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	<title>Medial Digital &#187; spendenfinanzierter Journalismus</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>&#8220;Auf lokaler Ebene können wir am meisten bewirken&#8221; &#8211; Spot.Us-Gründer David Cohn im Interview (2)</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 19:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Teil 2 meines Interviews mit David Cohn, dem Gründer von Spot.Us, einer Plattform für spendenfinanzierte lokaljournalistische Recherchen, geht es es darum, warum Spot.Us nicht wie Craigslist, sondern eher wie eBay wachsen muss. Außerdem geht es um die Fragen: Warum hat die Kooperation von Spot.Us mit der &#8220;New York Times&#8221; so gut funktioniert, mit anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/7c7748f393354d89983c66d30516dfa2" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong><a href="http://medialdigital.de/wp-content/David-cohn-portrait.png"><img class="size-large wp-image-3475 aligncenter" title="David-cohn-portrait" src="http://medialdigital.de/wp-content/David-cohn-portrait-300x209.png" alt="" width="300" height="209" /></a>In Teil 2 meines Interviews mit David Cohn, dem Gründer von Spot.Us, einer Plattform für spendenfinanzierte lokaljournalistische Recherchen, geht es es darum, warum Spot.Us nicht wie Craigslist, sondern eher wie eBay wachsen muss. Außerdem geht es um die Fragen: Warum hat die Kooperation von Spot.Us mit der &#8220;New York Times&#8221; so gut funktioniert, mit anderen journalistischen Institutionen aber nicht? Warum klauen Verlage nicht einfach die grundlegende Spot.Us-Idee (Reporter schlagen ihren Lesern Themen vor und sammeln Spenden direkt für konkrete Beiträge)? Und: Wird es ein Spot.US auch auf nationaler oder internationaler Ebene geben?</strong> Am Ende dieser ins Deutsche übersetzten Abschrift ist das Video des Original-Interviews (engl.) eingebettet. Und hier geht es zum Interview Teil 1 (ebenfalls mit engl. Video): <a href="http://medialdigital.de/2010/08/20/community-focused-sponsorship-david-cohn-uber-neue-entwicklungen-bei-spot-us/"><strong>“Community-focused sponsorship” – David Cohn über neue Entwicklungen bei Spot.Us</strong></a>).</p>
<p><strong>Inwiefern unterscheiden sich die Spot.Us Ableger in Los Angeles und Seattle von San Francisco? </strong></p>
<p><strong>David Cohn:</strong> Wir dachten anfangs, dass wir <a href="http://blog.digidave.org/2010/07/missteps-success-and-pivoting-at-spot-us"><strong>wie Craigslist expandieren</strong></a> und weitere lokale Netzwerke gründen würden. Spot.Us Los Angeles und Spot.Us Seattle unterscheiden sich schon deshalb von San Francisco, weil ich Spot.Us von San Francisco aus leite. In Los Angeles kooperieren wir mit der der University of Southern California School of Journalism. Aber mittlerweile weiß ich, dass wir nicht wie Craigslist wachsen werden. Wir haben uns von der Idee der Netzwerke komplett verabschiedet. WIr haben jetzt einen Themenvorschlag (= Pitch) aus Champaign-Urbana in Illinois und einen aus Texas. Als ich den Pitch aus Champaign-Urbana sah, habe ich mich riesig gefreut. Ich wollte nicht noch drei weitere Pitches aus der gleichen Region suchen müssen, um ein Netzwerk aufbauen, nur weil ich dort diesen einen richtig guten Pitch hatte. So eine Denkweise ist sinnlos, so sollte Spot.Us nicht funktionieren. Deshalb nehmen wir jetzt von überall in den USA Pitches an. Die Themenvorschläge müssen aber immer noch einen lokalen oder regionalen Bezug haben. Wir kümmern uns nicht um nationale Themen.</p>
<p><strong>Was ist so schwierig an einer Verankerung in Seattle? Es gab wohl einen recht kühlen Empfang? </strong></p>
<p>In Seattle haben wir drei wirklich gute Themenvorschläge bekommen. <strong><a href="http://spot.us/pitches/402-how-green-are-cruise-ship-tourism-dollars">Zwei</a> <a href="http://spot.us/stories/458-post-secondary-education-after-foster-care-how-washington-state-is-affecting-change">davon</a></strong><a href="http://spot.us/stories/458-post-secondary-education-after-foster-care-how-washington-state-is-affecting-change"> </a>sind schon finanziert und veröffentlicht, <a href="http://spot.us/pitches/405-a-series-on-the-port-of-seattle-its-colorful-history-political-uniqueness-and-security-status"><strong>einer</strong></a> läuft noch. Also habe ich meine Fühler ausgestreckt und versucht, weitere lokale Reporter dazu zu bewegen, Themenideen einzureichen. Das hat mich eine Menge Zeit gekostet und letztlich nichts gebracht. Währenddessen habe ich aber jede Menge guter Pitches aus anderen Regionen bekommen, von Leuten, die sich aktiv darum bemüht haben, bei Spot.Us vertreten zu seien. Denen musste ich sagen: Sorry, Ihr könnt leider nicht mitmachen, weil ihr nicht in Seattle seid. Das erschien mir immer unsinniger. Ich würde furchtbar gerne mit Kollegen in Seattle arbeiten, dort gibt es fantastische hyperlokale Projekte, aber unter zeitökonomischen Aspekten ist es besser, sich auf Journalisten einzulassen, die wirklich mitmachen wollen, egal, in welcher Stadt oder Region sie sind. Wir haben einen neuen <a href="http://spot.us/pitches/508-indian-wars-in-minnesota"><strong>Pitch aus Minnesota</strong></a> von &#8220;<a href="http://www.tcdailyplanet.net/"><strong>Twin Cities Daily Planet</strong></a>&#8220;. Sie können jetzt natürlich die Plattform benutzen, weil wir den Netzwerkgedanken aufgehoben haben.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/spot.us-logo.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3472" title="spot.us-logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/spot.us-logo-300x79.png" alt="" width="300" height="79" /></a></p>
<p><strong>Wird Spot.Us in Seattle als Konkurrenz angesehen? </strong></p>
<p>Nicht so sehr als Konkurrenz, aber als als Außenseiter. Das ist auch verständlich. Seattle hat eine sehr sehr robuste und ausgereifte hyperlokale Blogszene. Es gibt das <a href="http://westseattleblog.com/"><strong>West Seattle Blog</strong></a>, <a href="http://www.neighborlogs.com/"><strong>Neighborlogs</strong></a>, <strong><a href="http://www.capitolhillseattle.com/">Capitol Hill Blog</a></strong> und jede Menge weitere fantastische lokale Blogs. Ich dagegen kam aus dem Nirgendwo. Ich war wie der Neue in der Schule, und die anderen wollten erstmal sehen, zu welcher Clique ich gehören würde. Aber wir sind keine redaktionelle Organisation, sondern eine offene Plattform für jeden. Ich gehöre zu keiner Clique.</p>
<p><strong>Wenn Spot.Us nicht wie Craigslist expandieren kann, dann vielleicht wie eBay? Bei eBay ist es für die Nutzer völlig egal, ob es auch andere interessante Angebote in der Region gibt, wenn sie an genau diesem einem Angebot interessiert sind. </strong></p>
<p>Ja. Der großartige Pitch aus Champaign-Urbana zeigt genau das. Es wäre Zeitverschwendung auf andere gute Pitches aus der gleichen Region zu warten &#8211; Angebote, die viellleicht mittelmäßig wären &#8211; nur, um das eine gute Angebot auf die Plattform zu hieven. Aber so ist das ja oft: Wenn man etwas anfängt, hat man eine bestimmte Vision. Natürlich findet man seine Ursprungsidee ganz toll, und man glaubt, dass der Präsident einem dafür die Hand schütteln wird. Aber so hat Spot.Us in der Realität nie funktioniert. Es war unsere Aufgabe, eine andere Strategie für das Wachstum  zu entwickeln.</p>
<p><strong>Wahrscheinlich sind die einzigen Leute, die sich für den Pitch in Champaign-Urbana interessieren, die Leute, die dort wohnen. Wie erfahren sie davon?</strong></p>
<p>Weil wir kein Illinois-Netzwerk haben, kommen die Leute nicht zu Spot.Us, um zu schauen, was es Neues aus Illinois gibt. Und der Pitch ist wirklich nur interessant, für diejenigen, die dort wohnen. Es ist die Aufgabe des jeweiligen Reporters, für Traffic und Aufmerksamkeit zu sorgen. In diesen Fall ist es das Onlinemagazin &#8220;<a href="http://www.smilepolitely.com/"><strong>Smile Politely</strong></a>&#8220;, das die Geschichte über<a href="http://spot.us/pitches/492-is-your-champaign-urbana-recycling-being-dumped-in-a-landfill"><strong> Recycling in Champaign-Urbana</strong></a> vorsgeschlagen hat. Wir stellen aber die Werkzeuge bereit für eine Spendenfinanzierung durch die Nutzer oder für unser <a href="http://medialdigital.de/2010/08/20/community-focused-sponsorship-david-cohn-uber-neue-entwicklungen-bei-spot-us/"><strong>neues Finanzierungstool &#8220;community-focused sponsorship&#8221; (David Cohn erklärt im ersten Teil des Interviews, wie das funktioniert)</strong></a>. Wir hoffen, dass &#8220;Smile Politely&#8221; aus diesem Programm Anzeigenerlöse zugute kämen.</p>
<p><strong>Was können andere Crowdfunding Plattformen von Spot.Us lernen?</strong></p>
<p>Da gibt es einiges zu lernen, und auch wir haben von anderen gelernt. Das Prinzip, dass die Nutzer sich aussuchen können, wohin ihr Geld fließen soll, zum Beispiel von <a href="http://www.donorschoose.org"><strong>donors choose</strong></a>. Ich glaube, dass sich andere crowdfunding Organisationen vor allem an unseren neuen community-focused sponsorships orientieren können. Das ist momentan soweit ich weiß noch ziemlich einzigartig. Wenn man sich das Engagement der Nutzer wie ein Stufenmodell vorstellt, dann haben wir damit eine neue unterste Stufe eingezogen, die das Erklimmen der Leiter erleichtert. Wer erst einmal auf der untersten Stufe steht, engagiert sich später vielleicht mehr. Dieses Modell sollten sich aber nicht nur andere spendenfinanzierte Plattformen anschauen, sondern auch traditionelle Nachrichtenorganisationen. Vielleicht finden sie darin Elemente, die sie übernehmen können.</p>
<p><strong>Wird sich Spot.Us noch finanzieren können, wenn die Anschubfinanzierung der Knight Stiftung ausläuft?</strong></p>
<p>Ich glaube ja. Spot.Us ist eine gemeinnützige Einrichtung und auf einen gewissen Betrag aus öffentlichen Mitteln oder institutionellen Spenden werden wir wohl immer angewiesen sein, aber ich will Spot.Us so weit wie möglich auf finanziell eigene Beine stellen. Die Community-focussed Sponsorships sind ein potentenziell sehr lukrativer Einnnahmestrom. Unsere Fixkosten sind im Vergleich mit anderen Nachrichtenorgsanisationen sehr niedrig, weil wir keine Redaktion sind. Wenn man die Kosten für Entwicklung und mein Gehalt abzieht, bleiben eigentlich nur die Serverkosten. Wenn ich nicht mehr bezahlt würde, müsste ich mir natürlich einen anderen Job suchen, aber die Plattform würde immer noch funktionieren. Spot.Us rechnet sich also im Grunde jetzt schon. Die Frage ist nur, ob wir uns auch in Zukunft noch weiterentwickeln können.</p>
<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/spotus-logo2.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3480" title="spotus-logo2" src="http://medialdigital.de/wp-content/spotus-logo2-300x66.png" alt="" width="300" height="66" /></a></p>
<p><strong>Wie gut kooperiert Spot.Us mit traditionellen Medien?<br />
</strong><br />
Die Kooperation funktioniert meisten sehr gut. Dafür hatten wir schon einige Beispiele. Die Zusammenarbeit mit der &#8220;New York Times&#8221;, die 10.000 Dollar für eine <a href="http://spot.us/stories/252-dissecting-the-great-pacific-garbage-patch"><strong>Geschichte über den pazifischen Müllteppich</strong></a> bezahlt hat, ist eine der reibungslosesten überhaupt gewesen. Das hat mich sehr beeindruckt. Manchmal klappt es aber auch nicht, weil es Missverständnisse gibt und falsche Erwartungen. Es ist ein Glücksspiel und hängt sehr stark davon ab, ob die Redaktionen herausfinden, wie sie Spot.Us in ihre Arbeitsstrukturen integrieren können. Wir sind nun mal anders.</p>
<p><strong>Warum übernehmen Verlage die Grundidee von Spot.US nicht einfach selbst? Reporter schlagen ihren Lesern Themen vor und sammeln Spenden direkt für konkrete Beiträge?</strong></p>
<p>Ich sage immer, dass das Konzept von Spot.US viel größer als die Plattform ist. Wir sind Pioniere des gemeinschafltich finanzierten Journalismus. Aber es ist nur ein Konzept, jeder kann es übernehmen. Ich evangelisiere die Idee genauso wie die Plattform. Ich bin sehr dafür, dass andere Organisationen das Prinzip ebenfalls ausprobieren, selbst wenn es am Anfang kleine Schritte sind. Meiner Meinung nach liegen große Chancen und nur wenige Risiken darin, die Community per Abstimmung &#8211; auch mit dem Geldbeutel &#8211; entscheiden zu lassen, welche Themen recherchiert werden sollten. Ich glaube, dass jede Nachrichtenorgansiation das zu einem gewissen Grad ausprobieren kann.</p>
<p><strong>Wird Sich Spot.Us künftig auch um nationale oder internationale Themen kümmern? </strong></p>
<p>Das werden wir oft gefragt. Zur Zeit lehne ich das ab, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen glaube ich, dass Demokratie vor allem auf lokaler und regionaler Ebene stattfindet und gerade da sind die Zeitungen am meisten bedroht. Deshalb agieren wir dort, wo wir am meisten bewirken können. Außerdem glaube ich persönlich, dass spendenfinanzierter Lokaljournalismus eine größere Herausforderung ist. Wenn wir versuchen würden, Themen wie eine Recherche über das Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten zu finanzieren, wäre das zwar sicher informativ, würde aber nicht den gleichen emotionalen Bezug herstellen. Den schafft vor allem räumliche Nähe. Aber jemand sollte unseren Code nehmen und es einfach ausprobieren. Vielleicht ändere ich ja auch in einem oder zwei Jahren meine Meinung. Aber momentan lautet das Ziel von Spot.Us spendenfinanzierten Lokaljournalismus überall in den USA zu unterstützen.</p>
