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	<title>Medial Digital &#187; Twitter</title>
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	<description>Das Blog zur Zukunft der Medien und des Journalismus</description>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Was Universal und deutsche Verlage eint</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 05:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leistungsschutzrechte schaden &#8211; auch den Verlagen Matthias Spielkamp hat seinen genialen Vortrag über die Unsinnigkeit eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage, den er am 31. März beim Cologne Web Content Forum hielt, beim Perlentaucher eingestellt. Weil noch immer kein Gesetzesentwurf öffentlich bekannt ist und es deshalb in der Sache seit über einem Jahr kaum Neues zu sagen [...]]]></description>
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<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Universal_City_Studios.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-4828" title="Universal_City_Studios" src="http://medialdigital.de/wp-content/Universal_City_Studios.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/6832.html">Leistungsschutzrechte schaden &#8211; auch den Verlagen</a></h4>
<p><strong>Matthias Spielkamp</strong> hat seinen genialen Vortrag über die <strong>Unsinnigkeit eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage</strong>, den er am 31. März beim <a href="http://webcontentforum.de/agenda/"><strong>Cologne Web Content Forum</strong></a> hielt, beim Perlentaucher eingestellt. Weil noch immer kein Gesetzesentwurf öffentlich bekannt ist und es deshalb in der Sache seit über einem Jahr kaum Neues zu sagen gibt, greift Spielkamp zur Historie und zieht eine <strong>Parallele zum Fall Universal City Studios gegen Sony</strong> aus den frühen 80er Jahren in Sachen Mitschnitte auf Videokassetten. Sein Fazit: Nicht nur wäre bestenfalls ein Nullsummenspiel die Folge (was den einen gegeben wird, muss den anderen genommen werden). Zudem würde ein Leistungsschutzrecht nicht zuletzt auch den Verlagen selbst schaden: &#8220;Valenti [Lobbyist der Filmindustrie] und die Filmbosse hätten eigentlich jeden Tag den Richtern des  Supreme Court auf Knien für ihr Urteil danken müssen &#8211; um hier ein  inzwischen recht populäres Motiv zu zitieren. <strong>Manchmal müssen  Unternehmen offenbar vor sich selbst geschützt und dazu gezwungen  werden, die Chancen neuer Entwicklungen zu ergreifen.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.niemanlab.org/2011/03/the-newsonomics-of-oblivion/">The newsonomics of oblivion</a></h4>
<p><strong><em>Zeitungssterben 1:</em> Ken Doctor</strong>, US-Medienanalyst, sieht den amerikanischen Zeitungsmarkt trotz jüngster Erholungstendenzen in einer Todesspirale. Das sei der Grund, warum digitale Geschäftsmodelle von vielen Verlagen jetzt mit Nachdruck verfolgt würden. <strong>Die Frage sei allerdings, ob die Kluft zwischen den noch vergleichsweise geringen digitalen Erlösen und den stetig schrumpfenden Printerlösen noch rechtzeitig geschlossen werden könne.</strong> Interessant: Doctor zitiert den Ex-Springer-Strategiemanager Gregor Waller mit Prognosen offenbar für den deutschen Markt. Laut Waller werden im Jahr 2020:</p>
<ul>
<li>die Printauflagen nur noch halb so hoch sein wie heute</li>
<li>der Umsatz mit Kleinanzeigen auf zehn Prozent gegenüber 2011 schrumpfen</li>
<li>der Umsatz mit großflächigen Anzeigen um 30 Prozent sinken</li>
<li>Bei einem kumulierten  jährlichen Wachstum der Online-Werbeumsätze von 11 Prozent werde es unmöglich sein, die entstehenden Umsatzlücke allein mit Onlinewerbung zus schließen.</li>
</ul>
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<h4 id="post-4799"><a rel="bookmark" href="http://www.blog-cj.de/blog/2011/04/03/zeitungen-und-das-warten-auf-einen-abgefahrenen-zug/">Zeitungen und das Warten auf einen abgefahrenen Zug</a></h4>
<p><strong><em>Zeitungssterben 2:</em> Christian Jakubetz</strong> sieht im Ende der <em>Frankfurter Rundschau</em> als eigenständige Zeitung den Anfang vom Ende vieler Tageszeitungen, auch solcher, die heute noch nicht wahrhaben (wollen), dass sie als nächste dran sein werden: &#8220;Das werden wir in Zukunft noch öfter sehen. <strong>Für viele Blätter ist der  Zug schon abgefahren, sie wissen es nur noch nicht. Sie stehen am  Bahnsteig und wundern sich, wo dieser verdammte Zug eigentlich bleibt.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E579B06A5943E415C84136818FF9ADB1D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Das Recht auf die letzten Fragen</a></h4>
<p><strong>Stefan Niggemeier</strong> nimmt sich wohltuend sachlich der Causa <strong>Twitter und die Hauptstadtjournalisten</strong> an und dringt zum eigentlichen Problem vor: &#8220;es geht um mehr als um technische Abläufe. <strong>Es geht um die Frage, wie  sich politische Kommunikation verändert, wenn sie plötzlich nicht mehr  auf Mittelsleute wie Nachrichtenagenturen oder Journalisten generell  angewiesen ist.</strong> Einerseits können die kurzen Botschaften zum Beispiel  eines Regierungssprechers helfen, Politik begreifbar, interessant und  zugänglich zu machen. Wenn, wie bei Seibert, echte Dialoge entstehen,  kann das einer Demokratie nur gut tun. Wie grotesk wirkt es da, dass  ausgerechnet Journalisten, deren Beruf Kommunikation ist oder sein  sollte, sich neuen technischen Formen verweigern und versuchen, Seibert  als jemanden zu verunglimpfen, der durch seine Präsenz bei Twitter nur  auf cool und modern machen will?&#8221;</p>
<h4><a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/04/03/so-lief-meine-verdeckte-schleichwerbe-recherche/">So lief meine verdeckte Schleichwerbe-Recherche</a></h4>
<p><strong>Sebastian Heiser</strong> erläutert im <em>taz </em>Hausblog, wie er&#8217;s gemacht hat: Zehn Tageszeitungen vorspielen, er sei <strong>daran interessiert, bei ihnen Schleichwerbung zu schalten</strong>. Es lohnt sich, unbedingt auch die <strong><a href="http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/04/01/die-schleichwerbe-recherche/">Ergebnisse der verdeckten Recherche</a></strong> zu lesen, die bei der <em>Frankfurter Rundschau</em> und bei Neues Deutschland besonders krass ausgefallen sind.</p>
</div>
<h4><a href="http://blog.qsc.de/2011/03/arbeitswelt-2-0-qsc-zukunftsgesprach-mit-markus-albers/">Arbeitswelt 2.0: QSC-Zukunftsgespräch mit Markus Albers</a></h4>
<p>Daniela Eckstein hat im <em>QSC Blog</em> ein Gespräch über die Zukunft der Arbeitswelt mit <strong>Markus Albers</strong> geführt, Journalist und Autor der Bücher &#8220;<a href="http://www.meconomy.me/"><strong>Meconomy</strong></a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.morgenkommichspaeterrein.de/"><strong>Morgen komm ich später rein</strong></a>&#8220;. Albers argumentiert, dass so wie heute schon die meisten Freiberufler die meisten &#8220;Wissensarbeiter&#8221; arbeiten werden. Menschen also, die ihren Arbeitalltag zum größten Teil hinter einem Computerbildschirm verbringen. Albers: &#8220;Zum ersten Mal in der Geschichte können Festangestellte so arbeiten wie  Freiberufler – ohne Anwesenheitspflicht und Schreibtischzwang. <strong>Ich nenne  das die neuen &#8216;Freiangestellten&#8217;. Man geht immer noch manchmal ins  Büro, aber vielleicht nur zwei Tage pro Woche oder nur drei Stunden am  Tag</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.theatlanticwire.com/business/2011/04/clara-jeffery-what-i-read/36260/">Clara Jeffery: What I Read</a></h4>
<p>Eine neue interessante Folge aus der <em>The Atlantic Wire</em> Serie &#8220;What I read&#8221;. Diesmal gibt<strong> Clara Jeffery</strong>, Mitglied der Chefredaktion des Magazins Mother Jones Einblick in ihre typische Mediendiät und in ihre Informationsfilter. Twitter, NPR und Al Jazeera English sind ihre bevorzugten Kanäle, vor allem über Twitter lässt sie sich von menschlichen Aggregatoren aus ihrem Netzwerk die Nachrichten vorselektieren. Jeffery: &#8220;<strong>I’m mystified by how few magazine and newspaper  editors are themselves on Twitter.</strong> Social media is becoming a main  traffic driver for us, and certainly the online audience most likely to  convert to subscribers or donors. <strong>I think you need to be in that mix to  understand the implications it has for both your newsgathering and your  revenue streams.</strong>&#8221;</p>
<h4><a title="Das Datenschutzproblem" rel="bookmark" href="http://www.internet-law.de/2011/04/das-datenschutzproblem.html">Das Datenschutzproblem</a></h4>
<p><strong>Thomas Stadler</strong>, IT-Fachanwalt, hält das geltende Datenschutzrecht für ein Relikt aus der Zeit der Großrechner, ungeeignet um Aspekte des Cloud Computing oder der Social Media Nuthzung angemessen zu berücksichtigen: &#8220;<strong>Würde man das geltende Datenschutzrecht tatsächlich <a href="http://www.internet-law.de/2011/02/aberwitziger-datenschutz-made-in-germany.html" target="_blank">eng und konsequent anwenden</a>, dann müsste Deutschland offline gehen.</strong>&#8221;</p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/caribb/148526165/">caribb</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.en">cc-Lizenz</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: DLD &#8211; eine Konferenz in Tweets</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 20:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: fiene &#38; mein #dld11 tweetbuch Für digital interessierte Journalisten wie mich, die bei der diesjährigen Burda-Konferenz DLD aus Zeitgründen nicht dabei sein konnten, war Daniel Fienes unermüdlicher Einsatz an der multimedialen Berichterstattungsfront ein würdiger Ersatz. Fast so gut wie live dabei zu sein! Als Nachtrag hat Fiene jetzt ein &#8220;Tweetbuch&#8221; zusammengestellt (Überschriftenlink). Die gesamte [...]]]></description>
