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	<title>Medial Digital &#187; Prozess-Journalismus</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps vom Pazifik* aus dem personalisierten Nachrichtenstrom**</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 20:20:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: The orthodoxy of the article, part II Jeff Jarvis hat seinen programmatischen Beitrag präzisiert, in welchem er ausführt, dass der lineare Beitrag künftig nicht mehr die Standardform journalistischer Veröffentlichungen sein werde. Der Artikel werde zum Luxus, er fasse den Kenntnisstand zusammen, werde magaziniger, analytischer und letztlich dadurch auch wertvoller. Doch diesen Luxus benötige man [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/mein-neues-Büro.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-5040" title="mein neues Büro" src="http://medialdigital.de/wp-content/mein-neues-Büro.png" alt="" width="430" height="323" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2011/06/12/the-orthodoxy-of-the-article-part-ii/#comment-451600">The orthodoxy of the article, part II</a></h4>
<p><strong>Jeff Jarvis</strong> hat seinen programmatischen Beitrag präzisiert, in welchem er ausführt, dass <strong>der lineare Beitrag künftig nicht mehr die Standardform journalistischer Veröffentlichungen sein werde</strong>. Der Artikel werde zum Luxus, er fasse den Kenntnisstand zusammen, werde magaziniger, analytischer und letztlich dadurch auch wertvoller. Doch diesen Luxus benötige man nicht unbedingt jedesmal, um einen Sachverhalt zu vermitteln. Mit sehr interessanter Debatte in den Kommentaren. Hier ein weiterer lesenswerter Beitrag zu diesem Thema von <strong>Steve Buttry: <a href="http://stevebuttry.wordpress.com/2011/06/14/why-should-storytelling-stop-evolving-now/">Why should storytelling stop evolving now?</a></strong></p>
<h4>weitere Tipps:</h4>
<h4 id="heading-alone"><a href="http://www.guardian.co.uk/gnm-press-office/guardian-news-media-digital-first-organisation">Guardian News &amp; Media to be a digital-first organisation</a></h4>
<p>Der <strong>Guardian</strong> sieht die gedruckte <strong>Tageszeitung</strong> als zwar graduelles aber unweigerliches <strong>Auslaufmodell</strong>, künftig gilt ihr Focus den Digitalkanälen. &#8220;&#8221;By becoming a digital-first organisation we&#8217;re taking the next natural  step, one which we believe all newspapers will eventually have to take&#8221;, betont Chefredakteur <strong>Alan Rusbridger</strong>.</p>
<h4><a href="http://henningslog.posterous.com/facebook-was-tun-wir-hier">Facebook &#8211; Was tun wir hier?</a></h4>
<p><strong>Hennig Noske </strong>legt in einer schönen Glosse (oder ist eher ein Essay?) sein Seelenleben in puncto Bloggen und Facebooken bloß und entdeckt in sich eine neue Form von journalistischer Autonomie: &#8220;Wir haben viel Spaß, aber wir geben  auch viel Wertvolles &#8211; unsere Zeit und unser Privates. Wir öffnen uns &#8211;  mehr als Menschen sich vermutlich jemals in der Weltgeschichte geöffnet  und offenbart haben. In diesem Experiment liegt viel Vertrauen. Es ist  eine globale Obsession, die Regime stürzen kann, Dummköpfe und  Diktaturen verdorren lässt. <strong>Die Belastungsprobe der neuen Freiheit aber  steht noch aus. Nutzen wir sie, so lange es uns noch richtig Spaß macht.</strong> Publish &#8230;&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.datenjournalist.de/dilemma-schema-org-was-der-neue-semantische-web-standard-der-suchmaschinen-fur-onlinejournalismus-bedeutet/">Was der neue semantische Web-Standard der Suchmaschinen für Onlinejournalismus bedeutet</a></h4>
