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	<title>Medial Digital &#187; Paid Content</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Die Roboterjournalisten kommen</title>
		<link>http://medialdigital.de/2012/04/26/linktipps-vom-pazifik-die-roboterjournalisten-kommen/</link>
		<comments>http://medialdigital.de/2012/04/26/linktipps-vom-pazifik-die-roboterjournalisten-kommen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 20:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Can an Algorithm Write a Better News Story Than a Human Reporter? Machen schreibende Roboter Journalisten ihre Jobs streitig, oder bereichern sie den Journalismus? Die Zeitsschrift Wired portraitiert  Narrative Science, den marktführenden Anbieter journalistischer Algorithmen. Dessen Co-Gründer Kristian Hammond behauptet, &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2012/04/26/linktipps-vom-pazifik-die-roboterjournalisten-kommen/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Roboterjournalismus.jpg?resize=518%2C389"><img class="aligncenter size-full wp-image-5489" title="Roboterjournalismus" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Roboterjournalismus.jpg?resize=518%2C389" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<h4><a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2012/04/can-an-algorithm-write-a-better-news-story-than-a-human-reporter/all/1">Can an Algorithm Write a Better News Story Than a Human Reporter?</a></h4>
<p>Machen schreibende Roboter Journalisten ihre Jobs streitig, oder bereichern sie den Journalismus? Die Zeitsschrift Wired portraitiert  <a href="http://www.narrativescience.com"><strong>Narrative Science</strong></a>, den marktführenden Anbieter journalistischer Algorithmen. Dessen Co-Gründer <strong>Kristian Hammond</strong> behauptet, in spätestens fünf Jahren werde einer seiner Computer für einen maschinengenerierten Text den Pulitzerpreis gewinnen.</p>
<p>Weitere aktuelle und interessante Texte zu diesem Thema:</p>
<p><strong><a href="http://www.theatlantic.com/entertainment/archive/2012/04/can-the-computers-at-narrative-science-replace-paid-writers/255631/">Can the Computers at Narrative Science Replace Paid Writers? </a>(The Atlantic, James Fallows)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><a href="http://www.theatlanticwire.com/technology/2012/04/robot-journalism-still-doesnt-sound-scary/51557/">Robot Journalism Still Doesn&#8217;t Sound So Scary</a> (The Atlantic, Rebecca Greenfield)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><a href="http://gigaom.com/2012/04/25/are-robots-and-content-farms-the-future-of-the-news/">Are robots and content farms the future of the news?</a> (GigaOm, Matthew Ingram)</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><a href="http://netzwertig.com/2012/04/26/computergenerierter-journalismus-maschine-fordert-mensch-heraus/">Maschine fordert Mensch heraus</a> (netzwertig, Martin Weigert)</strong></p>
<h4><a href="http://newschallenge.tumblr.com/post/20968613548/themes-surprises-and-outliers-from-1000">Themes, surprises and outliers from 1000+ #newschallenge apps on Networks</a></h4>
<p>Die aktuelle <strong>Knight News Challenge</strong> &#8211; der wichtigste und gut dotierte amerikanische Journalismus-Innovationswettbewerb (der auch ausländischen Bewerbern offensteht) &#8211; geht in die nächste Runde. Aus über 1000 eingereichten Vorschlägen hat die Jury 52 Angebote für die Endrunde ausgewählt. Die Ausschreibung war diesmal spezifisch darauaf ausgelegt, nicht das 300. hyperlokale Blog oder die 200. Sportapp mit einer Ansschubfinanzierung zu belohnen, sondern neue Netzwerke zu fördern, die mehr aus bestehenden Angeboten machen (Stichwort: Kuratieren, Datenjournalismus, Crowdsourcing). <strong>Ryan Jacoby</strong> war in der Nominierungskommission und beschreibt die Trends der Vorschläge (s. Überschrift). Direkte Links zu allen nominierten Angeboten gibt es bei <a href="http://www.pbs.org/idealab/2012/04/52-applicants-move-to-next-round-of-knight-news-challenge115.html"><strong>Mediashift</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://pressthink.org/2012/04/rosens-trust-puzzler-what-explains-falling-confidence-in-the-press">Rosen’s Trust Puzzler: What Explains Falling Confidence in the Press?</a></h4>
<p>Der New Yorker Medienprofessor <strong>Jay Rosen</strong> wirft in seinem Blog Pressthink die Frage auf, welche Modell am besten erkärt, warum die (amerikanischen) Bürger das Vertrauen in etablierte Medien weitgehend verloren haben. Die meisten Thesen (z.B. alle Institutionen leiden unter Vertrauensverlust) verwirft er gleich selbst wieder, um bei seiner seit Jahren verfochtenen Lieblingsthese hängen zu bleiben: Das amerikanische Dogma strikter Presseneutralität (&#8220;he said &#8211; she said journalism&#8221;) sei einfach nicht mehr glaubhaft und zeitgemäß. Das Beste an diesem Beitrag sind die unfassbaren vielen und guten Kommentare.  An der anregenden Diskussion hat sich praktisch jeder beteiligt, der in der amerikanischen Medienvordenkerszene Rang und Namen hat.</p>
<h4><a href="http://blogs.reuters.com/felix-salmon/2012/04/24/could-the-nyt-make-money-from-its-scoops">Could the NYT make money from its scoops?</a></h4>
<p>Ein etwas bizarr anmutender Beitrag zur Paid-Content-Debatte, der aber in der anglo-amerikanischen Medienvordenkerszene durchaus diskutiert wird: Reuters-Blogger <strong>Felix Salmon</strong> regt an, die New York Times könne mit ihren Scoops Geld verdienen, wenn sie die exklusiven Rechercherergebnissen zunächst Wall-Street-Investoren zur Verfügung stellen würde (s. Überschriftenlink). Aktueller Anlass: Die NYT deckte einen Bestechungsskandal in Mexiko auf, in den Walmart verwickelt war. Salmons Idee birgt allerdings nicht nur den Keim möglichen  illegalen Insiderhandels. Sie könne auch dem Image der New York Times als &#8220;Newspaper of Record&#8221; schaden, <a href="http://gigaom.com/2012/04/24/should-the-nyt-charge-for-early-access-to-the-news/"><strong>argumentiert Matthew Ingram</strong></a> bei GigaOm. Unter seinem Blogbetrag hat er per Storify eine interessante Twitter-Diskussion zu diesem Thema eingebettet.</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://ingeseibel.de/?p=1851">Daniel @fiene goes TV oder: Ausflug in die mediale Zukunft</a></h4>
<p>Die Journalistin und Radioexpertin <strong>Inge Seibel </strong>portraitiert auf ihrem privaten Blog den &#8220;Was mit Medien&#8221;-Podcaster <strong>Daniel Fiene</strong>, der ab Mai Teil von <strong>Richard Gutjahrs &#8220;Rundshow&#8221; TV-Experiment</strong> sein wird:  &#8220;<a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/" target="_blank">Daniel Fiene</a>,  der &#8216;Radiotyp aus Düsseldorf&#8217; (O-Ton Daniel),  fährt mit noch vielen  offenen Fragen nach München: “Muss ich einen übergroßen  Digital-Bildungsauftrag in meinen Koffer packen? Oder reicht es, ein  gutes Beispiel zu sein? [...] Wer kennt einen Radiojournalisten, der so selbstverständlich zwischen  den Mediengattungen und den öffentlich-rechtlichen und privaten  Radioanstalten hin und her wandert wie Daniel?&#8221; Was Daniel Fiene selbst zu seinem Engagement für Gutjahrs Projekt sagt, steht in dessen privatem Blog <a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2012/04/24/fiene-das-fernsehprojekt/"><strong>my webwork</strong></a>. Für die &#8220;Rundshow&#8221;, die vom 14. Mai bis 7. Juni <span style="text-decoration: line-through;">wöchentlich</span> montags bis donnerstags im Bayerischen Fernsehen zu sehen und im Netz zu finden ist, hat der Erfinder  und Moderator Richard Gutjahr ein eigenes <a href="http://rundshow.gutjahr.biz/"><strong>Projektblog</strong></a> aufgesetzt.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2012%2F04%2F26%2Flinktipps-vom-pazifik-die-roboterjournalisten-kommen%2F&amp;title=Linktipps%20vom%20Pazifik%3A%20Die%20Roboterjournalisten%20kommen" id="wpa2a_2"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=5488&amp;md5=83590bd90cdab707350861bbaad7566c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Fernsehen, ganz neu gedacht</title>
		<link>http://medialdigital.de/2011/09/13/linktipps-vom-pazifik-fernsehen-ganz-neu-gedacht/</link>
		<comments>http://medialdigital.de/2011/09/13/linktipps-vom-pazifik-fernsehen-ganz-neu-gedacht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 05:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linktipps]]></category>
		<category><![CDATA[Neu]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
		<category><![CDATA[Boston Globe]]></category>
		<category><![CDATA[computer-generierter Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Gutjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Rundshow]]></category>
		<category><![CDATA[Social TV]]></category>
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		<description><![CDATA[Rundshow Frisch zurück aus Kalifornien stellt Richard Gutjahr sein Projekt eines social-media-integrierten Web-TV vor, mit vielen interessanten Details. Gutjahr bricht mit der Konvention, dass Fernsehen linear sein und eine feste Sendezeit haben muss. Seine Showidee ist eher eine sich fortlaufend &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2011/09/13/linktipps-vom-pazifik-fernsehen-ganz-neu-gedacht/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Rundshow-Collage.png?resize=429%2C343"><img class="aligncenter size-full wp-image-5178" title="Rundshow Collage" src="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Rundshow-Collage.png?resize=429%2C343" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></h4>
<h4><a href="http://rundshow.tv/">Rundshow</a></h4>
<p>Frisch zurück aus Kalifornien stellt <strong>Richard Gutjahr </strong>sein Projekt eines <strong>social-media-integrierten Web-TV</strong> vor, mit vielen interessanten Details. Gutjahr bricht mit der Konvention, dass Fernsehen linear sein und eine feste Sendezeit haben muss. <strong>Seine Showidee ist eher eine sich fortlaufend unter Nutzerbeteilung weiterentwickelnde Plattform.</strong> Ein schönes Detail ist die &#8220;Rundshow&#8221;-App, eine interaktive Fernbedienung zum Mitmachen über soziale Plattformen. Ganz neu ist die Idee nicht: (Gutjahr baut auf den öffentlich disktutierbaren und abstimmbaren Piloten des <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/"><strong>Elektrischer Reporter</strong></a> auf), aber in der angedachten Nutzerbeteilungen noch konsequenter.</p>
<h4><a href="http://www.nytimes.com/2011/09/11/business/computer-generated-articles-are-gaining-traction.html?_r=2&amp;pagewanted=all?src=tp">In Case You Wondered, a Real Human Wrote This Column</a></h4>
<p>Seit dem ersten halbwegs tauglichen<strong> <a href="http://infolab.northwestern.edu/projects/stats-monkey/">Versuch</a></strong>, journalistische Texte von Computer-Algorithmen schreiben zu lassen, sind zwei Jahre ins Land gegangen. Ein Beitrag in der New York Times beschreibt, wie das Start-Up <strong>Narrative Science</strong> nach über einem Jahrzehnt Forschung Sportberichte von Computern generieren lässt, deren Autorenschaft kaum noch als nicht-menschlich erkennbar ist. Sportreporter aufgepasst&#8230;</p>
<h4><a href="http://adage.com/article/mediaworks/boston-globe-website-intros-paid-readers/229731/">A Tale of Two Sites: Globe Intros New Look for Paid Readers</a></h4>
<p>Die US-Tageszeitung <strong>Boston Globe</strong> beschreitet mit ihrer Webseite ab sofort den <strong>Freemium</strong>-Weg. Kostenfrei gibt es weiterhin die bisherige recht unansehnliche Seite zu sehen, mit vielen Anzeigen und künftig ausgedünnten Inhalten. Wer mehr will, muss zahlen, hat dann aber Zugang zu einer gut designten, weitgehend anzeigenfreien und plattformübergreifenden Webseite. Details beschreibt <strong>Nat Ives</strong> bei Ad Age Mediaworks.</p>
<h4><a href="http://www.vancouversun.com/news/9-11-anniversary/Tech+tragedy+Imagining+Twitter/5379995/story.html">Tech and tragedy: Imagining 9/11 in the age of Twitter</a></h4>
<div>
<p><strong>Gillian Shaw</strong> beschreibt in der Vancouver Sun, <strong>wie 9/11 in der Medienrezeption wohl ausgesehen hätte, wenn es damals schon Twitter, Facebook und YouTube gegeben hätte</strong>. Wir hätten wahrscheinlich ein mehrtausendteiliges Puzzle verschiedenster Augen- und Ohrenzeugenberichte. Die ikonischen Bildsequenzen wären vielleicht nicht die in die Türme einschlagenden Flugzeuge, sondern etwas aus der Bodenperspektive. Die Medien hätten tausendfach abwägen müssen, welche Bilder gezeigt werden können, und die übrigen grausamen Sequenzen hätten dennoch ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden.</p>
<h4><a href="http://blog.zeit.de/open-data/2011/09/08/viele-hadern-noch-mit-der-idee-open-data/">&#8220;Viele hadern noch mit der Idee Open Data&#8221;</a></h4>
<p><strong>Lorenz Matzat</strong> gibt nach einem Jahr aus Zeitmangel sein Open Data Blog bei Zeit Online wieder auf und stellt sich zum Absschluss den Fragen von <strong>Markus Heidmeier</strong>, dem Autor des Leak-Blogs, dass mit dem Open Data Blog vereint wird und nun Data Blog heißt. (Open Data ist eine Bewegung, die sich dafür einsetzt, dass öffentiche Daten grundsätzlich für jedermann leicht zugänglich sein sollten.) Matzat zum derzeitigen <strong>Stand von Open Data in Deutschland</strong>: &#8220;Open Data ist weiterhin ein technokratisches, akademisches und meist  männlich geprägtes Thema. Die etablierte Politik wie auch die Medien  hierzulande hadern weiterhin mit dem Internet. Es wird als Bedrohung  empfunden, nicht zuletzt weil es viele Vorgänge der Politbürokratie  automatisieren kann. <strong>Damit wird so mancher Posten überflüssig und es  werden somit Machtbeziehungen nivelliert.</strong> Dass die Transparenz, die mit  Open Data einhergeht, prinzipiell in einer Demokratie geboten ist, wird  wenig gewürdigt.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/stellungnahmen-und-meinungen/social-media-redakteure-ein-neues-berufsbild.html">Liebe Fans</a></h4>
<div>Die DJV-Verbandszeitschrift <strong>Journalist </strong>beschreibt in ihrer Septemberausgabe anhand von vier Beispielen das sich neu entwickelnde <strong>Berufsbild des Social-Media-Redakteurs</strong>. Darunter Lars Wienand, Social-Media-Pionier bei der Rhein-Zeitung, und Michael Umlandt, der zunächst als einer von zwei <a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/04/zdf-twitter/"><strong>Guerilla-Twitterern</strong></a> das ZDF und die Follower an der Nase herumführte.</div>
</div>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2011%2F09%2F13%2Flinktipps-vom-pazifik-fernsehen-ganz-neu-gedacht%2F&amp;title=Linktipps%20vom%20Pazifik%3A%20Fernsehen%2C%20ganz%20neu%20gedacht" id="wpa2a_6"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=5176&amp;md5=64759c879c93957ac2eb0c2c1eae64e2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ken Doctor: &#8220;Lokalzeitungen müssen sich in der digitalen Welt neu ins Rennen bringen&#8221;</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/11/26/ken-doctor-lokalzeitungen-mussen-sich-in-der-digitalen-welt-neu-ins-rennen-bringen/</link>
		<comments>http://medialdigital.de/2010/11/26/ken-doctor-lokalzeitungen-mussen-sich-in-der-digitalen-welt-neu-ins-rennen-bringen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 20:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
				<category><![CDATA[digitale Märkte]]></category>
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		<category><![CDATA[Paywall]]></category>
		<category><![CDATA[The Daily]]></category>
		<category><![CDATA[The World After Advertising]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienanalyst Ken Doctor, als Keynote-Speaker einer der Highlights beim spannenden Kongress The World After Advertising, glaubt, dass auf den lokalen Medienmärkten noch viel unerschlossenes Potenzial steckt &#8211; sowohl journalistisch als auch wirtschaftlich. Journalisten müssten sich viel stärker auf ihre Fähigkeit &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/11/26/ken-doctor-lokalzeitungen-mussen-sich-in-der-digitalen-welt-neu-ins-rennen-bringen/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/3f8c91d462eb4bd2a32511f5312459e0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4>Medienanalyst Ken Doctor, als Keynote-Speaker einer der Highlights beim spannenden Kongress <a href="http://www.world-after-advertising.com/">The World After Advertising</a>, glaubt, dass auf den lokalen Medienmärkten noch viel unerschlossenes Potenzial steckt &#8211; sowohl journalistisch als auch wirtschaftlich. Journalisten müssten sich viel stärker auf ihre Fähigkeit konzentrieren, Relevantes von Belanglosem sowie Fakten von Fakes zu unterscheiden und die besten Inhalte aus der Region und der Nachbarschaft zu kuratieren. Auch auf dem iPad. Lokale Anzeigenverkäufer sollten integrierte &#8220;Marketing Services&#8221; statt schnöde Bannerplätze verkaufen. Dann klappt&#8217;s laut Doctor auch wieder mit den Werbeerlösen in einer &#8220;Welt nach der Werbung&#8221;.</h4>
