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	<title>Medial Digital &#187; Online-Journalismus</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Steinzeitansichten über Zukunfts-Journalismus</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 05:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Paul-Josef Raue]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es nicht so ärgerlich wäre, dass viele  Journalisten dieses ahnungslose, schludrige und an einigen Stellen auch böswillige Machwerk wohl tatsächlich für das aktuelle Standardwerk  zum Thema Journalismus halten werden, wäre es fast komisch. Ist es aber nicht.  &#8220;Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus&#8221; wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) empfohlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/29b2d45aef3f4f7c8ffbeeba9b3c6f10" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/versteinerte_Zeitung.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5369" title="versteinerte_Zeitung" src="http://medialdigital.de/wp-content/versteinerte_Zeitung.png" alt="" width="592" height="437" /></a></p>
<p>Wenn es nicht so ärgerlich wäre, dass viele  Journalisten dieses ahnungslose, schludrige und an einigen Stellen auch böswillige Machwerk wohl tatsächlich für das aktuelle Standardwerk  zum Thema Journalismus halten werden, wäre es fast komisch. Ist es aber nicht.  &#8220;Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus&#8221; wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) empfohlen und für eine &#8220;Bereitstellungspauschale&#8221; von nur 4,50 Euro verschickt. Es wird schon allein wegen des günstigen Preises sicher gerne bestellt werden. Dazu kommt der Nimbus &#8220;Standardwerk&#8221;, den die bpb auch dieser Neuauflage verleiht. (Hat dort eigentlich jemand die neuen Abschnitte  zum Online-Journalismus gelesen?)</p>
<p>Zumindest die das Netz betreffenden Passagen in diesem Buch sind nicht viel mehr als eine zusammengequirlte Melange aus abgedroschenen Sprüchen und Vorurteilen: Im Internet herrscht &#8220;Krieg&#8221; zwischen Journalisten und Bloggern. Die Fülle der vielen unwichtigen Informationen im Netz verwirrt und überfordert die Menschen. Debatten mit Nutzern im Netz sind sinnlos, weil größtenteils &#8220;Schwachsinn und Dampfplauderei&#8221; abgesondert wird. Konzentriertes Lesen ermöglichen nur Texte in der Zeitung, nicht solche im Netz. Wer als journalistischer Einsteiger bei einer Zeitung keinen Erfolg mit seinen Beiträgen hat, sollte es einfach bei einer Online-Redaktion probieren &#8211; dort kommt es auf Qualität nicht so sehr an. Und so weiter, und so fort.</p>
<p>Zu vielen haarsträubenden Thesen in diesem Lehrbuch (und zu seinem seltsamen Titel) haben  <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2012/01/29/schneiderraue-wenn-blinde-uber-farbe-schreiben/"><strong>Christian Jakubetz </strong></a>und <a href="http://www.peter-schumacher.net/blog/2012/01/27/die-bescheidwisser/"><strong>Peter Schumacher</strong></a> (Nachtrag: auch <a href="http://www.marcus-boesch.de/post/16414853110/zwischen-journalisten-und-bloggern-herrscht"><strong>Marcus Bösch</strong></a> und <a href="http://hschellk.tumblr.com/"><strong>Holger Schellkopf</strong></a>, stellv. Chefredakteur der Mittelbayerischen Zeitung) das Meiste bereits treffend gesagt. Ihre Kritiken sollte jeder (angehende) Journalist, der erwägt, das Schneider/Raue Buch zu bestellen, erst einmal lesen.</p>
<p>Darüber  hinaus  sind mir noch ein paar weitere unsinnige Aussagen in diesem Buch aufgefallen.</p>
<blockquote><p>Wer in den ersten Sätzen zum Lesen verführt, wird seinen Weg im Journalismus gehen, gleich welche Technik uns nach iPad und Web4.0 noch übarraschen wird. Er ist für alle Zeiten und alle Techniken gewappnet.</p></blockquote>
<p>Ein journalistisches Lehrbuch schreiben, kann ja so einfach sein. Während der Rest der Branche mehr oder weniger intensiv darüber nachdenkt, wie sich der Journalismus verändern wird und muss, um den digitalen Wandel zu überstehen und vielleicht sogar gestärkt daraus hervorzugehen, während an Universitäten und Journalistenschulen begonnen wird, Ausbildungsgänge zu modernisieren, damit das Gelernte auch in vier oder fünf Jahren noch anwendbar ist, haben Schneider und Raue die Geheimformel längst entdeckt: Der Einstieg muss stimmen, der kleine Rest ergibt sich von ganz alleine.</p>
<blockquote><p>Doch nebenbei ist Fernsehen im Internet nicht zu machen.  Notwendig sind eine teure Kamera nebst Mikrofon und Kopfhörer, ein  Laptop mit großem Speicherplatz, ein gutes Programm zum Schneiden des  Rohmaterials, Routine und viel Zeit.</p></blockquote>
<p>Eine teure Kamera soll also notwendig sein? Da sich Schneider bekennendermaßen <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-05/wolf-schneider-blogs"><strong>Blogs nur ausdrucken lässt</strong></a>, kennt er wahrscheinlich weder <strong>Markus Hündgen</strong> noch <strong>Marcus Bösch</strong> noch <strong>Richard Gutjahr</strong> mit ihren ebenso <a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2497"><strong>kenntisreichen</strong></a> wie <a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/04/iphone-video/"><strong>nutzwertigen</strong></a> <strong><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2484">Beiträgen</a></strong> zum Thema <a href="http://videopunks.de/pages/videopunk-manifest"><strong>Videojournalismus</strong></a>.</p>
<p>Im viel zu knappen Kapitel über <strong>Podcast</strong> ist nur die Rede davon, ob gesprochene Sätze kürzer sein müssen als geschriebene. Erläuterungen zur Technik, zu Plattformen, zur Abonnierbarkeit? Fehlanzeige. Ist ja auch unnötig, wenn Podcast laut Schneider/Raue das gleiche ist wie Radio, nur dass es im Internet anders heißt.</p>
<p>Systematisch ziehen sich grammatisch falsche Verwendungen von Worten wie Twitter, Blog oder Internet-Forum durch die Online-Passagen dieses Buches. Sie wirken wie eingestreute Begriffe aus einer Fremdsprache, derer die Autoren nicht mächtig sind.</p>
<p>Rückblickend: Warum sich so viele Fehler, sprachliche Schludrigkeiten und Vorurteile in den Abschnitt über Online-Journalismus häufen, wird eigentlich schon in der Einleitung klar:</p>
<blockquote><p>Den Online-Journalismus dagegen behandeln wir als bloße Spielart des klassischen Handwerks &#8211; nur dadurch unterschieden, dass auf dem Bildschirm noch ungeduldiger gelesen wird als in der Zeitung; die letzte Zeile eines Textes erreichen die wenigsten.</p></blockquote>
<p>Das schreiben also zwei Autoren, denen nicht nur das Thema fremd ist, sondern die sich auch offensichtlich nicht wirklich damit befassen mögen, ein paar Absätze zum Online-Journalismus mal eben mit in ein Buch , damit es in der Neuauflage auch irgendwie berücksichtigt ist. Das ist wirklich arm für ein Standardwerk.</p>
<p><strong>Offenlegungen:</strong></p>
<ol>
<li>Ich habe nicht das ganze Buch gelesen, sondern nur die Passagen, die man bei Amazon in der Digitalbuchausgabe von Rowohlt frei lesen kann. Das sind die ersten drei Kapitel (&#8220;Einleitung&#8221;, &#8220;Die journalisten&#8221; und &#8220;Online-Journalismus&#8221;). Den Rest des Buches kann ich nicht beurteilen. Die E-Book-Ausgabe mit anderem Cover kostet übrigens mit 14,99 € mehr als das Dreifache als bei der bpb.</li>
<li>Ich bin Co-Herausgeberin des Buches &#8220;Universalcode&#8221; und deshalb nicht unbefangen. Unser Buch ist ein Nonprofit-Projekt. Ich hätte allerdings auch ohne Beteiligung am &#8220;Universalcode&#8221; meinem Ärger über das Buch von Schneider/Raue Raum gegeben &#8211; das sehe ich genauso wie Christian Jakubetz.</li>