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<p><a href="http://vimeo.com/14251621">Spot.Us founder David Cohn &#8211; interview part 2</a> from <a href="http://vimeo.com/user2771590">Ulrike Langer</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=%22Auf+lokaler+Ebene+k%C3%B6nnen+wir+am+meisten+bewirken%27%27+--+Spot.Us-Gr%C3%BCnder+David+Cohn+im+Interview+%282%29+...+http://bit.ly/bYMweX" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=%22Auf+lokaler+Ebene+k%C3%B6nnen+wir+am+meisten+bewirken%27%27+--+Spot.Us-Gr%C3%BCnder+David+Cohn+im+Interview+%282%29+...+http://bit.ly/bYMweX" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Südafrika ohne Disneylandtouch</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 21:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die WM – ein Wintermärchen? Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit einem Monat als Unternehmerjournalisten auf eigene Faust (ohne Auftraggeber) Südafrika. Sie schreiben, fotografieren und filmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/wintermärchen.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3211" title="wintermärchen" src="http://medialdigital.de/wp-content/wintermärchen-300x207.png" alt="" width="300" height="207" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.wintermaerchen2010.com/">Die WM – ein Wintermärchen?</a></h4>
<p>Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses <strong>tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele </strong>zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit einem Monat als Unternehmerjournalisten auf eigene Faust (ohne Auftraggeber) Südafrika. Sie schreiben, fotografieren und filmen und <strong>vermitteln ein anderes, farbenfroheres und weniger disneyfiziertes Bild von Südafrika.</strong> Meistens von außerhalb der Stadien. Unbedingt anschauen, bevor die WM vorbei ist.</p>
<h4><a href="http://www.gulli.com/news/usa-fotos-von-lverschmierten-v-geln-sind-verboten-2010-07-04">USA: Fotos von ölverschmierten Vögeln sind verboten!</a></h4>
<p>40.000 US-Dollar Strafe droht jetzt Journalisten und Fotografen, die unmittelbar von der Ölkatastrophe im und am Golf von Mexiko berichten wollen. Wer näher als rund 20 Meter ans Geschehen will, braucht nun eine ausdrückliche Erlaubnis. Mehr bei <em>Gulli</em>.</p>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/07/04/independence-day-for-newspapers/">Independence day for newspapers</a></h4>
<p>Jeff Jarvis gratuliert in seiner Buzzmachine den Machern der Zeitungskette <em>Journal Register</em> (18 Tageszeitungen) zu ihrem &#8211; wohl aus finanzieller Not geborenen  Schritt, sich von traditionellen Recherche-, Schreib-, und Produktionsmethoden zu trennen und stattdessen Prozessjournalismus zu wagen. Jarvis zitiert den &#8220;Vice President Content&#8221; (stellvertretenden Chefredakteur?) wie folgt: &#8220;<strong>The people who are usually last in line were moved to the front of the process. </strong>Rather than just being able to read the finished product, the audience – through town hall meetings, social networking sites, direct requests via email and in person and more – was asked to help determine what the editorial staffs should cover.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link to The Times vs. Guardian strategies: uber-dumb &amp; smart" rel="bookmark" href="http://steveouting.com/2010/07/02/the-times-vs-guardian-strategies-uber-dumb-smart/">The Times vs. Guardian strategies: uber-dumb &amp; smart</a></h4>
<p>Times-Paywall 1: Steve Outing fällt ein vernichtendes Urteil über die neue Paywall bei Rupert Murdochs &#8220;Times&#8221; (London). Sie kenne nur schwarz, anstatt den Nutzern in Grauschattierungen die Wahl zu lassen: &#8220;<strong>What times.co.uk has done is ensure that virtually no one will link to its content, and no one can sample its content </strong>without at least buying a day pass ($2 or £1) or paying that same amount for a one-month trial subscription (with the price rising after the trial). Since The Times has plenty of strong competitors offering free-model websites, <strong>I don’t see this having a snowball’s chance in hell of working.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.guardian.co.uk/law/baby-barista-blog/2010/jul/02/babybarista-guardian-paywalls">Announcement: partnering with The Guardian</a></h4>
<p>Times-Paywall 2: Mit Tim Kevan (<em>Baby Barista</em>) hat <strong>der erste Blogger, der nicht hinter Rupert Murdoch <em>Times</em>-Paywall versteckt werden wollte, Asyl beim <em>Guardian </em>gefunden</strong>: &#8220;Well, there I was. One minute I was writing for <em>The Times</em>. Then along came a massive great paywall and having <a href="http://www.babybarista.com/2010/05/28/welcome-to-the-re-launch-of-babybarista/"><strong>managed to escape in the nick of time</strong>, </a> I then found myself headhunted by those kindly souls at <strong><a href="http://www.guardian.co.uk/law">Guardian Law</a></strong>. I mean, what luck!&#8221;</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/07/03/nachrichtensites-verlinken-tut-weh/">Verlinken tut weh</a></h4>
<p>Martin Weigert fragt sich bei <em>netzwertig</em>, warum sich immer noch soviele Medien schwer damit tun, Links zu setzen, oder &#8211; schlimmer noch &#8211; teilweise sogar <strong>vorhandene Links aus Agenturtexten (ohnehin eine Seltenheit) wieder entfernen</strong>. Mit interessanten Kommentaren.</p>
<h4><a href="http://www.wasmitmedien.de/wordpress/?p=260">Was mit Medien &#8211; Folge 218</a></h4>
<p>Daniel Fiene hat mich auf dem Medienforum NRW abgefangen und für <em>Was mit Medien</em> zu den wahrscheinlichen <strong>Auswirkungen des geplanten Leistungsschutzrechts für Journalisten </strong>befragt. Da ich es in der vorigen Woche nicht geschafft habe, selbst einen Beitrag dazu zu schreiben, empfehle ich natürlich wärmstens WMM 218. Weitere Themen: Stimmen von Fernsehmachern auf dem Medienforum, die Zukunft der Tageszeitung, und DuMont Schauberg-Verleger <strong>Konstantin Neven DuMont über Paid Content im Lokalen</strong>.</p>
<h4><a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2010/07/01/flattr_bringt_uns_99850_euro_im_jun/">Flattr bringt uns 988,50 Euro im Juni</a></h4>
<p>Sebastian Heiser analysiert im <em>taz-</em>Blog, wieviele Leser wofür bei <em>taz.de</em> im letzten Monat per Flattr gespendet haben und erklärt, &#8220;dass Leser nicht etwa die aufwändigsten Recherchen am stärksten honorieren, nicht die besten Reportagen und auch nicht die Artikel mit den besten Hintergrundinformationen unserer Fachredakteure. <strong>Am stärksten honoriert werden die Texte, in denen es gegen die Lieblingsfeinde unserer Leser geht: Neonazis, der Hochadel, die Bild-Zeitung, die schwarz-gelbe Bundesregierung.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/06/collaboration-instead-of-the-crowd-gabriella-coleman-karim-lakhani-on-how-people-work-together-online/">Collaboration instead of the crowd</a></h4>
<p>Nieman Journalism Lab mit einem <strong>Video zum Thema Crowdsourcing und Kollaboration von der Future of News and Civic Media Conference am MIT</strong>. Mit  <strong><a href="http://steinhardt.nyu.edu/faculty_bios/view/Gabriella_Coleman">Gabriella Coleman</a></strong>, NYU Professorin, die sich mit Kollaboration in der Linux Comunity beschäftigt, <strong><a href="http://drfd.hbs.edu/fit/public/facultyInfo.do?facInfo=bio&amp;facEmId=klakhani">Karim Lakhani</a></strong>, Harvard Business School Professor, der Innovationssysteme erforscht, und Moderator <strong><a href="http://edgyproduct.org/pm/pmwiki.php?n=Main.Index">Chris Csikszentmihályi</a></strong>, Director des MIT <strong><a href="http://civic.mit.edu/">Center for Future Civic Media</a>.</strong> <strong>&#8220;They know the “crowd” can do amazing things, but they also know it’s really, really hard to optimize systems to ensure amazement happens. Give them a listen.&#8221;</strong></p>
<h4><a href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=185861"><strong>Digital Journalist Survival Guide: A Glossary of Tech Terms You Should Know</strong></a></h4>
<p>Poynter Online mit einem tollen <strong>Glossar der wichtigsten Begriffe im Daten- und Multimediajournalismus</strong> von API bis Yahoo! Pipes. Ausdrucken und an die Wand hängen passt hier thematisch gar nicht, deshalb: Bei delicious ablegen, im Wiki verbreiten und vor allem: Lesen.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart%3A+S%C3%BCdafrika+ohne+Disneylandtouch+http://bit.ly/9EWNBz" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart%3A+S%C3%BCdafrika+ohne+Disneylandtouch+http://bit.ly/9EWNBz" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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var flattr_tle = 'Linktipps zum Wochenstart: Südafrika ohne Disneylandtouch';
var flattr_dsc = 'Die WM – ein Wintermärchen? Nur noch zwei WM-Spiele bis zum totalen Schland  &#8211; da wird es höchste Zeit, nochmal die Aufmerksamkeit auf dieses tolle WM-Blog von Christian Frey und Kai Schächtele zu lenken. Die beiden freien Journalisten bereisen seit einem Monat als Unternehmerjournalisten auf eigene Faust (ohne Auftraggeber) Südafrika. Sie schreiben, fotografieren und filmen [...]';
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		<title>Inhalteproduzenten brauchen neue Wertschöpfungsketten &#8211; meine Keynote beim Cologne web content forum</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 12:28:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir befinden uns mitten in einer Medienrevolution. Ähnlich wie in Frankreich ab 1789 wird Blut fließen und es werden Köpfe rollen. Es gibt keine störungsfreie Übergangsphase, wo das alte Analoge allmählich vom neuen Digitalen abgelöst wird. Die Revolution hält sich nicht aufhalten, nicht verlangsamen und sie verläuft disruptiv. Zum Sterben verurteilte Geschäftsmodelle sind zum Beispiel: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/4848e246ea4b42e286b0b4a0432bdf66" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-large wp-image-2637  aligncenter" title="Guillotine" src="http://medialdigital.de/wp-content/Guillotine-300x382.png" alt="Guillotine" width="300" height="382" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wir befinden uns mitten in einer Medienrevolution. Ähnlich wie in Frankreich ab 1789 wird Blut fließen und es werden Köpfe rollen.</strong> Es gibt keine störungsfreie Übergangsphase, wo das alte Analoge allmählich vom neuen Digitalen abgelöst wird. Die Revolution hält sich nicht aufhalten, nicht verlangsamen und sie verläuft disruptiv.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Zum Sterben verurteilte Geschäftsmodelle sind zum Beispiel:</strong></p>
<ul style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;"> Schwer nachweisbare Leserzielgruppen für fünfstellige Beträge an Werbekunden zu vermarkten. In ausgewählten Testgebieten in Baden-Württemberg wil Aldi-Süd, einer der größten Zeitungsanzeigenkunden überhaupt, jetzt erstmals ausprobieren, ob sich die aktuellen Angebote anstatt mit Printanzeigen nicht auch mit Hauswurfprospekten preiswerter und effektiver bewerben lassen. Wenn das Experiment erfolgreich verläuft, ist absehbar, dass Aldi auch in anderen Bundesländern auf Zeitungsannoncen verzichten wird. Und dass die anderen Discounter nachziehen werden. Allein Aldi Süd und Nord schalten im Jahr für 380 Millionen Euro Zeitungsanzeigen. Insgesamt tragen Händler mit 40 Prozent zum Anzeigenumsatzvolumen bei. Sollte das wegbrechen, bekämen die Verlage ein Riesenproblem.</li>
</ul>
<ul style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;"> Zeitungen zu verkaufen, deren Inhalte zu großen Teilen aus Agenturmaterial und sonstigen beliebigen Inhalten bestehen, war sehr lukrativ, solange es nicht weiter auffiel. In Zeiten, wo Zeitungen zu großen Teilen identische Webportale betreiben, fällt es sehr auf. Warum die Zeitung kaufen, wenn die Inhalte überall kostenfrei im Netz stehen?</li>
</ul>
<ul style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;"> Rubrikenanzeigen millimeterweise teuer abzurechnen, war äußerst lukrativ. Jetzt gibt es kostenlose Marktplätze im Netz.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">All diese Geschäftsmodelle können so nicht weiterlaufen.</p>
<p style="text-align: left;">Für das Fernsehen und das Radio ist der Wandel zu digitalen Medien weniger dramatisch. Sie haben es leichter, ihre Angebote netzgerecht aufzubereiten. Und außerdem brechen ihnen die Werbeeinnahmen auf ihren klassischen Kanälen nicht dermaßen weg. Im Gegenteil: Radio hat in der Krise von seinem Image als Abverkaufsmedium sogar profitiert, und beim Fernsehen ziehen die Werbebuchungen schon wieder an.</p>
