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	<title>Medial Digital &#187; Journalismus 2.0</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Optionen an der Bezahlmauer</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 21:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: “Please stop calling it a wall”: First thoughts on the Times’ pay plan Lois Beckett (Nieman Journalism Lab) hat Stimmen von Medienexperten zur neuen Bezahlmauer der New York Times gesammelt. Die flexible Paywall ist auf dem Testmarkt Kanada bereits in Kraft und soll für den Rest der Welt am 28. März hochgezogen werden. Beckett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/NYT_paywall_Kanada.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4761" title="NYT_paywall_Kanada" src="http://medialdigital.de/wp-content/NYT_paywall_Kanada.png" alt="" width="501" height="253" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2011/03/please-stop-calling-it-a-wall-first-thoughts-on-the-times-pay-plan/">“Please stop calling it a wall”: First thoughts on the Times’ pay plan</a></h4>
<p>Lois Beckett (<em>Nieman Journalism Lab</em>) hat <strong>Stimmen von Medienexperten zur neuen Bezahlmauer der <em>New York Times</em></strong> gesammelt. Die flexible Paywall ist auf dem Testmarkt Kanada bereits in Kraft und soll für den Rest der Welt am 28. März hochgezogen werden. Beckett befragt u.a.:</p>
<div>
<ul>
<li><strong>Steven Brill</strong>, Mitgründer des kostenpflichtigen Portals <strong><a href="http://www.niemanlab.org/wordpress/wp-admin/post.php?post=32591&amp;action=edit&amp;message=10">Journalism Online</a></strong>: &#8220;I think it makes a lot of sense. [...] All in all, a smart, well-thought-out plan. [...] But please stop calling it a wall. <strong>It’s not a  wall. It’s a smart, flexible strategy that will produce a perfect blend  of reader and advertising revenue.</strong> Walls turn people away and force a  publisher to choose between advertising revenue and circulation revenue.  This does neither.&#8221;</li>
</ul>
</div>
<div>
<ul>
<li><strong>David Cohn</strong>, Gründer der spendenfinanzierten Journalismusplattform <a href="http://spot.us"><strong>Spot.Us</strong></a>: &#8220;It’s somewhat inaccurate to call it that. It feels more like a <strong><a href="http://www.niemanlab.org/2010/12/maybe-not-much-will-change-at-all-more-2011-journalism-predictions/">pay-ramp</a></strong>. The NYT pay-ramp is a bit like <strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ihXkgxVZWGs&amp;feature=related">that scene in <em>Star Wars</em> when Luke Skywalker has to shoot a photon beam into the Death Star</a></strong> — but the margin of error is really small. There is a mark to hit, but  it’s 1 meter by 1 meter. Except in this situation, <strong>if the Times hits it,  the Death Star won’t blow up, it will just create some nice revenue.</strong>&#8220;</li>
</ul>
</div>
<div>
<div>
<ul>
<li><strong><a href="http://twitter.com/Megan">Megan McCarthy</a></strong>, Redakteurin des Nachrichtenaggregators  <strong><a href="http://www.mediagazer.com/">Mediagazer</a></strong>: &#8220;In the end, I think the only people who will make money off of the  Times’s paywall will be developers who code up a workaround and the  lawyers hired to go after them.&#8221;</li>
</ul>
</div>
</div>
<div>(alle s. Überschriftenlink).</div>
<p>Weitere von mir zusammengestellte Ansichten:<strong> </strong><a href="http://www.boingboing.net/2011/03/17/new-york-times-paywa.html"><strong></strong></a></p>
<ul>
<li><a href="http://www.boingboing.net/2011/03/17/new-york-times-paywa.html"><strong>Cory Doctorow</strong></a> bei <em>Boing Boing</em> hält die Paywall für viel zu kompliziert, sie lade geradezu dazu ein, sie zu umgehen: &#8220;Which means that lots of people will take countermeasures to beat the  #nytpaywall. The easiest of these, of course, will be to turn off  cookies so that the Times&#8217;s site has no way to know how many pages  you&#8217;ve seen this month&#8221;.</li>
<li><a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/the-newsonomics-of-the-new-york-times-pay-fence/"><strong>Ken Doctor</strong></a> unterzieht die Paywall-Strategie einem Sieben-Stufen-Test und räumt ihr durchaus Chancen ein. (s. dazu auch meine <a href="http://medialdigital.de/2011/03/17/ken-doctors-sieben-stufen-test-fur-die-neue-new-york-times-paywall/"><strong>Kurzübersetzung und Anmerkungen</strong></a>)</li>
<li><a href="http://immateriblog.de/journalismus/new-york-times-setzt-erneut-auf-bezahlschranke/"><strong>Matthias Spielkamp</strong></a> fragt sich: &#8220;Wie ausgefeilt ist die Technik? Wenn allein über IP-Adresse und/oder  Cookies bestimmt wird, wie viele Artikel bereits gelesen wurden, ist die  Kontingentierung leicht zu umgehen. [...] <strong>Wann werden die ersten Tools erhältlich sein, die einen die NYT  vollständig kostenlos lesen lassen, ohne sich um den Krams selbst  kümmern zu müssen? Am 28. März?</strong>&#8220;</li>
<li><a href="http://www.avatter.de/wordpress/2011/03/die-new-york-times-paywall-gibt-nicht-fur-twitter-und-facebook-nutzer/"><strong>André Vatter</strong></a> kommentiert den Umstand, dass zwar die NYT zwar die Zahl die Zahl der Besuche über Google limitiert, nicht aber die Besuche über Verweise in sozialen Netzwerken: &#8220;Schon im vergangenen Jahr wurde deutlich, dass Google als Instrument der Lesersteigerung nur noch bedingt taugt, immer häufiger gelangen Nutzer nicht über die Suche, sondern über die Netzwerke auf News-Seiten. Facebook hat in dieser Hinsicht Google bereits weit hinter sich gelassen. Anders formuliert: <strong>Google wird für die Verleger immer entbehrlicher, während simultan die Bedeutung von Social Media steigt.</strong>&#8220;</li>
</ul>
<h4><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-03/guttenplag-erfolgskriterien?page=all">Die Formel GuttenPlag</a></h4>
<p>Martin Ganteföhr untersucht bei <em>Zeit Online</em>, <strong>warum Guttenplag so gut funktioniert hat, andere Crowdsourcing-Plattformen zur Entlarvung von Plagiaten allerdings dahinsiechen</strong>. Zum Beispiel das Wiki, das die Doktorarbeit von Gaddafis SohnSaif untersuchen will. &#8220;Das Problem, dass Gadhafi ein akademischer Hochstapler ist, nimmt sich  etwas läppisch aus angesichts der Tatsache, dass er derzeit vor allem als brutaler Gegner einer Befreiungsbewegung auftritt&#8221;, so Ganteföhr. Plagipedia wiederum fehle es am Fokus auf ein klares Ziel: &#8220;Ohne Not hat sich die Plattform eine <strong><a href="http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/Liste_der_zur_%C3%9Cberpr%C3%BCfung_vorgeschlagenen_Arbeiten" target="_blank">lange Fahndungsliste</a> </strong>aufgehalst und den Crowd-Vorteil des Internets – viele User, eine  Aufgabe – damit selbst neutralisiert. Schlagkräftig ist das Netz zudem,  wenn es Dinge untersuchen kann, die sich in der digitalen Sphäre  befinden. Dissertationen aus den siebziger Jahren – PlagiPedi listet  etwa Gregor Gysis und Wolfgang Schäubles – sind aber ohne Netz  entstanden. Sie gründen auf Sekundärquellen, die vermutlich noch offline  sind. Solche Recherchen sind auch in Crowdsourcing-Zeiten extrem  mühsam. Und es fehlt an Motivation, wenn nicht mal ein Anfangsverdachts  besteht.&#8221;</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://govinthelab.com/the-coming-open-data-battle-government-versus-commercial-interests/">The coming open data battle – government versus commercial interests</a></h4>
<p>Craig Thomler analysiert bei <em>Government in the Lab</em> die <strong>Gewinner und Verlierer des Modells Open Data</strong> &#8211; dem anzustrebenden Ideal, dass öffentliche Daten per se zugänglich sein sollten, es sei denn schwerwiegende Umstände sprechen dagegen (und nicht umgekehrt). Zu den Gewinnern zählt Thomler Bürger und gemeinnützige Organisationen: &#8220;The data allows citizens and organisations to build a more informed view  of their government’s activities, a good accountability measure.&#8221; Zu den Verlieren zählt er Interessengruppen, die von einem Wissensvorsprung profitieren, wenn Daten nicht frei zugänglich sind: Spezialinformationsdienste z.B. mit Satellitenaufnahmen, Börsenmakler und (Teile von) Regierungen, die sich lieber nicht so genau auf die Finger schauen lassen möchten.</p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2114">Live-Blogs: “Riesenappetit auf Information”</a></h4>