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		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/NYT-contentfarm.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4530" title="NYT-contentfarm" src="http://medialdigital.de/wp-content/NYT-contentfarm.png" alt="" width="454" height="363" /></a></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2011/01/29/fiene-mein-dld11-tweetbuch/">fiene &amp; mein #dld11 tweetbuch</a></h4>
<p>Für digital interessierte Journalisten wie mich, die bei der diesjährigen Burda-Konferenz <strong>DLD</strong> aus Zeitgründen nicht dabei sein konnten, war <strong>Daniel Fienes unermüdlicher Einsatz an der multimedialen Berichterstattungsfront </strong>ein würdiger Ersatz. Fast so gut wie live dabei zu sein! Als Nachtrag hat Fiene jetzt ein &#8220;Tweetbuch&#8221; zusammengestellt (Überschriftenlink). Die gesamte DLD-Berichterstattung auf seinem Blog findet man <a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/category/dld-conference/"><strong>hier</strong></a>. <strong>Ergänzung vom Montag</strong>: Auf der Seite von Fiene &amp; Pählers Podcast <em>Was mit Medien</em> gibt es jetzt die <a href="http://www.wasmitmedien.de/2011/01/30/eric-schmidt-auf-der-dld-2011/"><strong>Transkription der Rede von Noch-Google-Chef Eric Schmidt.</strong></a></p>
<h4><strong>weitere Tipps:</strong></h4>
<h4><a title="Permanent Link: Medienwandel: Die Thesen von Christian Jakubetz und mein unperfektes Video" rel="bookmark" href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=1966">Medienwandel: Die Thesen von Christian Jakubetz und mein unperfektes Video</a></h4>
<p>Marcus Schwarze, neuer Digitalchef der <em>Rhein-Zeitung</em> schreibt in seinem neuen RZ-Blog <em>Das Netz nutzen</em> über <strong>journalistische Transparenz</strong>. Wie diese aussehen kann, dafür bietet sein Beitrag ein mustergültiges Beispiel.</p>
<h4><a title="Content, context and code: verifying information online" rel="bookmark" href="http://onlinejournalismblog.com/2011/01/26/verifying-information-online-content-context-code/">Content, context and code: verifying information online</a></h4>
<p>Niemand fragt sich heute noch (anders als vor hundert Jahren), ob man als Journalist den Stimmen, die aus dem Telefonhörer kommen, glauben kann. Doch ist Twitter, Facebook und Co. als Quelle zu trauen? Diese in letzter Zeit von Journalisten häufig gestellte Frage ist genauso irrational, denn es kommt stets auf die Person am anderen Ende an. Der britische Journalismus-Dozent Paul Bradshaw hat auf seinem <em>Online Journalism Blog</em> <strong>hilfreiche Tipps für die Recherche und Faktenüberprüfung im Netz und via Social Media</strong> zusammengestellt.</p>
<h4><a href="http://searchengineland.com/the-new-york-times-demand-media-edition-62643">The New York Times, Demand Media Edition</a></h4>
<p>Die Contentfarm Demand Media ist seit wenigen Tagen eine Aktiengesellschaft und schon jetzt mehr wert als der Konzern der<em> New York Times</em>. <em>Search Engine Land</em> hat sich deshalb überlegt, <strong>wie die <em>NYT</em> aussähe, wenn sie nach den Prinzipien der Contentfarm gestaltet wäre</strong>. Wobei der Beitrag kein reines Contentfarm-Bashing ist. Das Prinzip der Ausrichtung an Leserinteressen ist ja auch nicht per se schlecht.</p>
<h4><a href="http://web75.milhouse.kundenserver42.de/2011/01/30/forum-lokaljournalismus-2011-ratlosigkeit-auf-dem-hoehepunkt/">Forum Lokaljournalismus 2011: Ratlosigkeit auf dem Höhepunkt</a></h4>
<p>Michael Bechtel resümmiert bei <em>medienarbeit-zweinull.de </em>die Stimmung auf dem <a href="http://www.forum-lokaljournalismus2011.de/"><strong>Forum Lokaljournalismus 2011 in Waiblingen</strong></a> als zerissen zwischen der Hoffnung auf Erhalt des Kerngeschäfts Print und digitalen Experimenten. &#8220;<strong>Die Grenzen des Mediums hinter sich lassen, diese Konsequenz mögen wohl  die meisten nicht ziehen. </strong>Die kurzzeitige Begeisterung der  Zeitungsmacher über die Apps, so schreib es Lorenz Lorenz-Mayer von der  Fachhochschule Darmstadt den Zeitungsmachern ins Stammbuch, sei nichts  als die Freude darüber gewesen, damit innerhalb der Grenzen des  vertrauten Produkts verbleiben zu können – mit einem konfektionierten  Strauß an Inhalten, mit festen Redaktionsschlusszeiten und allem, was  dazu gehört&#8221;, so Bechtel. <a href="http://www.forum-lokaljournalismus2011.de/galerien.php"><strong>Fotos und Videos</strong></a> zum Folo 2011 gibt es auf der Website zur Veranstaltung,  <a href="http://www.drehscheibe.org/weblog/?cat=10"><strong>Zusammenfassungen</strong></a> bei der <em>drehscheibe</em>.</p>
<h4><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/lab/?p=1955">Datenjournalismus in der Praxis</a></h4>
<p>Marcus Bösch und Steffen Leidel, Multimediatrainer und <em>lab</em>-Blogger, befragen <a href="http://vis4.net/blog/" target="_blank"><strong>Gregor Aisch</strong></a> zur <strong>Zukunft des Datenjournalismus</strong>. Aisch<a href="http://vis4.net/blog/" target="_blank"> </a>visualisiert für das  <strong><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/ehrenamt/" target="_blank">Ehrenamt-Projekt</a></strong> mit den Volontären der Deutschen Welle komplexe Datensätze (z.B. <strong><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/ehrenamt/2011/01/19/woher-kommt-die-motivation/" target="_blank">hier</a></strong> und <strong><a href="http://training.dw-world.de/ausbildung/blogs/ehrenamt/datenvisualisierung/" target="_blank">hier</a></strong>). befragt. Hinter dem Überschriftenlink gibt es ein <strong>Interview und zwei Erklärvideos zur Datenvisualisierung</strong>.</p>
<h4><a href="http://www.pbs.org/idealab/2011/01/3-excellent-videos-explain-the-game-layer-conversation020.html">3 Excellent Videos Explain the &#8216;Game Layer&#8217; Conversation</a></h4>
<p><em>Mediashift</em> hat drei interessante Videos zusammengestellt, die das Prinzip &#8220;<strong>Gamification</strong>&#8221; erläutern. &#8220;Gamifizierung&#8221; ist der Versuch, schwierige oder abstrakte Themen oder Zusammenhänge auf spielerische und involvierende Art zu behandeln. Im US-Journalismus wird z.B. experimentiert, ob sich junge Leute für politische Themen stärker interessieren, wenn sie wie Mechanismem in Computerspielen aufbereitet werden.</p>
<h4><a href="http://www.poynter.org/how-tos/newsgathering-storytelling/116025/the-best-of-storify/">Storify’s best uses turn news into conversations</a></h4>
<p>Poynter hat Best Practice Beispiele zusammengestellt, wie Medien das neue Tool <strong>Storify</strong> einsetzen, um Berichte aus mehreren Quellen zu kuratieren.</p>
<h4><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/01/rp-plus-ipad-app/">RP Plus – Scheitern an NRW</a></h4>
<p>Der Düsseldorfer Medienberater Thomas Knüwer rezensiert auf seinem Blog <em>Indiskretion Ehrensache </em>die <strong>neue Sonntags-iPad-App der <em>Rheinischen Post</em> </strong>- RP Plus &#8211; aus lokaler Sicht und findet sie trotz einer &#8220;guten Grundidee&#8221; (Fokussierung auf das Lokale) in der Umsetzung nicht gelungen: &#8220;Die Enttäuschung aber ist der Inhalt. Denn <strong>es ist eine NRW-App. Und so  interessieren viele Themen vielleicht einen gewissen Leserkreis, lassen  die meisten aber wohl eher kalt. </strong>Warum sollte die Leser in Erkenschwick  die 2382. Reportage eines ehemaligen “Gorch Fock”-Besatzungsmitglieds  interessieren – nur weil dieser aus Monheim kommt?&#8221; Auch über die &#8220;Kernkompetenz Klickstrecken&#8221; und URLs, die sich nicht anklicken lassen, ärgert sich Knüwer. Christian Jakubetz zieht in der <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2011/01/29/eine-kleine-app-kritik-7-die-sonntags-rp/"><strong>aktuellen Folge seiner Serie über Verlags-Apps</strong></a> ein postives Fazit: &#8220;<strong>Chapeaux, das  ist wirklich gut gemacht. Eine sehr intuitive Benutzerführung, ein  ansprechendes Layout – und vor allem: sehr solides multimediales  Erzählen, da wo es angebracht und sinnvoll ist.</strong>&#8221; Jakubetz lebt allerdings nicht im Einzugsgebiet der RP, betrachtet die App also sicherlich aus weniger lokalem Blickwinkel als Knüwer.</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.flowtown.com/blog/flush-the-gurus-why-you-shouldnt-follow-everyone-who-follows-you-on-twitter">Flush the ‘Gurus’: Why You Shouldn’t Follow Everyone Who Follows You on Twitter</a></h4>
<div>10.000 Follower bei Twitter, aber niemand retweetet ihre Tweets, keiner antwortet auf Ihre Fragen und Ihr <a href="http://klout.com/kscore"><strong>Klout Score</strong></a> dümpelt bei unter 20 herum? <em>Flowtown</em> sagt Ihnen, woran das liegen kann: <strong>Folgen Sie nicht wahllos jedem zurück, der Ihnen folgt.</strong> Erstens geben Sie damit Spammern zuviel Freiraum, zweitens leidet der Informationsgehalt Ihres Streams, drittens leidet Ihre Reputation und viertens findet früher oder später auch Google Ihr Profil irrelevant und listet Ihre Tweets in seinen Suchergebnissen weit hinten.<br />
<a href="http://www.flowtown.com/blog/flush-the-gurus-why-you-shouldnt-follow-everyone-who-follows-you-on-twitter#ixzz1CXRD3JWq"></a></div>
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		<title>Infografik: Die Geschichte der sozialen Netzwerke</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 15:09:58 +0000</pubDate>
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			</a>
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<p>Online Schools hat eine gute grafische Übersicht zur Geschichte von Facebook und seinen diversen Vorläufern kreiert:</p>
<p><a rel="nofollow" href="http://www.onlineschools.org/blog/history-of-social-networking"><img src="http://www.onlineschools.org/blog/history-of-social-networking/social-networking.jpg" border="0" alt="The History of Social Networking" width="500" /></a><br />