<p><em>Diese leicht gekürzte und redigierte deutsche Abschrift des auf englisch geführten Interviews enthält mehrere kurze Videoausschnitte mit Kernaussagen von Ken Doctor. Am Ende habe ich das Video-Interview in voller Länge (23 min.) eingebettet.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Ken-Doctor.png"><img class="size-medium wp-image-4223 alignleft" title="Ken-Doctor" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Ken-Doctor.png?resize=225%2C297" alt="" data-recalc-dims="1" /></a>Ken, Ihr Buch, Ihr Blog und ihre Gastkolumne auf dem Portal Nieman Journalism Lab heißen alle &#8220;Newsonomics&#8221;. Was ist Newsonomics?</strong></em></p>
<p>&#8220;Newsonomics&#8221; ist mein Versuch, die geschäftliche Seite des Journalismus mit den Inhalten zu verknüpfen. Ich komme aus dem Journalismus und habe mich auch als Redakteur immer schon für die wirtschaftlichen Hintergründe des Journalismus interessiert. Manchmal hat mich das in Schwierigkeiten gebracht, aber rückblickend ist es natürlich gut für meine anschließende Karriere gewesen.</p>
<p>Ich glaube, dass es für uns alle, die am Wohlergehen des Journalismus interessiert sind, sehr wichtig ist, zu verstehen, wie das Geschäft funktioniert und wie Journalisten bezahlt werden &#8211; oder auch, wie nicht. Ich analysiere den Wandel der Geschäftsmodelle und welche Art von Journalismus wir daraus resultierend als Bürger und als Gesellschaft bekommen.</p>
<p><em><strong>Sie haben auch den Begriff &#8220;Das digitale Dutzend&#8221; geprägt. Wer gehört dazu und was unterscheidet die Mitglieder von anderen Medienunternehmen?</strong></em></p>
<p>Das Internet hat bereits vor einigen Jahren den Charakter von Medienunternehmen stark verändert. Eine wichtige Unterscheidung ist: Was ist lokal? Was ist überregional? In der analogen Ära waren &#8220;New York Times&#8221;, &#8220;San Francisco Chronicle&#8221; und &#8220;Dallas Morning News&#8221;  regionale Zeitungen. Inzwischen ist die &#8220;New York Times&#8221; eine weltweite Marke wie auch der &#8220;The Guardian&#8221; und &#8220;The Telegraph&#8221; aus Großbritannien. Wir brauchen keine Regionalzeitungen mehr, die uns die nationalen und internationalen Nachrichten liefern. Wir können uns diese Nachrichten auf den Internetseiten der globalen Medienmarken des &#8220;digitalen Dutzend&#8221; zusammensuchen.</p>
<p>Die globalen Medienmarken erreichen zusammen ungefähr 900 Millionen Menschen, die englisch sprechen. Diese Medien stehen ebenfalls vor großen Herausforderungen, aber sie haben auch große Chancen, weil sie sich an eine potenziell weltweite Nutzerschaft wenden können. Die Lokalzeitungen dagegen haben nur lokale Zielgruppen. Deshalb klaffen die wirtschaftlichen Grundlagen der globalen und lokalen Medien jetzt sehr weit auseinander. Die einen kämpfen um möglichst große Stücke eines riesigen Kuchens, die anderen um möglichst große Anteile der vielen kleinen Kuchen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="601" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17221967&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="601" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17221967&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17221967">Ken Doctor about big chunks of small pies</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Die Mitglieder des Digitalen Dutzend müsen also zwingend englisch publizieren, vielleicht auch chinesisch, aber jedenfalls nicht deutsch? </strong></em></p>
<p>Nicht unbedingt. Texte aus automatischer Übersetzungsoftware sind mittlerweile zu 94 oder 95 Prozent korrekt. Der Rest führt oft zu unfreiwillig komischen Ergebnissen. Ich bin mir nicht sicher, wann wir journalistische Texte aus anderen Sprachen als Englisch wirklich weltweit nutzen können. Ich bin froh, dass die Welt Englisch als globale Sprache adaptiert hat, aber die Frage ist natürlich sehr interessant für die großen Publikationen in Deutschland, Frankreich, oder in anderen Ländern.</p>
<h4>&#8220;Lokale Verlage müssen noch lernen, wie sehr sich die Welt verändert hat&#8221;</h4>
<p><em><strong>In einem <a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-20537/us-medienexperte-ken-doctor-die-mobile-revolution-ist-eine-neue-chance_aid_575000.html">Interview mit &#8220;Focus Online&#8221;</a> haben Sie das iPad &#8220;eine zweite Chance für Verlage&#8221; genannt. Aber in ihrem Blogbeitrag <a href="http://newsonomics.com/the-newsonomics-of-news-anywhere/">&#8220;The Newsonomic Of News Anywhere&#8221;</a> prognostizieren Sie, dass die Nutzer nur für wenige Apps von Medienmarken bezahlen werden. Welche Medien werden vom iPad profitieren und welche nicht? </strong></em></p>
<p>Das wissen wir noch nicht. Klar ist nur, dass die Nutzer für bestimmte Dienste bezahlen: für hochklassige Spielfilme von HBO oder Netflix oder für Nutzwertiges. Für Nachrichten werden sie wahrscheinlich nur ein oder zwei Bezahl-Apps haben wollen. Sie bezahlen vielleicht für eine lokale Medienapp, aber die Lokalpresse und auch der lokale Rundfunk reagieren sehr langsam auf diese Entwicklung. Solche lokalen Dienste auf dem iPad und anderen digitalen Ausgabegeräten müssten dann wirklich erstklassige lokale Informationen und Services liefern. Die &#8220;New York Times&#8221; und das &#8220;Wall Street Journal&#8221; haben sich darauf eingestellt: Für einen Pauschalpreis bekommt man auf vielen verschiedenen Plattformen Zugang zu ihren Angeboten. Teilweise merken sich die Dienste sogar, welchen Beitrag man zum Beispiel schon auf einem anderen Geräte gelesen hat.</p>
<p>Die lokalen Verlage müssen dagegen noch lernen, wie sehr sich die Welt verändert hat und sich noch weiterhin verändern wird. Ich war mal Chefredakteur einer Lokalzeitung in St. Paul, Minnesota. Damals waren wir für die Leser das Tor zur ganzen Welt: zu den lokalen Nachrichten, zur nationalen und internationalen Politik, zu Wirtschaft und Sport. Und täglich haben wir den Lesern vermittelt: Dies sind die vier oder fünf Geschichten aus aller Welt, die ihr unbedingt lesen müsst. Das ist nicht mehr der Fall. Stattdessen müssen lokale Medien jetzt besser werden im vermitteln lokaler Nachrichten und auch lokaler Einkaufserlebnisse. In den gedruckten Lokalzeitungen geht es ja nicht nur um Nachrichten, sondern immer auch darum, den Lesern örtliche Sonderangebote zu präsentieren. Letzteres ist auf den Internetplattformen der Lokalzeitungen völlig vernachlässigt worden. Es gibt dort nur blöde Banner, auf die keiner klickt.</p>
<p>Verlage müssen in der digitalen Welt neue lokale Wertschöpfungsmodelle entwicken. Ich glaube, dass ihnen das iPad und andere Tablet-PCs dabei helfen können. Aber sie müssen sich weiterentwickeln. Sie dürfen nicht einfach nur Printbeiträge auf das Tablet verlagern, das ist für die Nutzer digitaler Endgeräte nur von begrenztem Wert.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17220924&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17220924&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17220924">Ken Doctor about local news business models on the iPad</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Sollten die lokalen digitalen Medienangebote auch die Angebote Dritter kuratieren &#8211; zum Beispiel lokale Blogs? </strong></em></p>
<p>Sie sollten es nicht nur tun, sie sollten die Gelegenheiten geradezu umarmen. Was für eine wunderbare Chance! Redakteure filtern Informationen, das ist ihre Aufgabe, egal ob sie Inhalte aus 10, 20 oder 200 verschiedenen Quellen zusammentragen. Das Internet lässt uns teilhaben an den Berichten von sehr viel mehr Menschen. Natürlich sollen die Verlage nicht unterschiedslos alles auf ihre Webseiten stellen, was an sie herangetragen wird. Sie müssen natürlich klar kennzeichnen, welche Inhalte von ihren eigenen journalistischen Mitarbeitern stammen und welche nicht. Als Nutzer und Nachrichtenkonsumenten möchten wir doch auf die besten Inhalte zugreifen können. Das Prinzip des Kuratierens gibt uns mehr gute Inhalte, auch wenn diese nicht von Journalisten, aber von Experten auf ihren jeweiligen Gebieten stammen.</p>
<p><em><strong>Rupert Murdochs neue iPad-Zeitung &#8220;The Daily&#8221;, die in Zusammenarbeit mit Apple entsteht, will keine Inhalte kuratieren, keine Verbindungen ins Netz schaffen und völlig alleine stehen. Wie sehen Sie die Chancen?<br />
</strong></em><br />
Wir werden abwarten, wie gut diese iPad-Zeitung sein wird. Murdoch verdient Respekt dafür, ein solches Experiment zu wagen. Die Lage ist ähnlich wie beim Start von &#8220;USA Today&#8221; 1980. &#8220;USA Today&#8221; hat damals erkannt, dass es einen Bedarf für eine nationale Tageszeitung gab. Sie waren sehr innovativ in puncto Fotos, Farbdruck, Infografiken und  erstklassiger Sportberichterstattung. In der Frage des Anspruchs wollten sie von vornherein nicht mit der &#8220;New York Times&#8221; oder dem &#8220;Wall Street Journal&#8221; konkurrieren. Aber das ist 30 Jahre her.  In gewisser Weise ist Murdochs Projekt mit der &#8220;USA Today&#8221; von damals vergleichbar. Es ist noch offen, inwiefern &#8220;The Daily&#8221; einige der vielfältigen Technologien auf dem iPad umsetzt oder vielleicht doch eher wie ein Abbild einer gedruckten Zeitung daherkommt &#8211; wie leider viele Angebote. Und wird &#8220;The Daily&#8221; besser sein als das &#8220;Wall Street Journal&#8221;, als die &#8220;New York Times&#8221;, die &#8220;Huffington Post oder &#8220;The Daily Beast&#8221;? Das werden die Nutzer entscheiden. Ich glaube, &#8220;The Daily&#8221; muss eine einzigartige Ausrichtung haben und dann außerdem noch eine, die die Nutzer auch mögen.</p>
<p><em><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/World-after-Advertising.png"><img class="size-medium wp-image-4214 alignleft" title="World after Advertising" src="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/World-after-Advertising.png?resize=225%2C137" alt="" data-recalc-dims="1" /></a>Um beim Paid Content zu bleiben: Was halten Sie für erfolgversprechender: Die vollkommen geschlossene Bezahlmauer der britischen &#8220;Times&#8221; oder das zum Jahresende geplante abgestufte Bezahlmodell der &#8220;New York Times&#8221;?<br />
</strong></em><br />
Ich glaube, dass die Idee der &#8220;New York Times&#8221; intelligenter ist. Wie gut das Modell dann in der Praxis funktioniert ist eine andere Frage. Ich habe das Modell der &#8220;Financial Times&#8221; in London intensiv erforscht, das &#8220;NYT&#8221; Modell ähnelt diesem Modell stark. Die &#8220;New York Times&#8221; hat  20 Millionen Unique Visitors im Monat. Aber die meisten Nutzer haben keine intensive Beziehung zur &#8220;NYT&#8221;. Sie lesen nur einen Beitrag, den sie über einen Link gefunden haben und kommen dann vielleicht einen ganz Monat lang nicht wieder.</p>
<p>Die &#8220;NYT&#8221; will sich deshalb auf die rund fünf Prozent loyalen Markennutzer konzentieren und ihnen zusätzliche Angebote unterbreiten. Zum Beispiel den Printabonnenten die digitalen Bezahlangebote drei Monate lang zum Testen frei zur Verfügung stellen und dann einen kleinen Aufpreis zum Printabo verlangen. Die &#8220;New York Times&#8221; wird aber versuchen, die anderen 95 Prozent der Nutzer nicht zu verschrecken. Die Gelegenheitsnutzer werden von der Bezahlmauer gar nichts mitbekommen &#8211; anders als beim letzten Mal, als die &#8220;NYT das Bezahlangebot &#8220;Times Select&#8221; startete. Und anders als Murdochs &#8220;Times&#8221;, die mit ihrer starren Bezahlmauer 90 Prozent ihrer Leser und damit auch ihre digitale Zukunft verloren hat.</p>
<h4>&#8220;Verteilt Eure Inhalte, aber vergesst nicht, Eure Umsatzbeteiligung einzufordern&#8221;</h4>
<p><em><strong>Können Sie sich eine digitale Zukunft vorstellen, in der die Nutzer gar nicht für den Zugang zu einer einzelnen Medienmarke bezahlen, sondern für intelligente und elegante Filterlösungen? Zum Beispiel für eine Art Flipboard oder Pulse App, die durch das persönliche Netz gefiltert Inhalte nicht nur aus dem sozialen Netz, sondern auch von Angeboten hinter Bezahlmauern zusammenstellt? Der App-Anbieter müsste dann natürlich seinerseits an die Medienanbieter für die Zugänge zu den Inhalten bezahlen.<br />
</strong></em><br />
Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Wir stehen in diesem Prozess noch ganz am Anfang. Wir wissen zwar ziemlich gut, dass Tablets in fünf Jahren eine hohe Marktdurchdringung haben werden, aber wir wissen kaum, wie und wofür die Menschen diese Geräte nutzen werden. Aggregierende Modelle wie Flipboard, ob mit sozialen oder anderen Filtern, werden sicher zunehmen. Verlage können sich momentan nur schwer vorstellen, Teil dieser Modelle zu sein, denn in der ersten Runde der Aggregation, als ihre Inhalte bei Yahoo oder Google auftauchten, haben sie kein Geld gesehen.</p>
<p>Ich rate deshalb Verlagen, intelligent mit dieser Situation umzugehen. Verabschiedet Euch vom Portalgedanken, verteilt Eure Inhalte überall, wo es sinnvoll ist, aber vergesst nicht, Eure Umsatzbeteiligung einzufordern. Ich glaube wird das passieren, auch im Lokalen. Wir werden digitale Produkte sehen, die überregionale und lokalen Inhalte in einheitlichem Design zusammenstellen. Die Inhalte der &#8220;New York Times&#8221; erscheinen heute schon auch auf Webseiten in Dallas oder Chicago. Das könnte wie ein Flipboard aussehen oder auch ganz anders. Es wundert mich, wie wenig Experimente in diese Richtung wir bisher im ersten Jahr der Tablet-Entwicklung gesehen haben.</p>
<p><em><strong>Zurück zum Thema Werbung: In der hyperlokalen Werbung scheint noch sehr viel unerschlossenes Potenzial zu stecken, vor allem in Kombination mit mobilen Endgeräten, die den aktuellen Standort des Nutzers erkennen. Wer wird von diesem Potenzial profitieren &#8211; Google, Facebook oder regionale Verlage? </strong></em></p>
<p>Das Rennen um das Milliardenpotenzial, das in lokaler Werbung steckt, ist noch offen. Die bisherigen Methoden, um die Interessen von Werbungtreibenden und Konsumenten zusammenzubringen, sind noch unausgereift. In dieser Woche hat Google das Modell &#8220;Google Boost&#8221; angekündigt, das lokale Internetwerbung mittels Bewertungen ankurbeln soll. AOL betreibt in den USA ein hyperlokales Nachrichtennetzwerk namens Patch mit bald 500 lokalen Seiten und einem Werbenetzwerk. Aber obwohl sie lokale Anzeigenverkäufer haben, gibt es dort praktisch nur überregionale Werbung. Dies ist wahrscheinlich die dritte Generation von Anläufen in den USA, den Markt der lokalen Anzeigen im Netz zu erschließen. Ich glaube, 2011 wird der Markt noch nicht wirklich abheben, aber ab 2012.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="601" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17220468&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="601" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17220468&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17220468">Ken Doctor about marketing services</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Diese Konferenz heißt &#8220;The World After Advertising&#8221;. Was wird in einer &#8220;Welt nach der Werbung&#8221; das vorherrschende Geschäftsmodell sein? </strong></em></p>
<p>Ich nenne es &#8220;Marketing Services&#8221;. Werbung ist ein altes Konzept aus der analogen Welt: Ich verkaufe Euch Anzeigenplatz, viel Glück damit. Ich habe ein Massenpublikum, wenn Du  als Werbekunde etwas mitzuteilen hast &#8211; bitte sehr, versuche es. Und wenn es nicht klappt, dann vielleicht nächstes Mal. Dieses Konzept bringt den Massenmedien immer noch Milliardenumsätze ein. Aber die digitalen Medien sind auf dem Vormarsch.</p>
<p>Und auch wenn Journalisten das nicht gerne hören: Werbekunden inserieren nicht um Medien zu unterstützen, sondern um Kunden zu gewinnen. Und ebenso wie wir im digitalen Zeitalter viel mehr Auswahl haben, welche Medien wir auf welchen Geräten nutzen wollen, gibt es diese Auswahl auch für Werbekunden. Es ist ja nicht so, dass sie keine Werbung mehr schalten wollen. Aber sie wollen genauer als früher wissen, wieviele neue Kunden ihnen das bringt. Sie nutzen Google und performance-basierte Modelle. Sie experimentieren mit Facebook und Mobile Marketing.</p>
<h4>&#8220;Werbekunden inserieren nicht um Medien zu unterstützen, sondern um Kunden zu gewinnen.&#8221;</h4>
<p>Ich rate deshalb vor allem lokalen Medien, sich viel stärker in die Situation lokaler Unternehmen zu versetzen. Es stecken große unternehmerischen Möglichkeiten darin, lokalen Anzeigenkunden, die verwirrend vielfältige Welt des digitalen Marketings zu erleichtern. Und zwar nicht nur auf ihren eigenen Portalen und Produkten, sondern auch bei Yahoo, bei Apples iAds oder bei Facebook. Sie könnten als Dienstleister das Dickicht für lokale Werbekunden lichten, weil sie bereits wissen, wo welche Art von Werbung wirkt. Der Gannet-Verlag in den USA hat damit bereits beonnnen. Wenn man Werbung in &#8220;Marketing Services&#8221; umbenennt, dann schrumpft der Markt für regionale Verlage nicht, dann wächst er. Unternehmen werden immer Produkte verkaufen wollen, das ist ein zeitloses Marktgesetz. Aber Verlage müssen sich wieder ins Rennen bringen, wenn es darum geht die Interessen der werbungtreibenden Unternehmen und der Konsumenten zusammenzubringen.</p>