<p>Steffen Leidel beschäftigt sich im DW-Ausbildungsblog lab mit den Erwartungen der Nutzer an eine Echtzeitberichterstattung vor allem in Krisenzeiten. Er zitiert u.a. <a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E6B1279A5BE2645E2905CCC58CC63E9F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html"><strong>David Gelernter</strong></a> (Beitrag in der <em>FAZ</em>) und befragt zwei Live-Blogger des <em>Guardian </em>und der Plattform <em>Eskup</em>. Laut Leidel sind  <strong>Journalisten &#8220;nicht mehr reine Gatekeeper, sondern vielmehr Gatewatcher, die  – wollen sie noch  von ihren Rezipienten wahrgenommen werden – aus dem  ungebändigten Strom  Kanäle formen müssen, auf denen sich ihre  Rezipienten gerne treiben  lassen</strong>. Medienunternehmen wie die <strong><a href="http://thelede.blogs.nytimes.com/" target="_blank">New York Times</a></strong>, der <strong><a href="http://www.guardian.co.uk/news/blog" target="_blank">Guardian</a></strong>, <strong><a href="http://blogs.aljazeera.net/" target="_blank">Al Jazeera</a></strong> oder <strong><a href="http://eskup.elpais.com/*revueltasenelmundoarabe2011">El Pais</a></strong> haben dauerhaft so genannte Live-Blogs eingerichtet. Typisch für  Live-Blogs ist,  dass Informationen aus vielen Quellen kombiniert  werden, sie enthalten Links auf Blogs, andere Medienanbieter, zitieren  Tweets und integrieren Fotos und Videos von Nutzern (in Deutschland ist  das noch eher selten, Liveblogs fallen hier oft durch das Fehlen  jeglicher Links auf. Es gibt natürlich Ausnahmen wie z.B. der <a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/07/processjournalism/" target="_blank"><strong>News-Blog der Zeit</strong>.</a>)&#8221;</p>
<h4><a href="http://blogs.reuters.com/felix-salmon/2011/03/16/how-blogs-have-changed-journalism/">How blogs have changed journalism</a></h4>
<p>Der US-Journalist Felix Salmon von der Nachrichtenagentur Reuters ist befragt worden, <strong>wie Blogs den Journalismus verändert haben</strong>,  und hat das bemerkenswerte Interview auf sein Blog gestellt. Natürlich  gilt das, was er sagt, in erster Linie für den US-Medienmarkt, aber die  Befruchtung in beide Richtungen ist durchaus auch bei uns schon zu  erkennen, obwohl Blogs in Deutschland eine geringere Bedeutung haben als in  den USA. Salmon sagt unter anderem: &#8220;Mainstream news organizations have  all embraced blogging to a greater or  lesser extent, although a lot of  them use the existence of blogs as an  excuse not to do much in the way  of external linking elsewhere on their  websites. <strong>In general, news  sites are becoming bloggier, with more  assiduous editorial standards,  while big blog sites are becoming  newsier; that trend is likely to  continue.</strong> But it’s still possible to  make a name for yourself by  starting a blog! And it’s also a great way  of improving your writing  and general communication skills. More people  should do it!&#8221;</p>
<h4><a href="http://onlinejournalismblog.com/2011/03/19/faq-journalism-vs-blogging/">FAQ: Journalism vs blogging</a></h4>
<p>Auch Paul Bradshaw ist befragt worden, und zwar zum leidigen Thema <strong>Blogger versus Journalisten</strong>.  Die Fragen sind abgestanden, Bradshaws Antworten dagegen treffend und  lakonisch. Ein Auszug. Frage: &#8220;What are the main distinctions between  journalists and bloggers?&#8221; Antwort: &#8220;Journalists are defined by what  they produce; bloggers are defined by the technology they use.&#8221; <strong>Frage:  &#8220;As journalists don’t really have to have some sort of journalist  degree - how then can a blogger become a journalist?&#8221; Antwort: &#8220;By  producing journalism.&#8221;</strong></p>
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		<title>Journalismus unter Zugzwang &#8211; Beiträge aus &#8220;tendenz&#8221; zum Download und Umfrage</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Magazin &#8220;tendenz&#8221; der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe dem Schwerpunktthema &#8220;Medien im Zeitalter des sozialen Netzes&#8220;. Ich habe dafür den Aufmacher geschrieben: &#8220;Journalismus unter Zugwang&#8221; In hyperlokalen Strukturen, Kooperationen mit Amateuren und alternativen Finanzierungsformen liegen neue Chancen für Anbieter journalistischer Inhalte im Zeitalter des sozialen Netzes. Noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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		</div>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/tendenz.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3223" title="tendenz" src="http://medialdigital.de/wp-content/tendenz.png" alt="" width="198" height="270" /></a></p>
<p>Das Magazin &#8220;tendenz&#8221; der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe dem Schwerpunktthema &#8220;<strong>Medien im Zeitalter des sozialen Netzes</strong>&#8220;. Ich habe dafür den Aufmacher geschrieben:</p>
<p>&#8220;<strong>Journalismus unter Zugwang</strong>&#8221;</p>
<p>In hyperlokalen Strukturen, Kooperationen mit Amateuren und alternativen Finanzierungsformen liegen neue Chancen für Anbieter journalistischer Inhalte im Zeitalter des sozialen Netzes. Noch werden sie in Deutschland wenig genutzt.</p>
<p>Weitere Beiträge sind:</p>
<p><strong>Die Kunst der Interpretation </strong>von Volker Lilienthal<strong><br />
</strong></p>
<p>Der Bürger, der bloggt, wird in der Online-Gesellschaft mehr und mehr zu einem<br />
»Medium und Faktor« der öffentlichen Meinungsbildung, während der professionelle Redakteur immer weniger die Gatekeeper-Funktion erfüllt. Im Journalismus von morgen ist die Kunst der Interpretation gefragt.</p>
<p><strong>TV-Nachrichten – nur ein Kostenfaktor? </strong>von Sissi Pitzer<strong><br />
</strong><br />
Nachrichten im Fernsehen – eine Selbstverständlichkeit? So sehen es zumindest die Zuschauer und die private Rundfunkaufsicht. Doch dass sich der Wert der Information verändert hat, zeigt die Diskussion über die Notwendigkeit des »Zuschussgeschäfts« Nachrichten im privaten Fernsehen. <em> </em></p>
<p><strong>Dialog auf Augenhöhe </strong>von Richard Gutjahr<strong><br />
</strong></p>
<p>Online zu arbeiten, bedeutet nicht einfach, einen Text ins Internet zu stellen. »Tendenz« hat den Blogger und Fernsehjournalisten Richard Gutjahr gefragt, welche Kriterien für »guten« Online- Journalismus gelten.</p>
<p>Die hier vorgestellten und weitere Beiträge aus dem Themenheft können <a href="http://www.blm.de/de/pub/aktuelles/magazin_tendenz/print-ausgabe.cfm#a"><strong>unter diesem Link</strong></a> bei der BLM als pdf heruntergeladen werden.</p>
<p>Außerdem enthält die Online-Ausgabe der &#8220;tendenz&#8221; eine <a href="http://www.blm.de/de/pub/aktuelles/magazin_tendenz/online-artikel/internet_und_journalismus.cfm"><strong>interessante Umfrage </strong></a>zu einer These aus dem Internet-Manifest:</p>
<p><strong>„Das Internet verbessert den Journalismus.“ Richtig oder falsch?&#8221;</strong></p>
<p>Geantwortet haben folgende Medienmacher und -experten (Macherinnen und Expertinnen ließen sich offenbar nicht finden&#8230;)<strong>:</strong></p>
<ul>
<li><strong> </strong>Prof. Ernst Elitz<strong> </strong>(Gründungsintendant des Deutschlandfunk)</li>
<li>Dirk von Gehlen (Redaktionsleiter jetzt.de)</li>
<li>Dr. Kai Gniffke (Chefredaktion ARD aktuell)</li>
<li>Hans-Jürgen Jakobs (Chefredakteur sueddeutsche.de)</li>
<li>Thomas Knüwer (kpunktnull, Beratung für das digitale Zeitalter)</li>
<li>Peter Kloeppel (Chefredakteur RTL)</li>
<li>Dr. Robin Meyer-Lucht (Berlin Institute, Herausgeber des Mehrautorenblogs Carta)</li>
<li> Dr. Hajo Schumacher (Textmanufaktur Berlin)</li>
<li>Frank Thomsen (Chefredakteur stern.de)</li>
<li>Dr. Christian Stöcker<em> (</em>Spiegel Online, stellv. Ressortleiter Netzwelt)</li>
<li>Prof. Dr. Stephan Weichert (MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation).</li>
</ul>
<p><!-- ENDE HAUPTUEBERSCHRIFT --><strong><a name="i16485"></a></strong></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Leistungsschutzrecht bestätigt Kritiker</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/05/09/linktipps-zum-wochenstart-leistungsschutzrecht-bestatigt-kritiker/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 17:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger Das Urheberrechtsportal iRights.info veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in [...]]]></description>
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<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://irights.info/index.php?id=880">iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger</a></h4>
<p>Das Urheberrechtsportal <em>iRights.info</em> veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in einer Weise beeinträchtigen, die bislang nur in Ansätzen absehbar ist. <strong>Die Entwürfe machen mehr als deutlich, dass die vielfältigen Kollateralschäden mit gesetzlichen Formulierungen nicht vermieden werden können. Sie sind vielmehr eine Folge der Idee des Leistungsschutzrechts für Presseverleger selbst.</strong>&#8221; iRights ist befremdet, dass sich die Journalistengewerkschaften die Forderungen der Verleger offenbar größtenteils zu eigen machen und sieht schwere Beeinträchtigungen unter anderem für Blogger, freie Journalisten, Suchmaschinen und Aggregatoren.</p>