<em>Via: <a href="http://www.onlineschools.org">Online Schools</a>, <a href="http://mashable.com/2011/01/24/the-history-of-social-media-infographic/">Mashable</a></em></p>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Nahsehen als unterschätztes Nichtmedium</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 16:15:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende der Geheimnisse? Peter Glaser hat dem &#8220;Neue Gegenwart&#8221; Online-Magazin für Medienjournalismus ein Interview zum Thema Mobile Social Networks gegeben. Glaser sagt nicht nur kluge Sachen, sondern formuliert sie auch wunderbar lakonisch: &#8220;Es hängt von einem selbst ab, wie groß oder wie intensiv bespielt diese Bühne ist. Plötzlich eine kleine Internet-Sendestation sein zu können und [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<h4><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Newspaper-extinction-timeline.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-4063" title="Newspaper extinction timeline" src="http://medialdigital.de/wp-content/Newspaper-extinction-timeline.png" alt="" width="398" height="274" /></a></h4>
<h4><a href="http://www.neuegegenwart.de/ausgabe59/glaser.htm">Ende der Geheimnisse?</a></h4>
<p><strong>Peter Glaser</strong> hat dem &#8220;Neue Gegenwart&#8221; Online-Magazin für Medienjournalismus ein Interview zum Thema Mobile Social Networks gegeben. Glaser sagt nicht nur kluge Sachen, sondern formuliert sie auch wunderbar lakonisch: <span style="color: #000000;">&#8220;</span><span style="color: #000000;">Es hängt von einem selbst ab, wie groß oder wie intensiv bespielt diese      Bühne ist. <strong>Plötzlich eine kleine Internet-Sendestation sein zu können und      nicht nur, wie am Fernseher laut/leise und hell/dunkel einstellen zu können      und sich berieseln zu lassen, macht schon ziemlich Spaß, ist aber auch viel      Arbeit. </strong>Und das Kommunikationsuniversum bietet auch jede Menge eskapistische      Möglichkeiten. Man sollte natürlich den Nahbereich, in dem man als      gerätelose, pure Person existiert, nicht aus dem Blick verlieren. <strong>Nahsehen      ist das unterschätzteste Nichtmedium des 21. Jahrhunderts</strong> – um es mal      paradox auszudrücken.&#8221; </span></p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://immateriblog.de/in-eigener-sache/kolleginnen-macht-die-augen-auf-zum-verdi-positionspapier-zum-urheberrecht/">KollegInnen, macht die Augen auf! Zum Verdi-Positionspapier zum Urheberrecht</a></h4>
<p>Matthias Spielkamp zerpflückt in seinem <em>Immateriblog</em> das Positionspapier  <strong><strong>“In</strong></strong><strong>ternet  und Digitalisierung – Herausforderungen für die Zukunft des  Urheberrechts” </strong>des Verdi-Bundesvorstands: &#8220;Das Papier strotzt vor Unkenntnis und  analytischen Kurzschlüssen  (vom schlechtem Stil zu schweigen). <strong>Die Herausforderungen der Zukunft an das Urheberrecht wird Verdi mit den darin vertretenen Positionen jedenfalls nicht  bestehen.</strong>&#8221; Den Grund für die Positionen von Verdi sieht Spielkamp in einer trügerischen Logik: &#8220;Es soll den Verlagen besser gehen (wann hat man mal  gehört, dass das das Ziel ist, für das ver.di kämpfen sollte?), denn  damit gehe es dem Journalismus und den Journalisten besser. Dieses In-Eins-Setzen der Ziele von Verlagen und Mitarbeitern (Angestellten und freien) ist ebenso falsch wie gefährlich.&#8221; <strong>Nachtrag:</strong> Auch <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/ver-di-positionspapier-zum-urheberrecht/"><strong>Ilja Braun verreißt bei <em>Digitale Linke</em> das Positionspapier der Gewerkschaft</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://www.eggers-elektronik.de/2010/10/datenjournalismus-101/">Datenjournalismus für (uns) Einsteiger</a></h4>
<p>Jan Eggers; Online-Redakteur beim Hessischen Rundfunk, gibt den Leser von <em>Eggers Elektronik</em> detaillierte und ungeschminkte Einblicke in den <strong>Annäherungsprozess des HR an das Thema Datenjournalismus -</strong> inklusive einigen &#8220;Lehren unter dem Strich&#8221;.</p>
<h4><a title="Permanent link to Twitter by the Petabyte: Using Big Data to Define Market Sentiment" href="http://www.readwriteweb.com/cloud/2010/10/-takes-away-the-complexity.php">Twitter by the Petabyte: Using Big Data to Define Market Sentiment</a></h4>
<p>Bei <em>ReadWriteCloud </em>erklärt IBM Evangelist David Barnes im eingebetteten Video (und &#8211; exzerpten), wie man mit dem IBM Tool BigSheets Daten in Größenordnungen von Terabytes und Petabytes <strong>aus Twitter extrahiert um Markttrends frühzeitig zu erkennen</strong> (Überschriftenlink). Ebenfalls interessant: <a href="http://www.technologyreview.com/computing/26452/"><strong><em>Technology Review</em> berichtet</strong></a> über das Startup <strong>Recorded Future</strong>, das mit einer speziell entwickelten Suchmaschine extrahierte Daten aus der Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft betreffend auf einer Zeitleiste darstellt.</p>
<h4><a href="http://www.scarlatti.de/?p=781">Mit angezogener Handbremse</a></h4>
<p>Lorenz Lorenz-Meyer erzählt im Interview mit Thomas Mrazek über den Stand der Dinge im <strong>deutschen Online-Journalismus</strong>, dass er das Niveau im Vergleich mit den USA für mittelmäßig hält: &#8220;Natürlich beherrschen Online-Redaktionen wie die der <em>Welt</em> oder der <em>Zeit</em> mittlerweile recht gut ihr Handwerk, aber <strong>die meisten Produkte sind  weiterhin viel zu sehr am Paradigma des schnellen  Nachrichtenjournalismus orientiert und fallen damit der Redundanz und  Beliebigkeit anheim.</strong> Und sie bewegen sich einfach zu wenig.&#8221; Carta hält er wegen des interdisziplinären Ansatzes für &#8220;die spannendeste Neugründung der letzten Zeit in der deutschen Bloglandschaft&#8221;.</p>
<h4><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/man-kann-nie-sagen--wir-haben-es-geschafft_100031101.html">&#8220;Man kann nie sagen, wir haben es geschafft&#8221;</a></h4>
<p>Guardian Chefredakteur <strong>Alan Rusbridger</strong> im Interview mit <em>meedia</em>: &#8220;Wir haben gelernt, dass nicht jeder Journalist jede Story schreiben  muss. Wenn ein Flugzeug in Amsterdam abstürzt, dann war das eine  Geschichte, zu der wir früher einmal einen Guardian-Journalisten  hingeschickt hätten. Jetzt würden wir sagen: Lass das lieber jemand  anderes machen! [...] Es geht wirklich darum, herauszufinden, was wir als  Guardian am besten können und dann zum Rest zu verlinken. Früher hätten  wir Storys geschrieben mit denen wir uns heute nicht mehr beschäftigen  würden, weil jemand anderes sie sowieso schreibt. <strong>Ein Link zu setzen und  hinzuzufügen, dass man dem Geschriebenen zustimmt, dauert eine Minute.  Indem man offen und kollaborativ ist, spart man eine Menge Zeit.</strong>&#8221;</p>
<h4><a href="http://recherche-info.de/2010/10/27/recherchieren-ohne-zeit-und-geld/">Recherchieren ohne Zeit und Geld?</a></h4>
<p>Marcus Lindemann war auf Einladung der Adenauer-Stiftung in Belgrad, um als Keynote-Speaker  und Teilnehmer eines Panels über Recherche-Journalismus zu sprechen. Er entwickelt <strong>fünf Thesen für mehr Relevanz und weniger Redundanz im Journalismus</strong> (u.a. Wir brauchen fachkundige Übersetzer für die besten fremdsprachlichen Beiträge. Und: <strong>Recherche bleibt eine Marktlücke</strong>.). Lindemanns Gedanken gehen in eine ganz ähnliche Richtung wie meine Keynote zum Deutschen Fachjournalisten-Kongress (<a href="http://medialdigital.de/2010/10/30/kuratieren-statt-klickstrecken-bauen-meine-keynote-beim-deutschen-fachjournalisten-kongress-1/"><strong>&#8220;Kuratieren statt Klickstrecken bauen&#8221;</strong></a>).</p>
<h4><a href="http://www.thomashutter.com/index.php/2010/10/facebook-infografik-und-demographische-daten-deutschland-osterreich-und-schweiz-per-oktober-2010/">Facebook: Infografik und demographische Daten &#8211; Deutschland, Österreich und Schweiz per Oktober 2010</a></h4>
<p>Social Media Berater Thomas Hutter wartet mit neuen Zahlen zu <strong>Facebook in den D-A-CH-Märkten</strong> auf. In Deutschland (aktuell rund 12,7 Millionen Facebook-Mitglieder) wächst Facebook schneller als in Österreich oder in der Schweiz, aber die Durchdringung ist immer noch am geringsten (15 Prozent der Gesamtbevölkerung).</p>
<h4><a href="http://rossdawsonblog.com/weblog/archives/2010/10/launch_of_newsp.html">Launch of Newspaper Extinction Timeline for every country in the world</a></h4>
<p>Trendforscher Ross Dawson sagt voraus, dass <strong>Zeitungen in Deutschland in 20 Jahren ausgestorben sein werden</strong>. In den USA soll es schon in sieben Jahren soweit sein und in Australien in zwölf Jahren. Diese Prognosen und wie die Voraussagen für weitere Zeitungsmärkte lauten, kann man sich auf seiner &#8220;Zeitleiste des Zeitungssterbens für jedes Land der Welt&#8221; ansehen.</p>
<p><em>Illustration: <a href="http://rossdawsonblog.com/weblog/archives/2010/10/launch_of_newsp.html">Trends in the Living Networks</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/us/">CC-Lizenz</a></em></p>
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		<title>Twitters Weg zu 90 Millionen Tweets pro Tag</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 06:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rund 90 Millionen Tweets werden mittlerweile pro Tag abgesetzt &#8211; oder rund 33 Milliarden pro Jahr. Diese Grafik des Silicon Alley Insider zeigt die Meilensteine auf dem Weg dorthin:]]></description>
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<p>Rund 90 Millionen Tweets werden mittlerweile pro Tag abgesetzt &#8211; oder rund 33 Milliarden pro Jahr. Diese Grafik des Silicon Alley Insider zeigt die Meilensteine auf dem Weg dorthin:</p>
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		<title>Web 2.0 trifft Unternehmenskultur 1.0</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 20:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern habe ich in Erfurt ein Social Media Seminar beim Jahresworkshop der Journalistenvereinigung der Handwerkspresse gegeben. Dort sind überwiegend die Redakteure der Pressestellen der Handwerkskammer organisiert, aber auch Journalisten, die für kammerunabhängige Fachzeitschriften der Handwerksbranchen arbeiten. Die Folien aus diesem Seminar habe ich bei Slideshare eingestellt und hier eingebettet. Im Laufe des Seminars wurde deutlich, [...]]]></description>
