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	<title>Medial Digital &#187; Paywall</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Sauna-Talk und HuffPo-Turbine</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 07:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: vielen Tipps zum Online-Journalismus, Ein-Jahres-Paywall-Bilanz der New York Times, einem gesprächigen Saunagast Jeff Jarvis und einem tödlichen Unfall mit einem Content-Aggegator. Zeit für Experimente Steffen Leidel beantwortet im lab Ausbildungsblog der Deutschen Welle (wird reformiert: mehr Online, weniger Radio) &#8220;fünf Statements, die in dem Reformprozess immer wieder zu hören sind und wahrscheinlich nicht [...]]]></description>
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Seattle-Skyline-Header.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5410" title="Seattle Skyline Header" src="http://medialdigital.de/wp-content/Seattle-Skyline-Header.png" alt="" width="600" height="134" /></a></h4>
<h4>Diesmal mit: vielen Tipps zum Online-Journalismus, Ein-Jahres-Paywall-Bilanz der New York Times, einem gesprächigen Saunagast Jeff Jarvis und einem tödlichen Unfall mit einem Content-Aggegator.</h4>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=2555">Zeit für Experimente</a></h4>
<p><strong>Steffen Leidel </strong>beantwortet im <strong>lab Ausbildungsblog der Deutschen Welle</strong> (wird reformiert: mehr Online, weniger Radio) &#8220;fünf  Statements, die in dem Reformprozess immer wieder zu hören  sind und wahrscheinlich nicht allein DW-spezifisch sind&#8221;. In der Tat dürften die Fragen und Antworten Mitarbeiter und Stratagen auch weiterer Medienhäuser interessieren (und freie Mitarbeiter auch). Ein &#8220;Best of&#8221; mit vielen Links, da Leidel und sein Kollege <strong>Marcus Bösch</strong> zu fast jedem der angesprochen Aspekte schon etwas geschrieben haben.</p>
<h4><a title="Moving away from ‘the story’: 5 roles of an online investigations team" href="http://onlinejournalismblog.com/2012/02/02/moving-away-from-the-story-5-roles-of-an-online-investigations-team/">Moving away from ‘the story’: 5 roles of an online investigations team</a></h4>
<p>Der britische Journalismus-Professor <strong>Paul Bradshaw</strong>, der seit zehn Jahren Online-Journalismus unterrichtet, will in einem Experiment herausfinden, ob zwei  Extreme im Online-Journalismus vermeidbar sind. Die Probleme: Online-Journalisten neigen entweder dazu, an ihren linearen Geschichten zu feilen, bis si sie wirklich gut sind, verlieren dabei aber online-spezifische Dimensionen wie Feedback und Verlinkungen aus dem Blick. Oder sie produzieren  kurzatmigen Häppchenjournalismus (&#8220;Churnalism&#8221;). Bradshaws Lösungsansatz: Teams zusammenstellen mit festen Rollen wie Community-Manager, Datenjournalist etc.</p>
<h4><a href="http://newsonomics.com/at-almost-400000-digital-subscribers-inside-the-new-york-times-pay-strategy-year-2/"><strong>At Almost 400,000 Subscribers, Inside the News York Times Pay Strategy, Year 2</strong></a></h4>
<p>Medienanalyst <strong>Ken Doctor</strong> hat sich die offiziellen Zahlen der <strong>New York Times</strong> nach einem Jahr Paywall angeschaut und mit Hintergrundinformationen angereichert. Eine der Erkenntnisse: Die NYT konnte gegen den Markttrend ihre für den Anzeigenumsatz wichtige gedruckte Sonntagsauflage im vergangenen Jahr steigern. Allerdings ist das Digitalabo um 60 Dollar pro Jahr günstiger, wenn man die Sonntagszeitung dazubucht, als ohne Sonntagsabo. Das ist aber nur auf den ersten Blick paradox. Dazu Doctor: &#8220;Keep the Sunday paper strong for at least several more years — and quite  likely longer — and the Times gains a fighting chance to find a <strong><a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/the-newsonomics-of-sunday-papertablet-subscriptions/">print/digital hybrid model</a> </strong>to sustain its journalism.&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.wiwo.de/ungedruckt/2012/02/05/besser-twittern-eine-studie-zeigt-welche-tweets-wirklich-ankommen/">Besser twittern: Eine Studie zeigt, welche Tweets wirklich ankommen</a></h4>
<p><strong>Sebastian Matthes </strong>gibt in seinem Blog in der Wirtschaftswoche Tipps für den Erfolg bei Twitter. Er beruft sich dabei nicht auf sein Bauchgefühl oder eigene Erfahrungen, sondern auf eine empirische Studie: Was wollen Follower wirklich lesen? Nutzwert und Humor. Killer sind Gejammer über verpasste Straßenbahnen und &#8220;Check-Ins&#8221; bei Foursquare.</p>
<h4><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1546980#/beitrag/video/1546980/Hitziger-Sauna-Talk-mit-Jeff-Jarvis"><strong>Hitziger Sauna-Talk mit Jeff Jarvis</strong></a></h4>
<p><strong>&#8220;Bauerfeind&#8221;</strong> hat sich zum Interview mit <strong>Jeff Jarvis</strong> in der Sauna getroffen. Es ist <a href="http://jakuuub.de/2010/04/14/wie-ich-mit-jeff-jarvis-in-der-sauna-sass/"><strong>nicht das erste Mal</strong></a>, dass Jarvis in der Sauna über seine Thesen plaudert, aber das erste Mal, dass eine Kamera mitlief. Die Video-Aufzeichnung ist in der ZDF-Mediathek abrufbar. Wer Jarvis&#8217; neues Buch &#8220;Public Parts&#8221; nicht kennt, erfährt von ihm eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Heiß<strong> </strong>war es allerdings <a href="https://twitter.com/#!/jeffjarvis/status/165749763931779073"><strong>nicht</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://fraupoe.wordpress.com/2012/02/03/engel-links-teufel-rechts-oder-so/">engel links, teufel rechts … oder so</a></h4>
<p>PR-Beraterin <strong>Maria Pöttering</strong>, alias &#8220;Frau Pö&#8221;, denkt nach über Facebooks Timeline/Chronik, über Googles neue Datenschutzbestimmungen und den vieldiskutierten angeblich baldigen Untergang der Netzkultur. Klare Worte.</p>
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<div>
<h4><a href="http://www.theonion.com/articles/huffington-post-employee-sucked-into-aggregation-t,27244/">&#8216;Huffington Post&#8217; Employee Sucked Into Aggregation Turbine</a></h4>
<p>Verfechter eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage werden vielleicht schadenfreudig vernehmen, dass zum ersten Mal ein Mitarbeiter der Content-saugenden <strong>Huffington Post</strong> Opfer des riesigen konzerneigenen Aggregators geworden ist. Mit Todesfolge. Nachzulesen auf dem Satireportal <strong>Onion News</strong>.</p>
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		<title>Linktipps vom Pazifik: Was macht eigentlich Julian Assange?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 05:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Julian Assange: The Rolling Stone Interview Beim Wort &#8220;Hausarrest&#8221; (juristisch) kommt einem dieser Tage wohl als erstes der unglückselige Kapitän der &#8220;Concordia&#8221; in den Sinn. Aber was ist mit dem anderen Zeitgenossen, dessen Hausarrest nun schon mehr als ein Jahr dauert und um den es ziemlich still geworden ist? Wer sich fragt, was Julian Assange [...]]]></description>
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Jon-Stewart-SOPA.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5357" title="Jon Stewart SOPA" src="http://medialdigital.de/wp-content/Jon-Stewart-SOPA.png" alt="" width="410" height="250" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.rollingstone.com/politics/news/julian-assange-the-rolling-stone-interview-20120118">Julian Assange: The Rolling Stone Interview</a></h4>
<p>Beim Wort &#8220;Hausarrest&#8221; (juristisch) kommt einem dieser Tage wohl als erstes der unglückselige Kapitän der &#8220;Concordia&#8221; in den Sinn. Aber was ist mit dem anderen Zeitgenossen, dessen Hausarrest nun schon mehr als ein Jahr dauert und um den es ziemlich still geworden ist? Wer sich fragt, was <strong>Julian Assange</strong> den ganzen Tag lang treibt und wie er heute zum Projekt Wikileaks steht, sollte dieses lange und bemerkenswerte Interview lesen, das Assange dem Magazin Rolling Stone gegeben hat.</p>
<h4><a href="http://pogue.blogs.nytimes.com/2012/01/19/put-down-the-pitchforks-on-sopa/?ref=personaltechemail&amp;nl=technology&amp;emc=cta1">Put Down the Pitchforks on SOPA</a></h4>
<p>New York Times-Kolumnist <strong>David Pogue</strong> mit einem ausgewogen-kritischen Beitrag zum Aufregerthema &#8220;Stop Online Piracy Act&#8221; (SOPA). Pogue gibt zu bedenken, dass im Proteststrom auch jene mitschwimmen, um deren Interessen es nicht gehen sollte: Die Verfechter eines vermeintlichen Rechts auf kostenlose Verbreitung urheberrechtlich geschützlicher Inhalte. Außerdem sehenswert: <a href="http://www.thedailyshow.com/watch/wed-january-18-2012/ko-computer"><strong>Jon Stewarts Meinung zu SOPA </strong></a>, ein <a href="http://www.fightforthefuture.org/pipa"><strong>Animationsfilm</strong></a> der Organisation Fight for the Future und vor allem der <a href="http://www.ted.com/talks/defend_our_freedom_to_share_or_why_sopa_is_a_bad_idea.html"><strong>Ad-hoc-TED-Vortrag von Clay Shirky</strong></a> (auf den ich aber schon <a href="http://medialdigital.de/2012/01/18/clay-shirkys-furioser-ted-vortrag-gegen-sopa/"><strong>hingewiesen</strong></a> habe).</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2012/01/the-newsonomics-of-signature-content/">The newsonomics of signature content</a></h4>
<p><strong>Ken Doctor </strong>fordert Medienunternehmer dazu auf, zu analysieren, was sie einzigartig macht, um funktionierende Geschäftsmodelle für das Netz zu entwickeln. Für viele Medien sind das laut Doctor weniger die Nachrichten (größtenteils austauschbar), sondern die Journalisten: &#8220;<strong>Newspapers have long believed that it wasn’t any one or a half-dozen  names that sold the paper. They’ve believed the news itself was the  star, and the daily information report was the brand. </strong>That may be still  be true of the Times, the Journal, the Financial Times, the Guardian,  and a handful of other national/global news organizations — all of which  have substantial, multi-hundred newsrooms that produce branded, unique  products. It’s less true of regional and local dailies, many of which  still present too much commoditized news in national, business,  entertainment, and sports coverage, and have bid goodbye to many faces  familiar to readers.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.shirky.com/weblog/2012/01/newspapers-paywalls-and-core-users/">Newspapers, Paywalls, and Core Users</a></h4>
<p><strong>Clay Shirky</strong> analysiert in diesem schon zwei Wochen alten, aber natürlich noch immer sehr lesenswerten Beitrag, <strong>warum die Einheits-Paywall für alle nicht funktionieren kann</strong>. Es geht nämlich nicht vorrangig darum, Inhalte an zahlende Kunden zu verkaufen, sondern die treuesten Leser für eine Dankbarkeitsprämie zu gewinnen: &#8220;the people who hit the threshold and then hand over money  are, almost by definition, people who regard the paper not just as an  occasional source of interesting articles, but as an essential  institution, one whose continued existence is vital no matter what  today’s offerings are.&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/01/die-arbeit-der-zukunft-ist-vernetzt/">Die Arbeit der Zukunft ist vernetzt</a></h4>
<p>Ein schöner  Filmbeitrag von <strong>Julius Endert</strong> für das ZDF-Hyperland-(Blog) darüber, wie Freiberufler und Wissensarbeiter oft schon heute arbeiten und künftig immer häufiger auch Angestellte in anderen Berufen arbeiten werden: vernetzt. In diesem Zusammenhang  immer erwähnenswert ist ein älterer Multimediabeitrag von 2470media  (detailliert, viele Beispiele): Der Klassiker <a href="http://www.2470media.eu/projekte.79.de.html?tfs[video]=6"><strong>Digitale Nomaden</strong></a>.</p>