<p><strong>Lorenz Matzat </strong>glaubt, dass der neue semantische <strong>Suchmaschinenstandard schema.org</strong> für Nachrichtenanbieter im Netz vor allem viel Arbeit, aber wenig Gutes bedeutet. Künftig würden inhaltsleere Doubletten noch stärker  noch stärker auffallen: &#8220;Das bloße Reinpumpen von Content, das einfache Wiedergeben von Beiträgen  der Nachrichtenagenturen, mit dem das eigene Angebot aufgebläht werden  soll, wird nichts mehr bringen. [...] <strong>Das kommende Webseitensterben kann also zum Verschwinden der Dinosaurier  des Internets führen. </strong>Schlimm für manches Geschäftsmodell. Der User  aber kann dadurch gewinnen.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to Blogger leitet deutsche Ausgabe von “Wired”. Das ist toll, das wird gut, das ist – mutlos" rel="bookmark" href="http://www.basicthinking.de/blog/2011/06/16/blogger-leitet-deutsche-ausgabe-von-wired-das-ist-toll-das-wird-gut-das-ist-mutlos/">Blogger leitet deutsche Ausgabe von “Wired”. Das ist toll, das wird gut, das ist – mutlos</a></h4>
<p><strong>Jürgen Vielmeier</strong> zweifelt bei <em>Basic Thinking </em>zwar nicht daran, das <strong>Thomas Knüwer</strong> der richtige Mann für die Konzeption der deutschen <a href="http://www.wired.de"><strong>Wired</strong></a> Ausgabe ist, findet aber, es entbehre nicht einer gewissen Ironie, dass einer der schärfsten Verlags- und Printkritiker, nun selbst eine gedruckte Zeitschrift entwickelt: &#8220;Wäre es nicht besser, es <strong>endlich einmal richtig anzupacken mit einem großen deutschen Technikmagazin im Web</strong>?&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.journalism.co.uk/news/bbc-developing-new-iphone-app-for-field-reporters/s2/a544714/">BBC developing new iPhone app for field reporters</a></h4>
<p>Die  BBC entwickelt derzeit eine App, die es ihren Reportern ermöglichen soll, v<strong>om iphone oder iPad aus Beiträge direkt ins BBC Redaktionssystem einzuspeisen</strong>, berichtet <strong>journalism.co.uk</strong>. Ein weiterer Schritt in Richtung mobiler Journalismus mit minimal invasiver Technik für die Echtzeitberichterstattung.</p>
<h4><a href="http://pogue.blogs.nytimes.com/2011/06/16/excited-about-the-cloud-get-ready-for-capped-data-plans/?ref=personaltechemail&amp;nl=technology&amp;emc=cta1">Excited About the Cloud? Get Ready for Capped Data Plans</a></h4>
<p><strong>New York Times </strong>Kolumnist <strong>David Pogue </strong>macht darauf aufmerksam, was passieren wird, wenn wir alle unsere Daten in die Cloud hochladen und dann natürlich ständig mit der Datenwolke verbunden sind: &#8220;All of that uploading and downloading, all of that syncing, all of  that cloud computing assumes you have a fast, capacious pipe to the  Internet. <strong>But your cellphone company doesn’t want you to have a fast, capacious  pipe</strong>. There’s not a single cellphone carrier anymore that offers an  unlimited data plan at full speed.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.ikosom.de/2011/06/13/crowdfunding-studie-2011/">Crowdfunding-Studie 2011</a></h4>
<p>Das <strong>Institut für Kommunikation in sozialen Medien (Ikosom)</strong> hat eine <strong>Crowdfunding-Studie des deutschen Markts</strong> veröffentlicht. Einige der wichtigsten Ergebnisse der Vollerhebung:</p>
<ul>
<li>Insgesamt wurden bislang 208.000 € über Crowdfunding eingeworben,  wobei ca. 11.000 € entsprechend des Alles-oder-Nichts-Prinzip bei nicht  erfolgter Finanzierung zurückgezahlt wurden.</li>
<li><strong>Jedes zweite Crowdfunding-Projekt wird erfolgreich finanziert </strong>(53%).  Von den bis zum 15. April 2010 durchgeführten 125 Projekte waren 67  erfolgreich.</li>