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<p>Gestern habe ich in Erfurt ein Social Media Seminar beim Jahresworkshop der Journalistenvereinigung der Handwerkspresse gegeben. Dort sind überwiegend die Redakteure der Pressestellen der Handwerkskammer organisiert, aber auch Journalisten, die für kammerunabhängige Fachzeitschriften der Handwerksbranchen arbeiten. Die Folien aus diesem Seminar habe ich bei Slideshare eingestellt und hier eingebettet.</p>
<p>Im Laufe des Seminars wurde deutlich, dass nicht überall der Übergang vom Web 1.0 zum Web 2.0 so selbstverständlich, logisch und unausweichlich ist, wie wir Social Media Apologeten uns das manchmal vorstellen. Ich denke, ich konnte einiges zu Werkzeugen, Technik, Statistiken und lobenswerten Beispielen vermitteln, zur Linkökonomie, zur Offenlegung von Quellen, zur Bedeutung der Entscheidungsautonomie für Mitarbeiter, die sich in Betrieben und Behörden mit Social Media befassen und zur Notwendigkeit einer Social Media Strategie.</p>
<p>Umgekehrt bekam ich einen Einblick in die traditionellen Strukturen von Verbänden, die es den Mitarbeitern ungleich schwerer machen als Freiberuflern, Startups oder allgemein webaffinen Unternehmen, zu twittern und zu bloggen, junge Leute per Facebook und YouTube anzusprechen, auf fremde Webseiten zu verlinken und Inhalte, wenn möglich und sinnvoll, vorab ins Netz zu stellen anstatt den Erscheinungstermin der Verbandszeitschrift in vier Wochen abzuwarten. Mit diesen Geboten der Netzkultur haben ja selbst klassische Medienhäuser Probleme. Respekt vor Arbeitnehmern, die mit Geduld und guten Argumenten versuchen, ihre Vorgesetzten von einer Öffnung in Richtung Social Media zu überzeugen. Und die einfach schon mal inoffiziell Erfahrungen sammeln, falls dabei dicke Bretter zu bohren sind.</p>
<div id="__ss_5145552" style="width: 425px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="Social Media Seminar Handwerkspresse Erfurt" href="http://www.slideshare.net/mauisurfer/social-media-seminar-handwerkspresse-erfurt">Social Media Seminar Handwerkspresse Erfurt</a></strong><object id="__sse5145552" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=seminarhandwerkspresseerfurt-100907073450-phpapp02&amp;stripped_title=social-media-seminar-handwerkspresse-erfurt" /><param name="name" value="__sse5145552" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse5145552" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=seminarhandwerkspresseerfurt-100907073450-phpapp02&amp;stripped_title=social-media-seminar-handwerkspresse-erfurt" name="__sse5145552" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="padding: 5px 0 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/mauisurfer">Ulrike Langer</a>.</div>
<div style="padding: 5px 0 12px;"><strong>Nachtrag vom 9.9.:</strong> Marketing- und Unternehmensberater Hans Bayartz macht in den Kommentaren auf seine Beiträge <a href="http://hansbay.wordpress.com/2010/07/13/kammern-schon-web2-0-fahig/"><strong>Kammern schon  im Web 2.0 angekommen?</strong></a> (betrifft die IHKs) und <a href="http://hansbay.wordpress.com/2009/08/24/handwerk-2-0-eine-nicht-akzeptierte-vision/"><strong>Handwerk 2.0 – eine nicht akzeptierte Vision? </strong></a>aufmerksam, welche diese Folien ideal ergänzen.</div>
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Qualitätsjournalismus ist ein weißer Schimmel</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 11:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: Unser täglich Brot Matthias Dell befragt für den Freitag den Journalistikprofessor Volker Lilienthal über Abwehrkämpfe von Zeitungsverlagen gegen Blogger, Schwierigkeiten bei der Studentenmotivation und „Qualitätsjournalismus“. Aus Sicht der Leser sei dieser in der letzter Zeit überstrapazierte Begriff ein &#8220;Pleonasmus, ein ,weißer Schimmel&#8217;“, sagt Lilienthal. &#8220;Erwarten wir nicht alle legitimerweise von jeglichem Artikel Qualität? Das [...]]]></description>
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			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fmedialdigital.de%2F2010%2F09%2F06%2Flinktipps-zum-wochenstart-qualitatsjournalismus-ist-ein-weiser-schimmel%2F"><br />
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			</a>
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<p><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Twitter-Pingdom.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-3552" title="Twitter-Pingdom" src="http://medialdigital.de/wp-content/Twitter-Pingdom-300x206.png" alt="" width="300" height="206" /></a></p>
<h4><strong>Top-Tipp:</strong></h4>
<h4><a href="http://www.freitag.de/kultur/1035-unser-t-glich-brot"><strong>Unser täglich Brot</strong></a></h4>
<p>Matthias Dell befragt für den <em>Freitag</em> den Journalistikprofessor <strong>Volker Lilienthal</strong> über Abwehrkämpfe von  Zeitungsverlagen gegen Blogger, Schwierigkeiten bei der  Studentenmotivation und <strong>„Qualitätsjournalismus“</strong>. Aus Sicht der Leser sei dieser in der letzter Zeit überstrapazierte Begriff ein  &#8220;Pleonasmus, ein ,weißer Schimmel&#8217;“, sagt Lilienthal. <strong>&#8220;Erwarten wir nicht alle  legitimerweise von jeglichem Artikel  Qualität? </strong>Das normale Publikum  versteht das eigentlich nicht.&#8221;</p>
<h4><strong>weitere Tipps:<br />
</strong></h4>
<h4><a title="Permanent Link: Journalists must build a personal brand: 10 tips" rel="bookmark" href="http://mindymcadams.com/tojou/2009/journalists-must-build-a-personal-brand-10-tips/">Journalists must build a personal brand: 10 tips</a></h4>
<p>Mindy  McAdams, Journalismusprofessorin in Florida, gibt <strong>10 gute Tipps zur  Markenbildung für freie Journalisten</strong>. Und ja, auch in den USA gibt es  eine Diskussion darüber, ob Journalisten &#8220;brands&#8221; sein sollten  (Entmenschlichung! Kommerz! Marketingjargon!) Mindy McAdams ist übrigens die Journalismus-Dozentin, deren 15-teiliges <strong>Multimedia-Tutorial</strong> ich übersetzt und <a href="http://medialdigital.de/2010/01/20/serie-multimedia-tutorial-rgmp-jetzt-als-kostenloses-ebook/"><strong>anschließend als pdf veröffentlicht</strong></a> habe.</p>
<h4><a href="http://www.markusalbers.com/blog/horbuch-selbst-gemacht-wie-man-sein-buch-vertont-ohne-grosen-verlag/">Hörbuch selbst gemacht (ohne Verlag): Wie ich Meconomy vertont habe</a></h4>
<p><strong>&#8220;Meconomy&#8221;</strong>, den Leitfaden mit Beispielen für das selbstbestimmte Leben und Arbeiten, gibt es <strong>ab sofort auch als Hörbuch</strong>. In diesem Blogpost <strong>erklärt Autor Markus Albers, wie er es gemacht hat</strong>,  nämlich wie schon bei der E-Book-Version &#8211; im Eigenverlag. Mehr über  das Publizieren ohne Eigenverlag diskutieren Markus Albers und weitere  Autoren übrigens am 18. September in Hamburg beim <strong><a href="http://www.freischreiber.de/home/machs-dir-selbst-der-freischreiber-zukunftskongress">&#8220;Mach&#8217;s Dir selbst&#8221;-Kongress des Journalistenverbandes Freischreiber</a>.</strong></p>
<h4><a title="Permalink zu Scoopcamp 2010 –  Warum ich mich auf Aron Pilhofer und Oliver Reichenstein freue" rel="bookmark" href="http://www.dpa-newslab.com/2010/08/27/scoopcamp-keynote-speaker/">Scoopcamp 2010 –  Warum ich mich auf Aron Pilhofer und Oliver Reichenstein freue</a></h4>
<p>Gerd Kamp, Leiter des dpa newslab, gibt einen Ausblick auf das von dpa und der Initiative Hamburg at work veranstaltete <strong>Scoopcamp</strong>, das in diesem Jahr zum zweiten Mal ansteht und sich vor allem um das Thema <strong>Datenjournalismus</strong> dreht. <strong>Keynote-Speaker </strong>sind in diesem Jahr <strong>Aron Pilhofer</strong>, Editor Interactive Newsroom Technologies für nytimes.com, und <strong>Oliver Reichenstein</strong> von den Information Architects (Herausgeber der Webtrend Maps). <a href="http://medialdigital.de/2009/09/18/begeisterung-fur-daten-adrian-holovaty-beim-scoopcamp/"><strong>Im vergangenen Jahr sprach Everyblock-Gründer Adrian Holovaty</strong></a>. Bei der <em>Netzpresse Online</em> schreibt Dirk Schmidtke über <a href="http://www.mediencity.de/Daten-und-ihre-Geschichten-Der-Journalismus-aus.6248.0.2.html"><strong>Daten und ihre Geschichten: Der Journalismus aus der Datenbank steht noch am Anfang.</strong></a> Und Lorenz Matzat zeigt, <a href="http://www.datenjournalist.de/datenjournalismus-vor-dem-internet-wetterbericht-finanzdaten-und-co/"><strong>dass es Datenjournalismus auch schon gab, als er noch nicht so hieß</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://emediavitals.com/blog/1005/pros-and-cons-writing-content-farm">The pros and cons of writing for a content farm</a></h4>
<p>Wieder ein <strong>Bericht aus dem Inneren einer Contentfarm</strong>. Ellie Behling zieht bei <em>eMedia Vitals </em>das Resümée ihrer Entscheidung, sich mit Beiträgen für Examiner.com einen Namen im Journalismus zu erschreiben:</p>
<p>&#8220;Here&#8217;s the breakdown:</p>
<ul>
<li>I published a total of 25 posts for Examiner.com from June 11 to November 31, 2009.</li>
<li>My content received a total of 3,906 pageviews in 2009.</li>
<li>I earned a total of $35.73.</li>
</ul>
<p>[...] Each piece paid me, on average, about $1.50. <strong>So, for every post I  wrote, I could basically buy myself half of a beer at happy hour.&#8221;</strong></p>
<p>Ellie Behling schreibt inzwischen nicht mehr für examiner.com.</p>
<h4><strong><a href="http://royal.pingdom.com/2010/09/03/twitter-usage-up-33-over-the-summer">Twitter usage up 33% over the summer</a></strong></h4>
<p>Für alle die sich wundern, ob der große Hype um Twitter vorbei ist: <strong>Twitter hat jetzt weltweit 145 Mio Nutzer,</strong> die monatlich 2,64 Mrd. Tweets absetzen &#8211; das sind 88 Millionen Tweets am Tag (incl. der Nutzung über Clients wie Tweetdeck).</p>