<li>Paul-Josef Raue kenne ich nicht persönlich, Wolf Schneider bin ich einmal begegnet. Das war im Januar 1993, beim traditionellen Kaminabend mit Wolf Schneider im Rahmen meines vierwöchigen Kompaktkurses für Volontäre an der Hamburger Akademie für Publizistik. Schneider hat der Abend damals mit Sicherheit ebenso wenig gefallen wie uns Volos. Wir fühlten uns von oben herab belehrt, er fand uns &#8220;aufsässig&#8221; (er benutzte tatsächlich dieses Wort), weil wir es wagten, ihm kritische Fragen zu stellen. Seitdem betrachte ich Publikationen von Wolf Schneider mit vorsorglicher Skepsis.</li>
</ol>
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		<title>Moderieren, Debattieren und Kuratieren sind elementare journalistische Aufgaben</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 13:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Thomas Mrazek hat mich für die neue Werkstatt von Netzwerk Recherche zum Stand und zur Zukunft des Journalismus im Netz interviewt. Er hat mir freundlicherweise &#8211; ebenso wie Dirk von Gehlen und Lorenz Lorenz-Meyer &#8211; erlaubt, das Interview auf meinem Blog vorab zu veröffentlichen. Gedruckt wird es Ende November unter der Überschrift „Nutzerbeteiligung ist das [...]]]></description>
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		</div>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/711d0fed765f48299916b08e8b6c8de7" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4>Thomas Mrazek hat mich für die neue Werkstatt von Netzwerk Recherche zum Stand und zur Zukunft des Journalismus im Netz interviewt. Er hat mir freundlicherweise &#8211; ebenso wie <a href="http://www.dirkvongehlen.de/index.php/netz/netzwerk-recherche-interview/">Dirk von Gehlen</a> und <a href="http://www.scarlatti.de/?p=781">Lorenz Lorenz-Meyer</a> &#8211; erlaubt, das Interview auf meinem Blog vorab zu veröffentlichen. Gedruckt wird es Ende November unter der Überschrift „Nutzerbeteiligung ist das A und O für den Qualitätsjournalismus“ zu finden sein. Einige Links habe ich hier in der Onlineversion noch nachträglich eingefügt.</h4>
<p><strong>Beschreiben Sie doch mal den aktuellen Zustand des Online-Journalismus in Deutschland aus Ihrer Warte: Wie hat sich dieses Genre entwickelt, wohin könnte es gehen; welche vielleicht eklatanten Fehlentwicklungen sind Ihnen aufgefallen?</strong></p>
<p>Wenn ich „Guardian“ und die „New York Times“ als modellhafte Beispiel dessen, was Online-Journalismus leisten kann, betrachte, dann spielen die Deutschen nicht in der gleichen Liga. Sehr gut beobachten ließ sich das Qualitätsgefälle im Juli 2010 anhand der Warlogs-Dokumente, die diese Zeitungen und der „Spiegel“ vorab bekamen. Vor allem der „Guardian“ hat die Dokumente zusätzlich zu herkömmlicher redaktioneller Berichterstattung gekonnt multimedial aufbereitet und es seinen Nutzern selbst überlassen, nach ihren eigenen Interessen punktuell tiefer in die Materie einzusteigen. Hier zeigt sich die Kompetenz, die sich der „Guardian“ bei der Aufbereitung von Daten aufgebaut hat. Spiegel Online dagegen hat offenbar nur wenige kreative Energie in die Aufbereitung des Themas stecken können, und das sieht man dem Ergebnis auch an.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/its-the-social.png"><img class="alignleft size-full wp-image-4125" title="its-the-social" src="http://medialdigital.de/wp-content/its-the-social.png" alt="" width="375" height="465" /></a>Ein generelles Hauptärgernis bei Internet-Portalen von deutschen Medienhäusern ist die mangelnde Bereitschaft, nach nach außen zu verlinken. Online-Journalismus bietet durch das simple Mittel der Verlinkung auf andere Seiten – viel einfacher als Print, Radio oder TV – die Chance, weitere Perspektiven und Meinungspluralität zuzulassen und Transparenz zu erzeugen. Aber diese Chance wird leider noch immer vertan. Mehr als 15 Jahre nach Start des World Wide Web will man immer noch nicht verstehen, das „Netz“ mit „vernetzen“ zu tun hat. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ist Online noch immer nur ein Kanal zum Hineinkippen von linearen Texten, die für Print geschrieben wurden. Neuerdings immer häufiger gepaart mit der Unsitte, zwar einzelne Begriffe mit Links zu versehen, die aber nicht zu den Originalquellen führen, sondern zu mehr oder weniger passenden eigenen Seiten. Das soll die Sichtbarkeit für Suchmaschinen erhöhen, ist aber eine Geringschätzung der eigenen Nutzer. Aber deren Kommentare, Anregungen und Kritikpunkte werden ohnehin kaum geschätzt. Dafür spricht das Wegsperren der Kommentare in eigene Ghettos, in die sich kein Redakteur verirrt. So schafft man natürlich keine konstruktive und anregende Debattenkultur sondern Sandkästen für Trolle. Eine der wenigen positiven Ausnahmen ist Zeit Online,<span style="text-decoration: line-through;"> das beim Verlinken aber leider auch keinen Deut besser ist. </span>(Anmerkung: das hat sich erfreulicherweise geändert.)<span style="text-decoration: line-through;"><br />
</span></p>
<p><strong>Im US-amerikanischen Online-Markt herrscht momentan eine „Aufbruchstimmung“ heisst es zum Beispiel in der Publikation „Digitale Metropolis“: „In unabhängigen Redaktionsbüros, Medienhochschulen und Start-ups sprudelt es von kreativer Energie.“ Gibt es auch in Deutschland Online-Projekte, die Ihnen besonders positiv aufgefallen sind?</strong></p>
<p>Die interessantesten deutschen Entwicklungen sehe ich momentan außerhalb der großen Medienhäuser. Vor allem bei freien Journalisten, die mit Leidenschaft ihren Interessen nachgehen und ihre Projekte durchziehen, auch wenn sich kein klassischer Auftraggeber dafür findet. Zum Beispiel Jens Weinreich, der sich auf eigene Kosten um rechercheintensive und wenig glamouröse Themen im Sportjournalismus kümmert, Missstände aufdeckt und sich auch als einzelner Blogger nicht einschüchtern lässt. Gleiches gilt für den <a href="http://www.regensburg-digital.de"><strong>Journalisten und Lokalblogger Stefan Aigner in Regensburg</strong></a>. Das <a href="http://www.heddesheimblog.de"><strong>Heddesheimblog</strong></a> von Hardy Prothmann könnte ein journalistisches Modell für Regionen sein, in denen die jahrelange Monopolstellung einer Zeitung den Journalismus bräsig gemacht und Verfilzungen geschaffen hat. Das Heddesheimblog funktioniert immerhin so gut, dass Hardy Prothmann jetzt schon das vierte Lokalblog unter der Dachmarke Heddesheimblog hochzieht. Es gibt auch neue journalistische Formen, die hierzulande wesentlich von freien Journalisten entwickelt werden wie die <a href="http://rufposten.de/weblog/"><strong>Audioslideshows von Matthias Eberl</strong></a> (der produziert sie seit fünf Jahren auf eigene Faust) oder von Christian Frey und Kai Schächtele (die beiden sind auf eigenes unternehmerisches Risiko zur Produktion einer <a href="http://www.wintermaerchen2010.com/"><strong>Audioslideshow-Serie zur WM</strong></a> nach Südafrika gereist). Das finde ich alles wesentlich spannender als die Frage ob die Ipad App von Verlag x auch Videos enthält oder die von Verlag y auf das Spaltenlayout verzichtet.</p>
<p><strong>Wie könnte sich Online-Journalismus in Zukunft finanzieren lassen &#8212; sowohl bei „größeren“ (etwa Focus Online) als auch bei „kleineren“ (lokaler Einmann-Blogger) Medien?</strong></p>