<h4><a title="19 free ebooks on journalism (for your Xmas Kindle)" href="http://onlinejournalismblog.com/2012/01/09/19-free-ebooks-on-journalism-for-your-xmas-kindle/">19 free ebooks on journalism (for your Xmas Kindle)</a></h4>
<p>Jede Menge <strong>freie englischsprachige Ressourcen</strong> zum Thema digitaler Journalismus. Die meisten sind im pdf-Format und damit keineswegs nur für den Kindle geeignet.</p>
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		<title>Ken Doctors Sieben-Stufen-Test für die neue &#8220;New York Times&#8221; Paywall</title>
		<link>http://medialdigital.de/2011/03/17/ken-doctors-sieben-stufen-test-fur-die-neue-new-york-times-paywall/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 17:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute hat die &#8220;New York Times&#8221; den Beginn ihrer schon lange geplanten Paywall gemeldet. Seit dem heutigen Donnerstag müssen zunächst die Kanadier zahlen, ab dem 28. März auch der Rest der Welt. Demnach soll 20 Beiträge im Monat laut Ankündigung des &#8220;New York Times&#8221; Verlegers Sulzberger junior kostenfrei sein (plus Specials, welche die NYT gesondert [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/aceac0774ba040b0ae6a07d1c8a2d575" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/NYT-Paywall.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4731" title="NYT-Paywall" src="http://medialdigital.de/wp-content/NYT-Paywall.png" alt="" width="460" height="355" /></a></p>
<p>Heute hat die &#8220;New York Times&#8221; den Beginn ihrer schon lange geplanten Paywall gemeldet. Seit dem heutigen Donnerstag müssen zunächst die Kanadier zahlen, ab dem 28. März auch der Rest der Welt. Demnach soll 20 Beiträge im Monat laut <a href="http://www.nytimes.com/2011/03/18/opinion/l18times.html?_r=1"><strong>Ankündigung des &#8220;New York Times&#8221; Verlegers Sulzberger junior</strong></a> kostenfrei sein (plus Specials, welche die NYT gesondert auswählt). Alles, was danach pro Monat abgerufen wird, muss von den Nutzern bezahlt werden. Die Kosten betragen in einem abgestuften Modell bis zu 420 Millionen Dollar pro Jahr.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Ken-Doctor.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4223" title="Ken-Doctor" src="http://medialdigital.de/wp-content/Ken-Doctor-56x75.png" alt="" width="56" height="75" /></a>Medienanalyst <strong>Ken Doctor</strong> war schnell und hat die nun erstmals spezifischen Paywall-Pläne in seiner &#8220;Newsonomics&#8221;-Kolumne bei Nieman Journalism Lab sofort einem <a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/the-newsonomics-of-the-new-york-times-pay-fence/"><strong>Sieben-Stufen-Test</strong></a> unterzogen. Allerdings spricht er nicht von einer &#8220;Mauer&#8221;, sondern lieber von einem &#8220;Zaun&#8221;, weil das Bezahlmodell doch ziemlich flexibel und durchlässig ist. lBei der &#8220;Times&#8221; soll man sich allerdings nichts vormachen, betont Doctor. Das Erreichen der einzelnen Stufen sei kein Anlass die Sektkorken knallen zu lassen, sondern markiere jeweils nur den Beginn der nächsten Stufe.</p>
<p>Das sind Ken Doctors sieben Stufen (mit Interpretationen von mir):</p>
<ol>
<li><strong>Eine Wandlungsquote von einem Prozent erreichen.</strong> Das bedeutet: Aus je 100 bisher kostenlosen Nutzern einen zahlenden Kunden machen. Das klingt einfach und würde der &#8220;New York Times&#8221; bei einem Web-Abopreis von 20 $ pro Monat rund 78 Millionen Dollar pro Jahr in die Kassen spülen. Bei zwei Prozent wären es schon 156 Millionen Dollar. Tatsächlich ist diese Wandlungsrate wahrscheinlich schon deshalb nötig, um die stetig sinkenden Abo- und Einzelverkaufsumsätze mit der Printausgabe (683 Millionen Dollar im Jahr 2010) auszugleichen.</li>
<li><strong>Den Geist von &#8220;Times Select&#8221; vertreiben.</strong> Erinnert sich noch jemand an das furchtbare (und furchtbar gescheiterte) erste digitale Abomodell der &#8220;New York Times&#8221; von 2005 bis 2007? Damals waren alle exklusive Inhalte (zum Beispiel die Kolumnen) hinter der Paywall verschwunden, und es gab keine kostenlosen Teaser. Einer der besten NYT-Kolumnisten, Frank Rich, fürchtete sich offenbar so sehr vor einem neuen Desaster, dass er Anfang März seinen Abgang zum &#8220;New York Magazine&#8221; verkündete. Vor ihm ergriffen auch einige Kolumnisten der Londoner  &#8220;Times&#8221; die Flucht, bevor oder kurz nachdem dort Rupert Murdoch dort seine (allerdings unbezwingbare) Paywall hochzog.</li>
<li><strong>Die Abpraller an der Mauer nicht verschrecken.</strong> Sie sind die interessanteste Zielgruppe für die NYT, weil von ihnen zusätzliche Einnahmen zu erwarten sind. Es sind Nachrichten-Vielkonsumenten, aber keine bisherigen Printabonnenten (denn für die gilt die neue Paywall ohnehin nicht). Die Abpraller wollen behutsam umgarnt werden, vielleicht zahlen sie erst, wenn sie das zweite, dritte oder vierte Mal vor der Mauer oder dem Zaun stehen. Manche früher, manche später, viele wahrscheinlich nie.</li>
<li><strong>Die Anzeigenkunden nicht verschrecken. </strong>In den USA <span style="text-decoration: line-through;">macht die NYT laut Doctor</span> beträgt der gesamte digitale Werbeumsatz 28 Milliarden Dollar. Ein halbes Prozent Marktanteilsteigerung entspricht 140 Millionen Dollar. Schon bei geringen prozentuale Verluste auf diesem Feld Einnahmen verlorengehen, müsste die NYT mit einer wiederum höheren Wandlungsquote bei den Webabos wieder ausgleichen.</li>
<li><strong>Ein Abo, viele Plattformen ist riskant.</strong> Printabonnenten zahlen mindestens 600 Dollar im Jahr für ein 7-Tage-die Woche-Abo. Ein reines Digitalabo ist preiswerter. Ken Doctor glaubt deshalb, dass zunehmend mehr Printabonnenten einen Umstieg auf ein Digitalabo erwägen werden. Diesen Gedanken finde ich allerdings nicht logisch, solange die neue Bezahl-Website nicht mehr bietet als die jetzige frei zugängliche Webseite. Denn bisher ist das Preisgefälle Internet (0 Dollar Zugangskosten) gegenüber der Printausgabe (mindesten 600 Dollar im Jahr für tägliche Belieferung) noch größer und damit auch der Anreiz zum reinen Webkonsum der NYT. Nichtsdestotrotz ist das Dilemma real &#8211; im übrigen auch für alle Anbieter attraktiver iPad-Apps. Die Verlage müssen damit möglichst neue zahlende Kunden gewinnen, anstatt ihre bestehenden Printabonnementverträge zu kannibalisieren.</li>
<li><strong>Teil des öffentlichen Diskurses bleiben. </strong>Nicht wäre schlimmer für die New York Times als auf Facebook, Twitter und Co. nicht mehr stattzufinden. Schon jetzt ist der Traffic von Facebook für die NYT viel bedeutsamer als die Abrufe über Google News. Deshalb ist die NYT gut beraten, die freien Verlinkungen aus sozialen Netzwerken auf einzelne Beiträge nicht zu verhindern.</li>
<li><strong>Das journalistische Produkt nicht aus den Augen verlieren.</strong> Vor allem in Krisenzeiten (Ägypten, Libyen, Japan) zeigt sich, welche Medien der internationalen Krisenberichtersattung wirklich gewachsen sind. Nur wenige internationale  Medien spielen in der Topliga &#8211; für mich neben der &#8220;New York Times&#8221; nur der &#8220;Guardian&#8221;, die BBC und &#8211; wenn es um Themen aus dem arabischen Raum geht &#8211; zunehmend auch der englischsprachige Kanal von Al Jazeera. Die gleiche Mühe, die in ein funktionierendes Bezahlmodell gesteckt wird, muss weiterhin auch auf journalistische Innovationen verwandt werden.</li>
</ol>
<p><strong>Mein Fazit:</strong> Wenn die &#8220;New York Times&#8221; mit ihrem abgestuften Paywall-Modell Erfolg hat, wäre das ein wichtiger Schritt für die künftige Finanzierung von Qualitätsjournalismus auf digitalen Plattformen und ein Anreiz für andere Verlage, ebenfalls mit flexiblen Modellen zu experimentieren, anstatt Murdochs starrer Bezahlmauer nachzueifern. Aber natürlich werde ich als bisher regelmäßige NYT-Webseitennutzerin erst einmal versuchen, mit wohldosierten Webseitenaufrufen nicht an die Paywall zu stoßen. Mal sehen, ob die NYT soviel Exklusivität im Netz erzeugt, dass es mir nicht gelingt&#8230;</p>
<p><strong>Links zum Thema:</strong></p>
<p>Dave Winer, Erfinder des RRS-Feeds, mag die neue NYT-Paywall überhaupt nicht: <a href="http://scripting.com/stories/2011/03/17/commentsOnNytPaywallAnnoun.html"><strong>Comments on NYT paywall announcement</strong></a>, ebensowenig Journalismusexperte Steve Outing: <strong><a title="Permanent Link to NYTimes’ new pay model: They blew it!" rel="bookmark" href="http://steveouting.com/2011/03/17/nytimes-new-pay-model-they-blew-it/">NYTimes’ new pay model: They blew it!</a></strong></p>
<p>Mein Interview mit Ken Doctor auf dem Kongress The World After Advertising: <a href="http://medialdigital.de/2010/11/26/ken-doctor-lokalzeitungen-mussen-sich-in-der-digitalen-welt-neu-ins-rennen-bringen/"><strong>Ken Doctor: “Lokalzeitungen müssen sich in der digitalen Welt neu ins Rennen bringen”</strong></a></p>
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		<title>Ken Doctor: &#8220;Lokalzeitungen müssen sich in der digitalen Welt neu ins Rennen bringen&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 20:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Medienanalyst Ken Doctor, als Keynote-Speaker einer der Highlights beim spannenden Kongress The World After Advertising, glaubt, dass auf den lokalen Medienmärkten noch viel unerschlossenes Potenzial steckt &#8211; sowohl journalistisch als auch wirtschaftlich. Journalisten müssten sich viel stärker auf ihre Fähigkeit konzentrieren, Relevantes von Belanglosem sowie Fakten von Fakes zu unterscheiden und die besten Inhalte aus [...]]]></description>
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/3f8c91d462eb4bd2a32511f5312459e0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<h4>Medienanalyst Ken Doctor, als Keynote-Speaker einer der Highlights beim spannenden Kongress <a href="http://www.world-after-advertising.com/">The World After Advertising</a>, glaubt, dass auf den lokalen Medienmärkten noch viel unerschlossenes Potenzial steckt &#8211; sowohl journalistisch als auch wirtschaftlich. Journalisten müssten sich viel stärker auf ihre Fähigkeit konzentrieren, Relevantes von Belanglosem sowie Fakten von Fakes zu unterscheiden und die besten Inhalte aus der Region und der Nachbarschaft zu kuratieren. Auch auf dem iPad. Lokale Anzeigenverkäufer sollten integrierte &#8220;Marketing Services&#8221; statt schnöde Bannerplätze verkaufen. Dann klappt&#8217;s laut Doctor auch wieder mit den Werbeerlösen in einer &#8220;Welt nach der Werbung&#8221;.</h4>
<p><em>Diese leicht gekürzte und redigierte deutsche Abschrift des auf englisch geführten Interviews enthält mehrere kurze Videoausschnitte mit Kernaussagen von Ken Doctor. Am Ende habe ich das Video-Interview in voller Länge (23 min.) eingebettet.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Ken-Doctor.png"><img class="size-medium wp-image-4223 alignleft" title="Ken-Doctor" src="http://medialdigital.de/wp-content/Ken-Doctor-225x297.png" alt="" width="225" height="297" /></a>Ken, Ihr Buch, Ihr Blog und ihre Gastkolumne auf dem Portal Nieman Journalism Lab heißen alle &#8220;Newsonomics&#8221;. Was ist Newsonomics?</strong></em></p>