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		<title>Immer und überall online &#8211; Chancen und Risiken des Echtzeitwebs (1)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 08:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dies ist die leicht überarbeitete schriftliche Fassung eines Vortrags, den ich am 5. Juni zum Abschluss der 3. Berliner Mediensucht-Konferenz gehalten habe. Der vollständige Titel meines Vortrags hieß: &#8220;Immer und überall online &#8211; ein verheißungsvolles Leben mit Facebook, Foursquare und Co?&#8221; Ich werde den Vortrag wegen seiner Länge in drei Teilen auf diesem Blog veröffentlichen. [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/7c5df4001d26437ba209de53283a52b9" alt="" width="1" height="1" /><br />
<em>Dies ist die leicht überarbeitete schriftliche Fassung eines Vortrags, den ich am 5. Juni zum Abschluss der <strong><a href="http://www.mediensucht-konferenz.de/">3. Berliner Mediensucht-Konferenz</a> </strong>gehalten habe. Der vollständige Titel meines Vortrags hieß: &#8220;Immer und überall online &#8211; ein verheißungsvolles Leben mit Facebook, Foursquare und Co?&#8221; Ich werde den Vortrag wegen seiner Länge in drei Teilen auf diesem Blog veröffentlichen. Hier geht&#8217;s los mit Teil 1: </em><strong>Warum das Internet kein Zukunfts- sondern ein Gegenwartsthema ist &#8211; und für manche Nutzer das Thema Nummer 1 überhaupt. </strong></p>
<p id="contextTitle_stream11445550@N00" style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.flickr.com/photos/jblndl/2456767724/"><img class="aligncenter size-full wp-image-2999" title="Laptops" src="http://medialdigital.de/wp-content/Laptops.png" alt="" width="596" height="456" /></a></strong><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/jblndl/2456767724/">Môsieur J. [version 3.0b]</a></em></p>
<p>Nächstes Jahr wird das World Wide Web volljährig. 1993 entstand das Netz, das wir heute kennen: grafisch und verlinkt. Durch einfaches Anklicken von Links kommen wir mühelos von einem Ort zum anderen &#8211; wir surfen im Netz. Ein ganze Generation ist herangewachsen im Bewusstsein, dass man Dinge, die man haben oder wissen oder mitteilen will, nur anzuklicken braucht. Der Durchbruch des World Wide Web im Massenmarkt mit Flatrates und schnellen Internetverbindungen ist auch schon acht bis zehn Jahre her. Doch noch immer wird das Internet häufig als Zukunftsmedium bezeichnet. Als ob es nicht heute schon unseren Alltag komplett durchdrungen hätte:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Online-Alltag.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3001" title="Online-Alltag" src="http://medialdigital.de/wp-content/Online-Alltag.png" alt="" width="573" height="428" /></a></p>
<p>Wir organisieren unser Leben über das Internet. Wir kaufen dort ein und zwar am liebsten Bücher, Spiele, Software, Musik und elektronische Geräte. Wir buchen Flüge, Bahnfahrten und Hotelzimmer im Netz &#8211; und bekommen ja auch bei Amazon, Opodo oder Expedia viel bessere Preise als im Fachhandel, im Reisebüro oder am Bahnschalter.</p>
<p style="text-align: left;"><em><a href="http://www.bitkom.org/de/presse/8477_63364.aspx"></a></em></p>
<p>Das Internet bringt für die meisten Nutzer ein klares Plus an Lebensqualität. In einer <a href="http://www.bitkom.org/de/presse/8477_63364.aspx"><strong>aktuellen Erhebung des Hightech-Verbands BITKOM</strong></a> sagen das neun von zehn deutschen Internet-Nutzern. Einen Gewinn an nützlichen Informationen sehen sogar 96 Prozent der Surfer. Unterschiede nach Altersgruppen gibt es dabei kaum. Wer einmal das Internet nutzt, kann sich ein Leben ohne Web nicht mehr vorstellen – 80 Prozent der Nutzer geht es so.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Mobiltelefone.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3003" title="Mobiltelefone" src="http://medialdigital.de/wp-content/Mobiltelefone.png" alt="" width="602" height="456" /></a></p>
<p>Ein ganz wesentlicher Meilenstein bei der Eroberung des Internets war vor genau drei Jahren: Das erste iPhone kam auf den Markt. Mit diesem Gerät, das längst zur Ikone geworden ist, verwandelte sich das Handy in einen Immer-und-überall-Zugang ins Internet. Es gab zwar auch schon vorher Handys mit Internetzugang. Aber die führten nicht ins richtige Internet, sondern in kleine, eingezäunte Bereiche, sogenannte WAP-Portale, wo es wenig Interessantes zu entdecken gab und bei denen der Gebührenzähler um so schneller raste. Doch inzwischen gibt es nicht nur das iPhone, auch andere preiswertere internetfähige Handys (Smartphones). Es gibt Flatrates, die das mobile Surfen erschwinglich machen und es gibt Mobilfunknetze, in denen manchmal schon annähernd mit DSL-Geschwindigkeit mobil gesurft werden kann.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Smartphones.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3004" title="Smartphones" src="http://medialdigital.de/wp-content/Smartphones.png" alt="" width="579" height="404" /></a><em>Grafik: <a href="http://www.bitkom.org/62432_62420.aspx">Bitkom</a></em></p>
<p style="text-align: left;">
<p>5,6 Millionen internetfähige Smartphones wurden laut Branchenverband Bitkom im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft &#8211; das sind 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Wenn man die Bestandsgeräte mitzählt, die schon im Markt sind, dann ist fast jedes dritte Handy voll internetfähig, zumindest eingeschränkten Zugang ins mobile Netz bietet ein weiteres Drittel. Nach einer <strong><a href="http://www.scribd.com/doc/31350540/Morgan-Stanley-Internet-Trends-Analysis">aktuellen Studie von Morgan Stanley</a> </strong>werden ab dem Jahr 2015 sogar mehr Menschen in Deutschland über mobile Endgeräte auf das Internet zugreifen als über stationäre Computer. Das Mobilfunkunternehmen Ericsson hat außerdem vor kurzem eine Prognose aufgestellt, dass es in zehn Jahren <a href="http://www.slideshare.net/EricssonFrance/vision-2020-50-billion-connected-devices-ericsson"><strong>weltweit rund 50 Milliarden mobile internetfähige Geräte geben wird</strong></a>.</p>
<p>Der Kölner Webunternehmer Ibrahim Evsan, genannt &#8220;Ibo&#8221;, Gründer der Videoplattform Sevenload, der kürzlich ein neues Unternehmen zur Entwicklung von sozialen Webspielen startete (<a href="http://blog.unitedprototype.com/"><strong>United Prototype</strong></a>), hat für die Entwicklung des Menschen zum &#8220;Onliner&#8221; den Begriff &#8220;digitale Evolution&#8221; erfunden und dazu eine passende Grafik gestaltet:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/Homo-Mobile.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3010" title="Homo Mobile" src="http://medialdigital.de/wp-content/Homo-Mobile.png" alt="" width="587" height="330" /></a></p>
<p>Ich nenne die vorerste letzten Evolutionsstufe &#8220;Homo Mobile&#8221;. Evsan benutzt auch Ausdrücke wie &#8220;Die Mensch Maschine Vereinigung&#8221;. Es gebe eigentlich kaum eine wache Minute, in denen er nicht von elektronischen Geräten umgeben sei, sagt der bekennende Onliner.</p>
<p>Der rasant wachsende Mobilfunkmarkt und die steigenden Übertragungsbandbreiten im mobilen sowie auch im stationären Netz sind allerdings nicht allein ausschlaggebend dafür, warum die Menschen das Netz immer häufiger, immer länger und an immer mehr Orten nutzen. Und sie auch nicht allein ausschlaggebend dafür, was die Menschen  im Netz tun.</p>
<h4>Die wirkliche Macht des Netzes ist sozial</h4>
<p>Zusätzlich kommt das soziale Netz ins Spiel. Und zwar vor allem jene Bereiche des Netzes, die man als Echtzeitnetz bezeichnet. Also Facebook, YouTube, Twitter und Co., wo Statusmeldungen sofort erscheinen und andere sofort darauf reagieren können. Diese Entwicklung hin zum sozialen Netz begann im Jahr 2001 mit der Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der jeder mitschreiben kann. 2006 wurde der Microblogging-Dienst Twitter erfunden. Inzwischen sieht die in Deutschland zugängliche Social Media Landschaft im Jahr 2010 so aus:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/smprism2_web_medium.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3012" title="smprism2_web_medium" src="http://medialdigital.de/wp-content/smprism2_web_medium.jpg" alt="" width="577" height="578" /></a></p>
<p>Die unvorstellbare hohe Verbreitung der Dienste zeigt auf beeindruckende Weise auch der Zähler <a href="http://www.personalizemedia.com/garys-social-media-count/"><strong>Gary&#8217;s Social Media Count</strong></a>. Und dies ist beispielsweise die Wachstumskurve für Twitter. Demnach sind im Mai 2010 erstmals zwei Milliarden Tweets gesendet worden &#8211; und die Kurve steigt weiter steil an:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/tweets.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3013" title="tweets" src="http://medialdigital.de/wp-content/tweets.png" alt="" width="577" height="395" /></a><em>Grafik: <a href="http://royal.pingdom.com/2010/05/07/how-much-we-will-be-tweeting-by-january-2011-chart/">Royal Pingdom</a></em></p>
<p>In dieser Grafik für Deutschland sehen wir, dass zwei frühe Formen der Echtzeitkommunikation im Netz &#8211; Chat und Instant Messaging  &#8211; seit 2008 ihr Wachstum stark verlangsamt haben:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/ACTA-2009.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3016" title="ACTA-2009" src="http://medialdigital.de/wp-content/ACTA-2009.png" alt="" width="594" height="451" /></a></p>
<p>Seit 2008 spielen soziale Netzwerke wie StudiVZ, Werkenntwen.de und neuerdings vor allem Facebook eine immer größere Rolle. Bei den sozialen Netzwerken ist die Kurve noch ganz kurz &#8211; sie wurden bei ACTA vor 2008 noch gar nicht gemessen &#8211; aber sie steigt steil an. Soziale Netzwerke haben die Funktionen Chat und Instant Messaging teilweise subsummiert.</p>
