target="_blank">Magnify.net</a></strong>,</em></em><em> </em>beleuchtet in einem Beitrag für <em>Mashable </em>die neue Rolle der Kuratoren von Inhalten. Rosenbaum unterscheidet zwischen rein algorithmischen Aggregatoren wie Google News und redaktionellen Kuratoren. Sein Fazit: &#8220;<strong>Curation is now part of the content equation. It doesn’t kill anything, rather it adds a powerful new tool that will make content destinations more relevant, more robust, and more likely to attract and retain visitors.</strong> Curation is here to stay, though creators should have the ability to create boundaries, both editorial and economic, around what they create and how it is repurposed.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.magda.de/zukunft_des_schreibens_3/">Endlich Ballast abwerfen!</a></h4>
<p>Wolfgang Michal benennt auf der Autorenplattform <em>Magda</em> zehn gute Gründe, <strong>warum das Schreiben im Netz viel einfacher ist</strong>: zum Bespiel &#8220;unverzügliches Veröffentlichen&#8221;, Verzicht auf &#8220;langatmige Beschreibungen&#8221; zugunsten von Links und die Möglichkeit Fehler unverzüglich zu korrigieren. Punkt 1 lautet: &#8220;Die Schere im Kopf fällt weg. Es gibt keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29"><strong>gatekeeper</strong></a> mehr, deren Stirnrunzeln ein freier Autor berücksichtigen muss.&#8221; Was dabei nicht explizit genannt wird, aber implizit gemeint ist: Schreiben in eigener redaktioneller Verantwortung, zum Beispiel ein eigenes Blog führen.</p>
<h4><a title="Permanent Link to We Stole Your Pictures, Now We’re Going To Sue You" rel="bookmark" href="http://www.jeremynicholl.com/blog/2010/05/03/afp-steal-photos-then-sue-photographer-2/">We Stole Your Pictures, Now We’re Going To Sue You</a></h4>
<p>Urheberrechtsposse: Die <strong>unglaubliche Geschichte</strong> <strong>des Fotografen Daniel Morel</strong>, dessen Erdbeben-Fotos aus Haiti unter anderem Namen von der Agentur AFP verbreitet wurden und der von AFP verklagt wurde, weil er Schadenersatz forderte.</p>
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var flattr_dsc = 'Top-Tipp: iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger Das Urheberrechtsportal iRights.info veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in [...]';
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Blauflossenthunfisch-Syndrom</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 20:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Wie der Blauflossenthunfisch Eva-Maria Schnurr vergleicht in einem exzellenten Essay für den Freitag die Lage der Presseverlage mit der Steinkohleindustrie Mitte der 90er Jahre. Ein Leistungsschutzrecht für Verlage könne in dieser Situation nur das Leiden verlängern, &#8220;die derzeitige Medienkrise ist im Kern eine Legitimationskrise des Journalismus. Es ist Verlagen und Journalisten in den vergangenen [...]]]></description>
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<h4 style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2684" title="Bluefin-big" src="http://medialdigital.de/wp-content/Bluefin-big-300x197.jpg" alt="Bluefin-big" width="300" height="197" /></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.freitag.de/politik/1016-wie-der-blauflossenthunfisch">Wie der Blauflossenthunfisch</a></h4>
<p>Eva-Maria Schnurr vergleicht in einem exzellenten Essay für den <em>Freitag</em> die Lage der Presseverlage mit der Steinkohleindustrie Mitte der 90er Jahre. Ein Leistungsschutzrecht für Verlage könne in dieser Situation nur das Leiden verlängern, &#8220;<strong>die derzeitige Medienkrise ist im Kern eine Legitimationskrise des Journalismus</strong>. Es ist Verlagen und Journalisten in den vergangenen Jahren nicht gelungen, deutlich zu machen, was Journalismus leistet, was die Netzöffentlichkeit nicht kann und warum das einen Wert hat.