<p>&#8220;Newsonomics&#8221; ist mein Versuch, die geschäftliche Seite des Journalismus mit den Inhalten zu verknüpfen. Ich komme aus dem Journalismus und habe mich auch als Redakteur immer schon für die wirtschaftlichen Hintergründe des Journalismus interessiert. Manchmal hat mich das in Schwierigkeiten gebracht, aber rückblickend ist es natürlich gut für meine anschließende Karriere gewesen.</p>
<p>Ich glaube, dass es für uns alle, die am Wohlergehen des Journalismus interessiert sind, sehr wichtig ist, zu verstehen, wie das Geschäft funktioniert und wie Journalisten bezahlt werden &#8211; oder auch, wie nicht. Ich analysiere den Wandel der Geschäftsmodelle und welche Art von Journalismus wir daraus resultierend als Bürger und als Gesellschaft bekommen.</p>
<p><em><strong>Sie haben auch den Begriff &#8220;Das digitale Dutzend&#8221; geprägt. Wer gehört dazu und was unterscheidet die Mitglieder von anderen Medienunternehmen?</strong></em></p>
<p>Das Internet hat bereits vor einigen Jahren den Charakter von Medienunternehmen stark verändert. Eine wichtige Unterscheidung ist: Was ist lokal? Was ist überregional? In der analogen Ära waren &#8220;New York Times&#8221;, &#8220;San Francisco Chronicle&#8221; und &#8220;Dallas Morning News&#8221;  regionale Zeitungen. Inzwischen ist die &#8220;New York Times&#8221; eine weltweite Marke wie auch der &#8220;The Guardian&#8221; und &#8220;The Telegraph&#8221; aus Großbritannien. Wir brauchen keine Regionalzeitungen mehr, die uns die nationalen und internationalen Nachrichten liefern. Wir können uns diese Nachrichten auf den Internetseiten der globalen Medienmarken des &#8220;digitalen Dutzend&#8221; zusammensuchen.</p>
<p>Die globalen Medienmarken erreichen zusammen ungefähr 900 Millionen Menschen, die englisch sprechen. Diese Medien stehen ebenfalls vor großen Herausforderungen, aber sie haben auch große Chancen, weil sie sich an eine potenziell weltweite Nutzerschaft wenden können. Die Lokalzeitungen dagegen haben nur lokale Zielgruppen. Deshalb klaffen die wirtschaftlichen Grundlagen der globalen und lokalen Medien jetzt sehr weit auseinander. Die einen kämpfen um möglichst große Stücke eines riesigen Kuchens, die anderen um möglichst große Anteile der vielen kleinen Kuchen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="601" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17221967&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="601" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17221967&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17221967">Ken Doctor about big chunks of small pies</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Die Mitglieder des Digitalen Dutzend müsen also zwingend englisch publizieren, vielleicht auch chinesisch, aber jedenfalls nicht deutsch? </strong></em></p>
<p>Nicht unbedingt. Texte aus automatischer Übersetzungsoftware sind mittlerweile zu 94 oder 95 Prozent korrekt. Der Rest führt oft zu unfreiwillig komischen Ergebnissen. Ich bin mir nicht sicher, wann wir journalistische Texte aus anderen Sprachen als Englisch wirklich weltweit nutzen können. Ich bin froh, dass die Welt Englisch als globale Sprache adaptiert hat, aber die Frage ist natürlich sehr interessant für die großen Publikationen in Deutschland, Frankreich, oder in anderen Ländern.</p>
<h4>&#8220;Lokale Verlage müssen noch lernen, wie sehr sich die Welt verändert hat&#8221;</h4>
<p><em><strong>In einem <a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-20537/us-medienexperte-ken-doctor-die-mobile-revolution-ist-eine-neue-chance_aid_575000.html">Interview mit &#8220;Focus Online&#8221;</a> haben Sie das iPad &#8220;eine zweite Chance für Verlage&#8221; genannt. Aber in ihrem Blogbeitrag <a href="http://newsonomics.com/the-newsonomics-of-news-anywhere/">&#8220;The Newsonomic Of News Anywhere&#8221;</a> prognostizieren Sie, dass die Nutzer nur für wenige Apps von Medienmarken bezahlen werden. Welche Medien werden vom iPad profitieren und welche nicht? </strong></em></p>
<p>Das wissen wir noch nicht. Klar ist nur, dass die Nutzer für bestimmte Dienste bezahlen: für hochklassige Spielfilme von HBO oder Netflix oder für Nutzwertiges. Für Nachrichten werden sie wahrscheinlich nur ein oder zwei Bezahl-Apps haben wollen. Sie bezahlen vielleicht für eine lokale Medienapp, aber die Lokalpresse und auch der lokale Rundfunk reagieren sehr langsam auf diese Entwicklung. Solche lokalen Dienste auf dem iPad und anderen digitalen Ausgabegeräten müssten dann wirklich erstklassige lokale Informationen und Services liefern. Die &#8220;New York Times&#8221; und das &#8220;Wall Street Journal&#8221; haben sich darauf eingestellt: Für einen Pauschalpreis bekommt man auf vielen verschiedenen Plattformen Zugang zu ihren Angeboten. Teilweise merken sich die Dienste sogar, welchen Beitrag man zum Beispiel schon auf einem anderen Geräte gelesen hat.</p>
<p>Die lokalen Verlage müssen dagegen noch lernen, wie sehr sich die Welt verändert hat und sich noch weiterhin verändern wird. Ich war mal Chefredakteur einer Lokalzeitung in St. Paul, Minnesota. Damals waren wir für die Leser das Tor zur ganzen Welt: zu den lokalen Nachrichten, zur nationalen und internationalen Politik, zu Wirtschaft und Sport. Und täglich haben wir den Lesern vermittelt: Dies sind die vier oder fünf Geschichten aus aller Welt, die ihr unbedingt lesen müsst. Das ist nicht mehr der Fall. Stattdessen müssen lokale Medien jetzt besser werden im vermitteln lokaler Nachrichten und auch lokaler Einkaufserlebnisse. In den gedruckten Lokalzeitungen geht es ja nicht nur um Nachrichten, sondern immer auch darum, den Lesern örtliche Sonderangebote zu präsentieren. Letzteres ist auf den Internetplattformen der Lokalzeitungen völlig vernachlässigt worden. Es gibt dort nur blöde Banner, auf die keiner klickt.</p>
<p>Verlage müssen in der digitalen Welt neue lokale Wertschöpfungsmodelle entwicken. Ich glaube, dass ihnen das iPad und andere Tablet-PCs dabei helfen können. Aber sie müssen sich weiterentwickeln. Sie dürfen nicht einfach nur Printbeiträge auf das Tablet verlagern, das ist für die Nutzer digitaler Endgeräte nur von begrenztem Wert.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="601" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17220924&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="601" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17220924&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17220924">Ken Doctor about local news business models on the iPad</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Sollten die lokalen digitalen Medienangebote auch die Angebote Dritter kuratieren &#8211; zum Beispiel lokale Blogs? </strong></em></p>
<p>Sie sollten es nicht nur tun, sie sollten die Gelegenheiten geradezu umarmen. Was für eine wunderbare Chance! Redakteure filtern Informationen, das ist ihre Aufgabe, egal ob sie Inhalte aus 10, 20 oder 200 verschiedenen Quellen zusammentragen. Das Internet lässt uns teilhaben an den Berichten von sehr viel mehr Menschen. Natürlich sollen die Verlage nicht unterschiedslos alles auf ihre Webseiten stellen, was an sie herangetragen wird. Sie müssen natürlich klar kennzeichnen, welche Inhalte von ihren eigenen journalistischen Mitarbeitern stammen und welche nicht. Als Nutzer und Nachrichtenkonsumenten möchten wir doch auf die besten Inhalte zugreifen können. Das Prinzip des Kuratierens gibt uns mehr gute Inhalte, auch wenn diese nicht von Journalisten, aber von Experten auf ihren jeweiligen Gebieten stammen.</p>
<p><em><strong>Rupert Murdochs neue iPad-Zeitung &#8220;The Daily&#8221;, die in Zusammenarbeit mit Apple entsteht, will keine Inhalte kuratieren, keine Verbindungen ins Netz schaffen und völlig alleine stehen. Wie sehen Sie die Chancen?<br />
</strong></em><br />
Wir werden abwarten, wie gut diese iPad-Zeitung sein wird. Murdoch verdient Respekt dafür, ein solches Experiment zu wagen. Die Lage ist ähnlich wie beim Start von &#8220;USA Today&#8221; 1980. &#8220;USA Today&#8221; hat damals erkannt, dass es einen Bedarf für eine nationale Tageszeitung gab. Sie waren sehr innovativ in puncto Fotos, Farbdruck, Infografiken und  erstklassiger Sportberichterstattung. In der Frage des Anspruchs wollten sie von vornherein nicht mit der &#8220;New York Times&#8221; oder dem &#8220;Wall Street Journal&#8221; konkurrieren. Aber das ist 30 Jahre her.  In gewisser Weise ist Murdochs Projekt mit der &#8220;USA Today&#8221; von damals vergleichbar. Es ist noch offen, inwiefern &#8220;The Daily&#8221; einige der vielfältigen Technologien auf dem iPad umsetzt oder vielleicht doch eher wie ein Abbild einer gedruckten Zeitung daherkommt &#8211; wie leider viele Angebote. Und wird &#8220;The Daily&#8221; besser sein als das &#8220;Wall Street Journal&#8221;, als die &#8220;New York Times&#8221;, die &#8220;Huffington Post oder &#8220;The Daily Beast&#8221;? Das werden die Nutzer entscheiden. Ich glaube, &#8220;The Daily&#8221; muss eine einzigartige Ausrichtung haben und dann außerdem noch eine, die die Nutzer auch mögen.</p>
<p><em><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/World-after-Advertising.png"><img class="size-medium wp-image-4214 alignleft" title="World after Advertising" src="http://medialdigital.de/wp-content/World-after-Advertising-225x137.png" alt="" width="225" height="137" /></a>Um beim Paid Content zu bleiben: Was halten Sie für erfolgversprechender: Die vollkommen geschlossene Bezahlmauer der britischen &#8220;Times&#8221; oder das zum Jahresende geplante abgestufte Bezahlmodell der &#8220;New York Times&#8221;?<br />
</strong></em><br />
Ich glaube, dass die Idee der &#8220;New York Times&#8221; intelligenter ist. Wie gut das Modell dann in der Praxis funktioniert ist eine andere Frage. Ich habe das Modell der &#8220;Financial Times&#8221; in London intensiv erforscht, das &#8220;NYT&#8221; Modell ähnelt diesem Modell stark. Die &#8220;New York Times&#8221; hat  20 Millionen Unique Visitors im Monat. Aber die meisten Nutzer haben keine intensive Beziehung zur &#8220;NYT&#8221;. Sie lesen nur einen Beitrag, den sie über einen Link gefunden haben und kommen dann vielleicht einen ganz Monat lang nicht wieder.</p>
<p>Die &#8220;NYT&#8221; will sich deshalb auf die rund fünf Prozent loyalen Markennutzer konzentieren und ihnen zusätzliche Angebote unterbreiten. Zum Beispiel den Printabonnenten die digitalen Bezahlangebote drei Monate lang zum Testen frei zur Verfügung stellen und dann einen kleinen Aufpreis zum Printabo verlangen. Die &#8220;New York Times&#8221; wird aber versuchen, die anderen 95 Prozent der Nutzer nicht zu verschrecken. Die Gelegenheitsnutzer werden von der Bezahlmauer gar nichts mitbekommen &#8211; anders als beim letzten Mal, als die &#8220;NYT das Bezahlangebot &#8220;Times Select&#8221; startete. Und anders als Murdochs &#8220;Times&#8221;, die mit ihrer starren Bezahlmauer 90 Prozent ihrer Leser und damit auch ihre digitale Zukunft verloren hat.</p>
<h4>&#8220;Verteilt Eure Inhalte, aber vergesst nicht, Eure Umsatzbeteiligung einzufordern&#8221;</h4>
<p><em><strong>Können Sie sich eine digitale Zukunft vorstellen, in der die Nutzer gar nicht für den Zugang zu einer einzelnen Medienmarke bezahlen, sondern für intelligente und elegante Filterlösungen? Zum Beispiel für eine Art Flipboard oder Pulse App, die durch das persönliche Netz gefiltert Inhalte nicht nur aus dem sozialen Netz, sondern auch von Angeboten hinter Bezahlmauern zusammenstellt? Der App-Anbieter müsste dann natürlich seinerseits an die Medienanbieter für die Zugänge zu den Inhalten bezahlen.<br />
</strong></em><br />
Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Wir stehen in diesem Prozess noch ganz am Anfang. Wir wissen zwar ziemlich gut, dass Tablets in fünf Jahren eine hohe Marktdurchdringung haben werden, aber wir wissen kaum, wie und wofür die Menschen diese Geräte nutzen werden. Aggregierende Modelle wie Flipboard, ob mit sozialen oder anderen Filtern, werden sicher zunehmen. Verlage können sich momentan nur schwer vorstellen, Teil dieser Modelle zu sein, denn in der ersten Runde der Aggregation, als ihre Inhalte bei Yahoo oder Google auftauchten, haben sie kein Geld gesehen.</p>
<p>Ich rate deshalb Verlagen, intelligent mit dieser Situation umzugehen. Verabschiedet Euch vom Portalgedanken, verteilt Eure Inhalte überall, wo es sinnvoll ist, aber vergesst nicht, Eure Umsatzbeteiligung einzufordern. Ich glaube wird das passieren, auch im Lokalen. Wir werden digitale Produkte sehen, die überregionale und lokalen Inhalte in einheitlichem Design zusammenstellen. Die Inhalte der &#8220;New York Times&#8221; erscheinen heute schon auch auf Webseiten in Dallas oder Chicago. Das könnte wie ein Flipboard aussehen oder auch ganz anders. Es wundert mich, wie wenig Experimente in diese Richtung wir bisher im ersten Jahr der Tablet-Entwicklung gesehen haben.</p>
<p><em><strong>Zurück zum Thema Werbung: In der hyperlokalen Werbung scheint noch sehr viel unerschlossenes Potenzial zu stecken, vor allem in Kombination mit mobilen Endgeräten, die den aktuellen Standort des Nutzers erkennen. Wer wird von diesem Potenzial profitieren &#8211; Google, Facebook oder regionale Verlage? </strong></em></p>
<p>Das Rennen um das Milliardenpotenzial, das in lokaler Werbung steckt, ist noch offen. Die bisherigen Methoden, um die Interessen von Werbungtreibenden und Konsumenten zusammenzubringen, sind noch unausgereift. In dieser Woche hat Google das Modell &#8220;Google Boost&#8221; angekündigt, das lokale Internetwerbung mittels Bewertungen ankurbeln soll. AOL betreibt in den USA ein hyperlokales Nachrichtennetzwerk namens Patch mit bald 500 lokalen Seiten und einem Werbenetzwerk. Aber obwohl sie lokale Anzeigenverkäufer haben, gibt es dort praktisch nur überregionale Werbung. Dies ist wahrscheinlich die dritte Generation von Anläufen in den USA, den Markt der lokalen Anzeigen im Netz zu erschließen. Ich glaube, 2011 wird der Markt noch nicht wirklich abheben, aber ab 2012.</p>
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<p><a href="http://vimeo.com/17220468">Ken Doctor about marketing services</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><em><strong>Diese Konferenz heißt &#8220;The World After Advertising&#8221;. Was wird in einer &#8220;Welt nach der Werbung&#8221; das vorherrschende Geschäftsmodell sein? </strong></em></p>
<p>Ich nenne es &#8220;Marketing Services&#8221;. Werbung ist ein altes Konzept aus der analogen Welt: Ich verkaufe Euch Anzeigenplatz, viel Glück damit. Ich habe ein Massenpublikum, wenn Du  als Werbekunde etwas mitzuteilen hast &#8211; bitte sehr, versuche es. Und wenn es nicht klappt, dann vielleicht nächstes Mal. Dieses Konzept bringt den Massenmedien immer noch Milliardenumsätze ein. Aber die digitalen Medien sind auf dem Vormarsch.</p>
<p>Und auch wenn Journalisten das nicht gerne hören: Werbekunden inserieren nicht um Medien zu unterstützen, sondern um Kunden zu gewinnen. Und ebenso wie wir im digitalen Zeitalter viel mehr Auswahl haben, welche Medien wir auf welchen Geräten nutzen wollen, gibt es diese Auswahl auch für Werbekunden. Es ist ja nicht so, dass sie keine Werbung mehr schalten wollen. Aber sie wollen genauer als früher wissen, wieviele neue Kunden ihnen das bringt. Sie nutzen Google und performance-basierte Modelle. Sie experimentieren mit Facebook und Mobile Marketing.</p>
<h4>&#8220;Werbekunden inserieren nicht um Medien zu unterstützen, sondern um Kunden zu gewinnen.&#8221;</h4>
<p>Ich rate deshalb vor allem lokalen Medien, sich viel stärker in die Situation lokaler Unternehmen zu versetzen. Es stecken große unternehmerischen Möglichkeiten darin, lokalen Anzeigenkunden, die verwirrend vielfältige Welt des digitalen Marketings zu erleichtern. Und zwar nicht nur auf ihren eigenen Portalen und Produkten, sondern auch bei Yahoo, bei Apples iAds oder bei Facebook. Sie könnten als Dienstleister das Dickicht für lokale Werbekunden lichten, weil sie bereits wissen, wo welche Art von Werbung wirkt. Der Gannet-Verlag in den USA hat damit bereits beonnnen. Wenn man Werbung in &#8220;Marketing Services&#8221; umbenennt, dann schrumpft der Markt für regionale Verlage nicht, dann wächst er. Unternehmen werden immer Produkte verkaufen wollen, das ist ein zeitloses Marktgesetz. Aber Verlage müssen sich wieder ins Rennen bringen, wenn es darum geht die Interessen der werbungtreibenden Unternehmen und der Konsumenten zusammenzubringen.</p>
<p><em>Ken Doctor ist Medienanalyst und Autor des Buches “<strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0312598939?ie=UTF8&amp;tag=danielfienesw-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0312598939" target="_blank">Newsonomics: Twelve New Trends That Will Shape the News You Get</a></strong>”. Er betreibt die Webseite <strong><a href="http://newsonomics.com/" target="_blank">Newsonomics.com</a></strong> und schreibt eine wöchentliche <a href="http://www.niemanlab.org/2010/11/the-newsonomics-of-news-anywhere/"><strong>Newsonomics Kolumne bei Nieman Journalism Lab</strong></a>. Er war Chefredakteur der Pioneer Press in St. Paul, Minnesota, und  Manager bei Knight Ridder Digital. Er beobachtet den Wandel von  Nachrichtenanbietern und glaubt, dass wir das Jahrzehnt der digitalen  Nachrichten erreicht haben.<br />
</em></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="601" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17210895&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="601" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=17210895&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/17210895">Ken Doctor at the TWAA 2010 conference &#8211; complete version</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Anmerkung zum Ortswechsel im Interview: Es wurde zu laut.</p>
<p>Weitere interessante Interviews mit Ken Doctor gibt es bei <a href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-20537/us-medienexperte-ken-doctor-die-mobile-revolution-ist-eine-neue-chance_aid_575000.html"><strong>&#8220;Focus Online&#8221;: </strong></a><strong><a rel="nofollow" href="http://www.focus.de/digital/internet/tid-20537/us-medienexperte-ken-doctor-die-mobile-revolution-ist-eine-neue-chance_aid_575000.html">US-Medienexperte Ken Doctor: „Die mobile Revolution ist eine neue Chance“</a></strong> und bei <a href="http://www.wasmitmedien.de/2010/11/25/us-medienanalyist-ken-docotor-warum-tageszeitungen-eine-zukunft-haben-und-journalisten-bescheidener-werden-mussen/"><strong>&#8220;Was mit Medien&#8221; (Warum Tagezeitungen eine Zukunft haben und Journalisten bescheidener werden&#8221;</strong></a>. Sie sind eine gute Ergänzung, denn die Fragestellungen sind jeweils anders.</p>
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		<title>Wie man eine Paywall besser nicht errichten sollte</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 21:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/415a1563e9a1445797c6bb20a80d4aae" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-Gazette-Collage-.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4012" title="North Country Gazette Collage" src="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-Gazette-Collage-.png" alt="" width="553" height="405" /></a></p>
<p style="text-align: left;">&#8220;&#8216;Readers should pay&#8217; is not a business model&#8221; lautet eines der Mantren von Jeff Jarvis. Das wird aber nicht überall beherzigt. Rupert Murdoch und Matthias Döpfner sind bekanntlich vehement anderer Meinung. Und in der tiefsten Provinz des amerikanischen Online-Journalismus, bei der &#8220;<a href="http://www.northcountrygazette.org/"><strong>North Country Gazette</strong></a>&#8221; im ländlichen Teil des Bundesstaates New York hat man sich eine besonders moralinsaure Variante des Modells &#8220;readers should pay&#8221; ausgedacht.</p>
<p>Beim erstmaligen Aufruf eines Onlinebeitrags erscheint dieser knallrote Zusatz unter dem Text:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-Gazette2.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4007" title="North Country Gazette2" src="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-Gazette2.png" alt="" width="615" height="86" /></a>Man beachte die Share-Funktionen. Wahrscheinlich wird von den Lesern auch erwartet, dass sie wissen, an wen sie den Artikel überhaupt weiterleiten dürfen. Es könnte ja sein, dass einer der Empfänger schon einen anderen Text online gelesen hat, also gar nicht moralisch berechtigt wäre noch einen Beitrag zu lesen.</p>
<p>Wahlweise erscheint auch dieser Text unter einem Artikel:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-Gazette1.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4008" title="North-Country-Gazette1" src="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-Gazette1.png" alt="" width="607" height="73" /></a>Trotz mindestens 30 Klicks auf weitere Artikel (was wirklich mühsam war, da die &#8220;North Country Gazette&#8221; heute schwer zu ereichen ist) ist es mir allerdings nicht gelungen, diese grandiose Warnmeldung hervorzuzauben, mit der das Blog Boing Boing konfrontiert wurde:</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-gazette-3.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4009" title="North Country gazette 3" src="http://medialdigital.de/wp-content/North-Country-gazette-3.png" alt="" width="611" height="174" /></a>Mal abgesehen von der rechtlich äußerst fragwürdigen Drohung: Diebstahl durch bloßes Aufrufen frei zugänglicher Webseiten &#8211; irgendwie erinnert mich das an die Argumentation der Verleger pro Leistungsschutzrecht.</p>
<p><em>via <a href="http://www.boingboing.net/2010/10/25/local-newspaper-boas.html">Boing Boing</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Wenn Daten aus bunten Kacheln sprechen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 21:08:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Open Data bringt Bundeshaushalt in neue Relationen Datenjournalismus 1: Christiane Schulzki-Haddouti stellt bei Kooptech ein gelungenes deutsches Open Data Projekt vor: &#8220;Die Berliner Firma Tactical Tools hat mit dem “offenen Haushalt” nun ein deutsches Pendant zu der britischen Website “Where does my money go?” auf die Beine gestellt. Die grafische Umsetzung ist anders und einfacher [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Offener-Haushalt.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3737" title="Offener-Haushalt" src="http://medialdigital.de/wp-content/Offener-Haushalt.png" alt="" width="605" height="292" /></a></h4>
<h4><a rel="bookmark" href="http://blog.kooptech.de/2010/09/open-data-bringt-bundeshaushalt-in-neue-relationen/">Open Data bringt Bundeshaushalt in neue Relationen</a></h4>
<p><strong>Datenjournalismus 1:</strong> Christiane Schulzki-Haddouti stellt bei <em>Kooptech</em> ein gelungenes <strong>deutsches</strong> <strong>Open Data Projekt</strong> vor: &#8220;Die Berliner Firma Tactical Tools hat mit dem <strong>“<a href="http://bund.offenerhaushalt.de/">offenen Haushalt</a>”</strong> nun ein deutsches Pendant zu der britischen Website <strong>“<a href="http://www.wheredoesmymoneygo.org/">Where does my money go?</a></strong>” auf die Beine gestellt. Die grafische Umsetzung ist anders und einfacher – ist jedoch wesentlich einprägsamer als beim britischen Vorbild. Allein etwa dass die Bundesregierung derartig hohe Summen in die soziale Befriedung der deutschen Gesellschaft investiert, wird erst im direkten Vergleich mit anderen Haushaltsposten deutlich.&#8221;</p>