<p>Allerdings ist die Internetnutzung in den verschiedenen demografischen Gruppen sehr unterschiedlich verteilt. Laut der Studie „<a href="http://www.initiatived21.de/digitale-gesellschaft/die-digitale-gesellschaft-in-deutschland-sechs-nutzertypen-im-vergleich"><strong>Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich</strong></a>“ der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest,  gehören 35 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahre zur Gruppe der „Digitalen Außenseiter“, 30 Prozent zu den „Gelegenheitsnutzern“. Lediglich 26 Prozent nutzen digitale Medien regelmäßig. Und von den wiederum sind es längst nicht alle, für die das Internet ein definierender Teil ihres Leben ist. Die sogenannten Berufsnutzer &#8211; 9 Prozent der Bevölkerung &#8211; nutzt zwar regelmäßig Email und Textverarbeitung, Tabellenalkulation am Arbeitplatz. Zuhause jedoch bleibt der Rechner meistens aus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://medialdigital.de/wp-content/TNS-Infratest.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-3017" title="TNS Infratest" src="http://medialdigital.de/wp-content/TNS-Infratest.png" alt="" width="601" height="447" /></a></p>
<p><strong>Zu den Intensivnutzern gehören laut TNS Infratast Studie drei Gruppen:</strong></p>
<p><strong>Die Trendnutzer (11Prozent)</strong></p>
<p>Diese Gruppe hat sowohl den höchsten Männeranteil (78 Prozent) als auch den höchsten Schüleranteil (13 Prozent). Das Durchschnittsalter der Trendnutzer ist mit 35,9 Jahren recht jung. Trendnutzer besitzen die ganze Bandbreite digitaler Geräte und engagieren sich überdurchschnittlich viel im sozialen Netz. Sie organisieren darüber ihre sozialen Beziehungen, ihre Information und ihren Nachrichtenkonsum. Das Netz ist für sie auch eine Selbstdarstellungsplattform.</p>
<p><strong>Die Digitale Avantgarde (3 Prozent) </strong></p>
<p>Die jüngste Gruppe (Durchschnittsalter 30,5 Jahren) sind weit überwiegend Schüler, Studenten und junge Berufstätige. Die digitale Avantgarde ist immer und überall online. Diese Menschen leben im Internet. Es ist zentraler Bestandteil ihrer Realität und ihrer Identität. Sie haben stets die neusten Geräte, sofern diese ihr Budget nicht übersteigen. Sie kennen nicht nur die Autobahnen, sondern auch die Schleichwege im Netz &#8211; sie wissen wie man man beispielsweise Filme im Netz sehen kann, die eigentlich für das betreffende Land gesperrt sind. Von den digitalen Medien lässt diese Gruppe kaum ab: Durchschnittlich elf Stunden verbringen sie täglich vor dem Computer. Neben der Arbeit ist daher auch das Freizeitverhalten oft von den digitalen Medien bestimmt.</p>
<p><strong>Die digitalen Profis (12 Prozent)</strong></p>
<p>Der durchschnittliche digitale Profi ist 36,1 Jahre alt, meist männlich und berufstätig. Dieser Typus verfügt sowohl zuhause als auch im Büro über eine sehr gute digitale Infrastruktur. Er kann programmieren und beherrscht Tabellenkalkulation. Für den digitalen Profi ist das Netz vor allem nützlich zum Shoppen, Preise recherchieren oder  Nachrichten lesen. Er hält  emotionalen Abstand zum Netz. Es ist für ihn nicht mehr als ein Werkzeug, wenn auch ein sehr nützliches, aber keinesfalls eine virtuelle Heimat.</p>
<p>Die Intensivnutzer, die auch außerhalb der unmittelbaren Arbeitswelt privat viel im Web unterwegs sind und sich dabei vor allem im sozialen Netz und im Echtzeitnetz aufhalten (Trendnutzer und digitale Avantgarde), sind also demach nur ein schmaler Aussschnitt der Deutschen ab 14 Jahre.</p>
<h4>Was tun die Nutzer im Netz in welcher Intensität?</h4>
<p>Darüber lassen sich sich pauschal kaum Aussagen treffen aufgrund der Fülle von persönlichen Interessenlagen und der explodierenden Zahl von Angeboten. Denn das macht ja gerade einen großen Teil des Reizes aus: Jeder kann sich das Netz so zurechtkonfektionieren, sich das herauspicken, und seine persönliches Netz so gestalten, wie es seinen Interessen und Bedürfnissen entspricht.</p>
<p>Einige Haupttrends lassen sich aber dennoch benennen. Ich greife  jetzt mal nur den Ausschnitt der Jugendlichen und jungen Erwachsenen heraus, weil auf sie die soziale Komponente und die Echtzeitkomponente des Netzes einen deutlich höheren Reiz ausübt als auf ältere Nutzer.</p>
<p><strong>Das Hamburger Hans-Bredow-Institut und die Universität Salzburg untersuchten im Auftrag der Düsseldorfer Landesmedienanstalt vor einem Jahr in einer <a href="http://www.initiatived21.de/digitale-gesellschaft/die-digitale-gesellschaft-in-deutschland-sechs-nutzertypen-im-vergleich">Repräsentativbefragung (Studie als pdf)</a> von 650 Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 12 bis 24 Jahren, welche Rolle Web 2.0 Angebote ihrem Alltag spielen:</strong></p>
<p>Die ganz jungen Nutzer sind sehr stark damit beschäftigt, sich auf ihren persönlichen Profilseiten bei Netzwerken wie Schüler VZ, StudiVZ oder MySpace selbst darzustellen. Facebook spielt bei der Befragung noch kaum eine Rolle (das sähe allerdings anders aus, wenn die Befragung heute stattfände).  Sich zur Schau stellen mit seinen Fähigkeiten und elektronischen Besitztümern &#8211; das machen schwerpunktmäßig vor allem die Jungen und jungen Männer.  Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen &#8211; darauf legen vor allem die Mädchen und jungen Frauen den meisten Wert. Sehr wichtig ist für beide Geschlechter die Videoplattform YouTube. Und auch die Online-Enzyklopädie Wikpedia spielt eine große Rolle, was vor allem mit Schulaufgaben und Seminararbeiten für die Uni zu tun hat.</p>
<p>Bei beiden Geschlechtern spielt das Erstellen eigener kreativer Inhalte kaum eine Rolle. Mit Inhalten erstellen sind hier Aktivitäten gemeint, die über die Profilpflege und das persönliche Kommunizieren und das schnelle Kommentieren und Bewerten hinausgehen. Nur ein verschwindend geringer Teil der jungen Nutzer betreibt ein eigenes Blog oder schreibt eigene Einträge bei Wikipedia. Auch selbstproduzierte Videos laden nur die wenigsten hoch. Das ist ja auch erheblich aufwändiger. Wir finden die bekannte 90-9-1 Regel bestätigt: 90 Prozent konsumieren, neun Prozent kommentieren und ein Prozent produziert.</p>
<p>Mit dem Eintritt in Studium und Berufsleben ändert sich das Nutzungsverhalten mehr in Richtung Nachrichten- und Medienorientierung und in Richtung Pflege professioneller Kontakte. Eine Nachricht ist zunehmend nicht mehr nur das, was im unmittelbaren Freundeskreis los ist, sondern auch das, was in der Gesellschaft passiert. Die allgemeine Weltlage mischt sich zunehmend in den persönlichen Nachrichtenstrom.</p>
<p><strong>Auch Alter und Geschlecht sind aber noch recht ungenaue Klassifikationen. Die Studie unterscheidet sechs individuelle Handlungstypen:</strong></p>
<ol>
<li> &#8220;Kreativ-engagierte Social Web-Nutzung, selbstbewusster, neugierig-kompetente Umgang mit Social Web-Angeboten&#8221; &#8211; das sind die Nutzer die bloggen, neue Programmiertools als erste ausprobieren. Sie sind Trendsetter und werden von anderen Netzthemen um Rat gefragt. In diese Gruppe gehören auch die Enkel, die aus den Urlaubsfotos ein digitales Album erstellen oder Oma und Opa zu Goldenen Hochzeit mit einer individuellen Webzeitung überraschen.</li>
<li>Die Kritisch-Bewussten: „Der intensive, initiative und kritische, aber konventionelle Umgang mit dem Social Web mit hoher Relevanz für das Beziehungsmanagement. Das Internet allgemein wird intensiv zum Informationsmanagement genutzt.&#8221; Dieser Typus holt viel aus dem Netz heraus, steckt aber wenig hinein. Es sind Zeit/Nutzen-Optimierer: Sie nutzten beispielsweise intensiv Wikipedia, verfassen aber keine eigenen Beiträge.</li>
<li>„Der intensive und kommunikativ-initiative Umgang mit dem Social Web“ &#8211; Intensivnutzer des sozialen Netzes. Sie betreiben vor allem Kontaktpflege und Selbstdarstellung.</li>
<li>„Dabei sein ist alles &#8211; das Social Web wird vornehmlich zum Beziehungsmanagement eingesetzt, ansonsten erweist sich die Social Web-Nutzung als unauffällig und eher unspezifisch&#8221; &#8211; Mitläufer. Sie sind nur bei StudiVZ oder Facebook, weil ihre Freunde auch da sind.</li>
<li>„Der kritisch-selektive Umgang mit dem Social Web als Mittel zum Zweck – insbesondere zur Beziehungspflege und zur Information&#8221; Skeptische Wenignutzer, die Beziehungen im echten Leben virtuellen Kontakten vorziehen. Sie achten darauf, welche Daten sie von sich preisgeben und welche Spuren sie im Netz hinterlassen.</li>
<li>„Das Social Web zur Kompensation bei sozialen Problemen – die intensive und initiative Nutzung mit hoher Relevanz in einem problembelasteten Alltag.&#8221; Dies ist eine Gruppe, die im Umgang mit dem Netz gefährdet ist. Diese Nutzer können stundenlang chatten, sie verbringen viel Zeit mit der Pflege ihrer virtuellen Profile. Sie machen sich wenig Gedanken über die rechtlichen und persönlichen Folgen, wenn sie Bilder oder Video von Saufgelagen ihrer Freunde hochladen, oder auch von sich selbst. In diese Gruppe gehören auch Intensivgamer, die sich in virtuellen Spielwelten wie „World of Warcraft“ verlieren und darüber Schule, Lehrstelle, Uni und soziale Beziehungen vernachlässigen.</li>
</ol>
<p>Hier geht&#8217;s weiter mit <a href="http://medialdigital.de/2010/06/09/immer-und-uberall-online-%E2%80%93-chancen-und-risiken-des-echtzeitwebs-2/"><em><strong>Teil (2): Wie und ab wann manifestiert sich Mediensucht im sozialen Echtzeitnetz? Welche Strategien gibt es dagegen?</strong></em></a> und hier mit  <em><a href="http://medialdigital.de/2010/06/11/immer-und-uberall-online-%E2%80%93-chancen-und-risiken-des-echtzeitwebs-3/"><strong>Teil3: Ausblick in die Zukunft des sozialen Netzes</strong></a></em>.</p>
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var flattr_dsc = 'Dies ist die leicht überarbeitete schriftliche Fassung eines Vortrags, den ich am 5. Juni zum Abschluss der 3. Berliner Mediensucht-Konferenz gehalten habe. Der vollständige Titel meines Vortrags hieß: &#8220;Immer und überall online &#8211; ein verheißungsvolles Leben mit Facebook, Foursquare und Co?&#8221; Ich werde den Vortrag wegen seiner Länge in drei Teilen auf diesem Blog veröffentlichen. [...]';