<p>Ich glaube nicht, dass es einen Königsweg gibt. Und ebenso wenig haben Online-Medien vor Jahren verpasst dorthin abzubiegen und stattdessen den „Geburtsfehler Gratiskultur im Internet“ etabliert. Medien haben dort gar nichts entwickelt, Internet-Inhalte waren schon vorher gratis. Wenn Online-Medien stärker vom Nutzerinteresse her denken würden, sich als kompetenter Dienstleister und Wegweiser zeigen würden, dann wären Bezahlinhalte wohl weniger ein Problem. Es ist natürlich ein Problem für Paid Content- Modelle, dass das Wesen der Nachricht flüchtig ist. Anders als Songs, die ich mir bei Blip.fm oder Last.fm oder in den 30-Sekunden-Takes bei Itunes vor dem Kauf erst einmal anhöre, weil ich sie dann nach dem Download beliebig oft hören möchte, nutzt man Nachrichtenbeiträge in der Regel nur einmal. Also müssten Medienhäuser Angebote entwickeln, sich Einzigartiges, weniger schnell Vergängliches und ausgesprochen Nutzwertiges bezahlen zu lassen, nicht aber die Nachricht, die ich ein paar Mausklicks weiter auch gratis bekomme.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/check-facts.png"><img class="alignleft size-full wp-image-4127" title="check-facts" src="http://medialdigital.de/wp-content/check-facts.png" alt="" width="375" height="267" /></a>Das greift wiederum ineinander mit der Notwendigkeit der Verlinkung. Deutsche Verlage sind sich schnell einig, wenn es darum geht, den angeblichen Contentklau von Google oder die Art der Internetauftritte von ARD und ZDF zu verdammen oder ein eigenes Leistungsschutzrecht zu fordern. Warum können sie sich nicht ebenso darauf einigen, nicht mehr voneinander (und von Bloggern!) abzuschreiben und stattdessen gegenseitig auf „Best of“-Angebote zu verlinken. Und natürlich auch auf das Beste im Netz, das außerhalb von Verlagen produziert wird. Sie würden Ihren Nutzern einen großen Dienst erweisen, und jedes einzelne Angebot wäre hochwertiger, weil es wie ein Wegweiser zu den Perlen des Journalismus im Netz funktionieren würde. Aufgrund der ganzen eingehenden Links würden die Verlagsangebote auch bei Google bessere Platzierungen in den Suchergebnissen erreichen. Die ganzen mühseligen und teuren Suchmaschinenoptimierungs-Tricksereien könnten Verlage sich und ihren Nutzern dann wohl ersparen. In einem solchen kuratierten Angebot sehe ich auch ein Paid-Content-Geschäftsmodell. Kleinere Portale und freie Journalisten sollten außerdem mutiger mit Mikropaymentsystemen wie Flattr und Kachingle experimentieren. Eine kommerzielle Seite, auf der es vor Flash-animierten Bannern oder gar Pop-Up-Banner nur so wimmelt, hat sicherlich weniger Chancen, auch noch freiwillige Zahlungen zu bekommen, aber Blogger wie Stefan Niggemeier, Jens Weinreich oder Podcaster wie Tim Pritlove werden für ihren Aufwand durchaus von dankbaren Nutzern auch freiwillig entlohnt.</p>
<p><strong>Was halten Sie von der unter anderem von Jochen Wegner lancierten Feststellung, dass Journalisten zu Unternehmern werden müssten; wie könnte dies im Online-Bereich aussehen?</strong></p>
<p>Diese Feststellung kann ich nur unterschreiben. In den USA gibt es unter der Leitung von Jeff Jarvis in New York sogar schon einen eigenen Journalismuslehrgang „entrepreneurial journalism“. Dort lernen die Studenten nicht nur das journalistische Handwerk, sondern es geht auch keiner mit einem Abschluss heraus, der nicht ein eigenes Geschäftsmodell für ein eigenes journalistisches Projekt entwickelt hat. Jay Rosen in New York zieht hyperlokale Blogs mit Studenten auf und an der University of Arizona gibt es das Knight Center for Digital Media Entrepreneurship. An deutschen Journalistenschulen wird Unternehmerjournalismus bisher nicht gelehrt. Dort und in den Journalistengewerkschaften ist das Idealbild immer noch die lebenslange Redakteursstelle mit Tarifvertrag.</p>
<p>Einige Unternehmerjournalisten habe ich eben schon erwähnt, mich selbst zähle ich auch dazu. Mein Bestreben ist es, wirtschaftlich unabhängiger von Verlagen zu werden. Ich arbeite mit einigen Fachzeitschriften auf regelmäßiger Basis sehr gut zusammen, das soll auch so bleiben. Aber ich mache mir nichts vor: In keinem anderen Mediensegment gibt es höhere Anzeigenrückgänge, nichts ist also für die nächsten fünf oder zehn Jahre sicher. Mit meinem eigenen Blog und meiner Präsenz im sozialen Netz (vor allem Twitter und Facebook) versuche ich deshalb selbst zur Medienmarke zu werden. Ich bin überrascht, wie gut das funktioniert. Zwar sind meine direkten Blogeinnahmen durch Flattr, Kachingle und das Werbenetzwerk Mokono noch vernachlässigenswert. Die Google AdSense Einnahmen (AdSense Anzeigen bekommen nur Besucher, die von Google kommen, zu sehen), sind geradezu lächerlich. Aber ich spreche inzwischen mit guten Ergebnissen auch potenzielle Blogsponsoren direkt an. Und über das Blog habe ich in den letzten zwölf Monaten sehr viele – teilweise gut bis sehr gut bezahlte – öffentliche Auftritte akquiriert: Seminare, Vorträge, Podikumsdiskussionen. Wobei ich sie noch nicht einmal aktiv akquiriert habe, sondern stets kontaktiert wurde. Dieses Vorgehen setzt allerdings eine hohe Themenspezialisierung voraus und die Bereitschaft sich mit hohem Arbeitseinsatz mit an die Spitze neuer Entwicklungen zu setzen.</p>
<p><strong>Besteht nicht gerade im Online-Bereich mittlerweile die Gefahr, dass das Primat der Ökonomie den gut recherchierten Journalismus verdrängt?</strong></p>
<p>Das ist inzwischen fast schon ein Dogma, aber ich glaube das nicht. Erstens ist der gut recherchierte Journalismus natürlich ein originäre Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sich bei jährlich acht Milliarden Euro Gebühreneinnahmen um das Primat der Ökonomie keine Sorgen machen muss. Außerdem habe ich bereits skizziert, dass auch kommerzielle Medien bei entsprechender Arbeitsteilung und gegenseitiger Verlinkung ihre jeweiligen Stärken sehr viel besser zur Geltung bringen könnten. Was ich mir zusätzlich wünschen würde, wären Stiftungen nach US-Modell, die auch kurzfristig Geld für gesellschaftlich wichtige aber unterfinanzierte journalistische Projekte zur Verfügung stellen können. In Deutschland muss es bei immer gleich um das große Ganze wie „Integration“ oder „politische Kultur“ gehen. Aber eine Anschubförderung für innovative journalistische Gründerprojekte fehlt.</p>
<p><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/being-social.png"><img class="alignleft size-full wp-image-4123" title="being-social" src="http://medialdigital.de/wp-content/being-social.png" alt="" width="376" height="543" /></a>Welche Rolle spielt die Nutzerbeteiligung im Online-Journalismus jetzt und in Zukunft? Wie müssen sich Journalisten auf die Nutzerbeteiligung einstellen, wie müssen sie ihre Rolle umdefinieren? Wie kann der (Online-)Journalismus von der Nutzerbeteiligung profitieren?</strong></p>
<p>Nutzerbeteiligung ist das A und O, wenn Qualitätsjournalismus auch in Zeiten ausgedünnter Redaktionen eine Chance haben soll. Das bedeutet nicht, dass alle Redaktionen nun nach der Vorbild der „Bild“ jeden, der auf einen Handykameraauslöser drücken kann, zum Leserreporter machen sollen. Nutzerbeteiligung soll nicht Voyeurismus, sondern Expertenwissen befördern. Jeder Mensch ist Experte auf irgendeinem Gebiet, und sei es für die Straße oder den Ortsteil, in dem er schon sein Leben lang wohnt. Der „Guardian“ hat im Sommer 2009 400.000 Dokumente zum Spesenskandal der britischen Unterhaussabgeordneten ins Netz gestellt und die Bürger vor Ort um Überprüfung der Plausibilität der Daten gebeten. Mit riesigem Zuspruch. Die „Ruhr Nachrichten“ in Dortmund haben vor einem Jahr mit <a href="http://www.nahraum.de"><strong>Nahraum.de</strong></a> ein sehr interessantes Portal gestartet. Auf diesem Fotoportal können Bürger historische Fotos hochladen. Mit 30.000 Fotos ist die Redaktion in Vorleistung gegangen, inzwischen ist der Bestand dank vieler Bilder vom letzten Schützenfest, aber auch seltenen Amateuraufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg schon doppelt so hoch. Die Fotodatenbank ist nach vielen Kriterien durchsuchbar, und es sind darauf schon viele Themenanregungen für die Zeitung entstanden. Die Amateure bekommen kein Geld, der Verlag darf die Bilder kommerziell nutzen, und trotzdem machen viele Bürger gerne mit.</p>