<h4><a href="http://wissen.dradio.de/index.98.de.html?dram:article_id=5658&amp;sid=">Let the Data Flow</a></h4>
<p><strong>Datenjournalismus 2:</strong> Im <em>Zeit Online Talk</em> von DRadio Wissen sprechen der Journalist Matthias Spielkamp, der Managing Director von Uberblic Labs Georgi Kobilarov und der <em>Zeit</em>-Entwicklungsredakteur Sascha Venohr mit Moderator Markus Heidmeier darüber, w<strong>as sich genau hinter dem Begriff Datenjournalismus verbirgt</strong>, welche Ergebnisse Data Driven Journalism (DDJ) bis jetzt hervorgebracht hat und <strong>ob sich durch  (DDJ) der Journalismus verändert.</strong></p>
<h4><a href="http://www.nytimes.com/2010/09/20/business/media/20cuny.html">New Journalism Degree to Emphasize Start-Ups</a></h4>
<p>Die<em> New York Times</em> stellt den <strong>neuen Studiengang Unternehmerjournalismus an der City University of New York (CUNY)</strong> vor. Er wird mit 10 Millionen Dollar unter anderem von der Tow Foundation und der Knight Foundation finanziert und von Jeff Jarvis geleitet, der auch bisher schon an der CUNY Kurse zu unternehmerischem Journalismus gegeben hat. Die neuen Kurse haben begonnen, die ersten Absolventen werden in zwei Jahren erwartet. <strong><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/09/20/the-center-for-entrepreneurial-journalism/">Mehr dazu bei <em>Buzzmachine</em></a>.</strong> <strong>Und wann wird an deutschen Journalistenschulen gezielt darauf vorbereitet, wie man eigene journalistische Startups gründet und finanziert? </strong></p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/09/liquid-newsroom-project-developed-with-radical-openness267.html">&#8216;Liquid Newsroom&#8217; Project Developed with Radical Openness</a></h4>
<p><strong>Kuration 1:</strong> Roland Legrad stellt bei <em>Mediashift</em> ein Projekt des deutschen Web- und Marketingexperten  Steffen Konrath vor: <a href="http://www.nextlevelofnews.com/liquid-newsroom/"><strong>Liquid Newsroom</strong></a>. Auf seinem eigenem Blog <em>News 3.0</em> <a href="http://www.nextlevelofnews.com/2010/08/call-for-an-open-innovation-project-liquid-newsroom-join.html"><strong>beschreibt Konrath die kurative Idee hinter dem Liquid Newsroom</strong></a>: &#8220;the 1st place people will go to get a quick overview about the explosion of information after news break. It will provide with summarized information linking to the original sources and therefore giving credit to those who were first or those who added something substantial new to help people to gain a clearer picture of something of interest.&#8221; Im Interview mit Legrad (Überschriftenlink) ergänzt er: &#8220;Even though traditional media will not disappear overnight, they will no longer play such a big role anymore. There is a lot of information and expert opinions on individual media such as blogs. The liquid newsroom could help to gather all that dispersed information.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/newstrust-das-social-news-network-dem-die-leser-vertrauen/">NewsTrust: Das Social News Network, dem die Leser vertrauen</a></h4>
<p><strong>Kuration 2:</strong> Andre Vatter zu einem neuen soziales Nachrichtennetzwerk: &#8220;<strong>Bei NewsTrust handelt es sich um ein Social News Network, eine Bewertungsplattform, bei der private Nutzer und professionelle Journalisten ein ganz eigenes Ranking der Nachrichtenlage anstellen</strong>: News werden nach journalistischer Qualität bewertet – nicht nach Popularität. Die Fragen, die dabei im Vordergund stehen, sind unter anderem Fairness, Plausibilität, Kontext und vorhandene Thesenbeweise.&#8221; Das ist ein anderer Ansatz als bei Digg oder dem deutschen Pendant Yigg, die Beitraäge allein nach Popularität gewichten.</p>
<h4><a title="Permanent Link: Online vs. Print reloaded" rel="bookmark" href="http://www.onlinejournalismus.de/2010/09/24/online-vs-print-reloaded/">Online vs. Print reloaded</a></h4>
<p>Frank Miener fasst bei <em>Onlinejournalismus.de</em> den Stand der unsäglichen Debatte zusammen, ob Online Print in puncto journalistische Qualität ebenbürtig ist und jemals sein kann und resümmiert: &#8220;<strong>Was also bleibt, ist eine neue Debatte Online versus Print, Journalismus versus Vertriebswegsdenken und Lobbyarbeit der Verleger, damit sie Leistungsschutzrechte und ähnliche Forderungen durchsetzen können, um die verpassten Geschäftsmodelle im Medium Internet irgendwie aufzuholen.</strong>&#8221; (s. Überschriftenlink). Ergänzen möchte ich noch einen Hinweis auf den <a href="http://carta.info/34321/printmedien-sind-und-bleiben-fuer-die-demokratie-unverzichtbar/"><strong>Beitrag von Robin Meyer-Lucht bei <em>Carta</em></strong></a>, der die &#8220;Nationale Initiative Printmedien&#8221; für <strong>staatlich gefördertes Gattungsmarketing </strong>hält, und den großartigen Kommentar #84 eines gewissen Paul auf <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/falsche-freunde/"><strong>Stefan Niggemeiers &#8220;Falsche Freunde&#8221; Blogpost</strong></a>: &#8220;Also Stefan, ich <strong>hab mir Deinen Beitrag auf 4 Seiten ausgedruckt und zwischen Seite 2 und 3 eine Mercedes-Werbung reingeklebt</strong>. Wenn ich mir den Text jetzt durchlese, finde ich ihn wesentlich besser recherchiert, lesbarer und allgemein plausibler. Vielleicht wäre das ein zukünftiges Tätigkeitsfeld für Praktikanten in Kultusministerien?&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.medien-mittweida.de/multimedia-einzelansicht/items/wikipedia-geht-es-gut.html">Wikipedia geht es gut</a></h4>
<p>Bernhard Schmidt hat für Medien Mittweida ein schönes <strong>Video-Interview mit Jimmy Wales</strong> geführt und dem Wikipedia-Gründer (der gerne alte Keynotes recycelt) tatsächlich noch Neues entlocken können. Auch die Machart ist interessant: Die vollständige deutsche Übersetzung des Interviews (oder das englische Original) läuft als Text mit, während der O-Ton in Englisch zu hören ist. Aber ist es überhaupt ein Video (das sagt der Trailer) ? Es ist eher eine <strong>angereicherte Audiovariante, um aus fremdsprachlichen Interviews das meiste herauszuholen</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.wallblog.co.uk/2010/09/23/has-the-times-paywall-killed-its-blogs/">Has the Times paywall killed its blogs?</a></h4>
<p>Gordon McMillan von <em>The Wall</em> beobachtet, dass der Murdoch-Zeitung <em>The Times</em><strong> seit dem Errichten der völlig undurchlässigen Bezahlmauer die Blogger abhanden kommen</strong>. Sie flüchten, weil ihre Reichweite rapide gesunken sei. Murdochs Strategie sei um so unverständlicher, als seine andere Zeitung von Rang, das <em>Wall Street Journal,</em> mit Bedacht die Paywall erst hinter den Blogs errichtet hat.</p>
<h4><a href="http://www.bhatt.id.au/blog/modern-journalists-technology-toolkit-to-cover-live-events/">Modern Journalists Technology Toolkit To Cover Live Events</a></h4>
<p>Der mobile Journalist Neerva Bhatt erläutert in seinem <em>Rambling Thoughts Blog</em>, <strong>was man wirklich braucht</strong>, um verlässlich und in ausreichender Qualität <strong>live von unterwegs zu berichten</strong>.</p>
<h4 id="post-1361"><a href="http://prsarahevans.com/2010/09/50-social-media-stats-from-commentz-part-2/">50 Social Media Stats from #Commentz (Part 2)</a></h4>
<p>Die wichtigsten <strong>Fakten und Statistiken</strong> rund  um Social Media mit Quellenangaben.</p>
<p><em>Grafik: <a href="http://bund.offenerhaushalt.de/">Offener Haushalt</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Wen Facebook Places kannibalisiert</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 20:32:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Toptipp: Facebook Places: should Craigslist be worried? Paul Smith glaubt in einem Beitrag für den Guardian, dass nicht so sehr Foursquare, Gowalla und Co. als sozial bzw. spielerische orientiertes Eincheck-Communities durch Facebooks neue Lokalisierungsfunktion Places Gefahr laufen, an den Rand gedrängt zu werden. Opfer werde eher der sehr simpel strukturierte Online-Kleinanzeigenanbieter Craigslist, der Anschluss ans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<h4>Toptipp:</h4>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2010/aug/20/facebook-places-craigslist">Facebook Places: should Craigslist be worried?</a></h4>
<p id="heading-alone">Paul Smith glaubt in einem Beitrag für den <em>Guardian</em>, dass nicht so sehr Foursquare, Gowalla und Co. als sozial bzw. spielerische orientiertes Eincheck-Communities durch Facebooks neue Lokalisierungsfunktion Places Gefahr laufen, an den Rand gedrängt zu werden. Opfer werde eher der sehr simpel strukturierte Online-Kleinanzeigenanbieter Craigslist, der Anschluss ans mobile Netz verpasst habe: &#8220;Since 1995, Craigslist has been instrumental in migrating a cash-rich revenue stream from newspapers to the internet. But Craigslist hasn&#8217;t moved on since. The most obvious evolution of classifieds is the migration to mobile, utilising geolocation. <strong>Craigslist has had more than two years to play with the iPhone, yet has no mobile presence other than a third-party app that mimics the navigation of the site, instead of playing to the strengths of the device.</strong> The iPad version is even worse – all that on-screen real estate, and it&#8217;s still menu-driven. Why not a map, for crying out loud? Craigslist&#8217;s own efforts are non-existent – despite its millions of dollars, the site isn&#8217;t optimised for mobile browsers.&#8221; (Überschriftenlink). Ebenfalls lesenswert: Jemina Kiss argumentiert in einem anderen Beitrag für den <em>Guardian</em>, <strong>warum Facebook Places kein Selbstläufer wird</strong>: <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/pda/2010/aug/18/facebook-location-foursquare"><strong>Why Facebook can&#8217;t afford to screw up its location feature</strong></a>.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/08/how-metadata-can-eliminate-the-need-for-pay-walls230.html">How Metadata Can Eliminate the Need for Pay Walls</a></h4>
<p>Martin Moore erläutert bei <em>Mediashift</em> die <strong>Bedeutung von Metadaten</strong> (Verschlagwortung) für die Auffindbarkeit und damit auch die Monetarisierung von journalistischen Beiträgen im Internet. Mit stetig steigender Bedeutung von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken als Einstiegswege zu Verlagsseiten seien Metadaten viel wichtiger als der immer noch vorherrschende Portalgedanke: &#8220;<strong>When you think about it, it seems remarkable that so much content does not have this sort of metadata already. It is like houses not having house numbers or zip codes. Or like movies not having opening or closing credits. Or like a can of food without an ingredients label.</strong>&#8221; Martin Moore ist Leiter der britischen Nonprofit-Journalismus-Organisation <strong><a href="http://www.mediastandardstrust.org/home.aspxin">Media Standards Trust</a></strong>, die gemeinsam mit Sir Tim Berners-Lees <strong><a href="http://webscience.org/home.html">Web Science Trust</a></strong> ein kostenloses Open-Standard-Tool namens <strong><a href="http://valueaddednews.org/">hNews</a></strong> zur einfachen Generierung von Metadaten entwickelt hat.</p>