<p><strong>Lesenswerte Reaktionen auf diese Veröffentlichung: </strong></p>
<h4><strong><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/05/08/leistungsschutzrecht-marshallplan-fur-alte-traume/">Leistungsschutzrecht: Marshallplan für alte Träume</a></strong></h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>(Philipp Otto bei <em>iRights.info</em>)</p>
<p><!-- end header --></p>
<h4><a title="Wie sich die Verlage das mit dem Leistungsschutzrecht vorstellen" rel="bookmark" href="http://www.internet-law.de/2010/05/wie-sich-die-verlage-das-mit-dem-leistungsschutzrecht-vorstellen.html">Wie sich die Verlage das mit dem Leistungsschutzrecht vorstellen</a></h4>
<p>(IT-Fachanwalt Thomas Stadler)</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.presseschauer.de/?p=1144">Sind Blogger Presseverleger?</a></h4>
<p>(<em>der presseschauer</em>)</p>
<h4><a href="http://breitband.dradio.de/nie-da-gewesene-rechtsverwirrung/">&#8220;Nie da gewesene Rechtsverwirrung&#8221; </a></h4>
<p>(Interview mit Matthias Spielkamp in der Sendung &#8220;Breitband&#8221; des Deutschlandradio Kultur)</p>
<h4>Weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/05/08/confusing-a-public-with-the-public/">Confusing *a* public with *the* public</a></h4>
<p>Jeff Jarvis, Inbegriff der größtmöglichen Öffentlichkeit im Netz, macht sich dezidierte Gedanken über eine unsichtbare Grenze zwischen öffentlich und privat, die Facebook nun überschritten habe: &#8220;<strong>Facebook and Mark Zuckerberg seem to assume that once something is public, it’s public. They confused sharing with publishing.</strong> They conflate the <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Public_sphere">public sphere</a></strong> with the <strong><a href="http://makingpublics.mcgill.ca/">making of a public</a></strong>. That is, when I blog something, I am publishing it to the world for anyone and everyone to see: the more the better, is the assumption. But when I put something on Facebook my assumption had been that I was sharing it just with the public I created and control there. <em>That public is private.</em> Therein lies the confusion. Making that public public is what disturbs people. It robs them of their sense of control—and their actual control—of what they were sharing and with whom (no matter how many preferences we can set).&#8221; Der Blogpost sei eine <strong>erste Diskussionsgrundlage für sein geplantes neues Buch über digitale Öffentlichkeiten</strong>,<strong> <a href="http://twitter.com/jeffjarvis/status/13628770980">twitterte Jarvis</a></strong>. Dazu passend: <strong><a href="http://mattmckeon.com/facebook-privacy/">The Evolution of Privacy on Facebook</a> </strong>(Schaubild).<strong><br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp201005bma.htm">Abschied vom Besten</a></h4>
<p>Katrin Passig analysiert in ihrer Internetkolumne beim <em>Online-Merkur</em> die <strong>Stärken und Schwächen kollaborativer Filter- und Empfehlungssysteme</strong>. Interessanter Teilaspekt: &#8220;Auch zu gute Empfehlungs- und Filterungssysteme können theoretisch Nachteile mit sich bringen. Google erklärte im Dezember vorauseilend, man habe nicht vor, konservativen Nutzern nur noch konservative Ergebnisse zu zeigen, sondern bemühe sich um eine lediglich individuell zugeschnittene Vielfalt von Quellen und Meinungen.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.theeuropean.de/norbert-bolz/2993-interaktivitaet-im-web">“Das Internet ist kein Massenmedium”</a></h4>
<p>Kommunikationsforscher <strong>Norbert Bolz</strong> erläutert im Interview mit Alexander Görlach vom <em>European</em> seine Vision von Netzwerken und Information im Internet. In der fehlenden Interaktivität der klassischen Medien sieht Bolz ihre Stärke, die Charakteristika Interaktivität und hohe Reichweite schließen sich für ihn gegenseitig aus: ”Immer dann, wenn Angebote im Internet tatsächlich ähnlich aufmerksamkeitsstark sind, haben wir es dort eigentlich mit der <strong>paradoxen Dynamik</strong> zu tun, <strong>dass ein interaktives Medienangebot in ein Massenmedium umschlägt</strong>. Ein Blog beispielsweise, der, sagen wir mal, 50.000 Klicks bekommt, ist kein Blog mehr, sondern ein Massenmedium. Interaktivität wird dann fiktiv.&#8221;</p>
<h4><a href="http://derstandard.at/1271375944153/derStandardat-Interview-Partizipation-hat-den-Journalismus-nicht-weitergebracht">&#8220;Partizipation hat den Journalismus nicht weitergebracht&#8221;</a></h4>
<p>Online-Journalismus-Professor <strong>Lorenz Lorenz-Meyer</strong> erläutert im Interview mit dem Standard, <strong>warum Vernetzung und Transparenz den guten alten Objektivitätsanspruch der Qualitätsmedien ablösen sollte</strong>: &#8220;Mir ist wichtig, dass die qualifizierten Akteure der politischen Öffentlichkeit, also nicht nur Politiker, sondern auch Aktivisten, Journalisten, Pädagogen und Wissenschaftler ihren schon bestehenden Gesprächsraum über das Internet verbessern können &#8211; bzw. schon längst verbessern hätten können.&#8221;</p>
<h4><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/05/06/twitter-ist-mehr-nachrichtenmedium-als-soziales-netzwerk.aspx">Twitter ist ein Nachrichtenmedium &#8211; kein soziales Netzwerk</a></h4>
<p><em>Netzökonom</em> Holger Schmidt erläutert die Kernthesen einer koreanischen Studie, nach der über die Hälfte der Tweets aus klassischen Nachrichten bestehen, weil diese besonders häufig weiterverbreitet werden. Da sich nur 22 Prozent der Nutzer wechselseitig folgen, sei Twitter außerdem kein soziales Netzwerk. Das ist meiner Meinung nach zu einseitig betrachtet, da es von den Nutzer abhängt, was sie aus Twitter machen. Manche nutzen Twitter als ein (mitunter geschlossenes) soziales Netzwerk, manche nur als Nachrichtenfilter und -verbreiter, die meisten aber wohl in einer Kombination von beidem. Diese Zeilen sollte sich außerdem jeder Autofollower und jeder &#8220;Wie Sie 2000 Follower in 2 Tagen bekommen&#8221;-Marktschreier ausgedruckt auf den Bildschirm kleben: &#8220;<strong>Der Einfluss eines Twitter-Nutzers hat nach dieser Untersuchung nur wenig mit der Zahl seiner Follower zu tun</strong>. Wird als Kriterium des Einflusses eines Twitterers die Zahl der Retweets seiner 140-Zeichen-Botschaften herangezogen, dann liegen nicht mehr Prominente wie Ashton Kutcher oder Britney Spears vorne, sondern eher Nachrichtenmedien wie CNN und die New York Times oder bekannte Blogs wie Mashable oder Techcrunch.&#8221; Zur Überprüfung dieser These empfehle ich <a href="http://klout.com/"><strong>Klout</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://paidcontent.org/article/419-traditional-ways-of-judging-quality-in-published-content-are-now-useles/#comment-48302938">Traditional Ways Of Judging ‘Quality’ In Published Content Are Now Useless</a></h4>
<p>Webunternehmer Ben Elowitz hält im Zeitalter des sozialen Netzes eine <strong>Neudefinition des Begriffs &#8220;Qualitätsinhalt&#8221;</strong> für notwendig. Seine Kernthesen bei <em>Paid Content</em>:</p>
<ul>
<li>The audience doesn’t care where the content comes from as long as it meets their needs.</li>
<li>Too many editors care far more about being accurate than they do being useful; and they will find themselves out of business soon if they don’t start measuring themselves more by relevance than by accuracy.</li>
<li>Digital audiences are not relying on any one piece as the sole source.</li>
<li>Old media wants to win Pulitzer Prizes; new media wants to win audiences.</li>
</ul>
<p>Teilweise vehemente Kritik in den Kommentaren.</p>
<h4><a href="http://mashable.com/2010/05/03/content-curation-creation/">Why Content Curation Is Here to Stay</a></h4>
<p>Steve Rosenbaum, Chef der Videoplattform<em> </em><em><em><strong><a href="http://www.magnify.net/" target="_blank">Magnify.net</a></strong>,</em></em><em> </em>beleuchtet in einem Beitrag für <em>Mashable </em>die neue Rolle der Kuratoren von Inhalten. Rosenbaum unterscheidet zwischen rein algorithmischen Aggregatoren wie Google News und redaktionellen Kuratoren. Sein Fazit: &#8220;<strong>Curation is now part of the content equation. It doesn’t kill anything, rather it adds a powerful new tool that will make content destinations more relevant, more robust, and more likely to attract and retain visitors.</strong> Curation is here to stay, though creators should have the ability to create boundaries, both editorial and economic, around what they create and how it is repurposed.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.magda.de/zukunft_des_schreibens_3/">Endlich Ballast abwerfen!</a></h4>