<p>Umgekehrt müssen Journalisten von ihrem hohen Ross herunterkommen. Die Zeiten, wo im Sinne einer Einbahnstraßenkommunikation Artikel „abgeworfen“ werden, sind im Netz vorbei. Im Idealfall ist ein Artikel kein fertiges Endprodukt, sondern Ausgangspunkt einer konstruktiven Debatte mit Nutzerbeteiligung, die wieder in neue Beiträge mündet. Das funktioniert aber nur, wenn Journalisten Moderieren, Debattieren und Kuratieren nicht als lästige Zusatzaufgabe, sondern elementaren Bestandteil ihrer Arbeit begreifen. Natürlich wird es immer Trüffelschweine geben, die man besten investigativ recherchieren lässt und Edelfedern, die ihre Kolumnen nicht durchdiskutieren. Aber der Rest muss auch für die Nutzer zuständig sein. Dass eine große deutsche Online-Redaktion außerhalb normaler Geschäftszeiten – also gerade dann, wenn die Nutzer am meisten Zeit haben – die Kommentarfunktion abschaltet, das sollte es 2010 eigentlich nicht mehr geben.</p>
<p><strong>Wird die Arbeit als Online-Journalist nicht immer schwieriger etwa durch Angebote wie Wikileaks, die sozialen Netzwerke, Google, die wachsende PR-Industrie?</strong></p>
<p>Nein, sie wird dadurch einfacher. Noch nie zuvor hatten Journalisten solch umfassende Ressourcen zur Verfügung, ohne überhaupt vom Schreibtisch aufstehen zu müssen. Aber das kann natürlich nur den Einstieg und Überblick erleichtern. Viele Journalisten glauben mit Google und Wikipedia ist die Recherche fertig, aber da fängt sie erst an. Über die PR-Industrie kann ich als freie Journalistin wenig sagen. Ich habe mit Ausnahme einer Broschüre für die NRW-Landesregierung vor zwölf Jahren noch nie PR gemacht. Die wenigen PR-Aussendungen, die mich erreichen, sind oft so belanglos, dass ich sie wegklicke. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Verlockungen groß sind, in unterbesetzten Redaktionen mit chronisch niedrigen Honoraretats für freie Journalisten, zwischendurch auch mal fertige PR-Beiträge anzunehmen. Aber dazu sollte sich im Detail lieber jemand äußern, der in seiner täglichen Arbeit mit dieser Situation konfrontiert ist.</p>
<p><strong>Welche Qualifikationen sollte ein Online-Journalist angesichts des rasanten Medienwandels mitbringen, muss er in allen möglichen sozialen Netzwerken aktiv sein, welche multimedialen Techniken sollte er beherrschen? Wie sollen die journalistische Aus- und Weiterbildung auf die Herausforderungen reagieren?</strong></p>
<p>Ein Online-Journalist muss nicht alles können und muss auch nicht auf sämtlichen sozialen Plattformen präsent sein. Er sollte aber wissen, was es alles gibt und was man damit machen kann. Vieles Ausprobieren, experimentierfreudig sein, das Beste vertiefen und verfeinern. Und nie glauben, der Ist-Zustand sei ein Plateau, auf dem man sich einige Jahre ausruhen kann. Leider wird Journalismus als dauerhafter Innovationsprozess an deutschen Ausbildungsstätten nicht gelehrt: Datenjournalismus, Kuratieren von fremdem Content, Prozessjournalismus, soziale Plattformen einbeziehen, Bloggen – dass sind an den Hochschulen und Journalistenschulen alles fremde Welten. Deshalb, und weil wir mit Leidenschaft Online-Journalisten sind, werden Christian Jakubetz (Journalist und Medienberater) und Ralf Hohlfeld (Kommunikationswissenschaftler und Dozent) und ich im Frühjahr 2011 ein eigenes Buch über Online-Journalismus herausgeben. Wir wollen damit praktizieren, was wir predigen: Viele der besten deutschen Online-Journalisten werden daran mitschreiben, es wird auch eine Online-Plattform geben, wir geben es als unternehmerisches Projekt im Eigenverlag heraus und wir werden auch mit neuen Finanzierungswegen experimentieren.</p>
<p><em>Illustrationsnachweise: It&#8217;s the Social, <a href="http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2008/03/its-the-social.html">Geek and Poke</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/de/">CC-Lizenz</a> / Check facts with Google, <a href="http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2006/10/check_facts_wit.html">Geek and Poke</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/de/">CC-Lizenz</a> / I have no time, <a href="http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2008/01/i-have-no-time.html">Geek and Poke</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/de/">CC-Lizenz</a></em></p>
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		<title>Webvideo, Audioslideshow, Datenvisualisierung &#8211; einfach mal ausprobieren</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 22:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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<div style="width: 425px;"><a href="http://www.medientage.de/kongress/programm/programmdetail.html?panel=1005"><strong>&#8220;Multimedial denken &#8211; Aus der Praxis des Onlinejournalismus&#8221;</strong></a> hieß am 14. Oktober ein Diskussionspanel der Münchner Medientage. Mit mir auf dem Podium saßen der Journalist und Blogger  <a href="http://gutjahr.biz/blog/"><strong>Richard Gutjahr</strong></a>, der stellvertretende Chefredakteur von Zeit Online <a href="http://community.zeit.de/user/christoph-dowe"><strong>Christoph Dowe </strong></a>und die Journalistin <a href="http://www.fit-for-crossmedia.de/Angelika-Knop.html"><strong>Angelika Knop</strong></a> als Moderatorin. Zu Beginn der Diskussion wurde ich gebeten, anhand einiger Beispiele zu zeigen, was derzeit die Trends sind im Onlinejournalismus. Einige der Projekte, die ich vorgestellt habe, wurden von freien Journalisten ganz ohne Auftraggeber gestemmt, einige Werkzeuge sind ohne große Teams und Budgets nutzbar, viele der richtig guten Resssourcen stehen kostenlos im Netz. Natürlich nicht zufällig, sondern weil engagierte Kollegen wie z.B. Michael Prätorius sie <a href="http://www.praetorius.com/blog/194/1/9/videoworkshop_mit_spiegelei_und_spinat_-_tipps_zum_dreh_und_der_nachbearbeitung_von_webvideos.html/?t=194&amp;lang=1&amp;p=9"><strong>zum Wohle aller hineinstellen</strong></a>.</p>
<p><a href="http://www.wasmitmedien.de/2010/10/15/multimedial-denken-aus-der-praxis-des-online-journalismus/"><strong>Daniel Fiene von &#8220;Was mit Medien&#8221; hat einen Bericht über die Session geschrieben und sie außerdem aufgezeichnet (Audiofile).</strong></a></p>
<p>Nachtrag: Es gibt inzwischen auch eine <a href="http://www.medientage.de/mediathek/audio/audio_overview.html?audio=218&amp;amp;titel=multimedial"><strong>offizielle Audiofile des Veranstalters in voller Länge</strong></a>.</p>
<p>Und dies sind meine Folien:</p>
</div>
<div style="width: 425px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Medientage multimedial panel" href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/medientage-multimedial-panel">Medientage multimedial panel</a></strong><object id="__sse5446590" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=medientagemultimedial-panel-101014161428-phpapp01&amp;stripped_title=medientage-multimedial-panel&amp;userName=mauisurfer" /><param name="name" value="__sse5446590" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse5446590" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=medientagemultimedial-panel-101014161428-phpapp01&amp;stripped_title=medientage-multimedial-panel&amp;userName=mauisurfer" name="__sse5446590" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