&#8221; Schnurr stellt die These auf, dass die drei Begriffe Verlage, Journalismus, und Presse als unersetzlicher Pfeiler der Demokratie von Verlagen stets gleichbedeutend dargestellt werden, was nicht stimme. Zwei Merkmale, mit denen Journalismus im Netz wirklich punkten könnte &#8211; aufwändige Recherchen und unabhängige Infomationen &#8211; seien seltener als der Blauflossenthunfisch. Eines ihrer Kernargumente: &#8220;<strong>Während sich die Verlage nach außen als Hüter der Demokratie aufspielen und deshalb fordern, mit einem Leistungsschutzrecht Marktmechanismen außer Kraft zu setzen, entziehen sie den Journalisten die Grundlagen dafür, dieser Aufgabe im Alltag gerecht zu werden. Und erklären das mit – dem Markt. Warum aber sollten die Leser bereit sein, für Qualität zu zahlen, wenn die Verlage selbst es nicht mehr sind?</strong>&#8221; In einer schönen Geste der Transparenz setzte der <em>Freitag </em>eine Bemerkung unter den Text: &#8220;Eva-Maria Schnurr ist freie Wissenschafts­journalistin in Hamburg. Sie ist stellvertretende Vorsitzende von Freischreiber e.V., Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten. Sie hat an diesem Beitrag 16 Stunden gearbeitet und dafür 125 Euro erhalten.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/04/clay-shirky-three-reasons-why-a-small-news-startup-couldnt-break-the-boston-globes-abuse-scandal/">Clay Shirky: Three reasons why a small news startup couldn&#8217;t break the Boston Globe&#8217;s abuse scandal</a></h4>
<p><strong>Clay Shirky nennt drei Gründe, warum die Zeitungen <em>Boston Globe </em>beim Aufdecken des Missbrauchsskandals der Katholischen Kirche in Boston kleineren, unabhängigen Netzmedien stets mehrere Schritte voraus war</strong>:</p>
<ol>
<li><strong>Struktur</strong>: Die Zeitung konnte es sich erlauben, ein vierköpfiges &#8220;Spolight&#8221;-Reporterteam monatelang auf die Story anzusetzen.</li>
<li><strong>Zugang</strong>: Es gelang ihr, Zugang zu bisher geheimgehaltenen Dokumenten zu bekommen.</li>
<li><strong>Zeitfaktor</strong>: Die Kirche in Massachussetts hatte die Probleme bisher einfach ausgesessen, bis ihre Kritiker aufgaben. Dieses Warte-Spiel beherrschte der <em>Globe</em> jedoch ebenso gut.</li>
</ol>
<p>Die Thesen sind Teil eines längeren Gesprächs<strong> <a href="http://www.niemanlab.org/2010/04/clay-shirky-on-the-necessity-of-waste-the-power-of-institutions-and-the-safety-of-the-infinite-time-horizon/">(Audio und Transkript)</a></strong> zwischen Shirky und Walter Robinson, der das &#8220;Spotlight&#8221;-Team beim <em>Boston Globe</em> leitete. Beides bei <em>Nieman Journalism Lab</em>.</p>
<h4><a href="http://www.readwriteweb.com/archives/why_newspapers_need_to_heed_facebook_now.php">Why Newspapers Need to Heed Facebook, Now</a></h4>
<p><em>ReadWriteWeb </em>beschreibt, welchen zunehmenden Einfluss Facebook darauf hat, ob journalistische Inhalte im Netz gefunden, verlinkt und diskutiert werden. Facebooks Dominanz werde bald  auch personelle Auswirkungen haben: &#8220;<strong>Newspapers no longer need traditional Web developers. Papers now need Facebook developers, experts who can partner with creative social-savvy businesspeople who know how to take advantage of the social graph.</strong> In the wake of Facebook&#8217;s new features, it will not be long before newspaper and media executives are attacking and blaming Facebook for their problems in the way they do Google today. However, those publications that more progressively pursue the opportunities and value opened to them by Facebook&#8217;s new tools will have a very different reaction.&#8221;</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/04/23/skype-das-alternative-social-network/">Skype: Das alternative Social Network</a></h4>
<p>Martin Weigert wünscht sich bei <em>netzwertig,</em> dass der Voice-over-IP- und Instant Messaging Dienst <strong>Skype</strong> mehr von seinen &#8220;ungenutzten Potenzialen&#8221; nutzen möge: <strong>&#8220;Skype könnte eine Lücke füllen, welche die nach “Offenheit” strebenden Konkurrenten hinterlassen: persönliche Online-Kommunikation in einem sicheren, stabilen Rahmen.&#8221; </strong>In der Tat machte der Social-Network-Riese zuletzt höchstens Schlagzeilen, weil er von eBay wieder abstoßen oder wenn er als Applikation mal wieder von einer Mobilfunkplattform verbannt wurde. Wie bedeutend Skype wirklich ist, zeigt auch diese <a href="http://royal.pingdom.com/2010/04/23/amazing-facts-and-figures-about-instant-messaging-infographic/"><strong>Infografik von<em> Royal Pingdom</em></strong></a>.</p>