<h4><a title="Murdoch’s New iPaper: One Last Tragic Roll Of The Digital Dice" rel="bookmark" href="http://techcrunch.com/2010/08/15/crazy-like-a-fox/">Murdoch’s New iPaper: One Last Tragic Roll Of The Digital Dice</a></h4>
<p>Paul Carr glaubt, dass Rupert Murdoch&#8217;s irrationale Paywall-Strategie in erster Linie dazu dienen soll, den Cash-Flow kurzfristig zu sichern, bis Murdoch senior abtritt. Anders kann sich der <em>Techcrunch</em>-Autor nicht erklären, warum <strong>Murdoch ein kostenpflichtige App mit schnell verdaulichen Inhalten für junge Leute auf den Markt bringen will &#8211; eine Idee, mit der er in London selbst mit einer kostenlosen Variante gescheitert ist</strong>: &#8220;What’s remarkable about this current escapade is that Murdoch is actually proposing to sell a product that people have previously failed to even<em> give away for free</em>. [...] News International’s ambition with thelondonpaper was clearly stated: it would win back young, urban readers who had turned their back on traditional newspapers in favour of the Internet. Of course, they failed: despite a polished product – handed out for free each morning at every Tube station in London – the paper published its<strong> </strong><a href="http://www.guardian.co.uk/media/2009/aug/20/the-london-paper-close-plan"><strong>last issue</strong><img id="snap_com_shot_link_icon" src="http://i.ixnp.com/images/v6.40/t.gif" alt="" /></a> in 2009, having cost News International’s owner tens of millions of pounds in the process. <strong>Young people, meanwhile, carried on getting their &#8216;light heated news with little analysis and lots of colour&#8217; from the Internet.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://breitband.dradio.de/die-geodaten-sind-frei/">Die Geodaten sind frei!</a></h4>
<p>Schluss mit dem Streetview-Gejammer: Frederik Ramm erklärt in der Sendung &#8220;Breitband&#8221; von dradio, welche Möglichkeiten <strong>Geodaten </strong>bieten und wie das Projekt <strong>Open Street Map</strong> funktioniert. Ramm ist Geschäftsführer der <strong><a href="http://www.geofabrik.de/" target="_blank">Geofabrik</a></strong>, einer Firma, die Geld verdient mit freien Geodaten (Beitrag mitsamt Audiofile in der Überschrift verlinkt). Dazu passend: <strong><a href="http://blog.kooptech.de/2010/08/alternative-landvermesser-mapping-aktivismus-weltweit/">Alternative Landvermesser – Mapping Aktivismus weltweit</a> </strong>(Christian Kreutz beschreibt bei <em>Kooptech </em>wie alternative Landvermesser vor allem in Entwicklung weiße Flecken auf digitalen Karten ausfüllen).<strong> </strong>Und in eine ähnliche Richtung geht auch dieser Beitrag bei <em>Techcrunch</em>:<strong> <a title="Crowdsourcing Disaster Relief" rel="bookmark" href="http://techcrunch.com/2010/08/21/crowdsourcing-disaster-relief/">Crowdsourcing Disaster Relief.</a></strong></p>
<h4><a href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/08/erst-dienste-wie-street-view-m.html">Erst Dienste wie Street View machen den öffentlichen Raum wirklich öffentlich</a></h4>
<p>Eigentlich wollte ich nichts mehr zu <strong>Streetview</strong> verlinken. Doch dieser Beitrag von Mario Sixtus für das <em>Kennzeichen Digital</em> Blog des ZDF bringt die deutsche Gemüts- und Gemengelage einfach sehr gut auf den Punkt: &#8220;Google hat Deutschland mit Streetview nichts weniger geschenkt, als den ersten großen <strong>Culture Clash</strong> zwischen jenen, für die das Netz ein selbstverständlicher Teil ihres Lebensraums ist und denen, die den durch das Netz angestoßenen gesellschaftlichen Veränderungsprozess mindestens als Zumutung, wenn nicht gar als Bedrohung empfinden. <strong>Eigentlich sollten wir Google dafür dankbar sein. Die Fronten sind jetzt immerhin sichtbar</strong>.&#8221;</p>
<h4><a href="http://en.wordpress.com/tag/6x6-series/">Blogging Week: Blogging for Journalists</a></h4>
<p>Adam Westbrook hat seine fünfteilige Blogpostserie abgeschlossen: <strong>Warum und wie Journalisten bloggen sollten</strong>. Über seine eigenen Erfahrungen als bloggender Journalist schreibt Westbrook: &#8220;For me, blogging has transformed from a revision-avoiding-hobby into a career changer. It has got me work, training and speaking gigs, and a bit of money. I’ve seen my readers start small, before growing by more than 10,000 visits a month in just twelve months (I’ll explain how this week). <strong>Although it has never made me a penny directly, blogging is a huge part of the work I do, which is why I think almost all journalists need to blog–about something.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1566">Kann man mit Multimedia Geld verdienen?</a></h4>
<p>Das wollte Marcus Bösch per Umfrage wissen. <strong>Einige der profiliertesten deutschen Multimediajournalisten haben geantwortet</strong>, darunter Fabin Schweyher, Daniel Nauck und Matthias Eberl. Das DW-Ausbildungsblog <em>lab</em> hat alle Antworten in einem 23seitigen pdf gesammelt und die interessantesten Zitate im Blogpost veröffentlicht. Ein Auszug: &#8220;Meine Narkolepsiereportage habe ich z.B. an einen Selbsthilfeverein verkauft, der damit auf Ärztekongressen und Messen über die Krankheit aufklärt. Momentan versucht der Verein Geld zu akquirieren, um die Reportage nicht nur im direkten Kontakt, sondern auch im Web zeigen zu können. Das ist ein langsamer Prozess, aber insgesamt sind so bisher etwa <strong>3000 Euro</strong> zusammengekommen.&#8221;</p>
<h4><a href="http://stefanvonglahn.de/fotos-im-web-veroffentlichen-und-prasentieren/">Fotos im Web veröffentlichen und präsentieren</a></h4>
<p>Ulf Klose <strong>will Fotografen die Angst vor Urheberrechtsverstößen im Internet nehmen und ermutigt dazu, gute Aufnahmen über Fotosharing-Plattformen zu verbreiten</strong>. Er stellt bei <em>Days and Pictures</em> verschiedene Plattformen und Filtereinstellungen vor. Eine seiner Begründungen, warum er glaubt, dass man (einige) seiner Bilder ins Netz sollte: &#8220;Beurteilung anderer Fotografen: <strong>wer gut werden will, muss mit Kritik leben. Und Kritik erhält man am Besten von anderen Fotografen</strong>. Diese händisch ausfindig zu machen und sie zu fragen, ob sie sich vielleicht zwei, drei Dutzend der eigenen Bilder zwecks Bewertung anschauen würden, wäre wohl ziemlich albern und nervig. Die Veröffentlichung der Bilder im Netz macht all dies überflüssig.&#8221;</p>
<p><em>Foto: <a href="http://twitpic.com/2h8u9n">Hackerinfo / Twitpic</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Zeitungszukunft im Netz ist komplex</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 19:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: &#8220;Der Fokus auf Nachrichten ist eher hinderlich&#8221; Die frühere Tagesspiegel Online-Chefin Mercedes Bunz (jetzt beim Guardian für digitale Medienthemen zuständig) sagt im Interview mit der Fachzeitschrift Werben &#38; Verkaufen zum Thema Paywall: &#8220;Wenn sich die hohen Leser-Verluste bei Times Online bestätigen sollten, dann dürfte damit auch ein hoher Verlust an Anzeigen-Werbung einhergehen. In Großbritannien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F08%2F01%2Flinktipps-zum-wochenstart-zeitungszukunft-im-netz-ist-komplex%2F"><br />
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/WarLog.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3387" title="WarLog" src="http://medialdigital.de/wp-content/WarLog-300x221.png" alt="" width="300" height="221" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/der_fokus_auf_nachrichten_ist_eher_hinderlich">&#8220;Der Fokus auf Nachrichten ist eher hinderlich&#8221;</a></h4>
<p>Die frühere <em>Tagesspiegel </em>Online-Chefin <strong>Mercedes Bunz </strong>(jetzt beim <em>Guardian</em> für digitale Medienthemen zuständig) sagt im Interview mit der Fachzeitschrift <em>Werben &amp; Verkaufen</em> zum Thema Paywall: &#8220;Wenn sich die hohen Leser-Verluste bei Times Online bestätigen sollten,  dann dürfte damit auch ein hoher Verlust an Anzeigen-Werbung  einhergehen. In Großbritannien hat im vergangenen September die  Investition in Online-Werbung erstmals die Ausgaben für Fernseh-Werbung  überflügelt. <strong>Die Situation ist ausgesprochen komplex. Man kann nicht  einfach sagen: Online-Werbung reicht nicht aus, um eine Website  profitabel zu machen, deshalb müssen eben die Leser zahlen.</strong>&#8221; Mit vielen weiteren interessanten Aussagen zur journalistischen Zukunft im Internet.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<p><!-- erase this line if you want to turn the bubble off --></p>
<div id="content">
<h4 id="post-3659"><a rel="bookmark" href="http://www.blog-cj.de/blog/?p=3659">Passau – oder: Ein Tod mit Ankündigung</a></h4>
<p>Christian Jakubetz zeigt am Beispiel <em>Passauer Neue Presse</em>, wie wenig die <strong>Misserfolge vieler Presseverlage im Internet </strong>mit ARD, ZDF, Google und einem fehlenden Leistungsschutzrecht zu tun haben.</p>
<h4><a href="http://social.venturebeat.com/2010/07/28/facebook-questions/">Got a question? Facebook now provides crowdsourced answers</a></h4>
<p>Der <strong>Machtkampf zwischen Google und Facebook</strong> geht in eine neue Runde mit Vorstößen in die Kernkompetenz des jeweiligen Konkurrenten. Facebook steigt in die Suche ein und  lässt bei <strong>Facebook Questions</strong> seine Mitglieder Fragen anderer Mitglieder beantworten (bei <em>socialbeat, </em>Überschriftenlink). Umgekehrt <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703292704575393531040685308.html?mod=WSJ_hps_MIDDLEFifthNews"><strong>berichtet das <em>Wall Street Journal</em> in seiner Onlineausgabe von einem neuen Facebook-Rivalen, den Google entwickelt</strong></a> (keine Weiterentwicklung von Orkut). Den Grund glaubt <em>Fortune</em> zu kennen: <a href="http://tech.fortune.cnn.com/2010/07/29/google-the-search-party-is-over/"><strong>Google: The search party is over.</strong></a></p>
<h4><a href="http://www.neunetz.com/2010/07/28/no-shit-sherlock-ortsbasierte-dienste-sind-noch-nicht-mainstream/">No Shit, Sherlock: Ortsbasierte Dienste sind noch nicht Mainstream</a></h4>
<p>Marcel Weiss sieht Denkfehler in der Interpretation einer<strong> Studie von Forrester Research, die ortsbasierte Dienste wegen ihrer geringen Verbreitung in der Bevölkerung für unwichtig erklärt</strong>: &#8220;Man sollte bei der Berichterstattung über Webdienste immer den  <strong>Zeithorizont im Auge behalten</strong>. Und notfalls, wenn das Dröhnen der  Echokammer zu laut wird, einen Schritt zurückmachen, um das große Ganze  zu sehen. Weder sind ortsbasierte Dienste heute so bedeutend, wie man  bei täglicher TechCrunch-Lektüre vermuten könnte, noch sind sie so  bedeutungslos, wie die Ergebnisse der Forrester-Studie vermuten lassen  könnten.&#8221; (s. Überschriftenlink). Gute Pro-Argumente für Marken und Marketer gibt es auch bei <em>Advertising Age</em>: <a href="http://adage.com/digitalnext/article?article_id=145149"><strong>Four Reasons Brands Must Check in to Foursquare. Now.</strong></a></p>
</div>
<h4><a href="http://elyorganics.com/blog/2010/07/10-ways-geolocation-is-changing-the-world-2/">10 ways geolocation is changing the world</a></h4>
<p><strong>Zehn Anwendungsbeispiele für ortsbasierte Dienste</strong> wie Foursquare oder Gowalla: <strong>politische Initiativen organisieren, umweltbewusst und ressourcenschonend essen</strong> (regionale und saisonale Nahrungsmittel in der Umgebung finden), <strong>effektive Fahrtrouten erstellen</strong>, <strong>Nachbarschafts-Networking</strong> und mehr. Vorgestellt von Gastautor Rob Reed beim Bio-Beauty-Portal <em>Elyorganics.com</em>.</p>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2010/jul/29/google-lawsuits-map">Mapping Google&#8217;s legal issues</a></h4>