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		<title>WeTab-Enthüllung? Wir WeDeppen schreiben einfach ab</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 11:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Berichterstattung zur neuesten Posse beim WeTab &#8211; überschwängliche Rezensionen bei Amazon von Firmenchef Helmut Hoffer von Ankershoffen über sein eigenes Produkt unter falschem Namen, aufgedeckt von Richard Gutjahr, &#8211; zeigt exemplarisch, woran der durchschnittliche Onlinejournalismus krankt: Statt auf die Originalquelle zu verlinken wird die Geschichte von den meisten Medienportalen einfach nur wiedergekaut. Eine Online-Presseschau [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/f219833d413e4c17b76c2f581d90c0d8" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4>Die Berichterstattung zur neuesten Posse beim WeTab &#8211; <strong>überschwängliche Rezensionen bei Amazon von Firmenchef Helmut Hoffer von Ankershoffen über sein eigenes Produkt unter falschem Namen, </strong><a href="http://gutjahr.biz/blog/2010/10/wedepp/"><strong>aufgedeckt von Richard Gutjahr,</strong></a> &#8211; zeigt exemplarisch, woran der durchschnittliche Onlinejournalismus krankt: Statt auf die Originalquelle zu verlinken wird die Geschichte von den meisten Medienportalen einfach nur wiedergekaut. Eine Online-Presseschau mit elf Beispielen und vier  Schulnoten: 6 mal &#8220;mangelhaft&#8221;, 1 mal &#8220;setzen, sechs!&#8221;, 3 mal &#8220;gut gemacht! und 1 mal &#8220;vorbildlich!&#8221;</h4>
<h4>1. <a href="http://www.focus.de/digital/computer/ipad-konkurrent-wetab-geschaeftsfuehrer-stolpert-ueber-fake-bewertungen_aid_558959.html">Focus Online</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Online-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3804" title="Focus-Online-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Online-Logo-75x35.png" alt="" width="75" height="35" /></a> Dieser Text könnte einer dieser typischen ins Netz gekippten Printtexte sein &#8211; ohne jegliche Verlinkung auf Originalquellen. Aber es gibt ja zwei Links. Verlinkt sind die beiden Worte &#8220;Apple&#8221; und &#8220;Amazon&#8221;, sie führen zum Portal <a href="http://www.finanzen100.de"><strong>Finanzen 100</strong></a> und zeigen den Verlauf der Aktienkurse der beiden Unternehmen. Liefern die Aktienkurse im Zusammenhang mit dieser Geschichte irgendeinen Mehrwert für den Leser? Nein. Was soll das dann? Finanzen 100 ist ebenso wie Focus Online ein Portal der Tomorow Focus AG. Halten wir fest: Die Promotion einer nicht sachdienlichen aber konzerneigenen Webseite ist wichtiger als ein Link auf die Quelle der Nachricht. Immerhin ist der Journalist und Blogger Richard Gutjahr, der den Amazon-Fake entlarvte, namentlich genannt.</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Ausriss.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3805" title="Focus-Ausriss" src="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Ausriss-300x208.png" alt="" width="300" height="208" /></a></p>
<p>2. <a href="http://www.fr-online.de/kultur/medien/eigentor-mit-eigenlob/-/1473342/4713044/-/index.html">Frankfurter Rundschau</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/FR-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3807" title="FR-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/FR-Logo-75x15.png" alt="" width="75" height="15" /></a> Die Fakten stimmen, die Geschichte ist fein nacherzählt. Aber wäre es zuviel verlangt gewesen,  zumindest bei der zweiten Nennung der Quelle &#8220;Veröffentlichung des Vorfalls im Blog von Gutjahr&#8221; einen Link auf eben jene Veröffentlichung zu setzen?</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/FR-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3809" title="FR-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/FR-Ausschnitt-300x212.png" alt="" width="300" height="212" /></a></p>
<p>3. <a href="http://www.rp-online.de/digitale/handy/Aerger-um-WeTab-weitet-sich-aus_aid_914667.html">RP Online</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/RP-Online.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3810" title="RP-Online" src="http://medialdigital.de/wp-content/RP-Online-75x28.png" alt="" width="75" height="28" /></a>Wir wissen nichts Genaues, wir haben auch nichts recherchiert, aber irgendwas müssen wir ja schreiben, wenn alle was dazu schreiben  &#8211; immerhin das kann man aus dem dürren Bericht der Onlineausgabe der Rheinischen Post herauslesen. Mit der Stellungnahme von Helmut Hoffer von Ankershoffen zitiert das Regionalportal die Onlineseite Chip.de, dabei ist diese Stellungnahme auch aus erster Hand verfügbar, z.B. auf der <a href="http://www.facebook.com/WeTab#!/WeTab?v=wall&amp;story_fbid=107772455952932"><strong>WeTab-Facebookseite</strong></a>. Dass der Ex-WeTab-Chef Rezensionen unter Pseudoym &#8220;verfasst haben soll&#8221;, ist eine sinnlos zaghafte Formulierung, wenn im gleichen Beitrag steht, dass von Ankershoffens Eingeständnis dieser Tatsache der Grund dafür ist, dass er seine Position ruhen lässt. Dass Richard Gutjahr dokumentiert hat, auf welche Klarnamen die Pseudonyme führen, ist richtig. Warum dann kein Link, um die Richtigkeit dieser Ausage zu dokumentieren?</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/RP-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3811" title="RP-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/RP-Ausschnitt-300x272.png" alt="" width="300" height="272" /></a></p>
<p>4. <a href="http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/webwelt/article10080675/WePad-WeTab-WeDepp.html">Welt Online</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Welt-Online-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3813" title="Welt-Online-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Welt-Online-Logo-75x14.png" alt="" width="75" height="14" /></a>Welt Online nennt korrekterweise Richard Gutjahrs Blogpost als Quelle, verlinkt wird aber nicht etwa die Quelle, sondern zwei Links führen von den Begriffen &#8220;WeTab&#8221; und &#8220;Apples iPad&#8221; auf ältere Veröffentlichungen bei Welt Online.</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Welt-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3814" title="Welt-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/Welt-Ausschnitt-300x159.png" alt="" width="300" height="159" /></a></p>
<p>5. <a href="http://www.n-tv.de/technik/Ankershoffen-laesst-Chefposten-ruhen-article1639911.html">n-tv.de</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/ntv-logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3815" title="ntv-logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/ntv-logo-75x26.png" alt="" width="75" height="26" /></a> Der Nachrichtensender n-tv verlinkt im Bericht auf seiner Website auf zwei weitere Berichte &#8211; bei n-tv.de und bei n-tv.de. Aus dem Blogger Richard Gutjahr werden hier im Pluralis Majestatis gleich mehrere &#8220;aufmerksame Blogger&#8221;. Aber welche bloß? Und könnte man die Webseiten dieser &#8220;aufmerksamen Blogger&#8221; nicht ebenfalls verlinken?</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/ntv-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3816" title="ntv-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/ntv-Ausschnitt-300x253.png" alt="" width="300" height="253" /></a></p>