<h4 id="heading-alone"><a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2010/apr/22/emilybell-guardian-columbia">Interview: Emily Bell sees mixed-model future on way to Columbia</a></h4>
<p>Emily Bell, langjährige Leiterin Digital Content beim <em>Guardian</em>, die im Juli Leiterin des Tow Center for Digital Journalism an der Columbia University in New York wird, skizziert gegenüber dem <em>Guardian </em>die nach ihrer Ansicht <strong>wichtigsten Punkte des digitalen Wandels im Journalismus</strong>, die Zukunft des <em>Guardian </em>und die Zukunft von Paymodellen versus Anzeigenfinanzierung.</p>
<h4><a href="http://www.onpulson.de/themen/2073/interview-mario-sixtus-ueber-die-zukunft-und-trends-des-mobilen-internets/">Interview: Mario Sixtus über die Zukunft und Trends des mobilen Internets</a></h4>
<p>Mario Sixtus hat dem Management-Blog <em>onpulson </em>ein interessantes Interview gegeben. &#8220;Das offene Internet ist Mobilfunkunternehmen unheimlich, und sie versuchen, wo es geht, den Nutzer in seinen Freiheiten einzuschränken – siehe die Sperrung von VoIP-Diensten wie Skype. Mittelfristig werden die Unternehmen diese Position aber aufgeben und <strong>die Daten frei fließen lassen </strong>müssen. <strong>Das ist eine Art Naturgesetz</strong>&#8220;, prophezeit Sixtus den Mobilfunkunternehmen. Zu Paid-Content von Verlagen im Mobilen sagt er: &#8220;Ausprobieren ist allerdings nicht die große Stärke deutscher Verleger; <strong>statt mit Unternehmertum, Experimentierfreude und Phantasie gegen ihre momentane Misere anzusteuern, versuchen sie bekanntlich lieber, solch absurde Kopfgeburten wie das so genannte Leistungsschutzrecht herbei zu lobbyieren. Man könnte das einen unternehmerischen Offenbahrungseid nennen und dagegen helfen auch keine kostenpflichtigen iPhone-Apps</strong>.&#8221;</p>
<h4><a href="http://kristinelowe.blogs.com/kristine_lowe/2010/04/volcanostranded-travellers-find-help-at-hitchhikers-central-.html">Volcano-stranded travellers find help at Hitchhiker’s Central</a></h4>
<p>Kristin Lowe beschreibt, wie Norwegens größte Nachrichtenseite VG.no (gehört Schibsted) ihr half, einen britischen Referenten vor dem Stranden unter der Aschewolke zu bewahren. Sie hatte ihn als Trainer für ein Seminar in Norwegen engagiert, und dank der Fahrgemeinschaftenvermittlung &#8220;Haikesentralen&#8221; von VG.no kam er wohlbehalten wieder nach Hause.  &#8220;<strong>What VG.no could offer in this situation was scale</strong>, <strong>with it’s close to 3m unique users a week it offered people a brilliant connection point that few other sites could. It’s a great service to its readers and, I’m sure, a great click winner too</strong>&#8220;, schreibt Lowe. <a href="http://off-the-record.de/2010/04/19/duestere-wolken-und-verpasste-chancen/"><strong>Olaf Kolbrück wundert sich unterdessen bei <em>Off the Record</em></strong></a>: &#8220;So ein Angebot hätte auch deutschen Verlagen gut gestanden. Stattdessen: Liveticker, Bilderstrecken. Vielleicht sind die Skandinavier einfach schneller im Denken oder nur näher im Leser. Vielleicht haben sie das Web und seine Chancen schlichtweg bereits verstanden. [...] <strong>Das Web, es sei deutschen Verlagen noch einmal gesagt, ist nicht nur ein Publikationsmedium, es ist vor allem ein Medium zur Kommunikation.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/04/22/privacy-publicness-penises/">Privacy, publicness &amp; penises</a></h4>
<p>Jeff Jarvis hat auf <em>Buzzmachine</em> seine eigene Presseschau allein mit Berichten über seinen Vortrag über das deutsche Privatshäre-Paradoxon auf der re:publica zusammengestellt. &#8220;The coverage of the talk in German media amazes me&#8221;, schreibt Jarvis und verlinkt auf 29 Berichte. Und darum wird er wohl noch lange über Google Street View versus Nacktheit in deutschen Saunas sprechen: &#8220;<strong>I use Germany as a laboratory and illustration of the topic not only because I was there but because they have something nearing a cultural obsession on the topic of privacy.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://onlinejournalismblog.com/2010/04/21/data-journalism-pt1-finding-data-draft-comments-invited/">Data journalism pt1: Finding data (draft – comments invited)</a></h4>