<p><em>Ken Doctor ist Medienanalyst und Autor des Buches “<strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0312598939?ie=UTF8&amp;tag=danielfienesw-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0312598939" target="_blank">Newsonomics: Twelve New Trends That Will Shape the News You Get</a></strong>”. Er betreibt die Webseite <strong><a href="http://newsonomics.com/" target="_blank">Newsonomics.com</a></strong> und schreibt eine wöchentliche <a href="http://www.niemanlab.org/2010/11/the-newsonomics-of-news-anywhere/"><strong>Newsonomics Kolumne bei Nieman Journalism Lab</strong></a>. Er war Chefredakteur der Pioneer Press in St. Paul, Minnesota, und  Manager bei Knight Ridder Digital. Er beobachtet den Wandel von  Nachrichtenanbietern und glaubt, dass wir das Jahrzehnt der digitalen  Nachrichten erreicht haben.<br />
</em></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17210895&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17210895&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17210895">Ken Doctor at the TWAA 2010 conference &#8211; complete version</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Anmerkung zum Ortswechsel im Interview: Es wurde zu laut.</p>
<p>Weitere interessante Interviews mit Ken Doctor gibt es bei <a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-20537/us-medienexperte-ken-doctor-die-mobile-revolution-ist-eine-neue-chance_aid_575000.html"><strong>&#8220;Focus Online&#8221;: </strong></a><strong><a rel="nofollow" href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-20537/us-medienexperte-ken-doctor-die-mobile-revolution-ist-eine-neue-chance_aid_575000.html">US-Medienexperte Ken Doctor: „Die mobile Revolution ist eine neue Chance“</a></strong> und bei <a href="http://www.wasmitmedien.de/2010/11/25/us-medienanalyist-ken-docotor-warum-tageszeitungen-eine-zukunft-haben-und-journalisten-bescheidener-werden-mussen/"><strong>&#8220;Was mit Medien&#8221; (Warum Tagezeitungen eine Zukunft haben und Journalisten bescheidener werden&#8221;</strong></a>. Sie sind eine gute Ergänzung, denn die Fragestellungen sind jeweils anders.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F11%2F26%2Fken-doctor-lokalzeitungen-mussen-sich-in-der-digitalen-welt-neu-ins-rennen-bringen%2F&amp;title=Ken%20Doctor%3A%20%E2%80%9CLokalzeitungen%20m%C3%BCssen%20sich%20in%20der%20digitalen%20Welt%20neu%20ins%20Rennen%20bringen%E2%80%9D" id="wpa2a_10"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=4219&amp;md5=e3d071e5965fc72643a977c330ecab2c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Journalismus, mit dem man etwas anfangen kann</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 17:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Designing journalism to be used &#8220;There are lots of reasons people might want to follow the news, but to me, journalism’s core mission is to facilitate agency. I don’t think current news products are very good at this.&#8221;, glaubt &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/10/03/linktipps-zum-wochenstart-journalismus-mit-dem-man-etwas-anfangen-kann/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/age-of-data.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3799" title="age-of-data" src="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/age-of-data.png?resize=300%2C186" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://jonathanstray.com/designing-journalism-to-be-used">Designing journalism to be used</a></h4>
<p>&#8220;There are lots of reasons people might want to follow the news, but to me, journalism’s core mission is to facilitate agency. I don’t think current news products are very good at this.&#8221;, glaubt Jonathan Stray. Ein Grund dafür, dass immer weniger Mediennutzungszeit auf Nachrichten entfällt, liegt seiner Ansicht nach darin, <strong>dass es Journalisten kaum gelinge, ihr &#8220;Produkt&#8221; mit einem &#8220;Das-muss-ich-haben&#8221;-Etikett zu versehen.</strong> &#8220;<strong>Is the news boring? By boring I mean unengaging. Not something you want to spend a lot of time with.</strong> As Joshua Benton of the <em>Nieman Journalism Lab</em> <strong><a href="http://www.ewc50.org/mediaconference2010/2010/04/27/day-2-wither-the-media-in-the-internet-age/">put it</a></strong>, &#8216;You never hear from people “Man, I just got lost on that news site!”&#8217; We don’t create experiences that people just want to live in for a while.&#8221; Die Lösung könne nur in einem stärker die Nutzer involvierenden Journalismus liegen. Wobei die Gültigkeit der <a href="http://medialdigital.de/2010/09/03/die-90-9-1-regel/"><strong>90-9-1-Regel</strong></a> genauso wenig außer Kraft gesetzt werden kann wie das Gravitationsgesetz. Es wird immer eine Minderheit sein, die sich überhaupt involvieren lässt.</p>
<p><strong>weitere Tipps:</strong></p>
<div>
<h4>
<p id="articlehed"><a href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/10/04/101004fa_fact_gladwell?currentPage=all">Small Change &#8211; Why the revolution will not be tweeted</a></p>
</h4>
<p><strong>Malcolm Gladwell hält die Rolle sozialer Medien bei Revolutionen, Massendemonstrationen und gesellschaftlichen Umwälzungen für überschätzt</strong>. Die schwarze Bürgerrrechtsbewegung sei ohne Twitter und Facebook ausgekommen. Es habe ein &#8220;Fieber&#8221; des Ausbruchs geherrscht, das sich virusartig weiterverbreitet habe. Auch im Iran habe es keine Twitter-Revolution gegeben. “Through it all, no one seemed to wonder why people trying to coordinate protests in Iran would be writing in any language other than Farsi.&#8221;, zitiert Gladwell eine Autorin aus <em>Foreign Policy</em>. Ein bemerkenswertes Essay des Bestsellerautors Gladwell (&#8220;Tipping Point&#8221;) in <em>The New Yorker</em>.</p>
</div>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/09/how-journalism-teachers-are-failing-and-how-to-stop-it-272.html">How Journalism Teachers are Failing, and How to Stop It</a></h4>
<p>Wayne MacPhail unterrichtet Journalismus an zwei Universitäten im kanadischen Ontario und er wundert sich darüber, <strong>dass die sich rasant wandelnde Medienwelt so wenig in den Lehrplänen vorkommt.</strong> &#8220;I have third year students who have never edited digital audio. Who write heads and leads with no thought to how they will be atomized and abstracted in RSS feeds and on the screens of mobile phones and tablets. <strong>I have a class of MA journalism students, the majority of whom don&#8217;t even know what an RSS feed is</strong>&#8220;, stellt der Dozent in seinem Beitrag  für <em>Mediashift f</em>est. &#8220;Their basic training, in my experience, does not have folded into its DNA an understanding that not all audio ends up on time-constrained, broadcast, appointment radio. That not all news has to be produced in cumbersome, equipment-laden studios with business-suited and scripted anchors. That not all words will wind up on paper first, nestled luxuriously in a contextual bed of carefully laid-out cousin stories on crafted, immutable pages. That not all acts of journalism have to be committed by journalists. And that not all audiences are passive. That not all video needs to be shot with unwieldy, obtrusive cameras. Nor with cameras at all, but rather with smartphones tethered timelessly to social networks and embedded players.&#8221; MacPhails Beobachtungen gelten auch hierzulande, was ja der Anlass für <a href="http://www.blog-cj.de/blog/category/das-buchprojekt/"><strong>dieses Buch </strong></a>ist.</p>
<h4><a href="https://www.ijnet.org/ijnet/training_opportunities/for_today_s_journalists_landing_a_job_requires_a_startup_mentality">For today&#8217;s journalists, landing a job requires a &#8220;startup&#8221; mentality</a></h4>
<p><strong>Eine Prise Unternehmergeist und Experimentierfreude tut nicht nur freien Journalisten gut</strong>, betont Jessica Weiss von <em>IJNet</em>. &#8220;When <em>TBD</em>&#8216;s managers filled the organization&#8217;s 50 staff positions last spring, they were looking for journalists who could act not only as reporters, but also as &#8220;curators&#8221; and &#8220;community managers&#8221; ztiert Jim Brady, den Kopf des Washingtoner Journalismusportals <a href="http://www.tbd.com/"><strong><em>TBD</em></strong></a>. <strong>&#8220;The most competitive candidates were social media savvy</strong>, Brady said, and they understood how the site would relate to today’s interconnected media environment.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.freischreiber.de/home/nachlese-zum-zukunftskongress-i-die-ton-bild-schau">Nachlese zum Zukunftskongress (I): die Ton-Bild-Schau</a></h4>
<p>Auf dem Portal des Journalistenverbandes Freischreiber gibt es nun eine <strong>Audio-Slideshow</strong> (4:28 min.) vom <strong>Zukunftskongress</strong> am 18. September in Hamburg, welche Stimmungen und Teile des Diskussionen einfängt.</p>
<h4><a href="http://datajournalism.stanford.edu/index.html">Journalism in the Age of Data</a></h4>
<p>Dieses <strong>Video</strong> ist in der vergangenen Woche schon ziemlich durchgereicht worden. Ich verlinke es trotzdem auch nochmal, weil es so großartig ist und nicht bloß, wer  Datenjournalist ist oder werden möchte, sondern <strong>niemand, der die Zukunft des Journalismus mitgestalten möchte, sollte es verpassen</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/09/how-aftonbladet-varies-paid-content-with-clubs-micropayments270.html">How Aftonbladet Varies Paid Content with Clubs, Micropayments</a></h4>
<p>Tanja Aitamurto berichtet bei <em>Mediashift</em> über die schwedische Zeitung <em>Aftonbladet</em>, die sich <strong>bei ihrer Suche nach funktionierenden neuen Bezahlmodellen besonders experimentierfreudig zeigt</strong> &#8211; inklusive eines Clubs für den vereinten Kampf gegen Schlaflosigkeit. (Die Mitgliedschaft im Club kostet umgerechnet 70 Dollar im Jahr oder 10 bis 15 Dollar im Monat.)</p>
<h4><a href="http://www.presseschauer.de/?p=1296">Steigt endlich von Eurem hohen Ross ab!</a></h4>
<p><em>Presseschauer</em> Daniel Schultz schreibt einen offenen Brief an Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, der sich auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stifung für das geplante <strong>Leistungsschutzrecht</strong> für Verlage aussprach.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F10%2F03%2Flinktipps-zum-wochenstart-journalismus-mit-dem-man-etwas-anfangen-kann%2F&amp;title=Linktipps%20zum%20Wochenstart%3A%20Journalismus%2C%20mit%20dem%20man%20etwas%20anfangen%20kann" id="wpa2a_14"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=3797&amp;md5=1113faa51e8d3f811e5a926cd3dcf751" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Zu wenig Experimente</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/08/15/linktipps-zum-wochenstart-51/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 19:08:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: „Zu viel Lamento, zu wenig Experimente“ Aus einem Interview mit Medienprofessor Stephan Weichert über das künftige Berufsbild Journalist und strategische Fehler von Verlagen im Rheinischen Merkur: &#8220;Sicher, Journalisten halten Handwerksregeln und berufliche Kodizes ein, die Laien nicht für sich &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/08/15/linktipps-zum-wochenstart-51/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/warning-labels.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3463" title="warning-labels" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/warning-labels.png?resize=300%2C178" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></p>
<p>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.merkur.de/44107.0.html">„Zu viel Lamento, zu wenig Experimente“</a></h4>
<p>Aus einem <strong>Interview mit Medienprofessor Stephan Weichert </strong>über das künftige Berufsbild Journalist und strategische Fehler von Verlagen im <em>Rheinischen Merkur</em>: &#8220;Sicher, Journalisten halten Handwerksregeln und  berufliche Kodizes ein, die Laien nicht für sich beanspruchen. Aber sie  müssen sich noch beherzter vom Meinungsmacher und Weltendeuter zum  Moderator und Katalysator von Nutzerinteressen entwickeln.&#8221; Es lohnt sich, auch die weiteren Beiträge in der Reihe &#8220;Merkur Spezial &#8211; Die Zeitung lebt&#8221; zu lesen (Übersicht am Ende des Interviews).</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.isarrunde.de/isarrunden/88/1/1/17/quo_vadis_journalismus.html">Isarrunde: Quo Vadis Journalismus</a></h4>
<p>Die <em>Isarrunde</em> mit den Münchner Medienschaffenden Michael  Prätorius, Anatol Locker und Michael Reuter nimmt sich kundig und  unterhaltend das Thema <strong>Zukunft des Journalismus</strong> vor. <strong>Die Metaphern Koch, Kellner und Restaurant ziehen sich dabei wie ein roter Faden durch das Gespräch. </strong>Wir  lernen: Kochen kann jeder (viele eher schlecht als recht), aber zu  einem guten Restaurant gehören immer noch Ambiente und eine raffinierte  Speisenauswahl (= redaktionelle Kompetenzen). Und in einem guten  Restaurant ist der Koch an der Meinung der Gäste und ihren  Verbesserungsvorschlägen wirklich interessiert. Wenn nicht, schaffen die  Gäste dank Facebook, Twitter, Qype und Co. ohnehin Transparenz. Oder  sie gehen einfach woanders hin (12 min. Video).</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/08/a-self-publishers-primer-to-enhanced-e-books-and-book-apps224.html">A Self-Publisher&#8217;s Primer to Enhanced E-Books and Book Apps</a></h4>
<p>Carla King stellt bei <em>Mediashift</em> Konzepte, Plattformen und Werkzeuge vor, mit denen Autoren <strong>eigene EBooks und eigene Apps </strong>produzieren und veröffentlichen können.</p>
<h4><a href="http://www.nytimes.com/2010/08/16/technology/16iht-CACHE16.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss">A Better Way to Keep the Net Open and Accessible</a></h4>
<p>Die<em> New York Times</em> argumentiert, dass <strong>mehr Wettbewerb</strong> auf den Infrastrukturmärkten der beste Weg sei, um <strong>Netzneutralität</strong> zu sichern.</p>
<h4><a href="http://recoveringjournalist.typepad.com/recovering_journalist/2010/08/why-tbd-is-important.html">Why TBD is important</a></h4>
<p>In diesen Tagen startet <a href="http://www.tbd.com"><strong>TBD</strong></a>, ein neues<strong> hyperlokales Nachrichtennetzwerk</strong> in Washington, D.C. Es ist zumindest dem Anspruch nach so ziemlich die Quintessenz dessen, was hyperlokaler Journalismus bieten sollte und wie er sinnvollerweise organisiert werden könnte. Mark Potts fasst bei <em>Recovering Journalist</em> die <strong>wichtigsten Merkmale</strong> zusammen:</p>
<ul>
<li>It&#8217;s laser-focused on local news and information, not wasting any resources on non-local content that&#8217;s available elsewhere.</li>
<li>It&#8217;s Web-focused, but also smartly incorporates traditional media—in  this case, a local TV station and local cable-news station—as key  elements. But make no mistake, the Web site is first and foremost, not  playing a supporting role.</li>
<li>It&#8217;s aggressively curating and linking to every source of local news in sight (more on that in a bit)—even links to <strong><a href="http://wwww.washingtonpost.com/" target="_blank">WashingtonPost.com</a></strong> and rival TV stations Web sites have already appeared on its home page. (Linking to competitors! What a concept!)</li>
<li>It&#8217;s taking a smart approach to the all-important mobile space, with <strong><a href="http://www.tbd.com/mobile/" target="_blank">apps</a></strong> that <strong><a href="http://recoveringjournalist.typepad.com/recovering_journalist/2009/11/broken-news.html" target="_blank">don&#8217;t paste</a></strong> the Web site onto a phone screen, but offer the kinds of  things—traffic, weather, headlines—that people really want and need when  they&#8217;re on the go.</li>
<li>und mehr &#8230;</li>
</ul>
<h4><a href="http://www.blog-cj.de/blog/2010/08/12/leistungsschutz-fur-meine-kleine-zeitungsfarm/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=leistungsschutz-fur-meine-kleine-zeitungsfarm">Leistungsschutz für meine kleine Zeitungsfarm</a></h4>
<p>&#8220;Was ich gesucht und in den seltensten Fällen gefunden habe: ein  ansprechendes, multimediales Lokal-Onlinemagazin, schnell,  übersichtlich, umfangreich, vielleicht nicht  in Echtzeit, aber ständig  auf der Höhe. Mit einer vernünftigen Präsenz bei Twitter, bei Facebook,  mit einem angepassten Angebot für Smartphones. Kein Anspruch also, der  utopisch hoch angesetzt wäre und keiner, über dessen grundsätzlichen  Bedarf man lange debattieren müsste. Gefunden habe ich so etwas fast  nirgends. <strong>Die Behauptung vieler Verlage, man sei für die Zukunft bestens  gewappnet, entlarvt sich bei einer Surftour durch ihre Angebote.</strong>&#8221; Ein leidvoller Erfahrungsbericht von Christian Jakubetz zu den Thema Leistungsschutz und Paid Content.</p>
<h4>Google Streetview</h4>
<p>Das Thema Google Streetview ist ja schon ziemlich durchdiskutiert. Deshalb hier nur der Hinweis auf drei beachtenswerte Beiträge, die vielleicht noch nicht jeder kennt (man erkennt an der Auswahl leicht, dass ich das Konzept Streetview befürworte&#8230;):</p>