<p>6. <a href="http://www.pcwelt.de/news/Tablet-PC-Faelschen-WeTab-Macher-Amazon-Kundenrezensionen-1033303.html">PC Welt</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/PC-Welt-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3817" title="PC-Welt-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/PC-Welt-Logo-75x20.png" alt="" width="75" height="20" /></a>Der PC Welt war es offenbar zu heikel, in ihrem Bericht auf einen Blogger als Quelle zu verlinken. Dass dieser Blogger zugleich ein namhafter Rundfunkjournalist mit einer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule und 15 Jahren Berufserfahrung ist &#8211; geschenkt. Sicherer erschien es dem Webportal da schon auf Spiegel Online als Quelle zu verlinken (immerhin ein externer Link!) Dumm nur, dass sich der Bericht bei Spiegel Online wiederum auf den Blogger Richard Gutjahr als Quelle beruft.</p>
<p>Absurd ist die Passage &#8220;Blogger wollen nun herausgefunden haben&#8221;. Das liest sich so, als ob der Bericht in Spiegel Online Anlass für die Recherche von &#8220;Bloggern&#8221; (welche denn?) war. Dabei war es genau umgekehrt: Spiegel Online griff die Recherche von Richard Gutjahr auf. Der Konjunktiv ist damit zu erklären, dass der Bericht am 4. Oktober um 14 Uhr online gestellt wurde, also einige Stunden bevor von Ankershoffen mit seinem Eingeständnis an die Öffentlichkeit ging. Ein Update gibt es bei der PC Welt auch 24 Stunden später noch nicht.</p>
<p>Halten wir fest: PC Welt berichtet aus dritter Hand, hat Probleme mit der Chronologie und Kausalität der Ereignisse und kommt mit der Aktualität nicht hinterher, schafft es aber noch, einen Verweis auf eigenen Test des WeTab unterzubringen (ohne Link).</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/PC-Welt-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3819" title="PC-Welt-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/PC-Welt-Ausschnitt-300x216.png" alt="" width="300" height="216" /></a></p>
<p>7. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ankershoffen-gesteht-WeTab-Rezension-unter-falschem-Namen-1101364.html">heise online</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/heise-logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3820" title="heise-logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/heise-logo-75x21.png" alt="" width="75" height="21" /></a>heise online berichtet knapp und nachrichtlich und verlinkt anstatt fremde Recherchen in eigenen Worten ausgiebig nachzuerzählen. Einziges Manko: Ein Deep Link auf den entsprechenden Bericht bei Richard Gutjahr wäre sinnvoller gewesen als ein Link auf seine Homepage.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/heise-ausschnitt.png"><img class="size-large wp-image-3821 aligncenter" title="heise-ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/heise-ausschnitt-300x93.png" alt="" width="300" height="93" /></a></p>
<h4 style="text-align: left;">8. <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,721229,00.html">Spiegel Online</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/SPON-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3822" title="SPON-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/SPON-Logo-75x9.png" alt="" width="75" height="9" /></a>Spiegel Online verlinkt nicht bloß eigene ältere Berichte, sondern nennt Gutjahr als Quelle und verlinkt seinen Originalblogpost. Korrekt! Und ein paar eigene Gedanke stecken in dem Bericht auch noch drin.</p>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/SPON-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3826" title="SPON-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/SPON-Ausschnitt-300x236.png" alt="" width="300" height="236" /></a></p>
<p>9. <a href="http://derstandard.at/1285199948946/WeTab-Chef-hat-Amazon-Rezensionen-gefaelscht?seite=2">Der Standard</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Standard-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3828" title="Standard-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Standard-Logo-75x20.png" alt="" width="75" height="20" /></a>Mit seiner inhaltlichen Webkompetenz und Beherrschung von Netzgepflogenheiten fällt das Portal der österreichischen Tageszeitung Der Standard immer wieder positiv auf. So auch mit diesem Bericht: kurz, knapp und korrekt. Quelle genannt, Quelle verlinkt. Alles Wesentliche wird zusammengefasst. Es gibt keine eigene Einordnung oder weiterführende Recherche, aber das ist in diesem Fall okay, denn die gibt es ja schon woanders &#8211; hinter dem Link.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Standard-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3827" title="Standard-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/Standard-Ausschnitt-300x104.png" alt="" width="300" height="104" /></a></p>
<h4><a href="http://msc.haz.de/2010/10/heist-das-so-uber-den-qualitatsjournalismus/">10. Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ.de)</a></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/HAZ-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3829" title="HAZ-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/HAZ-Logo-75x14.png" alt="" width="75" height="14" /></a>Marcus Schwarze, Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, ist nicht nur ein ausgewiesener Kenner digitaler Themen, sondern er bloggt auch für HAZ.de. Und das macht sich immer wieder positiv bemerkbar. So auch in diesem Fall. Marcus Schwarzes schreibt nicht einfach nur in eigenen Worten ab, was andere recherchiert und geschrieben haben, sondern ordnet ein, was da eigentlich passiert ist und verfasst einen Kommentar dazu. Während man alle anderen Berichte eigentlich nicht lesen muss, wenn man Richard Gutjahrs Blogpost schon kennt, kommen hier noch eigenständige Gedanken dazu. Weil Schwarze selbstverständlich auf Gutjahr verlinkt, entsteht hier vielleicht gerade eine plattformübergreifende Webdebatte.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/HAZ-Ausschnitt.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3830" title="HAZ-Ausschnitt" src="http://medialdigital.de/wp-content/HAZ-Ausschnitt-300x285.png" alt="" width="300" height="285" /></a></p>
<h4><strong>11. <a href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1286192366839.shtml">Kölnische Rundschau</a></strong></h4>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/KR-Logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3825" title="KR-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/KR-Logo-75x14.png" alt="" width="75" height="14" /></a>Und hier kommt der Joker, der absolute Knüller, der mehr über den Zustand des deutschen Onlinejournalismus aussagt als alle vorherigen Beispiele zusammen. Die Kölnische Rundschau schafft es, eine simple dpa-Meldung im Vorspann und in der Bildunterschrift so sinnentstellend wiederzugeben, dass plötzlich Richard Gutjahr der WeDepp ist. <strong> </strong></p>
<p><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/KR-neu.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3839" title="KR-neu" src="http://medialdigital.de/wp-content/KR-neu.png" alt="" width="526" height="372" /></a></strong></p>