<p>Der Online Journalism Blog hat eine sehr nützliche <strong>Aufstellung möglicher Quellen für Datenjournalismus </strong>begonnen und bittet um Ergänzungen in den Kommentaren.</p>
<p><em>Illustration: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Bluefin-big.jpg">Wikimedia Commons</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Projekt Offene Daten zu Parteispenden</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 20:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Banken sind die größten Parteifinanziers Christiane Schulzki-Haddouti hat gemeinsam mit dem Managementberater Frank Behrend, die vom Bundestag veröffentlichten Daten zu Partei-Großspenden ausgewertet und veröffentlicht sie nun in einer dreiteiligen Serie bei Zeit Online (Teil 1 verlinkt in der Überschrift, hier ist der Link zu Teil 2, Teil 3 ist noch nicht erschienen). Auf ihrem [...]]]></description>
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			</a>
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<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Kooptech-Worldle.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-2622" title="Kooptech-Worldle" src="http://medialdigital.de/wp-content/Kooptech-Worldle-300x220.png" alt="Kooptech-Worldle" width="300" height="220" /></a></p>
<h3>Top-Tipp:</h3>
<h4><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-04/partei-spenden-zeitleiste">Banken sind die größten Parteifinanziers</a></h4>
<p>Christiane Schulzki-Haddouti hat gemeinsam mit dem Managementberater Frank Behrend, die <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/parteienfinanzierung/fundstellen50000/2010/index.html"><strong>vom Bundestag veröffentlichten</strong></a><strong> </strong><strong><strong> </strong></strong><strong>Daten zu Partei-Großspenden ausgewertet</strong> und veröffentlicht sie nun in einer <strong>dreiteiligen Serie bei <em>Zeit Online</em></strong> (Teil 1 verlinkt in der Überschrift, hier ist der <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-04/spenden-partei-analyse-teil-2"><strong>Link zu Teil 2</strong></a>, Teil 3 ist noch nicht erschienen). <strong><a href="http://blog.kooptech.de/2010/04/open-data-serie-ueber-parteispenden-bei-zeit-online/">Auf ihrem Blog <em>Kooptech</em> erläutert die Autorin das Verfahren.</a></strong> Außerdem:  <a href="http://immateriblog.de/journalismus/republica-open-data-and-open-government/"><strong>Zum Thema &#8220;Open Data und Open Government&#8221; hat Matthias Spielkamp bei <em>immateriblog</em> einige nützliche Links gesammelt. </strong></a></p>
<h3><strong>weitere Tipps: </strong></h3>
<h4><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/04/16/mindmap-zum-leistungsschutzrecht/"><strong>Mindmap zum Leistungsschutzrecht</strong></a></h4>
<p>Matthias Spielkamp hat seine Mindmap zur re:publica Veranstaltung online gestellt und <strong>bittet um gemeinsame Weiterentwicklung der Übersicht</strong>.</p>
<h4><a title="Permanenter Link zu Alte, jämmerliche, erfolglose Säcke" rel="bookmark" href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1451">Alte, jämmerliche, erfolglose Säcke</a></h4>
<p>Die gut verlinkten Präsentationen und Interviews zur re:publica sind wahrscheinlich inzwischen durchgereicht worden. Deshalb möchte ich hier nur noch zwei gute Reaktionen verlinken. Gunnar Geller hat eine treffende Replik zu Markus Jauers dreiseitigem Abgesang auf &#8220;Deutsche Blogger&#8221; geschrieben (Überschriftenlink): &#8220;Alle Gesprächspartner scheinen sehr offen gewesen zu sein und Jauer hat das ausgenutzt und sich <strong>nur das rausgepickt, was ins beabsichtigte Bild der &#8216;Deutschen Blogger&#8217; als alte, jämmerliche, erfolglose Säcke passt.