<li>Die Projekte haben sehr unterschiedliche Schwerpunkte – <strong>Filme,  Aktionen und Veranstaltungen sind die meistverwendeten Kategorien</strong>.</li>
<li>Die Zielsumme reicht von 1 € bis 25.000 €. Die tatsächlich erreichten Summen reichen von 0 bis 26.9991 €.</li>
</ul>
<p>Noch mehr Eckdaten bietet die Zusammenfassung bei Ikosom, die komplette Studie kann über einen Link auf der Webseite bezogen werden.</p>
<p><em>* Im Vorgriff der Tatsache, dass die Linktipps ab Ende Juli tatsächlich vom Pazifik kommen werden (<a href="http://medialdigital.de/wp-content/new-home-in-West-Seattle.png"><strong>hier der exakte Ort</strong></a>), werde ich sie ab sofort schon mal so nennen. Außerdem erscheinen die Linktipps jetzt nur noch noch hier, da sich <a href="http://carta.info/index.php?s=Medienlinks"><strong>Carta</strong></a> in die Sommerpause <a href="http://carta.info/40555/carta-macht-pause/"><strong>verabschiedet hat</strong></a>.</em></p>
<p><em>**Ein Experiment: Die ersten Linktipps, für die ich aus Zeitmangel nicht ein einziges Mal den RSS-Reader geöffnet habe (seit mehreren Wochen) und keine Newsletter ausgewertet habe. Alle Links stammen nur aus guten Hinweisen in meinem personalisierten Nachrichtenstrom (Twitter und Facebook Links). Geht auch, oder?<br />
</em></p>
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		<title>5 Fehler von Printmedien beim Umgang mit Online-Kommentaren</title>
		<link>http://medialdigital.de/2009/10/21/5-fehler-von-printmedien-beim-umgang-mit-online-kommentaren/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 16:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Je mehr ich mich im sozialen Netz bewege, desto unangenehmer stoßen mir die Kommentarregeln und -darstellungen vieler Printmedien auf ihren Online-Seiten auf. Hier sind fünf grundlegende und häufige Fehler, die ich beheben würde, wenn ich in einer Onlineredaktion Verantwortung trüge: 1. Begegnen Sie Ihren Lesern mit Vertrauen, nicht mit Misstrauen Was soll das? Lassen Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/a86acc00c35a47078c307ac6ddf6293f" alt="" width="1" height="1" /><br />
Je mehr ich mich im sozialen Netz bewege, desto unangenehmer stoßen mir die Kommentarregeln und -darstellungen vieler Printmedien auf ihren Online-Seiten auf. Hier sind fünf grundlegende und häufige Fehler, die ich beheben würde, wenn ich in einer Onlineredaktion Verantwortung trüge:</p>
<h2><strong>1. </strong>Begegnen Sie Ihren Lesern mit Vertrauen, nicht mit Misstrauen</h2>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/FR.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1472" title="FR" src="http://medialdigital.de/wp-content/FR.png" alt="FR" width="500" height="146" /></a>Was soll das? Lassen Sie es zu, dass Ihre Kommentatoren Links setzen. Auf etwas Interessantes und die Diskussion Bereicherndes hinzuweisen, indem man darauf verlinkt, ist ein Grundprinzip im sozialen Netz. Immer mehr Webuser beteiligen sich aktiv an der Vernetzung des Netzes, indem sie bei Twitter, Facebook, Posterous, Blogs etc. auf Fundstücke verlinken. Aber auf den meisten Zeitungs-Websites ist das immer noch verboten. Der Screenshot stammt aus der <strong>Frankfurter Rundschau</strong>, wo sich unter der Kolumne <strong><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/2014013_Kolumne-Piraten-nein-danke.html">&#8220;Piraten, nein danke!&#8221;</a></strong> innerhalb von fünf Tagen 76 Kommentatoren, größtenteils mit herber Kritik( s. dazu auch mein Beitrag <strong><a href="http://medialdigital.de/2009/10/15/der-tag-an-dem-ich-aufhorte-die-frankfurter-rundschau-ernstzunehmen/">&#8220;Der Tag, an dem ich aufhörte, die Frankfurter Rundschau ernstzunehmen&#8221;</a></strong>), zu Wort meldeten. Viele Kommentatoren haben versucht, ihre Argumente mit Verweisen zu untermauern. Aber alle vergeblich.</p>