<p><strong>Update 15 Uhr: </strong>Inzwischen hat die Kölnische Rundschau den falschen Namen in Vorspann und Bildunterschrift kommentarlos korrigiert. Dass die Redaktion nach wie vor keinen blassen Schimmer hat, wovon sie schreibt, beweist allerdings immer noch die Benennung dieses Links unter dem Beitrag (immerhin: es ist ein Link!). Hier der Screenshot:</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/KR-Link.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3842" title="KR-Link" src="http://medialdigital.de/wp-content/KR-Link.png" alt="" width="356" height="38" /></a><strong>Update 22:30 Uhr:</strong> Die Kölnische Rundschau bemüht sich um Netzetiquette: Der Linktipp mit fehlerhafter Benennung wurde kommentarlos entfernt, dafür steht unter dem Text jetzt der Hinweis: &#8220;(<em>Der Text wurde aufgrund eines Leserhinweises korrigiert. Wir bitten die Namensverwechslung zu entschuldigen. </em>)&#8221;</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
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var flattr_dsc = 'Die Berichterstattung zur neuesten Posse beim WeTab &#8211; überschwängliche Rezensionen bei Amazon von Firmenchef Helmut Hoffer von Ankershoffen über sein eigenes Produkt unter falschem Namen, aufgedeckt von Richard Gutjahr, &#8211; zeigt exemplarisch, woran der durchschnittliche Onlinejournalismus krankt: Statt auf die Originalquelle zu verlinken wird die Geschichte von den meisten Medienportalen einfach nur wiedergekaut. Eine Online-Presseschau [...]';
var flattr_tag = 'Amazon,gefakete Rezensionen,Helmut Hoffer von Ankershoffen,Online-Journalismus,Richard Gutjahr,WeDepp,WeTab';
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		<title>Trends im Onlinejournalismus: Folien meines Seminars an der RTL-Journalistenschule</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/02/23/trends-im-onlinejournalismus-folien-meines-seminars-an-der-rtl-journalistenschule/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge und Präsentationen]]></category>
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		<description><![CDATA[Seminar R T L Journalistenschule Aktualisiert View more presentations from Ulrike Langer. Update vom 6.04.2010: Die eingebettete Präsentation ist eine aktualisierte Fassung meines heutigen Seminars für die zweite Gruppe der RTL-Volontäre. Neu ist zum Beispiel die Berichterstattungswelle, die der &#8220;eingebettete Gutjahr&#8221; (erster iPad-Käufer im New Yorker Apple Flagship-Store) im sozialen Netz und auch in klassischen [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<div style="width: 425px;"><strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a title="Seminar  R T L  Journalistenschule Aktualisiert" href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/seminar-r-t-l-journalistenschule-aktualisiert">Seminar  R T L  Journalistenschule Aktualisiert</a></strong><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=seminarrtl-journalistenschule-aktualisiert-100406154212-phpapp01&amp;stripped_title=seminar-r-t-l-journalistenschule-aktualisiert" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=seminarrtl-journalistenschule-aktualisiert-100406154212-phpapp01&amp;stripped_title=seminar-r-t-l-journalistenschule-aktualisiert" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<div id="__ss_3651458" style="width: 425px;">
<div style="padding:5px 0 12px">View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer">Ulrike Langer</a>.</div>
</div>
<p><strong>Update vom 6.04.2010: </strong></p>
<p>Die eingebettete Präsentation ist eine aktualisierte Fassung meines heutigen Seminars für die zweite Gruppe der RTL-Volontäre. Neu ist zum Beispiel die Berichterstattungswelle, die der <a href="http://medialdigital.de/2010/04/04/linktipps-zum-wochenstart-das-ipad-und-was-sonst-noch-passierte/"><strong>&#8220;eingebettete Gutjahr&#8221;</strong></a> (erster iPad-Käufer im New Yorker Apple Flagship-Store) im sozialen Netz und auch in klassischen Medien auslöste. Die alte Fassung kann man aber auch noch <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/trends-im-onlinejournalismus-seminar-rtl-journalistenschule"><strong>bei Slideshare</strong></a> ansehen, herunterladen, kommentieren  etc. Auch an die heutige Gruppe vielen Dank für die rege Debatte trotz Resten von Jetlag (einwöchige Exkursion nach Washington und New York). Ihr wart klasse!</p>
<p><strong>Eintrag vom 23.02.2010: </strong></p>
<p>Ich habe gestern in der RTL-Journalistenschule in Köln ein halbtägiges Seminar zum Thema &#8220;Trends im Online-Journalismus&#8221; gegeben. Es war für die RTL-Volontäre der Auftakt zum Onlineblock ihrer Ausbildung. Dies sind die Folien dazu (natürlich ohne meine Erläuterungen und vor allem ohne die angeregte Diskussion, die sich immer wieder entspann &#8211; vielen Dank an alle Teilnehmer!) Die Präsentation umfasst neue multimediale Darstellungsformen, Beispiele, wie Medien soziale Medien einsetzen, Tools und Strategien für den Einsatz von Social Media in der journalistischen Recherche und jede Menge Links zu weiterführenden Beiträgen und Tutorials im Netz. Die Präsentation kann auch  <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/trends-im-onlinejournalismus-seminar-rtl-journalistenschule"><strong>unter diesem Link</strong></a> bei Slideshare angesehen, kommentiert, heruntergeladen oder auf anderen Webseiten eingebettet werden.</p>
<p>Beim Einbetten &#8211; nur zu nicht-kommerziellen Zwecken erlaubt &#8211; bitte fairerweise einen Link zu meinem Blog setzen!</p>
<p><strong>Achtung</strong>: Die Datei bei Slideshare ist eine <strong>Keynote-Datei</strong>, erstellt mit Apple iWorks 09. (Leider hat Slideshare die in Powerpoint umgewandelte Version völlig zerschossen, so dass ich sie löschen musste.) Die Präsentation bei Slideshare kann auch mit Windows-Rechnern angesehen und eingebettet werden. Wer sie als <strong>Powerpoint-Datei herunterladen</strong> möchte, benutzt dafür bitte <strong>diese Links</strong>: <strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule1.ppt">Teil 1</a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule2.ppt">Teil 2</a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule3.ppt">Teil 3</a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule4.ppt">Teil 4</a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule5.ppt">Teil 5</a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule6.ppt">Teil 6</a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/Social-Media-Seminar-RTL-Journalistenschule7.ppt">Teil 7</a></strong>. (7 Teile, weil die ppt-Datei zum Hochladen auf dieses Blog viel zu groß ist &#8211; sorry!)</p>
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		<title>Saufprobleme im Westen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 19:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sieht der seriöse Herr mit Brille ja nicht so aus, als ob er Saufprobleme hätte. Und wenn ich schon gefragt werde: Die Position des Pfeils in der Karte ist o.k. Ob es sich bei diesem &#8220;Beitrag&#8221; im Online-Portal von Der Westen um Kunst handelt, würde ich genauso gerne wissen wie Vera. Aber die wartet [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/westen1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2231" title="westen" src="http://medialdigital.de/wp-content/westen1.png" alt="westen" width="455" height="678" /></a></p>
<p>Eigentlich sieht der seriöse Herr mit Brille ja nicht so aus, als ob er Saufprobleme hätte. Und wenn ich schon gefragt werde: Die Position des Pfeils in der Karte ist o.k. Ob es sich bei diesem <strong><a href="http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/Saufprobleme-id2555652.html">&#8220;Beitrag&#8221;</a></strong> im Online-Portal von <em>Der Westen</em> um Kunst handelt, würde ich genauso gerne wissen wie Vera. Aber die wartet ja auch schon seit neun Stunden vergeblich auf Antwort.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/kommentare.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2230" title="kommentare" src="http://medialdigital.de/wp-content/kommentare.png" alt="kommentare" width="451" height="512" /></a></p>