<p>Google-Mashup: Eine <strong>Weltkarte der Rechtskonflikte in die Google verwickelt ist</strong>, vorgestellt vom <em>Guardian</em>.</p>
<h4><a href="http://onlinejournalismblog.com/2010/07/28/a-war-logs-interactive-with-a-crowdsourcing-bonus/">A War Logs interactive – with a crowdsourcing bonus</a></h4>
<p>Paul Bradshaw erläutert das Prinzip hinter <a href="http://app.owni.fr/warlogs/index.php?lang=EN"><strong>War Logs</strong></a>, <strong>einer Applikation der französischen Datenjournalismus-Innovationswerkstatt OWNI zur Sichtung zur Kategorisierung von Kriegsberichten</strong>: &#8220;The app allows you to filter the information by country and category,  and also allows you to choose whether to limit results to incidents  involving the deaths of wounding of civilians, allies or enemies.&#8221; Die App ist international ausgerichtet, auf französisch und englisch verfügbar und kann eingebettet werden.</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2010/07/facebook-launches-a-facebook-media-page/">Facebook launches a “Facebook + Media” page</a></h4>
<p><strong>Facebook + Media ist ein neuer Werkzeugkasten von Facebook</strong>, speziell für Medienanbieter. Er bietet Statistiken, z.B. dazu, wie die Nutzer mit den Inhalten interagieren. Megan Garber von <em>Nieman Journalism Lab</em> erläutert, was dahinter stecken könnte: &#8220;As far as Facebook itself is concerned, the new page seems devoted not  just to data on traffic and interactivity and the like, but also to <strong> avoiding the trap that Google has found itself in </strong>and is now <strong><a href="http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2010/06/how-to-save-the-news/8095/">trying to rectify</a></strong>: an uncomfortable kind of awkward often oppositional relationship with news organizations.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to Tools to Empower a New Kind of Journalism" rel="bookmark" href="http://newspaperdeathwatch.com/tools-to-empower-a-new-kind-of-journalism/">Tools to Empower a New Kind of Journalism</a></h4>
<p><em>Newspaper Death Watch</em> stellt <strong><a href="http://www.cithread.com/site/node">CIThread</a></strong> vor, ein Tool, bei dem die Betreiber ein Startup beraten haben. Es soll durch einen lernfähigen Algorithmus <strong>Redakteuren helfen, Informationen und Beiträge von Nutzern schneller zu sichten und zu sortieren</strong>.</p>
<h4><a title="Permanent Link to How to be a rock star at your next conference" rel="bookmark" href="http://10000words.net/2010/07/how-to-be-a-rock-star-at-your-next-conference/">How to be a rock star at your next conference</a></h4>
<p>Der Journalist und Multimedia-Spezialist Mark Luckie gibt bei <em>10000 words</em> kollegiale Tipps zur <strong>Selbstvermarktung auf Konferenzen</strong>: rechtzeitig (und dosiert) darüber twittern, ausgewählten Teilnehmer einen USB-Stick überreichen mit dem Besten, was das eigene Portfolio zu bieten hat, u.v.m.</p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Reguliert die New York Times!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 17:07:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: The New York Times Algorithm &#38; Why It Needs Government Regulation Ein glänzende Satire bei searchengineland (in der Überschrift verlinkt). Sie nimmt die Unsinnigkeit (und interessengeleitete Durchsichtigkeit) des New York Times Anliegens, den Google-Suchalgorithmus unter staatliche Kontrolle zu bringen, aufs Korn, indem sie Google durch die New York Times ersetzt: &#8220;The New York Times [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<h4><a href="http://www.flickr.com/photos/markknol/2568436053/"><img class="aligncenter size-large wp-image-3278" title="Google-logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Google-logo-300x124.jpg" alt="" width="300" height="124" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://searchengineland.com/regulating-the-new-york-times-46521">The New York Times Algorithm &amp; Why It Needs Government Regulation</a></h4>
<p>Ein glänzende Satire bei <em>searchengineland</em> (in der Überschrift verlinkt). Sie nimmt die <strong>Unsinnigkeit (und interessengeleitete Durchsichtigkeit) des <em>New York Times </em>Anliegens, den Google-Suchalgorithmus unter staatliche Kontrolle zu bringen</strong>, aufs Korn, indem sie Google durch die <em>New York Times</em> ersetzt: &#8220;The <em>New York Times</em><strong> <a href="http://www.nytimes.whsites.net/mediakit/">is</a> </strong>the number one newspaper web site. Analysts <strong><a href="http://www.nytimes.whsites.net/mediakit/">reckon</a></strong> it ranks first in reach among US opinion leaders. When the New York Times editorial staff tweaks its supersecret algorithm behind what to cover and exactly how to cover a story — as it does hundreds of times a day — it can break a business that is pushed down in coverage or not covered at all.&#8221; Auch <strong><em><a href="http://www.businessinsider.com/no-the-government-should-not-regulate-googles-search-algorithm-2010-7?utm_source=Triggermail&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=SAI_Select_071610#ixzz0ty7XuYWx">Business Insider</a></em></strong> bringt gute Argumente gegen eine staatliche Regulierung. Einer der wichtigsten: <strong>Regulators wouldn&#8217;t be qualified to evaluate Google&#8217;s algorithm</strong>. <strong><a href="http://www.businessinsider.com/google-search-ranking-is-way-too-hard-for-regulators-to-understand-2010-2">Search is really hard</a></strong>.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/was-die-internet-weltmacht-facebook-antreibt-435127/">Was die Internet-Weltmacht Facebook antreibt</a></h4>
<p>Umfassendes und informatives <strong>Facebook-Unternehmensportrait</strong> von Matthias Hohensee und Michael Kroker online in der <em>Wirtschaftswoche</em>. Macht Spaß zu lesen.</p>
<h4><a href="http://www.thewrap.com/media/article/content-farms-killing-journalism-and-making-killing-18858">Content &#8216;Farms&#8217;: Killing Journalism &#8212; While Making a Killing</a></h4>
<p><em>The Wrap</em> mit einem guten <strong>Überblick zum Thema Contentfarmen</strong> à la Demand Media. Dieser Beitrag ist nicht mit Empörung geschrieben, sondern trägt sachlich-distanziert die Ansichten namhafter Experten zusammen, zum Beispiel die von Journalismusprofessor <strong>Jay Rosen: &#8220;Editorial companies can learn from how</strong><strong> Demand Media determines what people are interested in now.</strong> [...] They can then mix that knowledge with editorial judgment and use the results to help shape decision-making in a hybrid way that may be better than a mere algorithm on the one hand or &#8216;we know best&#8217; editing on the other.&#8221;</p>
<h4 id="posttitle_22752350"><a href="http://bengoldacre.posterous.com/things-id-like-to-see-a-repository-of-news-in">Things I&#8217;d like to see &#8212; a repository of news ingredients</a></h4>
<p>Der Arzt und <a href="http://www.badscience.net"><em><strong>Bad Science</strong></em></a> Blogger Ben Goldacre trägt in seinem Posterous-Blog Dinge zusammen, die er im Journalismus gerne ändern würde. Sein Hauptanliegen: <strong>Journalisten sollten Quellen und Originaldokumente verlinken</strong>, wann immer möglich.</p>
<h4><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/07/industrie-vs-wissenschaft-die-pepsiaffare-bei-scienceblogscom.php">Industrie vs. Wissenschaft: Die &#8220;Pepsi-Affäre&#8221; bei ScienceBlogs.com</a></h4>
<p>Der deutsche ScienceBlogger Florian Freistetter (<em>Astrodicticum Simplex</em>) kann die <strong>Aufregung um ein Blog des Pepsi-Konzerns beim US-Netzwerk <em>ScienceBlog.com</em></strong><em> </em>nicht nachvollziehen: &#8220;Klar, PepsiCo ist ein &#8216;böser&#8217; Riesenkonzern &#8211; aber nicht die amerikanische Gesellschaft für Astrologie oder sonst irgendeine Organisation bei der man sofort davon ausgehen kann, dass Unsinn gebloggt werden wird. Ich denke, dass Wissenschaftler in der Industrie genauso interessante Forschung betreiben können wie die Wissenschaftler an den Universitäten. Und <strong>Industrie-Forscher sollten meiner Meinung auch bei ScienceBlogs die Möglichkeit haben, über ihre Forschung zu bloggen. </strong>Natürlich nur, solange in den Texten kein wissenschaftlicher <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/01/die-wissenschaftsluge-ben-goldacre.php">PR</a>-<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/nobelpreis-kosmetik.php">Unsinn</a> verbreitet wird.&#8221; (Beitrag s. Überschriftenlink).<a href="http://blogbar.de/archiv/2010/07/09/hehre-wissenschaft-und-fiese-vermarktung/"><strong> Don Alphonso fragt sich</strong></a>, warum angesichts der mickrigen Bezahlung, zu denen die Science Blogger zu bloggen bereit sind, &#8220;niemand auf die Idee kommt, <strong>Burda einfach in den Wissenschaftssack zu greifen und die besseren Scienceblogger rauszukaufen</strong>&#8220;. Einen <a href="http://betweendrafts.com/2010/07/12/scienceblogs-diskussionsueberblick-und-gedanken-zur-bezahlung-wissenschaftlicher-blogbeitraege/"><strong>Überblick über die verschiedenen Diskussionsstränge zur Bezahlung wissenschaftlicher Blogbeiträge</strong></a> gibt es bei <em>between drafts</em>.</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/07/kachingle-hopes-social-payments-can-help-fund-content196.html">Kachingle Hopes &#8216;Social Payments&#8217; Can Help Fund Content</a></h4>
<p><strong>Mark Glaser von <em>Mediashift</em> hat die Gründerin der Social Payment Plattform Kachingle, Cynthia Typaldos,  interviewt</strong> (Leider funktionieren zumindest auf meinem Browser die eingebetteten Videoausschnitte nicht, aber vom größten Teil des Interviews gibt es eine Abschrift). <strong>Nach dem Interview im hippen Axis Café in San Francisco hat Glaser auch mich zu meinen Ansichten zum Thema Kachingle und Social Payment befragt </strong>(ich war dort mit Typaldos verabredet): &#8220;So far, there are less than 300 sites that take Kachingle payments, but there&#8217;s been a huge uptake in Germany. Ulrike Langer, who runs the German new media blog <strong><a href="../">Medial Digital</a></strong>, told me that she was impressed by the new social payment services. &#8216;I think it&#8217;s a great opportunity for bloggers like me who would never make that much in advertising,&#8217; she told me. [...]&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.slideshare.net/datenjournalist/opendata-und-journalismus">Opendata und Journalismus</a></h4>
<p>Gute<strong> Folien </strong>von <a href="http://irights.info"><strong>Matthias Spielkamp</strong></a> und <a href="http://www.datenjournalist.de/"><strong>Lorenz Matzat</strong></a> zu einem Vortrag, den die beiden Datenjournalismusexperten beim Jahrestreffen des Netzwerk Recherche gehalten haben (bei Slideshare eingestellt).</p>
<h4><a href="http://recoveringjournalist.typepad.com/recovering_journalist/2010/07/journalism-online-in-lancaster-dead-on-arrival.html">Journalism Online in Lancaster: Dead on Arrival?</a></h4>