</strong>&#8221; <strong><a href="http://realvirtuality.wordpress.com/2010/04/15/warum-muss-mit-journalismus-geld-verdient-werden/">Alexander Gajic nimmt sich Winterbauers Jeff Jarvis Bashing vor</a></strong>: &#8220;Erstens schießt die Kritik am Ziel vorbei: Jarvis hätte überhaupt nichts dagegen, wenn die meisten Medienhäuser von heute auf morgen dichtmachen. Seiner Ansicht nach liegt die Zukunft des Journalismus eben nicht in großen Häusern, sondern in <strong><a href="http://www.buzzmachine.com/2009/11/11/the-future-of-business-is-in-ecosystems/">kleinen Zellen</a></strong>. Zweitens stört es mich, dass hier wie schon an hundert Orten radikale Ideen einer Neuordnung des Mediensystems damit abgetan werden, man könne damit kein Geld verdienen.&#8221; <strong>Nachtrag</strong>: Auch die <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/04/re-publica-10-der-neidfaktor/"><strong>glänzende Replik von Thomas Knüwer</strong></a> auf einen Text von Harald Staun in der <em>FAS </em>(und weiteren Zeitungsberichten über die re:publica)<em> </em>ist absolut lesenswert und hat jetzt schon eine Menge interessante Kommentare.</p>
<h4><strong><a href="http://www.netzpiloten.de/2010/04/13/flattr-geld-verdienen-ist-kein-recht-sondern-eine-moglichkeit/">Geld verdienen ist kein Recht, sondern eine Möglichkeit </a></strong></h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>Maike Laaf hat für die <em>Blogpiloten</em> ein Interview geführt mit Peter Sunde, dem Gründer des <strong>Micro-Payment-Systems flattr</strong>. Das Grundprinzip von flattr laut Sunde: ”Wir nehmen einfach die Idee des Preisschildes weg. <strong>Der Preis ist, was auch immer Du entscheidest, monatlich dafür auszugeben – geteilt durch die Dinge, die Du magst.</strong> So bekommen mehr Leute Geld, dass sie sonst niemals zu Gesicht bekommen hätten!&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.digidave.org/2010/04/spot-us-in-seattle">Spot Us in Seattle </a></h4>
<p>Das spendenfinanzierte Journalismusprojekt <strong>Spot Us hat nach San Francisco und Los Angeles sein drittes Büro an der Westküste eröffnet, und zwar in Seattle</strong>. Warum Seattle? Das erläutert Spot Us Gründer David Cohn in einem Blogpost: &#8220;Aside from being the next major city on the West coast, <strong>Seattle is a hub of hyperlocal media experiments and projects.</strong> If my hunch is correct these local media projects need as many revenue sources, platforms and tools as possible. There are a ton of organizations and sites we hope to partner with like <strong><a href="http://invw.org/">Investigate West</a>, <a href="http://westseattleblog.com/">West Seattle Blog</a>, <a href="http://seattlepostglobe.org/">Seattle Post Globe</a>, <a href="http://www.capitolhillseattle.com/">Capital Hill Blog</a>, <a href="http://www.nextdoormedia.com/">Next Door Media</a>, <a href="http://www.seattlepi.com/">Seattle PI</a>, <a href="http://crosscut.com/">CrossCut</a>, <a href="http://www.wallyhood.org/">Wallywood</a> </strong>– and that’s literally  off the top of my head.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/04/intensely-engaged-followers-joel-kramer-on-minnposts-focused-audienced-building-strategy/">&#8220;Intensely engaged followers&#8221;: Joel Kramer on MinnPost&#8217;s focused audience-building strategy</a></h4>
<p><strong>“What we’re trying to do is build a community of intensely engaged followers.&#8221;</strong> So begründet Joel Kramer, Chefredakteur der <em>Minneapolis Post</em>, warum Leserkommentare mit vollen Namen bei der US-Zeitung neuerdings eine höhere Priorität bekommen als anonyme Kommentare. Die <em>MinnPost</em> ist teils werbe-, teils spendenfinanziert und will weg von einem rein quantitivativen Leser und Seitenaufrufe zählen, hin zu einer <strong>Engagement-Währung</strong>. Ein Kalkül dahinter: Nutzer, die sich intensiver mit dem Blatt (und dem Online-Auftritt) befassen und sich stärker damit identifizieren, sind auch für Werbekunden wertvoller.</p>
<h4><a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/04/apple-reconsiders-satire-ban/">Bad PR Forces Apple to Reconsider Banning Prize-Winning Satirist </a></h4>