<p><a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/die-konnen-nicht-einfach-mein-haus-ins-internet-stellen/"><strong>“Die können nicht einfach mein Haus ins Internet stellen!”</strong></a><em> (Medienrauschen)</em></p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:streetview-streit-jetzt-lasst-google-mal-machen/50155888.html"><strong>Jetzt lasst Google mal machen</strong></a> <em>(FTD)</em></p>
<p><a href="http://www.wortfeld.de/2010/08/relationen/"><strong>Relationen &#8211; Die Kameraposition bei Streetview</strong></a><em> (Wortfeld)</em></p>
<h4><a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/08/12/interview-als-fotograf-in-japan/">Interview: Als Fotograf in Japan</a></h4>
<p>Mark Heywinkel hat in seinem Blog <em>mediatopia</em> den Fotografen Fritz Schumann interviewt, der <strong>als freier Fotograf für ein Jahr auf eigene Faust nach Tokio ging</strong> und nun wieder in Berlin lebt und arbeitet: &#8220;Wenn ich hier sage: Ich bin 22 und   Fotograf, sind die Reaktionen: Was? Dann kannst du ja nicht gut sein.  Hast du studiert? … Ich werde schon aufgrund meines Alters oder   scheinbar mangelnden Qualifikation eingeschätzt, bevor meine Bilder  betrachtet werden. <strong>Wenn ich in Japan sage, dass ich 22 bin und  Fotograf, bekomme ich nur  Anerkennung oder Respekt dafür, dass ich mich alleine ins Ausland wage  und mit meinem Talent versuche, Geld zu verdienen.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.tomscott.com/warnings/">Journalism Warning Labels</a></h4>
<p>Vermutlich hat sich der britische &#8220;Geek Comedian&#8221; (Eigenbezeichnung) Tom Scott nicht von Ursula von der Leyen inspirieren lassen, denn seine Stoppschilder sind viel sinnvoller. Scott hat sich <strong>Warnaufkleber ausgedacht, die man ausdrucken und auf Zeitungen aufkleben kann</strong>. Die Warnungen lauten z.B. &#8220;This article is basically just a press release, copied and pasted&#8221; oder &#8220;This article contains unsourced, unverified information from Wikipedia.&#8221;</p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.tomscott.com/warnings/">Tom Scott</a></em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F08%2F15%2Flinktipps-zum-wochenstart-51%2F&amp;title=Linktipps%20zum%20Wochenstart%3A%20Zu%20wenig%20Experimente" id="wpa2a_18"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=3462&amp;md5=43452c3dea6957992cdf532f295189b2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: On the internet no one knows you&#8217;re a newspaper!</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/07/11/linktipps-zum-wochenstart-on-the-internet-no-one-knows-youre-a-newspaper/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 17:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: No, I&#8217;m not &#8216;against&#8217; people paying for online news Paywall 1: Steve Outing sieht sich von einer Kommentatorin seines Blogposts über die Times-Paywall gründlich missverstanden und nutzt die Gelegenheit, seine Ausführungen zu präzisieren. Hier ist eins seiner Argumente: &#8220;On &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/07/11/linktipps-zum-wochenstart-on-the-internet-no-one-knows-youre-a-newspaper/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/hyperlocal-Hamburg.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3238" title="hyperlocal-Hamburg" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/hyperlocal-Hamburg.png?resize=300%2C213" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://steveouting.com/2010/07/05/no-im-not-against-people-paying-for-online-news/">No, I&#8217;m not &#8216;against&#8217; people paying for online news</a></h4>
<p>Paywall 1: Steve Outing <a href="http://steveouting.com/2010/07/02/the-times-vs-guardian-strategies-uber-dumb-smart/#comments"><strong>sieht sich von einer Kommentatorin seines Blogposts über die <em>Times</em>-Paywall gründlich missverstanden</strong></a> und nutzt die Gelegenheit, seine Ausführungen zu präzisieren. Hier ist eins seiner Argumente: &#8220;<strong>On the Internet, no one knows you’re a newspaper!</strong> (Historical reference: that old New Yorker cartoon with two dogs at a computer, “On the Internet, no one knows you’re a dog!”) By that I mean, with a news website, there’s often not much difference between a broadcaster’s news site (say, BBC.co.uk) and a newspaper site (like TheTimes.co.uk). All the major news providers now trade in text, audio, multimedia, and video. <strong>I don’t for a second believe that the TV news folks, steeped in models that don’t charge subscription fees, will follow Murdoch into paywall-land, even if the UK newspapers do (again, unlikely). A Murdochian walling off of all newspaper content online would just boost broadcast news entities while sinking the newspapers.</strong>&#8221; Analog kann man auch für deutsche Verlags-Paywalls versus frei zugängliche ARD/ZDF-Websites argumentieren.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2010/jul/05/clay-shirky-internet-television-newspapers">Clay Shirky: &#8216;Paywall will underperform – the numbers don&#8217;t add up&#8217;</a></h4>
<p>Paywall 2: Decca Aitkenhead lässt <strong>Clay Shirky in einem Portrait</strong> im <em>Guardian</em> begründen, warum die <em>Times</em>-Paywall seiner Ansicht nach scheitern wird (nicht weil sie existiert, sondern sie die <em>Times</em> im Netz vollkommen isoliert). <strong>Guter Einblick in die Gedankenwelt des Webvisionärs Shirky.</strong></p>
<h4><a href="http://paidcontent.org/article/419-publishers-need-popcorn-not-paywalls/">Publishers Need Popcorn, Not Paywalls</a></h4>
<p>Paywall 3: Marktanalyst Nick Thomas von Forrester Research betont in einem Gastbeitrag für <em>Paid Content</em>: &#8220;Are paywalls the answer? They may be <em>an</em> answer — but to the wrong question. Instead of asking how much more money they can get for the content, companies should be focusing on how that content can help create new revenue streams. [...] <strong>Focusing on the sale of content is missing a trick: Media companies are not actually in the content business; they are in the audience business. </strong>Thomas<strong> </strong>vergleicht Zeitungs- und Zeitschriftenverlage mit Kinos, die heute den traditionellen Verkauf von Eintrittskarten mit 3D-Versionen, Dolby Surround und nicht zuletzt Popcorn ergänzen. Analog rät er Verlagen zu <strong>Produkterweitungen &#8211; zum Beispiel mit Bucheditionen.<br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.intern.de/news/neue--meldungen/--201007067742.html">Paywall schützt Urheberrecht gleich doppelt?</a></h4>
<p>Paywall 4: Der Informationsdienst <em>intern.de</em> wirft die Frage auf, ob Paywalls nicht nur die eigenen Inhalte von Zeitungen vor der &#8220;Kostenloskultur&#8221; schützen, sondern auch unautorisierte Übernahmen aus fremden Webseiten (vulgo: &#8220;Contentklau&#8221;) vor der Entdeckung bewahren: &#8220;Womit sich die Frage stellt, ob denn die Paywall für die Zeitungen vielleicht noch einen weiteren Vorteil bietet: <strong>Da aufgrund  der Zugangsbeschränkung auch die Gefahr abnimmt, dass automatisierte &#8216;Copyright Guards&#8217; Zugriff erhalten, fällt das ungenehmigte &#8220;Entleihen&#8221;  wesentlich leichter.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/07/04/hyperlokaler-journalismus-in-hamburg">Hyperlokaler Journalismus in Hamburg</a></h4>
<p>Der Journalist Mark Heywinkel wundert sich bei <em>mediatopia</em>, <strong>warum die etablierten Hamburger Medien Blogs und hyperlokale Webportale nicht als Verlängerung ihres eigenen Angebots und deren Aggregation nicht als Service für ihre Leser begreifen</strong>: &#8220;In Hamburg gibt es [...] ein großes Potential für den erfolgreichen Aufbau eines hyperlokalen – oder in Deutschland auch: sublokalen – Journalismus. Die Zeitungen aber nutzen dieses Potential bislang nicht. Das Hamburger Abendblatt gibt nicht einmal Auskunft darüber, welche Blogs aus und für Hamburg berichten – deshalb macht es die Website <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','outbound-article','www.hamburg-web.de']);" href="http://www.hamburg-web.de/" target="_blank">Hamburg-Web.de</a> der Internetagentur KCS.&#8221; <strong>An dieser Stelle möchte ich auch generell <em>mediatopia</em> als interessantes neues Blog &#8220;für die Medienwelt von morgen&#8221; (Eigenbeschreibung) empfehlen.</strong></p>
<h4><a href="http://blog.kooptech.de/2010/07/11-ideen-fuer-mobile-apps-von-tageszeitungen/">11+ Ideen für mobile Apps von Tageszeitungen</a></h4>
<p>Thomas Wanhoff hat sich für <em>Kooptech </em>angeschaut, welche Ideen Tageszeitungen in puncto mobile Apps entwickeln, welche sie entwickeln sollten und welche Dienstleister wie AFP oer iSites dabei helfen (wobei er dpa-infocom nicht erwähnt). Er stellt außerdem diese Frage und beantwortet sie gleich selbst:<strong> &#8220;Müssen Regionalzeitungen denn jeden digitalen Mist mitmachen?</strong></p>
<p><strong>Ja. Weil es Teil des Marktes ist. Wie weit sie mitmachen ist eine andere Frage. </strong>Man muss keine iPhone-Redaktion aufbauen, aber man muss sich Gedanken darüber machen, wie man seine Inhalte profitabel distribuiert. Und mobile Geräte sind ein großer Markt. [...] Wichtig ist, bevor man sich mit Kosten und Ideen beschäftigt, wie oben erwähnt, eine Strategie zu entwickeln oder zu schauen, inwieweit das Bestehende in diese Strategie passt.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/07/how-immersive-journalism-games-can-increase-engagement188.html">How Immersive Journalism, Games Can Increase Engagement</a></h4>
<p>&#8220;As a journalist, I&#8217;m not satisfied when people just scan my headline and then move on&#8221;, klagt Roland LeGrand in einem Gastbeitrag für <em>Mediashift</em>. Er entwickelt Thesen, benennt Herausforderungen und und bringt Beispiele, <strong>wie Journalisten Anleihen bei Computerspieleentwicklern nehmen können, um Nutzer stärker  in journalistische Inhalte hineinzuziehen.</strong> Solche Konzepte werden neuerdings unter dem Stichwort  &#8220;Newsgames&#8221; oder &#8220;Immersive Journalism&#8221; disktutiert, entwickelt und mit Preisgeldern gefördert, siehe z.B.  <a href="http://www.niemanlab.org/2010/06/knight-news-challenge-the-cartoonist-wants-to-make-a-digital-game-of-visual-commentary/"><strong>The Cartoonist</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/07/online-gebuhren-ii-uber-den-wert-von-qualitatsjournalismus/">Online-Gebühren (II): über den Wert von Qualitätsjournalismus</a></h4>
<p>Jens Weinreich macht sich umfassend und wegweisend <strong>Gedanken über Unternehmerjournalismus, Journalismusfinanzierung und Mikrospenden</strong>.</p>
<h4><strong><a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/mein-hut-der-hat-drei-cents/">Mein Hut, der hat drei Cents</a></strong></h4>
<p>Ronnie Grob findet freiwillige Mikrospendensysteme wie Flattr und Kachingle gut<strong>, </strong>hat aber einen wichtigen Einwand: <strong><br />
</strong></p>
<p><strong>&#8220;Wer einen Beitrag flattrt, also konkret einen kleineren oder grösseren Betrag überweist, sollte das nicht leichtfertig tun.</strong> Wie nun aber die Realität zeigt, geschieht das.</p>
<p><strong>So erhalten Beiträge Zuwendungen …</strong></p>
<ul>
<li>die fremde Inhalte eingebunden haben und dazu selbst kaum etwas hinzugefügt haben</li>
<li>die sich relativ substanzlos für oder gegen etwas einsetzen</li>
<li>die kaum mehr als einen Link beinhalten</li>
<li>die sich gegen gemeinhin verhasste Personen oder Organisationen wenden</li>
<li>die die Zukunft von Mikrozahlungen behandeln</li>
</ul>
<p>Das ist aber ein Problem der Flattr-Nutzer, nicht von Flattr.&#8221;</p>
<p><em>Illustration: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/07/04/hyperlokaler-journalismus-in-hamburg/">mediatopia</a></em></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F07%2F11%2Flinktipps-zum-wochenstart-on-the-internet-no-one-knows-youre-a-newspaper%2F&amp;title=Linktipps%20zum%20Wochenstart%3A%20On%20the%20internet%20no%20one%20knows%20you%E2%80%99re%20a%20newspaper%21" id="wpa2a_22"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=3236&amp;md5=53c93e64da460eba7d06edcd8de180d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Südafrika ohne Disneylandtouch</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/07/04/linktipps-zum-wochenstart-sudafrika-ohne-disney/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 21:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die WM – ein Wintermärchen? Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/07/04/linktipps-zum-wochenstart-sudafrika-ohne-disney/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/wintermärchen.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3211" title="wintermärchen" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/wintermärchen.png?resize=300%2C207" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.wintermaerchen2010.com/">Die WM – ein Wintermärchen?</a></h4>
<p>Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses <strong>tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele </strong>zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit einem Monat als Unternehmerjournalisten auf eigene Faust (ohne Auftraggeber) Südafrika. Sie schreiben, fotografieren und filmen und <strong>vermitteln ein anderes, farbenfroheres und weniger disneyfiziertes Bild von Südafrika.</strong> Meistens von außerhalb der Stadien. Unbedingt anschauen, bevor die WM vorbei ist.</p>
<h4><a href="http://www.gulli.com/news/usa-fotos-von-lverschmierten-v-geln-sind-verboten-2010-07-04">USA: Fotos von ölverschmierten Vögeln sind verboten!</a></h4>
<p>40.000 US-Dollar Strafe droht jetzt Journalisten und Fotografen, die unmittelbar von der Ölkatastrophe im und am Golf von Mexiko berichten wollen. Wer näher als rund 20 Meter ans Geschehen will, braucht nun eine ausdrückliche Erlaubnis. Mehr bei <em>Gulli</em>.</p>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/07/04/independence-day-for-newspapers/">Independence day for newspapers</a></h4>
<p>Jeff Jarvis gratuliert in seiner Buzzmachine den Machern der Zeitungskette <em>Journal Register</em> (18 Tageszeitungen) zu ihrem &#8211; wohl aus finanzieller Not geborenen  Schritt, sich von traditionellen Recherche-, Schreib-, und Produktionsmethoden zu trennen und stattdessen Prozessjournalismus zu wagen. Jarvis zitiert den &#8220;Vice President Content&#8221; (stellvertretenden Chefredakteur?) wie folgt: &#8220;<strong>The people who are usually last in line were moved to the front of the process. </strong>Rather than just being able to read the finished product, the audience – through town hall meetings, social networking sites, direct requests via email and in person and more – was asked to help determine what the editorial staffs should cover.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to The Times vs. Guardian strategies: uber-dumb &amp; smart" rel="bookmark" href="http://steveouting.com/2010/07/02/the-times-vs-guardian-strategies-uber-dumb-smart/">The Times vs. Guardian strategies: uber-dumb &amp; smart</a></h4>
<p>Times-Paywall 1: Steve Outing fällt ein vernichtendes Urteil über die neue Paywall bei Rupert Murdochs &#8220;Times&#8221; (London). Sie kenne nur schwarz, anstatt den Nutzern in Grauschattierungen die Wahl zu lassen: &#8220;<strong>What times.co.uk has done is ensure that virtually no one will link to its content, and no one can sample its content </strong>without at least buying a day pass ($2 or £1) or paying that same amount for a one-month trial subscription (with the price rising after the trial). Since The Times has plenty of strong competitors offering free-model websites, <strong>I don’t see this having a snowball’s chance in hell of working.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/law/baby-barista-blog/2010/jul/02/babybarista-guardian-paywalls">Announcement: partnering with The Guardian</a></h4>
<p>Times-Paywall 2: Mit Tim Kevan (<em>Baby Barista</em>) hat <strong>der erste Blogger, der nicht hinter Rupert Murdoch <em>Times</em>-Paywall versteckt werden wollte, Asyl beim <em>Guardian </em>gefunden</strong>: &#8220;Well, there I was. One minute I was writing for <em>The Times</em>. Then along came a massive great paywall and having <a href="http://www.babybarista.com/2010/05/28/welcome-to-the-re-launch-of-babybarista/"><strong>managed to escape in the nick of time</strong>, </a> I then found myself headhunted by those kindly souls at <strong><a href="http://www.guardian.co.uk/law">Guardian Law</a></strong>. I mean, what luck!&#8221;</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/07/03/nachrichtensites-verlinken-tut-weh/">Verlinken tut weh</a></h4>
<p>Martin Weigert fragt sich bei <em>netzwertig</em>, warum sich immer noch soviele Medien schwer damit tun, Links zu setzen, oder &#8211; schlimmer noch &#8211; teilweise sogar <strong>vorhandene Links aus Agenturtexten (ohnehin eine Seltenheit) wieder entfernen</strong>. Mit interessanten Kommentaren.</p>