<p>Auch <strong>Focus Online</strong> lässt keine Links zu:</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Links.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1485" title="Focus-Links" src="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Links.png" alt="Focus-Links" width="431" height="30" /></a></p>
<p>Wovor haben Sie Angst, liebe Online-Redakteure? Dass Ihre Leser nicht wiederkommen? Schaffen Sie ein anregendes Debattenklima, dann ist diese Befürchtung grundlos. Oder dass Linkschleudern Ihre Kommentarspalten zuspammen? Nutzen Sie ein guten Spamfilter, setzen Sie alle Links auf &#8220;nofollow&#8221; (dann entfällt der Anreiz, Links nur für ein besseres Ranking bei Suchmaschinen zu setzen), nehmen Sie Kommentare mit einem oder mehr Links in die Moderationswarteschleife. Und unterstellen Sie nicht grundsätzlich verwerfliche Motive, wenn Ihre Kommentatoren Links setzen möchten.</p>
<h2>2. Diskutieren Sie mit &#8211; oder warum wollen Sie mit Ihrem Beitrag nichts mehr zu tun haben, sobald er online steht?</h2>
<p>Auch dafür ist die genannte Kolumne in der <strong>FR</strong> ein Paradebeispiel: Der Autor ignoriert die &#8211; größtenteil sachlich vorgetragene &#8211; Kritik und schaltet sich nicht ein einziges Mal in die Diskussion ein. Deutlicher kann man gar nicht ausdrücken, wie egal einem die Meinung derer ist, für die man schreibt (oder schreiben sollte). Aber was ältere Leser vielleicht noch widerspruchslos hinnehmen, weil es sie nicht anders kennen, werden sich erfahrene Webnutzer  künftig immer weniger gefallen lassen. Kein Autor ist unfehlbar, keine Meinung verträgt nicht auch eine Gegenmeinung, und für eine lebendige Debattenkultur ist es unabdingbar, dass derejenige, der die Debatte mit seinem Text angestoßen hat, auch aktiv daran teilnimmt. Deshalb gehören Aufforderungen wie diese</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/SPON-Regeln.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1486" title="SPON-Regeln" src="http://medialdigital.de/wp-content/SPON-Regeln.png" alt="SPON-Regeln" width="331" height="166" /></a>bei <strong>Spiegel Online</strong> ersetzt durch &#8220;Diskutieren Sie mit anderen Lesern und der Redaktion&#8221;. Es ist sicherlich zeitaufwändig, einen Beitrag nicht wie bisher mit der Veröffentlichung als abgeschlossen zu betrachten. <strong><a href="http://www.buzzmachine.com/2009/06/07/processjournalism/">Aber Journalismus im Netz ist immer weniger Ergebnis und immer mehr Prozess.</a></strong> Und damit ändern sich auch die Aufgaben von Journalisten. Sie werden auch zu Moderatoren. Positive Beispiele von Autoren und Online-Redakteuren, die sich in Debatten mit Lesern einschalten: <strong>Der Freitag</strong>, <strong>Zeit Online</strong>.</p>
<h2>3. Geben Sie Ihren Lesern Raum: Oder wollen Sie nicht wissen, was sie zu sagen haben?</h2>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/SZ-Online.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1474" title="SZ-Online" src="http://medialdigital.de/wp-content/SZ-Online.png" alt="SZ-Online" width="461" height="177" /></a>Dieses Beispiel stammt aus der <strong>SZ</strong>. Schade, dass der durchaus niveauvoll und interessant argumentierende Kommentator zweimal ansetzen musste. Vielleicht lässt er es beim nächsten Mal lieber gleich bleiben. Dass Leserbriefschreiber der gedruckten Ausgabe sich möglichst kurz fassen sollen, damit mehr Zuschriften abgedruckt werden können, ist nachzuvollziehen. Aber Platzmangel ist kein Thema im