<p>Apple sorgt sich offenbar doch ab und zu um sein Image. In der <strong>Affäre Mark Fiore</strong> (die bissigen politischen Cartoons des US-Zeichner waren Pulitzer Preis-würdig, aber nicht würdig genug für den iPhone App-Store) legt der Konzern offenbar eine Kehrtwende ein. <em>Wired</em> (Link in der Überschrift) zitiert Steve Jobs mit einer seiner typischen lapidaren Emails: <strong>&#8220;That was a mistake that&#8217;s being fixed.&#8221;</strong> <a href="http://battellemedia.com/#ixzz0lSDrdKMC"><strong>John Batelle befasst sich grundsätzlicher mit der Kommunikationskultur bei Apple</strong></a>: <span>&#8220;Despite the gorgeous products and services you’ve created, we worry that you’re headed down a road that may lead to your own demise.  [...] We believe Apple is far too important to continue its role as the Howard Hughes of our industry.&#8221;</span></p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1302">Was ist Creative Commons?</a></h4>
<p>Marcus Bösch erklärt bei <em>lab</em>, <strong>wie das das alternative Urheberrechtssystem Creative Commons </strong>(cc) funktioniert und auch, wie es nicht funktioniert: &#8220;Creative Commons ist <strong>kein Selbstbedienungsladen</strong> für gestresste Journalisten. Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation. Die Idee: Das Internet ist ein Medium für den freien Austausch von Inhalten.&#8221; Mit einem Erklärvideo, einer Präsentation des cc-Mitgründes Lawrence Lessig und vielen guten Links.</p>
<div style="border: medium none; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;"><em>Screenshot: <a href="http://blog.kooptech.de/2010/04/open-data-serie-ueber-parteispenden-bei-zeit-online/">Kooptech (Wordle mit den Namen der Parteien-Großspender)</a><a href="http://www.youtube.com/user/markfiore#p/u/17/v5JyF0xWpgo"></a></em></div>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Das iPad (und was sonst noch passierte)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 15:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp für Apple-Fanboys (und -girls): Das iPad, die &#8220;line&#8221; und eine gelungene Selbstvermarktung Wie soll man die multimediale Selbstinszenierung nennen, die der freie Journalist Richard Gutjahr in New York veranstaltet hat? Keineswegs objektiven Journalismus, aber das hat der bekennende Mac-Fan auch nie behauptet. Für Michael Praetorius hat sich Gutjahr &#8220;perfekt als embedded Journalist in das [...]]]></description>
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/gutjahr_ipad.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2544" title="DSC_2470" src="http://medialdigital.de/wp-content/gutjahr_ipad-300x199.jpg" alt="DSC_2470" width="300" height="199" /></a></h4>
<h3>
<p>Top-Tipp für Apple-Fanboys (und -girls):</h3>
<h4>Das iPad, die &#8220;line&#8221; und eine gelungene Selbstvermarktung</h4>
<p>Wie soll man die <strong>multimediale Selbstinszenierung</strong> nennen, die der freie Journalist <strong>Richard Gutjahr</strong> <strong>in New York </strong>veranstaltet hat? Keineswegs objektiven Journalismus, aber das hat der bekennende Mac-Fan auch nie behauptet. Für Michael Praetorius hat sich Gutjahr <a href="http://www.praetorius.com/blog/248/1/1/10/das_erste_ipad_geht_nach_bayern.html"><strong>&#8220;perfekt als embedded Journalist in das Geschehen integriert&#8221;</strong></a>, Martin Giesler urteilte dagegen kritischer: <a href="http://martone.de/2010/04/03/zu-gutjahrs-2-days-of-fame-zwischen-pr-und-journalismus-passt-kaum-ein-ipad/"><strong>&#8220;Zu Gutjahrs &#8217;2 Days of Fame&#8217;: Zwischen Journalismus und PR passt kaum ein iPad.&#8221; </strong></a></p>
<p>Gutjahr flog zwei Tage vor dem Erstverkaufstag des iPad nach New York, berichtete immer wieder live aus der Warteschlange, zog dank seiner Online-Reservierung an Profi-Warteschlangensteher Greg Packer vorbei und kam als erster Käufer mit zwei  iPads aus dem Apple Flagship Store an der 5th Avenue. Er verschaffte sich <a href="http://img408.yfrog.com/i/ot0.mp4/"><strong>internationale Medienaufmerksamkeit</strong></a> (Mainstream) schaffte es auf Techportale wie <a href="http://news.cnet.com/8301-13579_3-20001601-37.html"><strong>CNET</strong></a>,<em> </em>und <em>Spiegel Online</em> betitelte seinen Bericht vom Launchday (<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,687199,00.html"><strong>&#8220;First iPad sold goes to Bavaria&#8221;</strong></a>) mit Gutjahrs <a href="http://twitter.com/gutjahr/status/11535445242"><strong>Tweet</strong></a>.</p>