<p style="text-align: left;">Die Verlage müssen sich allerdings etwas einfallen lassen. Sie müssen einerseits mit ihren Inhalten ins Netz, weil ihre Nutzer dort immer stärker zu finden sind. Sie müssen andererseits neue Wege finden, ihre Inhalte im Netz zu monetarisieren. Vor allem, weil an Werbeplätzen im Internet kein Mangel herrscht, was bekanntlich die Preise extrem drückt.</p>
<p style="text-align: left;">Weil der Veränderungsdruck bei den Verlagen am größten ist, aber auch weil das die Medienwelt ist, aus der ich komme, befasse ich mich heute vorrangig mit einigen Beispielen, wie Verlage neue Wertschöpfungsketten im Internet entwickeln. Damit, was gute Chancen hat, erfolgreich zu werden und was eher nicht. Und natürlich mit ganz neuen Marktbeteiligten, die man als Bedrohung empfinden kann. Oder von denen man lernen kann &#8211; je nach Position, die man einnimmt.</p>
<h4 style="text-align: left;">Meine Kernthesen:</h4>
<ol>
<li><strong>Das Paywall-Paradoxon</strong></li>
<li><strong>Die Qualität von &#8220;Qualitätsinhalten&#8221; liegt im Auge des Betrachters.</strong></li>
<li><strong>Es wird in Teilen eine Entbündelung bisheriger Inhaltspakete geben. </strong></li>
<li><strong>Inhalte im Internet werden sich künftig aus vielen verschiedenen Quellen und Geschäftsmodellen finanzieren müssen.</strong></li>
<li><strong>Medienhäuser müssen auch Kuratoren externer Inhalte werden.</strong></li>
</ol>
<p style="text-align: center;"><strong><img class="aligncenter size-large wp-image-2642" title="deposit-coins-here" src="http://medialdigital.de/wp-content/deposit-coins-here-300x188.png" alt="deposit-coins-here" width="300" height="188" /><br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: left;">1. Das Paywall Paradoxon</h4>
<p style="text-align: left;"><strong>Paid Content ist nicht die einzige Alternative zur Werbefinanzierung. Zwinge Deinen Nutzer in Bezahlmodelle, die ihm widerstreben und Du wirst ihn verlieren. Biete ihm etwas Einzigartiges, das er sonst nirgendwo bekommt, und er wird vielleicht sogar freiwillig dafür bezahlen.</strong></p>
<p>Können Inhalteanbieter Einnahmen verlieren, obwohl sie das Produkt verteuern? Das geht ohne weiteres. Zeitungen gehen ein hohes Risiko ein, wenn sie für ihre bisher kostenfreien Inhalte im Internet plötzlich Geld verlangen.</p>
<p>Die Abozahlen von amerikanischen Regionalzeitungen, die in den letzten zwei, drei Jahren &#8220;Online-only&#8221;-Abonnements eingeführt haben, sind jedenfalls ernüchternd. <a href="http://paidcontent.org/table/whos-charging"><strong>Das amerikanische Webportal paidcontent.org hat vor einigen Tagen die Online-Abo-Zahlen von 26 amerikanischen Regionalzeitungen ausgewertet.</strong></a></p>
<p style="text-align: left;">Spitzenreiter ist der Webableger der Zeitung &#8220;Arkansas Democrat Gazette&#8221; in Little Rock &#8211; mit nur 3500 gewonnenen Online-Only-Abonnenten in neun Jahren. Bei allen anderen untersuchten Portalen sieht es noch schlechter aus. &#8220;Newsday&#8221; auf Long Island hat es auf 35 Webabos zum Preis von 20 Dollar monatlich gebracht. Auf jeden 1000. Zeitungsabonnenten oder -käufer kommt hier ein einziger Webportal-Abonnent.</p>
<p style="text-align: left;">Gewinne und Verluste zwischen Print, dem alten offenem Portal und dem neuen Bezahlportal sind Faktoren, die in eine realistische Bewertung des Erfolgs oder Misserfolgs von Bezahlcontent im Internet eigentlich mit einfließen müssten. Aber das sind natürlich Zahlen, die diese Verlage nicht herausrücken.</p>
<p style="text-align: left;">Deutsche Verlage tun das übrigens auch nicht, wenn nicht wirkliche Erfolge zu verkünden sind.</p>
<p style="text-align: left;">Der Axel Springer Verlag hat im Dezember 2009 die Inhalte seiner Regionalzeitungen ”Hamburger Abendblatt&#8221; und &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; teilweise kostenpflichtig gemacht. Das Vorgehen ist  in Medienkreisen teilweise (zum Beispiel von Stefan Niggemeier) <strong><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">mit Befremden aufgenommen worden</a></strong>, weil die Inhalte praktisch über Nacht kostenpflichtig wurden &#8211; der Zugang zu lokalen und regionalen Inhalten kostet beim &#8220;Abendblatt&#8221; seitdem 7,95 Euro im Monat. Die Einführung ging außerdem einher mit einem Kommentar des stellvertretenden Chefredakteurs Matthias Iken, der den Abschluss eines Online-Abos zur Moralfrage erklärte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Ist es zu viel verlangt, in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet oder das Telefonvoting für sinnbefreite Casting-Shows mindestens 50 Cent, für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent am Tag zu bezahlen?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Das steht beim &#8220;Hamburger Abendblatt&#8221; <a href="http://www.abendblatt.de/ratgeber/article1307619/abendblatt-de-gibt-es-seit-heute-im-Abonnement.html">auch heute noch so im Netz</a>. Allerdings kann man natürlich sagen, letztlich zählt der Erfolg. Es zählen die gewonnenen Online-Abos. Und es zählt, ob es auf der anderen Seite Einbrüche bei den werbefinanzierten frei zugänglichen Webseiten gegeben hat. Vielleicht sehen die Zahlen ja gar nicht so schlecht aus.</p>
<p style="text-align: left;">Wieviele Abonnenten die beiden Plattformen inzwischen gewonnen haben, gibt Springer noch nicht bekannt. Aber die IVW-Zahlen geben immerhin Aufschluss auf die Auswirkungen auf die Online-Plattformen. Beim &#8220;Hamburger Abendblatt&#8221; ist die Zahl der Visits sogar um ein Viertel gestiegen (von 5,4 Millionen im März 2009 auf 6,7 Millionen im März 2010). Bei der &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; ist sie dagegen um ein Drittel eingebrochen (von 3,7 Millionen im März 2009 auf nur noch 2,5 Millionen im März 2010).</p>
<p style="text-align: left;">Was kann man daraus ableiten? <strong>Wenn es keine Alternative zu einem Bezahlangebot gibt, wird ein nennenswerter Teil der Nutzer ein Online-Abo abschließen, so dass sich Paid Content im Web unter dem Strich rechnen kann.</strong> Das &#8220;Abendblatt&#8221; ist auf dem Hamburger Tageszeitungsmarkt quasi Monopolist, wenn man von der Boulevardzeitung &#8220;Hamburger Morgenpost&#8221; einmal absieht. Die &#8220;Berliner Morgenpost&#8221; ist auf dem umkämpften Berliner Zeitungsmarkt alles andere als ein Monopolist. Offensichtlich denken sehr viele Nutzer, dass sie die Inhalte genausogut auch beim &#8220;Tagesspiegel&#8221; oder bei der &#8220;Berliner Zeitung&#8221; kostenlos lesen können.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wer als kostenpflichtiger Inhalteanbieter nur einen Klick von kostenfreien Alternativen entfernt ist, für den könnte sich Paid Content als teurer Irrweg erweisen.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Ernüchternd für die Verfechter von Paid Content im Internet ist eine auch <a href="http://rd.kpmg.co.uk/mediareleases/21031.htm"><strong>aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung KPMG</strong></a> für den britischen Markt: <strong>Die Briten nutzen immer mehr Inhalte im Internet und befassen sich immer länger damit, aber 90 Prozent der Nutzer bezahlt nichts dafür und will auch weiterhin nichts bezahlen.</strong> Und von denen, die vielleicht Geld für Medienangebote im Internet ausgeben wollen, wollen die meisten nur Musik und Filme herunterladen.</p>
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: left;">2. Die Qualität von &#8220;Qualitätsinhalten&#8221; liegt im Auge des Betrachters.</h4>
<p style="text-align: left;"><strong>Nur wenige Nutzer werden bereit sein, für Inhalte im Internet, auf dem Mobiltelefon oder auf dem Tablet-PC zu bezahlen, die es bisher umsonst gab, wenn ihnen nicht zugleich auch ein Mehrwert geboten wird, den sie bisher nicht hatten. Auch dann nicht, wenn der Anbieter seinen bisherigen Gratisangeboten nun das Etikett &#8220;Qualitätsinhalt&#8221; anheftet.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Was ist ein Qualitätsinhalt? Verstehen Anbieter und Nutzer unter Qualitätsinhalten überhaupt das Gleiche? Und selbst wenn die Nutzer das Gleiche meinen wie die Anbieter, wollen sie dann dafür bezahlen? Im <a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10952"><strong>Interview mit dem US-Talker Charlie Rose</strong></a> sagte Springer Chef Matthias Döpfner kürzlich, die Verleger müssten eigentlich täglich niederknien und Steve Jobs danken, dass er ihnen das iPad beschert hat.</p>
<p style="text-align: left;">Doch ist das iPad &#8211; oder das WePad &#8211; wirklich der Heilsbringer für Inhalteanbieter? Für manche vielleicht, aber vielleicht nicht unbedingt für Verlage.</p>
<p style="text-align: left;">Werden Mediennutzer, denen ein Zeitungsabo für 30 und 40 Euro im Monat zu teuer geworden ist, weil sie den größten Teil der Nachrichten im Internet umsonst lesen können, plötzlich wieder zu zahlenden Abonnenten, nur weil sie die gleichen Nachrichten in gleicher Aufmachung nun als App auf dem iPad lesen können?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2645" title="weather-HD" src="http://medialdigital.de/wp-content/weather-HD-300x223.png" alt="weather-HD" width="300" height="223" /></p>
<p style="text-align: left;">Insgesamt betracht ist der iTunes App Store natürlich eine gigantische Verkaufsmaschine. Allerdings verkaufen sich vor allem Spiele und Software, die den Alltag erleichtert, besonders gut. Aber Medien-Apps mit periodisch sich erneuernden Inhalten gehören nicht zu den großen Verkaufserfolgen. Auch die von Springer bekanntgegebene Zahl von 100.000 heruntergeladenen &#8220;Welt&#8221; und &#8220;Bild&#8221; iPhone Apps schon im ersten Monat kann sich schnell relativieren, solange man nicht erfährt, wie hoch die Erneuerungsrate ist. Wieviele Nutzer probieren die App nur einmalig aus? Wieviele möchten dafür mehrfach oder dauerhaft bezahlen? Diese Zahlen gibt Springer nicht heraus.</p>
<p style="text-align: left;">Auch einzelne Apps für das iPad sind bereits ein Renner. Schon jetzt werden für iPad Apps im Wert von über 370.000 Dollar pro Tag verkauft.  <strong><a href="http://www.businessinsider.com/a-look-inside-apples-app-store-2010-4">Die Macher der App &#8220;Weather HD&#8221; schätzen in einer Analyse für das Portal &#8220;Business Insider&#8221; den Markt für bezahlte iPad Apps auf eine Milliarde Dollar in zwei Jahren.</a></strong></p>
<p style="text-align: left;">Allerdings war in den ersten Tagen nach dem iPad Verkaufsstart am Ostersamstag unter den 20 umsatzstärksten Apps noch kein einziges Medienangebot. Am meisten gekauft wurde:</p>
<ul>
<li>Büro-Software (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, etc. alles das, was als Standard-Software nicht mitgliefert wird)</li>
<li>Spiele</li>
<li>Multimedia-Anwendungen wie (Baseball-Live-Übertragungen, Wetterkarte etc.)</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die &#8220;Weather HD&#8221; App für 99 Cent verkaufte sich schon mehrere tausend Mal, bevor das iPad überhaupt auf dem Markt war.</p>
<p>Dass noch kein großer Umsatz mit Medienapps gemacht wird, muss natürlich mittelfristig nichts heißen, da viele Medien-Apps jetzt noch kostenlos sind. Außerdem können sie ja noch verbessert werden. Der geringe Umsatz ist aber ein Indiz dafür, dass die Medienapps momentan jedenfalls noch nicht sonderlich attraktiv sind.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2647" title="WSJ-app" src="http://medialdigital.de/wp-content/WSJ-app-300x382.png" alt="WSJ-app" width="300" height="382" /></p>
<p style="text-align: left;">Mich wundert  das nicht, denn die  iPad Apps von &#8220;New York Times&#8221;, &#8220;Wall Street Journal&#8221;, &#8220;Time&#8221;, &#8221; Men&#8217;s Health&#8221;, in Deutschland die iPad App der &#8220;Welt&#8221;-Gruppe  -  die sehen im wesentlichen alle noch aus wie gedruckte Zeitungen. Alle diese Zeitungs- und Zeitschriften-Apps sollen schon jetzt oder bald Geld kosten, <strong>die App des &#8220;Wall Street Journal&#8221; kostet sogar 17 Dollar im Monat, das ist anderthalb mal so viel wie ein kostenpflichtiger Zugang zur normalen Webseite des &#8220;Wall Street Journal&#8221;.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Und das sind bisherige Reaktionen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2648 aligncenter" title="WSJ-Rez" src="http://medialdigital.de/wp-content/WSJ-Rez.png" alt="WSJ-Rez" width="489" height="77" /></p>
<p style="text-align: right;">(&#8220;WSJ&#8221; App Nutzerrezesnion im iTunes-Store)</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: right;"><img class="size-full wp-image-2651 aligncenter" title="wsj insane" src="http://medialdigital.de/wp-content/wsj-insane.png" alt="wsj insane" width="458" height="48" /> (<a href="http://www.engadget.com/2010/04/02/wsj-ipad-subscription-officially-17-29-per-month-is-murdoch-in/"><strong> engadget</strong></a>)</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Die Verlage hoffen also, dass die Nutzer bezahlen, obwohl sie dem Nutzer weniger Funktionalitäten bieten als ihre kostenfreien Webpendants, die immer nur einen Fingerspitzendruck entfernt sind. Direkt neben einer Bezahl-App liegt ja immer auch das kostenlose normale Internet.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Warum sollten Nutzer also dafür zahlen, dass sie:</p>