<h4><a href="http://www.wasmitmedien.de/wordpress/?p=260">Was mit Medien &#8211; Folge 218</a></h4>
<p>Daniel Fiene hat mich auf dem Medienforum NRW abgefangen und für <em>Was mit Medien</em> zu den wahrscheinlichen <strong>Auswirkungen des geplanten Leistungsschutzrechts für Journalisten </strong>befragt. Da ich es in der vorigen Woche nicht geschafft habe, selbst einen Beitrag dazu zu schreiben, empfehle ich natürlich wärmstens WMM 218. Weitere Themen: Stimmen von Fernsehmachern auf dem Medienforum, die Zukunft der Tageszeitung, und DuMont Schauberg-Verleger <strong>Konstantin Neven DuMont über Paid Content im Lokalen</strong>.</p>
<h4><a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2010/07/01/flattr_bringt_uns_99850_euro_im_jun/">Flattr bringt uns 988,50 Euro im Juni</a></h4>
<p>Sebastian Heiser analysiert im <em>taz-</em>Blog, wieviele Leser wofür bei <em>taz.de</em> im letzten Monat per Flattr gespendet haben und erklärt, &#8220;dass Leser nicht etwa die aufwändigsten Recherchen am stärksten honorieren, nicht die besten Reportagen und auch nicht die Artikel mit den besten Hintergrundinformationen unserer Fachredakteure. <strong>Am stärksten honoriert werden die Texte, in denen es gegen die Lieblingsfeinde unserer Leser geht: Neonazis, der Hochadel, die Bild-Zeitung, die schwarz-gelbe Bundesregierung.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/06/collaboration-instead-of-the-crowd-gabriella-coleman-karim-lakhani-on-how-people-work-together-online/">Collaboration instead of the crowd</a></h4>
<p>Nieman Journalism Lab mit einem <strong>Video zum Thema Crowdsourcing und Kollaboration von der Future of News and Civic Media Conference am MIT</strong>. Mit  <strong><a href="http://steinhardt.nyu.edu/faculty_bios/view/Gabriella_Coleman">Gabriella Coleman</a></strong>, NYU Professorin, die sich mit Kollaboration in der Linux Comunity beschäftigt, <strong><a href="http://drfd.hbs.edu/fit/public/facultyInfo.do?facInfo=bio&amp;facEmId=klakhani">Karim Lakhani</a></strong>, Harvard Business School Professor, der Innovationssysteme erforscht, und Moderator <strong><a href="http://edgyproduct.org/pm/pmwiki.php?n=Main.Index">Chris Csikszentmihályi</a></strong>, Director des MIT <strong><a href="http://civic.mit.edu/">Center for Future Civic Media</a>.</strong> <strong>&#8220;They know the “crowd” can do amazing things, but they also know it’s really, really hard to optimize systems to ensure amazement happens. Give them a listen.&#8221;</strong></p>
<h4><a href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=185861"><strong>Digital Journalist Survival Guide: A Glossary of Tech Terms You Should Know</strong></a></h4>
<p>Poynter Online mit einem tollen <strong>Glossar der wichtigsten Begriffe im Daten- und Multimediajournalismus</strong> von API bis Yahoo! Pipes. Ausdrucken und an die Wand hängen passt hier thematisch gar nicht, deshalb: Bei delicious ablegen, im Wiki verbreiten und vor allem: Lesen.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F07%2F04%2Flinktipps-zum-wochenstart-sudafrika-ohne-disney%2F&amp;title=Linktipps%20zum%20Wochenstart%3A%20S%C3%BCdafrika%20ohne%20Disneylandtouch" id="wpa2a_26"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=3208&amp;md5=5aa9308f1fb53d59bb98827b11f2d66a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: FTC plant auch eine Art Leistungsschutzrecht</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/05/30/linktipps-zum-wochenstart-ftc-plant-auch-eine-art-leistungsschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 16:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: FTC protects journalism’s past Déjà-vu Erlebnis 1: Auch die US-Medienlandschaft  hat ihr Pendant zum deutschen Lobbyismus für ein Leistungsschutzrecht für Verlage: Jeff Jarvis kritisiert in seinem Blog Buzzmachine einen Plan der US-Kartellbehörde FTC zur Rettung des Journalismus als puren &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/05/30/linktipps-zum-wochenstart-ftc-plant-auch-eine-art-leistungsschutzrecht/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/museum_of_london_iphone_app.png?resize=370%2C280"><img class="aligncenter size-full wp-image-2960" title="museum_of_london_iphone_app" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/museum_of_london_iphone_app.png?resize=370%2C280" alt="" data-recalc-dims="1" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/05/29/ftc-protects-journalisms-past/">FTC protects journalism’s past</a></h4>
<p>Déjà-vu Erlebnis 1: <strong>Auch die US-Medienlandschaft  hat ihr Pendant zum deutschen Lobbyismus für ein <a href="http://carta.info/27043/entwurf-fuer-das-leistungsschutzrecht-fuer-presseverleger-nie-da-gewesene-rechtsverwirrung/">Leistungsschutzrecht für Verlage</a></strong>: Jeff Jarvis kritisiert in seinem Blog <em>Buzzmachine</em> einen Plan der US-Kartellbehörde FTC zur Rettung des Journalismus als puren <strong>Protektionismus</strong> etablierter Verlage zum Schutz vor neuen digitalen journalistischen Modellen. &#8220;Essentially corrupt&#8221; urteilt Jarvis: &#8220;One old power structure circling its wagons around another. <strong>Change? That’s something to be resisted or thwarted, not embraced and enabled.</strong> The FTC’s mission in this administration of change — its justification for holding these hearings and doing this work — is to foster competition. Well, the internet is creating new competition in news for the first time since 1950 and the introduction of TV. But the commission focuses solely on newspapers, apologizing that it ignores broadcast — but not even apologizing for ignoring the new ecosystem of news that blogs and technology represent.&#8221; Jarvis ist durchaus befangen bei diesem Thema: Er leitet den Kurs &#8220;Entrepreneurial Journalism&#8221; an der City University of New York (CUNY) &#8211; mehr dazu in meinem <a href="http://medialdigital.de/2010/02/02/jeff-jarvis-die-zukunft-des-journalismus-ist-unternehmerisch/"><strong>Interview mit Jeff Jarvis: Die Zukunft des Journalismus ist unternehmerisch</strong></a>.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.wired.com/magazine/2010/05/ff_nicholas_carr/all/1">Author Nicholas Carr: The Web Shatters Focus, Rewires Brains</a></h4>
<p>Déjà-vu Erlebnis 2: <em>Wired</em> bringt ein Kapitel aus <strong>Nicholas Carrs neuem Buch &#8220;The Shallows: What the Internet Is Doing to Our Brains&#8221;</strong> (erscheint im Juni) als Vorabdruck. Passagen wie &#8220;The Internet is an interruption system. It seizes our attention only to scramble it. There’s the problem of hypertext and the many different kinds of media coming at us simultaneously&#8221; und &#8220;Dazzled by the Net’s treasures, we are blind to the damage we may be doing to our intellectual lives and even our culture&#8221; lesen sich <a href="http://www.amazon.de/Payback-Informationszeitalter-gezwungen-Kontrolle-zur%C3%BCckgewinnen/dp/389667336X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1275232282&amp;sr=8-1"><strong>wie bei Frank Schirrmacher</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/05/26/journalismus-im-netz-warum-tageszeitungen-von-offenen-schnittstellen-profitieren/">Warum Tageszeitungen von offenen Schnittstellen profitieren</a></h4>
<p>Martin Weigert analysiert bei <em>netzwertig</em> die Bedeutung der <a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2010/may/20/guardian-open-platform"><strong>neuen offenen Schnittstelle des Guardian</strong></a>, die sogar die Einbettung vollständiger Beiträge erlaubt. &#8220;Mit einer offenen Plattform erlaubt die Tageszeitung Entwicklern und Nutzern rund um den Globus, vom reichen Fundus an Wissen, Daten und Know-how des Guardian zu profitieren, und <strong>erhöht gleichzeitig ihre Reichweite, Vermarktungsmöglichkeiten sowie die Zahl der Erlöse generierenden Partnerschaften</strong>&#8220;, glaubt Weigert (Beitrag in der Überschrift verlinkt). &#8220;Das von den deutschen Zeitungsverlegern propagierte Leistungsschutzrecht und der Umgang mit dem eigenen „content“ steht dieser Mentalität dagegen völlig entgegen&#8221;, <a href="http://www.gulli.com/news/link-konomie-vs-leistungsschutzrecht-2010-05-27"><strong>schreibt dazu <em>gulli.com</em></strong></a>: &#8220;Dabei mißverstehen sie (absichtlich?) die digitale Kultur: Nicht die „Kostenloskultur“ sondern die „Tauschkultur“ ist die prägende Leitkultur des horizontal angelegten Netzes.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.brandrepublic.com/News/1006144/90-consumers-not-pay-2-week-Times-Online/"><strong><strong>More than 90% of consumers would not pay £2 a week for Times Online</strong></strong></a></h4>
<p>Eine bei <em>Brand Republic </em>vorgestellte Umfrage zur Bereitschaft der Nutzer, die sich bald schließende Bezahlschranke für Rupert Murdochs Zeitungswebsites &#8220;The Times&#8221; und &#8220;The Sunday Times&#8221; kostenpflichtig zu öffnen, zeigt ernüchternde Werte. An einem Wochenzugang gegen Zahlung von zwei Pfund ist nur jeder Zwanzigste interessiert, an einem Tageszugang für ein Pfund immerhin jeder Zehnte. Rein theoretisch wurde auch die Zahlungsberereitschaft für weitere Verlagswebsites wie <em>The Guardian </em>abgefragt (der gar keine Paywall plant). Ergebnis: Auch für den <em>Guardian </em>würde kaum einer zahlen wollen.</p>
<h4><a href="http://www.onlinejournalismus.de/2010/05/26/sueddeutschede-linkt-sich-selber/">Sueddeutsche.de linkt sich selber</a></h4>
<p>Ein schön doppeldeutige Überschrift für einen Beitrag bei <em>onlinejournalismus.de</em>. Thomas Mrazek spießt die neue Unsitte von <em>Sueddeutsche.de</em> auf, mit Textlinks hinter ausgewählten Stichworten <strong>ausschließlich auf andere <em>Sueddeutsche.de</em>-Texte zu verlinken</strong> und mitunter auch zurück auf den Ausgangstext(!) Die Absurdität dieser offenbar automatisierten Praxis zeigt sich auch, wenn ein Link hinter Roland Koch auch zu Texten über Fernsehköchen führt (Beispiel bei Mrazek). <strong>Wer linkt da eigentlich wen? Sueddeutsche.de seine Leser oder dubiose Suchmaschinenoptimierungs-Berater die Onlineredaktion der <em>Süddeutsche Zeitung</em>?</strong></p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2010/05/engaging-with-journos-at-gigaom-theres-an-app-for-that/">Engaging with journos: At GigaOM, there’s an app for that</a></h4>
<p>iPhone App 1: Gute Idee: Das Techportal <em>GigaOM</em> hat <a href="http://gigaom.com/2010/05/19/announcing-the-gigaom-app-for-the-iphone-ipod-touch/"><strong>eine iPhone App entwickelt </strong></a>mit sämtlichen kostenfreien und gebührenpflichtigen Diensten des Portals, Live-Videochannel, Twitterfeed sowie Kontaktdaten und Feedback-Channel zu allen bei GigaOm beteiligten Autoren. “<strong>Customer service is a part of any business. And journalism is no different</strong>.” Communicating with users, both in taking direct feedback and giving it back, “is just good business practice&#8221;, so <em>GigaOM</em>-Betreiber Om Malik zu Megan Garber von <em>Nieman Journalism Lab</em> (in der Überschrift verlinkt). Wenn man vergleicht, wie schwierig es auf vielen  Verlags-Webportalen ist, direkten Kontakt zu den Autoren herzustellen&#8230;</p>
<h4><a href="http://creativereview.co.uk/cr-blog/2010/may/streetmuseum-app">StreetMuseum iPhone app</a></h4>
<p>iPhone App 2: Das <strong>Museum of London</strong> hat eine <a href="http://www.museumoflondon.org.uk/MuseumOfLondon/Resources/app/you-are-here-app/index.html"><strong>Augmented Reality App</strong></a> entwickelt, die es ermöglicht, im Kamerasuchfeld des iPhone den jeweiligen realen Ausschnitt als historische Szene zu betrachten. Dazu wird im Suchfeld die virtuelle Ebene über die reale gelegt, und schon geht es ab in die Vergangenheit. Viele Detailansichten bei <em>Creative Review </em>(in der Überschrift verlinkt). So etwas wünsche ich mir auch für Köln (Römerzeit, Mittelalter!), wie ich schon öfters bei Paid-Content-Diskussionen betont habe. Das dürfte auch für andere geschichtsträchtige Städte interessant sein &#8211; nur mal so als Geschäftsidee.</p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F05%2F30%2Flinktipps-zum-wochenstart-ftc-plant-auch-eine-art-leistungsschutzrecht%2F&amp;title=Linktipps%20zum%20Wochenstart%3A%20FTC%20plant%20auch%20eine%20Art%20Leistungsschutzrecht" id="wpa2a_30"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=2957&amp;md5=d3d3dd6c2099f680284115cc8e1671df" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Brain Drain in Verlagen</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/05/02/linktipps-zum-wochenstart-brain-drain-in-verlagen/</link>
		<comments>http://medialdigital.de/2010/05/02/linktipps-zum-wochenstart-brain-drain-in-verlagen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 16:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Matthias Spielkamp über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221; Kress online hat Matthias Spielkamps aufrüttelnde Rede vom Publisher&#8217;s Forum mit Links zu weiterführenden Beiträgen versehen und online gestellt. Spielkamp konstatiert einen drohenden Abfluss von gut ausgebildeten &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/05/02/linktipps-zum-wochenstart-brain-drain-in-verlagen/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="aligncenter size-large wp-image-2768" title="braindrain" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/braindrain.jpg?resize=300%2C225" alt="braindrain" data-recalc-dims="1" /></h3>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://kress.de/tweet/tagesdienst/detail/beitrag/103883-matthias-spielkamp-ueber-brain-drain-in-verlagen-journalisten-nicht-wie-bittsteller-behandeln.html">Matthias Spielkamp über Brain Drain in Verlagen: &#8220;Journalisten nicht wie Bittsteller behandeln&#8221;</a></h4>
<p>Kress online hat <strong><a href="http://immateriblog.de/about">Matthias Spielkamps</a></strong> aufrüttelnde Rede vom <a href="http://www.publishersforum.de/index.php"><strong>Publisher&#8217;s Forum</strong></a> mit Links zu weiterführenden Beiträgen versehen und online gestellt. <strong>Spielkamp konstatiert einen drohenden Abfluss von gut ausgebildeten und leidenschaftlichen Journalisten, die nicht in Festanstellungen stehen. </strong>Den Verlagen geht es um die Ausbeutung von Content und Arbeitskraft. &#8220;Wenn man die Verlage darauf anspricht, ob sie nicht ein Problem darin sehen, die Menschen, die eigentlich ihre Geschäftspartner sein sollten, nach Gutsherrenart zu behandeln (manchen würde eher ein Vergleich mit sizilianischem Landadel einfallen), dann antworten sie regelmäßig: <strong>wir befinden uns in einem Markt, der regelt das dann schon über Angebot und Nachfrage.</strong>&#8221; Das sei ein &#8220;interessantes Argument&#8221; findet Spielkamp. &#8220;Vor allem angesichts der <strong><a href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/gottes-werk-und-googles-beitrag-zeitungsverlage-und-die-herausforderungen-der-link-okonomie/" target="_blank">Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht</a>.</strong> Da kann es mit einem Mal nicht mehr der Markt regeln, dass die Verlage ihre Oligopolstellung verlieren, dass sie sich einer Konkurrenz ausgesetzt sehen, die ihr Geschäftsmodell bedroht, und auf die sie bisher eher tölpelhaft als visionär reagiert haben. <strong>Da rufen sie dann nach dem Staat, der ihnen ein Leistungsschutzrecht verschaffen soll, damit ihre Investitionen geschützt bleiben.</strong>&#8221;</p>
<p><strong>weitere Tipps:</strong></p>
<h4><a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10978">Charlie Rose with Alan Rusbridger</a></h4>
<p><em>Guardian</em>-Chef Alan Rusbridger berichtet in diesem sehenswerten Video mit US-Talker Charlie Rose von den Vorteilen für seine Zeitung, einer Stiftung statt Privateigentümern zu gehören. Interessant: <strong>Von den monatlich 37 Millionen Unique Usern des <em>Guardian</em> im Netz kommt ein Drittel aus den USA. </strong>Die Attraktivität für US-Leser liegt  laut Rusbridger in der internationalen Ausrichtung des <em>Guardian</em>, US-Medien berichten immer weniger über internationale Belange und seltener aus anderer Perspektive als unmittelbarer Betroffenheit für die USA. Verlage sehen in Google fälschlicherweise einen Feind, glaubt der <em>Guardian</em>-Chef: &#8220;<strong>Medienhäuser müssen sich entscheiden, mit wem sie konkurrieren und mit wem sie kollaborieren wollen.</strong>&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to How to Save Local Newspapers" rel="bookmark" href="http://www.newspaperdeathwatch.com/how-to-save-local-newspapers.html">How to Save Local Newspapers</a></h4>
<p>Bobby Carlton, eine PR-Agentin in New England, bringt lokale StartUps und potenzielle Investoren zusammen. Ihre &#8220;Mass Innovation Nights&#8221; wurde mitten in der Rezession ein immenser Erfolg. Zeitungsveteran und <em>Newspaper Death Watch</em> Blogger Paul Gillin hält es für einen Fehler, dass lokale Verlage eine solche Geschäftsidee, die eigentlich in ihren Kompetenzbereich fällt, einfach links liegen lassen: &#8220;<strong>Her success demonstrates how news publishers can reinvent themselves and survive – maybe even thrive – but only if they have completely rethink what they do.</strong>&#8221; Das klingt nicht unähnlich den B2B &#8220;revenue opportunities&#8221;, die Jeff Jarvis und sein studentisches Team im Projekt <a href="http://newsinnovation.com/models/"><strong>&#8220;New Business Models for News&#8221;</strong></a> entwickeln.</p>