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		<title>Linktipps zum Wochenstart: Leistungsschutzrecht bestätigt Kritiker</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 17:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Tipp: iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger Das Urheberrechtsportal iRights.info veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<h4><img class="aligncenter size-large wp-image-2815" title="evolution-of-privacy-on-facebook" src="http://medialdigital.de/wp-content/evolution-of-privacy-on-facebook-300x140.png" alt="evolution-of-privacy-on-facebook" width="300" height="140" /></h4>
<h4>Top-Tipp:</h4>
<h4><a href="http://irights.info/index.php?id=880">iRights.info veröffentlicht und kommentiert den Entwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger</a></h4>
<p>Das Urheberrechtsportal <em>iRights.info</em> veröffentlicht den Entwurf zum geplanten Leistungsschutzrecht (pdf-Dokument) und sieht die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker bestätigt: &#8220;Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie -beschaffung in einer Weise beeinträchtigen, die bislang nur in Ansätzen absehbar ist. <strong>Die Entwürfe machen mehr als deutlich, dass die vielfältigen Kollateralschäden mit gesetzlichen Formulierungen nicht vermieden werden können. Sie sind vielmehr eine Folge der Idee des Leistungsschutzrechts für Presseverleger selbst.</strong>&#8221; iRights ist befremdet, dass sich die Journalistengewerkschaften die Forderungen der Verleger offenbar größtenteils zu eigen machen und sieht schwere Beeinträchtigungen unter anderem für Blogger, freie Journalisten, Suchmaschinen und Aggregatoren.</p>
<p><strong>Lesenswerte Reaktionen auf diese Veröffentlichung: </strong></p>
<h4><strong><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/05/08/leistungsschutzrecht-marshallplan-fur-alte-traume/">Leistungsschutzrecht: Marshallplan für alte Träume</a></strong></h4>
<p><strong> </strong></p>
<p>(Philipp Otto bei <em>iRights.info</em>)</p>
<p><!-- end header --></p>
<h4><a title="Wie sich die Verlage das mit dem Leistungsschutzrecht vorstellen" rel="bookmark" href="http://www.internet-law.de/2010/05/wie-sich-die-verlage-das-mit-dem-leistungsschutzrecht-vorstellen.html">Wie sich die Verlage das mit dem Leistungsschutzrecht vorstellen</a></h4>
<p>(IT-Fachanwalt Thomas Stadler)</p>
<h4><a rel="bookmark" href="http://www.presseschauer.de/?p=1144">Sind Blogger Presseverleger?</a></h4>
<p>(<em>der presseschauer</em>)</p>
<h4><a href="http://breitband.dradio.de/nie-da-gewesene-rechtsverwirrung/">&#8220;Nie da gewesene Rechtsverwirrung&#8221; </a></h4>
<p>(Interview mit Matthias Spielkamp in der Sendung &#8220;Breitband&#8221; des Deutschlandradio Kultur)</p>
<h4>Weitere Tipps:</h4>
<h4><a href="http://www.buzzmachine.com/2010/05/08/confusing-a-public-with-the-public/">Confusing *a* public with *the* public</a></h4>
<p>Jeff Jarvis, Inbegriff der größtmöglichen Öffentlichkeit im Netz, macht sich dezidierte Gedanken über eine unsichtbare Grenze zwischen öffentlich und privat, die Facebook nun überschritten habe: &#8220;<strong>Facebook and Mark Zuckerberg seem to assume that once something is public, it’s public. They confused sharing with publishing.</strong> They conflate the <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Public_sphere">public sphere</a></strong> with the <strong><a href="http://makingpublics.mcgill.ca/">making of a public</a></strong>. That is, when I blog something, I am publishing it to the world for anyone and everyone to see: the more the better, is the assumption. But when I put something on Facebook my assumption had been that I was sharing it just with the public I created and control there. <em>That public is private.</em> Therein lies the confusion. Making that public public is what disturbs people. It robs them of their sense of control—and their actual control—of what they were sharing and with whom (no matter how many preferences we can set).&#8221; Der Blogpost sei eine <strong>erste Diskussionsgrundlage für sein geplantes neues Buch über digitale Öffentlichkeiten</strong>,<strong> <a href="http://twitter.com/jeffjarvis/status/13628770980">twitterte Jarvis</a></strong>. Dazu passend: <strong><a href="http://mattmckeon.com/facebook-privacy/">The Evolution of Privacy on Facebook</a> </strong>(Schaubild).<strong><br />
</strong></p>
<h4><a href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp201005bma.htm">Abschied vom Besten</a></h4>
<p>Katrin Passig analysiert in ihrer Internetkolumne beim <em>Online-Merkur</em> die <strong>Stärken und Schwächen kollaborativer Filter- und Empfehlungssysteme</strong>. Interessanter Teilaspekt: &#8220;Auch zu gute Empfehlungs- und Filterungssysteme können theoretisch Nachteile mit sich bringen. Google erklärte im Dezember vorauseilend, man habe nicht vor, konservativen Nutzern nur noch konservative Ergebnisse zu zeigen, sondern bemühe sich um eine lediglich individuell zugeschnittene Vielfalt von Quellen und Meinungen.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.theeuropean.de/norbert-bolz/2993-interaktivitaet-im-web">“Das Internet ist kein Massenmedium”</a></h4>
<p>Kommunikationsforscher <strong>Norbert Bolz</strong> erläutert im Interview mit Alexander Görlach vom <em>European</em> seine Vision von Netzwerken und Information im Internet. In der fehlenden Interaktivität der klassischen Medien sieht Bolz ihre Stärke, die Charakteristika Interaktivität und hohe Reichweite schließen sich für ihn gegenseitig aus: ”Immer dann, wenn Angebote im Internet tatsächlich ähnlich aufmerksamkeitsstark sind, haben wir es dort eigentlich mit der <strong>paradoxen Dynamik</strong> zu tun, <strong>dass ein interaktives Medienangebot in ein Massenmedium umschlägt</strong>. Ein Blog beispielsweise, der, sagen wir mal, 50.000 Klicks bekommt, ist kein Blog mehr, sondern ein Massenmedium. Interaktivität wird dann fiktiv.&#8221;</p>
<h4><a href="http://derstandard.at/1271375944153/derStandardat-Interview-Partizipation-hat-den-Journalismus-nicht-weitergebracht">&#8220;Partizipation hat den Journalismus nicht weitergebracht&#8221;</a></h4>
<p>Online-Journalismus-Professor <strong>Lorenz Lorenz-Meyer</strong> erläutert im Interview mit dem Standard, <strong>warum Vernetzung und Transparenz den guten alten Objektivitätsanspruch der Qualitätsmedien ablösen sollte</strong>: &#8220;Mir ist wichtig, dass die qualifizierten Akteure der politischen Öffentlichkeit, also nicht nur Politiker, sondern auch Aktivisten, Journalisten, Pädagogen und Wissenschaftler ihren schon bestehenden Gesprächsraum über das Internet verbessern können &#8211; bzw. schon längst verbessern hätten können.&#8221;</p>
<h4><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2010/05/06/twitter-ist-mehr-nachrichtenmedium-als-soziales-netzwerk.aspx">Twitter ist ein Nachrichtenmedium &#8211; kein soziales Netzwerk</a></h4>
<p><em>Netzökonom</em> Holger Schmidt erläutert die Kernthesen einer koreanischen Studie, nach der über die Hälfte der Tweets aus klassischen Nachrichten bestehen, weil diese besonders häufig weiterverbreitet werden. Da sich nur 22 Prozent der Nutzer wechselseitig folgen, sei Twitter außerdem kein soziales Netzwerk. Das ist meiner Meinung nach zu einseitig betrachtet, da es von den Nutzer abhängt, was sie aus Twitter machen. Manche nutzen Twitter als ein (mitunter geschlossenes) soziales Netzwerk, manche nur als Nachrichtenfilter und -verbreiter, die meisten aber wohl in einer Kombination von beidem. Diese Zeilen sollte sich außerdem jeder Autofollower und jeder &#8220;Wie Sie 2000 Follower in 2 Tagen bekommen&#8221;-Marktschreier ausgedruckt auf den Bildschirm kleben: &#8220;<strong>Der Einfluss eines Twitter-Nutzers hat nach dieser Untersuchung nur wenig mit der Zahl seiner Follower zu tun</strong>. Wird als Kriterium des Einflusses eines Twitterers die Zahl der Retweets seiner 140-Zeichen-Botschaften herangezogen, dann liegen nicht mehr Prominente wie Ashton Kutcher oder Britney Spears vorne, sondern eher Nachrichtenmedien wie CNN und die New York Times oder bekannte Blogs wie Mashable oder Techcrunch.&#8221; Zur Überprüfung dieser These empfehle ich <a href="http://klout.com/"><strong>Klout</strong></a>.</p>
<h4><a href="http://paidcontent.org/article/419-traditional-ways-of-judging-quality-in-published-content-are-now-useles/#comment-48302938">Traditional Ways Of Judging ‘Quality’ In Published Content Are Now Useless</a></h4>
<p>Webunternehmer Ben Elowitz hält im Zeitalter des sozialen Netzes eine <strong>Neudefinition des Begriffs &#8220;Qualitätsinhalt&#8221;</strong> für notwendig. Seine Kernthesen bei <em>Paid Content</em>:</p>
<ul>
<li>The audience doesn’t care where the content comes from as long as it meets their needs.</li>
<li>Too many editors care far more about being accurate than they do being useful; and they will find themselves out of business soon if they don’t start measuring themselves more by relevance than by accuracy.</li>
<li>Digital audiences are not relying on any one piece as the sole source.</li>
<li>Old media wants to win Pulitzer Prizes; new media wants to win audiences.</li>
</ul>
<p>Teilweise vehemente Kritik in den Kommentaren.</p>
<h4><a href="http://mashable.com/2010/05/03/content-curation-creation/">Why Content Curation Is Here to Stay</a></h4>
<p>Steve Rosenbaum, Chef der Videoplattform<em> </em><em><em><strong><a href="http://www.magnify.net/" target="_blank">Magnify.net</a></strong>,</em></em><em> </em>beleuchtet in einem Beitrag für <em>Mashable </em>die neue Rolle der Kuratoren von Inhalten. Rosenbaum unterscheidet zwischen rein algorithmischen Aggregatoren wie Google News und redaktionellen Kuratoren. Sein Fazit: &#8220;<strong>Curation is now part of the content equation. It doesn’t kill anything, rather it adds a powerful new tool that will make content destinations more relevant, more robust, and more likely to attract and retain visitors.</strong> Curation is here to stay, though creators should have the ability to create boundaries, both editorial and economic, around what they create and how it is repurposed.&#8221;</p>