<p>Wolfgang Michal benennt auf der Autorenplattform <em>Magda</em> zehn gute Gründe, <strong>warum das Schreiben im Netz viel einfacher ist</strong>: zum Bespiel &#8220;unverzügliches Veröffentlichen&#8221;, Verzicht auf &#8220;langatmige Beschreibungen&#8221; zugunsten von Links und die Möglichkeit Fehler unverzüglich zu korrigieren. Punkt 1 lautet: &#8220;Die Schere im Kopf fällt weg. Es gibt keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29"><strong>gatekeeper</strong></a> mehr, deren Stirnrunzeln ein freier Autor berücksichtigen muss.&#8221; Was dabei nicht explizit genannt wird, aber implizit gemeint ist: Schreiben in eigener redaktioneller Verantwortung, zum Beispiel ein eigenes Blog führen.</p>
<h4><a title="Permanent Link to We Stole Your Pictures, Now We’re Going To Sue You" rel="bookmark" href="http://www.jeremynicholl.com/blog/2010/05/03/afp-steal-photos-then-sue-photographer-2/">We Stole Your Pictures, Now We’re Going To Sue You</a></h4>
<p>Urheberrechtsposse: Die <strong>unglaubliche Geschichte</strong> <strong>des Fotografen Daniel Morel</strong>, dessen Erdbeben-Fotos aus Haiti unter anderem Namen von der Agentur AFP verbreitet wurden und der von AFP verklagt wurde, weil er Schadenersatz forderte.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Das iPad (und was sonst noch passierte)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 15:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp für Apple-Fanboys (und -girls): Das iPad, die &#8220;line&#8221; und eine gelungene Selbstvermarktung Wie soll man die multimediale Selbstinszenierung nennen, die der freie Journalist Richard Gutjahr in New York veranstaltet hat? Keineswegs objektiven Journalismus, aber das hat der bekennende Mac-Fan auch nie behauptet. Für Michael Praetorius hat sich Gutjahr &#8220;perfekt als embedded Journalist in das [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/gutjahr_ipad.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2544" title="DSC_2470" src="http://medialdigital.de/wp-content/gutjahr_ipad-300x199.jpg" alt="DSC_2470" width="300" height="199" /></a></h4>
<h3>
<p>Top-Tipp für Apple-Fanboys (und -girls):</h3>
<h4>Das iPad, die &#8220;line&#8221; und eine gelungene Selbstvermarktung</h4>
<p>Wie soll man die <strong>multimediale Selbstinszenierung</strong> nennen, die der freie Journalist <strong>Richard Gutjahr</strong> <strong>in New York </strong>veranstaltet hat? Keineswegs objektiven Journalismus, aber das hat der bekennende Mac-Fan auch nie behauptet. Für Michael Praetorius hat sich Gutjahr <a href="http://www.praetorius.com/blog/248/1/1/10/das_erste_ipad_geht_nach_bayern.html"><strong>&#8220;perfekt als embedded Journalist in das Geschehen integriert&#8221;</strong></a>, Martin Giesler urteilte dagegen kritischer: <a href="http://martone.de/2010/04/03/zu-gutjahrs-2-days-of-fame-zwischen-pr-und-journalismus-passt-kaum-ein-ipad/"><strong>&#8220;Zu Gutjahrs &#8217;2 Days of Fame&#8217;: Zwischen Journalismus und PR passt kaum ein iPad.&#8221; </strong></a></p>
<p>Gutjahr flog zwei Tage vor dem Erstverkaufstag des iPad nach New York, berichtete immer wieder live aus der Warteschlange, zog dank seiner Online-Reservierung an Profi-Warteschlangensteher Greg Packer vorbei und kam als erster Käufer mit zwei  iPads aus dem Apple Flagship Store an der 5th Avenue. Er verschaffte sich <a href="http://img408.yfrog.com/i/ot0.mp4/"><strong>internationale Medienaufmerksamkeit</strong></a> (Mainstream) schaffte es auf Techportale wie <a href="http://news.cnet.com/8301-13579_3-20001601-37.html"><strong>CNET</strong></a>,<em> </em>und <em>Spiegel Online</em> betitelte seinen Bericht vom Launchday (<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,687199,00.html"><strong>&#8220;First iPad sold goes to Bavaria&#8221;</strong></a>) mit Gutjahrs <a href="http://twitter.com/gutjahr/status/11535445242"><strong>Tweet</strong></a>.</p>
<p>Von allen Inhalten, die Richard Gutjahr in den zwei Tagen selbst produzierte, gefallen mir am besten diese zwei Videos: <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/04/420-am-neues-video-ist-fertig/"><strong>&#8220;The Day Before Tomorrow&#8221;</strong></a> (die Stimmung in der Vorverkaufsschlange) und <a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/04/tradigital-journalist/"><strong>&#8220;Vom iPad zum tra-digital Journalist&#8221;</strong></a> (Interview mit Sree Sreenivasan von der Graduate School of Journalism an der Columbia University in New York über Journalismus, traditionelle und digitale Medien.)</p>
<p>Gutjahrs Aktion mag ungewöhnlich erscheinen (und für einige angesichts des distanzfreien Kults um ein Goldenes iKalb auch befremdlich), doch ich bin überzeugt: <strong>Freie Journalisten, die es schaffen, sich als Eigenmarke zu inszenieren, haben bessere Zukunftschancen als jene, die auf Gedeih und Verderb auf (wenige) Auftraggeber angewiesen sind, um wahrgenommen zu werden. <strong> </strong></strong></p>
<h3>Alternativer Top-Tipp, garantiert iPad-frei:</h3>
<h4><a href="http://www.dipity.com/poynter/personal"><strong>Der Niedergang der traditionellen US-Medien als animierte Zeitleiste</strong></a> (<em>Poynter</em>)</h4>
<h3>Weitere Tipps:</h3>
<h4><a href="http://www.engadget.com/2010/04/03/apple-ipad-review/">Apple iPad review</a></h4>
<p><strong>Für mich ist dieser </strong><strong>iPad-Produkttest von <em>engadget</em> bisher </strong><strong>der beste, weil ebenso umfassend wie sachlich.</strong> Fazit: &#8220;The buyer of an iPad is one of two people, the first is someone who sees not just the present, but the potential of a product like the iPad&#8230; and believes in and is excited about that potential. This is also a person who can afford what amounts to a luxury item. The second is an individual who simply doesn&#8217;t need to get that much work done, and would prefer their computing experience to be easier, faster, and simpler. Does that sound like anyone you know?&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/04/04/ipad-danger-app-v-web-consumer-v-creator/">iPad danger: app v. web, consumer v. creator</a></h4>
<p><strong>Jeff Jarvis bereut bereits seinen gestrigen iPad-Kauf</strong>: &#8220;She’s sweet and pretty but shallow and vapid&#8221;. Am meisten ärgert ihn, dass das iPad den Prosumenten wieder zurück in die traditionelle Rolle des Konsumenten drängt: &#8220;That is why media companies and advertisers are embracing it so fervently, because they think it returns us all to their good old days when we just consumed, we didn’t create, <strong>when they controlled our media experience and business models and we came to them</strong>.&#8221;</p>
<h4><a href="http://praegnanz.de/essays/der-grosse-magazin-reboot">Der große Magazin-Reboot</a></h4>
<p>Gerrit van Aaken (<em>praegnanz.de</em>) analysiert, &#8220;wie es Zeitungen und Magazin im Internet doch noch schaffen könnten, Geld zu verdienen, ohne ihre Seele zu verkaufen&#8221; und fordert nach einer Bestandserhebung (Nichtunterscheidbarkeit, niedrige Qualität, Penetranz der Werbung) einen &#8220;Magazin-Reboot&#8221;: &#8220;Tablet-Computer sind keine Laptops und auch keine <span>DIN</span>-A4-Magazine, sondern haben ganz eigene Regeln in der Bedienung. [...] <strong>Auf jeden Fall jedoch müssen Tablet-Magazine anders aussehen als die derzeitigen Websites.</strong>&#8221;</p>
<h4 id="ArticleHeadline"><a href="http://www.focus.de/digital/internet/digitale-mediapolis/tid-17758/journalismus-forscher-tom-rosenstiel-das-internet-ist-ein-spektakulaeres-werkzeug_aid_494437.html">„Das Internet ist ein spektakuläres Werkzeug“</a></h4>
<p>Journalismus-Forscher Tom Rosenstiel beschreibt im <em>Focus</em> <em>Online</em>-Interview Probleme und Lösungen für den Journalismus: &#8220;Wir werden [...] eine Kombination aus angestellten Journalisten erleben, die nicht so gut bezahlt sein werden wie in der Vergangenheit, und sehr prominenten Journalisten, die für verschiedene Medien arbeiten und praktisch als eigene Marke auftreten: die <strong>„Super Freelancers“</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~E9105B3ECCD0D41A6A255CC125F783144~ATpl~Ecommon~Scontent.html">London wird zum Zeitungslabor</a></h4>
<p>&#8220;Im <strong>Londoner Zeitungslabor</strong> geht es vor allem darum, eine Frage zu klären: <strong>Wie viel Geld ist der Journalismus den Lesern noch wert? Gar nichts, glaubt [der russische Milliardär Alexander] Lebedew </strong>und verteilt den „Evening Standard“ seit Herbst 2009 kostenlos. Er will das Blatt nur noch über Anzeigen und Almosen reicher Gönner finanzieren.&#8221; (<em>FAZnet</em>)</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/03/john-thornton-nonprofit-news-outlets-will-be-a-bigger-part-of-our-future-than-alan-mutter-thinks/">Nonprofit news outlets will be a bigger part of our news than Alan Mutter thinks</a></h4>