<h4 style="font-size: 14px;"><a href="http://www.technologyreview.com/blog/guest/"><strong><strong>Why Twitter Is the Future of News</strong></strong></a></h4>
<p>Twitter ist beim Verbreiten von Nachrichten höchst effektiv, berichtet die <em>Technology Review</em><strong><strong> </strong></strong>über eine neue Twitter-Studie. Mehr als 94 Prozent aller Twitternutzer weltweit sind demnach über weniger als fünf Knotenpunkte mit jedem beliebigen anderen Twitternutzer verbunden. Das heißt:  <strong>über höchstens fünf Retweets einer Nachricht können theoretisch fast alle der über 100 Millionen Twitternutzer erreicht werden</strong>. Als Datenbasis dienten sämtliche im Juli 2009 verfassten Tweets. Die Erkenntnis, dass jeder jeden über nur wenige Ecken kennt<strong><strong> &#8211; <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Six_degrees_of_separation">&#8220;Six degrees of separation&#8221;</a></strong></strong> -  ist allerdings schon über 80 Jahre alt.</p>
<h4><a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/paid_content_studie_gratis_war_gestern">Paid-Content-Studie: Gratis war gestern</a></h4>
<p>Paid Content I: Die Medienberater Robin Meyer-Lucht und Katja Riefler haben für den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (<strong>BDZV</strong>) eine <strong>Paid-Content-Studie</strong> erstellt, die <em>W&amp;V </em>vorstellt. Demnach sind nur sieben Prozent der 124 befragten Verlage &#8220;Paid-Content-Verweigerer&#8221; ohne jegliche Pläne, die Nutzer für digitale Agebote zahlen zu lassen, 40 Prozent haben bereits oder planen kostenpflichtige iPhone-Apps. Die Zahlungsbereitsschaft in der Internet-Gemeinde werde &#8220;deutlich unterschätzt&#8221;, zitiert <em>W&amp;V</em> Meyer-Lucht: &#8220;<strong>Entscheidend sei, Bezahlangebote auf die jeweiligen Nutzergruppen abzustimmen</strong>, etwa auf den &#8220;Randnutzer&#8221;, der eine Zeitungs-Website bis zu drei Mal im Monat besucht, oder auf die rund 15 Prozent der Stammnutzer, die es im gleichen Zeitraum auf bis zu 100 Besuche bringen.&#8221; Mit Link zu einer Paid-Content-Umfrage.</p>
<h4><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,691413,00.html">Ebay-Erfinder gründet Online-Zeitung</a></h4>
<p>Paid Content II: Ebay-Gründer Pierre Omidyar geht mit seinem Paid-Content-Modell gleich in die vollen und verlangt für den Zugang zu seinem neuen diskussionbasierten Onlineportal <a href="http://www.civilbeat.com"><strong>civilbeat.com </strong></a> in Honolulu, Hawaii monatlich 20 Dollar. Die Qualität der Diskussionen soll durch ein Verbot anonymer Kommentare gesteigert werden. Chefredakteur ist <a href="http://www.johntemple.net"><strong>John Temple</strong></a>, zuvor in gleicher Funktion bei der eingestellten Zeitung <em>Rocky Mountain News</em>.</p>
<h4><a href="http://www.telemedicus.info/article/1727-Wissenschaftler-stellen-Urheberrechtsmodell-fuer-Europa-vor.html">Wissenschaftler stellen Urheberrechtsmodell für Europa vor</a></h4>
<p><em>Telemedicus</em> berichtet über einen „<strong>European Copyright Code</strong>”, den namhafte Rechtswissenschaflter aus ganz Europa vorgestellt haben: &#8220;Der Entwurf könnte als Modell für ein neues vollkommen einheitliches Urheberrecht dienen.&#8221; Offenbar wurde hier erstmals ein ernsthafter Versuch unternommen, <strong>das kontinentaleuropäische Urheberrecht und das anglo-amerikanische Copyright in der global-digitalen Welt miteinander in Einklang zu bringen</strong>. Mit Link zur Studie (pdf).</p>
<h4><a href="http://www.reportingonhealth.org/blogs/health-journalists-meet-your-competition-0">The Accidental Wonk: Health Policy for Journalists</a></h4>
<p>Content Farm I:<strong> Wer schreibt eigentlich für Content Farmen wie Demand Media und Answers.com</strong>, wenn es nicht vornehmlich Journalisten sind? Zum Beispiel Medizin-Laboranten. Adam Cloe produziert einen typischen 30-Dollar-Beitrag in einer halben Stunde, während er im Labor auf seine Eiweißketten achtet, und spart die Honorare für seine Hochzeit.</p>
<h4><a href="http://adage.com/mediaworks/article?article_id=143565">More Publishers Trying Outsourced Journalism</a></h4>
<p>Content Farm II: <strong>Die meisten Verlage schimpfen zwar über die Konkurrenz der nachfrage-basierten Content-Modelle.</strong> Deren Dauerpräsenz in den Suchergebnissen und damit verbundenen hohen Werbeumsätzen hätten sie aber dennoch gerne. <strong>Einige US-Medien probieren es jetzt mit Kooperation</strong>: Thomson Reuters, Cox Newspapers und Hachette Filipacchi veröffentlichen Beiträge von Associated Content &#8211; &#8220;one of several companies, such as Demand Media and AOL&#8217;s SEED, that mines reporting from masses of freelancers for as little as $5 a story&#8221;, berichtet Advertising Age. <em>USA Today</em> kooperiert schon länger mit Demand Media.</p>
<h4><a href="http://www.ojr.org/ojr/people/grasty/201004/1845/">Is the future of digital news collaborative?</a></h4>
<p>Kollaborativer Journalismus wird auf digitalen Plattformen immer wichtiger. In den USA hat jetzt die  Journalistenschule  <strong><a href="http://annenberg.usc.edu/News%20and%20Events/News/100416Stroome.aspx">USC Annenberg verkündet</a></strong> , dass sie als erste<strong> eine neue Plattform einsetzt, die kollaboratives Arbeiten mit semi-professionellen Mitarbeitern erleichtert</strong>. Tom Grasty, Co-Entwickler der Plattform <strong><a href="http://stroome.com/">Stroome</a></strong> stellt sie im Online Journalism Blog vor.</p>
<h4><a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/05/02/deutsches-flattr-ranking/">Eine Art deutsches Flattr-Ranking oder: die ersten Schritte eines Giganten?</a></h4>
<p>Stefan Mey hat ein <strong>Ranking der meistgeflattrten deutschsprachigen Blogbeiträge</strong> erstellt und analysiert die Mechanismen des freiwilligen Micropayment-Dienstes. &#8220;Es zeigen sich einige interessante Muster, die teilweise denen bei Kachingle ähneln&#8221;, schreibt Mey: &#8220;A) „Deutsche Blogs und Websites sind überproportional vertreten.“ [...] B) „Das System ist noch sehr selbstreferenziell.“ [...] C) Die deutschen Alist-Blogs beteiligen sich rege. [...] Anders als bei Kachingle finden sich bei Flattr von Anfang auch einige der großen Blogs aus den Deutschen Blogcharts: <em>Netzwertig</em>, <em>Carta</em>, <em>die Gefühlskonserve</em> und <em>Wirres</em> sind vertreten. <strong>Die zukünftigen Flattr-Rankings werden die Verlinkungsstrukturen der Blogosphäre sicher nicht eins-zu-eins abbilden, doch ist es wahrscheinlich, dass die &#8216;neuen&#8217; tendenziell die &#8216;alten&#8217; Stars sein werden.</strong>&#8221; Stefan Mey erstellte vorige Woche auch die &#8220;<a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/26/kachingle-deutscheng-charts/"><strong>Deutschen Kachingle-Charts</strong></a>&#8220;.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/spierzchala/317971777/">Flickr / spierzchala</a></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F05%2F02%2Flinktipps-zum-wochenstart-brain-drain-in-verlagen%2F&amp;title=Linktipps%20zum%20Wochenstart%3A%20Brain%20Drain%20in%20Verlagen" id="wpa2a_34"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=2766&amp;md5=c54716f769e32652011fd14a507cfec2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Inhalteproduzenten brauchen neue Wertschöpfungsketten &#8211; meine Keynote beim Cologne web content forum</title>
		<link>http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 12:28:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir befinden uns mitten in einer Medienrevolution. Ähnlich wie in Frankreich ab 1789 wird Blut fließen und es werden Köpfe rollen. Es gibt keine störungsfreie Übergangsphase, wo das alte Analoge allmählich vom neuen Digitalen abgelöst wird. Die Revolution hält sich &#8230; <a href="http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/">Weiterlesen &#8594;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/4848e246ea4b42e286b0b4a0432bdf66" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-large wp-image-2637  aligncenter" title="Guillotine" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Guillotine.png?resize=300%2C382" alt="Guillotine" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wir befinden uns mitten in einer Medienrevolution. Ähnlich wie in Frankreich ab 1789 wird Blut fließen und es werden Köpfe rollen.</strong> Es gibt keine störungsfreie Übergangsphase, wo das alte Analoge allmählich vom neuen Digitalen abgelöst wird. Die Revolution hält sich nicht aufhalten, nicht verlangsamen und sie verläuft disruptiv.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Zum Sterben verurteilte Geschäftsmodelle sind zum Beispiel:</strong></p>
<ul style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;"> Schwer nachweisbare Leserzielgruppen für fünfstellige Beträge an Werbekunden zu vermarkten. In ausgewählten Testgebieten in Baden-Württemberg wil Aldi-Süd, einer der größten Zeitungsanzeigenkunden überhaupt, jetzt erstmals ausprobieren, ob sich die aktuellen Angebote anstatt mit Printanzeigen nicht auch mit Hauswurfprospekten preiswerter und effektiver bewerben lassen. Wenn das Experiment erfolgreich verläuft, ist absehbar, dass Aldi auch in anderen Bundesländern auf Zeitungsannoncen verzichten wird. Und dass die anderen Discounter nachziehen werden. Allein Aldi Süd und Nord schalten im Jahr für 380 Millionen Euro Zeitungsanzeigen. Insgesamt tragen Händler mit 40 Prozent zum Anzeigenumsatzvolumen bei. Sollte das wegbrechen, bekämen die Verlage ein Riesenproblem.</li>
</ul>
<ul style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;"> Zeitungen zu verkaufen, deren Inhalte zu großen Teilen aus Agenturmaterial und sonstigen beliebigen Inhalten bestehen, war sehr lukrativ, solange es nicht weiter auffiel. In Zeiten, wo Zeitungen zu großen Teilen identische Webportale betreiben, fällt es sehr auf. Warum die Zeitung kaufen, wenn die Inhalte überall kostenfrei im Netz stehen?</li>
</ul>
<ul style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;"> Rubrikenanzeigen millimeterweise teuer abzurechnen, war äußerst lukrativ. Jetzt gibt es kostenlose Marktplätze im Netz.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">All diese Geschäftsmodelle können so nicht weiterlaufen.</p>
<p style="text-align: left;">Für das Fernsehen und das Radio ist der Wandel zu digitalen Medien weniger dramatisch. Sie haben es leichter, ihre Angebote netzgerecht aufzubereiten. Und außerdem brechen ihnen die Werbeeinnahmen auf ihren klassischen Kanälen nicht dermaßen weg. Im Gegenteil: Radio hat in der Krise von seinem Image als Abverkaufsmedium sogar profitiert, und beim Fernsehen ziehen die Werbebuchungen schon wieder an.</p>
<p style="text-align: left;">Die Verlage müssen sich allerdings etwas einfallen lassen. Sie müssen einerseits mit ihren Inhalten ins Netz, weil ihre Nutzer dort immer stärker zu finden sind. Sie müssen andererseits neue Wege finden, ihre Inhalte im Netz zu monetarisieren. Vor allem, weil an Werbeplätzen im Internet kein Mangel herrscht, was bekanntlich die Preise extrem drückt.</p>
<p style="text-align: left;">Weil der Veränderungsdruck bei den Verlagen am größten ist, aber auch weil das die Medienwelt ist, aus der ich komme, befasse ich mich heute vorrangig mit einigen Beispielen, wie Verlage neue Wertschöpfungsketten im Internet entwickeln. Damit, was gute Chancen hat, erfolgreich zu werden und was eher nicht. Und natürlich mit ganz neuen Marktbeteiligten, die man als Bedrohung empfinden kann. Oder von denen man lernen kann &#8211; je nach Position, die man einnimmt.</p>
<h4 style="text-align: left;">Meine Kernthesen:</h4>
<ol>
<li><strong>Das Paywall-Paradoxon</strong></li>
<li><strong>Die Qualität von &#8220;Qualitätsinhalten&#8221; liegt im Auge des Betrachters.</strong></li>
<li><strong>Es wird in Teilen eine Entbündelung bisheriger Inhaltspakete geben. </strong></li>
<li><strong>Inhalte im Internet werden sich künftig aus vielen verschiedenen Quellen und Geschäftsmodellen finanzieren müssen.</strong></li>
<li><strong>Medienhäuser müssen auch Kuratoren externer Inhalte werden.</strong></li>
</ol>
<p style="text-align: center;"><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-2642" title="deposit-coins-here" src="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/deposit-coins-here.png?resize=300%2C188" alt="deposit-coins-here" data-recalc-dims="1" /><br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: left;">1. Das Paywall Paradoxon</h4>
<p style="text-align: left;"><strong>Paid Content ist nicht die einzige Alternative zur Werbefinanzierung. Zwinge Deinen Nutzer in Bezahlmodelle, die ihm widerstreben und Du wirst ihn verlieren. Biete ihm etwas Einzigartiges, das er sonst nirgendwo bekommt, und er wird vielleicht sogar freiwillig dafür bezahlen.</strong></p>
<p>Können Inhalteanbieter Einnahmen verlieren, obwohl sie das Produkt verteuern? Das geht ohne weiteres. Zeitungen gehen ein hohes Risiko ein, wenn sie für ihre bisher kostenfreien Inhalte im Internet plötzlich Geld verlangen.</p>
<p>Die Abozahlen von amerikanischen Regionalzeitungen, die in den letzten zwei, drei Jahren &#8220;Online-only&#8221;-Abonnements eingeführt haben, sind jedenfalls ernüchternd. <a href="http://paidcontent.org/table/whos-charging"><strong>Das amerikanische Webportal paidcontent.org hat vor einigen Tagen die Online-Abo-Zahlen von 26 amerikanischen Regionalzeitungen ausgewertet.</strong></a></p>
<p style="text-align: left;">Spitzenreiter ist der Webableger der Zeitung &#8220;Arkansas Democrat Gazette&#8221; in Little Rock &#8211; mit nur 3500 gewonnenen Online-Only-Abonnenten in neun Jahren. Bei allen anderen untersuchten Portalen sieht es noch schlechter aus. &#8220;Newsday&#8221; auf Long Island hat es auf 35 Webabos zum Preis von 20 Dollar monatlich gebracht. Auf jeden 1000. Zeitungsabonnenten oder -käufer kommt hier ein einziger Webportal-Abonnent.</p>
<p style="text-align: left;">Gewinne und Verluste zwischen Print, dem alten offenem Portal und dem neuen Bezahlportal sind Faktoren, die in eine realistische Bewertung des Erfolgs oder Misserfolgs von Bezahlcontent im Internet eigentlich mit einfließen müssten. Aber das sind natürlich Zahlen, die diese Verlage nicht herausrücken.</p>
<p style="text-align: left;">Deutsche Verlage tun das übrigens auch nicht, wenn nicht wirkliche Erfolge zu verkünden sind.</p>
<p style="text-align: left;">Der Axel Springer Verlag hat im Dezember 2009 die Inhalte seiner Regionalzeitungen ”Hamburger Abendblatt&#8221; und &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; teilweise kostenpflichtig gemacht. Das Vorgehen ist  in Medienkreisen teilweise (zum Beispiel von Stefan Niggemeier) <strong><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">mit Befremden aufgenommen worden</a></strong>, weil die Inhalte praktisch über Nacht kostenpflichtig wurden &#8211; der Zugang zu lokalen und regionalen Inhalten kostet beim &#8220;Abendblatt&#8221; seitdem 7,95 Euro im Monat. Die Einführung ging außerdem einher mit einem Kommentar des stellvertretenden Chefredakteurs Matthias Iken, der den Abschluss eines Online-Abos zur Moralfrage erklärte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ist es zu viel verlangt, in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet oder das Telefonvoting für sinnbefreite Casting-Shows mindestens 50 Cent, für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent am Tag zu bezahlen?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Das steht beim &#8220;Hamburger Abendblatt&#8221; <a href="http://www.abendblatt.de/ratgeber/article1307619/abendblatt-de-gibt-es-seit-heute-im-Abonnement.html">auch heute noch so im Netz</a>. Allerdings kann man natürlich sagen, letztlich zählt der Erfolg. Es zählen die gewonnenen Online-Abos. Und es zählt, ob es auf der anderen Seite Einbrüche bei den werbefinanzierten frei zugänglichen Webseiten gegeben hat. Vielleicht sehen die Zahlen ja gar nicht so schlecht aus.</p>
<p style="text-align: left;">Wieviele Abonnenten die beiden Plattformen inzwischen gewonnen haben, gibt Springer noch nicht bekannt. Aber die IVW-Zahlen geben immerhin Aufschluss auf die Auswirkungen auf die Online-Plattformen. Beim &#8220;Hamburger Abendblatt&#8221; ist die Zahl der Visits sogar um ein Viertel gestiegen (von 5,4 Millionen im März 2009 auf 6,7 Millionen im März 2010). Bei der &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; ist sie dagegen um ein Drittel eingebrochen (von 3,7 Millionen im März 2009 auf nur noch 2,5 Millionen im März 2010).</p>