<p><strong>Paywall aus Absurdistan 1:</strong> Die Paid Content Initiative <strong><a href="http://www.mypressplus.com/" target="_blank">Journalism Online</a></strong>, ein Zusammenschluss mehrerer amerikanischer Zeitungen macht jetzt ernst mit ihrer ersten Paywall. <strong>Aufgestellt wird die Bezahlmauer ausgerechnet vor den Todesanzeigen</strong> bei <strong><a href="http://www.lancasteronline.com/" target="_blank">LancasterOnline</a></strong> in Pennsylvania (das ist die Website des Blattes mit dem umständlichen Namen <em>Intelligencer Journal &#8211; Lancaster New Era</em>). Wer mehr als sieben &#8220;obituaries&#8221; lesen will, soll künftig 1,99$ im Monat oder 19,99$ pro Jahr bezahlen. &#8220;Are they serious? Are there really that many people people visiting the Lancaster site to read obits? Really?&#8221; Das fragt sich Mark Potts bei <em>Recovering Journalist</em>.</p>
<h4><a href="http://techdirt.com/articles/20100705/15004510071.shtml">Newspaper Wants You To Pay To Comment</a></h4>
<p><strong>Paywall aus Absurdistan 2</strong>: <strong>Um beim <em>Sun Chronicle</em> zu kommentieren, muss man sich künftig erst für 99 Cent per Kreditkarte einmalig registrieren.</strong> Alle Kommentare erscheinen mit dem Klarnamen auf der Kreditkarte und der Ortsangabe. Die Zeitung will damit die Qualität der Kommentare verbessern. &#8220;I can&#8217;t see how that&#8217;s all that appealing to most people. The newspaper says this is a necessary step,&#8217; but I&#8217;m not sure how many people in the community will agree. Instead, they might just go elsewhere&#8221;, schreibt <em>Techdirt</em> (Überschriftenlink). <em>Readwriteweb </em>zieht den <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/newspaper_wants_readers_to_pay_to_comment.php"><strong>Vergleich zum Computerspielehersteller Blizzard</strong></a> und <em>meedia</em> <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/us-blatt-web-kommentare-kosten-extra_100029105.html"><strong>schreibt ohne Quellenangabe ab</strong></a>.</p>
<h4><a title="The new freelance lexicon: 12 words you need to know" rel="bookmark" href="http://michellerafter.com/2010/07/15/the-new-freelance-lexicon-12-words-you-need-to-know/">The new freelance lexicon: 12 words you need to know</a></h4>
<p>Kleines Kompendium der wichtigsten anglo-amerikanischen <strong>Buzzwords zum Medienwandel für freie Journalisten </strong>mit einer schönen Mischung aus Ernst und Zynismus (bei <em>Wordcount</em>).</p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/markknol/2568436053/">Mark Knol/Flickr</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC 2.0</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: On the internet no one knows you&#8217;re a newspaper!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 17:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: No, I&#8217;m not &#8216;against&#8217; people paying for online news Paywall 1: Steve Outing sieht sich von einer Kommentatorin seines Blogposts über die Times-Paywall gründlich missverstanden und nutzt die Gelegenheit, seine Ausführungen zu präzisieren. Hier ist eins seiner Argumente: &#8220;On the Internet, no one knows you’re a newspaper! (Historical reference: that old New Yorker cartoon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/hyperlocal-Hamburg.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3238" title="hyperlocal-Hamburg" src="http://medialdigital.de/wp-content/hyperlocal-Hamburg-300x213.png" alt="" width="300" height="213" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://steveouting.com/2010/07/05/no-im-not-against-people-paying-for-online-news/">No, I&#8217;m not &#8216;against&#8217; people paying for online news</a></h4>
<p>Paywall 1: Steve Outing <a href="http://steveouting.com/2010/07/02/the-times-vs-guardian-strategies-uber-dumb-smart/#comments"><strong>sieht sich von einer Kommentatorin seines Blogposts über die <em>Times</em>-Paywall gründlich missverstanden</strong></a> und nutzt die Gelegenheit, seine Ausführungen zu präzisieren. Hier ist eins seiner Argumente: &#8220;<strong>On the Internet, no one knows you’re a newspaper!</strong> (Historical reference: that old New Yorker cartoon with two dogs at a computer, “On the Internet, no one knows you’re a dog!”) By that I mean, with a news website, there’s often not much difference between a broadcaster’s news site (say, BBC.co.uk) and a newspaper site (like TheTimes.co.uk). All the major news providers now trade in text, audio, multimedia, and video. <strong>I don’t for a second believe that the TV news folks, steeped in models that don’t charge subscription fees, will follow Murdoch into paywall-land, even if the UK newspapers do (again, unlikely). A Murdochian walling off of all newspaper content online would just boost broadcast news entities while sinking the newspapers.</strong>&#8221; Analog kann man auch für deutsche Verlags-Paywalls versus frei zugängliche ARD/ZDF-Websites argumentieren.</p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2010/jul/05/clay-shirky-internet-television-newspapers">Clay Shirky: &#8216;Paywall will underperform – the numbers don&#8217;t add up&#8217;</a></h4>
<p>Paywall 2: Decca Aitkenhead lässt <strong>Clay Shirky in einem Portrait</strong> im <em>Guardian</em> begründen, warum die <em>Times</em>-Paywall seiner Ansicht nach scheitern wird (nicht weil sie existiert, sondern sie die <em>Times</em> im Netz vollkommen isoliert). <strong>Guter Einblick in die Gedankenwelt des Webvisionärs Shirky.</strong></p>
<h4><a href="http://paidcontent.org/article/419-publishers-need-popcorn-not-paywalls/">Publishers Need Popcorn, Not Paywalls</a></h4>
<p>Paywall 3: Marktanalyst Nick Thomas von Forrester Research betont in einem Gastbeitrag für <em>Paid Content</em>: &#8220;Are paywalls the answer? They may be <em>an</em> answer — but to the wrong question. Instead of asking how much more money they can get for the content, companies should be focusing on how that content can help create new revenue streams. [...] <strong>Focusing on the sale of content is missing a trick: Media companies are not actually in the content business; they are in the audience business. </strong>Thomas<strong> </strong>vergleicht Zeitungs- und Zeitschriftenverlage mit Kinos, die heute den traditionellen Verkauf von Eintrittskarten mit 3D-Versionen, Dolby Surround und nicht zuletzt Popcorn ergänzen. Analog rät er Verlagen zu <strong>Produkterweitungen &#8211; zum Beispiel mit Bucheditionen.<br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.intern.de/news/neue--meldungen/--201007067742.html">Paywall schützt Urheberrecht gleich doppelt?</a></h4>
<p>Paywall 4: Der Informationsdienst <em>intern.de</em> wirft die Frage auf, ob Paywalls nicht nur die eigenen Inhalte von Zeitungen vor der &#8220;Kostenloskultur&#8221; schützen, sondern auch unautorisierte Übernahmen aus fremden Webseiten (vulgo: &#8220;Contentklau&#8221;) vor der Entdeckung bewahren: &#8220;Womit sich die Frage stellt, ob denn die Paywall für die Zeitungen vielleicht noch einen weiteren Vorteil bietet: <strong>Da aufgrund  der Zugangsbeschränkung auch die Gefahr abnimmt, dass automatisierte &#8216;Copyright Guards&#8217; Zugriff erhalten, fällt das ungenehmigte &#8220;Entleihen&#8221;  wesentlich leichter.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/07/04/hyperlokaler-journalismus-in-hamburg">Hyperlokaler Journalismus in Hamburg</a></h4>
<p>Der Journalist Mark Heywinkel wundert sich bei <em>mediatopia</em>, <strong>warum die etablierten Hamburger Medien Blogs und hyperlokale Webportale nicht als Verlängerung ihres eigenen Angebots und deren Aggregation nicht als Service für ihre Leser begreifen</strong>: &#8220;In Hamburg gibt es [...] ein großes Potential für den erfolgreichen Aufbau eines hyperlokalen – oder in Deutschland auch: sublokalen – Journalismus. Die Zeitungen aber nutzen dieses Potential bislang nicht. Das Hamburger Abendblatt gibt nicht einmal Auskunft darüber, welche Blogs aus und für Hamburg berichten – deshalb macht es die Website <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','outbound-article','www.hamburg-web.de']);" href="http://www.hamburg-web.de/" target="_blank">Hamburg-Web.de</a> der Internetagentur KCS.&#8221; <strong>An dieser Stelle möchte ich auch generell <em>mediatopia</em> als interessantes neues Blog &#8220;für die Medienwelt von morgen&#8221; (Eigenbeschreibung) empfehlen.</strong></p>
<h4><a href="http://blog.kooptech.de/2010/07/11-ideen-fuer-mobile-apps-von-tageszeitungen/">11+ Ideen für mobile Apps von Tageszeitungen</a></h4>
<p>Thomas Wanhoff hat sich für <em>Kooptech </em>angeschaut, welche Ideen Tageszeitungen in puncto mobile Apps entwickeln, welche sie entwickeln sollten und welche Dienstleister wie AFP oer iSites dabei helfen (wobei er dpa-infocom nicht erwähnt). Er stellt außerdem diese Frage und beantwortet sie gleich selbst:<strong> &#8220;Müssen Regionalzeitungen denn jeden digitalen Mist mitmachen?</strong></p>
<p><strong>Ja. Weil es Teil des Marktes ist. Wie weit sie mitmachen ist eine andere Frage. </strong>Man muss keine iPhone-Redaktion aufbauen, aber man muss sich Gedanken darüber machen, wie man seine Inhalte profitabel distribuiert. Und mobile Geräte sind ein großer Markt. [...] Wichtig ist, bevor man sich mit Kosten und Ideen beschäftigt, wie oben erwähnt, eine Strategie zu entwickeln oder zu schauen, inwieweit das Bestehende in diese Strategie passt.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/mediashift/2010/07/how-immersive-journalism-games-can-increase-engagement188.html">How Immersive Journalism, Games Can Increase Engagement</a></h4>
<p>&#8220;As a journalist, I&#8217;m not satisfied when people just scan my headline and then move on&#8221;, klagt Roland LeGrand in einem Gastbeitrag für <em>Mediashift</em>. Er entwickelt Thesen, benennt Herausforderungen und und bringt Beispiele, <strong>wie Journalisten Anleihen bei Computerspieleentwicklern nehmen können, um Nutzer stärker  in journalistische Inhalte hineinzuziehen.</strong> Solche Konzepte werden neuerdings unter dem Stichwort  &#8220;Newsgames&#8221; oder &#8220;Immersive Journalism&#8221; disktutiert, entwickelt und mit Preisgeldern gefördert, siehe z.B.  <a href="http://www.niemanlab.org/2010/06/knight-news-challenge-the-cartoonist-wants-to-make-a-digital-game-of-visual-commentary/"><strong>The Cartoonist</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://www.jensweinreich.de/2010/07/07/online-gebuhren-ii-uber-den-wert-von-qualitatsjournalismus/">Online-Gebühren (II): über den Wert von Qualitätsjournalismus</a></h4>
<p>Jens Weinreich macht sich umfassend und wegweisend <strong>Gedanken über Unternehmerjournalismus, Journalismusfinanzierung und Mikrospenden</strong>.</p>
<h4><strong><a href="http://blog.ronniegrob.com/2010/07/07/mein-hut-der-hat-drei-cents/">Mein Hut, der hat drei Cents</a></strong></h4>
<p>Ronnie Grob findet freiwillige Mikrospendensysteme wie Flattr und Kachingle gut<strong>, </strong>hat aber einen wichtigen Einwand: <strong><br />
</strong></p>
<p><strong>&#8220;Wer einen Beitrag flattrt, also konkret einen kleineren oder grösseren Betrag überweist, sollte das nicht leichtfertig tun.</strong> Wie nun aber die Realität zeigt, geschieht das.</p>
<p><strong>So erhalten Beiträge Zuwendungen …</strong></p>
<ul>
<li>die fremde Inhalte eingebunden haben und dazu selbst kaum etwas hinzugefügt haben</li>
<li>die sich relativ substanzlos für oder gegen etwas einsetzen</li>
<li>die kaum mehr als einen Link beinhalten</li>
<li>die sich gegen gemeinhin verhasste Personen oder Organisationen wenden</li>
<li>die die Zukunft von Mikrozahlungen behandeln</li>
</ul>
<p>Das ist aber ein Problem der Flattr-Nutzer, nicht von Flattr.&#8221;</p>
<p><em>Illustration: <a href="http://markheywinkel.de/blog/2010/07/04/hyperlokaler-journalismus-in-hamburg/">mediatopia</a></em></p>
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