<p>John Thornton widerspricht Alan Mutter (und Jeff Jarvis): Obwohl nur ein kleiner Teil der nonprofit-Journalismus-Websites institutionell gefördert würde oder eine realistische Chance auf Refinanzierung habe, seien solche Portale, Netwerke und Blogs (die oft aus reinem Idealismus betrieben werden) schon heute eine wichtige Ergänzung in einer schrumpfen traditionellen Medienlandschaft: &#8220;You’ll never confuse what you read on <a href="http://www.voiceofsandiego.org/">Voice of San Diego</a> or <a href="http://www.propublica.org/">ProPublica</a> or The Trib with content you can get on TMZ, TV Guide, Epicurious, or ESPN. <strong>We in Fantasy Land are trying instead to help shore up what Alex Jones calls “the iron core” of journalism.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/555330/index.do">Es gab nie eine bessere Zeit für Journalismus</a></h4>
<p>Medienberater Andy Kaltenbrunner, Medienprofessor Matthias Karmasin und Historikerin Daniela Kraus<strong> </strong>machen in<em> einem Gastkommentar für Die Presse </em><strong>sechs Vorschläge, wie Medien das Jahr 2043 überleben können</strong>.</p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1261">Data Visualization – Mach die Daten schön</a></h4>
<p>Eine nützliche annotierte Beispiel- und Linksammlung von Marcus Bösch (lab) zum Thema <strong>Datenvisualisierung</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.vzlog.de/2010/04/jmstv-aus-fur-schulervz/">JMStV: Aus für SchülerVZ? </a></h4>
<p><em>VZlog</em> (das nicht von der VZ-Gruppe betrieben wird oder autorisiert wurde) befürchtet, dass <strong>die Vorgaben des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) kommerzielle Webangebote, die sich an Kinder und Jugendliche richten, in den Ruin führen werden</strong>. Der JMStV regt eine &#8220;freiwillige&#8221; Kennzeichung nach Alterstufen an, wobei nicht gekennzeichnete Angebote automatisch eine Freigabe ab 18 Jahre erhalten sollen. <em>VZlog</em> kritisiert:  &#8220;schülerVZ müsste jedes Foto, jeden Textbeitrag und jeden Link daraufhin überprüfen, ob alles den Kriterien für “ab 12 Jahre” entspricht, was bei den unglaublich großen Mengen an Inhalten nicht zu leisten ist. [...] Wenn im Januar 2011 die Informationen über die Filteroption an alle Internetkunden in Deutschland verschickt werden und gleichzeitig jugendschutz.net eine grosse Kampagne für die neuen Möglichkeiten startet, werden hunderttausende Eltern sich dafür entscheiden, ihren Internetanschluss zu filtern. Damit würden schülerVZ und anderen Angebote für Jugendliche und Kinder ein nicht unerheblicher Anteil an Nutzern wegbrechen, <strong>einfach weil diese anstatt der gewünschten Internetseite nur das Maskottchen der Zensursuchmaschiene (sic!) FragFINN oder vergleichbares sehen.</strong>&#8221;</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/gutjahr/sets/72157623615868335/"><em>Gutjahr /Flickr </em></a></p>
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		<title>Trends im Online Journalismus 2.0</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim jährlich stattfindenden ARD/ZDF Online-Workshop habe ich heute im Saal der Deutschen Welle in Bonn eine Keynote über &#8220;Trends im Online Journalismus 2.0&#8243; gehalten. Den Vortrag habe auch ich bei Slideshare unter einer Creative Commons Lizenz eingestellt. Trends Im Online Journalismus 2.0 View more presentations from Ulrike Langer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Beim jährlich stattfindenden ARD/ZDF Online-Workshop habe ich heute im Saal der Deutschen Welle in Bonn eine Keynote über &#8220;Trends im Online Journalismus 2.0&#8243; gehalten. Den Vortrag habe auch ich bei Slideshare unter einer Creative Commons Lizenz eingestellt.</p>
<div id="__ss_2358325" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" title="Trends Im Online Journalismus 2.0" href="http://www.slideshare.net/medialdigital/trends-im-online-journalismus-20">Trends Im Online Journalismus 2.0</a><object style="margin:0px" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=trendsimonline-journalismus2-0-091027104830-phpapp01&amp;rel=0&amp;stripped_title=trends-im-online-journalismus-20" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin:0px" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=trendsimonline-journalismus2-0-091027104830-phpapp01&amp;rel=0&amp;stripped_title=trends-im-online-journalismus-20" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/medialdigital">Ulrike Langer</a>.</div>
</div>
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		<title>Bitte einbetten!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 11:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rupert Murdoch und Springer-Chef Matthias Döpfner fordern das Ende der &#8220;Gratis-Kultur&#8221; im Web und wollen sogar das Verlinken auf ihre Webseiten kosterpflichtig machen. Da mutet es fast wie ein Anachronismus an, dass manche Medien genau den umgekehrten Weg gehen und die Mitnahme von Inhalten auf fremde Webseiten nicht nur erlauben, sondern ausdrücklich fördern. &#8220;Bitte einbetten!&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/740ed0b31bf3443dbb3c91ea3b025039" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://medialdigital.de/wp-content/embed-this-post.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1095" title="embed this post" src="http://medialdigital.de/wp-content/embed-this-post.jpg" alt="embed this post" width="434" height="129" /></a></p>
<p>Rupert Murdoch und Springer-Chef Matthias Döpfner fordern das Ende der &#8220;Gratis-Kultur&#8221; im Web und wollen sogar das Verlinken auf ihre Webseiten kosterpflichtig machen. Da mutet es fast wie ein Anachronismus an, dass manche Medien genau den umgekehrten Weg gehen und die Mitnahme von Inhalten auf fremde Webseiten nicht nur erlauben, sondern ausdrücklich fördern.</p>
<p>&#8220;Bitte einbetten!&#8221; heißt es seit Neuestem zum Beispiel unter den Texten des <a href="http://www.businessinsider.com"><em><strong>Business Insider</strong></em></a> (TBI) , in der Webszene vor allem bekannt wegen seines Blogs <em>Silicon Alley Insider</em> (via <a href="http://mediatransparent.com/2009/08/23/anybody-can-become-a-media-hub-with-new-content-distribution-models/"><em>Media Transparent)</em></a>. Die Webplattform aus dem US-Bundesstaat Delaware hat dafür ein Widget gebaut, dass es Webseitenbetreibern und Bloggern ermöglicht, TBI-Texte kostenfrei und in voller Länge aber ohne Bilder auf fremden Webseiten in zwei verschiedenen Wunschgrößen einzubetten. (Man braucht zum Einbetten ein iframe-Plugin). Ein Widget mit dem heutigen Bericht &#8220;Microsoft Replaces Black Man With White Man In Photo&#8221; sieht dann zum Beispiel so aus:</p>
<div class="iframe-wrapper">
  <iframe src="http://www.businessinsider.com/embed?id=4a95834c2751ef1d26631bc4&amp;amp;width=400&amp;amp;height=430" frameborder="0" style="height:430px;width:400px;">Please upgrade your browser</iframe>
</div>
<p>Dies ist das exakte Gegenteil des momentan von viele Verlagen angegestreben Modell, bisher kostenfreie Inhalte hinter einer Bezahlschranke (Paid Content) zu verstecken.</p>
<h3><strong>Was hat <em>Business Insider</em> davon? </strong></h3>
<p>In puncto Aufmerksamkeit sicherlich eine Menge, denn der Text wird im gebrandeten Kasten dargestellt. Dadurch ist garantiert, dass die Quelle immer sofort ins Auge springt. Beim reinen Zitieren und Verlinken ist der Absender oft weniger weniger gut erkennbar. Außerdem kann jeder Besucher meines Blogs jetzt von dieser URL aus ebenfalls den Text im Widget übernehmen. Wäre es ein klasse Text (es ist aber nur ein beliebiges Beispiel), wäre das eine gute Methode, um gebrandeten Business Insider Inhalt möglichst schnell und unkompliziert im Web zu verbreiten. So tritt das Medium zwar einerseits hinter die Inhalte zurück &#8211; man muss nicht mehr die <em>Business Insider</em> Webseite besuchen, um dessen Inhalte zu finden. Andererseits kann die Marke <em>Business Insider </em>dadurch viel bekannter werden, weil sie unabhängig von eigenen Webplattformen überall im Netz auftauchen und gefunden werden kann.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Bildwidget.jpg"><img class="alignleft size-large wp-image-1097" title="Bildwidget" src="http://medialdigital.de/wp-content/Bildwidget-300x260.jpg" alt="Bildwidget" width="300" height="260" /></a>Das hat auch <em>Bild.de</em> erkannt und bietet seit Mitte Mai 2009 unter dem Motto <strong><a href="http://www.bild.de/BILD/services/bild-dir-dein-bild-de/widget-generator.html">”Bild Dir Dein Bild.de&#8221;</a></strong> Widgets in nur drei Schritten zum Einbetten an. Bei <em>Bild </em>muss nicht einmal HTML-Code kopiert und angepasst werden, was wohl der richtige Weg ist, um nicht nur Techies zu erreichen (die auch sicher nicht die vorrangige Zielgruppe für eingebetteten <em>Bild</em>-Content sind). Bei Bild.de habe ich heute gefragt, wie oft dieses Widget bisher schon abgerufen wurde. Dazu wollte die Pressestelle aber heute noch keine Auskunft geben. Positiv auffällig ist jedenfalls, dass der Vorstoss der Konzernspitze, Verlagen notfalls per politischem Dekret (Leistungsschutzabgabe) merh Einnahmen zu verschaffen, die Kreativ- und Marketingabteilungen nicht daran hindert, parallel dazu auch mit neuen Formen von Gratis-Contentverbreitung zu experimentieren.</p>