<p style="text-align: left;">Was kann man daraus ableiten? <strong>Wenn es keine Alternative zu einem Bezahlangebot gibt, wird ein nennenswerter Teil der Nutzer ein Online-Abo abschließen, so dass sich Paid Content im Web unter dem Strich rechnen kann.</strong> Das &#8220;Abendblatt&#8221; ist auf dem Hamburger Tageszeitungsmarkt quasi Monopolist, wenn man von der Boulevardzeitung &#8220;Hamburger Morgenpost&#8221; einmal absieht. Die &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; ist auf dem umkämpften Berliner Zeitungsmarkt alles andere als ein Monopolist. Offensichtlich denken sehr viele Nutzer, dass sie die Inhalte genausogut auch beim &#8220;Tagesspiegel&#8221; oder bei der &#8220;Berliner Zeitung&#8221; kostenlos lesen können.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wer als kostenpflichtiger Inhalteanbieter nur einen Klick von kostenfreien Alternativen entfernt ist, für den könnte sich Paid Content als teurer Irrweg erweisen.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ernüchternd für die Verfechter von Paid Content im Internet ist eine auch <a href="http://rd.kpmg.co.uk/mediareleases/21031.htm"><strong>aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung KPMG</strong></a> für den britischen Markt: <strong>Die Briten nutzen immer mehr Inhalte im Internet und befassen sich immer länger damit, aber 90 Prozent der Nutzer bezahlt nichts dafür und will auch weiterhin nichts bezahlen.</strong> Und von denen, die vielleicht Geld für Medienangebote im Internet ausgeben wollen, wollen die meisten nur Musik und Filme herunterladen.</p>
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: left;">2. Die Qualität von &#8220;Qualitätsinhalten&#8221; liegt im Auge des Betrachters.</h4>
<p style="text-align: left;"><strong>Nur wenige Nutzer werden bereit sein, für Inhalte im Internet, auf dem Mobiltelefon oder auf dem Tablet-PC zu bezahlen, die es bisher umsonst gab, wenn ihnen nicht zugleich auch ein Mehrwert geboten wird, den sie bisher nicht hatten. Auch dann nicht, wenn der Anbieter seinen bisherigen Gratisangeboten nun das Etikett &#8220;Qualitätsinhalt&#8221; anheftet.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Was ist ein Qualitätsinhalt? Verstehen Anbieter und Nutzer unter Qualitätsinhalten überhaupt das Gleiche? Und selbst wenn die Nutzer das Gleiche meinen wie die Anbieter, wollen sie dann dafür bezahlen? Im <a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10952"><strong>Interview mit dem US-Talker Charlie Rose</strong></a> sagte Springer Chef Matthias Döpfner kürzlich, die Verleger müssten eigentlich täglich niederknien und Steve Jobs danken, dass er ihnen das iPad beschert hat.</p>
<p style="text-align: left;">Doch ist das iPad &#8211; oder das WePad &#8211; wirklich der Heilsbringer für Inhalteanbieter? Für manche vielleicht, aber vielleicht nicht unbedingt für Verlage.</p>
<p style="text-align: left;">Werden Mediennutzer, denen ein Zeitungsabo für 30 und 40 Euro im Monat zu teuer geworden ist, weil sie den größten Teil der Nachrichten im Internet umsonst lesen können, plötzlich wieder zu zahlenden Abonnenten, nur weil sie die gleichen Nachrichten in gleicher Aufmachung nun als App auf dem iPad lesen können?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2645" title="weather-HD" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/weather-HD.png?resize=300%2C223" alt="weather-HD" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Insgesamt betracht ist der iTunes App Store natürlich eine gigantische Verkaufsmaschine. Allerdings verkaufen sich vor allem Spiele und Software, die den Alltag erleichtert, besonders gut. Aber Medien-Apps mit periodisch sich erneuernden Inhalten gehören nicht zu den großen Verkaufserfolgen. Auch die von Springer bekanntgegebene Zahl von 100.000 heruntergeladenen &#8220;Welt&#8221; und &#8220;Bild&#8221; iPhone Apps schon im ersten Monat kann sich schnell relativieren, solange man nicht erfährt, wie hoch die Erneuerungsrate ist. Wieviele Nutzer probieren die App nur einmalig aus? Wieviele möchten dafür mehrfach oder dauerhaft bezahlen? Diese Zahlen gibt Springer nicht heraus.</p>
<p style="text-align: left;">Auch einzelne Apps für das iPad sind bereits ein Renner. Schon jetzt werden für iPad Apps im Wert von über 370.000 Dollar pro Tag verkauft.  <strong><a href="http://www.businessinsider.com/a-look-inside-apples-app-store-2010-4">Die Macher der App &#8220;Weather HD&#8221; schätzen in einer Analyse für das Portal &#8220;Business Insider&#8221; den Markt für bezahlte iPad Apps auf eine Milliarde Dollar in zwei Jahren.</a></strong></p>
<p style="text-align: left;">Allerdings war in den ersten Tagen nach dem iPad Verkaufsstart am Ostersamstag unter den 20 umsatzstärksten Apps noch kein einziges Medienangebot. Am meisten gekauft wurde:</p>
<ul>
<li>Büro-Software (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, etc. alles das, was als Standard-Software nicht mitgliefert wird)</li>
<li>Spiele</li>
<li>Multimedia-Anwendungen wie (Baseball-Live-Übertragungen, Wetterkarte etc.)</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die &#8220;Weather HD&#8221; App für 99 Cent verkaufte sich schon mehrere tausend Mal, bevor das iPad überhaupt auf dem Markt war.</p>
<p>Dass noch kein großer Umsatz mit Medienapps gemacht wird, muss natürlich mittelfristig nichts heißen, da viele Medien-Apps jetzt noch kostenlos sind. Außerdem können sie ja noch verbessert werden. Der geringe Umsatz ist aber ein Indiz dafür, dass die Medienapps momentan jedenfalls noch nicht sonderlich attraktiv sind.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2647" title="WSJ-app" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/WSJ-app.png?resize=300%2C382" alt="WSJ-app" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Mich wundert  das nicht, denn die  iPad Apps von &#8220;New York Times&#8221;, &#8220;Wall Street Journal&#8221;, &#8220;Time&#8221;, &#8221; Men&#8217;s Health&#8221;, in Deutschland die iPad App der &#8220;Welt&#8221;-Gruppe  -  die sehen im wesentlichen alle noch aus wie gedruckte Zeitungen. Alle diese Zeitungs- und Zeitschriften-Apps sollen schon jetzt oder bald Geld kosten, <strong>die App des &#8220;Wall Street Journal&#8221; kostet sogar 17 Dollar im Monat, das ist anderthalb mal so viel wie ein kostenpflichtiger Zugang zur normalen Webseite des &#8220;Wall Street Journal&#8221;.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Und das sind bisherige Reaktionen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2648 aligncenter" title="WSJ-Rez" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/WSJ-Rez.png?resize=489%2C77" alt="WSJ-Rez" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: right;">(&#8220;WSJ&#8221; App Nutzerrezesnion im iTunes-Store)</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: right;"><img class="size-full wp-image-2651 aligncenter" title="wsj insane" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/wsj-insane.png?resize=458%2C48" alt="wsj insane" data-recalc-dims="1" /> (<a href="http://www.engadget.com/2010/04/02/wsj-ipad-subscription-officially-17-29-per-month-is-murdoch-in/"><strong> engadget</strong></a>)</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Die Verlage hoffen also, dass die Nutzer bezahlen, obwohl sie dem Nutzer weniger Funktionalitäten bieten als ihre kostenfreien Webpendants, die immer nur einen Fingerspitzendruck entfernt sind. Direkt neben einer Bezahl-App liegt ja immer auch das kostenlose normale Internet.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Warum sollten Nutzer also dafür zahlen, dass sie:</p>
<ul>
<li>Beiträge bekommen, die in der Regel nur einmal täglich aktualisiert werden</li>
</ul>
<ul>
<li> nicht kommentieren dürfen</li>
</ul>
<ul>
<li> keine Links ins Internet bekommen, also keine zusätzlichen Informationen und keinen Kontext außerhalb der App</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die neue iKiosk App der Welt Gruppe (Folie) hat bisher zwar erst zwei* Nutzerbewertungen im Tunes Store bekommen. Aber diese beiden Bewertungen drücken aus, was sinngemäß auch <a href="http://netzwertig.com/2010/04/09/die-welt-die-erste-deutsche-medien-ipad-app-enttaeuscht/"><strong> Andreas Göldi bei netzwertig</strong></a> sagt:</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2652" title="welt-rez" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/welt-rez.png?resize=563%2C304" alt="welt-rez" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">*Zum Zeitpunkt der vorgetragenen Keynote gestern war es erst eine Rezension.</p>
<p style="text-align: left;">Es gibt allerdings Medien-Apps für das iPad, die jetzt schon mehr bieten als Print oder Web und die nicht nur Studien sind, sondern echte Apps, die schon auf dem Markt sind. &#8220;USA Today&#8221; bietet einige Zusatzfunktionen und auch die &#8220;Guardian eyewitness app&#8221; ist klasse gemacht: brilliante Darstellung,  hochauflösend. Sie ist gratis. Sehr überzeugend scheint auch die Anwendung um Marvel Comics zu sein &#8211; man kann die Bilder  einzeln durchlaufen lassen, dann wirken sie fast wie ein Animationsfilm. Wunderschön gemacht ist ebenfalls der Bilderbuch-Klassiker &#8220;Alice for the iPad&#8221; (lesenswert dazu auch die <strong><a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/13/alice-for-the-ipad-wunderland-der-neuen-medien/">Rezension von Matthias Schwenk</a></strong>).</p>
<p style="text-align: left;">
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: center;">3.   <strong>Es wird in Teilen eine Entbündelung bisheriger Inhaltspakete geben.</strong></h4>
<p><strong>Das Modell &#8220;Wundertüte&#8221; funktioniert nicht mehr für jeden Anbieter. Inhalte rund um die Themen Auto oder Reisen müssen nicht notwendigerweise genauso finanziert werden wie politische Hintergrundgeschichten, nur weil diese Angebote im gleichen Medium erscheinen. </strong></p>
<p>Man kann Inhalte aus Ursprungsmedien entbündeln und thematisch vertikalisieren. Burda macht das bereits seinem Netzwerk <a href="http://www.glam.de"><strong>Glam</strong></a>, dass aus knapp 1800 deutschsprachigen Webseiten zum Thema Mode besteht, größtenteils nutzergeniert. Rund 150 Angebote werden exklusiv von Glam vermarktet, die anderen nicht exklusiv. Diese Bündelung von eigenem und fremdem Content hat den Vorteil, dass Werbekunden große Reichweiten mit spitzen Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden. Das lässt sich besser vermarkten als entweder spitze Zielgruppen oder große Reichweiten. Diese Vertikalisierung betreibt, bzw. plant Burda außerdem für das Wissenschafts-Netzwerk <a href="http://scienceblogs.de"><strong>ScienceBlogs</strong></a>, für den Gossip- und Promi-Bereich, für Food und Rezepte und für Garten und Wohnen. Das sind so ziemlich die Themenbereiche, die sich am besten auf diese Weise vermarkten lassen.</p>
<p>Bei vielen Themen sind zusätzliche nutzergenierte Inhalte ein probates Mittel  um Reichweite zu vergrößern, zum Beispiel Bewertungsplattformen und Frage-Antwort-Seiten wie die neue Plattform <strong><a href="http://fragen.focus.de/">Focus Fragen</a></strong>. Solche bei Google gut rankende Plattformen sind natürlich auch eine Antwort auf Content-Farmen wie Demand Media. E-Commerce, an redaktionellen Inhalt angegliedert oder eigenständig, ist natürlich ebenfalls ein wichtiger Faktor, bei den großen Medienhäusern im Digitalbereich sogar der lukrativste.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel für die Entbündelung von Inhalten sind Inhalte-Aggregatoren. Der Burda Aggegator <a href="http://www.nachrichten.de/"><strong>nachrichten.de </strong></a> ist noch im Versuchsstadium. Die höchsten Auszahlungen an Inhalteanbieter  liegen bisher im dreistelligen Eurobereich. Aber das Portal ist auch erst ein halbes Jahr alt und hat erst 120.000 Unique User im Monat. Angestrebet sind bis zu einer Millionen. Bei Burdas Aggregator<a href="http://www.finanzen100.de/"> <strong>finanzen100</strong></a> ist von Auszahlungen an Inhalteanbieter noch gar keine Rede. Aber beides sind Versuche, bestehende Inhalte neu zu bündeln, zusätzlich zu monetarisieren und dieses Geschäft nicht allein Google zu überlassen.</p>
<h4 style="text-align: center;">4. Inhalte im Internet werden sich künftig aus vielen verschiedenen Quellen und Geschäftsmodellen finanzieren müssen</h4>
<p style="text-align: left;">Wenn die Nutzer schon ausgesprochen wählerisch sind bei den Inhalten, für die sie bezahlen wollen, was gibt es sonst noch an Geschäftsmodellen? Und für wen könnten diese Modelle funktionieren?</p>
<p style="text-align: left;">Ein Geschäftsmodell schwappt derzeit aus den USA zu uns herüber: <strong>Content-Farmen wie Demand Media</strong>, d.h. nachfrage-orientierte Inhaltefabriken. Der übliche Produktionsablauf ist hier umgekehrt. Erst wird ausgewertet, wonach viele Webnutzer vergeblich suchen, z.B. „Rezept für Guacamole“, „Origami-Herz falten“ oder „Scheinwerfer wechseln 2005 Toyoto Corolla“. Dann definiert ein Algorithmus geeignete Beiträge, um lukrative Anzeigen zu generieren. Dann erst wird der Auftrag an einen Pool von rund 10.000 Autoren, Rechercheuren und Webfilmer herausgegeben. 4000 Beiträge werden täglich geschrieben und ins Netz gestellt. Demand Media hat rund 100 Millionen Besucher monatlich, ist der größte Produzent von Videos für YouTube und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen dreistelligen Millionen-Dollar-Umsatz größtenteils mit Onlinewerbung. Es ist ein umgekehrtes Geschäftsmodell für austauschbare generische Texte. Ein Trend ist dabei absehbar: <strong>Klassische Inhalteanbieter werden mit dieser Art von generischen Texten entweder genauso verfahren oder gegen Content-Farmen bald nicht mehr konkurrieren können.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Man kann auch auf funktionierende <strong>Micropayment-Systeme</strong> warten. Mehrere Verlage arbeiten schon seit einiger Zeit an einem gemeinsamen verlagsübergreifenden Micropayment-System, mit dem einzelne Artikel für wenige Cent gekauft werden können. Vor allem Konstantin Neven DuMont ist ein großer Verfechter dieser Lösung. Denn natürlich wollen Nutzer wie bisher 5, 10 oder 20 verschiedene Medien im Web nutzen. Aber wer kann oder will schon soviele Online-Abos abschließen, wenn er dann doch nur wenige Inhalte von jedem Anbieter nutzt? Also sollte man Beiträge zu vernünftigen Preisen auch einzeln kaufen können. Vernünftig heißt dabei nicht: 2 Euro pro Beitrag wie bei der &#8220;FAZ&#8221;, sondern wirklich wenige Cent.</p>
<p style="text-align: left;">Der Nachteil: Wenn ich für jeden einzeln Beitrag erst mal das Sparschwein füttern muss, bevor die Bezahlschranke aufgeht, könnte dies das schnelle und effektive Websurfen doch arg behindern, so dass nicht viel dabei herumkommt. Außerdem muss natürlich eine Lösung gefunden werden, bei der nicht unverhältnismäßig viel beim Transaktions-Dienstleister hängenbleibt. Deshalb ist Paypal für einzelne Artikel keine Lösung. Diese Gemengelage ist im wesentlichen der Grund dafür, dass es immer noch keine funktionierenden Microbezahlsysteme gibt.</p>
<p style="text-align: left;">Man kann als Medienanbieter auch darauf bauen, dass man so sehr geschätzt wird, dass zumindest ein Teil der Nutzer freiwillig dafür bezahlt , dass es dieses Angebot auch weiterhin geben wird. Die &#8220;taz&#8221; hat ja schon immer abgestufte Abopreise verlangt. Der Normalabopreis ist nur ein Durchschnittswert. Man kann auch freiwillig mehr bezahlen und damit ärmere Abonnenten unterstützen, die sich nur ein subventioniertes Abo leisten können.Ganz neu ist allerdings dieser Spendenbutton auf der Webseite:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2655" title="taz-spendenbutton" src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/taz-spendenbutton.png?resize=300%2C124" alt="taz-spendenbutton" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Seit einiger Zeit gibt es außerdem freiwillige Microbezahlsysteme wie Kachingle und flattr. Bei beiden Plattformen können Nutzer ihre Wertschätzung gegenüber Blogs und anderen Webseite dadurch ausdrücken, dass sie ihnen freiwillig kleine Beträge zukommen lassen. Bei Kachingle wird dabei monatlich jeweils ein Betrag von 5 Dollar pro Spender auf diejenigen teilnehmden Webseiten verteilt, die der Spender unterstützen möchte. Bei flattr kann der monatlichen Betrag selbst bestimmen. Bei <a href="http://www.kachingle.com/"><strong>Kachingle </strong></a>machen in der Betaphase derzeit 130 Webseitenbetreiber mit, <a href="http://flattr.com"><strong>flattr</strong></a> (hier ein <a href="http://netzwertig.com/2010/02/11/flattr-neuer-micropaymentdienst-setzt-auf-die-thank-you-economy/"><strong>Bericht bei netzwertig</strong></a> und ein <strong><a href="http://www.netzpiloten.de/2010/04/13/flattr-geld-verdienen-ist-kein-recht-sondern-eine-moglichkeit/">Interview bei den Netzpiloten</a></strong>) ist noch im geschlossenen Beta-Test mit nur wenigen ausgewählten Webseiten.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2657" title="Kachingle-mashup" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/Kachingle-mashup1.png?resize=300%2C187" alt="Kachingle-mashup" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Sehr schön finde ich: Bei flattr &#8211; eine Wortschöpfung aus to flatter = jemand schmeicheln und flat rate fee &#8211; drückt sich das Konzept und das Weltbild, das dahinter steckt (das komplette Gegenteil der Beschimpfung einer &#8220;Gratiskultur&#8221; und der &#8220;Webkommunisten&#8221;) im <a href="http://flattr.com/"><strong>Erklärvideo</strong></a> aus.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wofür spenden Nutzer? Was schätzen Nutzen so sehr, dass einige freiwillig dafür bezahlen?<br />