<blockquote><p><em>Immer mehr Verlage streichen Arbeitsplätze, immer weniger Redakteure müssen mehr Seiten füllen. Wie kann der Lokaljournalist da noch für die Wurzeln der lebendigen Demokratie sorgen?</em></p>
<p><strong>Hombach:</strong> Qualität ist nicht gleich Quantität. Ich wundere mich über Aussagen, dass nur viele Menschen gemeinsam journalistisch hochwertig arbeiten können. Dabei sehe ich den Beruf des Journalisten als einen sehr kreativen Beruf an, etwa wie ein Opernsänger oder ein Maler. Wird die Oper besser, nur weil fünf Geiger mehr auf der Bühne sitzen? Wird das Bild des Malers besser, wenn zwei weitere mitmischen? Ich denke nicht. Tolles Schreiben ist das, womit der Journalismus punktet. Und durch Recherche, Themen und Präsenz.</p></blockquote>
<p>Auszug aus einem <a href="http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/forum-lokaljournalismus/Kreativ-wie-Opernsaenger-id2441925.html"><strong>Interview mit Bodo Hombach</strong></a>, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, erschienen in <em>Der Westen</em> am 27.01.12010.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 14.2., 13:30 Uhr:</strong> Habe die Redaktion vor einer Stunde per Twitter öffentlich auf ihr Problem aufmerksam gemacht. Es war offenbar technisch bedingt, was niemand gemerkt hatte &#8211; inzwischen ist es gelöst. Was lernen wir daraus? Die Redaktion liest zwar &#8211; zumindest an Karneval &#8211; nicht unbedingt die Kommentare unter ihren Beiträgen, reagiert aber sofort, wenn @DerWesten in einer Twittermeldung auftaucht. Twitter wird für Journalisten immer wichtiger&#8230;</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart (41)</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 17:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Why Twitter Will Endure David Carr beschreibt in der New York Times, warum sich seine anfängliche Skepsis gegenüber Twitter in Begeisterung verwandelt hat: &#8220;Nearly a year in, I’ve come to understand that the real value of the service is listening to a wired collective voice.&#8221; Sein Beitrag ist keine bloße Schwärmerei, sondern eine sachliche [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h3><a href="http://medialdigital.de/wp-content/twitter-maintenance.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-1947" title="twitter-maintenance" src="http://medialdigital.de/wp-content/twitter-maintenance-300x237.png" alt="twitter-maintenance" width="300" height="237" /></a></h3>
<h3><strong>Top-Tipp:</strong></h3>
<h2><a href="http://www.nytimes.com/2010/01/03/weekinreview/03carr.html">Why Twitter Will Endure</a></h2>
<p>David Carr beschreibt in der <em>New York Times, </em>warum sich seine anfängliche Skepsis gegenüber Twitter in Begeisterung verwandelt hat: <strong>&#8220;Nearly a year in, I’ve come to understand that the real value of the service is listening to a wired collective voice.&#8221;</strong> Sein Beitrag ist keine bloße Schwärmerei, sondern eine sachliche Analyse seines geänderten Kommukationsverhaltens mit Schlussfolgerungen, die über seine persönliche Nutzung hinausgehen.</p>
<h3><strong>Weitere Tipps:</strong></h3>
<h2><a href="http://netzwertig.com/2010/01/02/e-book-reader-smartphones-co-der-kampf-um-die-naechste-generation-digitaler-inhaltskanaele/">Der Kampf um die nächste Generation digitaler Inhaltskanäle</a></h2>
<p>Andreas Göldi macht sich bei <em>netzwertig</em> Gedanken über die neue Generation von eReadern und Tablet-PCs: &#8220;Die guten alten MP3-Player waren Zusatzgeräte zum PC, aber die neue Generation der Content-Devices steht für sich allein, basiert auf einem eigenen Ökosystem und kann darum auch neue Geschäftsmodelle eröffnen. <strong>Für die Medienbranche ist das nichts weniger als eine zweite Chance.&#8221;</strong></p>
<h2><a href="http://brainstormtech.blogs.fortune.cnn.com/2009/12/30/5-reasons-islate-will-succeedfail/">5 reasons iSlate will succeed/fail</a></h2>
<p><em>Brainstormtech </em>kontrastiert kurz und knapp zwei Expertenmeinungen. Der eine (Ben Kunz, strategischer Director der Mediaagentur Mediassociates and Autor of the Blogs <a rel="external nofollow" href="http://www.thoughtgadgets.com/" target="new">Thought Gadgets ) </a>glaubt (<a href="http://www.businessweek.com/technology/content/dec2009/tc20091229_795528.htm"><strong>hier in der Originalfassung)</strong></a>, dass Apple&#8217;s lang erwarteter Tablet PC <strong>iSlate </strong>den Markt für mobile Endgeräte <strong>revolutionieren </strong>wird.<strong> </strong>Der  andere ( Technologieberater Ernie Varitimos) rechnet mit einem <strong>Fehlschlag</strong>. Und &#8220;Mr. Gadget&#8221; Christoph Dernbach lieferst einen <a href="http://www.mr-gadget.de/tech-history/2010-01-03/alle-jahre-wieder-die-endlose-geschichte-der-geruechte-um-ein-tablet-pc-von-apple/"><strong>dazu passenden Rückblick auf die Geschichte eines acht Jahre alten Gerüchts</strong></a>.</p>
<h2><a href="http://boesch.tumblr.com/post/314613263/dieses-slow-media-manifest">Dieses Slow Media Manifest</a></h2>
<p>Marcus Bösch kritisiert das <a href="http://www.slow-media.net/manifest/"><strong>&#8220;Slow Media Manifest&#8221;</strong></a>, dass einen Aufbruch nur simuliere. (Mich hat es an ein Thesenpapier für Leute mit zuwenig Zeit und Muße für das Slow Medium &#8220;Payback&#8221; von Schirrmacher erinnert). Interessant finde ich vor allem Bösch&#8217;s Schlusssatz, mit dem er <a href="http://networkcultures.org/wpmu/geert/%C2%BBschluss-mit-dem-kulturpessimismus%C2%AB-iz3w-interview-in-german/"><strong>Geert Lovink zitiert</strong></a>: <em><em>&#8220;<strong>Es wird, auf Dauer, immer unwichtiger, was wir im langweiligen Nordwesten Europas von der ganzen Internetentwicklung halten.</strong> Klar ist Europa ein wichtiger Markt, aber entwickeln wir grundlegende und subversive Ideen, die die Netze in eine andere Entwicklung steuern? Kaum. Wir benutzen das Potential nicht, wir sind alle brave KonsumentInnen und late adapter.&#8221; </em></em></p>
<h2><a href="http://www.masternewmedia.org/free-or-paid-content-the-best-2009-articles-and-reports-from-masternewmedia/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Robin-Good-Latest-News+%28Robin+Good%27s+Latest+News%29&amp;utm_content=Google+Reader/">Free Or Paid Content: The Best 2009 Articles And Reports From MasterNewMedia</a></h2>
<p>Eine kommentierte anglo-amerikanische <strong>Linksammlung</strong> zu wegweisenden Texten und Videobeiträgen zum Thema <strong>Paid Content </strong>aus dem Jahr 2009.</p>
<h2><a href="http://bighow.com/journalism">The Bighow Online Journalism Handbook</a></h2>
<p>Eine umfassende (aber leider nicht kommentierte) anglo-amerikanische <strong>Linksammlung zu Ressourcen zum Online-Journalismus</strong>, Multimedia-&#8221;How to&#8221;-Anleitungen und zur Zukunft des Journalismus.</p>
<h2><a href="http://www.onlineuniversities.com/blog/2009/12/intelligent-viewing-100-most-informative-video-collections-on-the-web/">Intelligent Viewing: 100 most Informative Video Collections on the Web</a></h2>
<p>Und noch eine anglo-amerikanische Linkliste. Die geballte Häufung nützlicher Zusammenstellungen muss am Revisions- und Aufräumtrieb rund um den Jahreswechsel liegen. In diesem Sinne: <strong>Frohes Neues Jahr!</strong></p>
<h2><strong><span style="font-family: Arial; font-size: x-large;"><br />
</span></strong></h2>
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