<ul>
<li>Beiträge bekommen, die in der Regel nur einmal täglich aktualisiert werden</li>
</ul>
<ul>
<li> nicht kommentieren dürfen</li>
</ul>
<ul>
<li> keine Links ins Internet bekommen, also keine zusätzlichen Informationen und keinen Kontext außerhalb der App</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die neue iKiosk App der Welt Gruppe (Folie) hat bisher zwar erst zwei* Nutzerbewertungen im Tunes Store bekommen. Aber diese beiden Bewertungen drücken aus, was sinngemäß auch <a href="http://netzwertig.com/2010/04/09/die-welt-die-erste-deutsche-medien-ipad-app-enttaeuscht/"><strong> Andreas Göldi bei netzwertig</strong></a> sagt:</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2652" title="welt-rez" src="http://medialdigital.de/wp-content/welt-rez.png" alt="welt-rez" width="563" height="304" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">*Zum Zeitpunkt der vorgetragenen Keynote gestern war es erst eine Rezension.</p>
<p style="text-align: left;">Es gibt allerdings Medien-Apps für das iPad, die jetzt schon mehr bieten als Print oder Web und die nicht nur Studien sind, sondern echte Apps, die schon auf dem Markt sind. &#8220;USA Today&#8221; bietet einige Zusatzfunktionen und auch die &#8220;Guardian eyewitness app&#8221; ist klasse gemacht: brilliante Darstellung,  hochauflösend. Sie ist gratis. Sehr überzeugend scheint auch die Anwendung um Marvel Comics zu sein &#8211; man kann die Bilder  einzeln durchlaufen lassen, dann wirken sie fast wie ein Animationsfilm. Wunderschön gemacht ist ebenfalls der Bilderbuch-Klassiker &#8220;Alice for the iPad&#8221; (lesenswert dazu auch die <strong><a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2010/04/13/alice-for-the-ipad-wunderland-der-neuen-medien/">Rezension von Matthias Schwenk</a></strong>).</p>
<p style="text-align: left;">
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="479" height="343" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="479" height="343" src="http://www.youtube.com/v/gew68Qj5kxw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: center;">3.   <strong>Es wird in Teilen eine Entbündelung bisheriger Inhaltspakete geben.</strong></h4>
<p><strong>Das Modell &#8220;Wundertüte&#8221; funktioniert nicht mehr für jeden Anbieter. Inhalte rund um die Themen Auto oder Reisen müssen nicht notwendigerweise genauso finanziert werden wie politische Hintergrundgeschichten, nur weil diese Angebote im gleichen Medium erscheinen. </strong></p>
<p>Man kann Inhalte aus Ursprungsmedien entbündeln und thematisch vertikalisieren. Burda macht das bereits seinem Netzwerk <a href="http://www.glam.de"><strong>Glam</strong></a>, dass aus knapp 1800 deutschsprachigen Webseiten zum Thema Mode besteht, größtenteils nutzergeniert. Rund 150 Angebote werden exklusiv von Glam vermarktet, die anderen nicht exklusiv. Diese Bündelung von eigenem und fremdem Content hat den Vorteil, dass Werbekunden große Reichweiten mit spitzen Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden. Das lässt sich besser vermarkten als entweder spitze Zielgruppen oder große Reichweiten. Diese Vertikalisierung betreibt, bzw. plant Burda außerdem für das Wissenschafts-Netzwerk <a href="http://scienceblogs.de"><strong>ScienceBlogs</strong></a>, für den Gossip- und Promi-Bereich, für Food und Rezepte und für Garten und Wohnen. Das sind so ziemlich die Themenbereiche, die sich am besten auf diese Weise vermarkten lassen.</p>
<p>Bei vielen Themen sind zusätzliche nutzergenierte Inhalte ein probates Mittel  um Reichweite zu vergrößern, zum Beispiel Bewertungsplattformen und Frage-Antwort-Seiten wie die neue Plattform <strong><a href="http://fragen.focus.de/">Focus Fragen</a></strong>. Solche bei Google gut rankende Plattformen sind natürlich auch eine Antwort auf Content-Farmen wie Demand Media. E-Commerce, an redaktionellen Inhalt angegliedert oder eigenständig, ist natürlich ebenfalls ein wichtiger Faktor, bei den großen Medienhäusern im Digitalbereich sogar der lukrativste.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel für die Entbündelung von Inhalten sind Inhalte-Aggregatoren. Der Burda Aggegator <a href="http://www.nachrichten.de/"><strong>nachrichten.de </strong></a> ist noch im Versuchsstadium. Die höchsten Auszahlungen an Inhalteanbieter  liegen bisher im dreistelligen Eurobereich. Aber das Portal ist auch erst ein halbes Jahr alt und hat erst 120.000 Unique User im Monat. Angestrebet sind bis zu einer Millionen. Bei Burdas Aggregator<a href="http://www.finanzen100.de/"> <strong>finanzen100</strong></a> ist von Auszahlungen an Inhalteanbieter noch gar keine Rede. Aber beides sind Versuche, bestehende Inhalte neu zu bündeln, zusätzlich zu monetarisieren und dieses Geschäft nicht allein Google zu überlassen.</p>
<h4 style="text-align: center;">4. Inhalte im Internet werden sich künftig aus vielen verschiedenen Quellen und Geschäftsmodellen finanzieren müssen</h4>
<p style="text-align: left;">Wenn die Nutzer schon ausgesprochen wählerisch sind bei den Inhalten, für die sie bezahlen wollen, was gibt es sonst noch an Geschäftsmodellen? Und für wen könnten diese Modelle funktionieren?</p>
<p style="text-align: left;">Ein Geschäftsmodell schwappt derzeit aus den USA zu uns herüber: <strong>Content-Farmen wie Demand Media</strong>, d.h. nachfrage-orientierte Inhaltefabriken. Der übliche Produktionsablauf ist hier umgekehrt. Erst wird ausgewertet, wonach viele Webnutzer vergeblich suchen, z.B. „Rezept für Guacamole“, „Origami-Herz falten“ oder „Scheinwerfer wechseln 2005 Toyoto Corolla“. Dann definiert ein Algorithmus geeignete Beiträge, um lukrative Anzeigen zu generieren. Dann erst wird der Auftrag an einen Pool von rund 10.000 Autoren, Rechercheuren und Webfilmer herausgegeben. 4000 Beiträge werden täglich geschrieben und ins Netz gestellt. Demand Media hat rund 100 Millionen Besucher monatlich, ist der größte Produzent von Videos für YouTube und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen dreistelligen Millionen-Dollar-Umsatz größtenteils mit Onlinewerbung. Es ist ein umgekehrtes Geschäftsmodell für austauschbare generische Texte. Ein Trend ist dabei absehbar: <strong>Klassische Inhalteanbieter werden mit dieser Art von generischen Texten entweder genauso verfahren oder gegen Content-Farmen bald nicht mehr konkurrieren können.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Man kann auch auf funktionierende <strong>Micropayment-Systeme</strong> warten. Mehrere Verlage arbeiten schon seit einiger Zeit an einem gemeinsamen verlagsübergreifenden Micropayment-System, mit dem einzelne Artikel für wenige Cent gekauft werden können. Vor allem Konstantin Neven DuMont ist ein großer Verfechter dieser Lösung. Denn natürlich wollen Nutzer wie bisher 5, 10 oder 20 verschiedene Medien im Web nutzen. Aber wer kann oder will schon soviele Online-Abos abschließen, wenn er dann doch nur wenige Inhalte von jedem Anbieter nutzt? Also sollte man Beiträge zu vernünftigen Preisen auch einzeln kaufen können. Vernünftig heißt dabei nicht: 2 Euro pro Beitrag wie bei der &#8220;FAZ&#8221;, sondern wirklich wenige Cent.</p>
<p style="text-align: left;">Der Nachteil: Wenn ich für jeden einzeln Beitrag erst mal das Sparschwein füttern muss, bevor die Bezahlschranke aufgeht, könnte dies das schnelle und effektive Websurfen doch arg behindern, so dass nicht viel dabei herumkommt. Außerdem muss natürlich eine Lösung gefunden werden, bei der nicht unverhältnismäßig viel beim Transaktions-Dienstleister hängenbleibt. Deshalb ist Paypal für einzelne Artikel keine Lösung. Diese Gemengelage ist im wesentlichen der Grund dafür, dass es immer noch keine funktionierenden Microbezahlsysteme gibt.</p>
<p style="text-align: left;">Man kann als Medienanbieter auch darauf bauen, dass man so sehr geschätzt wird, dass zumindest ein Teil der Nutzer freiwillig dafür bezahlt , dass es dieses Angebot auch weiterhin geben wird. Die &#8220;taz&#8221; hat ja schon immer abgestufte Abopreise verlangt. Der Normalabopreis ist nur ein Durchschnittswert. Man kann auch freiwillig mehr bezahlen und damit ärmere Abonnenten unterstützen, die sich nur ein subventioniertes Abo leisten können.Ganz neu ist allerdings dieser Spendenbutton auf der Webseite:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2655" title="taz-spendenbutton" src="http://medialdigital.de/wp-content/taz-spendenbutton-300x124.png" alt="taz-spendenbutton" width="300" height="124" /></p>
<p style="text-align: left;">Seit einiger Zeit gibt es außerdem freiwillige Microbezahlsysteme wie Kachingle und flattr. Bei beiden Plattformen können Nutzer ihre Wertschätzung gegenüber Blogs und anderen Webseite dadurch ausdrücken, dass sie ihnen freiwillig kleine Beträge zukommen lassen. Bei Kachingle wird dabei monatlich jeweils ein Betrag von 5 Dollar pro Spender auf diejenigen teilnehmden Webseiten verteilt, die der Spender unterstützen möchte. Bei flattr kann der monatlichen Betrag selbst bestimmen. Bei <a href="http://www.kachingle.com/"><strong>Kachingle </strong></a>machen in der Betaphase derzeit 130 Webseitenbetreiber mit, <a href="http://flattr.com"><strong>flattr</strong></a> (hier ein <a href="http://netzwertig.com/2010/02/11/flattr-neuer-micropaymentdienst-setzt-auf-die-thank-you-economy/"><strong>Bericht bei netzwertig</strong></a> und ein <strong><a href="http://www.netzpiloten.de/2010/04/13/flattr-geld-verdienen-ist-kein-recht-sondern-eine-moglichkeit/">Interview bei den Netzpiloten</a></strong>) ist noch im geschlossenen Beta-Test mit nur wenigen ausgewählten Webseiten.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2657" title="Kachingle-mashup" src="http://medialdigital.de/wp-content/Kachingle-mashup1-300x187.png" alt="Kachingle-mashup" width="300" height="187" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Sehr schön finde ich: Bei flattr &#8211; eine Wortschöpfung aus to flatter = jemand schmeicheln und flat rate fee &#8211; drückt sich das Konzept und das Weltbild, das dahinter steckt (das komplette Gegenteil der Beschimpfung einer &#8220;Gratiskultur&#8221; und der &#8220;Webkommunisten&#8221;) im <a href="http://flattr.com/"><strong>Erklärvideo</strong></a> aus.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wofür spenden Nutzer? Was schätzen Nutzen so sehr, dass einige freiwillig dafür bezahlen?<br />
</strong></p>
<ul>
<li>Kontext, Analyse, Einordnung. Die Nachricht hinter der Nachricht. Kritisches Hinterfragen. Pointieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Medium meines Vertrauens als Bezugspunkt im Internet, an den ich mich wenden kann als mündiger Bürger, um gut informiert zu sein und um Einfluss zu nehmen auf gesellschaftliche Belange.</li>
</ul>
<ul>
<li>Einzigartigkeit, nicht Inhalte, die es auch überall woanders gibt.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die Bewährungsprobe für freiwillige Micropayments steht bei kommerziellen Medien noch aus, weil sich noch keine klassischen Medien daran beteiligt haben. Es ist aber anzunehmen, dass die Spendenbereitschaft für nicht-kommerzielle  Medien wie Blogs wesentlich größer sein dürfte als für Webportale, die mit Werbebannern überfrachtet sind. Momentan sind die Modelle ohnehin noch kaum bekannt, die Zahl der Spender ist noch gering und es lässt sich kaum abschätzen, ob die Modelle erfolgreich sein werden.</p>
<h4 style="text-align: center;">Spot Us &#8211; ein  Paradebeispiel für Crowdfunding</h4>
<p style="text-align: center;"><strong><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-2658" title="spotuslogo" src="http://medialdigital.de/wp-content/spotuslogo.png" alt="spotuslogo" width="417" height="81" /></strong></strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://spot.us"><strong>Spot Us</strong></a> ist ein Marktplatz für Recherchen und eine Paradebeispiel für <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding"><strong>Crowd funding</strong></a>. Die Plattform wurde von David Cohn in San Francisco gegründet, hat einen Ableger in Los Angeles und <strong><a href="http://blog.digidave.org/2010/04/spot-us-in-seattle">seit neuestem auch einen weiteren Ableger in Seattle</a></strong>. Nutzer können Recherchen zu investigativen Themen bestellen und dafür spenden. Wenn genug Spenden zusammengekommen sind und das Projekt finanziert ist, ziehen die Reporter los und bearbeiten das Thema. Es entscheiden bei diesem Modell also nicht die Journalisten, sondern die Bürger mit ihren Interessen und ihrem Geldbeutel, worüber geschrieben wird und wann das geschieht.</p>
<p>Das teuerste und spektakulärste Projekte,das bisher über Spot Us finanziert wurde, ist der <a href="http://blog.spot.us/2009/11/10/the-pacific-garbage-patch-published/"><strong>Bericht von Lindsey Hoshaw über den pazifischen Müllteppich</strong></a>. Er erschien im vergangenen November zunächst in der &#8220;New York Times&#8221;. Die Geschichte ging danach rund um die Welt.</p>