<p>Von allen Inhalten, die Richard Gutjahr in den zwei Tagen selbst produzierte, gefallen mir am besten diese zwei Videos: <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/04/420-am-neues-video-ist-fertig/"><strong>&#8220;The Day Before Tomorrow&#8221;</strong></a> (die Stimmung in der Vorverkaufsschlange) und <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/04/tradigital-journalist/"><strong>&#8220;Vom iPad zum tra-digital Journalist&#8221;</strong></a> (Interview mit Sree Sreenivasan von der Graduate School of Journalism an der Columbia University in New York über Journalismus, traditionelle und digitale Medien.)</p>
<p>Gutjahrs Aktion mag ungewöhnlich erscheinen (und für einige angesichts des distanzfreien Kults um ein Goldenes iKalb auch befremdlich), doch ich bin überzeugt: <strong>Freie Journalisten, die es schaffen, sich als Eigenmarke zu inszenieren, haben bessere Zukunftschancen als jene, die auf Gedeih und Verderb auf (wenige) Auftraggeber angewiesen sind, um wahrgenommen zu werden. <strong> </strong></strong></p>
<h3>Alternativer Top-Tipp, garantiert iPad-frei:</h3>
<h4><a href="http://www.dipity.com/poynter/personal"><strong>Der Niedergang der traditionellen US-Medien als animierte Zeitleiste</strong></a> (<em>Poynter</em>)</h4>
<h3>Weitere Tipps:</h3>
<h4><a href="http://www.engadget.com/2010/04/03/apple-ipad-review/">Apple iPad review</a></h4>
<p><strong>Für mich ist dieser </strong><strong>iPad-Produkttest von <em>engadget</em> bisher </strong><strong>der beste, weil ebenso umfassend wie sachlich.</strong> Fazit: &#8220;The buyer of an iPad is one of two people, the first is someone who sees not just the present, but the potential of a product like the iPad&#8230; and believes in and is excited about that potential. This is also a person who can afford what amounts to a luxury item. The second is an individual who simply doesn&#8217;t need to get that much work done, and would prefer their computing experience to be easier, faster, and simpler. Does that sound like anyone you know?&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/04/04/ipad-danger-app-v-web-consumer-v-creator/">iPad danger: app v. web, consumer v. creator</a></h4>
<p><strong>Jeff Jarvis bereut bereits seinen gestrigen iPad-Kauf</strong>: &#8220;She’s sweet and pretty but shallow and vapid&#8221;. Am meisten ärgert ihn, dass das iPad den Prosumenten wieder zurück in die traditionelle Rolle des Konsumenten drängt: &#8220;That is why media companies and advertisers are embracing it so fervently, because they think it returns us all to their good old days when we just consumed, we didn’t create, <strong>when they controlled our media experience and business models and we came to them</strong>.&#8221;</p>
<h4><a href="http://praegnanz.de/essays/der-grosse-magazin-reboot">Der große Magazin-Reboot</a></h4>
<p>Gerrit van Aaken (<em>praegnanz.de</em>) analysiert, &#8220;wie es Zeitungen und Magazin im Internet doch noch schaffen könnten, Geld zu verdienen, ohne ihre Seele zu verkaufen&#8221; und fordert nach einer Bestandserhebung (Nichtunterscheidbarkeit, niedrige Qualität, Penetranz der Werbung) einen &#8220;Magazin-Reboot&#8221;: &#8220;Tablet-Computer sind keine Laptops und auch keine <span>DIN</span>-A4-Magazine, sondern haben ganz eigene Regeln in der Bedienung. [...] <strong>Auf jeden Fall jedoch müssen Tablet-Magazine anders aussehen als die derzeitigen Websites.</strong>&#8221;</p>
<h4 id="ArticleHeadline"><a href="http://www.focus.de/digital/internet/digitale-mediapolis/tid-17758/journalismus-forscher-tom-rosenstiel-das-internet-ist-ein-spektakulaeres-werkzeug_aid_494437.html">„Das Internet ist ein spektakuläres Werkzeug“</a></h4>