Netz. Lassen Sie die Nutzer doch selbst entscheiden, welche Äußerungen sie lesenswert finden. Viele Onlineausgaben haben doch ohnehin ein System zur Kommentarbewertung. Wer nur schwafelt, wird dann halt schlechter bewertet. Weiteres Beispiel für unnötig restriktive Platzbeschränkung: <strong>Focus Online</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Online.png"><img class="size-full wp-image-1483 aligncenter" title="Focus Online" src="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Online.png" alt="Focus Online" width="472" height="111" /></a></p>
<h2>4. Wer nimmt, sollte auch geben.</h2>
<p>Online-Redaktionen sind dankbar für die Klicks, die rege Kommentatoren generieren. Die Kommentatoren tragen als unbezahlte Inhaltelieferanten zur Werbefinanzierung von Onlineseiten bei. Das tun sie freiwillig. Aber das Mindeste, was ein Verlag seinen vielen Tausenden unbezahlten Mitautoren zugestehen sollte, ist ein Hinweis auf ihre Online-Präsenz &#8211; für diejenigen, die das möchten. Genauso wie bei Blogs ein Klick auf den Namen des Kommentators zu dessen selbst gewählter Netzidentität führt (z.B. zum eigenen Blog oder zum Facebook-Profil) sollten auch Verlage davon absehen, die Namen von Kommentatoren nur zu ihren eigenen abgeschotteten Communities zu verlinken. Beispiele dafür, dass es auch besser geht: <a href="http://medialdigital.de/wp-content/FAZ-Visitenkarte.png"><strong>FAZ</strong></a>, <a href="http://medialdigital.de/wp-content/zeit-online-seite.png"><strong>Die Zeit</strong></a>.</p>
<h2>5. Ihre Kommentatoren sind Ihre aktivsten Nutzer &#8211; <a href="http://medialdigital.de/2009/03/18/das-klickvieh-gehege-was-verlage-von-der-blogosphare-lernen-konnen/">behandeln Sie sie nicht wie Klickvieh</a>.</h2>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Kommentare.png"><img class="size-full wp-image-1484 aligncenter" title="Focus-Kommentare" src="http://medialdigital.de/wp-content/Focus-Kommentare.png" alt="Focus-Kommentare" width="482" height="901" /></a></p>
<p>Schon 938 Kommentare zum heutigen Beitrag über das kontroverse Thema <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/pflegeversicherung-schwarz-gelb-plant-private-zusatzabsicherung_aid_446795.html"><strong>&#8220;Pflegeversicherung: Schwarz-Gelb plant private Zusatzabsicherung&#8221;</strong></a> bei <strong>Focus Online</strong>. Ich lese gerne Kommentare. 233 Kommentare zu einem interessanten Thema zu scannen und bei den interessanteren intensiver hinzuschauen, ist durchaus möglich, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wutmaeander-zur-qualitaetsdebatte/"><strong>wenn es dem Nutzer leichtgemacht wird</strong></a>. Aber ganz bestimmt lese ich höchstens drei oder vier mit markanten Überschriften, wenn ich die Kommentare alle einzeln anklicken soll. <a href="http://medialdigital.de/2009/03/18/das-klickvieh-gehege-was-verlage-von-der-blogosphare-lernen-konnen/"><strong>Denn ich habe keine Lust, mich als Klickvieh missbrauchen zu lassen.</strong></a></p>
<p>Nicht viel besser sind die Kommentarstrecken der <strong>SZ</strong> oder der <strong>Welt</strong>, wo man immer nur einige Kommentare auf einmal auf einer Seite dargestellt findet, dafür jedes Mal auch den Ursprungstext. Liebe Redaktion: Den habe ich schon gelesen &#8211; deswegen möchte ich ja gerne die Kommentare dazu lesen. Aber nicht, wenn es so umständlich ist.</p>
<p>Für mich persönlich habe ich die Konsequenz gezogen. Auf Online-Seiten von Zeitungen, die ihre aktiven Nutzer nicht auf Augenhöhe behandeln, schreibe ich keine Kommentare mehr. Zu befürchten ist ohnehin, dass sie kaum jemand lesen würde.</p>
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