<h4><a href="http://www.magda.de/zukunft_des_schreibens_3/">Endlich Ballast abwerfen!</a></h4>
<p>Wolfgang Michal benennt auf der Autorenplattform <em>Magda</em> zehn gute Gründe, <strong>warum das Schreiben im Netz viel einfacher ist</strong>: zum Bespiel &#8220;unverzügliches Veröffentlichen&#8221;, Verzicht auf &#8220;langatmige Beschreibungen&#8221; zugunsten von Links und die Möglichkeit Fehler unverzüglich zu korrigieren. Punkt 1 lautet: &#8220;Die Schere im Kopf fällt weg. Es gibt keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_%28Nachrichtenforschung%29"><strong>gatekeeper</strong></a> mehr, deren Stirnrunzeln ein freier Autor berücksichtigen muss.&#8221; Was dabei nicht explizit genannt wird, aber implizit gemeint ist: Schreiben in eigener redaktioneller Verantwortung, zum Beispiel ein eigenes Blog führen.</p>
<h4><a title="Permanent Link to We Stole Your Pictures, Now We’re Going To Sue You" rel="bookmark" href="http://www.jeremynicholl.com/blog/2010/05/03/afp-steal-photos-then-sue-photographer-2/">We Stole Your Pictures, Now We’re Going To Sue You</a></h4>
<p>Urheberrechtsposse: Die <strong>unglaubliche Geschichte</strong> <strong>des Fotografen Daniel Morel</strong>, dessen Erdbeben-Fotos aus Haiti unter anderem Namen von der Agentur AFP verbreitet wurden und der von AFP verklagt wurde, weil er Schadenersatz forderte.</p>
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		<title>Ach, Herr Grupp</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 20:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erschütternd ist nicht, dass Trigema-Chef Wolfgang Grupp Twitter-Nutzer als Idioten beschimpft, sondern dass er Augen und Ohren vor den Möglichkeiten des Internets verschließt. Ein Shitstorm zieht seit gestern durch Twitter, denn Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der das Internet nicht mag und seine Emails von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, hat  dem Business-Blog innovativ.in ein Interview mit einer [...]]]></description>
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		</div>
<p style="text-align: center;"><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/eadce7ced86146e68858a221b42f50b9" alt="" width="1" height="1" /><br />
<img class="size-large wp-image-2791 alignnone" title="3-wise-monkeys" src="http://medialdigital.de/wp-content/3-wise-monkeys-300x194.jpg" alt="3-wise-monkeys" width="300" height="194" /></p>
<h4 style="text-align: left;">Erschütternd ist nicht, dass Trigema-Chef Wolfgang Grupp Twitter-Nutzer als Idioten beschimpft, sondern dass er Augen und Ohren vor den Möglichkeiten des Internets verschließt.</h4>
<p style="text-align: left;">Ein Shitstorm zieht seit gestern durch Twitter, denn Trigema-Chef Wolfgang Grupp, der das Internet nicht mag und seine Emails von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, hat  <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/04/auf-den-punkt-trigema-chef-wolfgang-grupp-zum-web/"><strong>dem Business-Blog innovativ.in ein Interview</strong></a> mit einer etwas unbedachten Äußerung gegeben:</p>
<blockquote style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Twitter ist für mich einfach nur dumm und die Menschen, die das nutzen, sind für mich Idioten. Haben die Menschen eigentlich nichts Besseres zu tun, als über belanglosen Kram zu schreiben? Wen interessiert das?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Jetzt fühlen sich einige Twitter-Nutzer beleidigt. Das mag Herr Grupp bei seiner rüden Bemerkung sogar noch einkalkuliert haben. Womit er aber sicherlich nicht gerechnet hat, ist die Empörungswelle im sozialen Netz. Denn das kennt er gar nicht. Damit will er sich nicht befassen. Und deshalb konnte er auch nicht ahnen, welche Kreise seine dumme Bemerkung ganz schnell ziehen würde. Um 21 Uhr an Tag 1 nach dem Interview: 79 Blogkommentare, 279 Tweets, die auf das Interview verlinken, hunderte von weiteren Tweets ohne Link, zwei Reaktionen auf anderen Blogs, eine Facebook-Fanseite, die jetzt so aussieht:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2789" title="Trigema-Facebook" src="http://medialdigital.de/wp-content/Trigema-Facebook.png" alt="Trigema-Facebook" width="564" height="588" /></p>
<p style="text-align: center;">und eine Google-Suchergebnisseite (Option: letzte 24 Stunden), die jetzt so aussieht:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2790" title="Trigema-google" src="http://medialdigital.de/wp-content/Trigema-google.png" alt="Trigema-google" width="560" height="486" /></p>
<p style="text-align: left;">Unter die ernsthaft Beleidigten mischen sich Stimmen, die sich über den Internetausdrucker lustig machen. Außerdem Stimmen, welche die Werbung mit dem Affen immer schon doof und Trigema immer schon spießig fanden. Diejenigen, die sich immer freuen, wenn ein Shitstorm über einen Konzern losbricht und ihn nach Kräften anfachen. Und natürlich die Social-Media-Berater, die sich anbieten, um die Kuh vom Eis zu holen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich finde diesen Faux-Pas halb so schlimm. <a href="http://saschalobo.com/2010/04/22/how-to-survive-a-shitstorm/"><strong>Dieser Shitstorm wird schnell abflauen</strong></a>, denn:</p>
<ol style="text-align: center;">
<li style="text-align: left;">Wolfgang Grupp wird als deutscher Vorzeigeunternehmer nicht deshalb durch alle Talkshows gereicht, weil er die Leute mit nichtssagendem Marketing-Neusprech einlullt, sondern weil er geradeaus sagt, was er denkt.</li>
<li style="text-align: left;">Wolfgang Grupp hat dieses Kurzinterview ganz offensichtlich nicht von seiner Pressestelle überarbeiten lassen. Das macht ihn wiederum authentisch.</li>
<li style="text-align: left;">Herr Grupp wird jetzt erfahren haben, dass sein Unternehmen nicht nur einen Affen in Fernsehnachrichten erzählen lässt, dass mit jedem Kauf eines Trigema-Trikots Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden, sondern dass Trigema in diesem so unnützen sozialen Netz, wo soviel dummes Zeug geredet wird, ebenfalls  <a href="http://www.facebook.com/TRIGEMA"><strong>facebookt</strong></a>, <a href="http://www.youtube.com/Trigematv"><strong>youTubet</strong></a> und <a href="http://twitter.com/TRIGEMA"><strong>twittert</strong></a>. Vielleicht liest er jetzt sogar mal, was die Leute über Trigema sagen. (Beileibe nicht nur dummes Zeug).</li>
<li style="text-align: left;">das Letzte, was Herrn Grupp in den Sinn kam, war wahrscheinlich treue Markenfans zu beleidigen. Vielleicht wird er sich für diese Dummheit morgen ohne Umschweife entschuldigen. Wenn er schlau ist.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;">Damit könnte es dann auch gut sein. Ist es aber nicht. Weil Herr Grupp nämlich im gleichen Interview noch etwas anderes sagte, das weniger Empörung entfachte, aber in seiner  Tragweite viel tragischer ist. Auf die Frage: &#8220;Aber Trigema hat doch einen<strong> <a href="http://www.trigema.de/shop/index.jsf?fromAdwords=Trigema_Allgemein&amp;cm_mmc_o=TBBTkwCjCH0zLfCjCzpcByplCjCfybTwFz">Online-Shop…&#8221;</a></strong> antwortete Grupp:</p>
<blockquote style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Ja, natürlich, aber die Online-Shops machen die Geschäfte kaputt. Die Kunden vergleichen im Internet die Preise und kaufen das billigste Angebot. Inzwischen werden Milliarden Umsätze über das Web gemacht, aber die kleinen Einzelhändler bleiben auf der Strecke. Die guten Geschäfte müssen schließen und unsere Innenstädte bluten aus und verkommen. Viele Einzelhändler und auch Karstadt sind durch das Internet pleite gegangen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Keine Rede davon, wievielen guten Geschäften, die auf Individualität statt Massengeschmack setzen, das Internet überhaupt erst die Grundlage für ihre Geschäftsmodelle ermöglicht. Ich bin keine E-Commerce-Expertin, aber Beispiele wie <strong><a href="http://www.mymuesli.com">MyMüsli</a>, <a href="http://www.spreadshirt.de">Spreadshirt</a>,</strong> <a href="http://tv.winelibrary.com/"><strong>Wine Library TV</strong></a>, <a href="http://www.etsy.com/"><strong>Etsy</strong></a> und <a href="http://de.dawanda.com"><strong>Dawanda</strong></a> fallen mir dabei sofort ein. Stattdessen das altbekannte Gejammer vom bösen Internet, in dem sich so viel neue Konkurrenz tummelt, dass die alten Geschäftsmodelle unrentabel werden, wenn man es verpasst, sich darum zu kümmern, welche Chancen im Wandel liegen.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei könnte aus einer bodenständigen, ein bisschen spießigen und dank Wolfgang Grupp auch irgendwie ein bisschen coolen Marke wie Trigema mit einem guten Marketingkonzept für das soziale Netz wahrscheinlich sogar eine richtige coole Marke werden. Deshalb Herr Grupp: Entschuldigen Sie sich. Und dann lesen Sie bitte diese <a href="http://www.amazon.de/Long-Tail-Nischenprodukte-Massenmarkt-Gesch%C3%A4ft/dp/3446409904"><strong>beiden</strong></a> <a href="http://www.amazon.de/Here-Comes-Everybody-Organizing-Organizations/dp/014188925X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1273089896&amp;sr=1-1"><strong>Bücher</strong></a>.</p>
<p style="text-align: left;">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/ektogamat/2687444500/"><em>Anderson Mancini / Flickr</em></a></p>
<p style="text-align: left;">Update: 7.5.10: Inzwischen hat Wolfgang Grupp seine Aussagen relativiert. Es bleibt allerdings offen, ob er die Aussagen in dem Interview ursprünglich wirklich so scharf oder abgeschwächter formuliert hatte. Mehr dazu im <a href="http://www.innovativ-in.de/blog/2010/05/06/statement-wolfgang-grupp/"><strong>Update von innovativ.in</strong></a>.</p>
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