<p>Journalismus-Forscher Tom Rosenstiel beschreibt im <em>Focus</em> <em>Online</em>-Interview Probleme und Lösungen für den Journalismus: &#8220;Wir werden [...] eine Kombination aus angestellten Journalisten erleben, die nicht so gut bezahlt sein werden wie in der Vergangenheit, und sehr prominenten Journalisten, die für verschiedene Medien arbeiten und praktisch als eigene Marke auftreten: die <strong>„Super Freelancers“</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E9105B3ECCD0D41A6A255CC125F783144~ATpl~Ecommon~Scontent.html">London wird zum Zeitungslabor</a></h4>
<p>&#8220;Im <strong>Londoner Zeitungslabor</strong> geht es vor allem darum, eine Frage zu klären: <strong>Wie viel Geld ist der Journalismus den Lesern noch wert? Gar nichts, glaubt [der russische Milliardär Alexander] Lebedew </strong>und verteilt den „Evening Standard“ seit Herbst 2009 kostenlos. Er will das Blatt nur noch über Anzeigen und Almosen reicher Gönner finanzieren.&#8221; (<em>FAZnet</em>)</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/03/john-thornton-nonprofit-news-outlets-will-be-a-bigger-part-of-our-future-than-alan-mutter-thinks/">Nonprofit news outlets will be a bigger part of our news than Alan Mutter thinks</a></h4>
<p>John Thornton widerspricht Alan Mutter (und Jeff Jarvis): Obwohl nur ein kleiner Teil der nonprofit-Journalismus-Websites institutionell gefördert würde oder eine realistische Chance auf Refinanzierung habe, seien solche Portale, Netwerke und Blogs (die oft aus reinem Idealismus betrieben werden) schon heute eine wichtige Ergänzung in einer schrumpfen traditionellen Medienlandschaft: &#8220;You’ll never confuse what you read on <a href="http://www.voiceofsandiego.org/">Voice of San Diego</a> or <a href="http://www.propublica.org/">ProPublica</a> or The Trib with content you can get on TMZ, TV Guide, Epicurious, or ESPN. <strong>We in Fantasy Land are trying instead to help shore up what Alex Jones calls “the iron core” of journalism.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/555330/index.do">Es gab nie eine bessere Zeit für Journalismus</a></h4>
<p>Medienberater Andy Kaltenbrunner, Medienprofessor Matthias Karmasin und Historikerin Daniela Kraus<strong> </strong>machen in<em> einem Gastkommentar für Die Presse </em><strong>sechs Vorschläge, wie Medien das Jahr 2043 überleben können</strong>.</p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1261">Data Visualization – Mach die Daten schön</a></h4>
<p>Eine nützliche annotierte Beispiel- und Linksammlung von Marcus Bösch (lab) zum Thema <strong>Datenvisualisierung</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.vzlog.de/2010/04/jmstv-aus-fur-schulervz/">JMStV: Aus für SchülerVZ? </a></h4>
<p><em>VZlog</em> (das nicht von der VZ-Gruppe betrieben wird oder autorisiert wurde) befürchtet, dass <strong>die Vorgaben des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) kommerzielle Webangebote, die sich an Kinder und Jugendliche richten, in den Ruin führen werden</strong>. Der JMStV regt eine &#8220;freiwillige&#8221; Kennzeichung nach Alterstufen an, wobei nicht gekennzeichnete Angebote automatisch eine Freigabe ab 18 Jahre erhalten sollen. <em>VZlog</em> kritisiert:  &#8220;schülerVZ müsste jedes Foto, jeden Textbeitrag und jeden Link daraufhin überprüfen, ob alles den Kriterien für “ab 12 Jahre” entspricht, was bei den unglaublich großen Mengen an Inhalten nicht zu leisten ist. [...] Wenn im Januar 2011 die Informationen über die Filteroption an alle Internetkunden in Deutschland verschickt werden und gleichzeitig jugendschutz.net eine grosse Kampagne für die neuen Möglichkeiten startet, werden hunderttausende Eltern sich dafür entscheiden, ihren Internetanschluss zu filtern. Damit würden schülerVZ und anderen Angebote für Jugendliche und Kinder ein nicht unerheblicher Anteil an Nutzern wegbrechen, <strong>einfach weil diese anstatt der gewünschten Internetseite nur das Maskottchen der Zensursuchmaschiene (sic!) FragFINN oder vergleichbares sehen.</strong>&#8221;</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/gutjahr/sets/72157623615868335/"><em>Gutjahr /Flickr </em></a></p>
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