<p>Vor allem für teure Recherchen für investigative oder gesellschaftlich relevante Inhalte, die sich mit Micropayments und Einzelspenden nicht finanzieren lassen, kommen auch <strong>Stiftungen als Finanziers </strong>in Frage. In den USA gibt es eine ganze Reihe von Plattformen wie Spot US, ProPublica, <a href="http://www.everyblock.com"><strong>Everyblock</strong></a>, die von Mäzenen, Stiftungen und einer Vielzahl von Einzelspenden (teil-) finanziert werden oder wurden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2659" title="propublica" src="http://medialdigital.de/wp-content/propublica.png" alt="propublica" width="329" height="137" /></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.propublica.org/"><strong>ProPublica</strong></a> finanziert sich momentan vor allem aus einem Grundstock von 10 Millionen Dollar jährlich aus dem Vermögen des Ex-Bankiers Herbert Sandler.  Eine weitere Million kam im letzten Jahr von diversen weiteren Stiftungen hinzu.</p>
<p style="text-align: left;">ProPublica publiziert für renommmierte Medien, unter anderem:</p>
<ul>
<li>27 Beiträge für die L.A Times</li>
<li>9 Beiträge für die &#8220;Washington Post&#8221;</li>
<li>8 Beiträge für &#8220;USA Today&#8221;</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Diese Medien bekommen die Beiträge nicht umsonst, sondern müssen nach wie vor einen substanziellen Kostenbeitrag leisten, aber sie tragen eben nicht das gesamte Finanzierungsrisiko.</p>
<p style="text-align: left;">Die freie Journalistin Sheri Fink <a href="http://www.nytimes.com/2009/08/30/magazine/30doctors.html"><strong>berichtete für das &#8220;New York Times Magazine&#8221;</strong></a> über die medizinische Versorgungskatastrophe nach den Überschwemmungen in New Orleans. Die Recherche zog sich über fast ein Jahr und kostete 400.000 Dollar &#8211; einen Beitrag, den sich das &#8220;NYT Magazine&#8221; nicht leisten konnte. Immerhin die Hälfte hat das das Magazin aber bezahlt, weil die Redaktion die Story wichtig fand, den Rest hat ProPublica finanziert.</p>
<p style="text-align: left;">Dieses Beispiel ist in die Geschichte eingegangen: Sheri Finks Story ist das erste Beispiel für ein Stück stiftungsfinanzierten Journalismus, das einen Pulitzer Preis gewonnen hat.</p>
<p style="text-align: left;">In Deutschland sind Stiftungen ein eher schwieriges Thema, weil sie meistens langfristig satzungsgebunden sind und nicht kurzfristig auf Konjunkturkrisen und Werbeflauten reagieren können. Außerdem haben wir hier mit unserem öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon eine sozusagen sozialisierte Stiftung für Medieninhalte. Sie finanziert allerdings nicht zielgenau gesellschaftspolitisch wichtige Beiträge, die sich auf dem freien Markt nicht finanzieren lassen.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Beispiel für die Diversifikation von Geschäftsmodellen: <a href="http://www.niemanlab.org/2010/04/can-explainers-be-the-basis-for-a-revenue-stream-voice-of-san-diegos-scott-lewis-thinks-so/"><strong>Die profitable Webseite Voice of San Diego finanziert sich aus fünf verschiedenen Erlösquellen:</strong></a></p>
<ul>
<li>Stiftungsgelder</li>
<li>Großspender und institutionelle Spender</li>
<li>Einzelspender</li>
<li>Werbeeinnahmen</li>
<li>Syndizierung von Inhalten an andere Medien.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Mit ihren Spenden bekommen die Spender nicht nur mitgeteilt, welchen Gegenwert sie jeweils finanzieren, z.B.:</p>
<ul>
<li>für 35 Dollar Online-Werbebanner, um neue Nutzer auf die Site aufmerksam zu machen</li>
<li>für 500 Dollar eine etwas aufwändigere lokale Recherche</li>
<li>für 1000 Dollar einen Laptop uns soweiter.</li>
</ul>
<p>Zusätzlich bekommen die Spender &#8211; in verschiedenen Abstufungen &#8211; Mitgliedschaften und Zugänge zu Veranstaltungen und Kursen.</p>
<p style="text-align: center;">
<h4 style="text-align: center;">5. Medienhäuser müssen auch Kuratoren externer Inhalte werden.</h4>
<ul>
<li>Sie müssen lernen, Angebote von interessierten Nutzern sinnvoll zu integrieren und pflegen. Sie müssen sich zu Plattformen mit dieser Kompetenz wandeln.</li>
<li> Sie müssen journalistische Beiträge als Teil eines fortlaufenden Prozesses, nicht als Endergebnis betrachten.</li>
</ul>
<ul>
<li>Sie müssen sehr viel stärker zu Kuratoren von Beiträgen und Meinungsäußerungen einer informierten und interessierten Öffentlichkeit werden. Bisher machen die meisten Webportale keinen Unterschied zwischen dummen und überflüssigen Kommentaren, solange sie sich im gesetzlichen Rahmen bewegen, und zwischen intelligenten und fundierten Kommentare, die es vom Informationsgehalt her locker mit den ursprünglichen Beiträgen aufnehmen können.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das Potenzial, dass kompetente Nutzer eine Recherche weiterbringen, einen anderen Standpunkt in eine Geschichte hineintragen und Fehler korrigieren können, wird heute noch sträflich vernachlässigt.</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Wie wertvoll die Hilfe interessierter Bürger sein kann, zeigte sich im vergangenen Jahr beim ”Guardian&#8221;. Der &#8220;Guardian&#8221; hat die gesamten verfügbaren Daten zum Spesenskandal der britischen Unterhaus-Abgeordneten <a href="http://spreadsheets.google.com/ccc?key=rvWgEEGK9xuUQBR1EFcxHWA"><strong>in Tabellenform aufbereitet</strong></a> und außerdem die Daten über eine offene Schnittstelle zu Verfügung gestellt. Es ging damals darum: Wer hat welche Steuernachlässe in Anspruch genommen? Wer hat sie zurückgezahlt? Wer nicht? Es waren über eine halbe Million parlamentarischer Dokumente. Viel zu viele, um sie jemals redaktionell ohne Hilfe von außen zu sichten oder gar auszuwerten. Der &#8220;Guardian&#8221; hat das auch gar nicht erst versucht, sondern seine Nutzer gefragt: <a href="http://mps-expenses.guardian.co.uk/"><strong>Can you help us?</strong></a></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2660" title="guardian expenses" src="http://medialdigital.de/wp-content/guardian-expenses.png" alt="guardian expenses" width="494" height="131" /></p>
<p style="text-align: left;">Der &#8220;Guardian&#8221; richtete eine offene Schnittstelle ein und bat externe Programmierer und Webdesigner um Visualisierungen und MashUps der Daten. Außerdem bat die Redaktion Nutzer, jeweils einzelne Dokumente mit Vor-Ort-Recherchen zu überprüfen. Wenn zum Beispiel der Vorwurf an den Abgeordneten XY lautete, für 5000 Pfund aus Steuergeldern seinen Gartenteich mit einer Bronzestatue verschönert zu haben, dann lautete die Frage: Kann man bitte jemand, der dort in der Nähe wohnt, hingehen, und nachschauen, ob es diese Statue wirklich gibt? Plausiblen Hinweisen ist die Redaktion dann selbst nachgegangen, nichts wurde ohne redaktionelle Überprüfung veröffentlicht. Die journalistischen Kernkompetenzen Sorgfalt und Glaubwürdigkeit wurden also nicht outgesourct.</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Gibt es auch hierzulande schon Versuche, die Nutzer ernsthaft mit einzubeziehen? In Ansätzen ja. Inzwischen beginnen Verlage zu erkennen, welche wertvollen Schätze in ihren eigenen Archiven, aber auch in den Schubladen und Fotoalben der Nutzer schlummern. Und auch, wie sehr sich Leser oder Nutzer mit &#8220;ihrer&#8221; Zeitung identfizieren, wenn sie mit ihren Beiträgen wirklich ernst genommen werden.</p>
<p style="text-align: left;">Ein Beispiel dafür ist das Medienhaus Lensing mit seiner <strong>Fotocommunity <a href="http://www.nahraum.de/">nahraum.de</a> für den Großraum Dortmund</strong>. Zum Start im November 2009 hat die Redaktion die Foto-Datenbank mit 35.000 redaktionellen Fotos befüllt. Inzwischen haben etwa 1500 Mitglieder weitere 13.000 private Aufnahmen hochgeladen. Darunter sehr viele historische Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Die Leute haben reihenweise alte Fotoalben eingescannt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2661" title="nahraum" src="http://medialdigital.de/wp-content/nahraum-300x258.png" alt="nahraum" width="300" height="258" /></p>
<p style="text-align: left;">Schon mehrfach waren die Geschichten hinter den Fotos so gut, dass die Redaktion daraus Beiträge für ihr Onlineportal ruhrnachrichten.de und für die die Printausgabe &#8220;Ruhr-Nachrichten&#8221; gemacht hat. Die Nutzer sind natürlich stolz, was aus ihren Fotos wurde und erzählen das in ihrem Bekanntenkreis weiter.</p>
<p style="text-align: left;">Das gleiche Phänomen tritt übrigens auch bei der &#8220;Rhein-Zeitung&#8221; auf, die sehr stark auf bestehende soziale Netzwerke wie Twitter und Werkenntwen.de setzt. Von Twitter und vor allem aus den intensiven Kontakten bei Werkenntwen.de kommen <a href="http://medialdigital.de/2010/01/22/sollen-wir-dieses-geheime-gutachten-ins-netz-stellen/"><strong>regelmäßig gute Anregungen für Themen, die von der &#8220;Rhein-Zeitung&#8221; dann online oder in Print umgesetzt werden</strong>.</a> Diese Themen bekommen ein eigenes Logo &#8220;Ihr Thema aus WKW&#8221;, damit die Nutzer sich wiederfinden.</p>
<p style="text-align: left;">Zurück zur Fotocommunity nahraum.de: Mit dieser Plattform wird momentan noch kein Geld verdient, weil erst einmal die inhaltlichen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Die Plattform ist noch im Beta-Stadium. Deshalb gibt es noch keine Fototassen und Foto-T-Shirts aus einem Merchandising-Shop. Das soll es später geben. <strong>Geplant ist aber vor allem, viel mehr Schnittstellen für die Suche zu schaffen. </strong>Momentan kann man bei der Suche nur auf ein Einzelfoto klicken und bekommt dann Detailinformationen zum Fotoanlass und zum Ort der Aufnahme angezeigt.</p>
<p style="text-align: left;">Viel interessanter wird es natürlich, wenn ich mir Nutzer auch alle Fotos aus meiner Straße anzeigen lassen &#8211; als historischen Längsschnitt. Oder wenn ich mir als zeitlichen Querschnitt alle Fotos aus dem Frühjahr 1958 anzeigen lassen kann. Und dann fliegen die entsprechenden Stecknadelköpfe auf die Google Karte.</p>
<p style="text-align: left;">Man kann also die Nutzer selbst entscheiden lassen, was sie interessiert, wonach sie suchen wollen, womit sie sich punktuell internsiver beschäftigen und was sie vielleicht mit eigenen Texten und Bildern ergänzen wollen. <strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Und an dem Punkt wird solch eine Plattform auch für potenzielle neue Werbekunden interessant. </strong>Wenn Nutzer nach einzelnen Straßen suchen können, dann schaltet vielleicht auch der Metzger aus dieser Straße erstmals in seinem Leben ein Werbebanner. Der Fotoladen aus dem entsprechenden Stadtteil macht vielleicht Sonderangebote für Communitymitglieder. Und gemeinsam mit örtlichen Firmen können gesponserte Seiten zur lokalen Firmengeschichte aufgesetzt werden. Das dürfte wesentlich lukrativer und nachhaltiger sein als Google AdSense Werbung dorthin zu setzen.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p style="text-align: left;">Das war ein punktueller und subjektiver Querschnitt daraus, was derzeit verschiedene Medien in verschiedenen Ländern für sich als Lösung ausprobieren. Ein Überblick darüber, was ich vielversprechend finde, und was ich für einen Irrweg halte. Ich hätte Ihnen noch eine Menge mehr erzählen können, zum Beispiel über hyperlokale Plattformen, mobile ortsbasierte Dienste und die Potenziale von Social Communities. Das hätte aber den zeitlichen Rahmen gesprengt und wäre trotzdem noch unvollständig gewesen.</p>
<p style="text-align: left;">Diese Keynote hat logischerweise kein allgemeingültiges Rezept für Sie, keine fertige Gebrauchsanweisung für die Medienrevolution und ich denke auch nicht, dass es reicht, in dieser Revolution mit einem iPad als Patentrezept zu winken.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Jedes Medium muss auf seine Weise durch Versuche, durch Trial und Error und schamloses Kopieren erfolgreicher Modelle herausfinden, was bei ihm am besten funktioniert. </strong>Man muss wahrscheinlich sehr vieles ausprobieren und man muss aus Fehlern lernen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Es gibt im Moment noch kein Patentrezepte für einzelne Medien oder andere Anbieter von wertigen Inhalten.</strong></p>
<p style="text-align: left;">Was wir aber brauchen, ist die Bereitschaft aller, sich auf den Prozess des digitalen Wandels einzulassen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/eco-cwcf.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2663" title="eco-cwcf" src="http://medialdigital.de/wp-content/eco-cwcf.jpg" alt="eco-cwcf" width="150" height="150" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><em>Anmerkung: Diese geschriebene Fassung ist circa zehn Prozent länger als die gesprochene Keynote, die ich gestern beim <strong><a href="http://webcontentforum.de/agenda/">Cologne web content forum</a></strong> (Twitter Hashtag #cwcf) des eco Verbandes gehalten habe. Aus einigen der gezeigten Folien habe ich hier Screenshots gemacht, zusätzliche Screenshots und vor allem jede Menge Links zu den Quellen und weiterführenden Seiten im Netz habe ich ergänzt.</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Einen großen Dank nochmal an die Veranstalter für die Gelegenheit, diese Keynote zu halten und auch an die übrigen Referenten. Die gesamte Veranstaltung war sehr informativ und unterhaltsam und bestens organisiert.</em></p>