<h3><strong>Und wie wird daraus ein Geschäftsmodell?</strong></h3>
<p>Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der <em>Guardian</em> liefert beispielsweise Werbung mit seinen Inhalten aus. Seit März 2009 bietet der <em>Guardian</em> Texte und Daten über seine Schnittstelle <a href="http://www.guardian.co.uk/open-platform"><strong>Open Platform</strong></a> an. Wer sie einbetten will, muss dem Werbenetzwerk des <em>Guardian</em> beitreten, verdient aber auch mit an der angeklickten Werbung. Der <em>Guardian</em> kann auf diese Weise sein Werbenetzwerk weit über seine eigenen Webseiten hinaus vergrößern. Manche Arten von kommerzieller Nutzung sind außerdem gebührenpflichtig.</p>
<p>Auch bei der <em>New York Times</em> können Webseitenbetreiber <strong><a href="http://developer.nytimes.com/docs/times_newswire_api">über eine offene Schnittstelle</a></strong> Daten und Inhalte aus allen möglichen Bereichen per Widget einbetten: z.B. die Artikelsuche in allen 2,8 Millionen seit  1981 verfügbaren Beiträgen, die Bestseller-Suche, Daten zur Wahlkampagnen-Finanzierung, Kinokritiken oder den Times Newswire Service, mit der zum Beispiel Facebook-Websites oder Blogs zum <em>NYT</em>-Newsticker werden können.</p>
<p>Dies ist ein großer Schritt auf dem Weg, dem Mediennutzungsverhalten junger und webversierter Nutzer gerecht zu werden, die einen großen Teil ihrer Medienzeit im sozialen Netz &#8211; bei YouTube, Facebook, MySpace, Twitter und Co. verbringen. Um diese Nutzer zu erreichen, kommt es nicht mehr darauf an, Leser auf die eigene Webseite zu ziehen und durch möglichst wenige Links nach außen im eigenen Gehege festzuhalten. Zwar möchte am jede Nachrichtenplattform am liebsten die Startseite im Browser eines möglichst großen Nutzerkreises sein, doch das schaffen höchstens <em>Spiegel Online </em>und <em>Bild.de</em>. Die anderen Newssites landen oft nicht einmal im <strong>relevant set</strong>, d.h. den täglich von einem Webnutzer gezielt per URL angesteuerten Seiten.</p>
<p>Zum Trost: Das ist auch zunehmend unwichtig. Wichtig ist es, den Lesern die Inhalte sozusagen &#8220;frei Haus&#8221; an die wenigen Orte zu liefern, an denen sie sich bevorzugt und lange aufhalten. Schon vor über einem Jahr <a href="http://www.nytimes.com/2008/03/27/us/politics/27voters.html?_r=1">zitierte die <em>New York Times</em></a> die inzwischen oft kolportierte Aussage einer amerikanischen Studentin, die an einer Focus-Group-Befragung teilgenommen hatte: &#8220;If the news is that important, it will find me.&#8221;</p>
<p>Eine <em>New York Times</em>, die es z.B. als Widget ins Facebook-Profil einer 20jährigen Studentin geschafft hat, ist in ihrem &#8220;relevant set&#8221; angekommen &#8211; deutlich sichtbar für alle ihre Freunde und Kontakte. Ein bessere Werbung für die Marke <em>NYT</em> in einer Zielgruppe, die kaum noch Zeitung liest, kann es kaum geben.</p>
<p><em>Was halten Sie von den Versuchen von Medien, nicht über Paid Content unmittelbar Einnahmen zu erzielen, sondern über das Verschenken von Inhalten (z.B. per Widgets) eine Marke zu werden, die man dann monetarisieren kann? Über anregende Kommentare freue ich mich sehr!</em></p>
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		<title>Sascha Lobo: ”Umarmt das Neue&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 08:53:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitungszukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Ende März traf ich Sascha Lobo für ein dreistündiges Interview im Berliner Café Liebling. Wir sprachen über die Notwendigkeit für Verlage, digitale Innovationen als Chance zu begreifen, über die Instrumente des Web 2.0 in der Politik und im Wahlkampf, über die Bedeutung digitaler Bildung, über Lobo als Meister der Selbstvermarktung und vieles mehr. Mein Interview [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Sascha_Lobo.jpg"></a><img class="alignleft size-large wp-image-881" title="Sascha_Lobo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Sascha_Lobo-225x164.jpg" alt="Sascha_Lobo" />Ende März traf ich Sascha Lobo für ein dreistündiges Interview im Berliner Café Liebling. Wir sprachen über die Notwendigkeit für Verlage, digitale Innovationen als Chance zu begreifen, über die Instrumente des Web 2.0 in der Politik und im Wahlkampf, über die Bedeutung digitaler Bildung, über Lobo als Meister der Selbstvermarktung und vieles mehr.</p>
<p>Mein Interview ist zunächst im gedruckten mediummagazin erschienen (erster Teil), mit dem zweiten Teil frei online. Ab sofort ist das gesamte Interview frei online lesbar, und zwar mit Klick auf diese Links:</p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/?page_id=4218"><strong>Interview Teil 1</strong></a></p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/umarmt-das-neue-2/"><strong>Interview Teil 2</strong></a></p>
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		<item>
		<title>Global Media Forum: 10 Strategien für den Journalismus 2.0</title>
		<link>http://medialdigital.de/2009/06/03/global-media-forum-10-strategien-fur-den-journalismus-2-0/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 10:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge und Präsentationen]]></category>
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		<description><![CDATA[switch to the English version Beim diesjährigen Global Media Forum der Deutschen Welle gibt es am Donnerstag, 4. Juni, als Special Event das Symposium &#8220;Re-Inventing Journalism? Journalistic Training in the Social Media Age&#8221;. Dort diskutiere ich auf dem Podium u.a. mit Kevin Anderson (Blog Editor des Guardian) und mit Marcus Bösch von der DW. Social [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/0651485258084cc9b27b9b5809546f92" alt="" width="1" height="1" /><img class="aligncenter size-full wp-image-622" title="GlobalMediaForumLogo" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/globalmediaforumlogo.jpg" alt="GlobalMediaForumLogo" width="500" height="300" /></p>
<p><a href="http://medialdigital.wordpress.com/2009/06/04/global-media-forum-10-strategies-for-a-journalism-2-0/"><strong> switch to the English version</strong><br />
</a> Beim diesjährigen Global Media Forum der Deutschen Welle gibt es am Donnerstag, 4. Juni, als Special Event das Symposium <a href="http://www.dw-gmf.de/start/1981.php"><strong>&#8220;Re-Inventing Journalism? Journalistic Training in the Social Media Age&#8221;</strong></a>. Dort diskutiere ich auf dem Podium u.a. mit Kevin Anderson (Blog Editor des <em>Guardian)</em> und mit Marcus Bösch von der DW.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4951214&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4951214&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/4951214">Social Media and Journalism</a> from <a href="http://vimeo.com/user1839328">dw akademie</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Beim Call for Papers habe ich auf englisch<strong> &#8220;10 Journalistic Strategies for Competing in the Web 2.0&#8243;</strong> eingereicht, die ich hier auf Deutsch zur Diskussion stellen möchte. Ich freue mich über gute Anregungen für das Symposium in den Kommentaren!</p>
<h2>10 Strategien für den Journalismus 2.0</h2>
<h3>1. Diskussion ermöglichen</h3>
<p>Journalismus 1.0 druckt eine fertige Geschichte oder stellt sie ins Netz. Dann dürfen die Leser in einem abgetrennten Bereich &#8211; manchmal, aber nicht immer &#8211; kommentieren. Der Autor schaltet sich in der Regel nicht in die Diskussion ein, die Redaktion höchstens, um umpassende Kommentare zu löschen. Journalismus 2.0 ist anders: Ein Beitrag ist nicht in dem Moment fertig, wo er veröffentlicht wird. Autoren sind gefordert, mitzudiskutieren. Nutzerkommentare müssen ein gleichwertiger Teil der Veröffentlichung werden, wobei aus einem Zeitpunkt ein Prozess wird. Außerdem müssen die Kommentare raus aus den Ghettos und prominent neben den dazu gehörigen Beiträgen platziert werden.</p>
<p>Die kanadische Zeitung <strong><em>Toronto Globe &amp; Mail </em></strong>entwickelt sich konsequent in diese Richtung. <a href="http://www.theglobeandmail.com/blogs/ingram-2_0/weve-got-new-community-features/article1148570/"><strong>Communities Redakteur Matthew Ingram schreibt dazu in seinem Blog</strong></a>:</p>