</strong></p>
<ul>
<li>Kontext, Analyse, Einordnung. Die Nachricht hinter der Nachricht. Kritisches Hinterfragen. Pointieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Medium meines Vertrauens als Bezugspunkt im Internet, an den ich mich wenden kann als mündiger Bürger, um gut informiert zu sein und um Einfluss zu nehmen auf gesellschaftliche Belange.</li>
</ul>
<ul>
<li>Einzigartigkeit, nicht Inhalte, die es auch überall woanders gibt.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die Bewährungsprobe für freiwillige Micropayments steht bei kommerziellen Medien noch aus, weil sich noch keine klassischen Medien daran beteiligt haben. Es ist aber anzunehmen, dass die Spendenbereitschaft für nicht-kommerzielle  Medien wie Blogs wesentlich größer sein dürfte als für Webportale, die mit Werbebannern überfrachtet sind. Momentan sind die Modelle ohnehin noch kaum bekannt, die Zahl der Spender ist noch gering und es lässt sich kaum abschätzen, ob die Modelle erfolgreich sein werden.</p>
<h4 style="text-align: center;">Spot Us &#8211; ein  Paradebeispiel für Crowdfunding</h4>
<p style="text-align: center;"><strong><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-2658" title="spotuslogo" src="http://medialdigital.de/wp-content/spotuslogo.png" alt="spotuslogo" /></strong></strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://spot.us"><strong>Spot Us</strong></a> ist ein Marktplatz für Recherchen und eine Paradebeispiel für <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding"><strong>Crowd funding</strong></a>. Die Plattform wurde von David Cohn in San Francisco gegründet, hat einen Ableger in Los Angeles und <strong><a href="http://blog.digidave.org/2010/04/spot-us-in-seattle">seit neuestem auch einen weiteren Ableger in Seattle</a></strong>. Nutzer können Recherchen zu investigativen Themen bestellen und dafür spenden. Wenn genug Spenden zusammengekommen sind und das Projekt finanziert ist, ziehen die Reporter los und bearbeiten das Thema. Es entscheiden bei diesem Modell also nicht die Journalisten, sondern die Bürger mit ihren Interessen und ihrem Geldbeutel, worüber geschrieben wird und wann das geschieht.</p>
<p>Das teuerste und spektakulärste Projekte,das bisher über Spot Us finanziert wurde, ist der <a href="http://blog.spot.us/2009/11/10/the-pacific-garbage-patch-published/"><strong>Bericht von Lindsey Hoshaw über den pazifischen Müllteppich</strong></a>. Er erschien im vergangenen November zunächst in der &#8220;New York Times&#8221;. Die Geschichte ging danach rund um die Welt.</p>
<p>Vor allem für teure Recherchen für investigative oder gesellschaftlich relevante Inhalte, die sich mit Micropayments und Einzelspenden nicht finanzieren lassen, kommen auch <strong>Stiftungen als Finanziers </strong>in Frage. In den USA gibt es eine ganze Reihe von Plattformen wie Spot US, ProPublica, <a href="http://www.everyblock.com"><strong>Everyblock</strong></a>, die von Mäzenen, Stiftungen und einer Vielzahl von Einzelspenden (teil-) finanziert werden oder wurden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2659" title="propublica" src="http://i2.wp.com/medialdigital.de/wp-content/propublica.png?resize=329%2C137" alt="propublica" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.propublica.org/"><strong>ProPublica</strong></a> finanziert sich momentan vor allem aus einem Grundstock von 10 Millionen Dollar jährlich aus dem Vermögen des Ex-Bankiers Herbert Sandler.  Eine weitere Million kam im letzten Jahr von diversen weiteren Stiftungen hinzu.</p>
<p style="text-align: left;">ProPublica publiziert für renommmierte Medien, unter anderem:</p>
<ul>
<li>27 Beiträge für die L.A Times</li>
<li>9 Beiträge für die &#8220;Washington Post&#8221;</li>
<li>8 Beiträge für &#8220;USA Today&#8221;</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Diese Medien bekommen die Beiträge nicht umsonst, sondern müssen nach wie vor einen substanziellen Kostenbeitrag leisten, aber sie tragen eben nicht das gesamte Finanzierungsrisiko.</p>
<p style="text-align: left;">Die freie Journalistin Sheri Fink <a href="http://www.nytimes.com/2009/08/30/magazine/30doctors.html"><strong>berichtete für das &#8220;New York Times Magazine&#8221;</strong></a> über die medizinische Versorgungskatastrophe nach den Überschwemmungen in New Orleans. Die Recherche zog sich über fast ein Jahr und kostete 400.000 Dollar &#8211; einen Beitrag, den sich das &#8220;NYT Magazine&#8221; nicht leisten konnte. Immerhin die Hälfte hat das das Magazin aber bezahlt, weil die Redaktion die Story wichtig fand, den Rest hat ProPublica finanziert.</p>
<p style="text-align: left;">Dieses Beispiel ist in die Geschichte eingegangen: Sheri Finks Story ist das erste Beispiel für ein Stück stiftungsfinanzierten Journalismus, das einen Pulitzer Preis gewonnen hat.</p>
<p style="text-align: left;">In Deutschland sind Stiftungen ein eher schwieriges Thema, weil sie meistens langfristig satzungsgebunden sind und nicht kurzfristig auf Konjunkturkrisen und Werbeflauten reagieren können. Außerdem haben wir hier mit unserem öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon eine sozusagen sozialisierte Stiftung für Medieninhalte. Sie finanziert allerdings nicht zielgenau gesellschaftspolitisch wichtige Beiträge, die sich auf dem freien Markt nicht finanzieren lassen.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Beispiel für die Diversifikation von Geschäftsmodellen: <a href="http://www.niemanlab.org/2010/04/can-explainers-be-the-basis-for-a-revenue-stream-voice-of-san-diegos-scott-lewis-thinks-so/"><strong>Die profitable Webseite Voice of San Diego finanziert sich aus fünf verschiedenen Erlösquellen:</strong></a></p>
<ul>
<li>Stiftungsgelder</li>
<li>Großspender und institutionelle Spender</li>
<li>Einzelspender</li>
<li>Werbeeinnahmen</li>
<li>Syndizierung von Inhalten an andere Medien.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Mit ihren Spenden bekommen die Spender nicht nur mitgeteilt, welchen Gegenwert sie jeweils finanzieren, z.B.:</p>
<ul>
<li>für 35 Dollar Online-Werbebanner, um neue Nutzer auf die Site aufmerksam zu machen</li>
<li>für 500 Dollar eine etwas aufwändigere lokale Recherche</li>
<li>für 1000 Dollar einen Laptop uns soweiter.</li>
</ul>
<p>Zusätzlich bekommen die Spender &#8211; in verschiedenen Abstufungen &#8211; Mitgliedschaften und Zugänge zu Veranstaltungen und Kursen.</p>
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: center;">5. Medienhäuser müssen auch Kuratoren externer Inhalte werden.</h4>
<ul>
<li>Sie müssen lernen, Angebote von interessierten Nutzern sinnvoll zu integrieren und pflegen. Sie müssen sich zu Plattformen mit dieser Kompetenz wandeln.</li>
<li> Sie müssen journalistische Beiträge als Teil eines fortlaufenden Prozesses, nicht als Endergebnis betrachten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sie müssen sehr viel stärker zu Kuratoren von Beiträgen und Meinungsäußerungen einer informierten und interessierten Öffentlichkeit werden. Bisher machen die meisten Webportale keinen Unterschied zwischen dummen und überflüssigen Kommentaren, solange sie sich im gesetzlichen Rahmen bewegen, und zwischen intelligenten und fundierten Kommentare, die es vom Informationsgehalt her locker mit den ursprünglichen Beiträgen aufnehmen können.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Potenzial, dass kompetente Nutzer eine Recherche weiterbringen, einen anderen Standpunkt in eine Geschichte hineintragen und Fehler korrigieren können, wird heute noch sträflich vernachlässigt.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Wie wertvoll die Hilfe interessierter Bürger sein kann, zeigte sich im vergangenen Jahr beim ”Guardian&#8221;. Der &#8220;Guardian&#8221; hat die gesamten verfügbaren Daten zum Spesenskandal der britischen Unterhaus-Abgeordneten <a href="http://spreadsheets.google.com/ccc?key=rvWgEEGK9xuUQBR1EFcxHWA"><strong>in Tabellenform aufbereitet</strong></a> und außerdem die Daten über eine offene Schnittstelle zu Verfügung gestellt. Es ging damals darum: Wer hat welche Steuernachlässe in Anspruch genommen? Wer hat sie zurückgezahlt? Wer nicht? Es waren über eine halbe Million parlamentarischer Dokumente. Viel zu viele, um sie jemals redaktionell ohne Hilfe von außen zu sichten oder gar auszuwerten. Der &#8220;Guardian&#8221; hat das auch gar nicht erst versucht, sondern seine Nutzer gefragt: <a href="http://mps-expenses.guardian.co.uk/"><strong>Can you help us?</strong></a></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2660" title="guardian expenses" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/guardian-expenses.png?resize=494%2C131" alt="guardian expenses" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Der &#8220;Guardian&#8221; richtete eine offene Schnittstelle ein und bat externe Programmierer und Webdesigner um Visualisierungen und MashUps der Daten. Außerdem bat die Redaktion Nutzer, jeweils einzelne Dokumente mit Vor-Ort-Recherchen zu überprüfen. Wenn zum Beispiel der Vorwurf an den Abgeordneten XY lautete, für 5000 Pfund aus Steuergeldern seinen Gartenteich mit einer Bronzestatue verschönert zu haben, dann lautete die Frage: Kann man bitte jemand, der dort in der Nähe wohnt, hingehen, und nachschauen, ob es diese Statue wirklich gibt? Plausiblen Hinweisen ist die Redaktion dann selbst nachgegangen, nichts wurde ohne redaktionelle Überprüfung veröffentlicht. Die journalistischen Kernkompetenzen Sorgfalt und Glaubwürdigkeit wurden also nicht outgesourct.</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Gibt es auch hierzulande schon Versuche, die Nutzer ernsthaft mit einzubeziehen? In Ansätzen ja. Inzwischen beginnen Verlage zu erkennen, welche wertvollen Schätze in ihren eigenen Archiven, aber auch in den Schubladen und Fotoalben der Nutzer schlummern. Und auch, wie sehr sich Leser oder Nutzer mit &#8220;ihrer&#8221; Zeitung identfizieren, wenn sie mit ihren Beiträgen wirklich ernst genommen werden.</p>
<p style="text-align: left;">Ein Beispiel dafür ist das Medienhaus Lensing mit seiner <strong>Fotocommunity <a href="http://www.nahraum.de/">nahraum.de</a> für den Großraum Dortmund</strong>. Zum Start im November 2009 hat die Redaktion die Foto-Datenbank mit 35.000 redaktionellen Fotos befüllt. Inzwischen haben etwa 1500 Mitglieder weitere 13.000 private Aufnahmen hochgeladen. Darunter sehr viele historische Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Die Leute haben reihenweise alte Fotoalben eingescannt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2661" title="nahraum" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/nahraum.png?resize=300%2C258" alt="nahraum" data-recalc-dims="1" /></p>
<p style="text-align: left;">Schon mehrfach waren die Geschichten hinter den Fotos so gut, dass die Redaktion daraus Beiträge für ihr Onlineportal ruhrnachrichten.de und für die die Printausgabe &#8220;Ruhr-Nachrichten&#8221; gemacht hat. Die Nutzer sind natürlich stolz, was aus ihren Fotos wurde und erzählen das in ihrem Bekanntenkreis weiter.</p>
<p style="text-align: left;">Das gleiche Phänomen tritt übrigens auch bei der &#8220;Rhein-Zeitung&#8221; auf, die sehr stark auf bestehende soziale Netzwerke wie Twitter und Werkenntwen.de setzt. Von Twitter und vor allem aus den intensiven Kontakten bei Werkenntwen.de kommen <a href="http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/"><strong>regelmäßig gute Anregungen für Themen, die von der &#8220;Rhein-Zeitung&#8221; dann online oder in Print umgesetzt werden</strong>.</a> Diese Themen bekommen ein eigenes Logo &#8220;Ihr Thema aus WKW&#8221;, damit die Nutzer sich wiederfinden.</p>
<p style="text-align: left;">Zurück zur Fotocommunity nahraum.de: Mit dieser Plattform wird momentan noch kein Geld verdient, weil erst einmal die inhaltlichen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Die Plattform ist noch im Beta-Stadium. Deshalb gibt es noch keine Fototassen und Foto-T-Shirts aus einem Merchandising-Shop. Das soll es später geben. <strong>Geplant ist aber vor allem, viel mehr Schnittstellen für die Suche zu schaffen. </strong>Momentan kann man bei der Suche nur auf ein Einzelfoto klicken und bekommt dann Detailinformationen zum Fotoanlass und zum Ort der Aufnahme angezeigt.</p>
<p style="text-align: left;">Viel interessanter wird es natürlich, wenn ich mir Nutzer auch alle Fotos aus meiner Straße anzeigen lassen &#8211; als historischen Längsschnitt. Oder wenn ich mir als zeitlichen Querschnitt alle Fotos aus dem Frühjahr 1958 anzeigen lassen kann. Und dann fliegen die entsprechenden Stecknadelköpfe auf die Google Karte.</p>
<p style="text-align: left;">Man kann also die Nutzer selbst entscheiden lassen, was sie interessiert, wonach sie suchen wollen, womit sie sich punktuell internsiver beschäftigen und was sie vielleicht mit eigenen Texten und Bildern ergänzen wollen. <strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Und an dem Punkt wird solch eine Plattform auch für potenzielle neue Werbekunden interessant. </strong>Wenn Nutzer nach einzelnen Straßen suchen können, dann schaltet vielleicht auch der Metzger aus dieser Straße erstmals in seinem Leben ein Werbebanner. Der Fotoladen aus dem entsprechenden Stadtteil macht vielleicht Sonderangebote für Communitymitglieder. Und gemeinsam mit örtlichen Firmen können gesponserte Seiten zur lokalen Firmengeschichte aufgesetzt werden. Das dürfte wesentlich lukrativer und nachhaltiger sein als Google AdSense Werbung dorthin zu setzen.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p style="text-align: left;">Das war ein punktueller und subjektiver Querschnitt daraus, was derzeit verschiedene Medien in verschiedenen Ländern für sich als Lösung ausprobieren. Ein Überblick darüber, was ich vielversprechend finde, und was ich für einen Irrweg halte. Ich hätte Ihnen noch eine Menge mehr erzählen können, zum Beispiel über hyperlokale Plattformen, mobile ortsbasierte Dienste und die Potenziale von Social Communities. Das hätte aber den zeitlichen Rahmen gesprengt und wäre trotzdem noch unvollständig gewesen.</p>
<p style="text-align: left;">Diese Keynote hat logischerweise kein allgemeingültiges Rezept für Sie, keine fertige Gebrauchsanweisung für die Medienrevolution und ich denke auch nicht, dass es reicht, in dieser Revolution mit einem iPad als Patentrezept zu winken.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Jedes Medium muss auf seine Weise durch Versuche, durch Trial und Error und schamloses Kopieren erfolgreicher Modelle herausfinden, was bei ihm am besten funktioniert. </strong>Man muss wahrscheinlich sehr vieles ausprobieren und man muss aus Fehlern lernen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Es gibt im Moment noch kein Patentrezepte für einzelne Medien oder andere Anbieter von wertigen Inhalten.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Was wir aber brauchen, ist die Bereitschaft aller, sich auf den Prozess des digitalen Wandels einzulassen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><a href="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/eco-cwcf.jpg?resize=150%2C150"><img class="alignleft size-full wp-image-2663" title="eco-cwcf" src="http://i1.wp.com/medialdigital.de/wp-content/eco-cwcf.jpg?resize=150%2C150" alt="eco-cwcf" data-recalc-dims="1" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><em>Anmerkung: Diese geschriebene Fassung ist circa zehn Prozent länger als die gesprochene Keynote, die ich gestern beim <strong><a href="http://webcontentforum.de/agenda/">Cologne web content forum</a></strong> (Twitter Hashtag #cwcf) des eco Verbandes gehalten habe. Aus einigen der gezeigten Folien habe ich hier Screenshots gemacht, zusätzliche Screenshots und vor allem jede Menge Links zu den Quellen und weiterführenden Seiten im Netz habe ich ergänzt.</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Einen großen Dank nochmal an die Veranstalter für die Gelegenheit, diese Keynote zu halten und auch an die übrigen Referenten. Die gesamte Veranstaltung war sehr informativ und unterhaltsam und bestens organisiert.</em></p>
<p><script src="http://widgets.backtype.com/tweetcount.js" type="text/javascript"></script></p>
<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F04%2F23%2Finhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum%2F&amp;title=Inhalteproduzenten%20brauchen%20neue%20Wertsch%C3%B6pfungsketten%20%E2%80%93%20meine%20Keynote%20beim%20Cologne%20web%20content%20forum" id="wpa2a_38"><img src="http://i0.wp.com/medialdigital.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png?resize=171%2C16" alt="Share" data-recalc-dims="1"/></a></p> <p><a href="http://medialdigital.de/?flattrss_redirect&amp;id=2635&amp;md5=4ef248264088d9c49b589f8a31ea47bd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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