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<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Inhalteproduzenten+brauchen+neue+Wertsch%C3%B6pfungsketten+--+meine+Keynote+beim+Cologne+web+content+http://bit.ly/d0vhJT" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Inhalteproduzenten+brauchen+neue+Wertsch%C3%B6pfungsketten+--+meine+Keynote+beim+Cologne+web+content+http://bit.ly/d0vhJT" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Projekt Offene Daten zu Parteispenden</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 20:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Banken sind die größten Parteifinanziers Christiane Schulzki-Haddouti hat gemeinsam mit dem Managementberater Frank Behrend, die vom Bundestag veröffentlichten Daten zu Partei-Großspenden ausgewertet und veröffentlicht sie nun in einer dreiteiligen Serie bei Zeit Online (Teil 1 verlinkt in der Überschrift, hier ist der Link zu Teil 2, Teil 3 ist noch nicht erschienen). Auf ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Kooptech-Worldle.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-2622" title="Kooptech-Worldle" src="http://medialdigital.de/wp-content/Kooptech-Worldle-300x220.png" alt="Kooptech-Worldle" width="300" height="220" /></a></p>
<h3>Top-Tipp:</h3>
<h4><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-04/partei-spenden-zeitleiste">Banken sind die größten Parteifinanziers</a></h4>
<p>Christiane Schulzki-Haddouti hat gemeinsam mit dem Managementberater Frank Behrend, die <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/parteienfinanzierung/fundstellen50000/2010/index.html"><strong>vom Bundestag veröffentlichten</strong></a><strong> </strong><strong><strong> </strong></strong><strong>Daten zu Partei-Großspenden ausgewertet</strong> und veröffentlicht sie nun in einer <strong>dreiteiligen Serie bei <em>Zeit Online</em></strong> (Teil 1 verlinkt in der Überschrift, hier ist der <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-04/spenden-partei-analyse-teil-2"><strong>Link zu Teil 2</strong></a>, Teil 3 ist noch nicht erschienen). <strong><a href="http://blog.kooptech.de/2010/04/open-data-serie-ueber-parteispenden-bei-zeit-online/">Auf ihrem Blog <em>Kooptech</em> erläutert die Autorin das Verfahren.</a></strong> Außerdem:  <a href="http://immateriblog.de/journalismus/republica-open-data-and-open-government/"><strong>Zum Thema &#8220;Open Data und Open Government&#8221; hat Matthias Spielkamp bei <em>immateriblog</em> einige nützliche Links gesammelt. </strong></a></p>
<h3><strong>weitere Tipps: </strong></h3>
<h4><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/04/16/mindmap-zum-leistungsschutzrecht/"><strong>Mindmap zum Leistungsschutzrecht</strong></a></h4>
<p>Matthias Spielkamp hat seine Mindmap zur re:publica Veranstaltung online gestellt und <strong>bittet um gemeinsame Weiterentwicklung der Übersicht</strong>.</p>
<h4><a title="Permanenter Link zu Alte, jämmerliche, erfolglose Säcke" rel="bookmark" href="http://www.gunnargeller.de/site/?p=1451">Alte, jämmerliche, erfolglose Säcke</a></h4>
<p>Die gut verlinkten Präsentationen und Interviews zur re:publica sind wahrscheinlich inzwischen durchgereicht worden. Deshalb möchte ich hier nur noch zwei gute Reaktionen verlinken. Gunnar Geller hat eine treffende Replik zu Markus Jauers dreiseitigem Abgesang auf &#8220;Deutsche Blogger&#8221; geschrieben (Überschriftenlink): &#8220;Alle Gesprächspartner scheinen sehr offen gewesen zu sein und Jauer hat das ausgenutzt und sich <strong>nur das rausgepickt, was ins beabsichtigte Bild der &#8216;Deutschen Blogger&#8217; als alte, jämmerliche, erfolglose Säcke passt.</strong>&#8221; <strong><a href="http://realvirtuality.wordpress.com/2010/04/15/warum-muss-mit-journalismus-geld-verdient-werden/">Alexander Gajic nimmt sich Winterbauers Jeff Jarvis Bashing vor</a></strong>: &#8220;Erstens schießt die Kritik am Ziel vorbei: Jarvis hätte überhaupt nichts dagegen, wenn die meisten Medienhäuser von heute auf morgen dichtmachen. Seiner Ansicht nach liegt die Zukunft des Journalismus eben nicht in großen Häusern, sondern in <strong><a href="http://www.buzzmachine.com/2009/11/11/the-future-of-business-is-in-ecosystems/">kleinen Zellen</a></strong>. Zweitens stört es mich, dass hier wie schon an hundert Orten radikale Ideen einer Neuordnung des Mediensystems damit abgetan werden, man könne damit kein Geld verdienen.&#8221; <strong>Nachtrag</strong>: Auch die <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/04/re-publica-10-der-neidfaktor/"><strong>glänzende Replik von Thomas Knüwer</strong></a> auf einen Text von Harald Staun in der <em>FAS </em>(und weiteren Zeitungsberichten über die re:publica)<em> </em>ist absolut lesenswert und hat jetzt schon eine Menge interessante Kommentare.</p>
<h4><strong><a href="http://www.netzpiloten.de/2010/04/13/flattr-geld-verdienen-ist-kein-recht-sondern-eine-moglichkeit/">Geld verdienen ist kein Recht, sondern eine Möglichkeit </a></strong></h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>Maike Laaf hat für die <em>Blogpiloten</em> ein Interview geführt mit Peter Sunde, dem Gründer des <strong>Micro-Payment-Systems flattr</strong>. Das Grundprinzip von flattr laut Sunde: ”Wir nehmen einfach die Idee des Preisschildes weg. <strong>Der Preis ist, was auch immer Du entscheidest, monatlich dafür auszugeben – geteilt durch die Dinge, die Du magst.</strong> So bekommen mehr Leute Geld, dass sie sonst niemals zu Gesicht bekommen hätten!&#8221;</p>
<h4><a href="http://blog.digidave.org/2010/04/spot-us-in-seattle">Spot Us in Seattle </a></h4>
<p>Das spendenfinanzierte Journalismusprojekt <strong>Spot Us hat nach San Francisco und Los Angeles sein drittes Büro an der Westküste eröffnet, und zwar in Seattle</strong>. Warum Seattle? Das erläutert Spot Us Gründer David Cohn in einem Blogpost: &#8220;Aside from being the next major city on the West coast, <strong>Seattle is a hub of hyperlocal media experiments and projects.</strong> If my hunch is correct these local media projects need as many revenue sources, platforms and tools as possible. There are a ton of organizations and sites we hope to partner with like <strong><a href="http://invw.org/">Investigate West</a>, <a href="http://westseattleblog.com/">West Seattle Blog</a>, <a href="http://seattlepostglobe.org/">Seattle Post Globe</a>, <a href="http://www.capitolhillseattle.com/">Capital Hill Blog</a>, <a href="http://www.nextdoormedia.com/">Next Door Media</a>, <a href="http://www.seattlepi.com/">Seattle PI</a>, <a href="http://crosscut.com/">CrossCut</a>, <a href="http://www.wallyhood.org/">Wallywood</a> </strong>– and that’s literally  off the top of my head.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2010/04/intensely-engaged-followers-joel-kramer-on-minnposts-focused-audienced-building-strategy/">&#8220;Intensely engaged followers&#8221;: Joel Kramer on MinnPost&#8217;s focused audience-building strategy</a></h4>
<p><strong>“What we’re trying to do is build a community of intensely engaged followers.&#8221;</strong> So begründet Joel Kramer, Chefredakteur der <em>Minneapolis Post</em>, warum Leserkommentare mit vollen Namen bei der US-Zeitung neuerdings eine höhere Priorität bekommen als anonyme Kommentare. Die <em>MinnPost</em> ist teils werbe-, teils spendenfinanziert und will weg von einem rein quantitivativen Leser und Seitenaufrufe zählen, hin zu einer <strong>Engagement-Währung</strong>. Ein Kalkül dahinter: Nutzer, die sich intensiver mit dem Blatt (und dem Online-Auftritt) befassen und sich stärker damit identifizieren, sind auch für Werbekunden wertvoller.</p>
<h4><a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/04/apple-reconsiders-satire-ban/">Bad PR Forces Apple to Reconsider Banning Prize-Winning Satirist </a></h4>
<p>Apple sorgt sich offenbar doch ab und zu um sein Image. In der <strong>Affäre Mark Fiore</strong> (die bissigen politischen Cartoons des US-Zeichner waren Pulitzer Preis-würdig, aber nicht würdig genug für den iPhone App-Store) legt der Konzern offenbar eine Kehrtwende ein. <em>Wired</em> (Link in der Überschrift) zitiert Steve Jobs mit einer seiner typischen lapidaren Emails: <strong>&#8220;That was a mistake that&#8217;s being fixed.&#8221;</strong> <a href="http://battellemedia.com/#ixzz0lSDrdKMC"><strong>John Batelle befasst sich grundsätzlicher mit der Kommunikationskultur bei Apple</strong></a>: <span>&#8220;Despite the gorgeous products and services you’ve created, we worry that you’re headed down a road that may lead to your own demise.  [...] We believe Apple is far too important to continue its role as the Howard Hughes of our industry.&#8221;</span></p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1302">Was ist Creative Commons?</a></h4>
<p>Marcus Bösch erklärt bei <em>lab</em>, <strong>wie das das alternative Urheberrechtssystem Creative Commons </strong>(cc) funktioniert und auch, wie es nicht funktioniert: &#8220;Creative Commons ist <strong>kein Selbstbedienungsladen</strong> für gestresste Journalisten. Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation. Die Idee: Das Internet ist ein Medium für den freien Austausch von Inhalten.&#8221; Mit einem Erklärvideo, einer Präsentation des cc-Mitgründes Lawrence Lessig und vielen guten Links.</p>
<div style="border: medium none; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;"><em>Screenshot: <a href="http://blog.kooptech.de/2010/04/open-data-serie-ueber-parteispenden-bei-zeit-online/">Kooptech (Wordle mit den Namen der Parteien-Großspender)</a><a href="http://www.youtube.com/user/markfiore#p/u/17/v5JyF0xWpgo"></a></em></div>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart%3A+Projekt+Offene+Daten+zu+Parteispenden+http://bit.ly/dttm3c" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart%3A+Projekt+Offene+Daten+zu+Parteispenden+http://bit.ly/dttm3c" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Information Overkill, diesmal intelligent</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 18:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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<p></span></h4>
<h1><a href="http://www.10000words.net/2010/04/what-exactly-is-social-media.html"> </a><a href="http://medialdigital.de/wp-content/southpark.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-2581" title="southpark" src="http://medialdigital.de/wp-content/southpark-300x196.png" alt="southpark" width="300" height="196" /></a></h1>
<h3>Top-Tipp:</h3>
<h4><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1004980/nachtstudio-vom-11.-April-2010#/beitrag/video/1004980/nachtstudio-vom-11.-April-2010">Information Overkill</a></h4>
<p>Ein Highlight der TV-Diskussionskultur: Die Germanistin Astrid Herbold, der Organisationspsychologe Peter Kruse, der Journalist und TV-Produzent Mario Sixtus und der Werbeexperte und Autor Sascha Lobo unterhalten sich in einer Ausgabe des ZDF-&#8221;Nachtjournal&#8221;, (die erst Sonntag abend um 0:30 im Fernsehen gezeigt wird, aber schon seit Freitag in der ZDF-Mediathek abrufbar ist &#8211; in der Überschrift verlinkt) <strong>intelligent, kritisch und zusammenhängend</strong> darüber, wie das Netz unser Leben verändert. Das ist erwähnenswert, weil sich ein Vergleich mit der unsäglich <strong>dummen, populistischen und wirren Diskussion bei Maybrit Illner</strong> im gleichen Sender zum gleichen Thema in der gleichen Woche geradezu aufdrängt.</p>
<h3>weitere Tipps:</h3>
<h4><a href="http://www.charlierose.com/view/interview/10952">Charlie Rose &#8211; Matthias Döpfner, Chairman &amp; CEO, Axel Springer</a></h4>
<p><strong>Dieses Gespräch zwischen dem US-Talkshowhost und dem Vorstandsvorsitzenden des Springer-Konzerns ist denkwürdig.</strong> Matthias Döpfner sagt darin tatsächlich, das Verlage eigentlich jeden Tag auf die Knie fallen und Steve Jobs danken müssten, weil er ihnen das iPad beschert habe. Und dann zeigt Döpfner sein iPad mit Springers neuem iKiosk und den Springer iPad-Applikationen <em>Welt </em>und <em>Bild</em>. <strong>Der Kontrast zwischen Anspruch und Wirklichkeit inspirierte eine ganze Reihe von Reaktionen. </strong>Andreas Göldi von <em>netzwertig</em> (<a href="http://netzwertig.com/2010/04/09/die-welt-die-erste-deutsche-medien-ipad-app-enttaeuscht/"><strong>&#8220;Die erste deutsche Medien-iPad-App enttäuscht&#8221;</strong></a>) verleiht der <em>Welt</em>-Applikation zwar insgesamt des Prädikat &#8220;unbrauchbar&#8221;, fühlt sich zwischendurch aber immerhin unfreiwillig unterhalten: &#8220;Gelegentlich muss man laut lachen, beispielsweise auf der Börsenseite. Da stehen drei Seiten lang in winziger Schrift die Börsenkurse von gestern abgedruckt. Das ist nicht nur unlesbar, sondern auch auf einem vernetzten Gerät so absurd, dass es wenigstens einen gewissen Meta-Unterhaltungswert mit sich bringt.&#8221; Matthias Spielkamp greift in seinem <em>immateriblog</em> (<a href="http://immateriblog.de/journalismus/mathias-dopfner-thats-the-problem-of-the-creator-not-the-consumer/"><strong>&#8220;That&#8217;s the problem of the creator, not the consumer&#8221;</strong></a>) den Widerspruch auf, dass Döpfner zwar das Hohelied auf Prosumenten singt, dann aber doch nur die Konsumenten meint. Medienberater Steffen Leidel (<strong><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1288">&#8220;Multimedia-Storytelling: Von Spaziergängern und Querfeldeinläufern&#8221;</a>) </strong>hofft in einem Beitrag bei <em>lab</em>, dass das iPad den Multimedia-Journalismus beflügelt, sieht aber insgesamt bei den Verlagen bisher wenig Ansätze dafür.</p>