<blockquote><p><em>Over the next few weeks and months, we will be adding new community features as well, including forums and groups, which will allow you to have a focused discussion around a specific issue, rather than having to do that through comments on a particular news story. In some cases, we may close comments on a story but open a forum where readers can discuss a contentious issue in a more closely moderated environment.</em></p>
<p><em>I am also working hard to convince our writers of the benefits of responding to comments, and interacting with readers. I can assure you that we don&#8217;t see comments as simply a &#8220;ghetto that will drive page views.&#8221; I will say that one of the easiest ways to convince writers that your comments are worth responding to is to say something intelligent (it doesn&#8217;t necessarily have to be in agreement).</em></p></blockquote>
<h3>2. In der Link-Ökonomie müssen journalistische Plattformen öffentlicher Gesprächsstoff sein</h3>
<p>Webplattformen von Medienhäusern dürfen sich nicht hinter Bezahlschranken verstecken. Sie müssen sich öffnen, um gefunden zu werden. In der Link-Ökonomie, wie sie der New Yorker Medienprofessor und Autor Jeff Jarvis (”Was würde Google tun?&#8221;) beschreibt, sind Medien-Websites um so wertvoller, um so mehr sie mit dem Rest der Onlinewelt vernetzt sind. Isoliert hinter Pay-Walls, hinter denen sie nicht gefunden, nicht verlinkt und nicht weiterempfohlen werden können, verlieren die Inhalte an Wert. Sie sind der öffentlichen Diskussion entzogen. Die <em>New York Times </em>hat das erkannt und hat die Bezahlschranke vor ihrem Angebot ”Times Select&#8221; 2007 wieder aufgehoben. Seitdem ist der Traffic auf der <em>NYT</em>-Website um 40 Prozent gestiegen und die erhöhten Werbeeinnahmen haben die Gebührenverluste mehr als wettgemacht.</p>
<p>Die Bedeutung von Links kann gar nicht überschätzt werden: Das Marktforschungsunternehmen Hitwise hat für Großbritannien analysiert, dass zehn Prozent aller Links von Twitter auf Zeitungswebseiten führen.  Da Nutzerzahlen von Twitter in Europa noch gering sind, ist das erst 0,3 Prozent des Gesamttraffics. Links von Facebook auf Verlagsseiten machen in GB aber schon 3,3 Prozent des Traffics aus &#8211; doppelt soviel wie von Google. (Mehr dazu bei <a href="http://www.techfieber.de/2009/05/20/traffic-treiber-facebook-und-twitter-pushen-nachrichtenseiten-google-news-abgehangt/"><strong>Techfieber</strong></a>).</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-631" title="timeswidget" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/timeswidget.jpg" alt="timeswidget" width="500" height="470" /></p>
<h3><strong> </strong>3. APIs: Journalismus muss dort sein, wo die Nutzer sind</h3>
<p>Der <em><strong>Guardian</strong></em>, die <em><strong>New York Times, </strong></em><strong>National Public Radio</strong><em><strong> </strong></em>(USA) und die<em><strong> </strong></em><strong>BBC </strong>ermöglichen ihren Nutzern, Inhalte ”mitzunehmen&#8221; und auf ihren eigenen Webseiten (oder wo auch immer sie wollen) einzubetten, z.B. in Form von Widgets. Die NYT hat im Februar 2009 eine offene Schnittstelle alias API (Application Programming Interface) angekündigt, mit der alle seit 1981 verfügbaren Beitraäge &#8211; über 2,8 Millionen (!) &#8211; im Web transportabel sind. Und zwar in Gänze, nicht nur als kurze Zitatschnipsel. Die Schnittstelle enthält 28 verschiedene Suchfelder und aktualisiert stündlich frischen Content. Nutzer können so zum Beispiel ihre Facebook-Website oder ihren Blog zum NYT-Newsticker machen.</p>
<p>Für <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/nytimes_exposes_huge_api.php"><strong>ReadWriteWeb</strong></a> ist das ein entscheidender Schritt:</p>
<blockquote><p><em>This is a big deal. A strong press organ with open data is to the rest of the web what basic newspaper delivery was to otherwise remote communities in another period of history. It&#8217;s a transformation moment towards interconnectedness and away from isolation. A quality API could throw the doors wide open to a future where &#8220;newspapers&#8221; are important again.</em></p>
<p><em>What does that mean? It means that sites around the web will be able to add dynamic links to New York Times articles, or excerpts from those articles, to pages on their own sites. The ability to enrich other content with high quality Times supplementary content is a powerful prospect.</em></p></blockquote>
<h3><strong>4. Journalistische Plattformen sollten multimediale Erzählformen und die Kreativität der Nutzer fördern</strong></h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-623" title="Guardian" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/guardian.jpg?w=194" alt="Guardian" width="194" height="300" />Der <em><strong>Guardian</strong></em> hat die gesamten verfügbaren Daten zum Spesenskandal der britischen Unterhaus-Abgeordneten (Wer hat welche Steuernachlässe in Anspruch genommen? Wer hat sie zurückgezahlt? Wer nicht?) <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2009/may/13/mps-expenses-houseofcommons"><strong>in Tabellenform aufbereitet</strong></a>. Das Erstaunliche daran ist nicht so sehr die ausgezeichnete interaktive Darstellungsform, sondern vielmehr die Offenheit und der kollaborative Charakter des Projekts, der sich in dieser Frage an die Nutzer ausdrückt:</p>
<ul>
<li>Can you do something with this data? Please post us your visualisations and mash-ups below or mail us at datastore@guardian.co.uk</li>
</ul>
<h3>5. Tue, was Du am besten kannst, und verlinke zum Rest</h3>
<p>Jahrelang ist Online-Journalisten beigebracht worden, bloß nicht nach draußen zur Konkurrenz zu verlinken. Sie sollten umdenken. <a href="http://www.buzzmachine.com/2008/06/02/the-ethic-of-the-link-layer-on-news/"><strong>Laut Jeff Jarvis gebiert die &#8220;Kultur des Verlinkens&#8221; nicht weniger als eine &#8220;neue Nachrichtenarchitektur&#8221;</strong></a>:</p>
<blockquote><p><em>This leads to a new Golden Rule of Links in journalism — link unto others’ good stuff as you would have them link unto your good stuff. This emerges from blogging etiquette but is exactly contrary to the old, competitive ways of news organizations: wasting now-precious resources matching competitors’ stories so you could say you’d done it yourself. That must change.</em></p></blockquote>
<p>Journalistische Webseiten sollten sich nach Jarvis&#8217;s Leitsatz &#8220;Do what you do best and link to the rest&#8221; auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und diese Kompetenzen auch bei den Wettbewerbern anerkennen. Nutzern, denen Mehrwert in Form von guten Links geboten wird, kehren um so lieber zurück.</p>
<p>Blogs mit ihrer liberalen Verlinkungskultur und dem bereitwilligen Anerkennen anderer guter Blogs in der Blogroll  können hier als Vorbilder dienen. Doch auch manche Medien erkennen inzwischen, dass ”Link-Karma&#8221; in beide Richtungen wirkt.</p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li><em><strong><a href="http://www.propublica.org/">ProPublica</a></strong></em>, eine unabhängige nicht-kommerzielle Redaktion, die seit Juni 2008 Themen des Gemeinwohls investigativ <img class="alignright size-medium wp-image-634" title="propublica" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/propublica.jpg?w=297" alt="propublica" width="297" height="300" />recherchiert, linkt in ihrer Rubrik ”Breaking<em> </em>on the Web&#8221; nach draußen. ProPublica wird von Paul Steiger, (ex <em>Wall Street Journal und </em>Stephen Engelberg (ex <em>The Oregonian</em> und<em> New York Times) </em>geleitet.</li>
<li>Die <em><strong>Washington Post</strong> </em>linkt ebenfalls freizügig nach draußen, z.B. in ihren Rubriken &#8220;Required Reading&#8221; und ”Staff Picks&#8221;.</li>
</ul>
<h3>6. Multimedial denken</h3>
<p>Im Jahr 2009 muss eine Journalistenaus- und weiterbildung zwingend medienübergreifend geschehen. Ausbildungsstätten wie die Axel Springer Akademie gehen hier beispielhaft voran. Doch davon profitieren nur die wenigsten Journalisten. Vor allem Freie müssen sich mittlerweile auch mit 40 oder 50 Jahren in Eigenregie für sie eventuell ganz neue Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, um nicht in einigen Jahren von Aufträgen ausgeschlossen zu bleiben. Printjournalisten müssen lernen, Verlinkungen mit zu denken, Radiojournalisten müssen auch Bilder liefern können und Fotografen müssen auch mit der Videokamera umgehen können.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-624" title="nyt" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/nyt.jpg?w=300" alt="nyt" width="300" height="265" />Wirklich attraktiver und preiswürdiger Webcontent zeichnet sich oft dadurch aus, dass hier ein Verlag die Printgrenzen überwunden und multimediale Darstellung nicht bloß als zusätzliches schmückendes Beiwerk benutzt, sondern in Qualität investiert.</p>