<h4><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/04/08/eine-offene-bibliographie-fur-die-internet-enquete-bitte-erganzen/">Eine offene Bibliographie für die Internet-Enquete – bitte ergänzen!</a></h4>
<p><em>iRights.info</em> hat ein Wiki &#8220;OpenBibliographie&#8221; eingerichtet, auf dem die von der Bibliothek des Deutschen Bundestages eingerichtete Lektüreliste für die Internet-Enquete ergänzt werden kann. Dazu Matthias Spielkamp: &#8220;Diese Bibliographie enthält – bei der Länge nicht verwunderlich – viele interessante Texte. Aber sie enthält auch viele Lücken. <strong>Autoren wie Lawrence Lessig, James Boyle oder Rainer Kuhlen kommen nicht vor, obwohl sie substanzielle Beiträge zur Debatte geleistet haben.</strong>&#8221; Bisher enthält das Wiki rund 30 Einträge.</p>
<h4><a href="http://pixeloekonom.wordpress.com/2010/04/07/die-zahl-der-wirtschaftsblogs-nimmt-stetig-zu-jetzt-mussten-sie-nur-noch-gelesen-werden/">Die Zahl der Wirtschaftsblogs nimmt stetig zu &#8211; Jetzt müssten sie nur noch gelesen werden</a></h4>
<p><em>Pixelökonom </em>Johannes Weber analysiert, <strong>warum deutsche Wirtschaftsblogs eine so untergeordnete Rolle spielen</strong> und beklagt: &#8220;Dabei könnten Blogs publizistische Lücken schließen. Die etablierten Wirtschaftsmedien verhalten sich nämlich gerne wie Spekulanten an der Börse. Sie folgen der Herde. Berichtet wird über das, worüber alle berichten.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.10000words.net/2010/04/what-exactly-is-social-media.html"><span>What exactly is a social media editor / manager?</span></a></h4>
<p><span>Mark Luckie hat die Social Media Redakteure und Community Manager von sechs Zeitungen und Webportalen zu ihren im traditionellen Journalismus noch sehr neuen Aufgabengebieten befragt. Interessant ist vor allem die Antwort von Greer McDonald von stuff.co.nz, die offenbar redaktionsintern viel Aufklärungsarbeit leistet: &#8220;<strong>Half of the job is about educating people about what social media is!</strong> There are a lot of misconceptions surrounding it, with many thinking it&#8217;s just a passing fad. My job is to show those people the benefits of social media: whether it&#8217;s a journalist improving their personal brand through a Twitter profile, or a newspaper boss rejoicing after receiving a brilliant news tip left as comments on a Facebook page.&#8221;</span></p>
<h4><a href="http://www.10000words.net/2010/04/what-exactly-is-social-media.html"><span> </span></a></h4>
<h4><a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2010/04/11/fiene-von-der-faz-zum-zdf-morgenmagazin-wulf-schmiese-im-gesprach-nach-seiner-ersten-woche/">fiene &amp; von der faz zum zdf-morgenmagazin – wulf schmiese im gespräch nach seiner ersten woche</a></h4>
<p>Daniel Fiene hat sein  Interview aus dem &#8220;Was mit Medien&#8221; Podcast mit Wulf Schmiese, dem neuen &#8220;Gesicht&#8221; des ZDF-&#8221;Morgenmagazin&#8221; als Abschrift auf sein Blog gestellt. Interessant ist unter anderem der Unterschied, den Schmiese als bisheriger FAZ-Korrespondent zwischen Print- und TV-Interviews sieht: &#8220;Das gesprochene Wort aufzuschreiben wäre fürchterlich langweilig. Im Fernsehen hat man diese Möglichkeit nicht. <strong>Du kannst nichts streichen. Du kannst nichts zuspitzen. Also mußt du den Politiker schon in der Frage etwas packen.</strong> [...] Du weißt, du hast insgesamt nur vier Minuten und nach der dritten Frage hörst du schon auf dem Ohr “wir müssen gleich raus”. Aber du willst noch Inhalt bekommen, dann geht man forscher voran.&#8221;</p>
<h4><a title="Permanent Link: Einige Notizen zu den rivva-Leitmedien" rel="bookmark" href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/662">Einige Notizen zu den rivva-Leitmedien</a></h4>
<p>Jan Schmidt nimmt das <a href="http://www.magda.de/76/back/26/artikel/die-frank-schirrmacher-maschine/"><strong>lesenswerte Porträt von Wolfgang Michal über den Rivva-Gründer und -Betreiber Frank Westphal </strong></a>zum Anlass, den Rivva Leitmedienindex zu untersuchen. Darin sind die 100 meistverlinkten Webseiten aufgeführt (mit Einschränkungen). Schmidt zieht u.a. dieses Fazit aus seiner Auswertung: ”Was kann man nun mit diesen Erkenntnissen anfangen? Zunächst mal ist es ein weiterer Beleg dafür, dass blogbasierte Öffentlichkeiten mit professionell-journalistischen Öffentlichkeiten verschränkt sind; nimmt man noch den Befund aus einer<a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/456"> <strong>früheren kleinen Studie</strong></a> hinzu, dass weniger als zehn Prozent der Verweise von Blogs auf massenmediale Quellen explizit kritisch sind, sondern es überwiegend reine Referenzierungen oder sogar Empfehlungen sind, <strong>erhärtet sich der Befund, dass Blogs die Aufmerksamkeit für journalistische Inhalte noch vergrößern</strong>.&#8221;</p>
<h4><a href="http://netzwertig.com/2010/04/08/wikipedia-und-wikileaks-auch-nonprofit-braucht-geld/">Auch Nonprofit braucht Geld</a></h4>
<p>Der freie Autor und Publizistik-/Soziologie-Student Stefan Mey vergleicht in einem Gastbeitrag für <em>netzwertig </em>WikiLeaks mit Wikipedia: &#8220;Man könnte die beiden Projekte als noch ungleiche Brüder sehen. Wikipedia ist schon längst erwachsen geworden und hat bewährte Wege gefunden, Wertschätzung in Einnahmen umzumünzen. Der kleinere Bruder hingegen muss ökonomisch gesehen noch laufen lernen: WikiLeaks sucht nach neuen Wegen, experimentiert herum und ruft, wenn gar nichts mehr geht, laut um Hilfe. <strong>Vielleicht lässt sich in der Causa WikiLeaks der Reifegrad einer globalen Netz-Community ablesen: Der wäre erreicht, wenn es eine ausreichend große Gruppe gibt, die neue Möglichkeiten im Netz nicht nur begeistert aufnimmt, sondern bereit ist, auch für aufwändigere Projekte ökonomische Verantwortung zu übernehmen. </strong>Dann stände weiteren Erfolgsgeschichten nichts im Wege: Wikipedia, WikiLeaks, WikiEverything.&#8221;</p>
<h4 id="posttitle_15918874"><a href="http://felixhuegel.posterous.com/die-gutjahr-debatte-wie-viel-selbstvermarktun">Die Gutjahr-Debatte: Wie viel Selbstvermarktung brauchen Journalisten im Web 2.0?</a></h4>
<p>Der freie Journalist Felix Hügel hat für die Sendung &#8220;Markt und Medien&#8221; im Deutschlandfunk mit Richard Gutjahr, Olaf Kolbrück, Martin Giesler und mir über die <strong>Chancen und Grenzen von Gutjahrs Ich-kauf-ein-iPad-in-New-York-Berichterstattungsexperiment</strong> gesprochen. Die verlinkte Überschrift führt zu Hügels dazugehörigem Blogeintrag, den Audiobeitrag zum Abruf gibt es <a href="http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&amp;broadcast=196828&amp;datum=20100410&amp;playtime=1270912402&amp;fileid=50bbccc6&amp;sendung=196828&amp;beitrag=1160806&amp;/"><strong>hier</strong></a> (Flashplayer).</p>
<h3>Und zum Schluss noch zwei großartige Videos:</h3>
<p><a href="http://www.dailymotion.com/video/xcv6dv"><strong>Pixels</strong></a> greifen New York an (2:34 min.), eine Animation mit schönen Reminiszenzen an Computerspiel-Klassiker, und <a href="http://media.mtvnservices.com/player/loader/?CONFIG_URL=http://media.mtvnservices.com/player/config.jhtml%3Furi%3Dmgid%253Acms%253Acontent%253Asouthparkstudios.com%253A267112%26group%3Dentertainment%26type%3Derror&amp;uri=mgid:cms:content:southparkstudios.com:267112&amp;group=entertainment&amp;type=error&amp;ref=None&amp;geo=AT"><strong>You have o friends</strong></a>, &#8211; soziale Netzwerke und ihre Folgen als Thema bei &#8220;Southpark&#8221; (20 min.) Beide Prädikat sehenswert.</p>
<h4><span> </span></h4>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart%3A+Information+Overkill%2C+diesmal+intelligent+http://bit.ly/d2knrl" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart%3A+Information+Overkill%2C+diesmal+intelligent+http://bit.ly/d2knrl" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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		<title>Linktipps zum Wochenstart (50)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.focus.de/digital/internet/digitale-mediapolis/tid-17372/robert-j-rosenthal-das-finanzierungsmodell-fuer-journalismus-ist-kollabiert_aid_484117.html">„Das Finanzierungsmodell für Journalismus ist kollabiert“</a></h4>
<p><strong>Robert Rosenthal, Leiter des Center for Investigative Reporting,</strong> beschreibt im Interview mit Leif Kramp und Stephan Weichert (<em>Focus Online</em>), warum <strong>Spendenfinanzierung </strong>den <strong>Qualitätsjournalismus</strong> retten könnte. Auch wenn sich Rosenthals US-Perspektive nur bedingt auf deutsche Verhältnisse übertragen lässt, ist das Interview sehr interessant.</p>
<h4>Weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://irights.info/index.php?id=870">Was kauft man, wenn man ein E-Book kauft?</a></h4>
<p>Wie weit gehen die <strong>Verbraucherrechte an einem E-Book</strong>? Darf man es kopieren, verleihen, weiterverkaufen? Ist alles erlaubt, was technisch geht? Und kann das, was gesetzlich erlaubt ist, nach einem Klick auf den Button „Ich akzeptiere die AGB“ plötzlich verboten sein? Ilja Braun hat bei <em>iRights info</em> einen versierten Servicebeitrag zu digitalen Nutzungsrechten bei E-Books veröffentlicht.</p>
<h4><a href="http://techcrunch.com/2010/03/06/andreessen-media-burn-boats/">Andreessen’s Advice To Old Media: “Burn The Boats”</a></h4>
<p>Netscape-Gründer <strong>Marc Andreessen</strong> rät Zeitungsverlagen, sie sollten mit einem <strong>harten Schnitt</strong> von Druck auf digital umstellen, weil sie sonst immer noch in erster Linie bestrebt seien, ihre Printerlöse zu retten, anstatt sich <strong>mit ganzer Kraft auf das digitale Zukunftsgeschäft zu konzentrieren</strong>. Die Meinungen in den (sehr guten!)  Kommentaren sind geteilt: ”Burn the ships?  Sure, but i wouldn’t burn them all at once. Those ships are still providing revenue in many cases.&#8221;</p>
<h4><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/03/02/europa-hat-in-der-digitalen-medienwelt-den-anschluss-verpasst-ein-standpunkt-von-stefan-glaenzer.aspx">Europa hat in der digitalen Medienwelt den Anschluss verpasst &#8211; ein Standpunkt von Stefan Glänzer</a></h4>
<p>Last.fm-Mitgründer <strong>Stephan Glänzer </strong>erklärt in einem Gastbeitrag, der zunächst in der gedruckten <em>FAZ</em> und dann im <em>Netzökonom</em>-Blog erschien, die Gründe, warum Europa (Deutschland) <strong>bei digitalen Entwicklungen weit hinter den USA zurückliegt</strong>: Glänzer: &#8220;Um in der digitalen Welt Erfolg zu haben, sind fünf Dinge nötig: Gründer, Universitäten, Investoren, große Webfirmen und die Möglichkeit, erfolgreiche Firmen zu verkaufen.&#8221;</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.presseschauer.de/?p=1066">Leistungsschutzrecht für Mathematiker?</a></h4>
<p><em>Presseschauer</em> Daniel Schultz sinniert über den Zusammenhang von speziellen Schutzrechten, Kostenloskultur, Kreativität, Creative Commons, den Leistungen von Mathematikern sowie über den Zusammenhang von Journalismus und Verlagen: &#8220;Nun muss man bei genauer Betrachtung <strong>scharf zwischen Journalismus und Verlagen trennen</strong>. Verlage sind in erster Linie Wirtschaftsunternehmen und dadurch den Eigentümern verpflichtet. Demzufolge ist die Boulevardisierung der Medienlandschaft betriebswirtschaftlich nur konsequent.&#8221;</p>
<h4><a href="http://msc.haz.de/2010/03/webciety-wir-sind-schon-langer-echtzeitjournalisten/">Webciety: Wir sind schon länger Echtzeitjournalisten</a></h4>
<p>Marcus Schwarze, Redakteur der <em>Hannoversche Allgemeine Zeitung</em>, kontert auf seinem HAZ-Blog ein ”fein vorbereitetes Foul&#8221; von Sascha Lobo, gedruckte Zeitungen seien ja per se die Nachrichten von gestern: &#8220;Print sei langsamer als Echtzeitjournalismus? Selbstverständlich ist das so, wenn man es vom Ende her betrachtet. Im Prozessigen des Nachrichtenflusses ist das aber irrelevant. <strong>Prozess ist ganz häufig gar nicht das, was die Leser wünschen. Sie wünschen in der Mehrzahl etwas Festgehaltenes, die Orientierung, einfach den Stand der Dinge.</strong> Das bedienen wir.&#8221;</p>
<h4 id="div_article_headline"><a href="http://www.stern.de/digital/online/umstrittener-us-konzern-demand-media-nur-schreiben-was-die-menschen-suchen-1548504.html">Nur schreiben, was die Menschen suchen</a></h4>
<p>Über das Geschäftsmodell der Contentfabrik <strong>Demand Media</strong> wurde im Nachhall von Burdas Digitalkonferenz DLD10 (die Demand Media Gründer Shawn Colo mit seiner Anwesenheit bereicherte) schon einiges geschrieben. Dieser Beitrag von Ina Linden bei <em>Stern.de</em> bringt die Zusammenhänge ohne Wertung und so einfach wie in der &#8220;Sendung mit der Maus&#8221; auf den Punkt.</p>
<h4><a href="http://webevangelisten.de/regensburg-digital/">Auf eine Zigarette mit Bayerns bloggendem Staatsfeind Nr. 1</a></h4>
<p>Thomas Pfeiffer (<em>Web Evangelisten</em>) befragt den Journalisten und Betreiber des Portals <em>Regensburg Digital</em>, <strong>Stefan Aigner</strong>, zum Konzept der Webzeitung und zum Stand eines Rechtsstreits. Aigner wurde vor zwei Jahren bekannt, <strong>als Diehl ihm gerichtlich untersagen ließ, seine Produkte &#8220;Streubomben&#8221; zu nennen</strong>.</p>
<p><em>Karikatur: Thanks to <a href="http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2008/06/how-to-make-mon.html">Geek and Poke</a></em></p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart+%2850%29+http://bit.ly/cSSJQR" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart+%2850%29+http://bit.ly/cSSJQR" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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var flattr_dsc = 'Top-Tipp: „Das Finanzierungsmodell für Journalismus ist kollabiert“ Robert Rosenthal, Leiter des Center for Investigative Reporting, beschreibt im Interview mit Leif Kramp und Stephan Weichert (Focus Online), warum Spendenfinanzierung den Qualitätsjournalismus retten könnte. Auch wenn sich Rosenthals US-Perspektive nur bedingt auf deutsche Verhältnisse übertragen lässt, ist das Interview sehr interessant. Weitere Tipps: Was kauft man, wenn [...]';
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		<title>Linktipps zum Wochenstart (28)</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 20:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Elektrischer Reporter – Zukunft des Journalismus: wer soll das bezahlen? Top-Tipp: Zukunft des Journalismus: wer soll das bezahlen? Eine der bisher besten Folgen der Web-TV-Serie Elektrischer Reporter, wenn nicht sogar die beste jemals. Mario Sixtus befragt Experten und Praktiker zu künftigen Finanzierungsformen für Journalismus. In einer klaren Sprache und magazinigen Aufmachung, die sich nicht nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="270"><param name='movie' value="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/015/ELR_015.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/elr/015/ELR_015.jpg'}"></param><param name="quality" value="high"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="allowfullscreen" value="true"></param>
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<p style="text-align: center; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;"><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/170/">Elektrischer Reporter – Zukunft des Journalismus: wer soll das bezahlen?</a></p>
<h3>Top-Tipp:</h3>
<h2><a title="PermaLink" href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/170/">Zukunft des Journalismus: wer soll das bezahlen?</a></h2>
<p>Eine der bisher besten Folgen der Web-TV-Serie<strong><em> Elektrischer Reporter</em></strong>, wenn nicht sogar die beste jemals. Mario Sixtus befragt Experten und Praktiker zu künftigen Finanzierungsformen für Journalismus. In einer klaren Sprache und magazinigen Aufmachung, die sich <strong>nicht nur an Geeks und Medieninsider </strong>richtet, aber dennoch so auf den Punkt gebracht, dass sich auch die kundige Zielgruppe nicht langweilt.</p>
<h3>Weitere Tipps:</h3>
<h2><a href="http://www.guardian.co.uk/media/pda/2009/sep/29/bbc-website-relaunch-social-media">BBC to relaunch websites with focus on social media</a></h2>
<p>Die BBC plant laut <em>Media Guardian</em> eine <strong>radikalen Relaunch ihres Webangebotes mit erheblich mehr Social Media Features</strong>. Dazu gehört auch eine <strong>neue Version des iPlayers zum Einbetten</strong> in andere Webseiten. Meine Annahme: Ebenso wie man heute nur mit einer britischen IP-Adresse den iPlayer bei der BBC nutzen kann, wird wohl auch das Einbetten auf britische Websites beschränkt bleiben.</p>
<h2><a href="http://onlinejournalismblog.com/2009/09/29/the-end-of-objectivity-web-2-0-version/">The end of objectivity &#8211; web 2.0 version</a></h2>
<p>Paul Bradshaw hält die Annahme, es gebe so etwas wie <strong>objektiven Journalismus,</strong> für eine <strong>Fiktion</strong> und plädiert anlässlich der absurd strikten neuen Social Web Regeln für Redakteure der <em>Washington Post</em> dafür, dass Journalisten sich im Social Web lieber <strong>offen zu ihren Einstellungen und Vorlieben bekennen</strong> sollten. Dann könne der Nutzer sich selbst ein Bild machen.</p>
<h2><a href="http://www.blog-cj.de/blog/?p=2519">Über die Zukunft des Lokalen</a></h2>
<p>Christian Jakubetz kontrastiert seinen Blogbeitrag, in dem er eine <strong>Stagnation im Lokaljournalismus</strong> kritisiert, mit der gegenteiligen Ansicht von Ulli Tückmantel. <strong>Pointiertes Pro und Contra</strong> zweier Ex-Lokalchefs.</p>
<h2><a title="Two Paid Models for Metro News" rel="bookmark" href="http://newsinnovation.com/2009/09/30/two-paid-models-for-metro-news/">Two Paid Models for Metro News</a></h2>
<p>Das Projekt <strong>New Business Models for News</strong> der CUNY Graduate School of Journalism unter der Leitung von Jeff Jarvis hat <strong>zwei Geschäftsmodelle fiktiver lokaler Journalismusplattformen</strong> im Vergleich durchkalkuliert &#8211; eine mit 100 Prozent kostenpflichtigen Inhalten hinter einer Paywall, die andere mit 80 Prozent frei zugänglichem werbefinanzierten Inhalten. Letztere ist erheblich profitabler.</p>
<h2><a href="http://www.digitalpublic.de/best-practises-digital-journalismus-postjournalismus-online">Beste Studie in 2009: Best Practises Digitaler Journalismus</a></h2>
<div id="TixyyLink" style="border: medium none ; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;">Jörg Wittkewitz hat eine interessante  <strong><a title="Link zur Studie Digitaler Journalismus" href="http://www.centerforsocialmedia.org/documents/cpb_memo_final2.pdf" target="_blank">Best Practices Studie</a> </strong>des  Center for Social Media an der American University zum Thema <strong>Digitaler Journalismus </strong>auf Deutsch zusammengefasst.</div>
<h2 style="border: medium none ; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;"><a rel="bookmark" href="http://www.niemanlab.org/2009/10/knight-foundation-rethinks-its-stance-on-for-profit-deals/">Knight Foundation rethinks its stance on for-profit deals</a></h2>
<p>Die <strong>Knight Foundation</strong> erwägt ihre Förderpraxis für Journalismus-StartUps zu ändern. Nachdem <strong>Everyblock</strong> für 1,1 Millionen Dollar ans MSNBC verkauft wurde, sollen künftige Projekte nach einem Verkauf die <strong>Förderung evtl. ganz oder teilweise zurückzahlen </strong>müssen. <a href="http://medialdigital.de/2009/10/04/ist-das-journalismus-startup-everyblock-gierig-ein-denkfehler-der-knight-foundation/"><strong>Meine Kritik: Die Stiftung wird damit zu einem Investor</strong></a>.</p>
<h2 style="border: medium none ; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;"><a href="http://informationarchitects.jp/tages-anzeiger-paper-redesign-pitch-lost/">Links in Print: The Story of a Beautiful Failure</a></h2>
<p style="border: medium none ; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;">Wie eine Webdesign-Agentur den <strong>Pitch um den Relaunch des gedruckten Schweizer<em> Tages-Anzeiger</em></strong> verlor. Schön erzählt. (Und schade, dass sie verlor.)</p>
<h2 style="border: medium none ; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;"><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=745">Werde Multimedia-Journalist!</a></h2>
<p style="border: medium none ; overflow: hidden; color: #000000; background-color: transparent; text-align: left; text-decoration: none;">Eine <strong>vorzügliche kommentierte Linkliste</strong> von Steffen Leidel bei <em>lab</em> zur eigenständigen Weiterbildung im Multimedia-Journalismus anhand von Blogs und Webseminaren.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart+%2828%29+http://bit.ly/29d4B5" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Linktipps+zum+Wochenstart+%2828%29+http://bit.ly/29d4B5" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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		<title>Ist das Journalismus-StartUp Everyblock gierig? Ein Denkfehler der Knight Foundation</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 10:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(switch to the English version) Seit Januar 2008 macht das Datenbank-gestützte Journalismus-Projekt Everyblock lokale Meldungen im Netz auffindbar.  Finanziert wurde das Projekt des Webprogrammierers und Journalisten Adrian Holovaty zunächst mit einer 1,1 Millionen Dollar Spende der Knight Foundation. Im August 2009 verkaufte Holovaty die Plattform an MSNBC. Das wiederum stößt nun der Knight Foundation übel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/0dae443364534a54bfbec9081f7f38d5" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://medialdigital.de/wp-content/Everyblock-Logo.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1310" title="Everyblock-Logo" src="http://medialdigital.de/wp-content/Everyblock-Logo.png" alt="Everyblock-Logo" width="539" height="182" /></a></p>
<p><strong>(<a href="http://medialdigital.de/2009/10/05/is-everyblock-greedy-no-the-knight-foundations-reasoning-is-wrong/">switch to the English version</a>)</strong></p>
<p>Seit Januar 2008 macht das Datenbank-gestützte Journalismus-Projekt <a href="http://everyblock.com"><strong>Everyblock</strong></a> lokale Meldungen im Netz auffindbar.  Finanziert wurde das Projekt des Webprogrammierers und Journalisten Adrian Holovaty zunächst mit einer 1,1 Millionen Dollar Spende der Knight Foundation. Im August 2009 verkaufte Holovaty die Plattform an MSNBC. Das wiederum stößt nun der Knight Foundation übel auf, schreibt <a href="http://www.niemanlab.org/2009/10/knight-foundation-rethinks-its-stance-on-for-profit-deals/"><strong>NiemanJournalismLab</strong></a>:</p>
<blockquote><p>The sale raised <a href="http://journalismschool.wordpress.com/2009/08/18/the-nuances-of-the-everyblock-sale-to-msnbc/">questions</a> about nonprofit funding of for-profit ventures. After all, Knight had essentially seeded EveryBlock’s development, while Holovaty profited from its sale.</p></blockquote>
<p>Doch was ist hier das Problem? Die Spende der Stiftung war eine Anschubfinanzierung, angelegt auf zwei Jahre. In dieser Zeit konnte Holovaty mit einem Team von sechs Leuten die Plattform entwickeln und betreiben. Die Gegenleistung hat Holovaty erbracht: Die Plattform stellt einen kostenfreien Dienst für die Allgemeinheit bereit, und das  in mittlerweile 15 US-Ballungsräumen. Der Code für die Suchanfragen und das Content-Management-System Django ist Open-Source. Jetzt hat MSNBC die Plattform für eine unbekannte Summe übernommen und dabei das unabhängige Weiterbestehen und Weiterentwicklung der Plattform zu den gleichen Bedingungen garantiert.</p>
<p>Einen schalen Geschmack hat der Deal für mich nicht, denn MSNBC hat quasi die Nachfolge der Knight Stiftung angetreten. Die Alternative zu einer Übernahme wäre gewesen, Everyblock wieder einzustellen &#8211; dann wäre die Spende der Allgemeinheit  für ein kurzfristiges Experiment verpufft. Profitabel ist Everyblock nämlich noch lange nicht, die Plattform muss ihr Geschäftsmodell erst noch finden. Die Übernahme durch MSNBC ermöglicht Everyblock, in Ruhe Modelle dafür zu entwickeln.</p>
<p>Es ist keine Rede davon, dass die Knight Foundation ihre Spende von Holovaty ganz oder teilweise zurückfordert, aber sie will diesen Fall zum Anlass nehmen, ihre Vergaberichtlinien künftig zu ändern. Mit ganz oder teilweise zurückgezahlten Beträgen könnten schließlich neue Projekte finanziert werden.</p>
<p>Solche Finanziers gibt es aber schon: Man nennt sie Investoren. Sie unterscheiden sich von Stiftungen dadurch, dass sie nur in Projekte investieren, von denen sie sich in absehbarer Zeit Gewinne erwarten. Für Journalismus-StartUps, die sich künftig auch bei Stiftungen mit diesem Gedanken im Hinterkopf um Projektfinanzierung bewerben würden, wäre dies das falsche Signal: Projekte müssten dann nach Ablauf der Förderzeitraums so hohe Gewinnaussichten in naher Zukunft erahnen lassen, dass bei einer Übernahme auch die (teilweise) Rückzahlung der Anschubfinanzierung einkalkuliert werden kann. Eingereicht werden dann eher Projektideen mit schneller Aussicht auf Refinanzierung. Und nicht solche, die Journalismus von Grund auf neu denken und innovative hochwertige Formen und Modelle im Web entwickeln. Solche, die Journalismus als gesellschaftliche Aufgabe ansehen. Unabhängig davon, wie schnell sich damit möglichst Geld verdienen lässt.</p>
<p><script src="http://widgets.backtype.com/tweetcount.js" type="text/javascript"></script></p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Ist+das+Journalismus-StartUp+Everyblock+gierig%3F+Ein+Denkfehler+der+Knight+Foundation+http://bit.ly/15YV0n" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://medialdigital.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="[Post to Twitter]" border="0" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Ist+das+Journalismus-StartUp+Everyblock+gierig%3F+Ein+Denkfehler+der+Knight+Foundation+http://bit.ly/15YV0n" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a>&nbsp; </p><script type="text/javascript">
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