<p>In diesem Zusammenhang noch einmal drei beispielhaft erstklassige US-Projekte:</p>
<ul>
<li><a href="http://lens.blogs.nytimes.com/"><strong>Der <em>New York Times</em> Fotoblog Lens </strong></a></li>
<li><strong><a href="http://www.nytimes.com/packages/html/nyregion/1-in-8-million/">One in 8 Million (multimediale <em>NYT</em>-Portraitserie)</a><br />
</strong></li>
<li><a href="http://www.boston.com/bigpicture/"><strong>Der <em>Boston Globe</em> Fotoblog </strong></a></li>
</ul>
<h3>7. Die Weisheit der Masse nutzen</h3>
<p>Medien und Bildungseinrichtungen sollten nicht nur professionelle Journalisten im Umgang mit Social Media Tools von Blogs bis Twitter schulen, sondern auch Social Media Nutzer, welche diese Techniken schon wie im Schlaf beherrschen, und Interesse an eine Kooperation haben, im Umgang mit journalistischen Gepflogenheiten von A wie Archiv bis Z wie Zitieren. Profi- und Amateur- oder Bürgerjournalisten müssen sich beim ”Crowdsourcing&#8221; (die Weisheit der Masse anzapfen) nicht als Konkurrenten begreifen, sondern können konstruktiv zusammenarbeiten. Journalisten haben in dieser Konstellation vor allem die Aufgabe, Dialoge zu moderieren und Recherchen zu begleiten.</p>
<p>Kollaborativer Journalismus per Crowdsourcing hat ein riesiges, bisher noch weitgehend ungenutztes Potenzial. Laut eMarketer haben allein in den USA mehr als 82 Millionen Menschen eigene Inhalte ins Netz gestellt, davon 21 Millionen auf Blogs &#8211; und sind somit im weitesten Sinne als Medienschaffende zu bezeichnen. Bis 2013 soll ihre Zahl auf 115 Millionen anwachsen.</p>
<p><strong>Beispiele für die Nutzung von Crowdsourcing:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.helpmeinvestigate.com"><strong>Help Me Investigate</strong></a> (im privaten Beta-Stadium) ist eine britische Plattform für investigatives Crowdsourcing. Die Rechercheanstösse kommen von Nutzern, die über die Plattform Gleichgesinnte für eine Recherche finden können, z.B: &#8220;Wieviel Geld verdient mein Krankenhaus mit Parkgebühren?&#8221; Die Mittel stammen teilweise aus dem digitalen Innovationsprojekt 4ip des Privatsenders Channel 4. Weitere Infos beim <em><a href="http://onlinejournalismblog.com/2009/06/01/whats-been-happening-with-help-me-investigate/">Online Journalism Blog</a></em></li>
<li><strong>Chicago Now </strong>(frühes Beta-Stadium)<em> </em>aggregiert Recherchen und Stories von Journalisten, Bloggern und engagierten Bürgern und vergleicht sich selbst in einem <a href="http://multimedia.tribune.com/CN/ChicagoNow.html"><strong>Promotion-Video</strong></a> mit einer ”Mischung aus <em>Huffington Pos</em>t und Facebook für Chicago. Dahinter steckt die <em>Chicago Tribune.</em></li>
<li><strong>Buzzriders.com</strong><em> </em>ist ein lokales Nachrichtenprojekt des Bloggers Robert Basic (ehemals <em>Basic Thinking</em>). Basic nennt das Projekt &#8220;eine Mischung aus Twitter, Blogs, Craigslist und Social Networks&#8221;, bei dem die Nutzer ebenso das Sagen haben sollen wie professionelle Jounrnalisten. Momentan befindet sich der Initiator auf Einführungstour, um das Projekt interessierten Gemeinden und lokale Gruppierungen vorzustellen.<em> </em>Nähere Infos im <a href="http://t3n.yeebase.com/robert-basic-buzzriders-lokale-internet-revolutionieren-242369/"><strong>Interview mit </strong></a><em><a href="http://t3n.yeebase.com/robert-basic-buzzriders-lokale-internet-revolutionieren-242369/"><strong>Yeebase</strong></a>.</em></li>
<li><a href="http://www.myheimat.de"><strong>MyHeimat.de</strong></a> Ein kollaboratives lokal Nachrichtenprojekt, das vor allem in kleineren Städten aktiv ist. Manchmal etwas PR-lastig. Partnerpubikationen sind unter anderem die <em>Augsburger Allgemeine, Hannoversche Allgemeine, Neue Presse </em>und die <em>Oberhessische Presse.</em></li>
</ul>
<h3>8. Hyperlokal denken</h3>
<p>Crowdsourcing bietet die Chance, Journalismus auf kleinste lokale Einheiten herunterzubrechen und somit über das zu berichten, was die Nutzer in ihren Stadtvierteln oder Dörfern interessiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-629" title="map" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/map1.jpg" alt="map" width="499" height="444" /></p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li><strong>Are you being gouged?</strong> Der Yorker Radiosender WNYC (public radio) rief im Oktober 2007 in einem von mehreren interaktiven ”crowdsourcing experiments&#8221; seine Hörer dazu auf, den Preis für eine Tüte Milch, ein Sixpack Bier und einen Salat in ihrem Laden um die Ecke zu ermitteln und kam so innerhalb von 24 Stunden auf 800 Einträge für eine <a href="http://www.wnyc.org/shows/bl/gouge_map_beer_07.html"><strong>interaktive Preisübersicht als Karte</strong></a> &#8211; ein Rechercheaufwand, den die Handvoll Journalisten des Senders niemals hätten leisten können, 800 interessierte Bürger aber ohne weiteres.</li>
<li><a href="http://www.everyblock.com"><strong>Everyblock</strong></a> &#8211; ein Projekt finanziert von der Knight Foundation</li>
<li><a href="http://placeblogger.com"><strong>Placeblogger</strong></a> &#8211; eine lokale Blog-Aggregations-Site.</li>
<li><strong>Redaktion im Internetcafé</strong> &#8211; ein tschechisches Projekt auf lokaler Ebene, bei dem jeweils eine Redaktion im Hinterzimmer von Internetcafés arbeitet, was den freien Austausch zwischen Journalisten und Bürger ermöglicht. Das Projekt wir von der Inverstmentgruppe PPF finanziert. <a href="http://www.nytimes.com/2009/05/11/technology/internet/11iht-papers.html?_r=1&amp;ref=technology"><strong>Details in der NYT</strong></a>.</li>
</ul>
<h3>9. Spendenfinanzierten Journalismus ermöglichen</h3>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-632" title="Spotus" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/spotus.jpg?w=300" alt="Spotus" width="300" height="288" />Wer bezahlt, sucht auch die Themen aus. Bei <a href="http://spot.us"><strong>Spot.Us</strong></a> , einem Projekt des erst 27 Jahre alten Journalisten <strong>David Cohn</strong> in San Francisco, bestimmen die Nutzer mit ihren Spenden, für welche Themen und Recherchen sie bereit sind zu zahlen. Erst wenn eine Recherche finanziert ist, ziehen die Reporter los. Wenn klassische Medien die Geschichten anschließend kaufen, bekommen die Finanziers ihr Geld zurück. Cohns Projekt wird derzeit durch ein Stipendium der Knight Foundation finanziert. 23 Geschichten wurden in den ersten sechs Monaten finanziert. Cohn arbeitet eng mit der New Yorker Medienprofessor <strong>Jay Rosen</strong> und dessen <a href="http://newassignment.net/"><strong>NewAssignment.Net</strong></a> für kollaborativen Journalismus von Profis und Bürgern zusammen. <a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=187"><strong>Videointerview Cohn beim DW-Ausbildungblog lab</strong></a>.</p>
<h3>10. Neue Technologien umarmen</h3>
<p>Jede Tage werden neue Tools und Techniken erfunden, die den Journalismus 2.0 erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Gerade deutsche Journalisten nutzen sie aber oft nur zögerlich und mit großer Zeitverzögerung.</p>
<p>Beispiele:</p>
<ul>
<li>Online-Recherchen gemeinsam betreiben mit Wikis und netzbasierten Lesezeichen (delicio.us, MisterWong und Co.)</li>
<li>Mobile Reporting: Mit dem Handy Videos vor für Live-Berichte direkt auf die Website streamen</li>
<li>Video-Interviews mit einfachsten Mitteln in guter Webqualität (Flip-Kamera). Bild verkauft sogar gebrandete Flip-Kameras an seine Leserreporter &#8211; inklusive vorinstallierter Upload-Funktion zu Bild.de</li>
<li>Google Wave kann neue Maßstäbe beim kollaborativen Arbeiten an journalistischen Projekten setzen. Zum Beispiel können<img class="alignright size-full wp-image-635" title="Googlewave" src="http://medialdigital.files.wordpress.com/2009/06/googlewave.jpg" alt="Googlewave" width="258" height="170" /> mehrere Autoren gleichzeitig an Texten und Notizen schreiben. Die ersten Rezensionen habe ich meinen <a href="http://medialdigital.wordpress.com/2009/06/01/linktipps-zum-wochenstart-12/"><strong>Linktipps zum Wochenstart </strong></a>verlinkt.</li>
</ul>
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var flattr_dsc = 'switch to the English version Beim diesjährigen Global Media Forum der Deutschen Welle gibt es am Donnerstag, 4. Juni, als Special Event das Symposium &#8220;Re-Inventing Journalism? Journalistic Training in the Social Media Age&#8221;. Dort diskutiere ich auf dem Podium u.a. mit Kevin Anderson (Blog Editor des Guardian) und mit Marcus Bösch von der DW. Social [...]';
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